Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Anna Nicole – Oper von Mark-Anthony Turnage, 15.02.2020

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

  Anna Nicole – Oper von Mark-Anthony Turnage
Libretto von Richard Thomas

Premiere Samstag, 15. Februar 2020, 19.30,  die nächsten Vorstellungstermine: 21. & 28. Februar, jeweils um 19.30 Uhr

Anna Nicole – Sexsymbol, Partyluder und Männerfantasie, Busenwunder, Milliardärsgattin und Tabletten-Junkie. Sie war eine Person voller Widersprüche, mit einer Biografie, die den Stoff zu einer Seifenoper hätte liefern können. Komponist Mark-Anthony Turnage und Librettist Richard Thomas haben eine richtige Oper daraus gemacht: Eine rasante Revue voller Sprachwitz und musikalischem Humor, gewürzt mit ein paar messerscharfen Dissonanzen, abwechslungsreich gestalteter Instrumentierung und rockigen Schlagzeugrhythmen.

In Wiesbaden wird das Stück unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne und in einer Neuinszenierung von Bernd Mottl, der in Wiesbaden zuletzt die Oper von Arno Schreier, Schade, dass sie eine Hure war,  inszenierte, zu erleben sein.

In dem temporeichen Stück, das mühelos den Spagat zwischen Musical-Song, Opernkoloratur und neuer Musik schlägt, wird die Titelpartie von Elissa Huber verkörpert, die derzeit in der Rolle der Lilli Vanessi in Kiss Me, Kate an der Wiener Volksoper zu sehen ist.

Die Produktion wird theaterpädagogisch begleitet

Musikalische Leitung Albert Horne Inszenierung Bernd Mottl Bühne, Kostüme Friedrich Eggert Chor Albert Horne Choreografie Myriam Lifka Licht Klaus Krauspenhaar Dramaturgie Daniel C. Schindler Theaterpädagogik Luisa Schumacher

MIT:  Anna Nicole Elissa Huber,  Stern Christopher Bolduc, Virgie Margarete Joswig, J. Howard Marshall Uwe Eikötter, Shelley / Marshall Family Lena Haselmann, Mayor of Mexia / Larry King Christopher Diffey Trucker / Doctor / Marshall Family Ralf Rachbauer Deputy Mayor / Patron / Runner Frederic Mörth Daddy Hogan / Marshall Family Daniel Carison Kay / Marshall Family Annette Luig Melissa / News Reporter Fleuranne Brockway Billy / News Reporter Nathaniel Webster Lap Dancer 1 Radoslava Vorgic Lap Dancer 2 Karolina Liçi Lap Dancer 3 Maike Menningen Lap Dancer 4 Jessica Poppe Teenage Daniel David Krahl

TänzerInnen:  Sofia Romano, Anna Heldmaier, Sarah Steinemer, Jasper Hanebuth, Soeren Niewelt, Max Menendez-Vazquez, Nathalie Gehrmann (Swing)

Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere OTELLO DARF NICHT PLATZEN!, 01.09.2019

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

OTELLO DARF NICHT PLATZEN! Das Musical
Brad Carroll / Peter Sham

Premiere So. 01.09.19, 19:30 Uhr, Stadttheater

Musical nach der Komödie von Ken Ludwig // Buch und Gesangstexte von Peter
Sham // Musik von Brad Carroll // Deutsch von Roman Hinze

Musikalische Leitung William Ward Murta Inszenierung Thomas Winter Bühne und Kostüme Ulv Jakobsen Choreografie Dominik Büttner Dramaturgie Jón Philipp von Linden Mit Dirk Audehm, Yun-Geun Choi, Mark Coles, Michaela Duhme, Christin Enke-Mollnar, Joshua Farrier, Patricia Forbes, Krzysztof Gornowicz, Jonas Hein, Navina Heyne, Franziska Hösli, Evelina Quilichini, Carlos Horacio Rivas, Roberta Valentini, Jeannine Michèle Wacker; Bielefelder Opernchor, Bielefelder Philharmoniker

Theaterdirektor Saunders ist verzweifelt: Das Opernhaus Cleveland fiebert einer Galavorstellung von Verdis Otello entgegen, die Theatergilde rotiert seit Wochen wegen des Festbanketts, der Saal ist lange ausverkauft, selbst Präsident Roosevelt hat sich angekündigt (wir schreiben 1934)! Als endlich der große Tag da ist, fehlt der wichtigste Gast: Startenor Tito Merelli. Was tun? Souffleur und Regieassistent Max ist bereit, einzuspringen, aber niemand darf etwas davon merken. Zwar taucht der vermisste Gast doch noch auf, hat auch sein Originalkostüm dabei, fällt aber nach einem handfesten Streit mit seiner Frau mithilfe von Beruhigungsmitteln in einen derart tiefen Schlaf, dass er die Vorstellung buchstäblich verschläft. Max brilliert als Otello, der Skandal ist abgewendet, das Publikum tobt – doch die Show hinter der Bühne geht jetzt erst richtig los, da diverse weibliche Mitglieder des Hauses die Chance auf ein Schäferstündchen mit dem Startenor durchaus nutzen wollen und Merelli selbst nicht nur aufgewacht ist, sondern sich ebenfalls in sein Otello-Kostüm geworfen hat …

Ken Ludwig schrieb 1986 die Komödie Otello darf nicht platzen als Schauspiel und landete damit seinen bisher größten Erfolg. Peter Sham und Brad Carroll, zwei Broadway-Autoren der jüngeren Generation, waren 2004 überraschenderweise die ersten, die auf die Idee kamen, ein Musical daraus zu machen. Was naheliegend war, schließlich lässt sich eine Komödie über die Oper und ihre Lieblings-Klischees mithilfe von Musik, Orchester, SängerInnen und Chor noch viel authentischer und spritziger erzählen.

Mit Jonas Hein (Max Garber) und Joshua Farrier (Tito Merelli) treffen ein Musical und ein Operntenor am Theater Bielefeld aufeinander, hochkarätig flankiert von Dirk Audehm (bekannt aus My Fair Lady), Jeannine Michèle Wacker (Daddy Langbein), Roberta Valentini (Das Molekül, City of Angels, Jekyll & Hyde u.v.a.m.) und Navina Heyne (Bonnie & Clyde) sowie dem überaus spielfreudigen Bielefelder Opernchor. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von William Ward Murta. Mit Thomas Winter (Inszenierung), Ulv Jakobsen (Bühne und Kostüme) sowie Dominik Büttner (Choreografie) ist ein Regieteam am Start, das der Komödie das richtige Timing, den nötigen »Drive« und jede Menge Charme zu verleihen imstande ist.

MUSIKALISCHE LEITUNG
William Ward Murta, geboren in Fort Smith/Arkansas und aufgewachsen in Oklahoma, ist seit 1984 Musical-Kapellmeister am Theater Bielefeld. Er übernahm die musikalische Leitung vieler Produktionen wie Cabaret, Evita, Chicago, La Cage aux Folles, Piaf, Die Comedian Harmonists, der Uraufführung von James Lyons Für mich soll’s rote Rosen regnen, Franz Wittenbrinks Männer – Tore, Tränen und Triumphe, Sekretärinnen und Mütter, außerdem She Loves Me, Jekyll & Hyde, Me and My Girl, Crazy For You, The Scarlet Pimpernel, Chess, Company, The Birds of Alfred Hitchcock, City of Angels, Die Hexen von Eastwick, Bonnie & Clyde, Sunset Boulevard, A Little Night Music, Hochzeit mit Hindernissen, Avenue Q, Frühlings Erwachen (Spring Awakening), My Fair Lady und Lazarus. Murta ist in Musikerkreisen ein gefragter Arrangeur; zahlreiche seiner Arrangements gehören zu den Standards von Musical- und Gala-Aufführungen im In- und Ausland. Darüber hinaus komponiert Murta eigene Musicals: 1987 M … wie Marilyn
und sein Werk über das Leben von Galileo Galilei, Starry Messenger (Sternenbote), das 2004 sehr erfolgreich am Theater Bielefeld uraufgeführt wurde. Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 folgte ebenso erfolgreich die Uraufführung von The Birds of Alfred Hitchcock und in der Spielzeit 2016/17 die Uraufführung von Das Molekül, für das er in fünf Kategorien beim Deutschen Musical-Theaterpreis nominiert und mit dem von New England Biolabs (NEB) ausgelobten »Passion in Science Award 2019« in der Kategorie »Arts & Creativity« ausgezeichnet wurde.

INSZENIERUNG
Thomas Winter war Sänger der Kölner Soulfunk Band Upstairs bevor er von 1995 bis 1999 an der Folkwang Hochschule Essen Schauspiel, Gesang und Tanz studierte. 1997 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang (Musical, Chanson, Song). Von 1999 bis 2001 war er fest als Schauspieler am Theater Heilbronn und von 2001 bis 2005 am Staatstheater Oldenburg engagiert.
Seit 2005 arbeitet er als freier Schauspieler, war in Film- und Fernsehproduktionen wie Das Duo, SOKO München oder Der Baader-Meinhof-Komplex zu sehen und spielte unter anderem am Theater Bielefeld, im Winterhuder Fährhaus in Hamburg, am Theater Münster, in der Bar jeder Vernunft in Berlin, an der Deutschen Oper am Rhein und am Nationaltheater Mannheim.
Darüber hinaus ist er als Regisseur tätig und inszeniert u. a. an der Oper Chemnitz, am Volkstheater Rostock, am Theater Konstanz und am Theater Bielefeld, wo er auch seit 2011 die Spielstätte Loft künstlerisch betreut. Am Bielefelder Theater inszenierte er u. a. mit großem Erfolg City of Angels, Sunset Boulevard, Cyrano, Hochzeit mit Hindernissen, Das Molekül und My Fair Lady.

BÜHNE UND KOSTÜME
Ulv Jakobsen wurde 1962 in Berlin-Pankow geboren. Er absolvierte sein Design- und Bühnenbildstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und machte 1993 sein Diplom. 1992 war er Assistent bei Robert Wilson. Jakobsen war an über 80 Produktionen als Bühnen- und Kostümbildner an verschiedenen Theatern beteiligt. Darunter das Nationaltheater Lubljana (Slowenien), das Deutsche Theater Berlin, das Staatstheater Schwerin und das Theatret Vårt in Norwegen. Darüber hinaus arbeitete Jakobsen als Theater- und Filmautor in Schwerin, Bremerhaven und für den Kinofilm Die Datsche (2003). Seine Theaterplakate wurden mehrfach ausgezeichnet und fanden Aufnahme in staatliche und private Sammlungen. Am Theater Bielefeld war Ulv Jakobsen an den Musicalproduktionen City of Angels, Sunset Boulevard, Cyrano, Das Molekül und My Fair Lady als Bühnen- und Kostümbildner beteiligt.

CHOREOGRAFIE
Dominik Büttner studierte Schauspiel, Gesang und Tanz in Wien und sammelte bereits als Balletteleve erste Bühnenerfahrungen an der Wiener Staatsoper und an der Volksoper. Es folgten zahlreiche Engagements als Musicaldarsteller und Schauspieler, u. a. am Theater an der Wien, Theater des Westens Berlin, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Karlsruhe, Bad Hersfelder Festspiele, Oper Kiel, Stadttheater Ingolstadt, Komödie Düsseldorf, Apollo Theater Stuttgart, Theater 11 Zürich und bei der Japan-Tournee von Elisabeth der Vereinigten Bühnen Wien. Dabei arbeitete er beispielsweise mit Helmut Baumann, Jürg Burth, Stefan Huber, Melissa King, Kim Duddy, Bernd Mottl, Otto Pichler, Harry Kupfer, Dennis Callahan, Werner Sobotka und Roman Polanski zusammen. Außerdem spielte er Rollen in TV-Produktionen von ZDF, NDR, WDR und im Kinofilm Polly Blue Eyes. Inzwischen ist er vermehrt auch als Choreograf und/oder Regisseur tätig, u. a. am Theater Bielefeld, Theater für Niedersachsen Hildesheim, den Schauspielbühnen Stuttgart, Stadttheater Ingolstadt, Tipi am Kanzleramt Berlin sowie für Theaterprojekte und Produktionen in Namibia, Russland, der Türkei und den USA. Daneben hat er einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin im Studiengang Musical und war Gastdozent an der University of Namibia und der University of North Carolina/USA.

BESETZUNG
Henry Saunders Dirk Audehm
Bernie Guter, Inspizient Carlos Horacio Rivas
Max Garber, Assistent Jonas Hein
Anna 1 (Dame der Operngilde) Evelina Quilichini
Anna 2 (Dame der Operngilde) Franziska Hösli
Anna 3 (Dame der Operngilde) Michaela Duhme
Diana Divane, Operndiva Navina Heyne
Maggie Saunders, Henrys Tochter Jeannine Michèle Wacker
Tito Merelli, Startenor Joshua Farrier
Maria Merelli, seine Frau Roberta Valentini
Bürgermeister von Cleveland Paata Tsivtsivadze
Harry, Liftboy Vladimir Lortkipanidze
Mickey, Polizist Krzysztof Gornowicz
Joe, auch Polizist Mark Coles

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, LA BOHÈME – Giacomo Puccini, 28.03.2019


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

LA BOHÈME  von Giacomo Puccini

Libretto Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, nach »Scènes de la vie de bohème« von Henri Murger

Giacomo Puccinis Oper LA BOHÈME feiert am 28. März 2019 Premiere im Gärtnerplatztheater. Die musikalische Leitung hat Chefdirigent Anthony Bramall, Regie führt Bernd Mottl. Sinnliche Melodien, Liebe, Eifersucht und ganz große Gefühle sind die Zutaten, mit denen Puccini sein Publikum seit jeher zu Tränen rührt.

Vor der Premiere laden wir Sie am 17. März 2019 zur Premierenmatinee ein. Gastdramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz informiert Sie gemeinsam mit beteiligten Künstlerinnen und Künstlern über das Stück und die Inszenierung – mit vielen musikalischen Beispielen. Sie erhalten zudem Einblicke in den Entstehungsprozess der Neuproduktion.

Der Dichter Rodolfo teilt sich mit dem Maler Marcello, dem Musiker Schaunard und dem Philosophen Colline eine ärmliche Wohnung im Pariser Künstlerviertel Quartier Latin. Bei einer zufälligen Begegnung verlieben sich Rodolfo und seine Nachbarin Mimì – das Traumpaar der Oper – unsterblich ineinander, doch werden Streit, Eifersucht und der sich zunehmend verschlechternde Gesundheitszustand Mimìs das Glück der beiden schon bald auf eine harte Bewährungsprobe stellen.

Musikalische Leitung   Anthony Bramall, Regie   Bernd Mottl, Bühne   Friedrich Eggert
Kostüme   Alfred Mayerhofer, Licht   Michael Heidinger, Video   Meike Ebert, Raphael Kurig
Choreinstudierung   Pietro Numico, Dramaturgie   Daniel C. Schindler

Rodolfo   Lucian Krasznec / Arthur Espiritu, Schaunard   Liviu Holender / Christoph Filler
Marcello   Matija Meic / Mathias Hausmann, Colline   Levente Páll / Christoph Seidl
Benoît   Martin Hausberg, Mimì   Camille Schnoor / Suzanne Taffot, Musetta   Mária Celeng / Jasmina Sakr, Parpignol   Stefan Thomas, Alcindoro   Holger Ohlmann, Sergeant   Thomas Hohenberger, Zöllner   Martin Hausberg, Chor und Kinderchor und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Premiere   28. März 2019, Premierenmatinee  17. März 2019, weitere Vorstellungen
März  30, April  4 / 6, Mai  10 / 29, Juni  9, Juli  11 / 13 / 18 – 2019

—| Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz |—

Berlin, TIPI am Kanzleramt, Frau Luna – Paul Lincke, IOCO Kritik, 09.03.2019

März 9, 2019 by  
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TIPI am Kanzleramt © Michael Haddenhorst

TIPI am Kanzleramt © Michael Haddenhorst

TIPI am Kanzleramt

Frau Luna mit Steppke  im Tipi am Kanzleramt

„Schlösser, die im Monde liegen..“, „das macht die Berliner Luft…“

von Daniela Zimmermann

In Berlin, zwischen Kanzleramt und dem Haus der Kulturen, mitten im grünen Tiergarten steht die von weitem sichtbare, größte stationäre Zeltbühne Europas, das TIPI  am Kanzleramt.

In der Sprache der Dakota-Indianer bedeutet  TI wohnen und PI benutzen. Ein Anspruch, nachdem sich hier im Zelt die Künstler und auch das Publikum wohl  fühlen sollen. Gründer Holger Klotzbach gab dem Theaterzelt, welches 2002 eröffnet wurde, diesen Namen. Der blau ausgeschlagene große Theaterraum mit festen Tischplätzen und  einladenden Ambiente verfügt über 552 Plätze. Die Zeltarchitektur umfasst 800 Quadratmeter und eine Raumhöhe von 8 Metern. Für jeglichen Komfort ist gesorgt. Mit spannender Unterhaltung und  guter Gastronomie lässt sich ein Abend in der Nähe des Kanzleramtes wahrlich immer genießen.

Frau Luna – Paul Lincke
youtube Video des TIPI am Kanzleramt
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Das TIPI am Kanzleramt bietet allabendlich  Cabaret, Varieté, Musical, Lesungen, Chansons, Artistik oder Comedy.  2016, zu Paul Linckes 150. Geburtstag, inszenierte  das TIPI seine bekannteste Operette, Frau Luna. Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“, „Schlösser, die im Monde liegen“, „das macht die Berliner Luft“: wunderbar, Berlin wie es leibt und lebt. Und so, war auch das Publikum wie wir, aus München zugereiste, mitgerissen von  der Berliner Stimmung auf der Bühne mit den so herrlich echten Berliner Liedern.

Paul Lincke war das Berliner Pendant zu Johann Strauß in Wien: Ein Operettenkönig, der die Berliner Operette schuf. Paul Linckes lebensnahe Lieder werden in Berlin auch heute oft gespielt; in der schwierigen Nachkriegszeit waren sie fröhlich stimmende Mutmacher in Berlin wie anderswo in ganz Deutschland.

Den Besuchern des TIPI waren Linckes Lieder natürlich allesamt bekannt; so wurde leise mitgesungen oder zu manchen Liedern im Takt auch feste geklatscht: Die  Stimmung im TIPI brodelte den ganzen Abend,  Begeisterung pur war allzeit zu spüren.

TIPI am Kanzleramt / Frau Luna © Barbara Braun

TIPI am Kanzleramt / Frau Luna © Barbara Braun

Frau Luna  im TIPI ist frech, frivol und charmant berlintypisch:  Viele liebenswerte Einfälle brachte der  Wahlberliner und Regisseur Bernd Mottl auf die Bühne.  Arrangements und musikalische Leitung  Johannes Roloff  Seit 1991 arbeitet Johannes Roloff mit dem bekannten Comedy -Trio Geschwister Pfister zusammen, die auch in der Frau Luna zu hören waren. Von Friedrich Eggert stammen die originellen Bühnenbilder und Heike Seidler entwarf die Kostüme. Nicht zu vergessen, das reizend neckische Mondelfenballett, Choreografie (Christopher Tölle).

Der Operninhalt basiert auf viel Fantasie, spielt beständig mit dem Berliner Milieu und  Berlin-typischen Gewohnheiten.  Fritz Steppke (Benedikt Eichhorn) ist solch ein waschechter Berliner. Mit seiner Erfindung, dem Stratosphären-Expressballon, soll es zusammen mit den Freunden Lämmermaier (Merten Schroedter) und Panneke (Max Gertsch) auf den Mond reisen. Marie (Sharon Brauner), seine Liebste, lehnt ab mitzureisen. Für Tante Mathilde, Frau Pusebach,  Steppkes Vermieterin, sind Steppkes Vorhaben nur Illusionen. Aber die drei Freunde lassen sich nicht abhalten, es wird zum Mond geflogen und auch Frau Pusebach (Christoph Marti) kann das Vorhaben nicht verhindern; im Gegenteil; ungewollt fliegt sie mit.

Der Mond ist jedoch schon bewohnt: So werden die drei Freunde  von Frl. Groom (Ades Zabel) empfangen, und das nicht gerade freundlich. Auch Haushofmeister Theophil (Tobias Bonn)  ist nicht erfreut. Theophil interessieren die Gäste nicht; er,   muss sich um seine Braut Stella (Anna Mateur), kümmern, hat Ärger mit ihr.

Frau Luna – Paul Lincke
youtube TIPI Video zur Premiere von Frau Luna mit Besucherstimmen
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Zum Erstaunen der irdischen Besucher  ist der so berühmte Mann im Mond tatsächlich eine flotte attraktive Witwe (Andreja Schneider), der Fritz Steppke sehr gut gefällt. Und dann gibt es da noch Prinz Sternschnuppe von der Milchstraße (Gustav Peter Wöhler), der seit ewigen Zeiten vergeblich versucht das Herz der Frau im Mond zu gewinnen.

Frau Luna ist begeistert von den Erdenbesuchern. Zu allem Überfluss kommen auch noch die Sterne Venus (Cora Frost) und Mars (Aykut Kayacik) zu Besuch. Auf dem Mond ist nun richtig was los und viele schräge Verwicklungen bahnen sich an. Den von der Erde angereisten Berliner wird dies alles zu viel; sie wollten doch nur „mal kieken…

Theophil rettet die Situation mit einer spontanen Idee. Er bittet Prinz Sternschnuppe mit seinem Milchstraßenkreuzer auch Marie auf den Mond zu holen. Und Fritz beim Anblick seiner Marie überfällt sofort die Sehnsucht auf seine Braut und sein Leben an der Spree. Er entscheidet sich für seine Braut und auch Prinz Sternschnuppe wird endlich von Frau Luna erhört. So finden, Paul Lincke sei Dank, alle Paare glücklich zueinander.

Es könnte auch nicht anders sein, bei der Berliner Luft, Luft,Luft….

Frau Luna von Paul Lincke wird im TIPI am Kanzlert noch bis zum 31.3.2019 gespielt

—| IOCO Kritik TIPI am Kanzleramt |—

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