Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Matthias Schulz – Intendant bis 2024, IOCO Aktuell, 20.11.2020

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

be_berlin130.jpg

Senatsverwaltung für Kultur und Europa

  Matthias Schulz als Intendant  bis 2024 bestätigt

Matthias Schulz, *1977 in München, ehemals Konzertchef der Salzburger Festspiele, wurde zur Vorstellung der Spielzeit 2017/18 der Staatsoper Unter den Linden, in der Jahrespressekonferenz im Mai 2017 erstmals prominent der Öffentlichkeit vorgestellt: (IOCO berichtete damals – link HIER). Zunächst als Co-Intendant  mit Jürgen Flimm beginnend, übernahm Matthias Schulz  zum 1.4.2018 die alleinige Intendanz der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Matthias Schulz war und ist Vorstandsmitglied verschiedener Festivals sowie Jurymitglied internationaler Wettbewerbe.

Staatsoper Unter den Linden / Matthias Schulz _ Intendant © Martin Lengemann _ Welt24

Staatsoper Unter den Linden / Matthias Schulz _ Intendant © Martin Lengemann _ Welt24

Vertragsverlängerung bis 2024

Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin“ hat nun der Vertragsverlängerung mit Matthias Schulz als Intendant der Berliner Staatsoper zugestimmt. Damit wird Matthias Schulz weitere vier Jahre bis 2024 die Berliner Staatsoper Unter den Linden leiten.

Die Vertragsverlängerung bedeutet für das Opernhaus ein Signal größtmöglicher Kontinuität und Stabilität in gegenwärtig herausfordernden Zeiten.

 Staatsoper Unter den Linden / 2017:  Flimm, Barenboim, Schulz © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / 2017:  Flimm, Barenboim, Schulz © IOCO

Der Senator für Kultur und Europa und Stiftungsratsvorsitzende Dr. Klaus Lederer:   Matthias Schulz hat nach der langen Sanierungsphase des Hauses Unter den Linden den Umzug der Staatsoper zurück an ihren Stammsitz und die damit verbundene Neupositionierung des Opernhauses in der internationalen Musikszene erfolgreich mitgestaltet. Ich freue ich mich auch deshalb persönlich sehr, dass ich Matthias Schulz für eine Verlängerung gewinnen konnte und er nun für vier weitere Jahre bleibt. Ich bin überzeugt, dass er der Richtige ist, die Staatsoper auch weiterhin mit Geschick und der gebotenen Weitsicht zu führen.“

„Stiftung  Oper in Berlin“

Am 01.01.2004 wurde die „Stiftung Oper in Berlin“ mit den fünf eigenständigen Betrieben Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Staatsballett Berlin und dem Bühnenservice Berlin gegründet. Hinzu kommt das Stiftungsdach mit der Generaldirektion, dem Personalservice und der Finanzbuchhaltung. Sämtliche stiftungsübergreifende Bereiche sind seit Herbst 2010 in dem neu gestalteten Standort „Am Wriezener Bahnhof 1“ zusammengelegt – nicht nur der Bühnenservice mit den zentralen Dekorations- und Kostümwerkstätten der Stiftung, sondern auch die Abteilungen des Stiftungsdaches. Dieses Konzept der zentralen Theater-Werkstätten und der Konzentration wesentlicher Zentralfunktionen an einem Standort ist einzigartig.

Die drei Opern bleiben autonome Häuser mit eigenständigen künstlerischen Leitern – Matthias Schulz, Barrie Kosky, Dietmar Schwarz – und eigenen Etats. Dasselbe gilt für das Staatsballett unter kommissarischer Leitung von Dr. Christiane Theobald.

Und auch der Bühnenservice, in dem die Dekorations- und Kostümwerkstätten zusammengelegt sind, ist ein eigenständiger Betrieb unter Leitung von Rolf D. Suhl. Zwischen den künstlerischen Betrieben und dem Bühnenservice besteht ein Kontrahierungszwang. Danach sind die künstlerischen Betriebe während der Vertragslaufzeit verpflichtet, die vom Bühnenservice anzubietenden Leistungen, die eine kostendeckende Vergütung vorsehen müssen, in Anspruch zu nehmen.

Der Stiftungsrat hat sieben Mitglieder, die in regelmäßigen Abständen zusammen kommen: als Vorsitzenden den Kultursenator von Berlin Klaus Lederer, daneben den Finanzsenator Matthias Kollatz sowie vier vom Abgeordnetenhaus von Berlin gewählte Experten für künstlerische und wirtschaftliche Fragen und außerdem einen Arbeitnehmervertreter. Bis zum März 2021 wurden die ehemalige RBB-Intendantin Dagmar Reim, Intendantin der Bregenzer Festspiele, Elisabeth Sobotka, Heike Kramer vom Sparkassen- und Giroverband sowie Vera Gäde-Butzlaff, Aufsichtsratsvorsitzende der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH bestellt. Der Stiftungsrat ernennt die Intendanten, die Generalmusikdirektoren, die Geschäftsführenden Direktoren und den Generaldirektor der oben aufgeführten Häuser.

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |–

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Digitales BAROCKTAGE-Wochenende, 20. – 22.11.2020

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

20. bis 22. November: Digitales BAROCKTAGE-Wochenende als Ersatz für die abgesagten dritten BAROCKTAGE, die im November mit 28 Veranstaltungen stattgefunden hätten

Die dritte Ausgabe des zehntägigen Opern- und Konzertfestivals BAROCKTAGE das vom 13. bis 22. November mit 28 Veranstaltungen stattgefunden hätte, darunter die Premiere von Mozarts MITRIDATE, RE DI PONTO, zwei Musiktheaterwiederaufnahmen sowie zahlreiche Konzerte, musste aufgrund des beschlossenen Teil-Lockdowns komplett abgesagt werden (siehe hier zum Download). Derzeit werden Nachholtermine für die Premiere von Mozarts MITRIDATE, RE DI PONTO geprüft, die in Kürze bekannt gegeben werden. Inszeniert wird die Neuproduktion, die kurz vor den Endproben stand, von Satoshi Miyagi, mit Marc Minkowski am Pult der Musiciens du Louvre und mit u.a. Pene Pati in der Titelrolle, Julie Fuchs, Elsa Dreisig, Jakub Józef Orlinski und Anna Prohaska.

Vom 20. bis 22. November wird es als Ersatzprogramm ein digitales BAROCKTAGE-Wochenende auf der Website der Staatsoper Unter den Linden geben, innerhalb dessen drei Produktionen sowie eine Dokumentation der vergangenen Jahre jeweils um 19.30 Uhr online gehen und für 24 Stunden zu erleben sein werden – wir danken hierfür unseren Produktionspartnern Naxos und EuroArts:

Freitag, 20. November:  Henry Purcells KING ARTHUR, ML: René Jacobs, Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf und Julian Crouch, mit u.a. Anett Fritsch, Robin Johannsen, Mark Milhofer, Michael Rotschopf, Meike Droste, Akademie für Alte Musik Berlin, Premiere 2017.

Samstag, 21. November: Jean-Philippe Rameaus HIPPOLYTE ET ARICIE, ML: Simon Rattle, Inszenierung : Aletta Collins, Lichtkonzept, Bühne, Kostüme: Ólafur Elíasson, mit u.a. Magdalena Kožená, Anna Prohaska, Elsa Dreisig, Reinoud Van Mechelen, Gyula Orendt, Peter Rose, Roman Trekel, Freiburger Barockorchester, Premiere 2018, sowie die Making-Of Dokumentation des ZDF: BÜHNENZAUBER – HINTER DEN KULISSEN DER BERLINER STAATSOPER von Roland May.

Sonntag, 22. November: Georg Friedrich Händels IL TRIONFO DEL TEMPO E DEL DISINGANNO, ML: Sébastien Rouland, Inszenierung: Jürgen Flimm, mit Hélène Le Corre, Sara Mingardo, Inga Kalna, Charles Workman, Staatskapelle Berlin, Berliner Premiere 2015.

Unter dem Titel NEVER LOOK BACK hatte die Staatsoper Unter den Linden in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin (Studiengang »Bühnenbild« und »Institut Kunst«), der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (Studiengang »Choreographie«) Studierende der Berliner Kunsthochschulen dazu eingeladen, im Rahmen der diesjährigen BAROCKTAGE und LINDEN 21 ein »Orpheus-Festival« zu entwickeln. Die vier daraus entstandenen Performances werden nun filmisch begleitet und am 28. November auf dem YouTube-Kanal der Staatsoper Unter den Linden veröffentlicht.

Intendant Matthias Schulz: „Für uns war es extrem frustrierend, dass wir so jäh unterbrochen wurden. Durch eine solche Schließung werden wir, unsere Künstlerinnen und Künstler und vor allem die zahlreichen Gäste und damit freischaffende Künstlerinnen und Künstler hart getroffen. Wir haben bewiesen, dass wir mit Hygieneplan, Belüftungssystem und disziplinierten Zuschauern ein sicherer Ort sind. Die Entscheidung, Opern bzw. Kultureinrichtungen zu schließen, ist niederschmetternd, auch wenn uns bewusst ist, dass es keine leichte Entscheidung war und es für die schwierige gesamtgesellschaftliche Lage Verständnis aufzubringen gilt. Während Kultur in Deutschland grundsätzlich noch einen politischen Rückhalt findet, sehen wir gerade, wie die Kulturmetropolen in der ganzen Welt schwerstens beschädigt werden und man sich fragt, wie sie sich davon jemals wieder erholen sollen. Kultur ist eine wichtige treibende Kraft für jede Gesellschaft! Eine Welt ohne Kultur möchte ich mir nicht vorstellen – damit müssen wir uns auseinandersetzen.“

Der Probenbetrieb an der Staatsoper Unter den Linden wird fortgesetzt, gerade haben die Proben zu Richard Wagners LOHENGRIN, unter der musikalischen Leitung von Matthias Pintscher und in der Regie von Calixto Bieito, begonnen. Die Premiere, mit Roberto Alagna in der Titelpartie und Sonya Yoncheva als Elsa, ist für den 13. Dezember geplant. Der Kartenvorverkauf für Dezember und Januar beginnt voraussichtlich am 13. November.

Alle Live-Veranstaltungen bis einschließlich 30. November 2020 sind abgesagt. Bereits gekaufte Tickets für Veranstaltungen in diesem Zeitraum verlieren ihre Gültigkeit. Karten können umgetauscht, der Kaufpreis gespendet oder zurückerstattet werden. Alle Informationen zur Rückerstattung gibt es auf der Website: https://www.staatsoper-berlin.de/de/extra/corona-storno/. Besucherinnen und Besucher, die ihre Karten über eine Vorverkaufsstelle (z.B. eventim.de) oder über Besucherorganisationen erworben haben, werden gebeten, sich direkt an diese Stellen zu wenden.

Die Staatsoper dankt den Freunden und Förderern der Staatsoper Unter den Linden und ihren Hauptpartnern BMW und Hilti Foundation herzlich für ihre Unterstützung

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Aktuelles 2019/20 – Spielzeit 2020/21, IOCO Aktuell, 07.04.2020

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Aktuelles – Spielzeit 2020/21

Staatsoper-Intendant   Matthias Schulz   –  stellt vor

Staatsoper Unter den Linden / Intendant Matthias Schulz © Martin Lengemann, Welt24

Staatsoper Unter den Linden / Intendant Matthias Schulz © Martin Lengemann, Welt24

Gerade in diesen schwierigen Zeiten möchte die Staatsoper Unter den Linden den Blick nach vorne richten und Ihnen heute das Programm der Saison 2020/21 vorstellen. Ruhelosigkeit ist das Schlagwort, das über der Saison 2020/21 steht: Sie treibt die Menschen an und lässt sie nicht stillstehen. Durch Ruhelosigkeit entsteht Dynamik. Auch Ruhe ist von Bewegung nicht losgelöst. In-sich-Ruhen ist nicht mit Stillstand zu verwechseln. Ohne Bewegung ist keine Ruhe denkbar und umgekehrt. Verzögerung oder Langsamkeit können ebenso zu Fortschritt und Veränderung führen. Wer hätte gedacht, dass dieser Ausgangspunkt in der heutigen Situation aktueller ist denn je?

Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Entwicklungen nach Druckschluss der – schon veröffentlichten – Programmvorschau müssen im Spielplan 2020/21 der Staatsoper Unter den Linden Anpassungen vorgenommen werden. Das betrifft:

  • CHOWANSCHTSCHINA: Die Produktion kommt 2020/21 noch nicht, an den geplanten Terminen wird nun eine Wiederaufnahme von Verdis MACBETH stattfinden.
  • IDOMENEO: Die schon für die Spielzeit 2019/20 geplante Neuproduktion (entfällt) wird zur Premiere der Spielzeit 2020/21. Es wird dabei leichte Terminänderungen geben.
  • COSÌ FAN TUTTE: Ob die Produktion (die Premiere war für die Spielzeit 2019/20 geplant)  in 2020/21 zu den geplanten Wiederaufnahmeterminen als Premiere stattfinden kann, wird derzeit noch geprüft. Diese Information wird rechtzeitig vor dem vorgezogenen Vorverkaufsbeginn für Abonnements und FESTTAGE-Zyklen am 25. April 2020 bekannt gegeben
  • Über die genauen (Termin-)Änderungen informiert  staatsoper-berlin.de.

Macbeth – 2020/21 wieder an der Staatsoper
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Besondere Akzente setzen in der neuen Saison sieben Premieren im Großen Haus, das Format LINDEN 21 (mit vier Produktionen, darunter eine Uraufführung), die dritten BAROCKTAGE (13. bis 22. November 2020) sowie die FESTTAGE (26. März bis 5. April 2021). Ebenso gehören 26 wiederaufgenommene Musiktheaterwerke sowie mehr als 90 Konzerte zum Kern des Spielplans. Insgesamt präsentiert die Staatsoper Unter den Linden 2020/21 rund 360 Veranstaltungen, zudem zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir zudem dem Jubiläum der Staatskapelle Berlin, die ihr 450-jähriges Bestehen feiert: Eine Festwoche vom 5. bis 12. September 2020 wird hierbei den Höhepunkt bilden.

PREMIEREN

Mit dem Engagement von Barbara Wysocka, Satoshi Miyagi, Calixto Bieito, Damiano Michieletto, Lydia Steier und Vincent Huguet werden alle Premieren der Spielzeit 2020/21 im Großen Haus von Regisseurinnen und Regisseuren inszeniert, die erstmals an der Staatsoper Unter den Linden arbeiten. Als siebte Premiere wird die ursprünglich für die aktuelle Spielzeit 2019/20 geplante Neuproduktion von Mozarts IDOMENEO in der Regie von David McVicar nachgeholt. Bei LINDEN 21 werden zudem Simon Steen-Andersen, Swaantje Lena Kleff und Barbora Horáková Joly ihr Hausdebüt geben.

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit wird am 3. Oktober 2020 Luca Francesconis QUARTETT sein, in der Regie von Barbara Wysocka, dirigiert von Daniel Barenboim. Die Zweipersonen-Oper nach Heiner Müllers gleichnamigem Schauspiel, das auf dem berühmten Briefroman Gefährliche Liebschaften von Choderlos de Laclos basiert, wurde 2011 in englischer Sprache uraufgeführt und wird nun erstmals in einer deutschen Fassung auf die Bühne gebracht. Es singen Mojca Erdmann (Marquise de Merteuil, Rollendebüt) und Thomas Oliemans (Vicomte de Valmont, Haus- und Rollendebüt).

Staatsoper Unter den Linden / 2017 - als die Oper saniert wurde - hier die Bühne © IOCO

Staatsoper Unter den Linden / 2017 – als die Oper saniert wurde – hier die Bühne © IOCO

Der Mozart-Da-Ponte-Zyklus, der ursprünglich bei den diesjährigen FESTTAGEN 2020 mit COSÌ FAN TUTTE beginnen sollte, startet nun im kommenden Jahr bei den FESTTAGEN 2021 mit der Premiere von LE NOZZE DI FIGARO (Premiere: 27. März), in der Regie von Vincent Huguet und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Zum Ensemble zählen u. a. Elsa Dreisig (Gräfin Almaviva, Rollendebüt), Nadine Sierra (Susanna), Marianne Crebassa (Cherubino), Waltraud Meier (Marcellina), Gyula Orendt (Graf Almaviva, Rollendebüt), Riccardo Fassi (Figaro), Siegfried Jerusalem (Don Curzio) und Stephan Rügamer (Basilio).

Darüber hinaus wird Daniel Barenboim während der FESTTAGE die Wiederaufnahme von Wagners PARSIFAL in der Regie vonDmitri Tcherniakov musikalisch leiten sowie bei den FESTTAGE-Konzerten in Erscheinung treten: als Dirigent der Wiener Philharmoniker und der Staatskapelle Berlin sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist bei Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365 sowie als Solist bei einem Duo-Recital, beides gemeinsam mit Martha Argerich. In der Spielzeit 2020/21 wird der Generalmusikdirektor außerdem vier Abonnementkonzerte der Staatskapelle Berlin gestalten sowie im Rahmen der Festwoche »450 Jahre Staatskapelle Berlin« das FESTKONZERT und das Open-Air-Konzert im Rahmen von STAATSOPER FÜR ALLE auf dem Bebelplatz dirigieren. Des Weiteren steht er bei einem KONZERT FÜR BERLIN, bei den Konzerten zum Jahreswechsel und bei den Gastspielen nach Paris, Wien und Athen am Pult der Staatskapelle Berlin.

Staatsoper Unter den Linden / Der Besucherraum © Marcus Ebener

Staatsoper Unter den Linden / Der Besucherraum © Marcus Ebener

Zu den weiteren Premieren der Saison 2020/21 zählen Wagners LOHENGRIN (Premiere: 13. Dezember 2020) in der Regie von Calixto Bieito und unter der musikalischen Leitung von Matthias Pintscher, mit Roberto Alagna in der Titelrolle und Sonya Yoncheva als Elsa von Brabant, die beide hiermit ihr Rollendebüt geben. Zum weiteren Ensemble zählen René Pape (Heinrich der Vogler), Martin Gantner (Friedrich von Telramund) und Ekaterina Gubanova (Ortrud). Zusammen mit TANNHÄUSER und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER als Wiederaufnahmen sind die drei romantischen Opern Wagners in der kommenden Spielzeit vertreten.

Mit der Premiere von JENUFA (Premiere: 14. Februar 2021) setzt Simon Rattle seine Auseinandersetzung mit zentralen Werken von Janácek an der Staatsoper Berlin fort. Inszeniert wird die Neuproduktion von Damiano Michieletto. Mit der Staatsoper Unter den Linden verbindet JENUFA eine besondere Beziehung, da die Berliner Erstaufführung 1924 unter Erich Kleiber, bei der auch Janácek selbst anwesend war, dem Werk den endgültigen Durchbruch auf deutschen Bühnen brachte und die Berliner Janácek-Tradition begründete. Zu erleben sind u. a. Camilla Nylund, die ihr Debüt in der Titelrolle gibt, Evelyn Herlitzius (Küsterin Buryjovka), Stuart Skelton (Laca Klemen) und Ladislav Elgr (Števa Buryja). Flankierend zu dieser Neuproduktion wird Musik von Janá?ek auch bei den Kammerkonzerten mit Musikerinnen und Musikern der Staatskapelle Berlin im Fokus stehen.

Giacomo Puccinis LA FANCIULLA DEL WEST (Premiere: 13. Juni 2021), inszeniert von Lydia Steier und dirigiert von Antonio Pappano, wird erstmals an der Berliner Staatsoper zu erleben sein. Puccinis »Wild-West-Oper«, die zu Hochzeiten des Goldrauschs in der kalifornischen Einöde spielt, zeichnet ein treffendes Porträt einer Welt voller Entbehrungen und geplatzter Träume. Es singen u. a. Anja Kampe (Minnie), Yusif Eyvazov (Dick Johnson) und Michael Volle (Jack Rance, Rollendebüt). Ergänzt wird diese Neuproduktion im Repertoire durch eine Trias der bekannten Puccini-Opern LA BOHÈME, TOSCA und MADAMA BUTTERFLY.

Staatsoper Unter den Linden / GMB Daniel Barenboim © Holger Kettner

Staatsoper Unter den Linden / GMD Daniel Barenboim © Holger Kettner

MITRIDATE, RE DI PONTO, Mozarts frühe Opera seria, ist die BAROCKTAGE-Premiere am 13. November 2020. Inszeniert wird sie von Satoshi Miyagi, der in seiner Inszenierung eine Brücke zwischen der westlichen Theatertradition und der Ästhetik des japanischen Kabuki-Theaters schlägt. Die musikalische Leitung übernimmt Marc Minkowski. Zum Ensemble zählen u. a. Pene Pati, der in der Titelrolle sein Haus- und Rollendebüt gibt, sowie Julie Fuchs (Aspasia, Haus- und Rollendebüt), Elsa Dreisig (Sifare, Rollendebüt), Jakub Józef Orlicski (Farnace, Rollendebüt) und Anna Prohaska (Ismene, Rollendebüt). Es spielen Les Musiciens du Louvre.

Die BAROCKTAGE finden 2020 vom 13. bis 22. November statt und richten in ihrer dritten Ausgabe den Blick auf den frühen Mozart, auf Gluck sowie auf den Orpheus-Mythos. Neben der Premiere von Mozarts MITRIDATE, RE DI PONTO sind die Wiederaufnahmen von Glucks ORFEO ED EURIDICE und Monteverdis L’ORFEO zu erleben, zudem eine konzertante Aufführung einer ORFEO-Oper von Carl Heinrich Graun, dem Berliner Hofkapellmeister Friedrichs des Großen. Im Rahmen von LINDEN 21 wird es mit NEVER LOOK BACK – EIN ORPHEUS-FESTIVAL eine Kooperation mit Studierenden von Berliner Kunsthochschulen geben. Daneben stehen ein Roundtable-Gespräch sowie 14 Konzerte auf dem Programm.

LINDEN 21 umfasst die Produktionen und Projekte des Spielplans, die den vielfältigen Formen zeitgenössischen Musiktheaters nachspüren. Neben NEVER LOOK BACK – EIN ORPHEUS-FESTIVAL in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (Premiere: 14. November 2020), wird es mit WALK THE WALK eine Uraufführung von Simon Steen-Andersen geben, der für Komposition, Konzept, Bühnenbild und Licht verantwortlich zeichnet (Uraufführung: 10. September 2020). Elementarer Ausgangspunkt der »Performance für vier Schlagzeuger, Laufbänder, Video, Objekte, Licht und Rauch« ist das »Gehen«. Der dänische Komponist und Installationskünstler Simon Steen-Andersen beschäftigt sich zusammen mit dem Schweizer Schlagzeugerquartett Ensemble This | Ensemble That mit dem Phänomen des Gehens als theatrales wie musikalisches Element und schafft so eine multimediale Performance über Tempo und Bewegung (Produktion und Kompositionsauftrag der Staatsoper Unter den Linden, Musica Strasbourg, Gare du Nord Basel und KLANG Kopenhagen).

Außerdem stehen bei LINDEN 21 die Premiere von Georg Friedrich Haas’ THOMAS in der Regie von Barbora Horáková Joly und dirigiert von Max Renne auf dem Programm (Premiere: 16. April 2021) sowie Lucia Ronchettis PINOCCHIOS ABENTEUER für Kinder ab 6 Jahren, inszeniert von Swaantje Lena Kleff, die musikalische Leitung übernimmt Adrian Heger (Premiere: 17. Januar 2021).

Der Rosenkavalier – von Richard Strauss – an der Staatsoper
youtube Trailer Staatsoper Unter den Linden
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

AUSGEWÄHLTE WIEDERAUFNAHMEN

  •  DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR von Otto Nicolai, in der Premierenbesetzung, dirigiert von Daniel Barenboim (September 2020)
  •  TOSCA von Giacomo Puccini mit Angel Blue in der Titelpartie, die damit ihr Hausdebüt gibt (Februar / März 2021)
  • DER ROSENKAVALIER (hier link der IOCO Rezension aus März 2020) von Richard Strauss, inszeniert von André Heller und dirigiert von Simone Young, mit u. a. Camilla Nylund, Günther Groissböck und Nadine Sierra (März 2021)
  • LA BOHÈME von Giacomo Puccini, dirigiert von Rafael Payare und mit Aida Garifullina als Mimì (April / Mai 2021)
  •  LA TRAVIATA von Giuseppe Verdi, dirigiert von Eun Sun Kim und mit Elsa Dreisig als Violetta Valéry (Mai 2021)
  •  WOZZECK von Alban Berg, in der Regie von Andrea Breth, dirigiert von Matthias Pintscher, mit Matthias Goerne in der Titelpartie und Eva-Maria Westbroek als Marie. Die Produktion feierte 2011 im Schiller Theater Premiere und ist erstmals in dieser Inszenierung an der Staatsoper Unter den Linden zu erleben, dem Haus, an dem das Werk 1925 seine Uraufführung erlebte (Mai 2021)
  •  DER FREISCHÜTZ von Carl Maria von Weber wurde 1821 in Berlin uraufgeführt. Zum 200-jährigen Jubiläum steht die Produktion in der Regie von Michael Thalheimer und unter der musikalischen Leitung von Alexander Soddy wieder auf dem Spielplan (Mai / Juni 2021)

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Online-Spielplan mit Aufzeichnungen, 17.03.2020

März 17, 2020 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Spielpläne

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

Ab dem 17. März um 12 Uhr startet der Online-Spielplan mit Aufzeichnungen aus dem Repertoire der Staatsoper Unter den Linden

Ab morgen bis zum 19. April wird es auf der Website der Staatsoper einen täglichen Online-Spielplan mit Aufzeichnungen von Opern und Konzerten geben.

Das wechselnde Angebot ist jeweils für 24 Stunden verfügbar (von 12 bis 12 Uhr) und direkt über die Startseite der Website www.staatsoper-berlin.de abrufbar. Weitere Infos finden Sie hier: bit.ly/OnlineSpielplanNews

Unter den Streams befinden sich beispielsweise Strauss‘ DER ROSENKAVALIER, in der aktuellen Produktion von André Heller und unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta,  Massenets MANON von 2007 unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim und mit Anna Netrebko in der Titelrolle und Rolando Villazón sowie Furrers VIOLETTER SCHNEE, 2019 an der Berliner Staatsoper in der Inszenierung von Claus Guth uraufgeführt und u.a. mit Anna Prohaska, Elsa Dreisig, Martina Gedeck, Gyula Orendt, Georg Nigl und Otto Katzameier. Daneben wird es außerdem Aufzeichnungen von Sinfoniekonzerten der Staatskapelle Berlin geben, wie z.B. des Brahms-Zyklus aus Buenos Aires, sowie Ballettaufführungen.

Das detaillierte Tagesprogramm zum Download finden Sie hier: 

https://www.staatsoper-berlin.de/de/presse/pressemitteilungen/download/328/Online-Spielplan-der-Staatsoper-Unter-den-Linden

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung