Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere KATJA KABANOVA, 19.01.2019

Januar 8, 2019 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

KÁTJA KABANOVÁ
von Leos Janácek

Premiere am 19. Januar um 19.30 Uhr im Großen Haus

Gefühlskalte Menschen und die heuchlerische Moraleiner bigotten Gesellschaft umgeben Kátja wie eine Zwangsjacke. Mit ihrem willensschwachen Ehemann Tichon lebt sie unter dem Regiment von dessen eifersüchtiger und dominanter Mutter Kabanicha. Mit Boris kommt ein Mann in die Stadt, der Sehnsüchte weckt und in den Kátja sich verliebt. Während einer Reise ihres Mannes kann sie ihr Bedürfnis nach Liebe nicht länger unterdrücken und gibt sich Boris in zehn aufeinanderfolgenden Nächten hin. Nach der Rückkehr ihres Mannes deutet Kátja ein starkes Gewitter als übersinnliches Zeichen. Aufgewühlt beichtet sie ihren Fehltritt inaller Öffentlichkeit. Die Ächtung durch ihre Umwelt und der Verlust von Boris, der die Stadt wieder verlassenmuss, sind ihr unerträglich. Sie geht in die Wolga und setzt ihrem Leben ein Ende.Zur Charakterisierung seiner Opernfiguren hat Leos Janácek die Tonfälle und Nuancen der tschechischen Sprache eingefangen und sie in Sprachmelodien übersetzt.Ungewöhnliche rhythmische Strukturen, eineausdrucksstarke Orchesterbehandlung und Anklänge slawischer Volksmusik lassen das eindringliche Portrait einer jungen Frau entstehen, die an den Konventionen ihrer Zeit zerbricht.Lydia Steier, die bereits mit großem Erfolg Perelà, Armide und Saul in Mainz inszeniert hat, wird Kátja Kabanová als Neuproduktion auf der Grundlage ihrer Arbeit für das Oldenburgische Staatstheater auf die Bühne des Großen Hauses bringen.

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung: Lydia Steier
Co-Regie: Milo Pablo Momm
Bühne: Flurin Borg Madsen
Kostüm: Ursula Kudrna
Kostümadaption: Sebastian Helminger
Licht: Ulrich Schneider
Chor: Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt, Christin Hagemann
Savjol Prokofjevitsch Dikoj: Derrick Ballard
Boris Grigorjevitsch: Steven Ebel
Marfa Ignatjevna Kabanová (Kabanicha): Gundula Hintz
Tichon Ivanytsch Kabanov: Alexander Spemann
Katherina (Kátja): Nadja Stefanoff
Vanja Kudrjasch: Johannes Mayer
Varvara: Linda Sommerhage
Kuligin: Dennis Sörös
Glascha: Maria Dehler
Fekluscha/Zena: Danaila Dimitrova
Muz: Igor Loseev / Anton Monetkin
Das Kind: Lotta Yilmaz / Emma-Sophie König

Chor des Staatstheater Mainz
Statisterie des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Weitere Spieltermine: 27.1., 13.2., 12.3., 10. und 23.4.

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Premiere FAKE – Tanzstück, 25.08.2018

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Staatstheater Darmstadt © IOCO

FAKE – Tanzstück für Jugendliche ab 10 Jahren

Ab August widmet sich das Staatstheater Darmstadt dem Erwachsenwerden einmal aus einer ganz anderen Perspektive – nämlich tänzerisch. Nach einer fulminanten Uraufführung in Wiesbaden feiert Fake am 25. August nun auch in Darmstadt Premiere.

Staatstheater Darmstadt / Fake - Mano Andral, Mirko De Campi, Greta Dato © Regina Brocke

Staatstheater Darmstadt / Fake – Mano Andral, Mirko De Campi, Greta Dato © Regina Brocke

Tim Plegges Tanzstück für Jugendliche ab 10 Jahren, Teil der Reihe „Ballett für junges Publikum“, orientiert sich an der Lebenswirklichkeit und geht dabei allgegenwärtigen Fragen der jungen Erwachsenen – „Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Wie erlebe ich Freundschaft, Ausgrenzung, Geschlechterrollen, meine eigene Sexualität?“ – choreografisch auf den Grund. Intensiv, vielschichtig und zu einem mitreißenden Soundtrack begeben sich 12 Tänzerinnen und Tänzer des Hessischen Staatsballetts auf die Suche danach, wo sie stehen, wer sie eigentlich sind oder sein wollen.

Tim Plegge, Ballettdirektor des Hessischen Staatsballetts, begeisterte sein Publikum zuletzt in der vergangenen Spielzeit mit seinem Handlungsballett „Eine Winterreise“ mit Musik von Hans Zender nach Franz Schubert.

Staatstheater Darmstadt / Fake - Enrique Lopez Flores, Aurélie Patriarca © Regina Brocke

Staatstheater Darmstadt / Fake – Enrique Lopez Flores, Aurélie Patriarca © Regina Brocke

Choreografie Tim Plegge
Bühne Flurin Borg Madsen
Kostüme Janine Werthmann
Video Thorsten Greiner
Fake vom 25. August 2018 bis 24. Januar 2019, 19.30/18 Uhr | Kleines Haus
Karten 10,00 € bis 44,50 €

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Karlsruhe, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Premiere ALICE, 27.09.2012

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Badisches Staatstheater Karlsruhe

Badisches Staatstheater Karlsruhe © Jochen Klenk

Badisches Staatstheater Karlsruhe © Jochen Klenk

ALICE, Musik und Texte von Tom Waits und Kathleen Brennan

Nach Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“

Regie, Design und Visual Concept der Originalproduktion von Robert Wilson
Deutsch von Wolfgang Wiens

Premiere 27.9.12 20.00 KLEINES HAUS

R Daniel Pfluger ML & Arrangements Clemens Rynkowski B Flurin Borg Madsen K Janine Werthmann D Nina Steinhilber

Mit Anna-Magdalena Beetz a. G. (Herzogin u. a.), Eva Derleder (Raupe, Schachkönigin u. a.), Ursula Grossenbacher (Alice), Joanna Kitzl (Hutmacher u. a.) – Jan Andreesen (Märzhase u. a.), Robert Besta (Charles Dodgson u. a.), Hannes Fischer a. G. (Rose, Humpty Dumpty u. a.), Georg Krause (Altar Boy), Natanaël Lienhard (Rehkitz, Schwarzer Ritter u. a.), Gunnar Schmidt (Schachkönig u. a.), László Branko Breiding, Lukas Fries, Leon Hellstern, Marvin Hock (Altar Boys)

Band Klavier, Harmonium, Celesta, Theremin – Clemens Rynkowski; Percussion, Drumset, Schlagwerk, Waldhorn, Trompete – Jakob Dinkelacker; Bass, Gitarre, Klavier – Florian Rynkowski; Posaune, Sousaphon, Tuba – Jochen Welsch; Saxophone, Klarinetten, Flöte – Sven Pudil; Bratsche – Agata Zieba

Alice wird fotografiert, die Zeit bleibt stehen – und das Mädchen findet sich plötzlich an einem Ort wieder, an dem Blumen, Tiere und selbst Eier sprechen können: Alice ist im Wunderland. Bloß wer oder was sie selbst ist, das hat sie unterwegs vergessen. Immer tiefer gerät Alice hinein in eine fantastische Welt der Träume und skurrilen Wesen, der Rätsel und Nonsense-Poesie, in der „alles wahr ist, was du dir vorstellen kannst“. Die Grinsekatze weist ihr den Weg, Alice landet in einer verrückten Teegesellschaft, Humpty Dumpty fällt von der Mauer, ein Schaf verstrickt seine eigene Wolle und Hutmacher und Herzogin haben Angst, zu spät zum Krocketspiel der Schachkönigin zu kommen, die Alice den Prozess machen will…

Mit Motiven und Figuren aus den Klassikern Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln erzählt das Musical Alice die Geschichte der Besessenheit des Schriftstellers, Fotografen und Mathematikers Charles L. Dodgson alias Lewis Carroll für das kleine Mädchen Alice Liddell, das er häufig und in verschiedenen Kostümen fotografierte und dem er mit seinen berühmten Geschichten ein Denkmal setzte.

1992 uraufgeführt, war Alice nach The Black Rider die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur und Bühnenkünstler Robert Wilson und Musiker Tom Waits, der die unverwechselbaren Songs von Alice komponierte. Es sind „Kinderlieder für Erwachsene und umgekehrt“, zart und rau zugleich, die von verbotenen Sehnsüchten erzählen und die Abgründe hinter der Poesie spürbar machen – und in denen Tom Waits die Figurenwelt von Lewis Carroll um die der Freaks und lebenden Jahrmarktsattraktionen erweitert. Die Karlsruher Alice-Band unter der Leitung von Clemens Rynkowski begleitet die Songs mit wunderlichen Instrumenten wie Theremin, Käfer-Klampfe und Sousaphon.

Regisseur Daniel Pfluger gewann 2009 das Körber Studio Junge Regie in Hamburg und ist dem Karlsruher Publikum seit seiner erfolgreichen Inszenierung von Dino und die Arche bekannt. Gemeinsam mit Bühnenbildner Flurin Borg Madsen und Kostümbildnerin Janine Werthmann kreiert er die irritierend-faszinierende Welt von Alice und ihrem Erfinder als Ort der Obsessionen, aber auch der Leichtigkeit und Schönheit. Ursula Grossenbacher ist die Alice der Karlsruher Inszenierung, Robert Besta spielt die Rolle des Charles L. Dodgson alias Lewis Carroll.

Vorstellungen: 27.9., 30.9., 3.10., 6.10., 28.10.12 und weitere

 

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