Wien, Wiener Staatsoper, Streaming 12. – 18.1.2021 – Das schlaue Füchslein und mehr, IOCO Aktuell, 16.01.2021

Januar 16, 2021 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wiener Staatsoper
12. BIS 18. JÄNNER 2021  –  STREAMING-SPIELPLAN  

»Wir haben dicke Igel, Fliegen, eine hysterisch geigende Heuschrecke, eine etwas blödsinnige Grille, einen Gockel, der vor Imponiergehabe nur so strotzt, einen armseligen Hund, einen ärgerlichen Dachs, der in seiner Höhle vor sich hinstinkt, eine Gelse, die wirklich sticht, einen Frosch und eine Füchsin, die sich nicht unterdrücken lassen will«, so skizzierte Regisseur Otto Schenk seinen Blick auf das tierische Personal der Oper Das schlaue Füchslein. Sie alle versammeln sich in einem geradezu naturalistisch nachempfundenen Wald und erzählen eine psychologisch angereicherte Geschichte: geschrieben von Leoš Janacek, der mit seiner siebenten Oper autobiografisch und etwas wehmütig über Jugend und den Kreislauf des Lebens nachsann. Dirigiert von Tomáš Netopil singen in der Aufzeichnung unter anderem Chen Reiss und Roman Trekel.

Bo Skovhus © IOCO

Bo Skovhus © IOCO

Mit der Götterdämmerung unter Adam Fischer vollendet die Wiener Staatsoper ihren gestreamten Ring-Zyklus aus dem Jahr 2016: es singen Christian Franz (Siegfried), Linda Watson (Brünnhilde) und Eric Halfvarson (Hagen). Ebenfalls aus diesem Jahr stammt der Falstaff, der tags darauf zu erleben ist. Zubin Mehta leitet eine von David McVicar inszenierte Produktion von Verdis letzter Oper, die mit einer in die Musikgeschichte eingegangenen riesenhaften Fuge endet, in der das Fazit des Werkes – alles ist Narrheit auf Erden – musikalisch durchdekliniert wird. Zu hören ist ein hochkarätiges Solistenensemble, das von Ambrogio Maestri in der Titelpartie angeleitet wird. Bevor Alban Bergs Lulu – in der Inszenierung Willy Deckers – zu erleben ist (aus dem Jahr 2017, unter Ingo Metzmacher singen unter anderem Bo Skovhus und Agneta Eichenholz), gibt es zwei Abende aus dem Jahr 2020: Rusalka (mit Piotr Beczala und Olga Bezsmertna) und den aktuellen Rosenkavalier unter Musikdirektor Philippe Jordan.

Der Ballettklassiker Giselle (aus dem Jahr 2017) u. a. mit Nina Poláková, Masayu Kimoto und Rebecca Horner steht am 18. Jänner auf dem Streaming-Programm.

Alle unten angeführten Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Das schlaue Füchslein – Leos Janacek
youtube Trailer Staatsoper Wien
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Das Programm bis einschließlich 18. Jänner 2021:

Dienstag, 12. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Leos Janácek
DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN (Vorstellung vom 11. April 2016)
Musikalische Leitung: Tomáš Netopil
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Chen Reiss, Roman Trekel, Hyuna Ko, Joseph Dennis, Paolo Rumetz, Marcus Pelz

Mittwoch, 13. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
GÖTTERDÄMMERUNG (Vorstellung vom 24. Jänner 2016)
Dritter Tag des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Christian Franz, Linda Watson, Eric Halfvarson, Jochen Schmeckenbecher

Falstaff – Giuseppe Verdi
youtube Trailer Staatsoper Wien
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Donnerstag, 14. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
FALSTAFF (Vorstellung vom 12. Dezember 2016)
Commedia lirica in drei Akten
Musikalische Leitung: Zubin Mehta
Inszenierung: David McVicar
Mit u.a. Ambrogio Maestri, Ludovic Tézier, Paolo Fanale, Carmen Giannattasio, Hila Fahima

Freitag, 15. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Antonín Dvorák
RUSALKA (Vorstellung vom 4. Februar 2020)
Lyrisches Märchen in drei Akten
Musikalische Leitung: Tomáš Hanus
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Piotr Beczala, Olga Bezsmertna, Jongmin Park, Elena Zhidkova, Monika Bohinec

Samstag, 16. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Strauss
DER ROSENKAVALIER (Vorstellung vom 18. Dezember 2020)
Komödie für Musik in drei Akten
Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Martina Serafin, Daniela Sindram, Günther Groissböck, Erin Morley, Jochen Schmeckenbecher

Sonntag, 17. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Alban Berg (Orchestrierung des 3. Aktes komplettiert von Friedrich Cerha)
LULU (Vorstellung vom 12. Dezember 2017)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher
Inszenierung: Willy Decker
Mit u.a.: Agneta Eichenholz, Bo Skovhus, Charles Workman, Angela Denoke, Franz Grundheber

Montag, 18. Jänner 2021, 19.00 Uhr – Ballett
Adolphe Adam
GISELLE (Vorstellung vom 28. September 2017)
Musikalische Leitung: Valery Ovsyanikov
Choreographie: Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa
Mit u.a. Nina Poláková, Masayu Kimoto, Rebecca Horner, Andrey Kaydanovskiy, Alice Firenze, Leonardo Basílio, Solisten und Corps de ballet des Wiener Staatsballetts

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Das verratene Meer – Die Zauberflöte und mehr, IOCO Aktuell, 14.12.2020

Dezember 14, 2020 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Das verratene Meer, Die Zauberflöte, Capriccio,  Der Rosenkavalier ……

14.- 21. 12.2020  –  Kostenlos auf  play.wiener-staatsoper.at

 Die Wiener Staatsoper, zur Zeit leider auch geschlossen,  freut sich, in dieser Woche zwei Live-Erlebnisse direkt aus der Wiener Staatsoper anzubieten:

live at home | Image spot
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Heute Abend zeigen wir die Premiere unserer Neuproduktion und Staatsopern-Erstaufführung von Hans Werner Henzes Das verratene Meer, ein »Psychothriller«, wie Sergio Morabito, der gemeinsam mit Jossi Wieler Regie führt, die Oper beschreibt: »Wie bei einem guten Psychothriller ist die Musik von einer verführerischen Schönheit, die dramaturgisch eingesetzt wird. Dahinter lauern Abgründigkeit und Gewalt«, erklärt Morabito den Blick des Regieteams auf die Oper. Als »Kammerspiel« sieht Jossi Wieler die Handlung, nicht aber die Oper als Ganzes: »Sieben Figuren, kein Chor, aber ein Riesen-Orchesterapparat mit archaischen Klangdimensionen – dieser Klang führt uns in die Abgründe und Albträume der Figuren. Unter der naturalistischen Oberfläche, die dieser Roman aufzuweisen scheint und der auch die Oper äußerlich folgt, liegen sehr viel traumatischere, obsessivere Bilder.«

Ein weiteres Live-Event ist dann am Freitag, dem 18. Dezember zu sehen: Musikdirektor Philippe Jordan hat Richard Strauss‘ Rosenkavalier musikalisch neu einstudiert. Martina Serafin singt die Marschallin und Günther Groissböck gibt als Baron Ochs auf Lerchenau sein Rollendebüt am Haus am Ring.

Beide Opern werden trotz des Lockdowns in der Wiener Staatsoper zur Aufführung gelangen. Gespielt wird ohne Publikum, nur für Kameras und Mikrofone. Das verratene Meer wird am 15. Dezember um 19.30 Uhr in Radio Ö1 ausgestrahlt, Der Rosenkavalier wird am 27. Dezember um 20.15 Uhr auch in ORF III zu sehen sein.

Alle u.a. Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr (Der Rosenkavalier 18.00 Uhr), die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Das Programm bis einschließlich 21. Dezember 2020:

Das verratene Meer – Hans Werner Henze
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Montag, 14. Dezember 2020, 19.00 Uhr (LIVE, PREMIERE)
Hans Werner Henze
DAS VERRATENE MEER
Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Mit u.a. Vera-Lotte Boecker, Bo Skovhus, Josh Lovell, Erik Van Heyningen, Kangmin Justin Kim, Stefan Astakhov, Martin Häßler

Dienstag, 15. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte (Vorstellung vom 29. Dezember 2017)
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Moshe Leiser, Patrice Caurier
Mit u.a. Jörg Schneider, Olga Bezsmertna, René Pape, Hila Fahima, Thomas Tatzl

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Richard Strauss
Capriccio (Vorstellung vom 24. Mai 2018)
Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung & Bühne: Marco Arturo Marelli
Mit u.a. Camilla Nylund, Markus Eiche, Michael Schade, Adrian Eröd, Wolfgang Bankl, Angelika Kirchschlager

Donnerstag, 17. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Giacomo Puccini
Tosca (Vorstellung vom 17. Februar 2019)
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Margarethe Wallmann
Mit u.a.: Sondra Radvanovsky, Piotr Beczala, Thomas Hampson, Ryan Speedo Green, Alexandru Moisiuc

Der Rosenkavalier – von Otto Schenk inszeniert
youtube Trailer Wiener Staatsoper
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Freitag, 18. Dezember 2020, 18.00 Uhr (LIVE)
Richard Strauss / Hugo von Hofmannsthal
Der Rosenkavalier
Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Martina Serafin, Daniela Sindram, Günther Groissböck, Erin Morley, Jochen Schmeckenbecher

Samstag, 19. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Richard Strauss / Hugo von Hofmannsthal
Elektra (Vorstellung vom 11. September 2020)
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung: Harry Kupfer
Mit u.a.: Ricarda Merbeth, Camilla Nylund, Doris Soffel, Derek Welton, Jörg Schneider

Sonntag, 20. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
Otello (Vorstellung vom 18. März 2018)
Musikalische Leitung: Graeme Jenkins
Inszenierung: Christine Mielitz
Mit u.a.: Roberto Alagna, Aleksandra Kurzak, Dalibor Jenis

Montag, 21. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Hans Werner Henze
Das verratene Meer (Vorstellung vom 14. Dezember 2020)
Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Mit u.a.: Vera-Lotte Boecker, Bo Skovhus, Josh Lovell, Erik Van Heyningen, Kangmin Justin Kim, Stefan Astakhov, Martin Häßler

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

 

Hamburg, Elbphilharmonie, KONZERTKINO – SOMMERVERGNÜGEN, 15.08. – 01.09.2020

Juli 28, 2020 by  
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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO

SOMMERVERGNÜGEN FÜR AUGEN UND OHREN

Elbphilharmonie Konzertkino lädt im August mit mehr Live-Streams und Konzertmitschnitten als je zuvor aus dem Großen Saal auf den Vorplatz des Hauses. Tickets ab 28. Juli, 11 Uhr,   auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

18 Abende lang volles Programm auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie mit Übertragungen von Konzerten aus Klassik, Jazz, Pop und World Music auf große LED-Wand und bei bestem Sound: Das bietet das »Elbphilharmonie Konzertkino« 2020 vom 15. August bis 1. September. Vier Konzerte werden live aus dem Großen Saal gestreamt, das übrige Programm besteht aus aufgezeichneten Konzert-Highlights. Corona-bedingt gestalten sich die beliebten sommerlichen Open-air-Tage in diesem Jahr vom Programm her üppiger als je zuvor. Auch organisatorisch verlaufen sie anders als ihre Vorgänger. Die Veranstaltungen finden in einem abgeteilten Areal statt, zur Wahrung der Abstandsregeln ist die Besucherzahl begrenzt, und die Plätze müssen vorab gebucht werden. Zur Auswahl stehen Kunstrasenflächen unterschiedlicher Größe, die von zwei bis maximal vier Besuchern belegt werden können (8/12 bzw. 16 Euro) sowie Strandkörbe bzw. Liegestühle für zwei Besucher (8 Euro). Die Übertragungen beginnen um 20 Uhr, an drei Wochenend-Nachmittagen läuft zusätzlich um 16 Uhr ein Kinderprogramm. Der Ticketverkauf beginnt am Dienstag, den 28. Juli, um 11 Uhr auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Vier der 18 Konzertkino-Abende werden live aus dem Großen Saal gestreamt: Gleich zum Auftakt gastiert der Pianist und Klangtüftler Hauschka, begleitet vom Schlagwerker Kai Angermann (15.8., in Zusammenarbeit mit Kampnagel Internationale Kulturfabrik). Auf den Tag genau 60 Jahre nach dem ersten Konzert der Beatles im Hamburger Kiez-Club Indra spielt das Trio Hülsmann / Wogram / Dell ein Beatles-Programm (17.8.). Die Pianistin Claire Huangci und ihr Kollege Alexei Volodin präsentieren sich an zwei Klavieren mit Musik von Mozart, Rachmaninow und Ravel (20.8.). Das Finale des Konzertkinos am 1. September markiert gleichzeitig die Eröffnung der Saison 2020/21: Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt die Sinfonie Nr. 2 von Brahms sowie das Violinkonzert Nr. 1 von Prokofjew mit Lisa Batiashvili als Gastsolistin. Die Leitung hat Alan Gilbert, Chefdirigent des Orchesters.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

An den übrigen Abenden ist ein breites Angebot an Mitschnitten zu erleben. Klassik-Fans können sich auf das »Star Wars«-Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Krzysztof Urbacski freuen (16.8., 30.8., jeweils 16 Uhr), auf die Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev (19.8.), das National Youth Orchestra of the USA mit der Mezzosopranistin Joyce DiDonato unter Sir Antonio Pappano (24.8.) und das Concertgebouworkest unter Myung-Whun Chung mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 (26.8.). Das Residenzorchester der Elbphilharmonie kommt außerdem mit zwei Konzertaufnahmen unter Alan Gilbert von der LED-Wand, einmal mit Musik von Beethoven und Bruckner (18.8.), einmal mit dem Verdi-Requiem (25.8.). Auch die hinreißende Silvesterproduktion der Fledermaus von Johann Strauss mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Manfred Honeck mit Bo Skovhus und weiteren illustren Sängern feiert ein sommerliches Leinwand-Comeback (22.8.). Beethovens Neunte mit dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela unter Gustavo Dudamel beschließt den Reigen der Mitschnitte (30.8.).

Die den Elbphilharmonie-Foyers auf den Leib choreografierte und noch vor der offiziellen Eröffnung des Hauses dort uraufgeführte wunderbare Tanzproduktion »Figure Humaine« von Sasha Waltz & Guests wird ebenso gezeigt (16.8.) wie das Einstandskonzert der legendären Berliner Band Einstürzende Neubauten (21.8., 31.8.). Mit Angélique Kidjo (23.8.) und Ana Moura (28.8.) locken zwei stimmgewaltige Sängerinnen aus Benin/Frankreich bzw. Portugal mit ihren Bands vor die Leinwand, mit dem Mitschnitt des grandios aufspielenden Jazz at Lincoln Center Orchestra unter Wynton Marsalis ein Top-Act des Jazz (29.8.). Ein filmisches Porträt der sechs Finalisten des in diesem Jahr erstmals verliehenen Berlin Prize for Young Artists des Elbphilharmonie Hauptsponsors Julius Bär rundet das Programm ab (27.8.).

An drei Wochenend-Nachmittagen empfiehlt sich insbesondere für Familien mit Kindern ab 8 Jahren der Konzertkino-Besuch: Am Sonnabend, den 22.8., läuft das Funkelkonzert »SOMNIA – Wie klingen Träume?«, tags darauf »Nächste Ausfahrt: Lunar Plexus«, und am 29.8. »Reise in eine neue Welt«. In allen drei Kinderproduktionen sind Musikerinnen und Musiker des Ensemble Resonanz, Residenzensemble der Elbphilharmonie, federführend beteiligt. Beginn jeweils 16 Uhr.

Die Aufführungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Elbphilharmonie anmoderiert. Für das leibliche Wohl sorgt die Hausgastronomie über einen Food-Container.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« wird von den Principal Sponsors der Elbphilharmonie Julius Bär, SAP, Deutsche Telekom und Montblanc sowie durch die Stiftung Elbphilharmonie unterstützt.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—

Wien, Wiener Staatsoper, Neues Management – Spielplan 2020/21, IOCO Aktuell, 09.05.2020

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Spielplan 2020/21 der Staatsoper – Mit neuem Management

Roscic, Schläpfer, Jordan – folgen – Meyer, Legris

von Marcus Haimerl

Das neue Management der  Wiener Staatsoper hatte Pech in seinem ersten Auftritt:  Am 26. April 2020 sollte die Spielzeit 2020/21, in neuer Aufmachung, erstmals vor großem Publikum auf der Bühne der Wiener Staatsoper mit ausgewählten Sängern präsentiert werden statt, wie zuvor über viele Jahre praktiziert, vor der ausgewählten internationalen Presse. Aber die Corona-Pandemie beendete schon die erfolgreiche 10-jährige Amtszeit von Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Ballettdirektor Manuel Legris Mitte März 2020 ohne großen Abschied und eher zufällig kurz nach dem Opernball. Die Pandemie  zwang auch den neuen Staatsoper-Direktor Bogdan Roscic,  seine Absichten und Ideen  zur Spielzeit 2020/21 anders als geplant, vor leerem Haus auf der Bühne der Staatsoper, vorzustellen. Die weiteren neuen Manager wurden dort per Video zugeschaltet.

Bogdan Roscic stellt sich vor
youtube Trailer Wiener Staatsoper
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Der designierte Staatsoperndirektor Bogdan Roscic, * 1964, präsentierte dort, im Interview mit ORF III Moderator Peter Fässlacher, seine Pläne für die  Spielzeit 2020/21 und die Zukunft des Hauses unter seiner Leitung. Roscic leitete zuletzt die Klassik-Sparte von Sony Music; Führungserfahrung oder Erfolge  in der Leitung von Musiktheater besitzt er nicht.  Das  weitere neue Management der Staatsoper, Jordan und Schläpfer, wurde während der Präsentation per Video zugeschaltet:  Philippe Jordan, *1974,  bisheriger Chefdirigent der Wiener Symphoniker übernimmt die seit 2014, dem Abgang von Franz Welser-Möst, vakante Position als zukünftiger Musikdirektor der Staatsoper.  Martin Schläpfer, *1959, ehemals Ballettdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf, löst in Wien den bisherigen Ballettdirektor Manuel Legris  ab.

Der Fokus der ersten Spielzeit mit 10 Premieren von Direktor Bogdan Roscic liegt in einer raschen musikalischen und szenischen Erneuerung des Kernrepertoires. In den kommenden fünf Jahren soll es zumindest eine Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner und einer Oper der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Auch die Öffnung des Hauses für alle, auch für junges Publikum liegt Roscic am Herzen.  Vorsatz oder Dilettantismus: in jedem Fall auffällig:  Die Präsentation Bogdan Roscic enthielt, mit Ausnahme eines, wenn auch  dezenten  Seitenhiebes („Auslastungsstreber“), keine Würdigung oder Verpflichtung  der höchst erfolgreichen Tätigkeit der Vorgänger Dominique Meyer oder Manuel  Legris. Ebenso auffällig ist für neutrale  Beobachter, dass auch der zuständige Bundesminister bzw. Staatssekretär/in öffentlich keinen optisch wie  sprachlich geordneten Übergang auf „die Neuen“  in diese für ganz Österreich so populäre Position moderierte.

So passten die von  der Corona-Krise verursachten Unebenheiten bestens in die weitere denkwürdige Choreographie der Vorstellung des Spielplanes 2020/21 der Wiener Staatsoper.

Intendant Dominique Meyer © IOCO

Intendant Dominique Meyer © IOCO

IOCO dankt Dominique Meyer für seine Jahre an der Staatsoper

Die Wiener Staatsoper unter Dominique Meyer  und Manuel Legris setzte in vielen Produktionen künstlerische Maßstäbe für Musiktheater weltweit. 620.000 Besucher füllten   alle Vorstellungen der Staatsoper nahezu bis auf den letzten Platz.  Dazu lag die Auslastung sowohl in den Sparten Oper und Ballett bei mehr als 99%. Die höchste dauerhafte Auslastung aller großen Musiktheater weltweit.
Erinnerlich: Direktoren normal oder schlecht besuchter Theater begründen niedrigen Publikumszuspruch regelmäßig selbsterhöhend – mit den besonderen Ansprüchen ihrer Produktionen, siehe unten.

Der künftige Staatsoperndirektor, der sich selbst als unbeschriebenes Blatt in der Funktion als Theaterdirektor bezeichnet, stellte den Spielplan 2020/21 mit der ungewöhnlichen Ansicht vor,  die unter seinem Vorgänger Dominique Meyer stetig erzielten  hohen Auslastungen seien „für ihn“ keine Vorgaben:  „Die Wiener Staatsoper ist da um großartig zu sein, um Erlebnisse zu bieten auf absolutem Spitzenniveau, die sonst nirgendwo geboten werden können und ohne die das Leben arm wäre. Wenn sie das tut wird sie auch immer brechend voll sein.“, so Bogdan Roscic.  Der  von der Rheinoper Düsseldorf kommende  neue Ballettdirektor Martin Schläpfer wurde in Düsseldorf nie heimisch. Die unter seinem Vorgänger, Ballettdirektor Youri Vamos bis 2011 stets prall gefüllte Rheinoper erreichte Martin Schläpfer nur selten; mit neuen Choreographien  erzielte er über Jahre nur wenig Breitenwirksamkeit und nur durchschnittliche Gesamt-Auslastungen von 75%. So weigerte sich Schläpfer in Düsseldorf bei IOCO-Nachfragen konstant über Auslastung zu sprechen („über Auslastung rede ich nicht“). Das benachbarte Aalto Ballett Essen ist deutlich beliebter: seine Auslastung liegt seit Jahren bei 85%.

Bogdan Roscic – Paradigmen der kommenden Spielzeit

Im Zeichen der Auseinandersetzung und Erneuerung des Kern-Repertoires

In zehn Premieren werden zehn auf ihre Art absolut zentrale Opern neu auf die Bühne gebracht, darunter einige der meistgespielten Werke des Repertoires. Die Arbeit an diesen Projekten ist stark durch die Wiedereinführung der Position des Musikdirektors bestimmt: Philippe Jordan ist nicht nur wesentlicher Teil des neuen künstlerischen Führungsteams, sondern wird, auch an vielen Abenden am Dirigentenpult stehen – so bereits bei der Eröffnungspremiere der Saison.

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Direktion liegt neben der Beschäftigung mit Fragen des musikalischen Bereichs vor allem im Dialog und der Balance zwischen musikalischer Arbeit und szenischem Anspruch. Daher wird das Führungsteam seine Vorhaben der ersten Spielzeit gemeinsam mit den wichtigsten Regisseuren der Opernwelt umsetzen. Fast alle von ihnen arbeiten zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper. Durch die ungewöhnlich hohe Anzahl von Premieren gehen auch einige ihrer bereits legendär gewordenen, stilbildenden Inszenierungen innerhalb einer Saison neu erarbeitet in das Repertoire der Wiener Staatsoper ein.

Programmatisch werden von der neuen Direktion drei Schwerpunkte gesetzt: Mozart, Wagner sowie jene klassisch gewordenen Opern des 20. Jahrhunderts, die eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenössischer Komposition bilden. Diese drei Schwerpunkte werden sich in jeder der von der neuen Direktion verantworteten Spielzeiten wiederfinden. Parallel zu den zehn neuen Projekten widmet sich die Wiener Staatsoper einer Reihe von klar als solchen gekennzeichneten Wiederaufnahmen. Neben den bekanntesten Namen der Opernwelt werden an der Spiel-zeit viele für die Staatsoper neue Künstlerinnen und Künstler in ihren Haus-Debüts mitwirken, vokal ebenso wie am Dirigentenpult. An dieses kehren in Folge aber auch vertraute, wichtige Namen wie Christian Thielemann, Franz Welser-Möst oder Bertrand de Billy zurück. Die Wiener Staatsoper ist für alle da. Sie auch konsequent für alle zu öffnen, ist ein weiteres Ziel, das sich die neue Direktion vorgenommen hat. Eine dafür zentrale Maßnahme ist die intensive Weiterführung des Kinderoper-Programms, das stärker ans Haus selbst gebracht wird. Mozarts Entführung wird für Kinder als Wander-Theater an besonderen Plätzen der Staatsoper gezeigt, auch ein verdichteter, auf Deutsch neu erzählter, Barbier von Sevilla wird im Großen Haus zu sehen sein. Die Saison 2020/21 ist auch der Beginn einer neuen Ära für das Staatsballett. Der Schweizer Choreograph Martin Schläpfer übernimmt die Führung der Compagnie.

Elektra – 2020/21 – ab 8.9.2020 wieder auf dem Spielplan
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Zehn Opern-Premierenproduktionenin der Saison 2020/21

– 7. September 2020 – MADAMA BUTTERFLY   von Giacomo Puccini

Musikalische Leitung Philippe Jordan, Inszenierung Anthony Minghella, Regie & Choreographie Carolyn Choa,

Mit: Cio-Cio-San Asmik Grigorian, Pinkerton Freddie De Tommaso, Sharpless Boris Pinkhasovich

Diese poetische, aufsehenerregende Inszenierung des Oscar-Preisträgers Anthony Minghella (Der englische Patient, Der talentierte Mr. Ripley), wird als erste Premiere in Wien von Carolyn Choa, die sie als Choreographin gemeinsam mit ihrem im Jahr 2008 verstorbenen Ehemann und Regisseur Minghella erarbeitet hat, neu einstudiert. Asmik Grigorian gibt ihr Staatsoperndebüt in der Rolle der Cio-Cio-San. Ebenso erst-mals am Haus zu sehen: Freddie De Tommaso als Pinkerton. Philippe Jordan nimmt mit diesem Dirigat seine Arbeit als Musikdirektor auf und übergibt in der dritten Aufführungsserie an Hausdebütantin Joana Mallwitz. Unter ihrer Leitung gibt Roberto Alagna nach fast 100 Auftritten in 15 unterschiedlichen Opern mit dem Pinkerton ein wichtiges Rollendebüt an der Wiener Staatsoper.

– 12. Oktober 2020 – Die Entführung aus dem Serail – Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung Antonello Manacorda, Inszenierung Hans Neuenfels

Konstanze Lisette Oropesa, Blonde – Regula Mühlemann, Belmonte – Daniel Behle, Pedrillo – Michael Laurenz, Osmin – Goran Juric, Bassa Selim – Christian Nickel

Ein Klassiker der Musiktheaterregie ist Hans Neuenfels’ nun für Wien weiterentwickelte, ebenso poetische wie skurrile, existentiell anrührende wie heiter skeptische Meditation über das Gegen- und Miteinander von Gesang und Schauspiel. Neuenfels, der demnächst seinen 79. Geburtstag feiert, besetzt alle solistischen Gesangsrollen noch einmal mit Schauspielern. Seine Neufassung des Librettos behält alle Handlungsmomente des Originals bei, zugleich reflektieren sich Schauspiel und Gesang in Spiegelungen und Verflechtungen. Unter der Leitung von Antonello Manacorda singen und spielen unter anderem die Koloratursopranistin Lisette Oropesa in der Rolle der Konstanze sowie das langjährige Burgtheater- und heutige Theater in der Josefstadt-Ensemblemitglied Christian Nickel in der Rolle des Bassa Selim. In der zweiten Serie singt – erstmals am Haus – Brenda Rae die Partie der Konstanze.

– 25. Oktober 2020 – EUGEN ONEGIN von Piotr I. Tschaikowski

Musikalische Leitung Tomáš Hanus, Inszenierung Dmitri Tcherniakov

Mit: Tatjana – Tamuna Gochashvili, Eugen Onegin – Andrè Schuen, Lenski – Bogdan Volkov, Fürst Gremin – Dimitry Ivashchenko,

Die 2006 am Bolschoi Theater Moskau herausgebrachte Inszenierung von Regisseur und Bühnenbildner Dmitri Tcherniakov ist rund um die Welt gegangen und bis heute eine seiner wichtigsten geblieben. Tcherniakov schuf einen hermetisch anmutenden, klassizistischen Speisesaal, in dem sich ein zeitloses inneres Geschehen abspielt. Zentrales Gestaltungselement ist ein langer Tisch, der als Ort des geteilten festlichen Lebensgenusses die unaufhebbare Entfremdung der Figuren umso fühlbarer macht. In nahezu allen solistischen Rollen geben Vertreter einer jungen Sängergeneration, angeführt vom neuen Ensemblemitglied Tamuna Gochashvili als Tatjana und Andrè Schuen als Onegin, ihr jeweiliges Hausdebüt. Dirigent der Neuproduktion ist Tomáš Hanus, der das Werk hier erstmals dirigiert.

Das verratene Meer – hier von Wieler, Morabito vorgestellt
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– 13. Dezember 2020 – DAS VERRATENE MEER von Hans Werner Henze

Musikalische Leitung Simone Young, Inszenierung Jossi Wieler & Sergio Morabito,

Mit: Fusako Kuroda – Vera-Lotte Boecker, Noboru – Josh Lovell – Ryuji Tsukazaki – Bo Skovus

Die Vorlage zu Das verratene Meer stammt aus der Feder des »enfant terrible« der japanischen Nachkriegsliteratur, Yukio Mishima, dessen Roman Gogo no Eiko (auf Deutsch erschienen unter dem Titel Der Seeman, der die See verriet) der Oper zugrunde liegt. Hans Werner Henze lässt den subtilen Horror der Vorlage Klang werden – beunruhigend und verführerisch zugleich. Die Staatsoper bietet eine grandiose Riege von Sängerdarstellern auf, darunter, neu im Ensemble, die Sopranistin Vera-Lotte Boecker als Fusako, Josh Lovell, seit der Saison 2019 / 20 im Ensemble, als Noboru oder Bo Skovhus mit seinem Rollendebüt als Ryuji. Die für einen großen Orchesterapparat konzipierte Partitur wird von Simone Young dirigiert, die das Publikum wie kaum eine Zweite für die klassische Moderne zu begeistern weiß. Sein Regiedebüt an der Wiener Staatsoper gibt das Regieteam Jossi Wieler und Sergio Morabito (letzterer ab Beginn der neuen Spielzeit auch Chefdramaturg im Haus am Ring). Gemeinsam mit Anna Viebrock, die für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnet, haben sie weltweit schon über 20 Opern inszeniert.

Die weiteren Premieren der Spielzeit 2020/21 – links HIER!

CARMEN am 6.2.2021, La Traviata am 4.3.2021, Parsifal am 1.4.2021, FAUST am 23.4.2021, L´Incoronazione di Poppea am 22.5.2021, Macbeth am 10.6.2021

 

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