Basel, Theater Basel, Spielplan März 2020

Januar 28, 2020 by  
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Theater Basel

Theater Basel © Sandra Then

Theater Basel © Sandra Then


UNSERE PREMIEREN IM MÄRZ


Premiere DO 19. MÄRZ 2020, 19.30 UHR, SCHAUSPIELHAUS
UNSERE KLEINE STADT
Schauspiel in drei Akten von Thornton Wilder
Deutsch von Barbara Christ

INSZENIERUNG Anne-Louise Sarks BÜHNE Marg Horwell KOSTÜME Mel Page MUSIK Knut Jensen MIT Ilknur Bahadir, Antal Czapkó, Thomas Douglas, Inga Eickemeier, Pascal Goffin, Jonas Götzinger, Vincent zur Linden, Nancy Mensah-Offei, Josef Mohamed, Carole Schmitt, Maik Solbach, Friederike Wagner u. a.
Mitglieder des Extrachors des Theater Basel

Grover’s Corners ist eine fiktive Kleinstadt in New Hampshire zur Zeit der Jahrhundertwende. Ein Ort fernab von Dramen, Sensationen und Skandalen. Stattdessen feiert Wilder in seinem 1938 in Rüschlikon bei Zürich geschriebenen Stück die kleinen Augenblicke des Lebens und schuf damit ein einzigartiges Plädoyer zur Entschleunigung unseres heutigen Hochgeschwindigkeitsalltags. Er selbst nannte es eine «Meditation über die Schwierigkeit, das Leben zu verstehen, während man es lebt». Im Zentrum stehen die beiden Nachbarskinder Emily Webb und George Gibbs, die noch während der Schulzeit heimlich erste zarte Bande knüpfen, ehe sie vom Leben zunächst getrennt und schliesslich doch zusammengeführt werden. Doch bei Wilder ist das Happy End von Emily und George nicht viel mehr als ein weiterer Tag in der Chronik von Grover’s Corners. Einer Chronik über das Leben und seine Vergänglichkeit. Die Regisseurin Anne-Louise Sarks hat sich dem Basler Publikum in der Spielzeit 2017/2018 bereits mit ihrer Version der Medea-Tragödie vorgestellt.


Premiere FR 27. März 2020, 19.30 Uhr, Grosse Bühne
PETER GRIMES
Oper in drei Akten und einem Prolog von Benjamin Britten
Text von Montagu Slater nach einer Verserzählung von George Crabbe
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

MUSIKALISCHE LEITUNG Kristiina Poska NACHDIRIGAT Thomas Wise INSZENIERUNG Harry Fehr BÜHNE UND KOSTÜME Leslie Travers KOSTÜMMITARBEIT Zahra Mansouri CHOR Michael Clark MIT Rolf Romei, Emma Bell, Robin Adams, Jasmin Etezadzadeh, Sarah Brady/Stefanie Knorr, Kali Hardwick, Michael Bennett, Andrew Murphy, Cécile van de Sant, Karl-Heinz Brandt, Domen Križaj, Antoin Herrera-Lopez Kessel / Paull-Anthony Keightley, Vivian Zatta, Frauke Willimczik, André Schann
Chor des Theater Basel, Statisterie des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

«Who can turn skies back and begin again?» Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, sein Schicksal zum Guten zu wenden – das ist die Chance, die sich dem Fischer Peter Grimes zu bieten scheint: Aus Mangel an Beweisen wird eine Untersuchung des verdächtigen Todes seines Lehrjungen eingestellt. Doch wie ein Krebsgeschwür breiten sich Zweifel an Grimes’ Unschuld innerhalb der Dorfgemeinschaft aus. Zugleich fällt Grimes – getrieben von der trotzig-verzweifelten Hoffnung, mit Ellen Orford ein neues, glückliches Leben aufzubauen – in alte, raue Verhaltensmuster zurück. Als Grimes und sein neuer Lehrjunge unter dubiosen Umständen verschwinden, beginnt im Dorf die menschliche Natur, den archaischen Gewalten des Meeres gleich, sich ihr «Recht» zu nehmen. Mit Musikdirektorin Kristiina Poska ergründet die britische Regieentdeckung Harry Fehr in «Peter Grimes» die Untiefen von Recht und Gerechtigkeit, Mitgefühl und Hass, Individuum und Kollektiv, Zivilisation und Natur.


Premiere SA 28. März 2020, 20 Uhr, Kleine Bühne
HIER IST NOCH ALLES MÖGLICH
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Gianna Molinari
Uraufführung

INSZENIERUNG Claudia Bossard BÜHNE UND KOSTÜME Romy Springsguth VIDEO UND MUSIK Annalena Fröhlich MIT Nicolas Batthyany, Klaus Brömmelmeier, Holger Bülow, Simone Gfeller, Anica Happich, Simon Käser

Sie arbeitet seit Kurzem als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik, die bald schliessen wird. Aber nicht nur der Verkauf der Firma bedroht die Existenz des Chefs und seiner Mitarbeitenden: Da ist ein Wolf, der sich angeblich auf dem Gelände herumtreibt und für den sie eine Fallgrube graben muss. Da ist die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings, der aus dem Fahrwerk eines Flugzeugs fiel und nie identifiziert werden konnte. Und da ist das Phantombild einer Bankräuberin, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Während sich die Ebenen von Imagination und Realität immer mehr verschieben, begibt sie sich auf Spurensuche, erforscht Grenzen und Identitäten. Gibt es den Wolf wirklich? Und wer sieht hier eigentlich was? «‹Hier ist noch alles möglich› ist ein Text über das Wahrnehmen der Welt sowie der Verschiebung dieser Wahrnehmung, ein Roman über die Zersetzung des Realen und über Möglichkeitsräume », sagt Gianna Molinari. Mit ihrem Debütroman gewann die gebürtige Baslerin 2017 den 3sat- Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, 2018 war sie für den Deutschen und Schweizer Buchpreis nominiert und wurde mit dem Robert Walser-Preis ausgezeichnet.


UNSERE WIEDERAUFNAHME


Einmalige Wiederaufnahme
SO 1. März 2020, 18.30–20.30 Uhr, Grosse Bühne
JOHN GABRIEL BORKMAN
Schauspiel von Henrik Ibsen in einer Bearbeitung von Simon Stone

INSZENIERUNG Simon Stone BÜHNE Katrin Brack KOSTÜME Tabea Braun MUSIK Bernhard Moshammer MIT Liliane Amuat, Nicola Kirsch, Roland Koch, Birgit Minichmayr, Caroline Peters, Max Rothbart, Martin Wuttke

Ein Trauerspiel als Tragikomödie und Metaboulevard: Simon Stone verwandelt Henrik Ibsens Spätwerk in eine hochmoderne Familienaufstellung im Kunstschneegestöber.

Eine Koproduktion des Theater Basel mit dem Burgtheater Wien und den Wiener Festwochen


UNSER REPERTOIRE IM FEBRUAR


COW
Ballett von Alexander Ekman
Musik von Mikael Karlsson
Schweizer Erstaufführung

CHOREOGRAFIE, BÜHNE UND LICHT Alexander Ekman KOMPOSITION Mikael Karlsson KOSTÜME Henrik Vibskov VIDEO T. M. Rives LICHTSUPERVISOR Fabio Antoci
Es tanzt das Ballett Theater Basel.

Der schwedische Choreograf Alexander Ekman hat sich ein Ballett ausgedacht, das als Motiv einfach nur die Kuh hat: «Cow.» Das Ergebnis ist ein verrückter Tanzabend in elf Szenen, in denen es weisse Kühe aus Plastik, absurde Begegnungen auf der Bühne und natürlich jede Menge dynamischen Tanz gibt. Ein abendfüllendes Stück ohne Handlung und ohne erzählte Geschichte, aber mit viel Freude an der Bewegung.
Musikeinspielung: Bundesjugendorchester der Bundesrepublik Deutschland

Partner des Ballett Theater Basel: BLKB


DER GEHÜLFE
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Robert Walser

INSZENIERUNG Anita Vulesica BÜHNE Henrike Engel KOSTÜME Janina Brinkmann MUSIK Friederike Bernhardt CHOREOGRAFIE Mirjam Klebel MIT Friederike Bernhardt, Mario Fuchs, Pascal Goffin, Martin Hug, Katharina Marianne Schmidt, Friederike Wagner

Einen «einfachen Roman, der ja eigentlich gar kein Roman ist, sondern nur ein Auszug aus dem schweizerischen täglichen Leben», so nannte Robert Walser sein zweites grosses Prosawerk, in dem er eigene Erfahrungen als Gehilfe niederschrieb. Walsers literarisches Alter Ego Joseph Marti leidet unter seinem cholerischen Vorgesetzten, der mit seltsamen Erfindungen sein Geld zu machen versucht. Dessen scheinheilige Welt ist auf Pump gebaut, hinter der glänzenden Fassade der angesehenen Familie tun sich Schuldenberge und Abgründe auf.


DIE ANALPHABETIN
Schauspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Ágota Kristóf

INSZENIERUNG Barbara Luchner BÜHNE Frederik C. Schweizer KOSTÜME Miriam Balli MUSIK Leonhard Luchner MIT Germaine Sollberger

Nach ihrer Kindheit in Ungarn floh Ágota Kristóf 1956 als junge Frau mit Mann und Kind vor dem Krieg in ihrer Heimat in die französischsprachige Schweiz. Sie, die von Kindesbeinen an las und schrieb, war plötzlich «Analphabetin». Sie musste sich die «Feindessprache » aneignen, um sich ausdrücken zu können. Lesen und Schreiben war ein Akt der Vergewisserung der eigenen Identität, ein Heilmittel gegen Einsamkeit.


GRAF ÖDERLAND
Eine Moritat in zwölf Bildern von Max Frisch

INSZENIERUNG Stefan Bachmann BÜHNE Olaf Altmann KOSTÜME Esther Geremus MUSIK Sven Kaiser CHOREOGRAFIE Sabina Perry MIT Linda Blümchen, Klaus Brömmelmeier, Mario Fuchs, Steffen Höld, Barbara Horvath, Julius Schröder, Thiemo Strutzenberger, Moritz von Treuenfels, Simon Zagermann; Thomas Byka, Jan Fitschen, Sven Kaiser, Sandra Kirchhofer/Sylvia Oelkrug (Livemusiker_innen)

Ein Hauswart, erschlagen: ohne Grund, ohne Motiv, einfach so. In dieser «sinnlosen» Tat sieht Staatsanwalt Martin, der mit diesem Fall betraut ist, sein eigenes Gefangensein in einer bürgerlichen Existenz gespiegelt. Eine Flucht in die Welt seines mysteriösen Alter Ego beginnt: in die Welt von Graf Öderland. Als Graf Öderland führt Martin mit der Axt in der Hand einen blutigen Feldzug gegen den gesellschaftspolitischen Status quo.

Eine Koproduktion des Theater Basel mit dem Residenztheater München


HUNDERT JAHRE WEINEN ODER HUNDERT BOMBEN WERFEN
Schauspiel von Darja Stocker und Mohamedali Ltaief
Uraufführung/Auftragswerk

INSZENIERUNG Franz-Xaver Mayr BÜHNE Michela Flück KOSTÜME Korbinian Schmidt MUSIK Matija Schellander MIT Jeanne Devos, Pascal Goffin, Jonas Götzinger, Malte Homfeldt, Maximilan Kraus, Matthias Luckey, Julius Schröder, David Michael Werner

Reto wird sein Leben lang verstossen. Vom Vater in Basel wird er zur Mutter nach Genf, als Verdingbub von Bauernhof zu Bauernhof geschickt. Auf der Suche nach Zuneigung und Anerkennung findet er sich schliesslich auf einem Schiff von Marseille nach Algier wieder, um als Fremdenlegionär in den Krieg zu ziehen und sein Glück in der Fremde zu suchen. Basierend auf der Biografie eines ehemaligen Basler Verdingbuben und Fremdenlegionärs, verbindet das Stück zwei grosse Kapitel der Schweizer Geschichte.


IM HINTERHAUS
Ein Projekt über Anne Frank mit Basler Jugendlichen

INSZENIERUNG Hanna Müller AUSSTATTUNG Anna Sörensen MUSIK Anna Hirsch MIT Luis Miguel Almonte, Muriel Becher, Hélène Dupont, Ladina Gisler, Fiona Keller, Itamar Mangold, Emma Madita Moesch, Antonia Spoerri, Leni Staeger, Sinan Zeugin

Anne Frank war ein Teenager, als sie ihr Tagebuch verfasste. Es wurde zu einem einzigartigen Dokument der Judenverfolgung des NS-Regimes. In gemeinsamer Arbeit mit der Regisseurin Hanna Müller erzählen Jugendliche aus Basel mit den Worten Anne Franks und anderen Texten eine Geschichte von Verfolgung, vom Aufwachsen im Versteck, den Wirrungen der Jugend und der Kraft zum Widerstand gegen eine ungerechte Unterdrückung.

Eine Kooperation des Theater Basel mit dem Anne Frank Fonds, Basel
Mit Unterstützung der Sulger-Stiftung


IN DEN GÄRTEN ODER LYSISTRATA TEIL 2
Schauspiel von Sibylle Berg nach Aristophanes
Uraufführung/Auftragswerk

INSZENIERUNG Miloš Loli? BÜHNE Wolfgang Menardi KOSTÜME Jelena Mileti? MUSIK Nevena Glušica MIT Eva Bay, Linda Blümchen, Carina Braunschmidt, Urs Peter Halter, Anica Happich, Vincent zur Linden, Julia Nachtmann, Moritz von Treuenfels; Bruno de Sá/Sarah Baxter (Sopran); Cristina Arcos Cano/Luis Homedes López, Nicola Hanck, Eva Miribung (Musikerinnen)

Sibylle Berg, Schweizer Buchpreisträgerin 2019, hat sich der antiken Komödie «Lysistrata» von Aristophanes angenommen und für das Theater Basel in ihrer prägnant pointierten und humorvollen Sprache eine Fortsetzung geschrieben. Als Rückblende wird erzählt von der Zeit, als Männer noch Komplimente machen durften und Frauen aufsahen zu ihren Erlösern. Denn verunsichert durch die zunehmende Emanzipation der Frauen und müde von der Weltherrschaft, haben die Männer in einer Zeit des Umbruchs zum Streik aufgerufen: sexuelle Enthaltsamkeit als Rache für das Gefühl von Unterlegenheit.


JULIEN – ROT UND SCHWARZ
SCHAUSPIEL VON LUKAS BÄRFUSS NACH STENDHAL
URAUFFÜHRUNG /AUFTRAGSWERK

INSZENIERUNG Nora Schlocker BÜHNE Jessica Rockstroh KOSTÜME Caroline Rössle Harper MUSIK Simon James Phillips MIT Holger Bülow, Martin Butzke, Julischka Eichel, Michael Gempart, Vincent zur Linden, Sebastian Schulze, Germaine Sollberger, Friederike Wagner, Leonie Merlin Young; Simon James Phillips (Livemusiker)

Fasziniert von der Figur des Julien erzählt der zuletzt mit dem Georg- Büchner-Preis ausgezeichnete Schweizer Dramatiker, Romancier und Essayist Lukas Bärfuss die Geschichte des Protagonisten aus Stendhals «Rot und Schwarz» neu. Lukas Bärfuss: «Julien ist klug, zart, schön. Er kann die Bibel auswendig hersagen. Man hat ihn verkauft. Er ist beleidigt und er will nach oben. Er wird kalt und kälter, bis das Eis seiner Zeit sein Herz ganz gefroren hat. Und damit hat er Erfolg. Und er wird bald seinen Kopf verlieren.»


LA BOHÈME
Oper von Giacomo Puccini in italienischer Sprache
Mit deutschen und englischen Übertiteln

MUSIKALISCHE LEITUNG Kristiina Poska NACHDIRIGAT Giuseppe Montesano INSZENIERUNG Daniel Kramer BÜHNE Annette Murschetz KOSTÜME Esther Bialas KLANGKOMPOSITION (Sounds der Boheme) Marius de Vries, Ben de Vries LICHT Charles Balfour CHOR Michael Clark MIT Cristina Pasaroiu, Valentina Mastrangelo / Sarah Brady, Davide Giusti, Domen Križaj, Gurgen Baveyan, Paull-Anthony Keightley, Alexander Vassiliev, Donovan Elliot Smith, Eckhard Otto, Martin Krämer
Chor des Theater Basel
Statisterie des Theater Basel
Mädchenkantorei Basel
Knabenkantorei Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

Vier befreundete Künstler in der Grossstadt: Als reichte es nicht, sich gegen Kälte und Gentrifizierung durchzuschlagen, tritt in Gestalt Mimìs auch noch die Liebe in Rodolfos Leben – und mit ihr brennende Fragen rund um die Zukunft. Den Gefühlsextremen von Giacomo Puccinis Erfolgswerk «La Bohème» gehen Regisseur Daniel Kramer und Musikdirektorin Kristiina Poska in einer zeitgenössischen und mitreissenden Lesart auf den Grund.

Mit freundlicher Unterstützung: Kestenholz Automobil AG
Presenting Sponsor: IWB


LE NOZZE DI FIGARO
(DIE HOCHZEIT DES FIGARO)
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

MUSIKALISCHE LEITUNG Christian Curnyn NACHDIRIGAT Giuseppe Montesano INSZENIERUNG Barbara Frey BÜHNE Bettina Meyer KOSTÜME Bettina Walter CHOR Michael Clark MIT Thomas Lehman, Oksana Sekerina, Sarah Brady, Antoin Herrera-Lopez Kessel, Kristina Stanek, Jasmin Etezadzadeh, Andrew Murphy, Karl-Heinz Brandt, Hyunjai Marco Lee, Bruno de Sá, Flavio Mathias
Chor des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

In Mozarts Oper «Le nozze di Figaro » um den Grafen Almaviva und seinen aufmüpfigen Diener Figaro geht es so turbulent zu, dass selbst die Figuren irgendwann den Überblick verlieren. Regisseurin Barbara Frey geht dem intriganten Treiben in ihrer Basler Inszenierung auf den Grund und arbeitet heraus, was im Kern verborgen liegt: die ewige Suche nach Liebe.

Presenting Sponsor: Novartis


SHARON EYAL/BRYAN ARIAS
Tanzabend mit Choreografien von Sharon Eyal («Salt Womb») und Bryan Arias («Without Absorbing It»)
Schweizer Erstaufführung/Uraufführung

«SALT WOMB»
CHOREOGRAFIE, BÜHNE UND KOSTÜME Sharon Eyal, Gai Behar MUSIK Ori Lichtik

«WITHOUT ABSORBING IT»
CHOREOGRAFIE UND BÜHNE Bryan Arias KOSTÜME Veronica Silva-Klug

Es tanzt das Ballett Theater Basel.

Pulsierende Körper zu treibenden elektronischen Beats sind das Markenzeichen von Sharon Eyal. In «Salt Womb» bewegt sich das Ensemble als Ganzes, wie eine Maschine, zu stampfenden Trommeln. Ein intensives und pulsierendes Tanzstück. In «Without Absorbing It» untersucht Bryan Arias die Themen Verbundenheit und Identität und hinterfragt die Qualität unserer Kommunikation. Seine poetischen Stücke ziehen das Publikum mit ihrem ganz besonderen Bewegungsflow in den Bann.

Partner des Ballett Theater Basel: BLKB


WIEDERAUFERSTEHUNG DER VÖGEL
Schauspiel von Thiemo Strutzenberger, basierend auf «Tropenliebe» von Bernhard C. Schär
Uraufführung /Auftragswerk

INSZENIERUNG Katrin Hammerl BÜHNE UND KOSTÜME Lisa Dässler MUSIK «Club Für Melodien» CHOREOGRAFIE Gina Gurtner MIT Andrea Bettini, Jonas Götzinger, Urs Peter Halter, Simon Kirsch, Maximilian Kraus, Isabelle Menke, Wanda Winzenried

Die Geschichte zweier Basler Patriziersöhne, Naturforscher, Grosscousins, Liebender: Paul und Fritz Sarasin. Eine Beziehung, gelebt auf ihren Forschungsreisen in die Tropen, permanent hin- und hergerissen zwischen der stark religiösen Prägung durch das protestantische Elternhaus und dem unbedingten Wunsch nach Freiheit. Ein Kampf zwischen Mission und Evolution.

Entstanden im Rahmen des Autor_innenförderprogramms «Stück Labor Basel» am Theater Basel


UNSERE EXTRAS IM FEBRUAR


DI 10. März 2020, im Anschluss an die Vorstellung, Kleine Bühne PUBLIKUMSGESPRÄCH ZU «WIEDERAUFERSTEHUNG DER VÖGEL»

MODERATION Sabrina Hofer (Produktionsleitung «Stimmen aus einer archivierten Stille»)

Nach der Vorstellung von «Wiederauferstehung der Vögel» haben Sie bei einem Publikumsgespräch die Möglichkeit, mit Beteiligten der Uraufführung und der begleitenden Ausstellung «Stimmen aus einer archivierten Stille» ins Gespräch zu kommen. Es diskutieren Katrin Hammerl (Regisseurin), Bernhard C. Schär (Historiker ETH Zürich und Autor von «Tropenliebe»), Vera Ryser (Kuratorin) und Sally Schonfeldt (Kuratorin).


SA 14. März 2020, 15–16.30 Uhr, Foyer Grosse Bühne
KOLONIALISMUS UND MUSEEN
Diskussion zur Ausstellung «Stimmen aus einer archivierten Stille» und zur Uraufführung «Wiederauferstehung der Vögel»

MODERATION Fermin Suter (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften Donau-Universität Krems)

Wie gehen Museen heute mit Exponaten aus ehemaligen Kolonien um, und was sind Strategien, um einen verantwortungsvollen Umgang oder eine Restitution zu ermöglichen? Es diskutieren Bénédicte Savoy (Kunsthistorikerin und Leiterin Kunstgeschichte der Moderne TU Berlin) und Anna Schmid (Direktorin Museum der Kulturen Basel).


MI 18. März 2020, 19.30 Uhr, Foyer Grosse Bühne
Soirée im Foyer
HOW GREEN WAS MY VALLEY?
Der Fall Grossbritannien

Lesung trifft Liederabend: Mitglieder der Ensembles von Oper und Schauspiel setzen sich in dieser Soirée mit dem Fall Grossbritannien auseinander: Lieder und Texte zwischen Brexit und Monarchiekrise, zwischen Empire und Inseldasein.
Mit Liedern und Texten u. a. von W. H. Auden, Benjamin Britten, John Donne, Ralph Vaughan Williams und Judith Weir MIT Mitgliedern des Opern- und Schauspielensembles


FR 20. März 2020, 19–21.30 Uhr, Foyer Grosse Bühne und Grosse Bühne
ÖFFENTLICHE BÜHNENPROBE ZU «PETER GRIMES»

Im Fall von Benjamin Brittens «Peter Grimes» ist die Wendung «Eintauchen in ein Meer der Klänge » gerechtfertigt wie selten, verknüpft Britten das Schicksal von Grimes’ Fischerdorf doch aufs Engste mit der See. Mal liegt sie schillernd und ruhig da, mal von Nebel bedeckt und undurchdringlich, mal braust sie verderbenbringend auf und formt so das Schicksal der Menschen, die an ihrem Ufer leben. Bei der öffentlichen Bühnenprobe können Sie erstmals «musikalische Seeluft» schnuppern und erleben, wie die musikalische und szenische Crew der Produktion ihre Vorbereitungen trifft für das Leinenlos am 27. März.


SO 22. März 2020, 11 Uhr, Foyer Grosse Bühne
MATINÉE ZU «PETER GRIMES»

Fünfzehn solistische Rollen, dazu Chor und Statisterie – die Dorfgemeinschaft von Brittens «Peter Grimes » auf die Bühne zu bringen, benötigt einiges an Personal. Das fordert nicht nur eine virtuose musikalische Leitung für die Koordination mit dem anspruchsvollen Orchesterpart. Denn obwohl das Dorf gegen Grimes verbündet scheint, täuscht die Homogenität der Masse und es gibt für den Regisseur zahlreiche Unterströmungen in den Beziehungen herauszuarbeiten. Blicken Sie im Vorfeld der Premiere mit Mitgliedern des künstlerischen Teams in das komplexe Konstrukt der Britten’schen Dorfgesellschaft und die zentralen Fragen von «Peter Grimes» nach Schuld, (Selbst-)Gerechtigkeit und der Erbarmungslosigkeit der Natur des Menschen und des Meeres.


SO 29. März 2020, 11 Uhr, kult.kino Atelier, Theaterstrasse 7
Dokumentarfilm trifft Theater
A TIME THERE WAS
A Portrait of Benjamin Britten
In englischer Sprache

Tony Palmers preisgekrönter Dokumentarfilm zeichnet ein eindrückliches Porträt des Komponisten Benjamin Britten und lässt dessen Zeitzeug_innen und Weggefährt_innen zu Wort kommen.
In Anwesenheit des Regisseurs Tony Palmer.


SO 29. März 2020, 17.45 Uhr, Foyer Grosse Bühne
WISE-HEITEN ZU «LE NOZZE DI FIGARO»
Musikalische Einführung

Im März erkundet Thomas Wise, der charmante Studienleiter des Theater Basel, in seiner musikalischen Forschungsexpedition Mozarts Meisterwerk «Le nozze di Figaro». Die so gewonnenen WISE-HEITEN wird er, gepaart mit seiner Sicht auf den Komponisten und das Werk, in seiner musikalischen Einführung vor der Vorstellung vom Klavier aus mit dem Publikum teilen.


DI 31. März 2020, 20 Uhr, Kleine Bühne
Junges Haus
BARBIE IN SEVILLA
Ein korrekter Beitrag zur Genderfrage

MUSIKALISCHE LEITUNG Kimon Barakos, Reiner Schneider-Waterberg INSZENIERUNG Salomé Im Hof CHOREOGRAFIE Ana Lopez DRAMATURGIE Carolin Baum MIT Flora Betti, Jula Brunner, Julius Fintelmann, Fabian Hein, Simon Honegger, Louise Im Hof, Salome Immoos, Anne-Catherine Knöchelmann, Tizian Kuld, Consuelo Rosales de los Reyes, Till Schafnit, Hannah Spoerri, Ben Standke

Barbie führt einen Coiffeursalon. Alles, was in Sevilla Rang und Namen hat, lässt sich von ihr den Bart stutzen und die Locken brennen. Dabei erfährt sie von den Geschichten, Lieb- und Machenschaften ihrer Klientel – allesamt Figuren aus Beaumarchais’ «Figaro»- Trilogie. Mehr und mehr entsetzt und empört von der allgemeinen Übergriffigkeit, versucht Barbie, das Rollenverhalten ihrer Kundschaft umzumodeln beziehungsweise zu korrigieren und zu vereinfachen. Denn sie empfindet Beaumarchais als sexistisch, untragbar und unter aller Kanone. In ihrem Salon herrscht strikt hellblau und rosa. Aber dann platzt Ken in die Szenerie. Als gendermässig nicht verortbar, ein Binärsystemverweigerer, bringt er Barbies Welt durcheinander und mischt die Farben neu. Scheinbar normale Verhältnisse werden verdreht. Der Putz steht Kopf. Die Figuren und Frisuren verlieren ihren Halt.


GRRRLS GRRRLS GRRRLS
Eine Reihe mit Basler Bräuten und ihren Geschwistern
Monkey Bar und andere Orte

SO 8. März 2020, 17.30 Uhr, Stadtkino Basel
VIVRE ENSEMBLE
Filmstart im Stadtkino

Anna Karina realisierte ihr Regiedebüt – in dessen Mittelpunkt die fragile Liebe zwischen einem bürgerlichen Professor und einer unbekümmerten Aussenseiterin steht – mit einem winzigen Budget, weil sie sich weigerte, die Regie einem Mann zu überlassen. Irgendwo zwischen Nouvelle Vague und New Yorker Underground verankert, widerspiegelt der Film die Suche nach der eigenen Stimme einer schillernden Ikone, der das Stadtkino Basel im März eine Hommage widmet.

In Kooperation mit dem Stadtkino Basel


SO 8. März 2020, 20 Uhr, Monkey Bar, Klosterberg 6
PRETTY WHEN YOU CRY

MIT Barbara Colceriu, Milena Schedle, Anna Therese Lösch, Emma Lotta Wegner, Sarah Yawa Quarshie

Welche Frauenfiguren haben das Drama und das Theater in den letzten zweitausendfünfhundert Jahren hervorgebracht? Dieses wild aus Texten des Dramenkanons zusammengesampelte Stück ist das Empowerment eines Frauenchors, der den Finger in die Wunde sexistischer und misogyner Rollenzuschreibungen legt und nicht mehr willens ist, nach den männlichen Regeln zu leben und zu handeln.
#thefutureisfemale


MO 9. März 2020, 20 Uhr, Monkey Bar, Klosterberg 6
KOMPONISTINNEN!
Opernsalon
«Infidelio» von Elisabeth Lutyens

MUSIKALISCHE LEITUNG UND KLAVIER Stephen Delaney KONZEPT UND MODERATION Pavel B. Jiracek MIT Mitgliedern des Opernensembles

Elisabeth Lutyens, eine frühe Fürsprecherin der Zwölftontechnik in England, untersucht in ihrer 1954 komponierten und erst 1973 uraufgeführten Kammeroper «Infidelio» die unglückliche Liebesaffäre einer jungen Frau. Neben einer Einführung in diese zu Unrecht in Vergessenheit geratene Oper und ihren Kontext präsentieren Solist_innen des Opernensembles musikalische Ausschnitte – in lockerer Baratmosphäre.


STIMMEN AUS EINER ARCHIVIERTEN STILLE
Eine Rechercheausstellung zur Basler Kolonialgeschichte von Vera Ryser und Sally Schonfeldt, basierend auf «Tropenliebe» von Bernhard C. Schär
Im Foyer Grosse Bühne bis Ende Mai 2020, jeweils eineinhalb Stunden vor Vorstellungsbeginn auf der Grossen Bühne geöffnet. Eintritt frei.

—| Pressemeldung Theater Basel |—

Bochum, Ruhrtriennale, Barbara Frey – Intendantin Ruhrtriennale – 2021 – 2023, IOCO Aktuell

Ruhrtriennale

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW / Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Barbara Frey © Tobias Kreutzer/MKW

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW / Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Barbara Frey © Tobias Kreutzer/MKW

Barbara Frey  – Intendantin  Ruhrtriennale  2021 – 2023

Ruhrtriennale – Größtes Kulturfestival in Nordrhein Westfalen

Die Schweizer Theaterregisseurin und Musikerin Barbara Frey ist eine sehr erfolgreiche und anerkannte Theatermacherin im deutschsprachigen Raum. NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen stellte am 3. Juli 2019 die künftige Intendantin der Ruhrtriennale vorgestellt. Die Schweizer Theaterregisseurin und Musikerin Barbara Frey übernimmt ab November 2020 für drei Jahre (Spielzeiten 2021–2023) die künstlerische Leitung des größten Kulturfestivals in Nordrhein Westfalen. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH unter dem Vorsitz von Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen die neue Intendantin ernannt. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, Barbara Frey als zukünftige Intendantin der Ruhrtriennale zu gewinnen. Sie hat die vergangenen zehn Jahre mit großem Erfolg die Geschicke des Schauspielhauses Zürich gelenkt und ist eine sehr anerkannte Theatermacherin im deutschsprachigen Raum und in Europa. In Zürich hat sie gezeigt, dass sie für ein offenes, neugieriges und lebendiges Theater auf höchstem Niveau steht. Ich bin sehr gespannt auf das künstlerische Programm unter ihrer Leitung und die Produktionen, mit denen sie die besonderen Industriestätten des Ruhrgebiets bespielen wird“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

„Ich freue mich sehr über meine Berufung als Intendantin der Ruhrtriennale ab 2021. Die Spielorte der Ruhrtriennale sind historisch gesehen unvergleichlich. Sie erzählen von vergangener Zukunft. Wir werden danach forschen, was die Umwidmung der Räume bedeutet: Aus stillgelegten Stahlwerken und Zechen entstehen immer wieder neue Denkorte der Kultur. Dies ist einzigartig, eine große Herausforderung und eine schöne Vision für die intensive Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kunstformen und anderen kulturellen Zusammenhängen. Die Kulturschaffenden in Nordrhein-Westfalen sind, ebenso wie das dortige Publikum, zu Recht bekannt für ihre Offenheit, Neugierde und Zugewandtheit zu allen erdenklichen Formen künstlerischer Energien“, sagte Barbara Frey.


Zur Person  –  Barbara Frey (*1963 in Basel) studierte in Zürich Germanistik und Philosophie und spielte als Schlagzeugerin in verschiedenen Schweizer Bands. Ihre Karriere am Theater begann 1988 als Musikerin und Regieassistentin am Theater Basel unter der damaligen Leitung von Frank Baumbauer. Seit 1992 arbeitet Barbara Frey als Regisseurin, anfangs in der freien Szene sowie am Theater Neumarkt in Zürich, am Nationaltheater Mannheim und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Von 1999 bis 2001 war sie Hausregisseurin an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, 2005 bis 2008 in gleicher Funktion am Deutschen Theater Berlin. Wiederholt inszenierte sie etwa am Theater Basel, am Bayerischen Staatsschauspiel in München und bei den Salzburger Festspielen.

Zuletzt, seit der Spielzeit 2009/10 und noch bis zum Ende der Spielzeit 2018/19, war Barbara Frey Intendantin des Schauspielhauses Zürich. Zu Beginn ihrer Intendanz inszenierte sie etwa Schillers Maria Stuart und Shakespeares Was ihr wollt. Ihre jüngste im Mai in Zürich aufgeführte Produktion Die Toten nach einer Erzählung von James Joyce war von großem Erfolg gekrönt. Unter Barbara Freys künstlerischer Leitung wurde das Schauspielhaus Zürich mehrere Male zum renommierten Berliner Theatertreffen eingeladen. Darüber hinaus wurden Inszenierungen im Rahmen des Festivals „Radikal jung!“, während der Mülheimer Theatertage, auf dem Schweizer Theatertreffen und beim Prager Theaterfestival Deutscher Sprache gezeigt. Internationale Gastspiele führten das Schauspielhaus Zürich in die Theatermetropolen des deutschsprachigen Raums sowie u.a. nach Spanien, die Niederlande, Portugal, Russland, China und Taiwan. Während ihrer Zürcher Jahre inszenierte Barbara Frey an der Semperoper Dresden sowie immer wieder am Burgtheater Wien. 2016 erhielt sie im Rahmen des Dritten Schweizer Theatertreffens in Genf den renommierten Schweizer Theaterpreis.

Ruhrtriennale 2019
Die diesjährige Spielzeit der Ruhrtriennale findet vom 21. August bis 29. September 2019 statt. Unter der derzeitigen Intendantin Stefanie Carp sind rund 150 Veranstaltungen vorbereitet, darunter Musiktheater, Schauspielproduktionen sowie Konzerte. Zudem sind vier Installationen bei freiem Eintritt zu besuchen. Unter den insgesamt 36 Produktionen sind 14 Ur- und Erstaufführungen.  Mehr als 840 Künstlerinnen und Künstler aus 35 Ländern werden bei der Ruhrtriennale 2019 in 13 Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck auftreten.

—| Pressemeldung Ruhrtrienale |—

—| Pressemeldung Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW |—

Wien, Burgtheater, Glaube Liebe Hoffnung – Ödön von Horváth, IOCO Kritik, 12.10.2018

Oktober 13, 2018 by  
Filed under Burgtheater Wien, Kritiken, Schauspiel

Burgtheater Wien © Georg Soulek / Burgtheater

Burgtheater Wien © Georg Soulek / Burgtheater

Burgtheater Wien

Glaube Liebe Hoffnung – Ödön von Horváth

–  Fiktion oder Wirklichkeit: Alles nur im Auge des Betrachters ? –

Von Viktor Jarosch

Ödon von Horváth Grabstätte in Wien © IOCO

Ödon von Horváth Grabstätte in Wien © IOCO

Ödön (Edmund – ung.) von Horváth (1901 – 1938) entstammt einer österreichich-ungarischen Diplomatenfamilie und lebte nach dem Zusammenbruch der k.u.k. Doppelmonarchie zumeist in Wien und Murnau. Glaube Liebe Hoffnung war sein neuntes Drama, welches er gemeinsam mit dem Gerichtsreporter Lukas Kristl 1932 schrieb. Kristl beklagte sich seinerzeit bei  Horvath, daß Dramatiker immer nur über große Kapitalverbrechen schreiben, niemals über  kleine Verbrechen, denen man landauf-landab begegnet, oft  durch  Unwissenheit ausgelöst, doch mit  dramatischen Folgen für das Leben vieler Menschen. Die Protagonisten in Glaube Liebe Hoffnung, Elisabeth, den Schupo, Frau Amtsgerichtsrat, den Oberinspektor: ihre Schicksale sind real, hat Kristl persönlich erlebt. Mit Ödön von Horváth schuf Kristl das Drama Glaube Liebe Hoffnung.

Horváth sucht in seinen sozialpolitischen Werken die „Demaskierung des Bewusstseins“: der von Totalitarismus und Kriegen zerrissenen menschlichen Einzelschicksale;  von verarmten Kleinbürgern, Frauen in patriarchalischer Unterdrückung und einer sozial entmündigten  Gesellschaft.  Aggressive, gefühlskalte  aber reale Minderwertigkeitsgefühle von Mittel- und Unterschicht, in engstem Miteinander gelebte Gefühlskälte wird mit eigener Sprache, „Ur-Wienerisch“, konterkariert er: Gewohnte, gelegentlich artifizielle Umgangssprache von Mittel- und Unterschicht paart Horváth mit eigener, leerer Dialogsprache und schafft grausam schräg wie abstrus wirkende Synthesen. In Horváths  Welt, in einer gedanken- wie rücksichtslosen Gesellschaft überleben Banditen, Scharlatane und  Adabeis  gut; Schwache dagegen werden zerrieben.

Ödön von Horvath, von den Nationalsozialisten verfolgt,  von einem fallenden Ast 1938 in Paris erschlagen, zeigt in Glaube  Liebe Hoffnung, dass Tiefgründiges, Lächerliches wie Brutales oft nur einen kleinen Spalt breit getrennt leben: höchst aktuell in unserer heutigen, von wie vielen Gesellschaftsschichten über  iPad, Facebook, Twitter und Co. so intensiv wie rücksichtslos getriebenen Kommunikationswelle. Der Untertitel des Stückes  „Ein Totentanz in fünf Bilder“ konterkariert erste, im Titel Glaube Liebe Hoffnung aufkeimende  Lebensfreude.

Glaube Liebe Hoffnung – Ödön von Horváth
Youtube Trailer  des Burgtheater Wien
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Die Handlung: Glaube Liebe Hoffnung zeichnet das Schicksal der jungen, hoffnungsfrohen Elisabeth, welche unbedingt für ihr Dasein arbeiten möchte; in ihrem gelernten Gewerbe Mieder, Hüftgürtel. Doch sie benötigt dafür einen kostenpflichtigen Wandergewerbeschein;  das für den Kauf erforderliche Geld versucht sie, durch den Verkauf ihres Leichnams schon zu Lebzeiten beim Anatomischen Institut zu erlangen; dies misslingt, doch der  Präparator des Instituts verliebt sich, leiht Elisabeth das notwendige Geld. Als er erfährt, dass Elisabeth „sein“ Geld nicht zur Bezahlung des Wandergewerbescheines verwendete sondern zur Bezahlung einer Vorstrafe, um dann der Wandergewerbeschein zu kaufen verlässt er Elisabeth ..

Regisseur Michael Thalheimer, am Berliner Ensemble derzeit beruflich zu Hause, inszeniert Glaube Liebe Hoffnung am Burgtheater. Mit zahlreichen, erfolgreichen  Inszenierungen, ua.  Elektra, Die Perser, ist Thalheimer in Wien wie am Burgtheater bestens etabliert.  Die Bühne im Burgtheater prägt ein breiter, riesiger Trichter (Bühne Olaf Altmann), der über der  leeren, fahl beleuchteten  Bühnenmitte endet: ein greller, schmaler Lichtstrahl aus dem Trichter-Ende leuchtet grell auf die unter ihm agierende „Menschheit“, auf  ausgespuckte Unterschichten.  Elisabeth (Andrea Wenzl) erscheint  dort in gleissendem Lichtkegel in hellem Sommerkleid; sie ist menschliche Lichtgestalt.

Burgtheater Wien / Glaube Liebe Hoffnung - hier : Merlin Sandmeyer als Schupo, Andrea Wenzl (Elisabeth) © Reinhard Werner / Burgtheater

Burgtheater Wien / Glaube Liebe Hoffnung – hier : Merlin Sandmeyer als Schupo, Andrea Wenzl (Elisabeth) © Reinhard Werner / Burgtheater

Elisabeth zieht im Lichtkegel langsam ihre Lippen nach und erklärt der   unsichtbaren Umwelt wie dem Publikum  jung, naiv in Horvartschen Metaphern ihr Verhalten: „Im Oktober werden es acht Monate, dass ich abgebaut worden bin … Die letzte Brosche ist versetzt… Aber ich habe den Kopf nicht hängen lassen.“ Elisabeth bleibt stets lebensbejahendes Wesen; die raue herzlose Gleichgültigkeit ihrer Umgebung nimmt sie nicht wahr. Ein Schupo (Merlin Sandmeyer), erster Vertreter der unsozialen Wirklichkeit,  erscheint hinter ihr in verdrehter Motorik,  riecht an ihren Körper als wäre sie ein fremdes Wesen: Verdrehtes, Unsoziales ist die Realität des Schupos. Elisabeth in ihrer Menschlichkeit wird in der Realität des Schupo zum „Unmensch“, zum Außenseiter.

Der expressionistische Regieansatz Michael Thalheimers macht Ödön von Horváths Postulat, „möglichst rücksichtslos gegen Dummheit und Lüge zu sein“, mit der ersten Szene sichtbar: Elisabeth, von Andrea Wenzl  mit filigraner Dominanz vorgetragen, bleibt immer starke Frau, stets menschlich: „es kann doch auch weniger ungerecht zugehen“.. Bis zu ihrem Tod ist sie stets Mensch, der „den Kopf nicht hängen läßt“ und ist damit doch allzeit Außenseiter. Denn die Gesellschaft, in ihren banalen, rohen Verformungen, ist die herrschende Realität, welche Elisabeth letztlich tötet. Ödön von Horváth, ist bei aller Schrägheit der Sprache in seinen Werken immer kritisch; nichts hält er von “Juxspiegelbilder, parodiert nicht“.

Die reale Gesellschaft, die Umwelt von Elisabeth, jede Person wird  im Burgtheater in plakativer oft surrealer Optik überzeichnet: zunächst im Anatomischen Institut, wo Oberpräparator (Branko Samarovski), Präparator (Falk Rockstroh) und Vizepräparator (Marcus Kiepe) in blutverschmierten Fleischerschürzen grölend lachen, Tauben füttern oder sich in tiefstem Wienerisch anbrüllen: „Drinnen liegen die Finger und die Gurgeln nur so herum, daß es eine wahre Freud ist! Tuns die beiden Herzen und die halberte Milz gefälligst in die Schublad! Kreuzkruzifix, ist das aber eine Schlamperei!“. So plakatieren auch alle anderen Figuren ihre Gesellschaft, die Realität, das vermeintlich „Normale“: In detailreicher Optik und Sprache sind sie fühlbare Gegenspieler von Elisabeth: Irene Prantl (Christiane von Poelnitz), die bizarre Wäscheverkäuferin; der in Selbstmitleid vergehende Amtsgerichtsrat (Peter Mantic); Der Baron mit dem Trauerflor (Robert Reinagl); Eltz (Daniel Jesch), welcher Elisabeth eher nebenbei vergewaltigt.

Burgtheater Wien / Glaube Liebe Hoffnung - hier : Falk Rockstroh (Präparator), Branko Samarovski (Oberpräparator), Andrea Wenzl (Elisabeth) © Reinhard Werner / Burgtheater

Burgtheater Wien / Glaube Liebe Hoffnung – hier : Falk Rockstroh (Präparator), Branko Samarovski (Oberpräparator), Andrea Wenzl (Elisabeth) © Reinhard Werner / Burgtheater

Elisabeth stirbt, verhungert, von Menschen umgeben, inmitten der Gesellschaft; ihre letzten Worte: „aber ich lasse den Kopf nicht hängen“. Der Schupo wühlt eine Blume aus der Hosentasche und wirft sie beiläufig auf die Tote. Gefühlsloses, hohles Verhalten hatte sich zum letzten Mal gezeigt.

Die fünf Bilder des „Totentanzes“ werden ebenso plakativ wie Spannung aufbauend getrennt: in düsterer Beleuchtung marschiert in großer Zahl uniformiert und gleichförmig die Weltgemeinschaft über die Bühne, alles niederreißend, was sich in den Weg stellt; begleitet von der stampfenden Rockmusik Led Zeppelins, Deep Purple, Janis Joplins.

Das ergreifende Geschehen auf der Bühne weicht zum Ende großem Zuspruch: Regisseur Michael Thalheimer, Bühne Olaf Altmann, Kostüme Katrin Lea Tag wie die die Darsteller auf der Bühne werden gefeiert: Andrea Wenzl polarisierte, gestaltete Menschlichkeit in filigraner Feinheit, während Schupo, Präparator, Prantl und das Ensemble in schwarzer Parodie in brillanter Personenführung Ecken und Kanten der realen wie tumben Gesellschaft spiegeln.

Das Burgtheater besitzt mit dieser Inszenierung von Glaube Liebe Hoffnung eine zeitgemäße wie anspruchsvolle Produktion. 1.340 Besucher im ausverkauften Burgtheater zollten ausdauernd großen Beifall, der bei Andrea Wenzl als Elisabeth in Jubel überging.

Burgtheater Wien / Zum Premierenbeifall das Ensemble von Glaube Liebe Hoffnung © IOCO

Burgtheater Wien / Zum Premierenbeifall das Ensemble von Glaube Liebe Hoffnung © IOCO

Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth am Burgtheater Wien; weitere Vorstellungen am 14.10.; 27.10.; 11.11.; 15.11. 25.11.; 30.11.2018; weitere Termine folgen

—| IOCO Kritik Burgtheater Wien |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Premiere SUNSET BOULEVARD, 08.06.2018

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / SUNSET BOULEVARD - Angelika Milster ( Norma ) © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / SUNSET BOULEVARD – Angelika Milster ( Norma ) © Sabina Sabovic

SUNSET BOULEVARD mit Angelika Milster

Premiere Fr 08.06.2018 / 19:30 Uhr  –  AUSVERKAUFT !

Musicalstar Angelika Milster gab zu Beginn dieser Spielzeit im Landestheater Altenburg ihr Rollendebüt als Norma Desmond in Andrew Lloyd Webbers Musical Sunset Boulevard. Als Joe Gillis ist Kai Wefer aus dem Musiktheaterensemble von Theater&Philharmonie Thüringen an ihrer Seite zu erleben. Jetzt kommt die Inszenierung von Michael Wallner nach Gera. Die Premiere am 8. Juni um 19.30 Uhr im Großen Haus ist wie alle Vorstellungen bis zum Ende der Saison ausverkauft. Der Vorverkauf für die neue Spielzeit läuft.

Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein. Für das Bühnenbild zeichnet Till Kuhnert, für die Kostüme Hilke Förster. Das Thüringer Staatsballett tanzt in der Choreografie von Lillian Stillwell, der Opernchor singt in der Einstudierung von Chordirektor Holger Krause. In weiteren Rollen: Claudia Müller (Betty Schaefer), Johannes Beck (Max von Mayerding), Ulrich Burdack (Cecil B. de Mille), Andreas Veit (Sheldrake), Florian Neubauer (Artie Green) und János Ocsovai (Myron/ Schauspieler/ Manfred/ Richard/ Kameramann von de Mille) u.a.

Basierend auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder (1950), der die glitzernde Filmwelt der Traumfabrik Hollywood ironisch hinterfragt, schuf Andrew Lloyd Webber 1993 eines der erfolgreichsten und zugleich emotional packendsten Musicals. Das Schicksal Norma Desmonds steht exemplarisch für alle Menschen, die gefangen in ihrer Vergangenheit, den Bezug zur Realität im Hier und Heute verloren haben.

Joe Gillis hält zufällig in der Einfahrt eines stattlichen Anwesens am berühmten Sunset Boulevard. Dort residiert die Stummfilmdiva Norma Desmond. Einst zu großem Ruhm und Reichtum gelangt, lebt sie jetzt einsam und zurückgezogen, schwelgt in Erinnerungen an vergangene Zeiten und gibt sich der Illusion hin, ihre einzigartige Filmkarriere fortzusetzen. Ihr Butler unterstützt sie in ihrem Wahn. Als Norma hört, dass Joe Drehbuchautor ist, sieht sie in ihm die Chance, den Weg zurück in die Studios zu finden. Doch mittlerweile verwirklichen andere Akteure im Hollywood der 50er Jahre ihren Traum vom großen Erfolg.

Theater und Philharmonie Thüringen / SUNSET BOULEVARD - Angelika Milster ( Norma ), Kai Wefer (Joe Gillis) © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / SUNSET BOULEVARD – Angelika Milster ( Norma ), Kai Wefer (Joe Gillis) © Sabina Sabovic

Mit der Rolle der Grizabella in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musical-Welterfolgs Cats in Wien wurde Angelika Milster zum Star. Auch in Berlin, Paris und Washington, als Sängerin in den Genres Musical, Schlager und Klassik sowie als Schauspielerin im Film und auf der Bühne feierte sie große Erfolge und wurde vielfach ausgezeichnet (Ernst-Lubitsch-Preis, Goldene Schallplatte, ECHO).

Angelika Milster wuchs in Hamburg auf. Bereits mit zwölf begann sie, Gesangsunterricht zu nehmen und besuchte von 1968 bis 1971 die renommierte Schauspielschule von Margot Höpfner. Schon für ihre erste Filmrolle in Meine Sorgen möcht` ich haben erhielt sie 1975 den Ernst-Lubitsch-Preis.

Nach einem Ausflug in die Welt des Kabaretts am Düsseldorfer Kom(m)ödchen spielte sie dann 1983 die Rolle, die ihr Leben nachhaltig veränderte: In der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicalwelterfolgs Cats in Wien übernahm sie den Part der Grizabella. „Erinnerung“ wurde zu ihrem Erkennungslied und machte Angelika Milster zum Musicalstar Nummer Eins im deutschsprachigen Raum. Sie bekam ihre erste eigene Fernsehshow (Mein Musicalhaus, 1985) und wurde mit der Goldenen Europa und einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Auch im Ausland wurde man hellhörig. Für die Europatournee seines Liederzyklus Song & Dance im Jahr 1988 wurde sie von Andrew Lloyd Webber für die Rolle der Emma ausgewählt, und mit der Kurt-Weill-Revue aus dem Theater des Westens Berlin gastierte sie 1991 in Paris und Washington. Dem Theater des Westens blieb sie auch in den folgenden Jahren treu und spielte dort u. a. Hauptrollen in UFA-Revue (1992), Blue Jeans (1994), Hello Dolly (1995) und Gypsy (1996).

Eine völlig andere musikalische Richtung folgte Anfang 2002: Für eine Reihe von Kirchenkonzerten erarbeitete sich Angelika Milster ein völlig neues Repertoire von klassischen und geistlichen Liedern. Publikum und Presse reagierten gleichermaßen begeistert, so dass dieses Programm seither fester Bestandteil ihrer alljährlichen Konzertauftritte ist.

Michael Wallner wurde 1958 in Graz geboren. Er studierte Regie und Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, war als Schauspieler u.a. am Burgtheater Wien und am Schillertheater Berlin engagiert und ist seit 1986 auch als freischaffender Opern- und Schauspielregisseur tätig. Dabei hat er in Österreich, Deutschland und in der Schweiz in vielen renommierten Häusern inszeniert.

Wallner ist auch als Schriftsteller tätig und hat neben Kinder- und Jugendromanen auch Romane für Erwachsene geschrieben. Ab 2003 hat er auch Drehbücher verfasst, die verfilmt wurden.

Für seine Arbeiten hat er u.a. im Jahr 1994 die Kainz-Medaille der Stadt Wien für die Regie des Stückes Krieg von Rainald Goetz erhalten. 2001 bekam er den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar für seinen ersten Roman Manhattan fliegt.

GERA:  Fr 08.06.2018 / 19:30 Uhr Premiere Großes Haus Gera, So 10.06.2018 / 14:30,  Sa 16.06.2018 / 19:30 Uhr, Fr 22.06.2018 / 19:30 Uhr, Mo 29. 10.2018 / 19.30 Uhr, Di. 30. 10. 2018 / 19.30 Uhr, Mi 31.10. 2018 /18.00 Uhr, Di 06.11. 2018 / 19.30 Uhr, So 21.04. 2019 / 14.30 Uhr und 19.30 Uhr, Mo. 22. 04. 2019 / 14.30 Uhr
ALTENBURG:  Mi 3. 10. 2018 /18.00 Uhr Landestheater Altenburg, Sa 27.04. 2019 / 19.30 Uhr, So 28.04. 2019 / 18.00 Uhr

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