Hannover, Staatsoper Hannover, Spielplan SEPTEMBER 2018

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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover –  SEPTEMBER 2018

Die weltweit gefeierte Sopranistin Catherine Foster ist Stargast beim Konzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover, das die neue Spielzeit am 1. September eröffnet. Einen Tag später gibt das Sängerensemble beim Eröffnungskonzert einen Ausblick auf das Programm der neuen Saison.

Erste Premiere der Spielzeit ist Richard Wagners Tristan und Isolde, eines der Gipfelwerke der Opernliteratur (16.9.). Es inszeniert der international gefragte Regisseur Philip Langridge, Generalmusikdirektor Ivan Repuši? steht am Pult.

Drei Wiederaufnahmen ermöglichen eine neuerliche Begegnung mit beliebten Inszenierungen. Das Ballett Marilyn macht am 15.9. den Anfang, am 20.9. folgt Mozarts Zauberflöte, und mit My Fair Lady kehrt das neben der West Side Story berühmteste Musical zurück auf den Spielplan (28.9.).

Werke von Ravel, Saint-Saëns, Respighi und Richard Strauss stehen auf dem Programm des 1. Sinfoniekonzerts des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover am 23. und 24.9. Generalmusikdirektor Ivan Repušic dirigiert, Solist im berühmten 2. Klavierkonzert von Saint-Saëns ist der junge Pianist Dejan Lazic.

Viel Spaß für die ganze Familie gibt es beim Ballhoffest der Jungen Oper am 8.9.


PREMIERE OPER

TRISTAN UND ISOLDE  –  RICHARD WAGNER (1856 / 57 – 59)
TEXT VOM KOMPONISTEN – NACH DEM VERSROMAN TRISTAN  DES GOTTFRIED VON STRASSBURG

EINFÜHRUNGSSOIREE: FR, 07.09.18, 18:30 UHR, LAVES-FOYER
PREMIERE SO, 16.09.18, 17:00 UHR

»Tristan du, / ich Isolde, / nicht mehr Tristan! / Du Isolde, Tristan ich, nicht mehr Isolde!« Der Utopie des absoluten Verschmelzens geben sich der kornische Ritter Tristan und die irische Prinzessin Isolde hin. Doch nie wird ihre Liebe sich erfüllen – schon allein aus dem profanen Grunde, dass Isolde dem König Cornwalls versprochen ist und Tristan seinen Herrn nie hintergehen würde. So bleiben Tristan und Isolde Getriebene des Traumes von einer Existenz jenseits der unüberwindbaren Trennungen unserer Welt wie Mann und Frau, Feuer und Wasser, Tag und Nacht.

Richard Wagners Musik folgt mit ihrer bahnbrechenden Harmonik den Gedanken dieses tragischen Liebespaars in die geheimsten Winkel. So reißt sie den Zuschauer in nie zuvor dagewesener Weise in den Strom unaussprechlicher Sehnsüchte der Liebenden: in den Widerstreit von Liebesverlangen und Pflichterfüllung, von Liebessehnsucht und Liebesqual, und in die Flucht vor dem Licht des Lebens in das erlösende Dunkel des Todes.

MUSIKALISCHE LEITUNG Ivan Repuši? INSZENIERUNG Stephen Langridge BÜHNE UND KOSTÜME Conor Murphy LICHT Susanne Reinhardt CHOREINSTUDIERUNG Lorenzo Da Rio DRAMATURGIE Christopher Baumann

TRISTAN Robert Künzli KÖNIG MARKE Shavleg Armasi / Tobias Schabel ISOLDE Kelly God KURWENAL Stefan Adam MELOT / STEUERMANN Byung Kweon Jun / Gihoon Kim BRANGÄNE Khatuna Mikaberidze EIN HIRT Uwe Gottswinter / Edward Mout EIN JUNGER SEEMANN Simon Bode / Pawel Brozek BUTOH-TÄNZER Nora Otte, Tadashi Endo

Herrenchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover


KONZERT ZUGUNSTEN DER STIFTUNG STAATSOPER HANNOVER
SA, 01.09.18, 19:30 UHR

Stargast beim Konzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover zu Beginn der Spielzeit 2018 /19 ist Catherine Foster, die zu den gefragtesten Interpretinnen im dramatischen Fach gehört und weltweit in den Opern von Wagner und Strauss, aber auch in der Titelrolle von Puccinis Turandot große Erfolge feiert. Gemeinsam mit Mitgliedern des Opernensembles präsentiert Catherine Foster ein Gala-Programm zur neuen Spielzeit. Sie selbst wird mit Ausschnitten aus Tristan und Isolde und Turandot zu erleben sein. Auf dem Programm stehen außerdem Szenen und Arien aus Benjamin Brittens Ein Sommernachtstraum, Hector Berlioz‘ Fausts Verdammnis und Jacques Offenbachs König Karotte. Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover spielt unter der Leitung von GMD Ivan Repuši?, Mark Rohde, Valtteri Rauhalammi und Cameron Burns. Es moderiert Chefdramaturg Klaus Angermann.


ERÖFFNUNGSKONZERT DER SPIELZEIT 2018 / 19
SO, 02.09.18, 18:30 UHR

Ein musikalischer Ausblick, der Lust machen möchte auf die neue Opernsaison – mit Ausschnitten aus Wagners Tristan und Isolde, Berlioz‘ Fausts Verdammnis, Brittens Ein Sommernachtstraum, Schrekers Die Gezeichneten und Offenbachs König Karotte.

MIT Carmen Fuggiss, Kelly God, Khatuna Mikaberidze, Mareike Morr, Stella Motina, Ylva Stenberg, Monika Walerowicz, Pawel Brozek, Daniel Eggert, Uwe Gottswinter, Byung Kweon Jun, Eric Laporte, Sung-Keun Park, Tobias Schabel, Frank Schneiders

DIRIGENTEN Ivan Repušic´, Mark Rohde, Valtteri Rauhalammi, Cameron Burns

MODERATION Klaus Angermann


REPERTOIRE OPER UND BALLETT


MARILYN

Sexsymbol par excellence und Ikone des 20. Jahrhunderts: Marilyn Monroe genießt ihre minutiös kreierte Rolle als Medienstar – und zerbricht daran. Ein Phänomen, das Jörg Mannes fasziniert. Er betrachtet es aus unserer Zeit heraus, wo in einem Universum voller Selfies ein erbitterter Kampf um das Wahrgenommen-Werden geführt wird. Schlaglichtartig fällt Mannes’ Blick auf Marilyn, deren perfektes Image ihr eigentliches Selbst zum Verschwinden brachte. Das Ballett entführt in die Welt des schönen Scheins und entfaltet ein Wechselspiel von heute mit dem Flair der 1950er Jahre. »Die Personenregie fällt durchweg einleuchtend aus, clever die Dramaturgie und eindrucksvoll die Leistung des Ensembles, das bis in die winzigsten Handlungsfältchen hinein mitreißend aufspielt und -tanzt.« tanz

WIEDERAUFNAHME SA, 15.09.18, WEITERE VORSTELLUNG AM FR, 21.09.18


MY FAIR LADY

Der antike Mythos des Künstlers Pygmalion, der sich die ideale Frau aus Stein formt und zum Leben erweckt, stand Pate für George Bernard Shaws Stück Pygmalion, das wiederum als Vorlage für das 1956 entstandene Musical My Fair Lady von Frederick Loewe diente. Sprachforscher Professor Higgins bildet das Blumenmädchen Eliza Doolittle zur High-Society-Lady aus und will nicht wahrhaben, dass auch Eliza ein Mensch mit Gefühlen ist … In dieser Spielzeit laufen die letzten Vorstellungen der Erfolgsinszenierung von Bernd Mottl, die seit 2009 auf dem Spielplan steht. »Die Inszenierung strotzt geradezu vor guter Laune und blitzenden Einfällen.« Cellesche Zeitung »Diese Produktion ist hoch professionell – und vor allem: höchst amüsant.« HAZ

WIEDERAUFNAHME FR, 28.09.18


DIE ZAUBERFLÖTE

Was könnte die Bedeutung der »Oper aller Opern« besser veranschaulichen als die Tatsache, dass die NASA 1977 eine Sonde mit der Arie der Königin der Nacht in die Weiten des Alls schickte, als Symbol für die hochentwickelte Kultur unseres Planeten? Auch die Erdbewohner in und um Hannover kommen nun wieder in den Genuss von Mozarts ebenso beliebtem wie rätselhaftem Meisterwerk, das zwischen ganz unterschiedlichen musikalischen Stilen und Handlungsebenen pendelt und vor allem eins ist: ein großes musikalisch-szenisches Abenteuer. »Eine Aufführung, die eine Menge Fragen hinterlässt und genau deswegen sehenswert ist.« nmz

WIEDERAUFNAHME DO, 20.09.18., WEITERE VORSTELLUNGEN AM SA, 22.09. UND SA, 29.09.18


OPER EXTRA


PUBLIKUMSCHOR »LIEBESLEID«

Singen Sie mit und klagen Sie auf musikalisch schönste Weise ihr »Liebesleid «. Wenige Tage nach der Premiere von Tristan und Isolde singt Bariton Stefan Adam alias Kurwenal mit 70 sangeswütigen Hannoveranern Stücke quer durch alle Genres und natürlich aus Richard Wagners Werk.

MI, 19.09.2018, 19:00 UHR, LAVES-FOYER


BALLHOFFEST
FEST DER JUNGEN OPER ZUR ERÖFFNUNG DER SPIELZEIT
SA, 08.09.18, AB 15:00 UHR IM UND UM DEN BALLHOF

Es wird wieder bunt im Herzen der Altstadt Hannovers – es ist Ballhoffest! Zu ihrer Spielzeiteröffnung lädt die Junge Oper ein zu einem spannenden Programm für alle ab 4 Jahren auf den Bühnen von Ballhof Eins und Zwei, in den Foyers und auf dem Ballhofplatz. Hören, Sehen und Mitmachen ist das Motto: Mit dabei ist Heini, der kleine Vampir, der in Starke Stimmen mit den jungen Künstler des Ensembles die Welt des Gesangs erkundet. Außerdem zu erleben ist die 100. Vorstellung der Volks- und Kinderliederreise Bi-Ba-Butzemann!, eine interaktive Musik-Märchenzeit mit Hans Christian Andersens Des Kaisers neue Kleider und eine musikalische Abenteuerreise für Kinder in das schöne Panama!

Nicht fehlen dürfen natürlich Bastelaktionen und Clown Lakis mit seinen Späßen; mit Musikern des Niedersächsischen Staatsorchesters können Kinder Instrumente ausprobieren oder sich beim Kinderschminken verwandeln lassen. Wer zwischendurch verschnaufen will, kann das bei Eltern-Kind-Yogakursen der Ada und Theodor Lessing Volkshochschule tun – oder bei Leckereien des Operncaterers Da Capo! Catering.

Der Eintritt ist frei, kostenlose Zählkarten für die Bühnenprogramme sind

ab dem 6. August an den Theaterkassen erhältlich.


1. SINFONIEKONZERT
MAURICE RAVEL
Rapsodie espagnole (1907 / 08)
CAMILLE SAINT-SAËNS
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 22 (1868)
OTTORINO RESPIGHI
Fontane di Roma (RömischeBrunnen, 1916)
RICHARD STRAUSS
Don Juan. Tondichtung für großes Orchester op. 20 (1887 / 89)
Wie wird aus fremden Stoffen und Klängen etwas Eigenes? Die Anverwandlung fällt je nach Komponist sehr unterschiedlich aus! Eine Liebe aus der Distanz verband den französischen Basken Ravel mit der spanischen Heimat seiner Mutter. Seine Rapsodie espagnole zeichnet ein idealisiertes Spanien, in einem geheimnisvollen, vor leidenschaftlicher Energie taumelnden Klangbild. Wesentlich konkreter skizzierte der Bologneser Respighi seine Wahlheimat Rom. Die sinfonische Dichtung Fontane di Roma beschreibt vier römische Brunnen zu verschiedenen Tageszeiten, von der Morgendämmerung bis zum Übergang in die Nacht. Viele fremde Stoffe hat sich Richard Strauss zu eigen gemacht. Seine Tondichtung über den großen, so maß- wie rastlos Liebenden Don Juan bedeutete die Initialzündung für seinen eigenen Tonfall und den Durchbruch im Konzertsaal. »Der Klang war wundervoll, von einer riesigen Glut und Üppigkeit«, schrieb der 24-jährige Komponist an seine Eltern.

Dieser Überschwang war Camille Saint-Saëns fremd: »Kunst kann sehr gut ohne Emotion auskommen «, meinte er, »und tatsächlich ist sie besser dran, wenn sie es tut.« Sein 2. Klavierkonzert lässt Einflüsse von Bach wie Mendelssohn anklingen und prägt mit Wärme, Eleganz und Virtuosität doch einen ganz eigenen Stil.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
SOLIST Dejan Lazi? (Klavier)
DIRIGENT Ivan Repuši?
SO, 23.09.18, 17:00 UHR
MO, 24.09.18, 19:30 UHR
Kurzeinführung mit Ivan Repuši?
jeweils 45 Minuten vor dem Konzert

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Manon von Jules Massenet, 28.10.2017

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

 Manon von Jules Massenet (1842 – 1912)

Premiere am 28. Oktober 2017 um 19.30 Uhr, weitere Vorstellungstermine: 5. & 9. November 2017 jeweils 19.30 Uhr

In einer raffinierten Melange aus Romantik und moderner Psychologie, mit schmeichelnder Melodik und ausgefeilten Orchestrierungen schrieb Jules Massenet seinen Welterfolg Manon. In Wiesbaden ist die Oper in der Inszenierung von Bernd Mottl zu sehen. Zuletzt inszenierte er in Wiesbaden Leonard Bernsteins Candide für die Opernbühne und führte Regie in George Taboris Schauspiel Mein Kampf. Das Hessische Staatsorchester spielt unter der Musikalischen Leitung von Jochen Rieder, international gefragter Gastdirigent in Oper und Konzert.

Die Titelpartie übernimmt Cristina Pasaroiu, die zuletzt in Wiesbaden als Desdemona in Otello und als

Violetta in La Traviata zu erleben war. Operalia-Gewinner Ioan Hotea gibt sein Rollendebüt in der Partie des Chevalier des Grieux. Christopher Bolduc, zuletzt in der Titelpartie von »Eugen Onegin«, kommt als Lescaut auf die Bühne. Florian Kontschak, der in Wiesbaden in der Wiederaufnahme von »Falstaff« als Pistola debütierte und in der laufenden Saison Tom in »Ein Maskenball« singt, ist Graf des Grieux.

Inszenierung Bernd Mottl Musikalische Leitung Jochen Rieder Bühne, Kostüm Friedrich Eggert Chor Albert Horne Licht Ralf Baars Dramaturgie Regine Palmai

Manon Cristina Pasaroiu Chevalier des Grieux Ioan Hotea Lescaut Christopher Bolduc Graf des Grieux Florian Kontschak Guillot-Morfontaine Erik Biegel Monsieur de Brétigny Benjamin Russell / Nathaniel Webster Ein Gastwirt, Ein Sergeant Wolfgang Vater Pousette Shira Patchornik Javotte Stella An Rosette Silvia Hauer
Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hannover, Staatsoper Hannover, Spielplan November 2017

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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski


Spielplan November 2017


Richard Strauss’ faszinierende Salome zeigt die Staatsoper ab 18. November in einer Neuinszenierung von Ingo Kerkhof, der an der Staatsoper u.a. mit seiner konzentrierten „Figaro“-Inszenierung bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Ivan Repuši?, der sich nach den Wagner- und Puccini-Premieren der vergangenen Saison damit erstmals mit einer Strauss-Oper präsentiert. – Seinen kleinen Brahms-Zyklus vollendet der Pianist Lars Vogt mit dem Mammutwerk des 1. Klavierkonzerts beim 3. Sinfoniekonzert am 26.11. Im September spielte und dirigierte Vogt das 2. Klavierkonzert in Personalunion, nun steht GMD Ivan Repuši? am Pult und hat mit César Francks Sinfonie d-Moll außerdem ein spätromantisches Werk aus Frankreich im Gepäck. – Noch dreimal zu erleben sind Stefan Adam als Holländer und Kelly God als Senta in Wagners Der fliegende Holländer. – Weitere Wiederaufnahmen des Monats beinhalten Jörg Mannes’ Henry VIII-Ballett, Donizettis Der Liebestrank, Puccinis Manon Lescaut und Rossinis Wilhelm Tell (konzertant, unter der Leitung von Alessandro De Marchi). In der Jungen Oper sind weiterhin im Repertoire der Club Figaro (ab 13), Das Märchen vom Märchen im Märchen (ab 5) sowie der Dauerbrenner Oh, wie schön ist Panama (ab 5). – Gleich zweimal dürfen sich sangesfreudige Besucher beim Publikumskonzert ausprobieren (1.11. und 29.11.). – „Spielen erlaubt!“ heißt es beim 1. Kinderkonzert, wenn Vampir Heini Regelbrüche in der Musik erkundet. – Das 2. Kammerkonzert – wieder am neuen Ort, dem Niedersächsischen Landesmuseum – bestreitet die stellvertretende Solocellistin Christine Balke mit ihrer Duopartnerin Maria Lagutina und Werken von Brahms, Grieg und Schostakowitsch. Die Eintrittskarte berechtigt auch zum Museumsbesuch am 12.11.


PREMIERE OPER


SALOME
OPER VON RICHARD STRAUSS
DRAMA IN EINEM AKT (1905)
TEXT VOM KOMPONISTEN NACH DEM DRAMA »SALOMÉ« VON OSCAR WILDE IN DER ÜBERSETZUNG VON HEDWIG LACHMANN
PREMIERE SA, 18.11.17, 19:30 UHR

Vamp, femme fatale, erotisches Monstrum – solche Klischees bestimmen bis heute das Bild der Salome. Als Ziel moralischer und religiöser Entrüstung und als Objekt der Begierde gleichermaßen, hat es die judäische Königstochter zu einer Prominenz gebracht, die sich in den künstlerischen Gestaltungen ihrer Geschichte über die Jahrhunderte widerspiegelt. Aber erst durch Oscar Wildes 1892 entstandenen Einakter wurde die Prinzessin zur Symbolgestalt eines morbiden und nach Schönheit und Luxus gierenden »Fin de siecle«.

Nach seinen zwei Opernerstlingen gelang Richard Strauss mit Salome der große Wurf, mit dem er Theatergeschichte geschrieben hat. Die Musik liefert ein Psychogramm der Bühnenfiguren; das eigentliche Drama vollzieht sich im Inneren dieser Figuren. Denn ungeachtet des üppigen Orchesterklangs ist Strauss’ Salome kein Werk oberflächlicher orientalischer Prachtentfaltung und bunter Exotismen. In einem der vielleicht am meisten missverstandenen Werken der Operngeschichte gilt es, das innere Drama der jungen Prinzessin, die aus einer deformierten Welt ausbrechen will, an die sie letztlich doch gekettet ist, neu zu entdecken.

MUSIKALISCHE LEITUNG Ivan Repuši? INSZENIERUNG Ingo Kerkhof BÜHNE Anne Neuser KOSTÜME Inge Medert CHOREOGRAPHIE Mathias Brühlmann LICHT Elana Siberski DRAMATURGIE Klaus Angermann

SALOME Annemarie Kremer HERODES Robert Künzli HERODIAS Khatuna Mikaberidze JOCHANAAN Brian Davis NARRABOTH Simon Bode PAGE Hanna Larissa Naujoks/Josy Santos u.a.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

 


REPERTOIRE OPER UND BALLETT


DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Der Holländer hat sich einst in die Stürme geworfen und das Schicksal, die Natur und Gott herausgefordert. Der Lohn für seine Hybris ist ein Fluch, der es ihm nur noch alle sieben Jahre gestattet, an Land zu gehen. Nur eine Frau, die einen Schwur auf ewige Treue einlösen kann, vermag ihn davon zu befreien. Könnte Senta die Erlösung des Holländers sein? Obsessiv träumt sich Senta einen Mann wie den Holländer herbei – einen Mann, wie es der Jäger Erik niemals sein kann. Und tatsächlich: als sich der Holländer und Senta begegnen, tritt zum ersten Mal Stille in die Herzen der beiden Suchenden. Doch ist es der stille Einklang zweier Herzen, die ihre Bestimmung gefunden haben – oder die dräuende Stille im Auge des Sturms, dem Unheil folgen wird? »Mensch gegen Natur, Bernd Mottl stellt das große Ganze in den Mittelpunkt.« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 05.11., 14.11. UND ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT AM 23.11.17


HENRY VIII

Als König Heinrich der Achte von England mit 55 Jahren stirbt, ist er ein kranker, fettleibiger Despot. Der ehemals glänzende Hoffnungsträger entwickelt sich zum Schrecken seines Volkes: Zehntausende werden durch ihn zum Tode verurteilt – darunter zwei seiner sechs Ehefrauen. Seinem lang ersehnten Thronerben Edward hinterlässt Henry ein ausgeblutetes Land und leere Staatskassen. Jörg Mannes rückt die imposante Gestalt dieser historischen Figur ins Zentrum seines Balletts. Mark Polscher hat für Henry VIII eigens einen Klangraum für Orchester und Elektronische Musik geschaffen. Die Komposition erklingt gemeinsam mit Werken von Edward Elgar und Johann Sebastian Bach. »Wunderbar verdeutlicht Mannes in seiner Choreographie die Beziehungen Henrys zu seinen Frauen.« HAZ

VORSTELLUNGEN AM 03.11., 11.11. UND ZUM LETZTEN MAL AM 19.11.17

GRANDBROTHERS, FOTO: TONJE-THILESEN


DER LIEBESTRANK

Nemorino verzehrt sich nach Adina, die ihn jedoch nicht ernst nimmt. Wie gut, dass Dulcamara einen Liebestrank für derartige hoffnungslose Fälle im Sortiment hat. Der feste Glaube an die baldige Wirkung des Tranks steigert Nemorinos Selbstbewusstsein, was wiederum Adina ärgert. Aus Trotz entschließt sie sich zur Hochzeit mit dem Soldaten Belcore. Um eine weitere Flasche des wundertätigen Elixiers kaufen zu können, lässt sich Nemorino von Belcore als Soldat anwerben. Erst als Adina hiervon erfährt, erkennt sie die Aufrichtigkeit von Nemorinos Gefühlen. »So macht Belcanto Spaß!« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 16.11. UND 25.11.17


MANON LESCAUT

Im Mittelpunkt von Puccinis erstem Welterfolg steht die fatale Liebesbeziehung zwischen dem Adeligen Des Grieux und der jungen Manon Lescaut. Der Zwiespalt zwischen der Sehnsucht nach Liebe und den Vorzügen eines Lebens im Luxus wird Manon zum Verhängnis. Mit Manon Lescaut gelang Puccini der internationale Durchbruch. »Ein nicht nur musikalisch hinreißender Abend, der beweist, dass spannende und emotional packende Personenregie nicht nur möglich ist, sondern optisch genussvoll zum Nachdenken anregen kann.« Online Musik Magazin

VORSTELLUNGEN AM 04.11., 10.11. UND 24.11.17


WILHELM TELL

Im Stile einer Grand opéra mit prachtvollen Chören präsentiert Rossini den Befreiungsschlag der Schweizer gegen die habsburgischen Besatzer, der zur Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft führte. Die Tell-Legende wird verknüpft mit der unglücklichen Liebe zwischen dem Schweizer Arnold und der habsburgischen Prinzessin Mathilde. Das berühmte Geschehen rund um Rütlischwur und Apfelschuss entfaltet Rossini in einem musikalisch eindrucksvollen Naturidyll. Für die konzertante Aufführungsserie konnte Alessandro De Marchi gewonnen werden – renommierter Spezialist für die Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

VORSTELLUNGEN AM 12.11. UND 17.11.17

 


REPERTOIRE JUNGE OPER


CLUB FIGARO, AB 13 JAHREN

Mittendrin ist man im »Club Figaro« – frei von der Aufsicht durch Eltern, Lehrer und sonstige Aufpasser. Sein, wer man ist, sich treffen, mit wem man will, Freundschaften pflegen und neue Kontakte knüpfen – all das kann man hier. Mittendrin ist auch Cherubino – und zwar mitten auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, wohin man gehört, wohin die Zukunft führen wird. Wie weit geht man, um dazu zu gehören? Musikalisch heißt das: Mozart trifft Band trifft Club-Musik – eine Synthese, die ebenso verrückt sein kann, wie der legendäre Komponist selbst.

VORSTELLUNGEN AM 03.11., 10.11., 14.11., 19.11. UND 24.11.17


DAS MÄRCHEN VOM MÄRCHEN IM MÄRCHEN, AB 5 JAHREN

Nachdem er seine Mutter verloren hat, muss der kleine Mahmut für sich selbst sorgen. Bei einer Reihe von Abenteuern steht ihm ein Glücksvogel bei und wendet alles zum Guten. Auf poetische Weise führt die Geschichte nach Kemal Kurt den jungen Helden durch vier Episoden, in denen der kleine Waisenjunge seine schmerzvollen Erfahrungen zu bewältigen lernt und seinen Platz innerhalb der Gesellschaft findet. Traditionelle türkische Lieder reichern die Handlung an, in den farbenprächtigen Kostümen finden sich Anklänge an den orientalischen Kontext des Märchens. »Toll: Deutsche, türkische oder sonst woher stammende Kinder versanken gemeinsam in dem Märchen vom Märchen, bei dem Sprachbarrieren keine Rolle spielen.« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 09.11., 12.11., 13.11. UND 21.11.17


OH, WIE SCHÖN IST PANAMA, AB 5 JAHREN

Auf der Suche nach Panama brechen Bär und Tiger zu einer philosophischen Reise auf und erkennen am Ende: Auch wer im Kreis gelaufen ist, kommt doch anders und auch anderswo an, als er losgelaufen ist. Die spielerisch-poetische Musik schuf der junge Komponist Stefan Johannes Hanke (Der Teufel mit den drei goldenen Haaren) als Auftragswerk der Staatsoper. »Librettistin Dorothea Hartmann hat aus Janoschs tiefgründiger Bildergeschichte eine temporeiche Story gemacht.« HAZ

VORSTELLUNG AM 16.11.17


3. SINFONIEKONZERT
JOHANNES BRAHMS Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15 (1854 – 57)
CÉSAR FRANCK Sinfonie d-Moll (1887 / 88)

Die Tonart d-Moll verbindet die beiden Werke dieses Konzertprogramms, denen bei ihren Uraufführungen wenig Glück beschieden war: Wie das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms 1859 in Hannover auf Unverständnis stieß, bereitete die Sinfonie César Francks 30 Jahre später in Paris den Hörern gravierende Schwierigkeiten. Brahms’ Konzert irritierte mit sinfonischen Ausmaßen und einer engen Verzahnung von Klavier- und Orchestersatz; statt vordergründiger Virtuosität herrscht dramatischer Furor und sensible Innerlichkeit. Wuchtig entlädt sich der titanische Kopfsatz mit einer Direktheit, die die komplizierte Entstehung zu verleugnen scheint. Zunächst als Sonate für zwei Klaviere konzipiert, dann als Ausgangspunkt für eine Sinfonie gedacht, entwickelte sich das Werk über drei Jahre zu Brahms’ erstem Werk mit Orchester überhaupt.

Francks Zeitgenossen haderten mit dessen Bemühungen um eine neue, sehr persönliche Auslotung der sinfonischen Formschemata, mit seiner Vielfalt an Motiven und komplexen Kontrapunktik. Für jüngere französische Komponisten wie Ernest Chausson, Vincent d’Indy oder Franck-Schüler Claude Debussy sollte jedoch gerade diese Sinfonie mit ihrer weit in die Zukunft weisenden Harmonik eines der einflussreichen Werke ihrer Zeit werden.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
SOLIST Lars Vogt (Klavier) DIRIGENT Ivan Repuši?
SO, 26.11.17, 17:00 UHR
MO, 27.11.17, 19:30 UHR
Einführung mit Ivan Repuši? jeweils 45 Minuten vor dem Konzert


1. KINDERKONZERT »SPIELEN ERLAUBT!«
ÜBER ZUFALL UND MUSIKALISCHE REGELN

Kinder spielen gerne, das ist klar. Musiker spielen auch. Und für beides braucht man Regeln, oder? Welche Spielregeln gelten in der Musik, und was passiert, wenn man sich nicht daran hält? Heini, der kleine Vampir, macht sich auf die Spurensuche durch 300 Jahre Musikgeschichte von Johann Sebastian Bach bis John Cage. Dabei begegnet er Naturgesetzen wie dem Echo und menschlichen Erfindungen wie Kanon und Kontrapunkt, immer auf der Fährte musikalischer Gesetze und Regelbrüche.

MIT Heini, dem kleinen Vampir (Britt Wolfgramm / Eva Spilker), Mareike Morr (Mezzosopran)
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
DIRIGENT Siegmund Weinmeister
SO, 05.11.17, MO, 06.11.17 UND DI, 14.11.17, JEWEILS 11:00 UHR


2. KAMMERKONZERT: CELLO UND KLAVIER
JOHANNES BRAHMS Cellosonate D-Dur op. 78 (1879 / 97)
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH Cellosonate op. 40 (1934)
EDVARD GRIEG Cellosonate a-Moll op. 36 (1882 / 83)

Beim 2. Kammerkonzert im Landesmuseum präsentiert die stellvertretende Solocellistin Christine Balke mit ihrer Duopartnerin Maria Lagutina ein gewichtiges Sonatenprogramm. Handelt es sich bei Brahms’ op. 78 ursprünglich um eine Violinsonate, die der Leipziger Musiker Paul Klengel für seinen Bruder, den berühmten Cellisten Julius Klengel, transkribierte, sind die beiden anderen Werke Originalkompositionen. Edvard Grieg belebt die strenge Struktur der Sonatenform mit schwelgerischer Romantik; Dmitri Schostakowitsch verbindet russisches Kolorit mit karikierender Groteske.

MIT Christine Balke (Violoncello) und Maria Lagutina (Klavier)
SO, 12.11.17, 11:00 UHR
VORTRAGSSAAL DES NDS. LANDESMUSEUMS HANNOVER


OPER EXTRA


OLAF ROTHS OPERETTENPARADIES – REISE NACH ITALIEN

An drei Terminen pro Spielzeit begrüßt Olaf Roth, Pressesprecher der Staatsoper Hannover, das Publikum im Operettenparadies im Marschner-Saal. Bei Kaffee und Kuchen begeben sich die Zuschauer diesmal auf eine Reise nach Italien und machen zunächst Bekanntschaft mit einem Renaissancedichter, der die erotischen Schwänke, die er schrieb, am liebsten erst einmal selbst erlebte. Dann stellt sich ein Teufelsgeiger vor, dem man nur ungern widersprechen möchte, wenn er von sich sagt: »Gern hab’ ich die Frau’n geküsst«. Ensemblemitglieder der Staatsoper Hannover präsentieren Ausschnitte aus Operetten von Franz von Suppé (Boccaccio) und Franz Lehár (Paganini).

SA, 04.11.17, 15:00 UHR, MARSCHNER-SAAL


PUBLIKUMSCHÖRE ZU »WEST SIDE STORY« UND »SALOME«

Gleich zweimal lädt die Staatsoper Hannover im November zum Mitsingen ein. Bei den Publikumschor-Terminen rund um die Premieren von West Side Story und Salome könnten die Themen und Gäste kaum unterschiedlicher sein. Während Stella Motina, Darstellerin der Maria in Bernsteins Musical und neues Ensemblemitglied, mit dem Publikumschor Stücke rund um das Thema »Wenn zwei sich lieben« anstimmt, musiziert Tenor Robert Künzli mit ihm »Im Elfenbeinturm«. Welche Werke sich genau dahinter verbergen, erfährt das Publikum wie immer erst am Abend selbst. Aber eins ist gewiss: Ein Stück aus der jeweiligen Produktion ist sicher dabei!

MI, 01.11.17 UND MI, 29.11.17, JEWEILS 19:00 UHR

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Hannover, Staatsoper Hannover, Wiederaufnahme Der fliegende Holländer, 30.09.2017

September 29, 2017 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, StaatsOper Hannover

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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Wiederaufnahme von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“

Samstag, 30. September 2017, 19.30 Uhr, Opernhaus

Dank seiner mitreißenden Chöre, eindringlichen Soloszenen und spannungsreichen Duette zählt Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ zu den beliebtesten Werken Richard Wagners. Ab Samstag, 30. September 2017, 19.30 Uhr, wird der „Holländer“ in der Inszenierung von Bernd Mottl wieder an der Staatsoper Hannover gezeigt. Insgesamt sechs Vorstellungen stehen in dieser Saison auf dem Spielplan.

Staatsoper Hannover / Der fliegende Holländer © Thomas M. Jauk

Staatsoper Hannover / Der fliegende Holländer © Thomas M. Jauk

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Generalmusikdirektor Ivan Repuši?, weitere Vorstellungen wird außerdem der 1. Kapellmeister Mark Rohde dirigieren. In den Hauptrollen sind wieder Kelly God (Senta) und Stefan Adam (Holländer) zu erleben. In der Rolle des Erik alternieren Robert Künzli und Eric Laporte. Es spielt das Niedersächsische Staatsorchester Hannover, es singt der Chor der Staatsoper Hannover.

Termine: Sa, 30.09.; Di, 10.10.; Fr, 20.10.; So, 05.11. (18.30); Di, 14.11.; Do, 23.11., jeweils 19.30 (wenn nicht anders angegeben)

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

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