Essen, Aalto Theater, Orfeo | Euridice – Premiere, 26.09.2020

August 19, 2020 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen © Bernadette Grimmenstein

Aalto Theater Essen © Bernadette Grimmenstein

 Orfeo | Euridice – Christoph Willibald Gluck

Azione teatrale per musica

Premiere Samstag, 26. September 2020, 19:00 Uhr

Als erste Opernpremiere der Spielzeit 2020/2021 präsentiert das Aalto-Musiktheater mit Orfeo | Euridice erstmals ein Werk des bedeutenden Opernreformers Christoph Willibald Gluck (Premiere: 26. September 2020, 19 Uhr, Aalto-Theater).

Christoph Willibald Gluck © IOCO

Christoph Willibald Gluck in Wien © IOCO

Paul-Georg Dittrich, ursprünglich als Regisseur der Corona-bedingt abgesagten Tannhäuser-Premiere vorgesehen, inszeniert das Stück gemeinsam mit dem Videodesigner Vincent Stefan. Die Essener Inszenierung von Glucks Komposition Orfeo ed Euridice versteht die Handlung als inneren Monolog des isolierten Titelhelden Orfeo, der in seiner gepeinigten Seelenlandschaft eingeschlossen ist. Dittrich wurde für seine Inszenierungen von Wozzeck (2016) und La damnation de Faust (2017) am Theater Bremen jeweils für den renommierten Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. In der vergangenen Spielzeit konnte er unter anderem mit Boris an der Staatsoper Stuttgart und mit der Uraufführung Wolfsschlucht an der Deutschen Oper Berlin für Aufmerksamkeit sorgen. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Tomás Netopil.  

Aalto Theater Essen / Paul-Georg Dittrich (Regie) © Privat

Aalto Theater Essen / Paul-Georg Dittrich (Regie) © Privat

Das 1762 in Wien uraufgeführte Werk gilt als Reformoper par exellence. Mit seiner „Azione teatrale“, die den natürlichen Ausdruck der Figuren in den Mittelpunkt stellt, forderte Gluck die „Opera seria“ mit ihrem barocken Plüsch heraus. Es ist sicher kein Zufall, dass hierbei die Wahl des Sujets auf den Orpheus-Mythos fiel, der die Macht der Musik selbst in den Vordergrund stellt. Doch im Gegensatz zur Vertonung Claudio Monteverdis, welcher mit eben diesem Mythos über 150 Jahre zuvor die Form der Oper selbst begründete, wählte Gluck eine reduzierte Form des Stoffes, die sich ganz auf das Schicksal des Protagonisten konzentriert.

Aalto Theater Essen / Bettina Ranch (Orfeo) © Saad Hamza

Aalto Theater Essen / Bettina Ranch (Orfeo) © Saad Hamza

Orfeo wird von einer unbändigen Trauer erfüllt, denn seine über alles geliebte Euridice wurde ihm von den Schlingen des Todes geraubt. Er beschließt in die Unterwelt hinabzusteigen und Euridice aus dem Reich des Hades zu befreien. Der Gott Amor wird Orfeo zur Seite stehen. Gelingt es ihm die Götter der Unterwelt mit der Schönheit seines Gesangs zu bezwingen, darf er Euridice wiedersehen. Doch ein verhängnisvolles Gebot wird ihm auferlegt: Orfeo darf sich im Totenreich nicht zu seiner Geliebten umwenden, bis diese das Tageslicht erneut erblickt hat. Wird Orfeo diese Prüfung meistern? Ist die Kraft der Liebe stark genug um den Tod zu überwinden oder schafft sie es gar diesen zu akzeptieren?

Aalto Theater Essen / Tamara Banješevi? (Euridice) © Volker Wiciok

Aalto Theater Essen / Tamara Banjesevic (Euridice) © Volker Wiciok

Musikalische Leitung Tomás Netopil | Inszenierung und Raum Paul-Georg Dittrich, Video Vincent Stefan | Choreinstudierung Jens Bingert | Dramaturgie Svenja Gottsmann

Orfeo Bettina Ranch (26.9.; 3., 25., 29.10.; 1., 8.11.) Liliana de Sousa (30.9.; 18.10.; 7.11.; 13., 27.12.) | Euridice Tamara Banješevic (26.9.; 3., 25., 29.10.; 1., 8.11.) Giulia Montanari (30.9.; 18.10.; 7.11.; 13., 27.12.) | Amors Stimme Christina Clark | Amor Miriam Gad/ Leonie Hauffe/Emma Heinrich

Euridice (Video) Larissa Machado | Orfeo (Video) Dale Rhodes, Essener Philharmoniker | Opernchor des Aalto-Theaters

Ein herzlicher Dank gilt den Sport- und Bäderbetrieben Essen, der Stiftung Zollverein sowie dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, deren Schauplätze uns für Videoaufnahmen zu dieser Inszenierung zur Verfügung stehen. Wir danken außerdem Prof. Dr. Dirk Woitalla (Chefarzt der Klinik für Neurologie der Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel gGmbH), Univ.-Prof. Dr. med. Martin Köhrmann (stellv. Direktor der Klinik Universitätsklinikum Essen (AöR), Klinik für Neurologie, Medizinisches Zentrum) sowie Prof. Dr. med. Roland Veltkamp (Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid, Neurologische Klinik) für ihre fachliche Beratung.

Premiere Samstag, 26. September 2020, 19:00 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 30. September; 3., 18., 25., 29. Oktober; 1., 7., 8. November;

13., 27. Dezember 2020

Karten (Premiere: € 51,00; weitere Termine: So-Do € 34,00 / Fr-Sa € 40,00) sind erhältlich im

TicketCenter (II. Hagen 2, 45127 Essen), unter Tel. 0201 / 81 22-200 sowie per E-Mail unter

tickets@theater-essen.de. Der Vorverkauf über den Webshop sowie über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen ist aktuell nicht möglich.

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Essen, Aalto Theater, Kain und Abel – Alessandro Scarlatti, 25.01.2020

Januar 15, 2020 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / Kain und Abel - Mezzosopranistin Bettina Ranch als Kain sowie der Countertenor Philipp Mathmann als Abel © Matthias Jung

Aalto Theater Essen / Kain und Abel – Mezzosopranistin Bettina Ranch als Kain sowie der Countertenor Philipp Mathmann als Abel © Matthias Jung

 Kain und Abel – Oratorium von Alessandro Scarlatti

Premiere Samstag, 25. Januar 2020, 19:00 Uhr

Dietrich W. Hilsdorf hat das Aalto-Musiktheater mit seinen innovativen, klugen und auch provokanten Inszenierungen über viele Jahre geprägt. Nach fast sieben Jahren kehrt der Regisseur nun für eine außergewöhnliche Bühnenproduktion nach Essen zurück: Mit Alessandro Scarlattis Oratorium „Kain und Abel oder der erste Mord“ („Cain, overo il primo omicidio“) zeigt das Aalto-Theater erstmals ein Werk des italienischen Barockkomponisten.

Premiere Samstag, 25. Januar 2020, 19 Uhr:  Acht weitere Vorstellungen folgen noch in dieser Spielzeit. Ein Spezialist für das barocke Opern- und Oratorienrepertoire ist der argentinische Dirigent Rubén Dubrovsky, der erstmals am Aalto-Theater zu Gast ist. Zu seinen wichtigsten musikalischen Projekten der vergangenen Jahre gehören Monteverdis L’incoronazione di Poppea an der Dresdner Semperoper, Porporas Polifemo am Theater an der Wien und Händels Semele am Münchner Gärtnerplatztheater. Das Aalto-Ensemble wird durch zwei hochkarätige Countertenöre ergänzt: Xavier Sabata übernimmt die Rolle Gottes, als Abel ist der deutsche Shootingstar Philipp Mathmann zu erleben.

Aalto Theater Essen / Kain und Abel - Mezzosopranistin Bettina Ranch als Kain sowie der Countertenor Philipp Mathmann als Abel © Matthias Jung

Aalto Theater Essen / Kain und Abel – Mezzosopranistin Bettina Ranch als Kain sowie der Countertenor Philipp Mathmann als Abel © Matthias Jung

Scarlatti schildert in seinem 1707 in Venedig uraufgeführtem Oratorium in packender dramatischer Form den ersten Mord der Menschheitsgeschichte, der bei weitem nicht der letzte bleiben sollte. Denn nach biblischer Überlieferung stammen alle Menschen von einem Mörder ab: Kain, dem ersten Menschen, der auf der Erde geboren wurde. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Abel wird er von seinen Eltern Adam und Evagottesfürchtig erzogen, aber als eines Tages Abels rituelle Opfergaben vorgezogen werden, brechen sich düstere Triebe Bahn: Kain tötet Abel und fordert damit den Zorn Gottes heraus. Die Geschichte aus der Genesis wirft zahlreiche Fragen auf, die die Menschheit seit jeher beschäftigen. Warum geht es mir nicht so gut wie den anderen? Warum werden andere scheinbar grundlos bevorzugt? Ist die Existenz des Bösen fest im Menschen verankert? Hat es gar eine geheime Funktion im Schöpfungsplan? Sind wir alle Teil eines göttlichen Experiments? Kann oder muss man einem Mörder vergeben? Ist Frieden überhaupt möglich, oder ist die Existenz von Gewalt der Menschheitsgeschichte unauslöschlich eingeschrieben?

Musikalische Leitung Rubén Dubrovsky, Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf, Bühne Dieter Richter | Kostüme Nicola Reichert | Dramaturgie Christian Schröder

Kain Bettina Ranch | Abel Philipp Mathmann | Eva Tamara Banješevi? | Adam Dmitry Ivanchey, Gott Xavier Sabata | Teufel Baurzhan Anderzhanov, Essener Philharmoniker

Premiere Samstag, 25. Januar 2020, 19:00 Uhr, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen 30. Januar; 20., 29. Februar; 4., 8., 13., 20. März; 3. Mai 2020

Öffentlicher Probenbesuch Donnerstag, 16. Januar 2020, 18:00 Uhr, Aalto-Theater
Einführungsmatinee Sonntag, 19. Januar 2020, 11:00 Uhr, Aalto-Theater
„It’s Teatime“ Freitag, 24. Januar 2020, 16:30 Uhr, Aalto-Cafeteria
Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer
Nachgespräche 30. Januar und 8. März 2020, Aalto-Cafeteria

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Essen, Aalto Theater, Letzte Vorstellung Così fan tutte, 29.11.2019

November 25, 2019 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / Così fan tutte © Matthias Jung

Aalto Theater Essen / Così fan tutte © Matthias Jung

Mozarts „Così fan tutte“ verabschiedet sich für diese Spielzeit

Letzte Vorstellung im Aalto-Theater am Freitag, 29. November 2019, um 19:30 Uhr

Liebe, Treue, verborgene Sehnsüchte und Enttäuschungen – all das kommt in Mozarts Dramma giocoso „Così fan tutte“ zum Ausdruck. Am Freitag, 29. November 2019, um 19:30 Uhr hat das Publikum zum letzten Mal in dieser Spielzeit die Gelegenheit, die Oper in der Inszenierung von Stephen Lawless auf der Bühne des Aalto-Theaters zu erleben. Die Aalto-Ensemblemitglieder Tamara Banješevi? (Fiordiligi), Bettina Ranch (Dorabella), Dmitry Ivanchey (Ferrando), Martijn Cornet (Guglielmo), Baurzhan Anderzhanov (Don Alfonso) und Liliana de Sousa (Despina) wirken in diesem emotionalem Verwirrspiel mit, das hinsichtlich seiner Rafinesse kaum zu überbieten ist.

Alles beginnt mit einer Wette. Angestachelt von dem lebenserfahrenen Don Alfonso wollen Ferrando und Guglielmo die Treue ihrer Verlobten Dorabella und Fiordiligi testen. Also täuschen die beiden jungen Männer eine Kriegseinberufung vor, kehren verkleidet zurück und werben über Kreuz um die Gunst der jeweils anderen Frau. Bald schon unterliegen diese ihren Verführungskünsten, denn „Così fan tutte“ – So machen’s alle (Frauen?). Doch nun entspinnt sich ein emotionales Verwirrspiel. Wer liebt jetzt eigentlich wen? – Kaum zu glauben, dass Kaiser Joseph II. diesen brisanten Stoff persönlich initiiert haben soll und das Werk ausgerechnet zur Zeit der Französischen Revolution 1790 am Wiener Burgtheater zur Uraufführung kam, wo es doch in einer Zeit politischer Unruhen demonstriert, dass auch gesellschaftliche Institutionen wie die Ehe nicht unantastbar sind.

Karten (€ 16,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Essen, Aalto-Theater, Carmen – Georges Bizet, 20.10.2019

Oktober 11, 2019 by  
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Aalto Theater Essen / Carmen - Bettina Ranch als Carmen © Matthias Jung

Aalto Theater Essen / Carmen – Bettina Ranch als Carmen © Matthias Jung

 Carmen  –  Georges Bizet

Wiederaufnahme am Sonntag, 20. Oktober 2019

Georges Bizet © IOCO

Georges Bizet Paris © IOCO

Ob Ouvertüre, Habanera oder „Toréador en garde“ – Ohrwürmer hat George Bizets Carmen reichlich zu bieten. Am Aalto-Theater ist die Opéra comique ab Sonntag, 20. Oktober 2019, um 16:30 Uhr wieder zu sehen. Weitere Vorstellungen in dieser Spielzeit folgen am 10. November, um 16:30 Uhr und am 23. November, um 19 Uhr. Der niederländischen Regisseurin Lotte de Beer gelang in der vergangenen Saison eine eindrucksvolle Neuinterpretation des großen Klassikers. Als Carmen ist in der Wiederaufnahme die polnische Mezzosopranistin Agnieszka Rehlis zu erleben, an den weiteren Terminen übernimmt erneut Bettina Ranch die Titelpartie. Aalto-Tenor Carlos Cardoso feiert sein Debüt als Don José, und als Micaëla wirken die Sopranistinnen Tamara Banješevic (20.10.; 10.11.) und Jessica Muirhead (23.11.) mit. Bass-Bariton Almas Svilpa verkörpert wie in der Premierenserie die Rolle des Escamillo. Die musikalische Leitung hat Robert Jindra, 1. Kapellmeister am Aalto-Theater.

Die Titelheldin der Oper fasziniert bis heute: Carmen ist die freie, unabhängige und begehrte Frau, die unbeirrt von der Gesellschaft ihren ganz eigenen Weg verfolgt. Der Sergeant Don José verliebt sich in sie, gibt für sie sein bürgerliches Leben auf und wird schließlich zum Gesetzlosen. Als seine Besitzansprüche an sie zu groß werden, verlässt sie ihn für den Stierkämpfer Escamillo. Don José ersticht sie. – Bizet und seine beiden Librettisten haben ein spannendes Protagonistenquartett entwickelt, anhand dessen sie die Gesellschaft sezieren.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

Gefördert von der Sparkasse Essen

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