Hannover, Staatstheater Hannover, Neues Werkstattgebäude für die Theater, IOCO Aktuell, 23.07.2020

Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

NEUE THEATERFABRIK FÜR STAATSTHEATER  –   €26,5 Mio.

 Grundsteinlegung  für neues Werkstattgebäude der Staatstheater Hannover

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler sowie die Geschäftsführung der Staatstheater Hannover, Schauspiel-Intendantin Sonja Anders, Staatsopern-Intendantin Laura Berman und Verwaltungsdirektor Jürgen Braasch, wohnten am 9.7.2020 gemeinsam mit Gästen und Vetreter*innen der beteiligten Bauunternehmen der feierlichen Grundsteinlegung für den Neubau der Dekorationswerkstätten der Niedersächsischen Staatstheater Hannover bei.

„Die Werkstatt, die hier in den kommenden Monaten entsteht, verspricht vor allem denjenigen, die die Bühnenbilder bauen und gestalten ein besseres, sichereres Arbeiten“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler. „Wir fördern den Neubau mit 26,5 Millionen Euro. Denn Bühnenbild, Requisite und Kostüm sind nicht nur Beiwerk, sondern unverzichtbarer Teil einer Theaterproduktion. Sie sind Teil der Geschichte.“

Jürgen Braasch, Verwaltungsdirektor: „Der Neubau ist ein Meilenstein für die Staatstheater Hannover und zugleich ein wichtiger Schritt, um die Leistungsfähigkeit und Produktivität unseres Theaterbetriebesn auf den Stand der heutigen Technik zu bringen.“

Staatstheater Hannover / Simulation des neuen Werkstattgebaeude @ Staatstheater Hannover

Staatstheater Hannover / Simulation des neuen Werkstattgebaeude @ Staatstheater Hannover

Laura Berman, Intendantin Staatsoper,: „Große Bühnen brauchen große Visionen. Für die Künstlerinnen und Künstler sind das fabelhafte Aussichten – und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Staatstheater Hannover werden damit noch attraktiver – als Arbeitgeberin und Kulturmotor der Region.“

Sonja Anders, Intendantin Schauspiel: „Von dem Neubau profitieren nicht nur wir heute, sondern auch unser Publikum von morgen: Die Staatstheater Hannover rüsten sich für die Zukunft. Das ist zugleich ein Bekenntnis für die Relevanz der Theaterkultur in Hannover und der Region.“

An der Bornumer Straße wird bis Ende 2021 eine der modernsten Theaterwerkstätten Deutschlands entstehen, welche den arbeitsrechtlichen Bedingungen gerecht wird und auch im Hinblick auf Effizienz und digitale Produktionsweisen ein Vorzeigeprojekt in der deutschsprachigen Theaterlandschaft ist. Zeitgleich läutet das Bauvorhaben als Pilotprojekt die Zukunft des digitalen Bauens in Niedersachsen ein.

Auf rund 10.000 m² Bruttogeschossfläche werden in Zukunft die 78 Mitarbeiter*innen der Gewerke Tischlerei, Schlosserei, Malsaal, Bühnenplastik und Dekoration für die Herstellung der Bühnenbilder von Staatsoper und Schauspiel Hannover arbeiten. Jedes Jahr entstehen hier rund 40 Bühnenbilder für das Opernhaus, das Schauspielhaus und den Ballhof.

Staatstheater Hannover / Hier : Grundsteinlegung vl Sonja Anders, Jürgen Braasch, Laura Berman, Björn Thümler @ Villegas

Staatstheater Hannover / Hier : Grundsteinlegung vl Sonja Anders, Jürgen Braasch, Laura Berman, Björn Thümler @ Villegas

Derzeit sind die Theaterwerkstätten in dem viel zu kleinen Werkstattgebäude an der Hildesheimer Straße hinter der Stadtbibliothek untergebracht. Das 1930 errichtete Magazin- und Werkstattgebäude der Staatstheater ist bereits seit vielen Jahren stark sanierungsbedürftig und technisch veraltet. Da es an entsprechenden Montageflächen sowie an jeder Hebe- und Ladetechnik fehlt, werden bis heute alle Materialien weitgehend händisch bewegt. „Wir verarbeiten jährlich etwa 75 Tonnen Stahl, 40.000 m Holzlatten und 10.500 m² Plattenwerkstoffe wie Sperrholz, Multiplex und Tischlerplatte in unseren Dekorationswerkstätten. Das alles nur mit Muskelkraft in beengten Räumen zu bewegen, ist ein kaum noch hinnehmbarer Zustand“ erklärt Jürgen Braasch.

Im Vorfeld des geplanten Werkstattneubaus wurden intensive Nutzungs-, Standort- und Wirtschaftlichkeitsanalysen durchgeführt, die letztlich den Ausschlag für den Neubau gaben. Das Baugelände in Bornum gehört seit 2017 dem Land Niedersachsen und wird bereits mit dem Probebühnenzentrum der Staatstheater genutzt. Das frei werdende Werkstattgebäude an der Hildesheimer Straße wurde von der Region Hannover erworben und soll nach dem Auszug der Werkstätten in ein Büro- und Verwaltungsgebäude umgebaut werden.

Summer Session der Staatsoper Hannover 2020
youtube Trailer Staatsoper Hannover
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Die Finanzierung des Werkstattneubaus ist durch das Land Niedersachsen zugesichert und aktuell mit einer Summe von 26,5 Mio. Euro budgetiert. Die Entwürfe stammen von dem Architekturbüro BKSP und Partner aus Hannover, welches sich zuvor in einem europaweiten Architekturwettbewerb durchsetzen konnte. Die Bauplanung erfolgt mithilfe von modernster digitaler Technik – der Werkstattneubau ist das erste öffentliche Bauprojekt in Niedersachsen, welches mit der innovativen Building Information Modeling-Methode entsteht.

Im Zuge des Masterplan Bornum 2042 soll der Standort an der Bornumer Straße in den kommenden 25 Jahren zur zentralen Proben- und Produktionsstätte der Staatstheater Hannover ausgebaut werden. Aktuell unterhalten die Staatstheater mehrere Außenstandorte, Probenräume und Lagerflächen in ganz Hannover, die sukzessive nach Bornum verlagert werden sollen – auch um in Zukunft Liefer- und Transportwege zu reduzieren. 2042 soll mit dem Bezug des neuen Orchesterprobensaals das Projekt abgeschlossen sein.

DATEN UND FAKTEN RUND UM DEN NEUBAU

Projektbeteiligte (Auswahl)
Bauherr und Nutzer: Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH
Architekten und Generalplaner: Architekten BKSP, Hannover
Finanzierung: Land Niederachsen, MWK

Gebäudeaufbau
– Gebäudemaße rund 108m x 85m x 13,50m (L x B x H)
– Bruttogeschossfläche (BGF) rund 10.000 m², davon rund 7.500 m² Werkstattfläche sowie Transport- und Lagerflächen, Technikräume, Umkleide- und Sozialbereiche, Besprechungsräume, Büros usw.
– alle Gewerke sind ebenerdig um die künftige Montagehalle angeordnet. Es gibt eine durchgehende Raumhöhe.

Termine
– Abriss des Altbestands von Juni 2019 bis Februar 2020
– Mitte April 2020: Baubeginn
– Juli 2020: Grundsteinlegung
– Fertigstellung des Rohbaus bis Ende 2020
– Fertigstellung Innenausbau und Inbetriebnahme bis Ende 2021

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Wien, Wiener Symphoniker, Acht österreichische Orchester – Aufnahme des Spielbetriebs, Mai 2020

Mai 13, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Acht  österreichische Orchester zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Johanna Bohnen, Geigerin im Bruckner Orchester Linz, erzählt aus der Corona-Zeit

Die Intendanten, Geschäftsführer und Verantwortlichen von acht österreichischen Orchestern (Bruckner Orchester Linz, Grazer Philharmoniker, Kärntner Sinfonieorchester, Mozarteumorchester Salzburg, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Wiener Symphoniker) haben sich heute gemeinsam in einer Stellungnahme an die Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Frau Mag. Ulrike Lunacek, für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in österreichischen Orchestern ausgesprochen.

In dem Dokument, das Sie nachfolgend sowie im Anhang finden, werden dezidierte Empfehlungen, Maßnahmen und Verhaltensregeln auf Orchesterseite erläutert, die einen ordentlichen Probe- und Spielbetrieb ermöglichen.

Johanna Bohnen, Geigerin im Bruckner Orchester Linz erzählt aus ihrem `Home Office
youtube Trailer des Bruckner Orchester Linz
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Zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in österreichischen Orchestern

Seit dem im März verhängten Lockdown im Bereich der Kunst und Kultur aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 finden im Kulturland Österreich keine Konzert- und Kulturveranstaltungen mehr statt. Gleichwohl sind Kunst und Kultur, die nachgewiesenermaßen gesundheits- und entwicklungsfördernd wirken, für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens. Besonders die Musik kann heilende Effekte erzielen, wie durch viele Studien belegt ist.

Die Wiederaufnahme von Kunst- und Kulturveranstaltungen parallel zur Wiedereröffnung von Industrie, Handel und Bildungseinrichtungen muss daher dringend angestrebt werden.

Die andauernden Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben zu einem starken Rückgang des Infektionsgeschehens geführt. Das österreichische Gesundheitswesen zählt zu den leistungsfähigsten weltweit. Da die Berufstätigkeit zu den wichtigen sozialen Bestimmungszahlen in Bezug auf Gesundheit und Lebenserwartung gehört, ist die Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit für Musikerinnen/Musiker nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern auch aus sozialmedizinischer Perspektive von großer Relevanz.

Die Verantwortlichen der österreichischen Profi-Orchester setzen daher alles daran, ihrem Publikum die Teilnahme an Opernaufführungen und Konzerten wieder zu ermöglichen und den Lockdown im Orchesterbereich zu beenden.

Dazu empfehlen wir die Umsetzung der nachfolgend aufgelisteten (zeitlich begrenzten) Maßnahmen:

Nur Personen, die sich gesund und leistungsfähig fühlen, sollen ihre berufliche Tätigkeit im Orchester wiederaufnehmen. Eine tägliche Selbstüberprüfung im Hinblick auf die folgenden Covid-19-typischen Symptome ist daher vor Betreten des Arbeitsgebäudes erforderlich (zur Veröffentlichung z. B. mit entsprechendem Aushang): Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwächegefühl, Geruchs- und/oder Geschmacksstörungen. Treten eines oder mehrere dieser Krankheitszeichen auf, sollte die Musikerin/der Musiker zu Hause bleiben, eine/n Ärztin/Arzt kontaktieren und eine Testung auf SARS-CoV-2 durchführen lassen.

Hochrisikopersonen: Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion haben, gelten als Hochrisikopersonen. Ihnen wird im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge eine Freistellung von der Teilnahme am Orchesterspiel gewährt.

Orchester auf der Bühne und im Orchestergraben/räumliche Distanzierung entsprechend den offiziellen Anordnungen:

Generell kann festgehalten werden, dass unter Anwendung der nachfolgenden Maßnahmen die Ausübung des Musikberufs in Orchestern unter Einhaltung der offiziellen Anordnungen möglich ist.

·         1 Meter Mindestabstand zwischen den Musikerinnen/Musikern (gerechnet von Kopf zu Kopf)

·         Aufstellen von Plexiglas-Wänden (wo immer möglich) vor Bläserinnen/Bläsern. Wir weisen darauf hin, dass die zuletzt kolportierten Gefahren durch das Musizieren mit Blasinstrumenten durch Studien widerlegt worden sind.[1]

·         Instrumente werden bei Proben, Aufführungen, Konzerten oder Aufnahmen nicht von mehreren Musikerinnen/Musikern gespielt (z. B. Schlagzeug).

·         Abstandsregelung beim Auf- und Abtreten: „Amerikanischer Auftritt“ (Musikerinnen/Musiker treten individuell vor Konzertbeginn auf), Abtritt mit 1,5 Metern Abstand.

Orchester abseits der Bühne

·         Der Backstage-Bereich ist so zu organisieren, dass sämtliche Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden. Das Tragen von NMS-Masken für diese Bereiche wird empfohlen. Für jedes Haus müssen eigene Vorschriften gefunden werden, die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten zu treffen sind.

·         Der Orchesterbetrieb ist so zu gestalten, dass ausreichende Belüftung, Reinigung und Desinfektion gewährleistet werden können. Nach einer Probe, einem Konzert oder einer Aufnahme sind Notenständer und andere Arbeitsflächen sowie Böden zu reinigen.

·         Musikerinnen/Musiker müssen rechtzeitig vor Proben-, Konzert- oder Aufführungsbeginn oder vor Aufnahmen eintreffen, da sämtliche

Sicherheitsmaßnahmen (Hygienevorschriften, Abstand halten, Instrumente aus Kisten entnehmen, Auftritt etc.) mehr Zeit als üblich in Anspruch nehmen.

Allgemeine Maßnahmen

·         Es ergeht ein Hinweis auf allgemeingültige Maßnahmen im Umgang mit anderen Menschen. Bei den anzuwendenden Maßnahmen wird an die Eigenverantwortung der Musikerinnen/Musiker bei der Einhaltung derselben appelliert und diese, wo immer möglich, auch kontrolliert.

·         Desinfektion beim Betreten der Häuser und/oder der Bühnen bzw. Orchestergräben

·         Hinweise an Musikerinnen/Musiker, dass bei kleinsten Anzeichen einer Erkrankung ein Betreten der Bühne nicht sinnvoll bzw. gefährlich (für andere) ist.

Gezeichnet von den Verantwortlichen nachfolgender Orchester (in alphabetischer Reihenfolge):

Bruckner Orchester Linz
Grazer Philharmoniker
Kärntner Sinfonieorchester
Mozarteumorchester Salzburg
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Wiener Symphoniker


—| Pressemeldung Wiener Symphoniker |—

Rudolstadt, Theater Rudolstadt, 225 Jahre Theater Rudolstadt, September 2018

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Theater Rudolstadt

225 Jahre  Theater Rudolstadt

Buntes Theaterfest, Filmkomödie „Schtonk!“, Starpianist und mehr

1793, vor 225 Jahren, öffneten sich während des Vogelschießens erstmals die Türen der Komödie am Anger in Rudolstadt. Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe ließ während der ersten Spielzeiten seine Truppe aus Weimar in der Saalestadt gastieren und versorgte das Publikum mit dem Neuesten und Aufregendsten, was das Theater seinerzeit zu bieten hatte. Mit Beginn dieser Saison gilt es, diese 225-jährige Geschichte des Theaters Rudolstadt zu feiern!

Theater Rudolstadt / Theater fest © Friederike Lüdde

Theater Rudolstadt / Theater fest © Friederike Lüdde

Am 9. September lädt das Theater ab 15 Uhr zu einem großen Eröffnungsfest unter freiem Himmel in den Park auf dem Platz der OdF ein. „Geschichte wird gemacht – es geht voran“ lautet der Slogan für einen bunten Nachmittag mit Programm auf mehreren Bühnen, bei dem es auch ein Wiedersehen mit bekannten Persönlichkeiten aus 225 Jahren Rudolstädter Theatergeschichte geben wird. Platzkonzerte der Thüringer Symphoniker, lustige Showeinlagen der Schauspieler, eine Versteigerung, Kinderschminken und mehr versprechen Spiel, Spaß und Unterhaltung für Groß und Klein. Auch für Speis und Trank ist gesorgt. „Rampenfieber III“ heißt es dann am Abend um 19.30 Uhr im Stadthaus. In einer einmaligen, improvisierten wie überraschenden Show offenbaren die Theatermitarbeiter ihre versteckten Talente oder geheimen Leidenschaften, welche sonst auf keiner Bühne Platz haben.

Theater Rudolstadt / Schtonk mit Seidensticker und Ostberg © Lisa Stern

Theater Rudolstadt / Schtonk mit Seidensticker und Ostberg © Lisa Stern

Schtonk!, die gefeierte deutsche Filmkomödie von Helmut Dietl und Ulrich Limmer, eröffnet am 22. September im Theater im Stadthaus den Premierenreigen. 1992 kam die Satire über den Skandal um die vermeintlichen Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern mit Stars wie Uwe Ochsenknecht und Götz George in die Kinos und wurde für den Oscar nominiert. Das Theater Rudolstadt bringt die Komödie als eines der ersten Häuser auf die große Bühne. Regie führt Reiner Heise (bekannt von „Es war nicht die Fünfte, es war die Neunte“). In den Hauptrollen spielen Markus Seidensticker und Marcus Ostberg.

Theater Rudolstadt / 1. Sinfonie KonzertLukas Vondracek © Irene Kim

Theater Rudolstadt / 1. Sinfonie Konzert Lukas Vondracek © Irene Kim

Eine Woche später gibt es beim 1. Sinfoniekonzert der Thüringer Symphoniker am 28. und 29. September im Meininger Hof Saalfeld die Virtuosität und Ausdruckskraft des Weltklassepianisten Lukás Vondrácek zu bestaunen. Der gebürtige Tscheche, der 2003 als 16-Jähriger bereits in der Carnegie Hall in New York zu hören war, gewann 2016 den Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel, einer der Höhepunkte seiner glanzvollen Karriere. Im Meininger Hof Saalfeld interpretiert er das 3. Klavierkonzert d-Moll von Rachmaninow, das sogenannte „Elefantenkonzert“, mit welchem er in Brüssel Jury und Publikum gleichermaßen euphorisierte.

Neben diesen Höhepunkten stehen im September bereits weitere Aufführungen an. Ob Kinderliederkonzerte für die Kleinsten, „3käsehoch“, ein „Klassik Open Air“ in Bad Blankenburg, die beliebte Rateshow „MMM-Was bin ich?“ oder die erste Schminkkasten-Premiere „Der dressierte Mann“ – der erste Theatermonat gibt den Auftakt für eine vielfältige Jubiläumssaison mit nicht weniger als insgesamt 22 Premieren, 8 Sinfoniekonzerten und unzähligen weiteren Veranstaltungen.

Der Eintritt für das Theaterfest ist frei. Für alle anderen Veranstaltungen sind Karten an den üblichen Vorverkaufsstellen und telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.

—| Pressemeldung Theater Rudolstadt |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Oedipe von George Enescu, 13.04.2018

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Theater und Philharmonie

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Kai Wefer (Theiresias) mit Sébastien Soulès (Oedipe) kniiend © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Kai Wefer (Theiresias) mit Sébastien Soulès (Oedipe) kniiend © Ronny Ristok

 OEDIPE von George Enescu

Theater&Philharmonie Thüringen bringt mit Oedipe die einzige Oper des genialen Rumänen George Enescu auf die Bühne. Atmosphärisch dicht und farbenprächtig erzählt Enescu einen großen Menschenmythos: die Geschichte des Ödipus von der Geburt bis zum Tod. Dieses 1936 in Paris uraufgeführte Meisterwerk geriet in den Schatten des II. Weltkriegs und wurde seither nur sehr selten aufgeführt, sodass ihm bis heute der verdiente Sprung ins Repertoire verwehrt blieb.

Premiere in Gera in der Regie von Generalintendant Kay Kuntze ist am 13. April um 19.30 Uhr im Großen Haus. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Für die Titelpartie wurde der Franzose Sébastien Soulès engagiert.

Die monumentale Komposition des Rumänen George Enescu (1881-1955) basiert auf den antiken Dramen Oedipus Tyrannos und Oedipus auf Kolonos von Sophokles, geht jedoch recht frei mit den Vorlagen um. So beginnt die Oper bereits bei Ödipus’ Geburt; eine besondere Bedeutung kommt auch dessen Begegnung mit der Sphinx zu. Oedipe gilt als das Meisterwerk Enescus. Die Oper, so der Komponist, muss „ihren Schwung behalten. Kein Pathos, keine Wiederholungen, kein unnötiges Geschwätz. Die Handlung muss sich schnell entwickeln.“ Quelle seines Kompositionsstils ist die Volksmusik seiner rumänischen Heimat. Dies manifestiert sich in einer ständig changierenden Melodie, Harmonie und Klangfarbe, die den Hörer von Anfang bis Ende einnimmt.

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe - Sébastien Soulès (Oedipe) und Damen und Herren des Opernchors © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Oedipe – Sébastien Soulès (Oedipe) und Damen und Herren des Opernchors © Ronny Ristok

Ödipus ist der Enthüllungskrimi in der griechischen Mythologie: Ein Orakel verkündet, dass der Sohn des Lajos seinen Vater töten und seine Mutter heiraten wird. Die entsetzten Eltern lassen den Neugeborenen mit zusammengebundenen Füßen aussetzen. Er wird aber von einem Hirten gerettet und nach Korinth gebracht, wo er als Sohn des Königs aufwächst. Als Ödipus das Orakel von Delphi aufsucht, wird auch ihm das Schicksal geweissagt, den Vater zu töten und die Mutter zu ehelichen. Um dem zu entgehen, flieht er von seinen vermeintlichen Eltern aus Korinth und trifft dabei auf seinen leiblichen Vater Lajos, den er nach einem heftigen Streit im Kampf tötet. Er befreit Theben von der grausamen Sphinx und heiratet die Witwe des Lajos, seine Mutter, mit der er vier Kinder zeugt. Anzeichen verdichten sich, dass sich der einstige Orakelspruch erfüllt haben könnte. Unerbittlich forscht Ödipus nach der Wahrheit. Als er die Zusammenhänge begreift, sticht er sich die Augen aus. Mit seiner Tochter Antigone begibt er sich auf eine lange Wanderschaft…

Bühnenbild und Kostüme entwirft Duncan Hayler. Für die wissenschaftliche Beratung wurde der Archäologe Prof. Dr. Ulrich Sinn gewonnen. Es spielt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera.

Oedipe George Enescu, Jokaste Béela Müller · Kreon Johannes Beck · Tiresias Kai Wefer · Hohepriester/ Phorbas/ Wächter Ulrich Burdack · Hirte Frank Ernst  · Laios Timo Rößner · Sphinx/ Merope Christel Loetzsch · Theseus Alejandro Lárraga Schleske · Antigone Miriam Zubieta · eine Thebanische Frau Pihla Terttunen (Mitglied des Thüringer Opernstudios)

Der Opern-, Kinder- und Jugendchor singt in der Einstudierung von Holger Krause. Es tanzt das Kinder- und Jugendballett von Theater&Philharmonie Thüringen.

OEDIPE von  George Enescu;  Premiere am 13. April 2018, weitere Vorstellungen: 21. April und 18. Mai 2018, jeweils 19.30 Uhr.


Sébastien Soulès wurde in Orléans (Frankreich) geboren und studierte Gesang am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris sowie an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Harald Stamm. Meisterkurse bei Walter Berry, Dietrich Fischer-Dieskau, Brigitte Fassbaender und Jose van Dam.

Zuletzt war er u. a. als Hidraot in Glucks Armide in Bern, als Der Mann von La Mancha (Don Quijote) in Biel, als Scarpia in Puccinis Tosca und als Golaud in Pélleas et Mélisande am neuen Opernhaus Linz, in der Titelpartie von Bergs Wozzeck am Theater Augsburg, als Kurwenal am Teatr Wielki Warschau sowie als Ruprecht in L´ange de Feu von Sergej Prokofiev in der Inszenierung von Silviu Purc?rete beim renommierten Opernfestival in Miskolc/Ungarn, Graf Homonay in Strauß ´ Der Zigeunerbaron bei den Festspielen Langenlois und in der UA Displace beim Festival Musiktheatertage Wien sehr erfolgreich.

Im Sommer 2016 war er als Orazio in der umjubelten Neuproduktion Amleto von Franco Faccio bei den Bregenzer Festspielen zu erleben (inkl. TV-Liveübertragung), wohin er 2017 als Zuniga in Carmen und als William Bankes in der UA To the lighthouse zurückkehrt. Weitere Pläne umfassen u.a. sein Debüt an der Oper Leipzig in Gounods Cinq-Mars sowie Kaspar in einer Neuproduktion Der Freischütz“ am Theater Baden.

2013/14 war er u. a.  in Schrekers Der Schatzgräber in Linz, als Figaro und Zuniga an der Volkoper Wien, als Escamillo an der Opera de Tours, als Mitterhofer in Elegie für junge Liebende von Henze in Wiesbaden, in der Uraufführung von Moby Dick in Warschau, sowie bei der Styriarte in Graz als Kaspar im Freischütz zu erleben.

In der Saison 2012/13 hatte Sébastien Soulès einen Residenzvertrag an der Volksoper Wien und debütierte in derselben Spielzeit als Fliegender Holländer in Hildesheim. Desweiteren sang er in der Uraufführung von Join bei den Wiener Festwochen. Außerdem gestaltete der Bariton die Rolle des Popolani (Barbe-Bleue, Offenbach) bei der Styriarte Graz unter Nikolaus Harnoncourt.

2011/2012 sang Soulès die Titelrolle in Friedrich Cerhas Baal in Wien und Konzerte mit einer Auswahl von Liedern aus Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit dem Orchestra di Padova e del Veneto. In derselben Spielzeit debütierte der Bariton an der Volksoper Wien. Außerdem war er als Scarpia in Tosca in einer Produktion des Landestheaters Niederbayern und als Graf (Le Nozze di Figaro) beim Festival d’Antibes zu erleben.

2010/2011 hatte Sébastien Soulès großen Erfolg als Don Giovanni und als Marcello (La Bohème) am Opernhaus Halle, sowie als Albert in Massenets Werther am Theater Koblenz. Bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden sang er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden den Humbert Humbert in der Uraufführung von Schedrins Lolita unter Marc Piollet in der Regie von Konstanze Lauterbach.

Sébastien Soulès ist Preisträger des Willi-Domgraf-Fassbaender-Wettbewerbs, München.

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

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