Neustrelitz, Theater Neubrandenburg, Don Pasquale von Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 29.01.2018

Januar 30, 2018 by  
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Landestheater Neustrelitz © Landestheater Neustrelitz

Landestheater Neustrelitz © Landestheater Neustrelitz

Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz

Don Pasquale – In der Villa Verdi

Schöne Liebeserklärung ans Theater

Von Thomas Kunzmann

Fährt man im Winter lediglich zu einer Vorstellung nach Neustrelitz ins Theater, sieht man nicht viel von der Schönheit der mecklenburgischen Seenplatte. Nichts als Dunkelheit zwischen der Abfahrt von der A19 und der dann noch immer 50km entfernten Kleinstadt. Ein Navi sei dringend angeraten. Hat man jedoch die letzte Biegung genommen, befindet man sich – ohne richtig durch ein Zentrum gekommen zu sein – unmittelbar vor dem hell angestrahlten Gebäude. Bereits seit 1775 besteht hier eine Spielstätte. Erst Mecklenburg-Strelitzsches Hoftheater, nach einem Brand im Jahre 1945 dann als Friedrich-Wolf-Theater 1954 wiedereröffnet, seit 1991 Landestheater. Der Bau für 399 Gäste beeindruckt durch seine effiziente Platznutzung. Das Foyer ist so klein, dass man unweigerlich einen Schritt weiter geht und direkt an den Garderoben steht. Je rechts und links eine Treppe nach unten, wo sich eine gemütliche Bar befindet. Dieser gegenüber ist ein kleines Restaurant, bereits unter dem Zuschauersaal. Im Obergeschoss ein Spiegel-Foyer mit einigen Stühlen und Klavier auf einer kleinen Bühne für Werkeinführungen und Vorträge. Eine Hinterbühne fehlt komplett. Seitlich der Bühne befinden sich die Werkstätten. Wie nahezu alle Theater des einwohnerarmen Bundeslandes kämpft auch Neustrelitz um den Erhalt seiner Selbstständigkeit, gegen die Fusionsvorgaben der Landesregierung. Das Ensemble ist, eine Folge der Sparmaßnahmen, klein, der Chor besteht nur noch aus je 8 Sängerinnen und Sängern. Aufwändigere Werke lassen sich jedoch mit Extrachor und Gastsängern inszenieren.

Landestheater Neustrelitz / Don Pasquale - hier Ensemble © Jörg Metzner

Landestheater Neustrelitz / Don Pasquale – hier Ensemble © Jörg Metzner

Außerordentliche Erwähnung verdient das sehr aufschlussreiche, mit ausführlichen Berichten und originellen Bildern angereicherte Programmheft, das perfekt auf die Inszenierung einstimmt.

Wenn aber Intendant Joachim Kümmritz vor der Vorstellung auf die Bühne tritt, verheißt das nie Gutes: Sowohl Norina als auch Ernesto seien deutlich angeschlagen, möchten dennoch singen, bittet er bereits im Vorfeld um Verständnis. Das Publikum dankt es mit Beifall.

Mühsam nur, wie ein Rollstuhl, den man bergauf zwingen will, öffnet sich der Vorhang. Zu den federnden Takten der Ouvertüre deutet „Norina“ Laura Scherwitzl frühere Revue-Künste an und ermuntert damit die gebrechlichen Herren einzusteigen. Regisseurin Magdalena Fuchsberger verlegt die Handlung in die „Villa Verdi“, eine von dem Italienischen Komponisten gestiftete und noch immer existierende Altersresidenz für ehemalige Künstler in Mailand. Die alte Standuhr im Seniorenheim steht auf fünf vor zwölf. Die besten Jahre sind vorbei. Von einstiger Bedeutung zeugen lediglich die Trophäen und Bilder, unerreichbar weit oben auf einem Regal. Im Raum: Betten und eine Sitzecke. Selbst die Pflegekräfte haben mittlerweile mehr Glamour. Und schon wieder werden zwei Bewohner abgeholt – vom Bestattungsunternehmen. Ach, könnte man nur die Zeit zurückdrehen! Noch einmal auf der Bühne stehen! Noch einmal Singen und Tanzen! Noch einmal das Blut in Wallung bringen!

Landestheater Neustrelitz / Don Paquale - hier Ensemble © Jörg Metzner

Landestheater Neustrelitz / Don Paquale – hier Ensemble © Jörg Metzner

Ja, warum eigentlich nicht? Die alten Textbücher sind noch da und die Rollen nicht vergessen. So machen sich denn die wenigen Pensionäre um Don Pasquale daran, die ihnen verbleibende Zeit in neue Kreativität zu ve rwandeln und drehen die Uhr zurück. Vielleicht nicht auf Anfang, aber dennoch weit genug, um noch einmal der Tristesse des Alters zu entfliehen. Norina darf wieder verführen, galant balzt Don Paquale und der nahezu erblindete Ernesto eifersüchtelt pflichtgetreu. Dass noch Saft in der Riege steckt, beweisen besonders Ryszard Kalus als Don Pasquale mit profundem Bass und Robert Merwald als Malatesta. Der lyrische Tenor James Elliott als Ernesto lässt deutlich erkennen, zu welch schöner Klangfarbe er in der Lage ist, wenn er nicht gesundheitsbedingt etwas auf die Bremse treten müsste. Auch Norina nimmt sich, wenngleich nur stimmlich, deutlich zurück. Obwohl die Textverständlichkeit insgesamt passabel ist, würden Übertitel nicht schaden. Im Orchester unter dem 1. Kapellmeister Panagiotis Papadopoulos vermisst man, besonders im Zusammenspiel mit Ernesto, vereinzelt den zarten Schmelz, allerdings leben die Musiker förmlich auf, wenn Norina zur Furie wird und Don Pasquale theatralisch einheizt. Insgesamt eine solide Ensemble-Leistung.

Der lang anhaltende Schlussapplaus bestätigte: ein sehr schlüssiges Konzept, das die Künstler liebevoll portraitiert und nie der Lächerlichkeit preisgibt, eine Hommage an die fast vergessenen Sänger, ein Hoch auf die Torheiten des Alters und in jedem Fall eine schöne Liebeserklärung an das Theater.

Don Paquale am Theater Neustrelitz; weitere Vorstellungen 3.2.2018; 4.3.2018; 16.3.2018; 29.3.2018

—| IOCO Kritik Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz |—

 

Cottbus, Staatstheater Cottbus, Turandot von Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 17.11.2017

November 17, 2017 by  
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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Turandot von Giacomo Puccini

Knallharter Polit-Thriller  –  Mord, Lug, Betrug

Von Thomas Kunzmann

Cottbus, das letzte verbliebene Vier-Sparten-Theater Brandenburgs mit seinem wunderbaren Jugendstil-Gebäude, wagt sich regelmäßig an Extreme. In einem unglaublichen Kraftakt wurde Wagners Ring über 10 Jahre hinweg geschmiedet und auch die vielgelobte Elektra 2015-17 kann man getrost zu den erfolgreichen Experimenten zählen. Intendant Martin Schüler, seit 1991 am Haus. Dessen Leitung übernahm er 2003 von Christoph Schroth. Mittlerweile ist er dienstältester Intendant in den neuen Bundesländern und plante Puccinis letztes Werk bereits für die Saison 15/16, musste sie jedoch auf die Folgesaison verschieben und schob  stattdessen Tosca ein. Nun also Turandot.

Staatstheater Cottbus / Turandot - hier vorne Martin Shalita als Calaf und Ensemble © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot – hier vorne Martin Shalita als Calaf und Ensemble © Marlies Kroos

Das Foyer ist gut gefüllt an diesem Freitag. Nicht nur Cottbuser nutzen das hiesige Kulturangebot der Extraklasse gern, regelmäßig sind viele Berliner Besucher im Haus. Die konstante künstlerische Qualität auf hohem Niveau hat sich längst herumgesprochen und gilt nicht einmal mehr als Geheimtipp: als Gast jedenfalls geht man hier kein Wagnis ein. Die Verbindung in die Hauptstadt ist gut, die Kartenpreise moderat.

Martin Schüler inszeniert Turandot als knallharten Polit-Thriller, in dem den Protagonisten alle Mittel recht sind: Mord, Bestechung, Betrug und Vortäuschen der großen Liebe. Entsprechend gewaltig führt Evan Christ durch die Partitur. Mit unglaublicher Wucht setzt das Orchester ein und macht von den ersten Takten an klar, dass es hier nicht um ein liebliches asiatisches Märchen geht, sondern schlichtweg um Alles.

Und wenn der fulminante Chor hinzukommt spürt man bis in die letzte Reihe, dass sie keineswegs beabsichtigen, den Musikern das (Schlacht)Feld zu überlassen. Erbarmungslose Politik, in der jeder seine individuellen Ziele verfolgt, statt betörender Romantik. Ping, Pang und Pong haben die despotischen Machenschaften der Prinzessin satt und das Volk, anfänglich noch vorfreudig auf eine erneute Hinrichtung als Massenschauspiel, empfindet Mitleid für den persischen Prinzen, der Turandots Rätsel nicht lösen konnte. Ein neuer Herrscher muss her.

Staatstheater Cottbus / Turandot hier vorne Martin Shalita als Calaf, hinten Soojin Moon als Turandot © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot hier vorne Martin Shalita als Calaf, hinten Soojin Moon als Turandot © Marlies Kroos

In den Hinterzimmern der Macht, in die man dank der Drehbühne Einblick bekommt, geht es mit Mädchen, Cognac und Zigarren dekadent zu. Die Minister weihen den Fremden in ihre Pläne ein, den weder Hinrichtung noch Warnungen, und schon gar nicht die zur Abschreckung aufgestellten Köpfe der früheren Bewerber abhalten können. Nicht von ungefähr kann Calaf letztlich die verzwickten Aufgaben lösen.  Selbstsicher gibt er sogar sein Geheimnis preis und bricht mit vorgetäuschter Liebe Turandots Restwiderstand, während er, einem Buchhalter der Macht gleich, die Immobilien und Wertgegenstände seines zukünftigen Reiches taxiert. Frisch an der Spitze des totalitären Staates rollen die Köpfe der Steigbügelhalter seines Aufstiegs. Ein überraschender, aber überzeugender Plot – kein Happy End.

Soojin Moon, vom Cottbuser Publikum bereits als Tosca umjubelt, gestaltet die Titelfigur der Turandot glaubhaft eiskalt in einer männerdominierten Welt. Mal scharf und spröde, dann wieder unglaublich weich kann sie sich jederzeit nicht nur gegen das Orchester durchsetzen, sondern treibt mit ihm zusammen zu unglaublicher Intensität.

Martin Shalita, bisher in Nordhausen und Koblenz zu hören, empfiehlt sich bestens mit seinem jederzeit sicheren und kraftvollen Calaf als neuer Tenor am Hause, wo er ab nächster Saison zum Ensemble gehören wird und den alternierend singenden, eher lyrischen Jens Klaus Wilde entlasten wird. Den Kraftakt der Rolle, die durch die Orchesterführung nicht gerade erleichtert wird, gestaltet er sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugend als kühl berechnender, zukünftiger Despot mit authentischer Bühnenpräsenz. Vom Publikum abgewandt zu singen dürfte wohl fast jedes Tenors stimmliche Kapazitäten übersteigen – was hier allerdings eindeutig am Orchester liegt. Dieses schickt aus dem Graben ein Feuerwerk an Impulsivität, die sich mit der leider bereits abgespielten Elektra vergleichen lässt. Mitunter geht das zu Lasten der Transparenz, die lediglich in den seltenen emotionalen Momenten zum Tragen kommt. Besonders eindrücklich mit der großartigen Debra Stanley als Liu sowie dem warmen Bass Ingo Witzkes (Timur) klingt Puccinis Thema aller Werke durch: die Liebe.

Staatstheater Cottbus / Turandot - hier Andreas Jäpel als Mandarin und Ensemble © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot – hier Andreas Jäpel als Mandarin und Ensemble © Marlies Kroos

Die Minister Ping, Pang und Pong als Strippenzieher bestechen durch Homogenität in Handlung und ausgewogener Klangfülle. Hoch in der Gunst des Cottbuser Publikums stand der Einsatz einer ehemaligen Größe des Hauses: Max Ruda als Kaiser. Ruda war 1978 bis 2000 Tenor in Cottbus (u.a. in Zauberflöte, Zarewitsch, Tannhäuser, Pique Dame), gab allerdings auch schon in den 60ern den David in Bayreuth. Den gebrechlichen Monarchen, der weder Turandot in den Griff bekommt, noch Calaf von seinem Weg abbringen kann, verkörpert er herzerwärmend.

Diese typische Schüler-Inszenierung mit klarem Bühnenbild, fantasievollen, historisierenden Kostümen und einem schlüssigen Konzept, gestaltet mit eigenen Solisten und Gästen, die sich hervorragend in das Turandot – Team integrieren, lohnt jede noch so weite Anreise.

Tipp am Rande: Die Theaterkantine Tellheim an der Rückseite des Theaters eignet sich vortrefflich, den Abend ausklingen zu lassen.

Turandot am Staatstheater Cottbus, weitere Vorstellungen: 7.12.2017; 9.1.2018; 18.2.2018; 5.5.2018; 10.6.2018

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Neustrelitz, Theater Neubrandenburg Schlossgarten Neustrelitz / Zigeunerbaron – Festspiele 07.bis 30. Juli 2017

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Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz - Der Zigeunerbaron - Panorama Bühne © TOG/ Jörg Metzner

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz – Der Zigeunerbaron – Panorama Bühne © TOG/ Jörg Metzner

Erfolgreiche Premiere für das Zigeunerabenteuer auf dem Schlossberg Neustrelitz

Am Freitag, dem 7. Juli feierten fast 1000 Besucher die Premiere der Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz 2017! Vor der wunderbaren Kulisse der Schlosskirche wird „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss (Sohn) inszeniert. Fesselnde Rhythmen, feurigen Csárdásklänge und leidenschaftliche Romantik  entführen in das ländlich historische Ungarn:

Als der junge Sándor Barinkay nach langjährigen Kriegswirren in seine ungarische Heimat zurückkehrt, sind die einstigen Güter seines Vaters durch den Schweinezüchter Zsupán annektiert. Barinkay will um sein Erbe kämpfen, schlägt sich rasch auf die Seite der Zigeuner und verliebt sich in Saffi, die alles andere ist als eine einfache arme Zigeunerin…

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz - Der Zigeunerbaron - oben: Tonje Haugland (Saffi) / Daniel Szeili (Sándor Barnkey) / Viola Zimmermann (Czipra) © TOG/ Jörg Metzner

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz – Der Zigeunerbaron – oben: Tonje Haugland (Saffi) / Daniel Szeili (Sándor Barnkey) / Viola Zimmermann (Czipra) © TOG/ Jörg Metzner

Spannend und glanzvoll inszeniert von Jürgen Pöckel. Ihm als Ausstatterin zur Seite steht Lena Brexendorff. In der Titelrolle erstmals in einer Festspielproduktion der Tenor Daniel Szeili, die Darstellerin der Saffi ist dagegen den Zuschauern keine Unbekannte mehr, ist sie doch seit Beginn der Festspiele 2001 von Anfang an mit  dabei: Publikumsliebling Tonje Haugland. Ebenfalls ein Favorit der Zuschauer: Bernd Könnes, der den großen Gegenspieler Sándors, den Schweinezüchter Kálmán Zsupán, gibt. In weiteren Rollen sehen und hören Sie Fabian Egli, Sebastian Naglatzki, Andrés Felipe Orozco (Marcus Sandmann) , Renate Pick, Laura Scherwitzl und Viola Zimmermann.

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz - Der Zigeunerbaron -vorn: Tonje Haugland (Saffi), Viola Zimmermann (Czipra) hinten: Naglatzki (Conte Carneo) / Renate Pick (Mirabella) / Daniel Szeili (Sándor Barnkey) © TOG/ Jörg Metzner

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz – Der Zigeunerbaron -vorn: Tonje Haugland (Saffi), Viola Zimmermann (Czipra) hinten: Naglatzki (Conte Carneo) / Renate Pick (Mirabella) / Daniel Szeili (Sándor Barnkey) © TOG/ Jörg Metzner

Insgesamt sind 79 Darsteller auf der Bühne zu erleben. Neben den Solisten, sind der Opernchor und Extrachor der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz dabei, Mitglieder des Ersten freien Opernchors e.V. Coruso, die Deutsche Tanzkopmpanie, viele Statisten und natürlich die Musiker der Neubrandenburger Philharmonie. Der Musikalische Leiter Jörg Pitschmann dirigiert 38 Musiker.

In einem Abenteuer unter freiem Himmel dürfen natürlich Pferde und Kutschen nicht fehlen. Spektakuläre Feuershow-Elemente schaffen mystische Atmosphäre und ergänzen das Bühnenbild und die wunderbaren Kostüme mit Liebe zum Detail optimal. Die Aufführung endete mit einem beeindruckenden Feuerwerk nach dem Schlussapplaus!

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz - Der Zigeunerbaron - Panorama Bühne © TOG/ Jörg Metzner

Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz / Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz – Der Zigeunerbaron – Panorama Bühne © TOG/ Jörg Metzner

Es sind bereits 12.000 Tickets für die Festspiele im Schlossgarten verkauft. „Der Zigeunerbaron“ ist vom 7. bis  29. Juli 2017 in Neustrelitz zu erleben und am 30. Juli gibt es zum Abschluss der diesjährigen Festspielsaison ein „Finale Grande“, eine Gala mit den Höhepunkten des „Zigeunerbarons“ und weiteren berühmten Operettenklassikern.

Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz: 7.bis 30. Juli 2017
Aufführungen 7. Juli bis 29. Juli immer am Wochenende von Do. bis So. im Schlossgarten von Neustrelitz

Neu in diesem Jahr ist das„Finale Grande“ der Festspiele 2017 am 30.Juli: eine Gala mit den Höhepunkten des „Zigeunerbarons“ und weiteren berühmten Operettenklassikern.

—| Pressemeldung Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Jens Troester wird Theater&Philharmonie Thüringen verlassen, 19.03.2013

März 19, 2013 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Jens Troester wird Theater&Philharmonie Thüringen verlassen

 
Jens Troester wird zum Ende der Spielzeit 2012/13 Theater&Philharmonie Thüringen auf eigenen Wunsch verlassen.
Staatstheater Kassel / Jens Troester © Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel / Jens Troester © Staatstheater Kassel

Er kam zu Beginn der Spielzeit 2008/09 als 1. Kapellmeister aus Kassel nach Altenburg und Gera. Nach dem Weggang von Generalmusikdirektor Howard Arman nach Luzern zum Ende der Spielzeit 2010/11 wurde er kommissarischer Generalmusikdirektor.
 
Er dirigierte nicht nur das umfangreiche und vielfältige Repertoire der Musiktheaterproduktionen des Hauses, sondern übernahm auch in der Reihe Wiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts die musikalische Leitung der Opern SCHARLATAN (Pavel Hass), WALLENSTEIN (Jaromir Weinberger) und ULENSPIEGEL (Walther Braunfels), die überregionale Aufmerksamkeit auf sich zogen. Am 5. Mai wird er die deutsche Erstaufführung der Operetten-Ausgrabung DU BIST ICH von Moïses Simons dirigieren. Am 30. März hat Haydns FEUERSBRUNST unter seiner musikalischen Leitung Premiere.
 
Außerdem führte er erfolgreich die Reihe der Philharmonischen Schlosskonzerte in Altenburg ein. Am 28. April und 8. Juni tritt er nochmals auf dem Residenzschloss ans Pult.
 
Ab Herbst geht Jens Troester zur Neuen Philharmonie Frankfurt, dem Orchester, dem er als Gastdirigent schon seit vielen Jahren verbunden ist, mit dem er bereits eine CD und DVD eingespielt hat und dem er, wie es auf der Internet-Seite des Klangkörpers heißt, „ein Stück weit einen Stempel aufgedrückt hat.“
 
Jens Troester, Jahrgang 1970, erhielt seine erste musikalische Ausbildung in Wien, New York, Frankfurt und Köln. Auf das Klavier- und Dirigierstudium in Detmold folgten zwei Jahre an der School of Music der Indiana University in Bloomington (USA). In dieser Zeit war er auch Korrepetitor und Assistant Conductor am renommierten Indiana University Opera Theatre. Nach dem Studium war Jens Troester zunächst musikalischer Leiter und Dirigent der Frankfurter Kammeroper, bevor er 2000/2001 ein Engagement an der Oper Kiel antrat. Neben seiner Tätigkeit am Theater war er künstlerischer Leiter und Dirigent der Camerata Kiel und Gastdirigent der Neuen Philharmonie Frankfurt. 2005/2006 war Jens Troester als Kapellmeister und Studienleiter bei der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz engagiert. Von August 2006 an war Jens Troester 2. Kapellmeister am Staatstheater Kassel. 
 
—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

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