Dortmund, Theater Dortmund, Faust II – Ballett von Xin Peng Wang, IOCO Kritik, 30.06.2018

Juli 1, 2018 by  
Filed under Ballett, Hervorheben, Kritiken, Theater Dortmund

Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 FAUST II – Erlösung – –  Ein Tanz- und Bilderrausch

– Getanzter Appell an die Menschlichkeit –

Von Hanns Butterhof

Xin Peng Wang, der chinesische Direktor des Dortmunder Balletts, hat sich nach Goethes Faust I an dessen Alterswerk Faust II gewagt. Das Wagnis besteht darin, dass das Stück als ziemlich unaufführbar gilt und Goethe mehr hineingerätselt hat, als sich in einem Tanzabend konzise darstellen ließe.

Wang beleuchtet denn auch nur einige Faust – Szenen schlaglichtartig, um mit Faust II – Erlösung einen getanzten Appell an die Menschlichkeit zu richten. Dass Faust am Ende seiner Tage neues Land für viele Millionen schaffen will, verschränkt Wang mit dem Versuch von Flüchtlingen und Migranten, in Europa eine neue Heimat zu finden. Der Appell stützt sich auf die Hoffnung, dass das Publikum, wie Faust, sich in seinem Inneren des rechten Weges letztlich wohl bewusst ist.

Wie als utopischen Vorschein auf das Gelingen flicht Wang eine dritte, relativ unabhängige Ebene von Tanz-Inseln ein, in denen die Tänzer ganz bei sich sind, jenseits des Kampfes um Leben und Überleben. So tanzt einmal das Corps de Ballett, in fleischfarbenen Ganzkörper-Trikots (Kostüme: Bernd Skodzig) wie nackt, unbeschwert paar-, aber auch wechselweise frei und losgelöst miteinander.

Theater Dortmund / Faust II - hier : Lucia Lacarra als Helena, Dann Wilkinson als Mephisto, Marlon Dino als Faust © Battina Stöss

Theater Dortmund / Faust II – hier : Lucia Lacarra als Helena, Dann Wilkinson als Mephisto, Marlon Dino als Faust © Battina Stöss

Sehr klar charakterisiert Wang die Ausgangslage im Faust, das Verhältnis Fausts (Marlon Dino) zu seinem diabolischen Helfer Mephisto (Dann Wilkinson). Der weißgekleidete Faust behält liegend das Licht einer an langem Kabel herabhängenden Glühbirne fest im Blick, auch wenn der in schwarzes Leder wie ein Punker gekleidete Mephisto sie mit raschen Bewegungen weit über die ganze Bühne schwingen lässt, um ihn von seinem rechten Weg abzubringen.

Doch wer nicht mit Goethes Text vertraut ist, wird von den folgenden Faust II – Szenen der Kaiserlichen Pfalz, dem Erscheinen Helenas und des Homunculus wenig verstehen können. Es bleiben beeindruckende tänzerische Leistungen und schöne Bilder, wenn in der Pfalz die beschwingt und präzise Pirouetten drehenden Tänzerinnen in tellerartig abstehenden Tutus von weißgekleideten Herren umschwärmt werden und Mephisto als Zeremonienmeister finstere Tänzer in schwarzen Tutus dirigiert. Oder wenn Homunkulus (Giacomo Altovivo), wie aus dem Geist der von einer Cellistin erzeugten Musik geboren, sich in einem Käfig aus türkisen Laserstrahlen müht, aufrecht ins Leben zu finden.

Und hinreißend sind die beiden großen Pas de deux von Faust und Helena (Lucia Lacarra). Die beiden Gasttänzer vom Bayerischen Staatsballett, die geschmeidige, wie schwerelose Lucia Lacarra und der elegante Marlon Dino, sind ein wie von Phidias gemeißeltes klassisches Tanz-Traumpaar und rufen die Sehnsucht nach der alle menschlichen Schwächen versöhnenden Kraft der Liebe herauf.

Nur eher assoziativ mit dem Faust-Stoff verbunden, dafür aber optisch überwältigend sind die Flüchtlingsszenen. An Europas humanistische Tradition wird, wenn auch mit leisen Zweifeln, gemahnt, wenn die Fäuste zur „Internationale“ gereckt werden und das Orchester Beethovens „Neunte“ anklingen lässt, aber Mephisto zum allgemeinen „Oh my God“ ein Europafähnchen schwingt.

Theater Dortmund / Faust II - hier : Lucia Lacarra als Helena, Marlon Dino als Faust © Battina Stöss

Theater Dortmund / Faust II – hier : Lucia Lacarra als Helena, Marlon Dino als Faust © Battina Stöss

Es kann als Folge der diabolischen Kaiserhof-Party mit ihrer inflationären Papiergeldschwemme angesehen werden, dass die scheinbar nackten Flüchtlinge immer wieder gegen Wände rennen und unter dem Sirenengeheul der Musik zusammensinken. Oder dass sie in einer fast zu schönen Laserprojektion von Meereswogen des Licht-Designers Li Hui nahezu pantomimisch gegen das Ertrinken ankämpfen, aber immer wieder untergehen. Das gipfelt im Bild eines Kindes (Ava Jahnke), das vor den vom Schnürboden herabgelassenen Trümmern eines Bootes tot am Strand angespült wird. Dahinter kämpft eine Gruppe gegen den Widerstand an, den die Musik mit Trommelschlägen wie Schüssen malt. Doch jetzt geben die Gestrandeten ihre individuelle Flucht auf, sie fassen sich an den Händen und bilden einen Kreis, zu dem Faust mit Helena hinzutritt. Er nimmt das Kind in einer rührenden Geste auf, reicht es Helena weiter, und sie gehen, nachdem Faust mit seiner menschlichen Tat noch Mefisto das Lebenslicht ausgeblasen hat, voran in einen ins Meer führenden Laser-Licht-Tunnel, hoffentlich auf dem rechten Weg.

Ein Künstler muss keine Lösungen für politische Fragen parat haben, nicht einmal Empfehlungen wie die von Faust II nahegelegte, Raum für Menschen zu schaffen, die keinen eigenen Platz mehr in der Welt haben. Aber die Mitmenschlichkeit beim Publikum anzurühren, ästhetisch an sein Mitgefühl bei der Lösung dieser Fragen zu appellieren, das kann die Kunst, und Xin Peng Wang ist das mit Faust II – Erlösung eindringlich gelungen, musikalisch differenziert begleitet von den Dortmunder Philharmonikern unter der souveränen Leitung von Philipp Armbruster.

Es lohnt sich, den Tanz- und Bilderrausch von Faust II – Erlösung noch einmal am 10.7.2018, 20.00 Uhr in München zu genießen.

Faust II – Ballett von Xin Peng Wang: weitere Vorstellung 10. Juli 2018  München, Gasteig,  Carl-Orff-Saal

—| IOCO Kritik Theater Dortmund |—

 

Ulm, Theater Ulm, Premiere  DIE GLÜCKLICHE HAND / CARMINA BURANA, 17.05.2018

April 17, 2018 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Ulm

theater_ulm_2.jpg

Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

DIE GLÜCKLICHE HAND  –  CARMINA BURANA

Premiere 17. Mai 2018

Zwei bedeutende Zeugnisse der musikalischen Moderne vereint die assoziativ entwickelte szenische Installation von Operndirektor Matthias Kaiser. Mit dem expressionistischen Frühwerk DIE GLÜCKLICHE HAND aus dem Jahr 1913 beginnt Arnold Schönberg mit einem synästhetischen Konzept der Neukombination von Handlung, Farbe, Raum und Musik, neue Klang- und Erzählweisen für das Musiktheater zu erschließen.

Skulptur ohne Handlung –  DAHINSTRÖMEN, SINGEND
Uraufführung – Zwischen beiden Werken

Das Drama, in dem sich der Protagonist dem Gefühl der Eifersucht hingibt, handelt von der Frage, aus welchen inneren Seelenzuständen heraus Kunst entstehen kann. 1934 bis 1936 geht Carl Orff mit seiner Adaption der „Lieder aus Benediktbeuren“ (so die deutsche Übersetzung des lateinischen Titels der mittelalterlichen Musiksammlung CARMINA BURANA) angesichts des faschistischen Drucks in die innere Emigration und besinnt sich auf die ältesten Wurzeln der Musikgeschichte.

Zwischen beiden Werken erklingt als Uraufführung gefördert durch die Kunststiftung NRW die musiktheatralische Skulptur ohne Handlung DAHINSTRÖMEN, SINGEND von Gerhard Stäbler, dessen KASSANDRA-Kompositionen, die Performance FUTURESSENCE XXX und die Oper ERLÖST ALBERT E. vor einigen Jahren bereits am Theater Ulm zu hören waren. Die Musikalische Leitung übernimmt Hendrik Haas. Marianne Hollenstein entwirft das Bühnenbild und integriert eigene Malerei. Von Angela C. Schuett stammen die Kostüme. Es singen Tomasz Kaluzny, Maria Rosendorfsky, Hans-Günther Dotzauer und Kwang-Keun Lee. Außerdem werden Beatrice Panero und Daniel Perin aus dem Ballettensemble den Figuren tänzerischen Ausdruck verleihen. Unterstützt werden sie vom Opern- und Extrachor des Theaters Ulm sowie vom Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm, das sich bei diesem besonderen Abend auf der Bühne (und auf der Hinterbühne) präsentiert.

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Köln, Oper Köln, Hohe Auslastung inmitten des Bauskandals, IOCO Aktuell, 19.07.2017

Juli 19, 2017 by  
Filed under Hervorheben, IOCO Aktuell, Oper, Oper Köln

oper koeln.jpg

Oper Köln

 Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Oper Köln  – Hohe Auslastung in Ersatzspielstätte

  Saison 2016/17 – Gesamtauslastung 82,19%

 Von Viktor Jarosch

Intendantin Meyer meldet hohe Auslastung der Oper Köln im StaatenHaus!

Kennen Sie eigentlich alle Ersatzspielstätten, in welchen die Oper Köln seit 2013 ihre Produktionen zeigte? Man verliert leicht den Überblick. Oberlandesgericht, Palladium, Musical Dome, Offenbachplatz, Trinitatiskiche und mehr. Seit 2016 ist das Staatenhaus Spielstätte der Oper Köln bis 2022. Vielleicht.  Die geplante Sanierung (Kosten und Dauer) der Oper Köln werden sich bis 2022 mehr als verdoppelt haben: Von vier auf zehn Jahre, von  €270 Mio auf €570 Mio. Ex-Intendant Uwe Laufenberg flüchtete 2013 derweil nach Wiesbaden und karikierte nachtragend damalige Kölner Verhältnisse in seinem Buch Palermo.

Oper Köln / Intendatin Birgit Meyer im Staatenhaus © IOCO

Oper Köln / Intendatin Birgit Meyer im Staatenhaus © IOCO

Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, meldete nun, zum Abschluss der Saison 2016/17, der zweiten Spielzeit im wenig zentralen Interimsspielort Staatenhaus auf der Deutzer Rheinseite, eine überraschend hohe Gesamtauslastung von 82,19 % bei 107.058 verkauften Karten.  »Es ist uns ein Anliegen, den Opernliebhabern aus Köln und der Umgebung im Staatenhaus eine so hohe Qualität zu liefern, wie man sie bei der großen Tradition der Oper Köln erwarten darf. Die Besucherzahlen zeigen es: Das für unterschiedlichste Formate geeignete Staatenhaus mit seinen drei Sälen ist dem Publikum zu einer festen Adresse für szenisch und musikalisch überzeugende Opernabende geworden.«

Zwölf Produktionen der Oper Köln in der Saison 2016.17 verbuchten eine Auslastung von über 90 %. Spitzenreiter, was die Publikumsnachfrage betraf, waren »Opern-Klassiker« wie Puccinis Turandot (100 %) und Verdis Falstaff (97,75 %), beide im großen Saal 1, aber auch die außergewöhnliche, bildstarke Produktion Das Lied der Frauen vom Fluss in der Regie von Carlus Padrissa (La Fura dels baus) konnte in Saal 3 insgesamt 97,73 % verbuchen.

Auch bei den Wiederaufnahmen war das Interesse groß. Puccinis La Bohème landete beispielsweise bei einer durchschnittlichen Auslastung von 90,74 %, Carl Orffs Die Kluge – eine Oper in der neuen Reihe »Oper für Jung und Alt« – bei 96,20%. In der Kinderoper erzielte die Uraufführung der Jazzoper Die Heinzelmännchen zu Köln von Ingfried Hoffmann eine 99,67 prozentige Auslastung. Die Premiere von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen für Kinder und Erwachsene folgte mit 95,88 %.

—| IOCO Aktuell Oper Köln |—

Rathen, Landesbühne Sachsen, Spielplan August 2017

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachsen / Felsenbühne Rathen - Der Freischütz ©Martin Krok - Montage Martin Reißmann

Landesbühne Sachsen / Felsenbühne Rathen – Der Freischütz © Martin Krok – Montage Martin Reißmann

 

Spielplan August 2017


Felsenbühne Rathen


Do         03.08.2017     20:00         Der Freischütz  – Romantische Oper von Carl Maria von Weber              Felsenbühne Rathen


Fr           04.08.2017       15:00       Schneeweißchen und Rosenrot    Felsenbühne Rathen

+ 20:00  Der Freischütz    Felsenbühne Rathen


Sa         05.08.2017       15:00      Schneeweißchen und Rosenrot    Felsenbühne Rathen

+20:00   Der Freischütz       Felsenbühne Rathen


So          06.08.2017       15:00      Konzert der Sächsischen Bergsteigerchöre              Felsenbühne Rathen              Kooperation  mit Sandstein&Musik


Landesbühne Sachsen / Felsenbühne Rathen - Die Sonne © Hagen König

Landesbühne Sachsen / Felsenbühne Rathen – Die Sonne © Hagen König

Di           08.08.2017       15:00      Die Sonne       Felsenbühne Rathen


Mi          09.08.2017       11:00                                   Die Sonne         Felsenbühne Rathen


Do         10.08.2017       11:00                                   Schneeweißchen und Rosenrot        Felsenbühne Rathen


Fr           11.08.2017       20:00                                   Der Freischütz              Felsenbühne Rathen


Sa          12.08.2017       15:00   Schneeweißchen und Rosenrot        Felsenbühne Rathen

20:00                   Der Freischütz                                Felsenbühne Rathen


So          13.08.2017       16:00                                   Der Freischütz              Felsenbühne Rathen


Mi          16.08.2017       15:00                                   Die goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt               Felsenbühne Rathen


Do         17.08.2017       11:00                                   Die goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt               Felsenbühne Rathen


 Fr           18.08.2017       19:00             Winnetou I       Felsenbühne Rathen


 Sa          19.08.2017       14:00               Schneeweißchen und Rosenrot                Felsenbühne Rathen

+19:00               Winnetou I       Felsenbühne Rathen


 So          20.08.2017       19:00                Gastspiel Zwinger-Trio    Felsenbühne Rathen


Di           22.08.2017       11:00                   Winnetou I            Felsenbühne Rathen


Mi          23.08.2017       15:00                   Die goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt               Felsenbühne Rathen


Do         24.08.2017       11:00                   Die goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt               Felsenbühne Rathen


Fr           25.08.2017       19:00                   Der Freischütz        Felsenbühne Rathen


Sa          26.08.2017       14:00                   Schneeweißchen und Rosenrot                        Felsenbühne Rathen

19:00                   Der Freischütz             Felsenbühne Rathen


So          27.08.2017       15:00       Die goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt               Felsenbühne Rathen


Radebeul und außerhalb


So          06.08.2017       16:00                                    Pyramus und Thisbe

Goethe-Theater Bad Lauchstädt


Landesbühne Sachsen / Felsenbühne Rathen - Die Sonne - Antje Kahn © Hagen König

Landesbühne Sachsen / Felsenbühne Rathen – Die Sonne – Antje Kahn © Hagen König

So          13.08.2017       16:00                                   Die Sonne                                                        Freizeitoase Mortka


Do         17.08.2017       20:00                                   Die Zauberflöte             Luisenburgfestspiele               Wunsiedel


Fr           18.08.2017       20:00                                   Die Zauberflöte             Luisenburgfestspiele               Wunsiedel


Sa          19.08.2017       15:00                                   Die Zauberflöte            Luisenburgfestspiele               Wunsiedel


So          20.08.2017       15:00                                   Die Zauberflöte             Luisenburgfestspiele               Wunsiedel


So          27.08.2017       19:00                                   Eine Nacht in Venedig             König Albert Theater Bad Elster


Mi          30.08.2017       19:30    V                        Der Glöckner von Notre Dame           Freizeitoase Mortka


Do         31.08.2017       19:30    V                       Der Glöckner von Notre Dame           Freizeitoase Mortka


STÜCKINDEX und Infos zu den Konzerten und Sonderveranstaltungen


DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT

Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 5)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus, der von seinen Brüdern Kunz und Franz in der familieneigenen Schusterwerkstatt alle anstehenden Arbeiten zu erledigen hat, während seine Brüder über ihre nahe Zukunft als steinreiche Männer phantasieren. Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Darüber können seine Brüder nur lachen und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Klaus teilt im Wald mit einer alten Frau, welche eine Hexe ist, seine karge Wegzehrung und entdeckt zur Belohnung dafür eine Goldene Gans unter einem Baumstumpf. Die Gans ist von magischer Anziehungskraft, so dass Bauern, Wirtstöchter und selbst der Pfarrer an ihr kleben bleiben. Klaus trägt die Goldene Gans mit der gierigen Gesellschaft im Schlepptau ins Schloss, wo die traurige Prinzessin darauf wartet, zum Lachen gebracht zu werden. Der König und sein Haushofmeister versprechen als Belohnung dafür, dass die Prinzessin endlich einmal lacht, ein halbes Königreich und eine ganze Prinzessin!

I: Peter Kube; A: Ulrike Kunze


Winnetou I – Von Olaf Hörbe nach Karl May

Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten weiterer Eroberungen durch die weißen Männer. Winnetou weiß um deren technische Überlegenheit, gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befi nden. In dieser Situation treff en Winnetou und Old Shatterhand aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg …

Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Eff ektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Auff ührung einen besonderen Reiz.

I: Manuel Schöbel; A: Stefan Wiel; M: Hans-Peter Preu; Kampfchoreografi e: awego


Schneeweißchen und Rosenrot, Ein Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 5)

Zwerg Grobwurz ist grimmig, sind doch alle Geschöpfe in seinem Wald mindestens zu zweit: die Pilze, Bäume, Käfer … «Nur ich bin einsam. Wie ein Bart, das ist hart» beschwert er sich und beschließt, gegen diese Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen. In seinem Zorn kommen ihm Prinz Konrad und sein Bruder Heinrich gerade recht. Kurzerhand hext er ihnen Hass und Neid aufeinander an und verzaubert sie dann in einen Bären und einen Jäger, die sich gegenseitig umbringen sollen. Eines Nachts sucht der Bär Schutz in der Hütte von Schneeweißchen und Rosenrot …

I: Steff en Pietsch; A: Ulrike Schlafmann; M: Sebastian Undiz


CARMINA BURANA

Cantiones profanae von Carl Orff, Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Das populäre Chorwerk beschwört wirkungsvoll eine sinnenfrohe mittelalterliche Welt. Solisten und der Chor der Landesbühnen Sachsen, die Singakademie Dresden e.V. und die Elbland Philharmonie Sachsen sorgen in einer konzertanten Aufführung für ein gewaltiges archaisches Klangerlebnis.


DER FREISCHÜTZ

Romantische Oper von Carl Maria von Weber,Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Landesbühne Sachsen / der Freischütz Alban Lenzen (Kaspar) © Hagen König

Landesbühne Sachsen / der Freischütz Alban Lenzen (Kaspar) © Hagen König

Inspiriert wurde die deutsche Nationaloper, die sich musikalisch zwischen Himmel und Hölle bewegt, zwischen Brautkrone und Totenkranz, zwischen volkstümlicher Fröhlichkeit und bedrückender Dämonie, von der wild-romantischen Wald- und Felslandschaft vor den Toren Dresdens, wo Weber Teile des Werkes komponierte.

Das Lebensglück des Jägerburschen Max hängt von einem einzigen Probeschuss ab. Nur wenn ihm dieser perfekt gelingt, kann er seine geliebte Agathe zur Frau bekommen und Erbförster werden! Da Max als guter Schütze in der letzten Zeit jedoch nichts mehr trifft, fühlt er sich von finsteren Mächten umgarnt. Um den Teufelskreis aus Angst und Versagen zu durchbrechen, lässt er sich schließlich überreden, Hilfe anzunehmen – und zwar ausgerechnet von Kaspar, der mit dem schwarzen Jäger Samiel im Bunde ist und Max rät, in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die immer treffen …


DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME

Schauspiel mit Musik nach dem Roman von Victor Hugo /Fassung von Peter Dehler

Die berühmte Liebesgeschichte zwischen der schönen Esmeralda und dem hässlichen Glöckner Quasimodo entführt uns in das Paris des Jahres 1482. Auf dem Höhepunkt des jährlichen Narrenfestes wird Quasimodo zum König der Narren gewählt. Auf diesem Fest zieht Esmeralda mit ihrem Tanz alle Blicke auf sich. Domprobst Frollo verfällt ihr augenblicklich und auch Quasimodo verliebt sich so, dass er Esmeralda entführen will. Dabei wird er von Phoebus, einem Hauptmann der königlichen Garde, gestellt. Quasimodo muss seine Tat am Schandpfahl büßen. Esmeralda hingegen hat sich unsterblich in ihren Retter Phoebus verliebt. Als sie sich nächtlings treffen, wird Phoebus von dem eifersüchtigen Frollo niedergestochen. Der Priester entkommt unerkannt. Statt seiner wird Esmeralda des Mordes und der Hexerei angeklagt …

MIT TOM PAULS ALS GLÖCKNER VON NOTRE DAME!


DIE ZAUBERFLÖTE

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart für die ganze Familie, Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Ein Prinz. Eine entführte Prinzessin, die befreit werden soll. Ein riesiger Drache, der wie von Zauberhand besiegt wird. Eine fürsorgende Mutter, die sich als rachelüstern entpuppt. Ein dämonischer Herrscher, der sich als warmherzig und fürsorgend erweist. Eine hässliche Alte, die sich in ein schönes junges Mädchen verwandelt. Eine Flöte, die gefährliche Löwen in zahme Kätzchen verwandelt. Ein Glockenspiel, das wütende Männer besänftigt. Gefährliche

Prüfungen, die die Helden bestehen müssen. In Mozarts wunderbarer Oper liegen Gut und Böse, Tragik und Komik, Natur und Märchen dicht beieinander. Und ein Märchen für die ganze Familie wird auf der Felsenbühne erzählt: Kinder aus aller Herren Länder treffen

aufeinander, entdecken ein Märchenbuch, lassen sich von der Geschichte mitreißen und werden sogar zu Mitgestaltern der «Zauberflöte».


MOMO

Ein Tanzstück von Wencke Kriemer de Matos für die ganze Familie nach dem Roman von Michael Ende, Komposition von Michio Woirgardt (ab 6)

Die kleine Momo, die eines Tages am Rande einer großen Stadt auftaucht, als wäre sie schon immer da gewesen, hat besondere Fähigkeiten – sie kann gut beobachten, zuhören und bei ihr werden die schönsten Spiele gespielt! Deshalb findet Momo unter den Menschen der Stadt schnell viele Freunde. Doch dann erscheinen merkwürdige graue Herren und beginnen, den Menschen ihre Zeit zu stehlen, um selbst davon zu leben. Es wird kalt und immer kälter auf der Welt. Momos Freunde geraten ebenso in Gefahr wie Momo selbst, zumal das Mädchen die Zeit- Diebe durchschaut und deshalb von ihnen gejagt wird. In dieser ausweglosen Situation führt die Schildkröte Kassiopeia Momo zu Meister Hora, der die Macht hat, die Zeit anzuhalten! Mit Horas Hilfe endlich gelingt es Momo, das wachsende Heer der Zeitdiebe zu besiegen.


SCHNEEWEISSCHEN UND ROSENROT

Ein Märchen nach den Brüdern Grimm von Manuel Schöbel (ab 5)

Zwerg Grobwurz ist grimmig, sind doch alle Geschöpfe in seinem Wald mindestens zu zweit: die Pilze, Bäume, Käfer … «Nur ich bin einsam. Wie ein Bart, das ist hart» beschwert er sich und beschließt, gegen diese Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen. In seinem Zorn kommen ihm Prinz Konrad und sein Bruder Heinrich gerade recht. Kurzerhand hext er ihnen Hass und Neid aufeinander an und verzaubert sie dann in einen Bären und einen Jäger, die sich gegenseitig umbringen sollen. Eines Nachts sucht der Bär Schutz in der Hütte von Schneeweißchen und Rosenrot …


WINNETOU I

Von Olaf Hörbe nach Karl May

Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten weiterer Eroberungen durch die weißen Männer. Winnetou weiß um deren technische Überlegenheit, gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg … Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.


ZORRO – DAS MUSICAL

Buch und Gesangstexte: Stephen Clark, Musik: The Gipsy Kings, Co-Komponist und musikalische Anpassung: John Cameron, Originalgeschichte: Stephan Clark und Helen Edmundson, Deutsch von Holger Hauer (Gesangstexte) und Jürgen Hartmann (Buch) Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Brüder, die zu erbitterten Feinden werden.

Ramon schaltet den Vater aus, um dessen Macht brutal an sich zu reißen. Dass sich hinter dem Rächer Zorro sein Bruder Diego verbirgt, kann Ramon nicht ahnen. Ein spannendes, actionreiches Spektakel, verbunden mit einer romantischen Liebesgeschichte und untermalt von temperamentvollem spanischen Flamco-Pop.

ML: Hans-Peter Preu; I: Manuel Schöbel; A: Stefan Wiel, mit Live-Band | 20.05. | 21.05. | 26.05. | 09.06.


ALS DIE BILDER SPRECHEN LERNTEN – SILENT MOVIES Tanzabend von Carlos Matos

Mit «Silent Movies» wirft Choreograf Carlos Matos einen durchaus amüsierten Blick hinter die Kulissen eines historischen Filmstudios, um der besonderen Ästhetik des Stummfi lms mit der ebenfalls nonverbalen Kunst des Tanzes auf die Spur zu kommen. Vor allem fasziniert ihn die damals übliche «große theatralische Geste».

Ch: Carlos Matos; A: Tom Böhm | 11.06.


DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK Mono-Oper von Grigori Frid (ab 14)

Von Juli 1942 bis zur Verhaftung durch die Gestapo im August 1944 hielt sich Anne Frank mit ihrer Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt. Die Tagebucheinträge des Mädchens sind Zeugnis ihrer Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit. Der russische Komponist Grigori Frid hat die Texte seines Librettos aus diesem Original übernommen und in eine musikalisch-lyrische Erzählung mit hoher emotionaler Kraft integriert, die dem einzigartigen Werk Anne Franks Rechnung trägt.

ML: Thomas Gläser; I / A: Klaus-Peter Fischer | 07.05.


DIE KLEINE HEXE TOSCANELLA

Puppentheater nach dem Kinderbuch von Gunter Preuß mit Illustrationen von Thomas Leibe (ab 6) Toscanella Flieg-so-gern lebt mit ihrem Schwein Schlacht-mich-nicht allein in ihrem Hexenhäuschen. Doch als sie dem Hexerich Ernest von Schloss Edelstein begegnet, wird alles kompliziert: Die Knollenblätterpilzsuppe schmeckt nicht mehr und selbst Weitspucken und Fluchen machen keinen Spaß. Zu einem feinen Hexerich passt nämlich nur eine feine Dame. Eine Geschichte über das erste Verliebtsein und die Frage, wer man eigentlich ist.

I: Odette Bereska; A: Stefan Spitzer; M: Hans-Peter Preu | 25.04. | 26.04.


DR. JEKYLL UND MR. HYDE Schauspiel von David Edgar nach Robert Louis Stevenson

In seiner Erzählung ging Robert Louis Stevenson dem Zwiespalt der menschlichen Seele auf den Grund. Der menschenfreundliche Dr. Jekyll entwickelt im London des 19. Jahrhunderts einen Trank, der es ihm ermöglicht, einen Teil seines Ichs abzuspalten und in ihm all das auszuleben, was er sich sonst aus moralischen Gründen verbietet. So wird der zynische, sadistische Mr. Hyde zum Leben erweckt, der grausame Verbrechen begeht. Eine packende und schillernde Bühnenbearbeitung!

I: Axel Köhler; A: Stefan Wiel | 06.05.


EINE NACHT IN VENEDIG Operette von Johann Strauß

In Venedig ist Karneval – die Zeit der Masken, der heimlichen Rendezvous und der großen Verwechslungen: «Komm in die Gondel», lockt Caramello die Senatorengattin Barbara, um sie zum Herzog zu entführen. Doch ebenso wie Caramello kein wahrer Gondoliere ist, ist auch die verkleidete Schöne in seinem Boot nicht die Senatorengattin …

ML: Florian Merz / Hans-Peter Preu; I: Wolfgang Dosch; A: Stefan Wiel;

Mimografi e: Ralf Herzog; O: Elbland Philharmonie Sachsen | 12.05.


FISCH ZU VIERT Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden Seit 30 Jahren ist der Diener Rudolf den gut betuchten Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine in buchstäblich jeder Lage zu Diensten. Dafür hat jede von ihnen versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als Rudolf jedoch um vorzeitige Auszahlung seines Anspruchs bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen. Stattdessen bringen sie Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel. Tempo, Sprachwitz und Komik in einer der erfolgreichsten Kriminalkomödien!

I: Peter Kube; A: Tom Böhm; M: Wolfgang Torkler / Christian Schöbel | 19.05.


HEUTE ABEND: LOLA BLAU Musical für eine Darstellerin von Georg Kreisler

Die berührende Geschichte einer Künstlerin spiegelt in melancholischen, bissigen und komischen Chansons das Schicksal Kreislers, der Wien als Jude 1938 verlassenmusste: Auch Lola Blau wird aus Europa vertrieben. Die Sängerin, in den USA gnadenlos vermarktet, hoff t nach dem Krieg auf einen berufl ichen Neubeginn in Wien, doch die restaurativen Verhältnisse machen es ihr nicht leicht.

ML: Uwe Zimmermann; I: Ute Raab; A: Irina Steiner | 27.04. | 14.06


IM WEISSEN RÖSSL Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung «Bar jeder Vernunft»

Zahlkellner Leopold himmelt seine Chefi n Josepha Vogelhuber an, die ihrerseits dem Anwalt Dr. Siedler schöne Augen macht, der wiederum die attraktive Fabrikantentochter Ottilie liebt, deren Vater von Sigismund, dem Sohn seines ärgsten Geschäftskonkurrenten, verfolgt wird, dessen Herz für das entzückend lispelnde Fräulein Klärchen schlägt …

ML: Hans-Peter Preu / Thomas Gläser; I: Manuel Schöbel; A: Marlit Mosler, O: Elbland

Philharmonie Sachsen / Chursächsische Philharmonie / Leipziger Symphonieorchester

| 01.05. | 20.05. | 21.05.


LA CENERENTOLA – ASCHENPUTTEL ODER DER TRIUMPH DER LIEBE –

Komische Oper von Gioacchino Rossini

Rossini hat eine romantische und dennoch komödiantische Aufstiegs- und Liebesgeschichte komponiert, die dem «Barbier von Sevilla» musikalisch in nichts nachsteht: Der ruinierte Don Magnifi co möchte eine seiner beiden leiblichen Töchter dem Prinzen Ramiro vermählen, aber: Der Prinz, geführt von seinem weisen LehrerAlidoro, verliebt sich natürlich in das «unscheinbare» Aschenputtel!

ML: Hans-Peter Preu; I: Annette Jahns; A: Stefan Wiel; O: Elbland Philharmonie

Sachsen | 06.05.


LA TRAVIATA Oper von Giuseppe Verdi

Im Mittelpunkt des Melodramas steht Violetta, eine Außenseiterin der Gesellschaft, eine lebenshungrige junge Frau, die im vergnügungssüchtigen Paris ihr Geld als Halbweltdame verdienen muss, auch wenn sie damit ihr Leben, ihre Gesundheit ruiniert.

Die große Liebe, die ihr der junge Alfredo aus gutbürgerlichem Hause entgegenbringt, scheint ihr die Rettung, doch führt die ungleiche Liaison in die Tragödie.

ML: Hans Peter Preu; I / K: Hinrich Horstkotte; B: Martin Dolnik; O: Elbland Philharmonie

Sachsen | 28.04. | 30.04. | 04.05. | 07.05. | 14.05. | 07.06.


PRINZESSINNEN Tanztheater mit Wencke Kriemer de Matos

Die «Prinzessin»! Sie ist Projektionsfl äche – unerfüllter oder unerfüllbarer – Wünsche, aber auch eine Inkarnation von Glück, Aufmerksamkeit und gesellschaftlichem Erfolg und kann auch ein Traum sein, der Wirklichkeit geworden ist. Was aber macht eine Prinzessin aus? Dass sie als solche behandelt wird oder als solche handelt? Ihre Herkunft? Ihre äußere oder innere Schönheit? Ihre ewige Jugend? Weder Dornröschen hinter ihrer Hecke noch Schneewittchen in ihrem Glassarg altern, ebenso wenig wie Prinzessin Diana, die durch ihren frühen Tod wohl auf ewig «die Königin der Herzen» bleiben wird …

I: Manuel Schöbel; Ch: Wencke Kriemer de Matos; A: Kim Scharnitzky | 24.05.


TANGO PIAZZOLLA Tanztheater von Carlos Matos mit der Musik von Astor Piazzolla – UA –

Piazzollas Musik weiß, dass Tango eine Sehnsucht ist. Die Sehnsucht nach der entschwundenen Kindheit und Jugend, die wehmütige Erinnerung an Freunde, Geliebte, die erste Umarmung, den ersten Kuss. Tango ist auch die Musik der Wünsche und unerfüllten Hoff nungen. Im Tanzabend von Carlos Matos begegnen sich Menschen mit ihren zerbrochenen Träumen auf der Suche nach dem Glück, und sie begegnen der leidenschaftlichen Musik Astor Piazzollas.

I: Carlos Matos; A: Kerstin Laube | 13.05. | 14.05. | 15.06. | 16.06.


„IN GOTTES EIGENEM LAND“

Schauspiel von Olaf Horbe nach dem gleichnamigen historischen Roman von Eberhard Gorner – UA –

Premiere am 29.4.2017, 19.00 Uhr in den Landesbühnen Sachsen

Im Auftrag der Franckeschen Stiftungen Halle geht der lutherische Theologe Heinrich Melchior Mühlenberg ( Moritz Gabriel) 1742 nach Pennsylvania, um die dort ansässigen deutschen Gemeinden zu betreuen. Nach seiner Ankunft in Philadelphia beginnt ermit dem Aufbau einer lutherischen Kirche. Machtkämpfe zwischen verschiedenen religiösen Sekten, persönliche Entbehrungen, Kriege, die wechselvolle Beziehung zu dem Delawaren-Häuptling «Fliegender Pfeil» (Gojko Mitic) , aber auch die große Liebe zu seiner Frau, die ihm eine starke Partnerin ist, bestimmen sein Leben. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms Reformationsjubiläum 2017 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unterstützt.

Kooperation mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Sachsen e. V., gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

I: Damian Cruden; A: Tilo Staudte; M: Paul Heller; PL: Jane Taubert | 29.04. | 30.04. | 01.05. | 05.05.

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

Nächste Seite »