Hagen, Theater Hagen, Premieren September – Oktober 2019, IOCO Aktuell

August 13, 2019 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

 

Theater Hagen :  Premieren September – Oktober 2019


CARDILLAC   –  Oper von Paul Hindemith in drei Akten, Erstfassung von 1926,  Libretto von Ferdinand Lion nach der Erzählung Das Fräulein von Scuderi von E.T.A. Hoffmann   – In deutscher Sprache mit Übertexten

Premiere: Samstag, 21. September 2019, 19.30 Uhr | Großes Haus

Schmuck verkaufen und den Käufer dann hinterrücks ermorden, um Schmuck und Geld behalten zu können, klingt nach einem profitablen Geschäftsmodell. Doch der Goldschmied Cardillac mordet nicht aus Geldgier – er kann nur nicht ertragen, dass ‚sein’ Schmuck nicht mehr bei ihm ist: Der Künstler wird zum Psycho-Serientäter, und eine Stadt sucht einen Mörder. E.T.A. Hoffmann hat mit seiner Erzählung Das Fräulein von Scuderi den Stoff für diesen Krimi geliefert, den Paul Hindemith in den 1920er Jahren, zur Zeit von „Bauhaus“ und „neuer Sachlichkeit“, vertont hat.

Regisseur Jochen Biganzoli, der mit seiner Hagener Inszenierung von Wagners Tristan und Isolde deutschlandweit für Aufsehen sorgte, sieht den Goldschmied Cardillac als eine Art Kunst-Terrorist, der (zu) radikale Antworten auf die Frage nach dem Sinn von Kunst sehr praktisch ausprobiert. So macht die Hagener Inszenierung unter der Krimi-Handlung die Radikalität eines Kunst-Streits sichtbar, die selbst im Bauhaus-Manifest von Walter Gropius von 1918 schon als religiöser Eifer aufschien: „Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft […] als kristallenes Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens.“

Die Aufführungen von Hindemiths Cardillac sind Teil des „Bauhaus-Jahres“ 2019 in Hagen, wo an vielen Gebäuden der Anspruch dieser frühmodernen Kunstschule zu begutachten ist. Und dass dieser Anspruch weit über das Bauen hinausreichte, wird am Theater nun in einem Genre erlebbar, das mit Architektur gar nichts zu tun hat: das durch Klang ausgedrückte Drama, die alle Sinne fesselnde Oper.

Generalmusikdirektor Joseph Trafton wird die von der Musikwissenschaft tatsächlich auch schon als „Bauhaus-Barock“ bezeichnete Partitur effektvoll zum Klingen bringen. Denn trotz Hindemiths frühmoderner Vorliebe für Abstraktion und Stilisierung ist diese Musik doch ganz auf den fesselnden Effekt im Ablauf eines spannenden Psycho-Krimis konzentriert. Wieder einmal wird im Theater Hagen Außerordentliches zu erwarten sein!

Musikalische Leitung Joseph Trafton | Inszenierung Jochen Biganzoli | Bühne Wolf Gutjahr | Kostüme Katharina Weissenborn | Licht Hans-Joachim Köster | Dramaturgie Francis Hüsers | Mit Thomas Berau (Der Goldschmied Cardillac), Milen Bozhkov (Der Offizier), Angela Davis (Die Tochter), Veronika Haller (Die Dame), Kenneth Mattice (Der Führer der Prévôté), Thomas Paul (Der Kavalier), Ivo Stánchev (Der Goldhändler) | Chor und Extrachor des Theaters Hagen | Statisterie des Theaters Hagen | Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 3.10. (18.00 Uhr); 18.10. (19.30 Uhr); 10.11. (15.00 Uhr); 13.11.2019 (19.30 Uhr); 10.1. (19.30 Uhr); 16.1. (19.30 Uhr); 26.1.2020 (18.00 Uhr)

Werkstatt-Probe (Einführungsveranstaltung): 16.9.2019, 18.15 Uhr, Theatercafé/Großes Haus,  Die Stunde der Kritik: 18.10.2019, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé

b   –   Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner
In einer Fassung von Anja Schöne • Ab 14 Jahren
Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 9-13

Premiere: SAMSTAG, 28. SEPTEMBER 2019, 19.30 Uhr | Lutz

Ein Radiomoderator hat jahrelang Anrufe von Menschen entgegengenommen, die seinen Rat suchten. Nun feiert er seine letzte Sendung und will seinen Abschied stimmungsvoll mit einer Liveband begehen. Doch da ruft ein gewisser Woyzeck an und stammelt, er habe seine Freundin Marie ermordet. Wegen des Tambourmajors, der Erbsen und der Stimmen in seinem Kopf. Statt der Feier beginnt eine musikalische Untersuchung, die die Geschehnisse rund um den Mord aufrollt.

Büchners radikales Fragment über Macht und Ohnmacht, Willensfreiheit und Fremdbestimmung und das gewalttätige Potential derer, die sich ausgeschlossen und ausgenutzt fühlen, verwandelt sich auf der Lutz-Bühne in das entlarvende Porträt einer unmenschlichen Gesellschaft, nah an Büchner und doch ganz im Heute.

Inszenierung Anja Schöne | Bühne Jeremias H. Vondrlik | Kostüme Sabine Kreiter | Musik Basil Weis | Dramaturgie Anne Schröder | Mit Justin Benedict Dörpinghaus, Kristina Günther, Aischa-Lina Löbbert, Björn Lukas, Basil Weis

Weitere Vorstellungen: 25.10.2019 (19.30 Uhr); 20.3. (19.30 Uhr); 25.4. (19.30 Uhr); 19.5.2020 (19.30 Uhr)

Schulvorstellungen: 1.10. (12.00 Uhr); 6.11. (12.00 Uhr); 8.11.2019 (12.00 Uhr); 18.3. (12.00 Uhr); 19.3. (12.00 Uhr); 28.4. (12.00 Uhr); 19.5.2020 (12.00 Uhr)

Diese Produktion wird vom Förderprojekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützt, das einen kostenlosen Besuch für Schüler*innen im Klassen- oder Kursverband ermöglicht.

CASA AZUL  –  Inspired by Frida Kahlo
Ballett von Marguerite Donlon,   Komposition und musikalische Arrangements von Claas Willeke

Premiere: Samstag, 5. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Großes Haus

Marguerite Donlon, neue künstlerische Leiterin des Balletts Hagen, hat sich für die Kreation von CASA AZUL intensiv mit Leben und Werk von Frida Kahlo auseinandergesetzt. „Schon zu Lebzeiten war sie eine Legende, heute ist sie zum Mythos geworden. Um durchzuhalten, malte sich Kahlo in ihren detailgenauen Selbstportraits die physischen und psychischen Leiden von der Seele. Durch das Malen überwand sie Schmerz, Liebesleid und Lebensverdruss. Kahlo malte buchstäblich um ihr Leben.“

Den transformatorischen Prozess ihrer inneren Phantasie-, Farb- und Gestaltwelten und die äußeren Zwänge ihres Lebens im „Korsett“, aber auch als eigenständige Frau im beginnenden 20. Jahrhundert in Tanz umzusetzen – die Poesie dieser großen Künstlerin bewegt zu gestalten, ihrem Leben nachzuspüren, ist eine wunderbare choreographische Herausforderung.

In der Casa Azul wurde sie geboren – im berühmten blauen Haus am Rande Mexico Cities ist sie auch 1954 verstorben. Kurz nach ihrem Tod hat ihr Ehemann, der Freskenmaler Diego Rivera, die Casa Azul als Museum der Öffentlichkeit übergeben.

Frida Kahlos intensives, kraftvolles wie kraftraubendes Leben ist geprägt von ihrem schier unbeugsamen Willen zu leben und zu überleben – eine kontinuierliche Selbstvergewisserung in einer von inneren und äußeren Brüchen bestimmten Lebenswelt. Ihre politischen Aktivitäten, die Rückbesinnung auf die indigene Kultur Mexikos, ihr politisches Bekenntnis zum Kommunismus, ihr Verständnis von freier Liebe zu beiden Geschlechtern, insbesondere aber die Liebe zu Diego Rivera, ihre zweifache Ehe mit dem berühmten Muralisten, ihre zahlreichen Aufenthalte in den USA und die Einladung des Surrealisten André Breton nach Paris, um nur einige Facetten ihres reichhaltigen Lebens hervorzuheben, verdeutlichen den unglaublichen Radius einer Frau, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Ich necke den Tod und lache ihn aus, damit er mich nicht so leicht unterkriegt.“ Im Alter von 18 Jahren wurde Frida Kahlo durch einen tragischen Unfall in der Straßenbahn durch eine eiserne Griffleiste „wie ein Torerodegen den Stier durchbohrt“ für ihr Leben getroffen. Frida Kahlos den Blick bannende Selbstbildnisse bilden den Großteil ihres künstlerischen Schaffens. Sie, die „Krüppelin malt sich schön, von aristokratischer Eleganz, in boticellesker Malweise“, kleinformatig im Stuhl oder im Bett liegend, mit Spiegeln ausgestattet, um die Welt aufzunehmen. „Nichts ist für das Leben wichtiger als das Lachen. Lachen bedeutet Stärke, Selbstvergessenheit und Leichtigkeit. Tragödien sind dagegen albern.

Choreographie und Inszenierung Marguerite Donlon | Bühne, Video und Licht Ingo Bracke | Kostüme Markus Maas | Gesang und Gitarre Luis Gonzalez | Choreographische Assistenz Francesco Vecchione | Dramaturgie Waltraut Körver | Mit Brandon Alexander, Filipa Miranda Amorim, Gennaro Chianese, Peter Copek, Alexandre Démont, Ciro Iorio, Jeong Min Kim, Noemi Emanuela Martone, Federica Mento, Amber Michelle Neumann, Sara Peña, Dario Rigaglia

Weitere Vorstellungen 11.10. (19.30 Uhr); 20.10. (15.00 Uhr); 27.10. (15.00 Uhr); 6.11. (19.30 Uhr); 17.11. (18.00 Uhr); 21.11. (19.30 Uhr); 27.12.2019 (19.30 Uhr); 18.1. (19.30 Uhr); 29.1. (19.30 Uhr); 22.2. (19.30 Uhr); 29.3. (18.00 Uhr); 18.4.2020 (19.30 Uhr); Gastspiel in Siegen: 29.10.2019

WERKSTATT-PROBE (Einführungsveranstaltung): 30.9.2019, 18.15 Uhr, Großes Haus

DIE STUNDE DER KRITIK: 27.10.2019, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Zu Gast: Dr. Marieluise Jeitschko


Pardauz  –  Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble • Ab 3 Jahren

Premiere: SAMSTAG, 19. Oktober 2019, 15.00 Uhr | Lutz

Zwei Performer*innen kugeln anarchisch verspielt auf die Bühne – pardauz – liegen sie da. Doch schon im nächsten Moment stehen sie wieder auf, verwandeln sich in bunte Dreiecke, umkreisen sich, kommen sich näher, werden zum Quadrat und pardauz – fällt alles auseinander. Gleich geht es weiter in spiralförmigen Sprüngen – bis zum nächsten pardauz.

In einem bunten TanzTheater mit Objekten schickt Regisseurin Anja Schöne ihr Ensemble auf die Spuren von Bauhaus und Dada und schafft ein mitreißendes Theaterspektakel für alle Generationen rund um die Erkenntnis, dass nach dem Fall immer vor dem Fall ist. Oder frei nach Hugo Ball „elifantolim brussala bulomen tromtata“.

Inszenierung Anja Schöne | Choreographie Jozsef Hajzer | Bühne und Kostüme Sabine Kreiter | Dramaturgie Jannica Hümbert | Es spielen, kugeln und fallen: Anne Schröder und Lilian-Felicitas Prudlo

Weitere Vorstellungen: 23.10. (10.00 Uhr); 27.12.2019 (15.00 Uhr); 26.1. (15.00 Uhr); 28.1. (10.00 Uhr); 29.2. (15.00 Uhr); 5.4.2020 (15.00 Uhr)


DER GRAF VON LUXEMBURG  –  von Franz Lehár

Libretto von Robert Bodanzky, Leo Stein, Alfred Maria Willner,  In deutscher Sprache mit Übertexten

Premiere: SAMSTAG, 26. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Großes Haus     

„Heut‘ noch werd‘ ich Ehefrau! Doch wer wird mein Mann? Bis jetzt weiß ich es nicht genau, egal! – Was liegt daran?“ (Angèle in  Der Graf von Luxemburg)

Zwei Menschen heiraten, ohne sich zu kennen und ohne sich während der Trauung sehen zu können: Diese Scheinehe ermöglicht Angèle zur Gräfin zu werden und nach der schon geplanten Scheidung eine standesgemäße Ehe mit dem Fürsten Basil eingehen zu können. Basil ist es auch, der dem Grafen René mit viel Geld davon überzeugt, zum „Heiratsgrafen“ zu werden. Der Graf von Luxemburg kann dieses Geld gut gebrauchen, schließlich hat er sein Vermögen „verjuxt, verputzt, verspielt, vertan“ und weiß nicht, wie er sein ausschweifendes Leben in Paris weiterhin finanzieren soll. Teil der Vereinbarung ist jedoch, dass René und Angèle sich nie kennenlernen. Es kommt zu einem zufälligen Treffen der beiden in der Oper, bei dem sie sich verlieben. Zunächst ist ihnen nicht bewusst, dass sie auf dem Papier bereits Mann und Frau sind. Doch als René erkennt, an wen er sein Herz verloren hat, stellt sich die Frage: Geld oder Liebe?
Franz Lehár gelang es 1909 mit dieser Operette an den sensationellen Erfolg von „Die lustige Witwe“ anzuknüpfen: Der Komponist schuf ein Meisterwerk der späten Wiener Operette voller mitreißender Melodien, Tempo und Witz. Bist du’s, lachendes Glück? – diese Frage treibt die Figuren um: Zwischen Pragmatismus und Hoffnung schwankend, versuchen sie ihren Gefühlen habhaft zu werden.
Nach seinen überaus beliebten Inszenierungen von Kiss me, Kate und „Blues Brothers“ kehrt der Regisseur Roland Hüve nun ans Theater Hagen zurück.

Musikalische Leitung Rodrigo Tomillo, Inszenierung Roland Hüve,  Bühne und Kostüme Siegfried E. Mayer,  Choreographie Eric Rentmeister,  Licht, Chor Wolfgang Müller-Salow,  Dramaturgie Rebecca Graitl, Mit Marilyn Bennett, Angela Davis, Olaf Haye, Kenneth Mattice, Cristina Piccardi, Richard van Gemert, Oliver Weidinger, Chor des Theaters Hagen, Extrachor des Theaters Hagen, Ballett Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 31.10. (19.30 Uhr); 3.11. (18 Uhr); 8.11. (19.30 Uhr); 15.11. (19.30 Uhr); 23.11. (19.30 Uhr); 4.12. (19.30 Uhr); 14.12. (19.30 Uhr); 18.12. (19.30 Uhr); 31.12. (15.00 Uhr); 31.12.2019 (19.30 Uhr); 5.1. (15.00 Uhr); 15.1. (19.30 Uhr); 16.2.2020 (15.00 Uhr)

Werkstatt-Probe (Einführungsveranstaltung): Montag, 21.10.2019, 18.15 Uhr, Theatercafé/Großes Haus – Eintritt frei

Die Stunde der Kritik:  Sonntag, 3.11.2019, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei


—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Hagen, Theater Hagen, Spielplan September 2019

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle


Spielplan September 2019


Sa 07 AUFTAKT!
Tag der offenen Tür
Beginn 15.00 Uhr ·  In den Werkstätten, Großes Haus, Opus, Lutz
Eintritt frei

KULTURCAFÉ
Mit Joseph Trafton und Insa Murawski
17.30 Uhr ? Theatercafé
Eintritt  frei

POCKETGALA
Mit Gesangssolisten, Tänzern, Chor, Orchester
19.00 Uhr ·  Großes Haus
Eintritt frei


So 08        WIEDERAUFNAHME TAKE A WALK ON THE WILD SIDE
Undergroundparty mit Musik aus den 1960er, 70er und 80er Jahren
18.00-20.45 Uhr ·  Großes Haus
Abo MT und Freiverkauf 19,50-48 €


Di 10        1. SINFONIEKONZERT
Bauhaus & Blockbuster – Zukunftsvisionen
Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
Filmmusik der Neuzeit
Leitung: Scott Lawton
19.30 Uhr ·  Stadthalle ? 18.45 Uhr Einführung
Konzertabo und Freiverkauf 15,50-31 €


Mi 11        THEATER IM KARREE
Mit Sopranistin Cristina Piccardi und Tenor Richard van Gemert
17.30 Uhr ·  Sparkassen-Karree
Eintritt frei


Sa 14        WIEDERAUFNAHME
SPRING AWAKENING (FRÜHLINGS ERWACHEN)
Musical von Steven Sater und Duncan Sheik, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30-22.00 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Einführung
Abo G und Freiverkauf 19,50-48 €


So 15        1. FAMILIENKONZERT
Sergei Prokofjew: Peter und der Wolf
Moderation: Juri Tetzlaff ? Leitung: N.N.
11.00 Uhr ·  Großes Haus
Freiverkauf 12 /6 €, Familienkarte 25 €

WIEDERAUFNAHME DIE GROSSE KLIMAKONFERENZ DER TIERE
Eine mobile TheaterUmweltKonferenz von Anja Schöne ? Ab 8 Jahren
Eine Produktion des Mobiltheaters Sausewind
15.00-16.00 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 12 / 6 €


Mo 16        WERKSTATT-PROBE
Einführungsveranstaltung zu Cardillac
18.15 Uhr ·  Theatercafé / Großes Haus
Eintritt frei


Di 17        WIEDERAUFNAHME DER FLIEGENDE KOFFER
Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen ? Ab 2 Jahren
10.00-10.45 Uhr ·  Haus Wohlbehagen


Fr 20        PIGOR SINGT – BENEDIKT EICHHORN MUSS BEGLEITEN – VOL. 9
19.30-21.30 Uhr ·  Großes Haus
Abo K und Freiverkauf 13,50-30,50 €

THEATER UNTERWEGS RICHARD O’BRIEN’S  THE ROCKY HORROR SHOW
Musical von Richard O´Brien
19.30-22.00 Uhr ·  Teo Otto Theater Remscheid


Sa 21        PREMIERE CARDILLAC
Oper von Paul Hindemith
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30-21.00 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Einführung
Abo P und Freiverkauf 19,50-48 €


So 22        KRABBELKONZERTE
Ganzheitliches Musikerlebnis für Kinder von 0-2 Jahren und deren Eltern
Leitung: Andrea Apostoli
10.00-10.45 Uhr & 11.15-12.00 Uhr ·  Theatercafé
Erwachsene 6 € / Kinder 1 €

DER FLIEGENDE KOFFER
Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen ? Ab 2 Jahren
11.00-11.45 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 6 €

SPRING AWAKENING (FRÜHLINGS ERWACHEN)
Musical von Steven Sater und Duncan Sheik, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
18.00-20.30 Uhr ·  Großes Haus ·  17.30 Einführung
Abo ThR und Freiverkauf 16,50-40 €


Di 24        THEATER UNTERWEGS TAKE A WALK ON THE WILD SIDE
Undergroundparty mit Musik aus den 1960er, 70er und 80er Jahren
19.30-22.15 Uhr ·  Konzert Theater Coesfeld


 Do 26        SPRING AWAKENING (FRÜHLINGS ERWACHEN)
Musical von Steven Sater und Duncan Sheik, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
(in deutscher Sprache mit Übertexten)
19.30-22.00 Uhr ·  Großes Haus ·  19.00 Einführung
Abo D und Freiverkauf 16,50-40 €


Fr 27        TREFFEN DES THEATERFÖRDERVEREINS
Gast: Mario Krause, Fagottist am Theater Hagen
19.30 Uhr ·  Kolpinghaus
Eintritt frei


Sa 28        PREMIERE WOYZECK
Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner
In einer Fassung von Anja Schöne ? Ab 14 Jahren
19.30 Uhr ·  Lutz
Freiverkauf 12 / 6 €


So 29 1. KAMMERKONZERT
Salonlöwen
Salonmusik im Stil der 1920er Jahre
11.30 Uhr ·  Auditorium im Kunstquartier Hagen
Freiverkauf 12 / 6 €

WIEDERAUFNAHME EVEREST
Oper von Paul Joby Talbot
(in englischer Sprache mit deutschen Übertexten)
18.00-19.10 Uhr ·  Großes Haus ·  17.30 Einführung
Abo MT und Freiverkauf 15-36 €


Mo 30        WERKSTATT-PROBE
Einführungsveranstaltung zu Casa Azul
18.15 Uhr ·  Theatercafé / Großes Haus
Eintritt frei


 

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Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Cardillac, 27.05.2017

Mai 22, 2017 by  
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Theater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

 Cardillac von Paul Hindemith

Packende Oper um einen besessenen Goldschmied

Premiere Samstag, 27. Mai 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen Di, 30. Mai, Mi, 7., Fr, 9. und Mi, 14. Juni 2017 sowie an weiteren Terminen der Spielzeit

Mit der Oper zum Goldstadtjubiläum schlechthin wartet das Musiktheater ab 27. Mai auf: Cardillac von Paul Hindemith; eine abgründige Ballade über einen Goldschmied und eine Mordserie an den Käufern seiner Schmuckstücke. Angelehnt an E.T.A. Hoffmanns Das Fräulein von Scuderi schrieb Ferdinand Lion das Libretto, das in expressionistischer Manier eine starke Verbindung von Liebe und Tod herstellt. Die Rolle des Cardillac verkörpert Hans Gröning, der in Pforzheim mit großem Erfolg zuletzt in Nabucco und Lohengrin zu erleben war, und dem Publikum seit Wozzeck sowie „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ bestens bekannt ist.

Durch die Stadt geht ein Aufschrei: eine Mordserie verunsichert die Bevölkerung und der König hat einen Spezialgerichtshof einberufen, „die brennende Kammer“, den Täter zu bestrafen. Eine Dame drängt ihren Kavalier dazu, ihr ein Schmuckstück Cardillacs zu schenken, als Bedingung ihrer Hingabe – der Kavalier begibt sich wissentlich in Todesgefahr und wird tatsächlich ermordet. Alle Opfer waren Käufer, die als Liebesgabe eines der Schmuckstücke des hoch angesehenen Goldschmieds Cardillac erwarben. Dieser liebt sein künstlerisches Material mehr als alles andere auf der Welt. Seine Tochter ist zerrissen zwischen der Liebe zu ihrem Vater und der zu ihrem Geliebten, dem Offizier. Als auch dieser eine Kette Cadillacs kauft, spitzen sich die Ereignisse zu.

Paul Hindemith (1895 – 1963) war ein hochgelobter Komponist und Teil der musikalischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, ging er schließlich ins Exil. In Cardillac nimmt seine Musik Anleihen bei alten klassischen Formen, bleibt tonal, ist aber gleichzeitig modern und ausdrucksstark. Dem düsteren Milieu setzt Hindemith eine teilweise neobarocke Orchesterbegleitung und strukturierte Polyphonie entgegen. Die Uraufführung 1926 war ein großer Erfolg, doch das Werk wurde von der nationalsozialistischen Presse erst zerrissen und im Folgenden verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete der Komponist das Werk um, erweiterte es und änderte den Schluss. An den Bühnen durchgesetzt hat sich aber die erste Fassung. Im Jahre 1999 war Cardillac schon einmal am Theater Pforzheim zu sehen.

Die Neuinszenierung von Intendant Thomas Münstermann verbindet die Kriminalgeschichte mit den ästhetischen und ideologischen Strömungen der Entstehungszeit, den 20er bis 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Karten für Cardillac gibt es ab 16,80 Euro (ermäßigt 8,40 Euro) an der Theaterkasse am Waisenhausplatz unter Tel. 0 72 31/39-24 40, im Kartenbüro in den Schmuckwelten und im Internet auf www.theater-pforzheim.de


Cardillac  Oper von Paul Hindemith, Libretto von Ferdinand Lion, Nach Das Fräulein von Scuderi  von E.T.A. Hoffmann

Musikalische Leitung  Markus Huber, Inszenierung und Bühne Thomas Münstermann
Kostüme  Alexandra Bentele, Videoprojektion   Philip Contag-Lada

Mit: Hans Gröning, Franziska Tiedtke, Steffen Fichtner, Aleksandar Stefanoski, Johannes Strauß, Dorothee Böhnisch und Paul Jadach, Chor und Extrachor des Theaters Pforzheim, Badische Philharmonie Pforzheim

Die öffentliche Probe am Sa, 20. Mai um 11.30 Uhr im Großen Haus
Hubers Opernführer am So, 21. Mai um 11 Uhr im Foyer
Premiere Samstag, 27. Mai 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen Di, 30. Mai, Mi, 7., Fr, 9. und Mi, 14. Juni 2017 sowie an weiteren Terminen

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Wien, Wiener Staatsoper, Besetzungsänderung in Cardillac, 29.03.2012

März 13, 2012 by  
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Wiener Staatsoper

Besetzungsänderung in „Cardillac“ an der Wiener Staatsoper

Olga Bezsmertna singt anstelle der erkrankten KS Ildikó Raimondi die Partie der Dame in allen drei Vorstellungen von „Cardillac“ (29. März, 1. und 4. April) und gibt damit ihr Rollendebüt im Haus am Ring. In der Titelpartie gibt Markus Marquardt sein Rollendebüt an der Wiener Staatsoper, Juliane Banse ist als Tochter zu erleben, Herbert Lippert als Offizier, Tomasz Konieczny als Goldhändler, Matthias Klink als Kavalier und Alexandru Moisiuc als Führer der Prévoté. Am Dirigentenpult: GMD Franz Welser-Möst.