Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere: DER ROSENKAVALIER von Strauss, 24.05.2015

April 21, 2015 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 DER ROSENKAVALIER  von Richard Strauss

Premiere Sonntag, 24. Mai 2015, 18.00 Uhr, Opernhaus,  Weitere Vorstellungen:  29. Mai, 4., 7. (15.30 Uhr, kostenlose Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren),  14., 20., 24. Juni, 2., 5., 11. Juli 2015 Beginn 18.00 Uhr

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Claus Guth,  Mitwirkende: Amanda Majeski (Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg), Clive Bayley (Baron Ochs auf Lerchenau), Paula Murrihy (Octavian), Dietrich Volle (Herr von Faninal), Christiane Karg (Sophie), Barbara Zechmeister (Marianne Leitmetzerin), Peter Marsh / Michael McCown (Valzacchi), Sharon Carty (Annina), Kihwan Sim (Ein Polizeikommissär), Michael McCown / N.N. (Der Haushofmeister bei Faninal), Franz Mayer (Ein Notar), Hans-Jürgen Lazar (Ein Wirt), Mario Chang (Ein Sänger) u.a.

Oper Frankfurt / Sebastian Weigle © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Sebastian Weigle © Wolfgang Runkel

Der Rosenkavalier von Richard Strauss (1864-1949) wurde am 26. Januar 1911 in Dresden uraufgeführt. War sein vorangegangenes erfolgreiches Werk Elektra von der Musik Richard Wagners beeinflusst, sollte ihm bei dieser Komposition u.a. das Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts, aber auch Verdis Falstaff als Inspiration dienen. Strauss‘ Librettist, der Dichter Hugo von Hofmannsthal, folgte seinen Wünschen und erschuf ein heiter-ernstes Opernlibretto, in das er Verkleidungen und Verwechslungen im Stile der Opera buffa einfließen ließ. Die diesjährige Neuinszenierung des Rosenkavalier ist die sechste Produktion des Werkes an der Oper Frankfurt seit Kriegsende. Ihr vorausgegangen war eine Arbeit von Ruth Berghaus im Bühnenbild von Erich Wonder und unter der musikalischen Leitung von Spiros Argiris, welche am 23. Dezember 1992 Premiere feierte.

Die Feldmarschallin vergnügt sich in Abwesenheit ihres Mannes mit dem jungen Grafen Octavian. Das Schäferstündchen wird jäh von ihrem Vetter, dem Baron Ochs auf Lerchenau, gestört, der seine Heiratspläne mit Sophie von Faninal verkündet und die Feldmarschallin um einen Boten bittet, der seiner Zukünftigen als traditionelles Zeichen seines Antrags eine silberne Rose zukommen lassen soll. Sophie, die Ochs um keinen Preis heiraten will, verliebt sich bei der Rosenüberreichung augenblicklich in Octavian. Mit einer List schafft es dieser später, Ochs bloßzustellen und die Verlobung platzen zu lassen. Die Feldmarschallin macht mit ihrem Verzicht auf Octavian den Weg für die gemeinsame Zukunft der beiden Verliebten frei.

Die musikalische Leitung der Neuproduktion liegt bei GMD Sebastian Weigle, der neben seinen Frankfurter Aufgaben kürzlich einen großen Erfolg mit Webers Der Freischütz an seiner alten Wirkungsstätte, der Berliner Staatsoper, feiern konnte. Dort saß deren ehemaliger Kapellmeister zuvor als Hornist im Orchester. Die Regie übernimmt Claus Guth, der bereits seit Jahren dem Opernhaus seiner Heimatstadt verbunden ist. Hier inszenierte er zuletzt 2012 Debussys Pelléas et Mélisande und ist darüber hinaus an allen wichtigen Opernhäusern Europas zu Gast. Als Feldmarschallin kehrt die amerikanische Sopranistin Amanda Majeski zurück an den Main, wo sie große Erfolge als Gänsemagd (Humperdincks Königskinder 2012/13) und Dvoráks Rusalka (2013/14) feiern konnte. Jüngste Engagements führten sie an die Opernhäuser von Zürich, Chicago und Philadelphia sowie als Gräfin in Mozarts Le nozze di Figaro an die New Yorker Met. Als Octavian ist die irische Mezzosopranistin Paula Murrihy aus dem Ensemble der Oper Frankfurt zu erleben. Erst kürzlich war sie in Los Angeles mit ihrer Paraderolle der Dido in der Frankfurter Produktion von Purcells Dido and Aeneas sowie vor Ort in der Titelpartie von Cestis L’Orontea erfolgreich. Von 2008 bis 2013 gehörte auch Christiane Karg dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo sie zuletzt als Mélisande in Claus Guths Sicht der Oper von Debussy zu erleben war. Nun kehrt sie als Sophie erstmals als freischaffende Sängerin zurück an den Main. Diese Partie sang sie auch in der Regie von Oscar-Preisträger Christoph Walz in Antwerpen, Gent und Luxemburg sowie kürzlich unter Christian Thielemann an der Dresdner Semperoper. Zu ihren aktuellen Aufgaben gehören u.a. Pamina in Mozarts Die Zauberflöte am Royal Opera House Covent Garden in London sowie Mélisande an der Hamburgischen Staatsoper. Der britische Bass Clive Bayley (Baron Ochs auf Lerchenau) ist dem Frankfurter Opernpublikum sicherlich noch als dämonischer John Claggert in Brittens Billy Budd (2007/08) in Erinnerung. Hier gastierte er aber auch als General a.D. in Prokofiews Der Spieler und als Dosifej in Mussorgskis Chowanschtschina (beide 2012/13). An der New Yorker Met erschien er jüngst als Doktor in Bergs Wozzeck. Alle weiteren Partien sind mit Mitgliedern des Ensembles sowie (ehemaligen) Angehörigen des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.

Weitere Vorstellungen:  29. Mai, 4., 7. (15.30 Uhr, kostenlose Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 14., 20., 24. Juni, 2., 5., 11. Juli 2015 Beginn 18.00 Uhr

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Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme: SIMON BOCCANEGRA von Verdi, 24.04.2015

März 12, 2015 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme: SIMON BOCCANEGRA

Melodramma in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Freitag, 24. April 2015, um 19.30 Uhr im Opernhaus

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro; Inszenierung: Christof Loy

Mitwirkende: Christopher Maltman / Lucio Gallo (Simon Boccanegra), Guanqun Yu / Jessica Strong (Amelia Grimaldi), Bálint Szabó / Andreas Bauer (Jacopo Fiesco), Wookyung Kim (Gabriele Adorno), Johannes Martin Kränzle (Paolo Albiani), Magnús Baldvinsson (Pietro) u.a.

Weitere Vorstellungen: 2., 9., 17. (Oper für Familien, 15.30 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 12 Jahren; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 31. Mai, 6., 12. Juni 2015
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Oper Frankfurt / Simon Boccanegra © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Simon Boccanegra © Wolfgang Runkel

Einer der Höhepunkte der Spielzeit 2006/07 war Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi (1813-1901). Die Inszenierung von Christof Loy feierte am 20. Mai 2007 Premiere an der Oper Frankfurt und war sowohl beim Publikum als auch im Spiegel der Presse äußerst erfolgreich. So schwärmte einer der anwesenden Kritiker: „Als grandios darf man das Resultat von Verdis Simon Boccanegra in Frankfurt bezeichnen. Christof Loy gelingt in mutig-radikaler Reduktion eindringlich, aus der verworrenen Geschichte die wesentlichen menschlichen Inhalte zu skelettieren (…). Frankfurt ist – endlich wieder ohne Einschränkungen – ganz großes Musiktheater geglückt. Unbedingt erleben!!“
Zum Inhalt: Der Korsar Simon Boccanegra wird vom Volk gegen die Interessen des Adels zum Dogen von Genua gewählt. Im Moment dieses politischen Triumphes erfährt er vom Tod seiner Geliebten, der Patriziertochter Maria. Ihr gemeinsames Kind gilt als verschollen. 20 Jahre später erkennt der Doge in der Geliebten des jungen Adeligen Gabriele Adorno seine Tochter wieder und gibt den beiden seinen Segen. Boccanegras eifersüchtiger Gefolgsmann Paolo vergiftet daraufhin den Dogen, der im Angesicht des Todes seinen Feinden vergibt und Adorno als seinen Nachfolger auf dem Dogenthron einsetzt.

Oper Frankfurt / Simon Boccanegra © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Simon Boccanegra © Wolfgang Runkel

Die Besetzung der vierten Wiederaufnahme-Serie dieser Verdi-Oper präsentiert mit Christopher Maltman und Lucio Gallo zwei hochkarätige, international gefragte Baritone, die sich in der Titelpartie abwechseln werden. Der Brite Christopher Maltman war in Frankfurt bereits mit einem Liederabend und als Einspringer in der Titelpartie von Brittens Billy Budd sowie 2012/13 als Rodrigo in Verdis Don Carlo zu erleben. Aktuelle Aufgaben führen ihn an die Bayerische Staatsoper und das ROH Covent Garden in London sowie zu den Salzburger Festspielen. Lucio Gallo ist Italiener und sang hier u.a. die Titelpartie in Dallapiccolas Il prigioniero sowie zuletzt 2006/07 Sebastiano in d’Alberts Tiefland. Seine weiteren Engagements sind in Florenz, Palermo und Zürich geplant. Die Chinesin Guanqun Yu gibt als Amelia Grimaldi ihr Frankfurt-Debüt und sang diese Partei auch 2014 in Valencia, gerahmt von Auftritten als Fiordiligi (Così fan tutte) an der New Yorker Met und Gräfin (Il nozze di Figaro) in Los Angeles. In der letzten Vorstellung der Serie am 12. Juni 2015 übernimmt die Partie der Amelia Jessica Strong aus dem Studio der Oper Frankfurt. Der Koreaner Wookyung Kim (Gabriele Adorno) verkörperte sowohl diese Rolle als auch Rodolfo (La Bohème) an der Staatsoper München, zuvor gastierte er als Alfredo (La Traviata) an der New Yorker Met. Als Cassio in Verdis Otello gab er 2011/12 sein Debüt an der Oper Frankfurt. Aus dem Ensemble steigt Magnús Baldvinsson als Pietro neu in die Produktion ein. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht mit Carlo Montanaro der musikalische Leiter des Teatr Wielki Warschau. Regelmäßig gastiert er an der Oper Frankfurt, zuletzt u.a. mit Cileas Adriana Lecouvreur 2011/12 und Verdis Don Carlo 2012/13. Aktuelle Aufgaben sind Puccinis La fanciulla del West an der Hamburgischen Staatsoper, Verdis Rigoletto und La Traviata in Warschau, Boitos Mefistofele in Budapest sowie Verdis Nabucco und Donizettis Maria Stuarda in Seattle.

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Death in Venice von Benjamin Britten, IOCO Kritik, 18.06.2014

Juni 20, 2014 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Death in Venice von Benjamin Britten
Premiere am 14.06.2014, Vorstellung vom 18.06.2014

 Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © Hans-Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © Hans-Joerg Michel

Mit Benjamin Brittens letzter Oper Death in Venice beendete die Deutsche Oper am Rhein ihren Britten-Zyklus. Nach The Turn of the Screw, Billy Budd, Peter Grimes und ”Noahs Fludde”, war dies 1973 entstandene Werk der krönende Abschluss dieser Reihe.

Das auf der berühmten Novelle Der Tod in Venedig von Thomas Mann basierende Opus Brittens, wurde nach seiner Uraufführung 1973 im englischen Aldeburgh, Brittens Heimat, von vielen Bühnen nachgespielt. So auch in Düsseldorf in der Spielzeit 1974/75 in der Realisation durch das Team Wendel/Reinhardt/Walter. Nun nach 40 Jahren Abstinenz war eine Neuinszenierung mehr als überfällig.

Das Werk ist nicht so häufig auf den Spielplänen zu finden, wie die anderen Opern Brittens. Es ist ein schönes, elegisches Stück, aber durch seine aktionsarme Handlung schwer zu realisieren.

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © Hans-Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © Hans-Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © HansJeorg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © HansJeorg Michel

Es ist die Geschichte des alternden Dichters Gustav von Aschenbach, der sich in einer Schaffenskrise befindet und der hofft, in Venedig Ablenkung und neue Inspiration zu finden. Dort in Venedig findet er in dem Knaben Tadzio die Vollendung, die er zeit seines Lebens vergebens gesucht hatte.

Seine Passion zu Tadzio lässt ihn nicht mehr los. Er stirbt am Strand, noch vor seiner geplanten Abreise aus der choleraverseuchten Stadt, den Namen Tadzio auf den Lippen.

Die Handlung der Oper ist in siebzehn Szenen aufgeteilt. Beginnend mit dem Münchner Vorspiel und endend mit dem “Tod in Venedig“.

Wie schon bei allen anderen Britten-Opern in dem Zyklus (außer “Noahs Flut“) hatte man wieder Immo Karaman und sein Team für die Inszenierung verpflichtet. Karamans Neigung zu perfekt abspulender Aktion ist hier, bei diesem Werk von besonderer Wichtigkeit und es gelang ihm glänzend, die Szenen zu bebildern.

 Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © Hans-Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © Hans-Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © HansJeorg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © HansJeorg Michel

Sein Ausstatter Kaspar Zwimpfer schuf ihm ein Einheitsbühnenbild, eine elegante Hotelhalle, stilistisch in die Zeit des beginnenden 20sten Jahrhunderts gelegt. Sehr praktisch darin erwies sich der versenkbare und wenn nötig hochfahrende Aufzug. Lido, Strand und venezianisches Ambiente sind nicht vorhanden.

Wieder faszinierte Karamans überragende Personenführung, wie er Chor, Solisten und Statisterie unter einen Hut bekommt. Sein Partner Fabian Posca sorgt mit seiner Choreographie für einen reibungslosen Ablauf. Die stilistisch “reinen“ Kostüme dazu entwarf Nicola Reichert.

Von den fast vier Dutzend Rollen, die der Besetzungszettel angibt, sind zwei nur Hauptrollen, drei kleinere gibt es, alle anderen sind Kleinstrollen.

Die Oper steht und fällt mit der Besetzung des Dichters Gustav von Aschenbach. Britten hat die Partie, wie bei vielen seiner anderen Werke, für seinen Lebenspartner, den Tenor Peter Pears geschrieben. Eine schwere Rolle ist es, vokal weniger, aber darstellerisch ungemein fordernd und kräftezehrend, da er auf der Bühne immer präsent ist.

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © HansJeorg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Death in Venice © HansJeorg Michel

Hier in Düsseldorf hatte man mit Raymond Very einen Singschauspieler, der allen Anforderungen gerecht wurde. Er wusste vokal, in Mimik und Spiel absolut zu überzeugen. Mit vorzüglicher Deklamation und stimmlich bestens disponiert, wurde er zum Mittelpunkt der Aufführung.

Ein enormes Pensum hatte der Bariton Peter Savidge zu bewältigen. Ihm waren gleich sieben Rollen anvertraut (Reisender, Geck, alter Gondoliere, Hotelmanager, Friseur, Führer der Straßensänger, Stimme des Dionysos), die er alle mit großer Flexibilität gestaltete.

Klangvoll sang der Countertenor Yosemeh Adjei die Partie des Apoll. Mit prächtiger, gut klingender Stimme erfreute Torben Jürgens (Junger Mann, Priester, Clerk im englischen Reisebüro). Tadzio und sein Spielkamerad Jaschiu sind stumme Rollen und wurden von Jarod Rödel und Nikolai Petrak, beide Eleven der Staatlichen Ballettschule Berlin, getanzt. Prächtige Leistungen bei allen anderen Partien.

Die Düsseldorfer Symphoniker, inzwischen in Sachen Britten schon Spezialisten, zeigten prächtige Spiellaune. Der Dirigent Konrad Beikircher war ein enormer “Antreiber“, dem es durch höchste Aufmerksamkeit gelang, den großen Apparat zusammen zu halten und der es verstand, die Spannung bis zum Ende zu halten.

Enthusiastischer Beifall seitens des Publikums im nicht sehr gut besuchten Haus, bei dieser 2. Vorstellung des Werkes.    IOCO / UGK / 18.06.2014

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


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Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere von Delius – ROMEO UND JULIA, 22.06.2014

Juni 18, 2014 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

FRANKFURTER ERSTAUFFÜHRUNG VON FREDERICK DELIUS‘ ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE IM OPERNHAUS

Lyrisches Drama in sechs Bildern von Frederick Delius
Text vom Komponisten, Jelka Rosen-Delius und Charles Francis Keary
Nach der Novelle Romeo und Julia auf dem Dorfe (1855)
aus Die Leute von Seldwyla von Gottfried Keller
Englische Übersetzung von Tom Hammond
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Sonntag, 22. Juni 2014, um 18.00 Uhr im Opernhaus

Musikalische Leitung: Paul Daniel
Inszenierung: Eva-Maria Höckmayr
Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Saskia Rettig
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Matthias Köhler

BESETZUNG:
Manz: Dietrich Volle
Marti: Magnús Baldvinsson
Sali Jussi Myllys
Vreli: Amanda Majeski
Der schwarze Geiger: Johannes Martin Kränzle
Solisten des Chores und des Kinderchores der Oper Frankfurt
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Oper Frankfurt / Frederick Delius (1914) © The Delius Trust, London

Oper Frankfurt / Frederick Delius (1914) © The Delius Trust, London

Frederick Delius (1862-1934) wurde als Kind deutscher Eltern in England geboren und erhielt seine Ausbildung u.a in Leipzig. Seine bekannteste Oper Romeo und Julia auf dem Dorfe basiert auf der gleichnamigen Novelle des Schweizer Schriftstellers Gottfried Keller von 1855. Zuerst richteten Delius und seine Frau das Libretto in deutscher Sprache ein; diese Fassung wurde 1907 an der Komischen Oper Berlin uraufgeführt. Eine englischsprachige Version kam unter dem Titel A Village Romeo and Juliet am 22. Februar 1910 an der Londoner Covent Garden Opera heraus. Das dem spätromantischen Stil eines Edvard Grieg oder Richard Strauss verpflichtete Werk, das aber auch impressionistische Momente à la Debussy aufzeigt, wird nun zum ersten Mal in Frankfurt gegeben.

Die Handlung folgt nur in sehr groben Zügen der Geschichte von Shakespeares berühmten Liebespaar: Vreli und Sali sind die Kinder zweier wohlhabender Schweizer Bauern, die über den Besitz eines Ackers in Streit geraten sind und deshalb ihrem Nachwuchs den Umgang miteinander verbieten. Jahre später haben die Prozesskosten die Väter ruiniert, doch ihre beiden Kinder haben sich ineinander verliebt. Als Sali Vrelis Vater im Streit verletzt und dieser daraufhin den Verstand verliert, verlassen die Liebenden ihren Heimatort. Sie treffen auf den schwarzen Geiger und seine Vagabundentruppe, die die Unschuld des Paares verhöhnen. Schnell merken Vreli und Sali, dass sie als Menschen ohne Besitz und Ansehen unter Leuten dieses Schlages niemals glücklich werden können und gehen gemeinsam in den Tod.

Oper Frankfurt / Johannes Martin Kränzle (Bariton / Der schwarze Geiger) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Johannes Martin Kränzle (Bariton / Der schwarze Geiger) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Neuproduktion liegt bei dem Briten Paul Daniel, der 2013 zum Generalmusikdirektor des Orchestre National Bordeaux Aquitaine ernannt wurde. In Frankfurt hat er bereits mit Zemlinskys Eine florentinische Tragödie und Der Zwerg (2006/07) sowie mit Brittens Billy Budd (2007/08) auf sich aufmerksam gemacht. Die Inszenierung wird gestaltet von Eva-Maria Höckmayr, die jüngst ihre Sicht auf Puccinis Madama Butterfly in Weimar (2013) und auf Wagners Tannhäuser in Freiburg (2014) präsentierte. Jussi Myllys (Sali) war ab 2006/07 Ensemblemitglied in Frankfurt. 2009/10 wechselte er an die Deutsche Oper am Rhein und kehrt nun erstmals als Gast hierher zurück. Nach ihrem Debüt in Frankfurt als Gänsemagd in Humperdincks Königskinder 2012/13 sang Amanda Majeski (Vreli) hier DvoRáks Rusalka, danach verkörperte sie u.a. Marguerite in Gounods Faust am Opernhaus Zürich und wird 2014/15 als Figaro-Gräfin an der New Yorker Met debütieren. Diesen für einen Sänger so wichtigen Schritt geht 2014/15 auch Ensemblemitglied Johannes Martin Kränzle (Der schwarze Geiger) – als Beckmesser in Wagners Meistersingern. Dietrich Volle (Manz) und Magnús Baldvinsson (Marti) stammen gleichfalls aus dem Ensemble.

Delius und seinem Werk ist in dieser Saison auch das Begleitprogramm unter dem Titel Oper Finale gewidmet.

Premiere: Sonntag, 22. Juni 2014, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 25., 29. Juni, 4., 6., 10., 12. Juli 2014
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—


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