Bochum, Ruhrtriennale 2017, Festival der Künste – Start 18. August 2017

August 10, 2017 by  
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Ruhrtriennale

Ruhrtriennale 2017:  Mit Cambreling, Warlikowski, Hannigan in Bochum

Start 18. August – Jahrhunderthalle Bochum – Pelléas et Mélisande

Vom 18.8. bis 30.9.17 zeigt die Ruhrtriennale rund 135 Veranstaltungen bei 40 Produktionen, davon 28 Eigen- und Koproduktionen, 22 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen in 14 verschiedenen Spielstätten der Region.

Ruhrtriennale / (vlnr): Hannah Bernauer, Übersetzerin, Barbara Hannigan, Sopranistin und Dirigentin, Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017, Jan Vandenhouwe, Chefdramaturg der Ruhrtriennale 2015-2017 Jahrhunderthalle Bochum © Caroline Seidel/ Ruhrtriennale 2017

Ruhrtriennale / (vlnr): Hannah Bernauer, Übersetzerin, Barbara Hannigan, Sopranistin und Dirigentin, Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017, Jan Vandenhouwe, Chefdramaturg der Ruhrtriennale 2015-2017 Jahrhunderthalle Bochum © Caroline Seidel/ Ruhrtriennale 2017

Finaljahr der Intendanz von Johan Simons – Festival der Künste thematisiert Utopien und Zukunftsvisionen – Tickets zu einzelnen Terminen noch erhältlich

Am 18. August startet die Ruhrtriennale 2017 mit der ersten Oper der Moderne in eine Spielzeit, die sich Utopien und Zukunftsvisionen widmet. Eröffnet wird das Festival in der Jahrhunderthalle Bochum mit Pelléas et Mélisande. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Johan Simons bietet die Ruhrtriennale ihrem Publikum sechs Wochen voller Musiktheater, Musik, Tanz, Schauspiel und Installationen. Das Ruhrgebiet wird zum Schauplatz zeitgenössischer Kunst.

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, und Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, berichteten in der Jahrhunderthalle Bochum von den letzten Vorbereitungen kurz vor Beginn der Saison 2017. Besonderer Gast der Pressekonferenz war die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan, die in der Eröffnungsproduktion der diesjährigen Ruhrtriennale die Mélisande verkörpert.

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015–2017

Ruhrtriennale / Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017 © Caroline Seidel/ Ruhrtriennale 2017

Ruhrtriennale / Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017 © Caroline Seidel/ Ruhrtriennale 2017

„Freude“, „schöner“, „Götterfunken“. Mit diesen drei Begriffen beschließe ich meine Zeit als Intendant der Ruhrtriennale. Seit ich künstlerischer Leiter dieses wunderbaren Festivals geworden bin, hat sich die Welt sehr verändert, wirkte manchmal wie aus den Fugen. Doch spüre ich nun eine positive Energie, ein Wiederentdecken Europas und seiner Kraft. Und vielleicht können wir mit künstlerischen Götterfunken unserem Publikum ein paar Hoffnungsschimmer schenken.“

Kurz vor Festivalbeginn läuft auch der Vorverkauf auf Hochtouren. So hält Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, fest: „Mit dem bisherigen Ticketvorverkauf sind wir sehr zufrieden. Zu den besonders nachgefragten Produktionen gehören Pelléas et Mélisande, Three Stages, Bach. Cellosuiten und Cosmopolis. Nichtsdestotrotz gibt es noch Karten, auch für andere Produktionen und zu Terminen unter der Woche. Wie in den letzten beiden Jahren bespielen wir auch in diesem Jahr eine neue Spielstätte und sind erneut in Dinslaken. Mit „Projecting [Space[“ werden wir eine Tanz-Uraufführung in die Zentralwerkstatt der Zeche Lohberg bringen.“


Programmhighlights der ersten Ruhrtriennale-Woche

Zum dritten und letzten Mal lädt ab dem 18.8. das Kunstdorf The Good, the Bad and the Ugly von Atelier Van Lieshout auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum das Publikum und alle Neugierigen zum Entdecken und Verweilen ein. Das Kunstdorf kehrt mit bekannten und neuen Arbeiten zurück und ist für den gesamten Zeitraum das Festivalzentrum der Ruhrtriennale. Einen Staat im Dorf rufen die Teenager des Nachwuchsproduktionsbüros der Ruhrtriennale, Mit Ohne Alles, aus: Zum zweiten und letzten Mal wird mit Teentalitarismus mitten in Bochum ein Teenager-Machtgebiet errichtet. Die Festspielrede zum Auftakt der Ruhrtriennale hält Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Im Anschluss wird die Jahrhunderthalle Bochum mit Pelléas et Mélisande, unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling und inszeniert von Krzysztof Warlikowski, zum Ort existenzieller Verlorenheit. Die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan singt die weibliche Titelpartie.

Ruhrtriennale / (vlnr): Barbara Hannigan, Sopranistin und Dirigentin, und Johan Simons © Caroline Seidel/ Ruhrtriennale 2017

Ruhrtriennale / (vlnr): Barbara Hannigan, Sopranistin und Dirigentin, und Johan Simons © Caroline Seidel/ Ruhrtriennale 2017

Der 19.8. beginnt mit der Eröffnung der Installation Truck Tracks Ruhr – The Compilation in der Mischanlage der Zeche Zollverein in Essen. Die Produktion von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll und loekenfranke ist eine audio-visuelle Gesamtkomposition aller sieben Alben des Erfolgsprojekts „Truck Tracks Ruhr“. Die Installation kann bei freiem Eintritt besucht werden. Ab 18 Uhr erklingt elektronische Musik in und um die Jahrhunderthalle Bochum bei der dritten und letzten Ausgabe von Ritournelle. Partygänger- und NachtschwärmerInnen feiern bei der Festivalnacht der elektronischen Musik mit zahlreichen Live-Acts wie Nicolas Jaar, Sohn oder Mykki Blanco.

Ab dem 20.8. spannt die Ruhrtriennale den musikalischen Bogen von Monteverdi bis Folkrock. In der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund führt Philippe Herreweghe das Collegium Vocale Gent am 20.8. durch die Klangkathedrale von Monteverdis religiösem Meisterwerk, der Marienvesper. Krzysztof Warlikowski, Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw führen einmalig am 20.8. Socrate von Erik Satie in der Bochumer Jahrhunderthalle auf. Eine einzigartige Gelegenheit, das selten gespielte Werk eines der originellsten Komponisten des 20. Jahrhunderts in einem neuen Setting zu erleben. Mit einem immersiven Konzert des belgischen Quartetts Zwerm beginnt am 21.8. die montägliche Konzertreihe im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl. Am 23.8. gastiert Kurt Wagner mit Lambchop und der kanadischen Folkband Timber Timbre für ein Konzert in der Jahrhunderthalle Bochum.

Eine besondere musikalische Kombination verspricht der Programmbeitrag von ChorWerk Ruhr unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath: Mit Memoria verbindet ChorWerk Ruhr am 25.8. in der Maschinenhalle der Dortmunder Zeche Zollern Werke von Tomás Luis de Victoria, John Cage und Morton Feldman. Kein Licht. (2011/2012/2017), die Auftragsarbeit und internationale Koproduktion für die Ruhrtriennale, wird am 25.8. in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord uraufgeführt. Philippe Manourys Komposition nach einem Text von Elfriede Jelinek nimmt das Publikum mit in eine Welt nach dem Super-GAU. Die musikalische Leitung übernimmt Caroline Peters. Inszeniert wird die Oper mit Caroline Peters in einer der Hauptrollen von Nicolas Stemann.

Trilogien waren ein wichtiges Motiv der Intendanz von Johan Simons und die auf drei Teile angelegten Produktionen kommen 2017 zum Abschluss. So auch die erste Tanz-Trilogie der Ruhrtriennale. Der Choreograf Richard Siegal, dessen Arbeiten für die Spielzeiten 2015-2017 auf Dantes Göttlicher Komödie fußen, zeigt u. a. mit der Uraufführung El Dorado ab dem 25.8. zum ersten Mal alle drei Teile an einem Abend bei PACT Zollverein. Anne Teresa De Keersmaeker kehrt 2017 auch in das Ruhrgebiet zurück. Ihre neueste Choreografie, Bach. Cellosuiten, wird am 26.8. in der Maschinenhalle der Zeche Zweckel uraufgeführt. Begleitet werden die fünf TänzerInnen von Rosas von dem gefeierten Cellisten Jean-Guihen Queyras.

In diesem Jahr wartet das Refektorium auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum zum letzten Mal mit einem vielfältigen und gänzlich kostenlosen Programm auf. Ab dem 20.8. finden Lesungen, Kinoabende, Performances oder Partys statt. Unter dem Titel The End of Everything is a New Beginning findet am 26.8. eine Veranstaltung gemeinsam mit der innogy-Stiftung für Energie & Gesellschaft statt. 2017 lädt Johan Simons ab dem 27.8. um 12 Uhr zu Johans High Noon. An fünf Sonntagen empfängt der Ruhrtriennale-Intendant KünstlerInnen der Ruhrtriennale zum Gespräch. Seine Gäste beim ersten High Noon am 27.8. sind Anne Teresa De Keersmaeker und Sylvain Cambreling.

—| Pressemeldung Ruhrtriennale |—

Bochum, Ruhrtriennale, Eröffnung des internationalen Festivals der Künste am 17. August 2012

August 9, 2012 by  
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Ruhrtriennale

Eröffnung des internationalen Festivals der Künste am 17. August 2012.

Künstler der Ruhrtriennale treffen ein.

Ein Auftakt mit dichtem Programm. Zahlreiche Aufführungen bereits ausverkauft.

Bochum, 6. August 2012 – Weniger als zwei Wochen vor Eröffnung der Ruhrtriennale am 17. August gibt Intendant Heiner Goebbels heute im Dampfgebläsehaus der Jahrhunderthalle Bochum gemeinsam

mit seinem Team Einblick in die letzten Vorbereitungen. In Anwesenheit von Prof. Klaus Schäfer, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, berichtet Heiner Goebbels über die laufenden Probenarbeiten der Eröffnungspremiere Europeras 1&2.

Erstmals stellen auch die anwesenden Künstler Michal Rovner und Lemi Ponifasio selbst ihre Produktionen für die Ruhrtriennale vor. Die israelisch-amerikanische Künstlerin Michal Rovner zeigt in den Räumen der Mischanlage / Kokerei Zollverein in Essen mit Current eine neue große Videoinstallation, die eigens für die Ruhrtriennale entwickelt wurde. Lemi Ponifasio, Choreograf aus Samoa, wird in der Kraftzentrale im Duisburger Landschaftspark mit vielen Statisten aus der Region Prometheus von Carl Orff inszenieren, die musikalische Leitung übernimmt der Dirigent Peter Rundel.

Viele der über 900 eingeladenen Künstler treffen in diesen Tagen im Ruhrgebiet ein, aus Neuseeland, New York, Tel Aviv, Brüssel, Warschau oder Maribor. Einige, wie Michal Rovner oder Lemi Ponifasio haben bereits mit den Proben und Installationen in den Spielstätten der Industriekultur angefangen. Romeo Castellucci probt ab kommender Woche in Duisburg, Jan Lauwers und Robert Wilson arbeiten zur Zeit in Brüssel bzw. New York an ihren Inszenierungen.

Besucher der Ruhrtriennale können die Künstler auf der Bühne und in zahlreichen Gesprächen und Diskussionen erleben, u.a. den tumbletalks, einer sonntäglichen Gesprächsreihe im Museum Folkwang, bei der u.a. Anne Teresa de Keersmaeker und Jérôme Bel, Romeo Castellucci, Jan Lauwers, Tarek Atoui und Christian Marclay über ihre Arbeit diskutieren.

Prof. Klaus Schäfer: „Heiner Goebbels und sein Team sind ein großer Gewinn für die Triennale und die Kultur und Kunst im Ruhrgebiet. Sie legen viel Wert auf die Vermittlung der Kunst. Dafür sprechen das No Education-Programm und die vielen öffentlichen Künstlergespräche, insbesondere aber auch die Inszenierungen am Eröffnungswochenende der Ruhrtriennale, wie „Europeras 1&2“, das Tanzstück „enfant“ mit zahlreichen Kindern als Protagonisten und das Open Air Konzert der „Boredoms“ auf der Halde Haniel. Das Interesse an der Ruhrtriennale ist bei den Besuchern wie den Medien wieder sehr groß. Viele Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Dies unterstreicht, dass die Ruhrtriennale ihren Platz als eines der bedeutendsten Festivals in Europa hier in NRW gefunden hat.“

Dichtes Programm in den ersten 10 Tagen

Die Ruhrtriennale eröffnet am 17. August mit Europeras 1&2 von John Cage, zuvor ist ab 12 Uhr im Museum Folkwang in Essen bereits die Live Art-Ausstellung 12 Rooms zu sehen mit einem tumbletalk von Klaus Biesenbach und Hans Ulrich Obrist um 15 Uhr. Am späten Abend können Besucher des Westparks die Lichtinstallation Pulse Park von Rafael Lozano-Hemmer selbst zum Leuchten bringen, ein Projekt von Urbane Künste Ruhr für die Ruhrtriennale.

Am Samstag, 18.8., wird um 12 Uhr in der Mischanlage der Kokerei Zollverein in Essen die Videoinstallation Current von Michal Rovner eröffnet. Am Nachmittag folgt um 17 Uhr die Eröffnung von Our CenturY vor der Jahrhunderthalle und um 19 Uhr das Tanzstück enfant des französischen Choreografen Boris Charmatz, bevor am Abend die japanische Gruppe Boredoms die lange ausverkaufte Bergarena der Halde Haniel bespielt. Am Sonntag, 19.8. um 12 Uhr, ist Michal Rovner im tumbletalk mit Michael Morris im Museum Folkwang zu Gast.

Am Montag, 20.8., beginnt die Konzertreihe im Maschinenhaus der Zeche Carl mit u.a. Guy Braunstein. Mit Robert Wilson ist ein Star der Theateravantgarde ab Dienstag zu Gast. Am 22.8. performt er selbst die Lecture on Nothing von John Cage. Am Donnerstag Abend ist wieder PACT Zollverein Spielstätte: Jérôme Bel und das Theater HORA sind mit der Produktion Disabled Theater für die folgenden Abenden zu Gast.

Das Wochenende vom 24. bis 26.8. ist geprägt von Anne Teresa des Keersmaekers Inszenierungen En Atendant bei Sonnenuntergang und Cesena um 5 Uhr früh bei Sonnenaufgang mit anschließendem Frühstück. Darüber hinaus feiert FOLK., die neue Arbeit des Theatermachers Romeo Castellucci, Premiere in der Gebläsehalle im Duisburger Landschaftspark. Im tumbletalk diskutieren am Sonntag Anne Teresa De Keersmaeker und Jérôme Bel. Bereits am Freitag, 24.8. um 18 Uhr, präsentieren Boris Charmatz und teilnehmende Kinder den No Education-Workshop links im Museum Folkwang.

Auftakt auch für die Kinder des Children’s Choice Awards, die als unabhängige Festivaljury von Aufführung zu Aufführung reisen. Eine Produktion der Ruhrtriennale in Kooperation mit Mammalian Diving Reflex.

Die Ruhrtriennale im ersten Jahr unter der künstlerischen Leitung des Komponisten und Theatermachers Heiner Goebbels bringt vom 17. August bis 30. September 2012 zahlreiche internationale Künstlerinnen und Künstler in die Metropole Ruhr. Über 30 Produktionen, darunter rund 20 Uraufführungen, Neuproduktionen und Deutschlandpremieren sowie zahlreiche Konzerte und Gastspiele verwandeln die herausragenden Industriedenkmäler der Region in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Bildende Kunst, Theater, Tanz und Performance.

Fakten zum Vorverkauf (Stand 6.8.2012)

Rund 30 ausverkaufte Vorstellungen

Derzeit vollständig ausverkauft: Europeras 1&2, enfant, Boredoms, utp_

Nur noch Restkarten für: En Atendant, Sacré Sacre du Printemps, Disabled Theater, Soapéra

Für viele weitere Veranstaltungen und die Ausstellungen sind noch Karten verfügbar:

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