Wien, Volksoper Wien, Der Zauberer von Oz – Lyman Frank Baum, IOCO Kritik, 05.02.2020

volksoper_wien.JPG

Volksoper Wien

 Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

 Der Zauberer von Oz – Lyman Frank Baum

– Ein Klassiker in Wien – In der Volksoper, als Flash Mob, in Schulen –

von Marcus Haimerl

Das Kinderbuch Der Zauberer von Oz von Lyman Frank Baum stammt aus dem Jahr 1900, internationalen Ruhm erlangte die Geschichte erst mit der Verfilmung aus dem Jahr 1939 mit der damals 16-jährigen Judy Garland. Der Film fügte einige entscheidende Details hinzu, die noch heute untrennbar mit der Geschichte des Zauberers von Oz in Verbindung gebracht werden. So wurden aus den silbernen Schuhen der Buchvorlage – dem damals brandneuen Technicolor-Verfahrens geschuldet- die berühmten roten Schuhe (ruby slippers). Aber auch die im Buch sehr kurz gehaltene Vorgeschichte in Kansas wurde im Film ausgebaut und die handelnden Personen finden sich in einer anderen Rolle auch im Land Oz wieder.

Der Zauberer von Oz – Lyman Frank Baum
youtube Trailer der Volksoper Wien
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Die Songs von Harold Arlen, darunter der wohl größte Hit des Films „Somewhere over the rainbow“ und die Hintergrundmusik von Herbert Stothart bildeten auch die Grundlage für die an der Volksoper Wien gespielte Fassung, welche von John Kane 1987 für die Royal Shakespeare Company adaptiert wurde und auch um die im Film gestrichene Jitterbug-Szene, an der immerhin drei Wochen gedreht wurde, ergänzt.

Die beinahe filmhafte Umsetzung des Musicals an der Volksoper Wien entspricht auch der Handlung des Films. Mitten in Kansas hat die junge Dorothy Gale Schwierigkeiten. Die gemeine Miss Gulch hat es auf Dorothys Hund abgesehen, da sie in diesem eine Bedrohung sieht. Dorothy läuft davon und trifft auf den Wahrsager Professor Marvel, der ihr weismacht, ihre Tante sei schwerkrank. Dorothy läuft nach Hause, aber es zieht ein Wirbelsturm auf, sie kann aber nicht mehr rechtzeitig Schutz im Erdkeller finden. Sie flüchtet ins Farmhaus, das vom Sturm in das zauberhafte Land Oz getragen wird, in Munchkin City auf der bösen Hexe des Ostens landet und diese zerquetscht. Von der Tyrannin befreit, wird sie von den Munchkins als Heldin gefeiert. Die böse Hexe des Westens erscheint und möchte die roten Schuhe ihrer Schwester, die sich plötzlich an den Füssen von Dorothy befinden. Die gute Hexe Glinda schickt Dorothy in die Smaragdstadt zum Zauberer von Oz, dieser könne ihr sagen, wie sie wieder nach Hause findet. Gemeinsam mit Toto macht sich Dorothy auf dem Goldziegelweg auf in die Smaragdstadt.

Volksoper Wien / Der Zauberer von Oz - hier : Daniel Jeroma als Toto, Peter Lesiak als Hunk / Vogelscheuche, Oliver Liebl als Hickory / Der Blechmann, Franziska Kemna als Dorothy © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Der Zauberer von Oz – hier : Daniel Jeroma als Toto, Peter Lesiak als Hunk / Vogelscheuche, Oliver Liebl als Hickory / Der Blechmann, Franziska Kemna als Dorothy © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Auf ihrem Weg schließt sie Freundschaft mit der Vogelscheuche, die sich einen Verstand und dem Blechmann, der sich ein Herz wünscht, sowie auf den Löwen, der nichts anderes als Mut will. Die vier Freunde überwinden die Hindernisse, die die Hexe des Westens ihnen in den Weg legt und sie gelangen in die Smaragdstadt. Als sie schließlich zum Zauberer vorgelassen werden, eröffnet ihnen dieser, die Wünsche zu erfüllen, wenn sie ihm den Besen der bösen Hexe des Westens bringen.

Auf ihrem Weg in den Westen erwarten die Freunde wieder Prüfungen, denn die Hexe schickt alle, die unter ihrem Kommando stehen aus, um Dorothy und ihre Gefährten aufzuhalten. Neben ihren fliegenden Affen und dem versklavten Volk der Winkies schickt die Hexe auch die Jitterbugs. Wird man von diesen Käfern gebissen, muss man bis zur Erschöpfung tanzen. Dorothy und Toto werden von den fliegenden Affen schließlich zum Schloss der Westhexe gebracht, doch gelingt es ihr nicht die roten Schuhe an sich zu reißen. Auch Vogelscheuche, Blechmann und Löwe haben es, mit Uniformen der Winkie-Armee verkleidet, geschafft ins Schloss zu gelangen. Als die Hexe die Vogelscheuche mit Feuer bedroht, übergießt Dorothy sie mit Wasser. Die Hexe schmilzt und ist tot. Zurück in der Smaragdstadt müssen die Freunde erkennen, dass der Zauberer nur ein normaler Mann ist und sein Zauber nur Illusion. Aber sie erfahren von ihm, dass sie das, was sie sich wünschen, bereits in sich tragen. Als äußeres Zeichen ihrer Attribute erhalten die Vogelscheuche ein Diplom für seine Klugheit, der Löwe einen Orden für seine Tapferkeit und der Blechmann einen Preis für seine Nächstenliebe. Glinda schließlich zeigt Dorothy, dass sie jederzeit aus eigener Kraft nach Hause zurückkehren kann. Schließlich ist es nirgends so schön wie zu Hause.

Volksoper Wien / Der Zauberer von Oz - hier : Peter Lesiak als Hunk/ Die Vogelscheuche, Juliette Khalil als Dorothy, Ensemble © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Der Zauberer von Oz – hier : Peter Lesiak als Hunk/ Die Vogelscheuche, Juliette Khalil als Dorothy, Ensemble © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Regisseur Henry Masons filmische Umsetzung des Musicals wird vor allem im ersten Teil von großen Postkarten (Bühne und Kostüme: Jan Meier) dominiert. Nicht nur das Musical aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist nostalgisch, sondern auch die Postkarten sind ein Objekt der Nostalgie und stehen für das Spannungsfeld zwischen Fern- und Heimweh. Für Dorothys Wunsch nach dem Land hinter dem Regenbogen, ebenso wie den Wunsch nach Hause zurückzukehren. Dazu sagt Henry Mason: „Der Schlusssatz ‚Es ist nirgends so schön wie zu Hause‘ bedeutet vielleicht, dass Dorothys Zuhause das vorher sehr grau ausgesehen hat, nun keine Grenze mehr hat, an der die Welt für sie aufhört. Es ist vielmehr ein Ort, an dem sie auftanken kann, um wieder wegzugehen. Dorothy lernt, wo ihre Wurzeln sind, und kann das, was sie vorher als Enge erlebt hat, nun als Liebe erfahren.“ Die erwähnten Postkarten dienen auf der Bühne als eindimensionale Kulisse, um die sich die Handlung farbenreich entwickelt.

Wolfram-Maria Märtig am Pult des Orchesters der Wiener Volksoper sorgt mit viel Schwung für einen hervorragenden und mitreißenden Hollywood Sound.

Mit Juliette Khalil ist die Rolle der Dorothy Gale ideal besetzt und sie begeistert nicht nur gesanglich mit ihrem Hit „Somewhere over the rainbow“, sondern vielmehr auch mit der intensiven schauspielerischen Gestaltung. Erstklassig besetzt sind aber auch ihre drei Freunde. Als Vogelscheuche auf der Suche nach Verstand (und als Farmarbeiter Hunk) erlebt man Peter Lesiak, der vor allem durch seine Darstellung und seinen akrobatischen Körpereinsatz zu überzeugen weiß. Oliver Liebl berührt als einfühlsamer Blechmann (sowie als Farmarbeiter Zeke). Eine sensationelle Leistung erlebt man von Christian Graf, der all sein Können in die Rolle der bösen Hexe des Westens (und Almira Gulch) wirft. Aber anders als Margaret Hamilton in der Musicalverfilmung bringt Christian Graf ausreichend Humor in die Partie ein und verhilft der Hexe damit auch zu einigen Sympathiewerten des Publikums. Mit verlässlich guter Leistung in Gesang und Darstellung gestaltet Regula Rosin die Rolle der Glinda, der guten Hexe des Nordens und Dorothys Tante Em. Als Onkel Henry und Wächter in der Smaragdstadt überzeugt Wolfgang Gratschmaier, ebenso wie Boris Eder in der Partie des Professor Marvel und des Zauberer von Oz.

Der Zauberer von Oz – Lyman Frank Baum
youtube Trailer ein Schulprojekt der der Volksoper Wien
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Eine besondere Darbietung auch von Rafael Schuchter der der Puppe von Dorothys Hund, Toto, meist in der Hocke verweilend, Leben einhaucht. Besonderes Lob muss hier auch an den Kinderchor und den Jugendchor der Volksoper Wien gehen, die hier als kleines Volk der Munchkins ganz Großes leisten und dem Wiener Staatsballett, die hier einen wunderbaren Tanz zwischen Mohnblumen und Schneeflocken aufs Parkett legen und damit die Szene im Mohnblumenfeld optisch auf besondere Weise gestalten.

Obwohl die Premiere bereits am 6. Dezember 2014 stattfand, ist das Haus nach mehr als 60 Vorstellungen immer noch restlos ausverkauft. Mit diesem Musical verfügt die Volksoper über eine Erfolgsproduktion, die hoffentlich noch viele Jahre Jung und Alt erfreuen wird.

—| IOCO Kritik Volksoper Wien |—

Wien, Volksoper Wien, Wiederaufnahme: DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN, 16.12.2015

Dezember 14, 2015 by  
Filed under Pressemeldung, Volksoper Wien

volksoper_wien.JPG

Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

Wiederaufnahme: DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN

Operette

Mittwoch 16. Dezember 2015, 19:00 Uhr

Weitere Vorstellungen:
Dezember 2015:
16. Mittwoch 19:00
21. Montag 19:00
30. Mittwoch 19:00
Jänner 2016:
05. Dienstag 19:00
11. Montag 19:00

Die Volksoper feiert den 100. Geburtstag eines Operetten-Meisterwerkes: Am 17. November 1915 wurde Emmerich KálmánsDie Csárdásfürstin“ uraufgeführt. Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges feierte man zwei Liebesgeschichten mit unvergänglichen Schlagern wie „Mädchen gibt es wunderfeine“, „Die Mädis vom Chantant“ und „Machen wir’s den Schwalben nach“.

In der Wiederaufnahme der legendären Inszenierung Robert Herzls unter der musikalischen Leitung von Gerrit Prießnitz verkörpern Andrea Rost und Szabolcs Brickner das Liebespaar und feiern damit ihre Rollendebüts.

Regie Robert Herzl
Bühnenbild Pantelis Dessyllas
Kostüme Silvia Strahammer
Choreographie Michael Maurer
Choreographie Matyas Jurkovics
Choreinstudierung Thomas Böttcher
Dirigent Rudolf Bibl

BESETZUNG:
Leopold Maria: Wolfgang Hübsch
Anhilte: Regula Rosin
Edwin Ronald: Szabolcs Brickner
Anastasia: Beate Ritter
Eugen: Karl-Michael Ebner
Boni: Marco Di Sapia
Feri Bacsi: Axel Herrig
Sylva Varescu: Andrea Rost
Siggi Gross: Boris Eder
Sándor von Kiss, Notar: Daniel Ohlenschläger

Pressemeldung Volksoper Wien

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere – Die Zirkusprinzessin, IOCO Kritik, 08.11.2014

November 10, 2014 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Kritiken

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Tänzerinnen und Tänzer, Zirkuskapelle © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Tänzerinnen und Tänzer, Zirkuskapelle © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Premiere am 08.11.2014

Die Zirkusprinzessin von  Emmerich Kálmán

Es muss nicht immer Léhar sein und hast du keinen Strauß im Haus, so hol getrost `nen Kálmán raus“. Recht hat er, der unbekannte Reimer dieser Zeilen. Der Melodiker Kálmán verstand sein Metier. Rund zwei Dutzend Operetten belegen das “ohrenfällig“. Eine seiner erfolgreichsten Operetten ist seine 1926 uraufgeführte “Zirkusprinzessin“.

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Ensemble © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Ensemble © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Die Deutsche Oper am Rhein konnte mit ihrer Neuinszenierung nun den Erfolg weiter festigen. Die Premiere im Duisburger Haus wurde stürmisch gefeiert. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit dem Münchner Gärtnerplatz-Theater, lief dort schon erfolgreich und kam nun nach Duisburg an den Rhein.

Die Inszenierung von Josef E. Köpplinger hat Schwung und Atmosphäre und der Einfallsreichtum ist enorm, wenngleich er seine Detailverliebtheit manchmal zu sehr ausgekostet. Die Dialoge sind sehr ausgedehnt. So wurde es zwar ein langer, aber nie langweiliger Abend.

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Boris Eder (Toni Schlumberger), Susanne Grosssteiner (Miss Mabel Gibson), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Köpplingers Personenführung war perfekt. Es war immer Aktion auf der Bühne, denn Solisten, Chor, eine Tanztruppe in Kostümen der Commedia del l`Arte   (welche schon vor der Vorstellung durchs Haus geisterte) und Statisterie wollten sinnvoll beschäftigt sein.

Großen Anteil an dieser atmosphärischen Produktion hatte die märchenhafte Manegen-Ausstattung von Rainer Sinell, die das Auge erfreute und glänzend bespielbar war. Alle Schauplätze der Handlung ließen sich darin unterbringen, das Foyer des Zirkus Stanislawsky in St.Petersburg, das dortige Prinzenpalais und auch die Wiener Hotelhalle.

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Boris Eder (Toni Schlumberger), Susanne Grosssteiner (Miss Mabel Gibson), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Boris Eder (Toni Schlumberger), Susanne Grosssteiner (Miss Mabel Gibson), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Ein weiterer Augenschmaus waren die prächtigen Kostüme, die Marie-Luise Walek mit Phantasie und stilistischer Sicherheit kreiert hatte.

Und last, but not least, war die musikalische Komponente ebenso stimmig wie die szenische.

Der Dirigent Wolfram Koloseus zauberte mit den passioniert spielenden Duisburger Philharmonikern die schmelzenden Klänge, den ins Blut gehenden Rhythmus, kurzum das ganze Spektrum melodischer Operetten-Seligkeit aus dem Graben.

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Carsten Süss (Mister X), Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Carsten Süss (Mister X), Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Auch bei den sich sehr spielfreudig zeigenden Sängern war Wohlklang angesagt. Romana Noack war nicht nur optisch eine attraktive, vollendete Diva, sondern konnte auch gesanglich mit ihrem warmen, gut klingenden Sopran  voll überzeugen.

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska), Ensemble © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska), Ensemble © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Carsten Süss in der Rolle des Mister X konnte mit elegantem Auftreten, wie auch mit wohl tönender Tenorstimme aufwarten. Bei seiner Arie “Zwei Märchenaugen“ schmolz das Publikum dahin. In diesem Lied zeigt Kálmán seine ganze Meisterschaft im effektvollen Aufbau wie auch in der musikalischen Gestaltung.

Temperamentvoll agierte Wolfgang Schmidt als Prinz. Einfach rührend waren Gisela Ehrensperger und Franz Wyzner als altes Zirkusdirektoren-Ehepaar. Sehr schön sang Susanne Grosssteiner die Mabel und war auch darstellerisch sehr agil, wie auch der sie anbetende Toni Schlumberger durch Boris Eder.

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin Wolfgang Schmidt (Prinz Sergius Wladimir), Carsten Süss (Mister X), Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska), Chor, Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin Wolfgang Schmidt (Prinz Sergius Wladimir), Carsten Süss (Mister X), Romana Noack (Fürstin Fedora Palinska), Chor, Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Carsten Süss (Mister X), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Carsten Süss (Mister X), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Boris Eder (Toni Schlumberger), Susanne Grosssteiner (Miss Mabel Gibson), Franz Wyzner (Zirkusdirektor Stanislawsky), Gisela Ehrensperger (Wanja), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Die Zirkusprinzessin / Boris Eder (Toni Schlumberger), Susanne Grosssteiner (Miss Mabel Gibson), Franz Wyzner (Zirkusdirektor Stanislawsky), Gisela Ehrensperger (Wanja), Tänzerinnen und Tänzer © Hans Jörg Michel – www.foto-drama.de

Schlumbergers Mutter, die Hotelbesitzerin wurde von Sigrid Hauser temperamentvoll gestaltet. Eine prächtige Type war Wolfgang Reinbacher als Oberkellner Pelikan. Optimal besetzt waren die vielen kleinen Rollen. Insgesamt gesehen war es eine ganz außerordentliche Ensembleleistung. Das Publikum im nahezu ausverkauften Haus zeigte sich davon angetan und feierte alle mit herzlichem Beifall.

IOCO / UGK / 08.11.2014

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, PREMIERE Die Zirkusprinzessin, 08.11.2014

Oktober 17, 2014 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Premieren, Pressemeldung

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Premiere in Duisburg am 8.11.2014:

Die Zirkusprinzessin von Emmerich Kálmán

Premiere: Samstag, 8. November 2014, 19.30 Uhr, Aufführungen im Theater Duisburg: Sa 08.11. 19:30 Uhr | Di 11.11. 19:30 Uhr | Sa 15.11. 19:30 Uhr | Sa 29.11. 19:30 Uhr | So 21.12. 15:00 | Fr 26.12. 18:30 Uhr | Mi 31.12. 19:00 Uhr | Sa 03.01. 19:30 Uhr | Mi 17.06. 19:30 Uhr

Operette in drei Akten von Alfred Grünwald und Julius Brammer
Neue Textfassung von Josef E. Köpplinger
In deutscher Sprache mit Übertiteln
In Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München

Liebe, Intrige, Verstellung und schließlich doch ein Happy End zwischen exotischem Zirkusvolk, russischem und französischem Adel und Wiener Hotel- und Gastronomie-Personal. Dazu Kálmáns mitreißende Melodien, Tänze vom Walzer bis zum Foxtrott und schmissige Varieté-Nummern. Die Zirkusprinzessin lebt genau von jenen Ingredienzien, die eine gute Operette ausmachen. Sie verhalf Kálmán im Jahre 1926 im Theater an der Wien zu einem überwältigenden Erfolg und öffnete dem Komponisten den Weg zum New Yorker Broadway.

In Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München bringt die Deutsche Oper am Rhein die viel beachtete Inszenierung von Josef E. Köpplinger (IOCO berichtete) auf die Bühne des Theaters Duisburg, die im Sommer im Münchener Circus Krone zu erleben war und Publikum und Presse begeisterte: Köpplinger bietet „mit seinem Spitzenteam großartige Tanz-und Artistiknummern und mit seinen Akteuren temporeiche Dialoge inklusive originalem Wiener Schmäh“ (Franziska Stürz, Bayerischer Rundfunk). „So geht perfekte, sanft modernisierte klassische Operette“ (Manuel Brug, Die Welt).

Emmerich Kálmán Grab in Wien © IOCO

Emmerich Kálmán Grab in Wien © IOCO

Den erfahrenen Regisseur Josef E. Köpplinger, der für seine Inszenierung das Libretto von Die Zirkusprinzessin komplett überarbeitet hat, führte sein Karriere zunächst als Theaterregisseur von Wien über Deutschland in die Schweiz, nach Frankreich, England, Amerika und Japan. 2013 wurde er mit dem Kulturpreis Bayerns ausgezeichnet. In den letzten Jahren machte er sich auch durch seine spritzigfantasievollen Operetten- und Musical-Inszenierungen einen Namen. Nach der Münchener Premiere von Die Zirkusprinzessin im Juli 2014 verlieh Yvonne Kálmán, die Tochter des Komponisten, Köpplinger spontan den Titel „DER Kálmán-Regisseur“.

„Manege frei“ heißt es in Duisburg unter der musikalischen Leitung von Wolfram Koloseus zum ersten Mal für die Ensemblemitglieder Romana Noack als Fürstin Fedora Palinska und Wolfgang Schmidt als Prinz Sergius Wladimir. Damit der originale Wiener Schmäh nicht verloren geht, ist eine Reihe von bekannten Gastsolisten zu erleben, die teilweise schon in der Münchner Inszenierung mitgewirkt haben. So Matthias Schlüter als Leutnant von Petrowitsch, Franz Wyzner als Zirkusdirektor Stanislawski und Gisela Ehrensberger als dessen Frau Wanja, Sigrid Hauser als Carla Schlumberger und später Daniel Prohaska als Mr. X (alternierend mit Carsten Süss, Premierenbesetzung). Das Buffopärchen ist bei Susanne Grosssteiner als Miss Mabel Gibson und Boris Eder alternierend mit Christoph Filler als Toni Schlumberger in besten Händen. Als hoch geschätzter Gast aus dem Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses steht Wolfgang Reinbacher in der Rolle des Oberkellners Pelikan auf der Bühne.
Außerdem zu erleben sind ein Ensemble aus Tänzerinnen und Tänzern und der Chor der Deutschen Oper am Rhein. Es spielen die Duisburger Philharmoniker.

Musikalische Leitung: Wolfram Koloseus Licht: Michael Heidinger
Inszenierung: Josef E. Köpplinger Chorleitung: Gerhard Michalski
Bühne: Rainer Sinell Choreographie: Karl Alfred Schreiner
Kostüme: Marie-Luise Walek Dramaturgie: David Treffinger

BESETZUNG:
Fürstin Fedora Palinska: Romana Noack, Mr. X: Carsten Süss
Prinz Sergius Wladimir: Wolfgang Schmidt, Miss Mabel Gibson: Susanne Grosssteiner
Rittmeister Graf Saskusin: Joeri Burger, Carla Schlumberger: Sigrid Hauser
Leutnant von Petrowitsch: Matthias Schlüter, Toni Schlumberger: Boris Eder
Baron Peter Brusowsky: Tobias Scharfenberger, Pelikan, Oberkellner: Wolfgang Reinbacher, Zirkusdirektor Stanislawski: Franz Wyzner
Frantischek, Portier: Udo Bodnik, Wanja, dessen Frau: Gisela Ehrensperger
Tänzerinnen: Kanako Minami, Yasha Wang, Katharina Sim, Adriana Avila Pantaleon, Jbid Hatschaduryan, Carmen Mar Canas Salvador
Tänzer: Jonas Tilly, Alexeider Abad Gonzales, Bernardo Fallas, Claudio Pisa, Hayato Yamaguchi, Chor der Deutschen Oper am Rhein, Duisburger Philharmoniker

Aufführungen im Theater Duisburg: Sa 08.11. 19:30 Uhr | Di 11.11. 19:30 Uhr | Sa 15.11. 19:30 Uhr | Sa 29.11. 19:30 Uhr | So 21.12. 15:00 | Fr 26.12. 18:30 Uhr | Mi 31.12. 19:00 Uhr | Sa 03.01. 19:30 Uhr | Mi 17.06. 19:30 Uhr

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung