Heidelberg, Theater Heidelberg, Benjamin – Oper von Peter Ruzicka, IOCO Kritik, 29.03.2019

März 29, 2019 by  
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Theater Heidelberg © Thomas Ott

Theater Heidelberg © Thomas Ott

Theater und Orchester Heidelberg

Das Theater Heidelberg im Zentrum der Stadt am Neckar ist ein Fünf-Sparten-Haus mit Musiktheater, Konzert, Schauspiel und Tanz sowie einem eigenen Ensemble für Kinder- und Jugendtheater. Seit 2005 gehört auch das Philharmonische Orchester der Stadt Heidelberg zum Theater und bildet eine eigene Sparte mit zahlreichen Konzerten sowie der Begleitung von Operninszenierungen. Intendant ist seit der Spielzeit 2011|12 Holger Schultze.

Das Theater Heidelberg wurde vom Stadtbaumeister Friedrich Lendorf im spätklassizistischen Stil erbaut und am 31. Oktober 1853 mit einer Aufführung von Friedrich Schillers Die Braut von Messina eröffnet. Im 19. Jahrhundert erweiterte man das Gebäude und baute es mehrmals um. 1924 wurde es innen und außen umgestaltet und 1925 mit Johann Wolfgang Goethes  Egmont  wiedereröffnet. 1978|79 erfolgte eine weitere Restaurierung, 1990 eine Foyer-Erweiterung, wobei der Zustand von 1924 wiederhergestellt wurde. 2006 wurde das Theater wegen erheblicher baulicher Mängel geschlossen. Im August 2009 wurde mit der Sanierung des Theaters sowie einem Theaterneubau begonnen. Der neue, große Saal des Theaters, Marguerre-Saal, fasst 600 Zuschauer.

Die neueste Sanierung umfasst den gesamten Komplex des Theaters. Der denkmalgeschützte Zuschauerraum in der Theaterstraße 8 und die historischen Gebäude Theaterstraße 4, 6 und 10 sowie das denkmalgeschützte Haus in der Friedrichstraße 5 wurden in einen modernen Theaterbau integriert. Das Theater wurde darüber hinaus um einen neuen zweiten Saal erweitert. Beide Bühnen verfügen über unabhängige Zugänge für das Publikum. Darüber hinaus gibt es die externen Spielstätten Zwinger 1, vorwiegend für Schauspiel- sowie kleinere Tanz- und Opernproduktionen und als Bühne für das Junge Theater Heidelberg den Zwinger 3.

Benjamin – Oper von Peter Ruzicka

– Im Angesicht des Todes –

von Hanns Butterhof

Das Theater Heidelberg hat als zweites Theater nach Hamburg, wo im Juni 2018 die Uraufführung stattfand, das Musiktheater in sieben Stationen „Benjamin“ von Peter Ruzicka (Musik) und Yona Kim (Libretto) auf die Bühne gebracht. Mit Benjamin lassen Ruzicka und Kim den Philosophen Walter Benjamin (1892 – 1940) kurz vor seinem Tod im spanischen Grenzort Portbou in sieben Stationen auf sein Leben zurückblicken. Für das Publikum bleiben viele Fragen offen.

Benjamin  –  Oper von Peter Ruzicka
youtube Trailer des Theater Heidelberg
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Im Angesicht des Todes, so heißt es, blitzen dem Sterbenden noch einmal entscheidende Stationen seines Lebens auf. Die Stationen des Stücks zeigen Walter Benjamin (Miljenko Turk), einen Säulenheiligen der antiautoritären 68er-Bewegung, kurz vor seinem Tod wesentlich in den aufblitzenden Beziehungen zu anderen, für ihn wichtigen Personen; alle werden nur mit Vornamen und abgekürzten Nachnamen genannt, sind aber deutlich identifizierbar.

Die Walter Benjamin Gedenkstätte in Portbou, Spanien – LINK HIER

Wie in einer inneren Dialektik folgt auf die These einer Person stets die Gegenthese, ohne dass es zu einer Synthese kommt. So rät ihm die tatkräftige und hellsichtige Hannah Arendt (Shahar Lavi) im französischen Internierungslager kettenrauchend zur schnellstmöglichen Flucht nach Amerika. Auch der Zionist Gershom Scholem (James Homann) fordert ihn zur Emigration nach Israel auf. Zu beidem kann sich Benjamin nicht entschließen; in einer langen Projektion von anbrandendem Meer zeichnet das Orchester extrem repetitiv und gehetzt seine ziellosen Fluchtgedanken, die er schließlich zugunsten seiner romantischen Bindung an Heimat und Sprache verwirft.

Wie schlechtes Gewissen erscheint darauf seine in strenges Schwarz (Kostüme: Inge Medert) gekleidete Ehefrau Dora Keller (Denise Seyhan), die ihm vorwirft, nur ein Verhältnis zu Wörtern, nicht aber zur Realität zu haben. Da flattert mit Asja Lacis (Yasmin Özkan), die in hellem Kleid wie ein Vögelchen tirilierend von der Seitentreppe herabschwebt, Abhilfe herbei. Die stramme Kommunistin aus Lettland wie auch der linientreue Dichter Bertolt Brecht (Winfried Mikus) rufen Benjamin zur roten Fahne und zu handfester Praxis auf. Doch die vergisst er bald und zeigt sich mehr der schönen Aktivistin zugewandt. Als sie nach Riga geht, folgt ihr Benjamin, zweifelt aber nicht erst beim Hitler-Stalin-Pakt 1939 an der Kommunistischen Partei, der Asja unverbrüchlich die Treue hält. Plakativer Marschrhythmus macht Benjamins Vorahnung des Krieges, ein sphärischer Chor (Einstudierung: Ines Kaun) die des Holocaust deutlich.

Theater Heidelberg / Benjamin - Oper von Peter Ruzicka - hier : Miljenko Turk als Benjamin © Sebastian Buehler

Theater Heidelberg / Benjamin – Oper von Peter Ruzicka – hier : Miljenko Turk als Benjamin © Sebastian Buehler

Da erinnert sich Benjamin daran, dass ihm schon seine Mutter und später seine Frau Ungeschick attestiert haben. In den Jungen und Mädchen des roten Kindertheaters, das er mit Asja betreibt, steht ihm das „bucklicht Männlein“ aus Achim von Arnims Märchen vor Augen, ein Kobold, der Schuld daran hat, dass ihm alles misslingt. Das ist Verzweiflung pur. So will er am Ende nur noch dem Messer der Verfolger zuvorkommen, der Selbstmord in Portbou als Konsequenz wird nicht ausgespielt, nur das Orchester verstummt langsam.

Das ist schlüssig entwickelt. Dass Benjamin irgendwo tödlich strandet, wird aber so zu sehr ihm selber angelastet. Als habe dieser in Gedanken verliebte dialektische Romantiker nie in einer Wirklichkeit ankommen und seine widerstreitenden Tendenzen in einer Synthese ruhigstellen können. Aber nicht deshalb, sondern weil er die Auslieferung an Nazideutschland fürchten musste, hat sich Benjamin in Portbou umgebracht.

Die Bühne Anne Neusers für Benjamin ist zeit- und ortlos. Eine graue, als Video-Projektionsfläche taugliche Wand schließt sie nach hinten ab, davor stehen in einem offenen U einfache Tische und Stühle; hier könnte alles mögliche verhandelt werden.

Regisseur Ingo Kerkhof hat sich, angeregt von Benjamins Auseinandersetzung mit Brechts Theorie des Epischen Theaters, dazu entschlossen, auch Benjamin episch zu inszenieren. Das ist nicht unproblematisch, weil es keine offensichtlich politische Botschaft gibt, die dem Publikum zur Einsicht gebracht werden soll. Wenn zudem die Figuren holzschnittartig gezeichnete Ideenträger sind, die sich nahezu jeder Einfühlung und Anteilnahme verschließen, wird das Bühnengeschehen rasch öde.

Als zum Prolog an die vierzig Choristen in Alltags- und Freizeitkleidung die Bühne betreten, sagen sie verschiedene Sätze Benjamins auf, während sie verschiedene Personen durch ein Pappschild mit dem Namen „Walter“ als Benjamin kenntlich machen. Erst später verwandelt sich dann Miljenko Turk mit dem typischen dunklen Dreiteiler in Benjamin, setzt dessen Brille auf und bindet das charakteristische Bärtchen unter seiner Nase fest. Danach fällt der Regie nur noch wenig ein. Benjamin muss sich viel auf dem Boden herumwinden, in Marx‘ Kapital blättern und mit Brecht Schach spielen. Hannah Arendt raucht Zigarette, Brecht qualmt Havanna-Zigarre und trägt ein rotes Megaphon, während Asja Lacis sich revolutionär körperlich ertüchtigt und dem Kinderchor rote Halstücher umbindet.

Trotz allem plakativ Verfremdeten gibt es schöne Szenen, in denen nicht etwas bloß behauptet, sondern erspielt wird. So wird einmal Benjamins Praxisbeziehung ohne Worte deutlich. Bei der Armenspeisung mit Asja vergisst er alsbald die Armen und turtelt theoretisierend mit seiner Geliebten, bis sich die Hungrigen selber die Suppe aus dem Topf holen.

Wer Walter Benjamin nicht als Philosoph kennt, wird von ihm und seinem Denken nichts durch Yona Kims Libretto erfahren. Es besteht aus einer Abfolge von klugen Benjamin-Zitaten, die durch ihre kontextlose Aneinanderreihung allen Sinn verlieren. Dafür ist schon der Prolog beispielhaft, in dem die Zitate sich überschneidend zu einem unverständlichen Geräuschwust ballen. Das Libretto ist eine schmerzhafte Text- Ausschlachtung.

Theater Heidelberg / Benjamin - Oper von Peter Ruzicka - hier : Asja und Benjamin bei der Armenspeisung © Sebastian Buehler

Theater Heidelberg / Benjamin – Oper von Peter Ruzicka – hier : Asja und Benjamin bei der Armenspeisung © Sebastian Buehler

Für die Sängerinnen und Sänger bleibt wenig mehr als deklamatorischer Sprechgesang übrig, den Miljenko Turk mit kräftigem Bariton, Shahar Lavi mit prägnantem Mezzo wie auch Denise Seyhan, Winfried Mikus und James Homann ihren Rollen entsprechend bewältigen. Nur Yasmin Özkans fällt mit ihren wahnsinnigen Koloraturen aus dem musikalischen Muster; es ist die einzige ironische Distanzierung Ruzickas und gilt wohl ebenso ihren Ideen wie Benjamins Eingehen darauf.

Die Musik Ruzickas verhält sich nicht illustrativ zum Libretto, sondern geht den Gefühlen Benjamins in den verschiedenen Situationen nach. Sie malt so dessen eindringliches Psychogramm, dissonant seiner inneren Zerrissenheit und ewigem Streben nach einem theoretischen Ruhepunkt folgend, bei gleichzeitiger Angst davor, ihn zu finden.

Elias Grandy am Pult des gut aufgelegten Philharmonischen Orchesters Heidelberg dirigiert die Musik, die sich über weite Partien in einem schmalen dissonanten Ausdruckskorridor bewegt, sehr durchsichtig. Er lässt Benjamins Ängste wie in einem Gewitter dunkel grollen und aufblitzen, seine Liebe von zarten Streichern malen, mit viel Schlagwerk und Alltagsgeräusch bricht schmerzhaft äußere Wirklichkeit herein. Aus der modernen Musiksprache des Henze-Schülers Ruzicka fällt in der Fünften Station der berührende „Jerusalem“-Chor aus seiner Celan-Oper heraus wie am Schluss Henri Duparcs Baudelaire-Vertonung L’invitation au voyage. Dieses Lied hat nahezu Puccinischen Schmelz und endet mit Orgelklang wie ein Requiem für Walter Benjamin.

Im Angesicht des Todes, so heißt es, blitzen dem Sterbenden noch einmal entscheidende Stationen seines Lebens auf. Es ist nicht überliefert, welchen Grad an Richtigkeit solchen Erinnerungen zukommt. Doch bei einem Musiktheater-Stück wie Benjamin ist nicht unerheblich, was erinnert wird. Was Peter Ruzicka und Yona Kim an Benjamin erinnern lassen, wird diesem nicht gerecht und überzeugt auch nicht davon, dass dieses Musiktheater notwendig komponiert werden musste.

Nach eineinhalb Stunden Musik-Theaters ohne Pause gab es freundlichen Beifall für alle Beteiligten, vor allem Miljenko Turk, Yasmin Özkan, Elias Grandy und das Philharmonische Orchester Heidelberg.

Benjamin im Theater Heidelberg, die einzige weitere Vorstellung der Spielzeit am 8.4.2019

—| IOCO Kritik Theater und Orchester Heidelberg |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere – Orpheus in der Unterwelt, 17.02.2019

Februar 11, 2019 by  
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Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

  Orpheus in der Unterwelt  –  Jacques Offenbach

Um Sein und Schein geht es in Jacques Offenbachs Operette Orpheus in der Unterwelt, und so enthüllt Regisseur Markus Bothe im Jahr des 200. Geburtstages von Offenbach in seiner Inszenierung eine marode Götterwelt, die keiner mehr braucht, und stellt eine Eurydike in den Mittelpunkt, die sich nicht zum Opfer machen lässt.

Premiere  Sonntag, 17. Februar, 19 Uhr

Nationaltheater Mannheim / Orpheus in der Unterwelt © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Orpheus in der Unterwelt © Hans Jörg Michel

An der Seite von Markus Bothe, der am Nationaltheater Mannheim bereits äußerst erfolgreich Die Heimkehr des Odysseus und Norma inszeniert hat, sind Robert Schweer wieder für die Gestaltung der Bühne und Justina Klimczyk für die Kostüme verantwortlich. In der in Mannheim auf Deutsch gesungenen Operette geben Joshua Whitener und Amelia Scicolone das durch den Tod getrennte Paar Orpheus und Eurydike; die Götter Pluto, Jupiter, Juni, Venus, Diana, Mars, Merkur und Cupido sind Joachim Goltz, Thomas Berau, Marie-Belle Sandis, Estelle Kruger, Iris Kupke (Gast), Ilya Lapich, Uwe Eikötter und Ludovica Bello. Mit von der Partie ist als Styx der legendäre Wagner-Sänger Wolfgang Neumann, bis zu seinem Ruhestand Mitglied des Mannheimer Sängerensembles und Publikumsliebling am NTM. Die Musikalische Leitung hat Benjamin Reiners.

Weitere Vorstellungen finden am 19. und 23. Februar, 3., 8., 15., 23. und 30. März, 4. und 28. April, 1. Juni und 5. Juli statt.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Hagen, Theater Hagen, ANIMAL FARM – George Orwell, 26.01.2019

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Theater Hagen

Theater Hagen / Animal Farm - (v.l.n.r.) Sarah Cossaboon, Björn Lukas, Eric Carter © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Animal Farm – (v.l.n.r.) Sarah Cossaboon, Björn Lukas, Eric Carter © Klaus Lefebvre

ANIMAL FARM // FARM DER TIERE – Anja Schöne / George Orwell

Premiere im Lutz Hagen findet am 26. Januar 2019 (19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht Animal Farm // Farm der Tiere – Ein deutsch-englischer TheaterProtest in einer Fassung von Anja Schöne nach George Orwell (ab 14 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Jahrgangsstufen 9-13).

In George Orwells modernem Klassiker Animal Farm wollen sich die Tiere auf einem Bauernhof nicht länger unterdrücken und ausbeuten lassen. Nachdem der Bauer verjagt ist, gründen sie die Farm der Tiere, auf der alle zusammen für das Wohl der Gemeinschaft arbeiten. Doch bald schon errichtet eine Gruppe von Schweinen eine neue Diktatur, welche die anderen Tiere noch grausamer ausbeutet als zuvor. Der Leitsatz von Animal Farm: „All animals are equal“ wird ergänzt durch: „Aber manche Tiere sind gleicher“.

Anja Schöne lässt drei Aktivist*innen Orwells Fabel über Machtmissbrauch und die Bedeutung politischer Teilhabe in einer bilingualen Fassung erzählen, spielen und singen. Das internationale Schauspieler*innen-Ensemble wechselt dabei fließend zwischen den Sprachen und Spielebenen, ist gerade noch erzählender Demonstrant und im nächsten Moment schon das visionäre Schwein Snowball, Arbeitspferd Boxer oder der sture Esel Benjamin. Die Geschichte rückt dadurch in einen aktuellen globalen Kontext und wird für ein junges Publikum ebenso spannend und unterhaltsam wie greifbar.

Unterstützt wird diese Produktion durch eine Projektgruppe des Werkhofs Hagen, die gemeinsam mit Schneiderin Silke Hank, Heike Tomese-Osthoff und Kostümbildnerin Sabine Kreiter die Kostüme zum Stück entwarfen. Diese Kooperation mit dem Werkhof Hagen wurde gefördert durch „Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung“ (Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).

In der Inszenierung von Anja Schöne, dem Bühnenbild von Jeremias H. Vondrlik, den Kostümen der Projektgruppe des Werkhofs Hagen spielen und singen: Eric Carter, Sarah Cossaboon und Björn Lukas.

Familienvorstellungen: 22.2. (19.30 Uhr); 12.5.2019 (15.00 Uhr),  Schulvorstellungen: 29.1.; 30.1.; 21.2.; 14.3.; 15.3.; 11.4.; 9.5.; 10.5.2019 (jeweils 12.00 Uhr)

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Rathen, Felsenbühne Rathen, Der Freischütz – Carl Maria von Weber, Ab 02.08.2018

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen / Der Freischütz © Foto: Martin Krok / Montage : Martin Reißmann

Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen / Der Freischütz © Foto: Martin Krok / Montage : Martin Reißmann

DER FREISCHÜTZ –  Carl Maria von Weber

Max und Kaspar gießen wieder Freikugeln in der Wolfsschlucht im„Freischütz auf der Felsenbühne Rathen

Ab Donnerstag, 2. August 2018, 19.30,  Fr.,3.08.2018,19:30 Uhr;  Sb.,4.08.2018, 19:30 Uhr; Di.,07.08.2018, 16:00 Uhr; Mi., 8.08.2018, 19:30 Uhr; Fr., 17.08.2018, 19:30 Uhr; Sa.,18.08.2018,19:30 Uhr

Einer jahrzehntelangen Tradition folgend  kam im Sommer 2008 auf der Felsenbühne Rathen – im Nationalpark Sächsische Schweiz, wo es tatsächlich eine Wolfsschlucht zum Durchwandern gibt-  die achte Inszenierung des Freischütz durch die Landesbühnen Sachsen seit 1956 heraus.

Auch im Sommer 2018 ist der Freischütz wieder zu sehen.

Das Lebensglück des Jägerburschen Max hängt von einem einzigen Probeschuss ab. Nur wenn ihm dieser perfekt gelingt, kann er seine geliebte Agathe zur Frau bekommen und Erbförster werden! Da Max als guter Schütze in der letzten Zeit jedoch nichts mehr trifft, fühlt er sich von finsteren Mächten umgarnt. Um den Teufelskreis aus Angst und Versagen zu durchbrechen, lässt er sich schließlich überreden, Hilfe anzunehmen – und zwar ausgerechnet von Kaspar, der mit dem schwarzen Jäger Samiel im Bunde ist und Max rät, in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die immer treffen …

Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen / Der Freischütz - musikalische Leitung: GMD Michele Carulli, Inszenierung: Horst O. Kupich, Wolfschluchtszene v.l.: Ensemble © Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen

Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen / Der Freischütz – musikalische Leitung: GMD Michele Carulli, Inszenierung: Horst O. Kupich, Wolfschluchtszene v.l.: Ensemble © Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen

Kugelsegen: Kaspar: „Hier ist das Blei. Etwas gestoßenes Glas von zerbrochenen Kirchenfenstern; das findet sich. Etwas Quecksilber. Drei Kugeln,die schon einmal getroffen. Das rechte Auge eines Wiedehopfs, das linke eines Luchses!

Und nun den Kugelsegen:  Schütze, der im Dunkeln wacht, Samiel, Samiel! Hab acht! Steh mir bei in dieser Nacht, bis der Zauber ist vollbracht! Salbe mir so Kraut als Blei, segn  es sieben, neun und drei, daß die Kugel tüchtig sei! Samiel! Samiel! herbei!“

Die große romantische Oper, die sich musikalisch zwischen Himmel und Hölle bewegt, zwischen Brautkrone und Totenkranz, wird auch in diesem Sommer zu einem beeindruckenden Theatererlebnis werden. Dieses bereits 1821 zur Uraufführung im liberalen Berlin von patriotischen Kräften als Deutsche Nationaloper gefeierte Werk komponierte Carl Maria von Weber als „Musikdirektor der Deutschen Oper“ Dresden in seinem Hosterwitzer Sommerdomizil.

In Dresden-Hosterwitz kann auch das Carl- Maria- von- Weber- Museum besucht werden. Von Mai bis September bringen alljährlich die Landesbühnen Sachsen aus Radebeul hier Abenteuer, Romantik und schöne Stimmen auf die Bühne. Lassen Sie sich – nach einer kleinen Wanderung von der Elbe hinauf in die sächsischen Berge – verzaubern von der einmaligen Symbiose aus Natur und Kunst auf der Felsenbühne Rathen.

Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen / Der Freischütz - Paul Gukhoe Song © Foto: Martin Reißmann

Landesbühnen Sachsen GmbH -Felsenbühne Rathen / Der Freischütz – Paul Gukhoe Song © Foto: Martin Reißmann

Premiere war am 13. Juni 2008
Musikalische Leitung: Hans-Peter Preu
Inszenierung: Operndirektor Horst O. Kupich
Ausstattung: Ausstattungsleiter Stefan Wiel
Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen.
Choreinstudierung: Chordirektor Sebastian Matthias Fischer
Choreographie: Katrin Wolfram
Besetzung; Ottokar – Andreas Petzoldt/ J.S. Park a.G.;
Kuno / Samiel – Michael König; Agathe –  Stephanie Krone/ Anna Erxleben;
Ännchen-   Antje Kahn / Iris Stefanie Maier / Kirsten Labonte;
Kaspar- Paul Gukhoe Song / Alban Lenzen a.G.;
Max – Kay Frenzel/ Sebastjan Podbregar  / Dirk Konnerth a.G.;
Eremit – Hagen Erkrath ;
Kilian – Andreas Petzoldt / J.S. Park a.G.;
Der Chor der Landesbühnen Sachsen wird im „Freischütz“ ergänzt durch den ChoruSa ( freier Opernchor Sachsens)

2. Variante für den Text:
Durch die Wolfsschlucht zum „ Freischütz“ ,
Eine  romantische Wanderung mit musikalischem Abschluss

„Hier ist das Blei. Etwas gestoßenes Glas von zerbrochenen Kirchenfenstern; das findet sich. Etwas Quecksilber. Drei Kugeln,die schon einmal getroffen. Das rechte Auge eines Wiedehopfs, das linke eines Luchses!

Und nun den Kugelsegen!:

Schütze, der im Dunkeln wacht, Samiel, Samiel! Hab acht! Steh mir bei in dieser Nacht, bis der Zauber ist vollbracht! Salbe mir so Kraut als Blei, segn  es sieben, neun und drei, dass die Kugel tüchtig sei! Samiel! Samiel! herbei!“

So spricht Kaspar, Jägerbursche in der Oper „Der Freischütz“, in finsterer Nacht, wenn er die  Freikugeln in der schaurigen Wolfsschlucht gießt.

Geister erscheinen, Feuerwände flammen auf, unheimliche Geräusche erschrecken Max ebenso wie manche Zuschauer, apokalyptische Reiter preschen über die Bühne, die Kirchruine dreht sich und Samiel erscheint tatsächlich.

Kaspars Pakt mit dem Teufel soll ihn retten und die siebte Kugel den Jägerburschen Max treffen. Dieser wird sonst am nächsten Tag nach dem gelungenen Probeschuss statt seiner die begehrte Försterstochter Agathe heiraten.

Doch seine Hoffnung trügt und er selbst liegt getroffen am Boden.

Das Gute hat gesiegt und für Agathe und Max besteht – dank des Eingreifens des Eremiten – die Hoffnung doch noch heiraten zu dürfen.

Diese romantische Opernhandlung und Musik ersann und komponierte  Carl Maria Weber,  Musikdirektor der deutschen Oper Dresden, inspiriert durch seine Erlebnisse auf den Wanderungen durch die Umgebung Dresdens bis in das Sächsischen Elbsandsteingebirge hinein. Sein damaliges Wohnhaus in Dresden Hosterwitz ist heute als Museum zu besichtigen.

Wer die Oper auf der schönsten Naturbühne Europas besuchen möchte, sollte etwas mehr Zeit mit in die den Nationalpark Sächsische Schweiz bringen. Hier lässt sich die Erfahrung Webers nachvollziehen. Beginnt man die Wanderung an der Hocksteinschänke in der Nähe Hohensteins und steigt in die tiefe Schlucht ein – in jeder Wanderkarte als Wolfsschlucht bezeichnet – eröffnet sich der Blick in eines der schönsten Täler des Nationalparks. Nach einer herrlichen Wanderung durch das Polenztal erreicht der Wanderer nach einigen Kilometern den Kurort Rathen. Nach einer kleinen Stärkung in einem der zahlreichen Gaststätten des Ortes beginnt der kurze Aufstieg auf die Felsenbühne Rathen. Oben angekommen steht dem Erlebnis in lauer Sommernacht in einer traumhaften Kulisse, die aus echten Sandsteinfelsen des Wehlgrundes besteht, nichts mehr im Wege.  Und Kaspar zählt dann wenn es dunkel wird „ Eins…Zwei…“

Seit Jahrzehnten fasziniert die Besucher immer wieder die traumhafte Symbiose aus Natur, romantischer Musik  nur 40 Kilometer von der Kunststadt Dresden entfernt.


Der Sommer 2018 auf der Felsenbühne Rathen


12. Mai – 2. September 2018  mit insgesamt 84 Vorstellungen

9 Inszenierungen und 4 Gastspiele

Große und kleine Abenteuer erwarten Alle, wenn sie den romantischen Aufstieg zur Felsenbühne Rathen mitten im Nationalpark Sächsische Schweiz bewältigen. Egal ob sie die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand in „Winnetou I“  im Wilden Westen oder die Jägerburschen Max und Kaspar im Ringen um die schöne Agathe in der Oper „Der Freischütz“ erleben wollen.

Winnetou und Old Shatterhand ritten vor 80 Jahren erstmals durch die sächsischen Berge.

Jeden Sommer sind sie aber auch voller Neugier auf die neuen Helden.

Im Sommer 2018 wird der sagenumwobene „Zorro“ über die Bühne reiten und im gleichnamigen Musical für Gerechtigkeit und gegen seinen Bruder anfechten.

Ebenso dramatisch – nur in einer andern viel länger zurückliegenden Zeit- geht es im neuen Stück „Das Geheimnis der Hebamme“ nach dem vielgelesenen Roman von Sabine Ebert zu.

Es erzählt die Geschichte einer Hebamme, die durch das mittelalterliche Sachsen irrt, zwischen die Machtkämpfe von Rittern und Landesfürsten gerät und um Anerkennung ihrer Liebe und nicht zuletzt um ihr Leben kämpfen muss.

Grimms Märchenfreunde sind herzlich willkommen  zu „Von Einem, der auszog das Gruseln zu lernen“, „Die Goldene Gans oder was wirklich kleben bleibt“  und „Schneeweißchen und Rosenrot“.

In Lakomys Familienmusical „Die Sonne“ erleben die Kinder mit Benjamin und Quingel eine spannende Reise.

Abenteuer, Helden, Prinzessinnen, schöne Stimmen, Pferde und auch Märchen, all dies bietet die Felsenbühne Rathen im Sommer 2018.


Premieren


Von Einem, der auszog, das Gruseln zu lernen ( 10 x)

Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 6)

Regie Steffen Pietsch


Das Geheimnis der Hebamme – UA – ( 10 x)

Von Sabine Ebert, Nach dem  gleichnamigen Roman für die Bühne adaptiert von Odette Bereska

Regie Manuel Schöbel


Zorro – Das Musical  (9 x)

Fr 22. Juni – 19.30 Uhr

Buch und Gesangstexte: Stephen Clark, Musik: The Gipsy Kings, Co-Komponist und musikalische Anpasssung: John Cameron, Originalgeschichte: Stephan Clark und Helen Edmundson, Deutsch von Holger Hauer (Gesangstexte) und Jürgen Hartmann (Buch)

Regie Manuel Schöbel


Repertoire


Winnetou I          (13x)

von Olaf Hörbe nach Karl May

Regie Manuel Schöbel

Die Goldene Gans oder was wirklich kleben bleibt (10 x)

Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 5)

Regie Peter Kube

Die Sonne   (12 x)

Familienmusical aus dem Traumzauberwald von Reinhard Lakomy (Musik) und

Monika Ehrhardt (Buch) (ab 5)

Regie Katrin Wolfram

Carmina Burana               (2 x)

So 24.6.- 17.00 Uhr / So 2.9.-17.00 Uhr

Cantiones profanae von Carl Orff

Schneeweißchen und Rosenrot (7 x)

Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 5)

Regie:  Steffen Pietsch

Der Freischütz  (7 x) 

Romantische Oper von Carl Maria von Weber

Regie Horst Otto Kupich


Gastspiele:


28.7.2018, 14.30 Uhr  Der Traumzauberbaum „Das Geburtstagsfest“, Familienmusical mit dem Reinhard-Lakomy-Ensemble

5.8.2018, 16.00 Uhr Konzert des Sächsischen Bergsteigerchores „Kurt Sclosser“

7.8.2018, 11.00 Uhr „Der Traumzauberbaum und Mimelitt“, Familienmusical mit dem Reinhard-Lakomy-Ensemble

19.8.2018, 17.00 Uhr Uwe Steimle: „Zeit heilt alle Wunden“


WIEDER IM SPIELPLAN


DIE SONNE

Familienmusical aus dem Traumzauberwald von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt

(Buch) – Uraufführung – (ab 5)

Reinhard Lakomys TRAUMZAUBERBAUM bringt jedes Jahr eine wachsende Fangemeinde auf der Felsenbühne Rathen zusammen. Seit 2006 konnten die Zuschauer in der Inszenierung DER REGENBOGEN (Eigenproduktion der Landesbühnen Sachsen) über viele Jahre das Abenteuer von Benjamin, Quingel und der Vogelscheuche verfolgen. In der Lieder-Geschichte DIE SONNE müssen sich die bekannten Freunde wieder dem Bösewicht Gru-Gru in den Weg stellen. Gru-Gru will die Sonne vom Himmel holen. Zusammen mit Haifischgeneral Messerzahn und dem Höllenfürst Lichterloh will er sich zum Mächtigsten der Welt machen. Benjamin und Quingel erfahren von diesem finsteren Plan von Kiki, dem kleinen Sonnenstrahl. Gemeinsam beschließen sie, die Sonne zu retten. Sie wagen sich hinunter auf den Meeresgrund zu Messerzahn und in die Hölle zum Höllenfürsten Lichterloh. Mit einer List wollen sie Gru-Gru aufhalten. Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt erzählen in der Trilogie «Die Erde soll ein

Garten sein» (DER WASSERKRISTALL, DER REGENBOGEN, DIE SONNE) auf poetische und märchenhafte Weise von der Gier nach Mehr um jeden Preis und dem Mut, sich zusammen dagegen zu wehren. Die CD DIE SONNE ist schon jetzt im Handel erhältlich.

Regie/Choreografie: Katrin Wolfram; Ausstattung: Katharina Lorenz; Musikalische Leitung: Uwe Zimmermann


DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT

Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 5)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus (Felix Lydike) , der von seinen Brüdern Kunz (Johannes Krobbach) und Franz ( Grian Duisberg) in der familieneigenen Schusterwerkstatt alle anstehenden Arbeiten zu erledigen hat, während seine Brüder über ihre nahe Zukunft als steinreiche Männer phantasieren.

Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Darüber können seine Brüder nur lachen und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Klaus teilt im Wald mit einer alten Frau, welche eine Hexe ist, seine karge Wegzehrung und entdeckt zur Belohnung dafür eine Goldene Gans unter einem Baumstumpf. Die Gans ist von magischer Anziehungskraft, so dass Bauern, Wirtstöchter und selbst der Pfarrer an ihr kleben bleiben. Klaus trägt die Goldene Gans mit der gierigen Gesellschaft im Schlepptau ins Schloss, wo die traurige Prinzessin ( Cordula Hanns) darauf wartet, zum Lachen gebracht zu werden. Der König und sein Haushofmeister versprechen als Belohnung dafür, dass die Prinzessin endlich einmal lacht, ein halbes Königreich und eine ganze Prinzessin!

Regie: Peter Kube; Ausstattung: Ulrike Kunze


CARMINA BURANA

Cantiones profanae von Carl Orff

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Das populäre Chorwerk beschwört wirkungsvoll eine sinnenfrohe mittelalterliche Welt. Solisten und der Chor der Landesbühnen Sachsen, die Singakademie Dresden e.V. und die Elbland Philharmonie Sachsen sorgen in einer konzertanten Aufführung für ein gewaltiges archaisches Klangerlebnis.


DER FREISCHÜTZ

Romantische Oper von Carl Maria von Weber

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Inspiriert wurde die deutsche Nationaloper, die sich musikalisch zwischen Himmel und Hölle bewegt, zwischen Brautkrone und Totenkranz, zwischen volkstümlicher Fröhlichkeit und bedrückender Dämonie, von der wild-romantischen Wald- und Felslandschaft vor den Toren Dresdens, wo Weber Teile des Werkes komponierte.

Das Lebensglück des Jägerburschen Max hängt von einem einzigen Probeschuss ab. Nur wenn ihm dieser perfekt gelingt, kann er seine geliebte Agathe zur Frau bekommen und Erbförster werden! Da Max als guter Schütze in der letzten Zeit jedoch nichts mehr trifft, fühlt er sich von finsteren Mächten umgarnt. Um den Teufelskreis aus Angst und Versagen zu durchbrechen, lässt er sich schließlich überreden, Hilfe anzunehmen – und zwar ausgerechnet von Kaspar, der mit dem schwarzen Jäger Samiel im Bunde ist und Max rät, in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die immer treffen …

Regie: Horst O.Kupich


SCHNEEWEISSCHEN UND ROSENROT

Ein Märchen nach den Brüdern Grimm von Manuel Schöbel (ab 5)

Zwerg Grobwurz ist grimmig, sind doch alle Geschöpfe in seinem Wald mindestens zu zweit: die Pilze, Bäume, Käfer … «Nur ich bin einsam. Wie ein Bart, das ist hart» beschwert er sich und beschließt, gegen diese Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen. In seinem Zorn kommen ihm Prinz Konrad und sein Bruder Heinrich gerade recht. Kurzerhand hext er ihnen Hass und Neid aufeinander an und verzaubert sie dann in einen Bären und einen Jäger, die sich gegenseitig umbringen sollen. Eines Nachts sucht der Bär Schutz in der Hütte von Schneeweißchen und Rosenrot …

Regie: Steffen Pietsch


WINNETOU I

Von Olaf Hörbe nach Karl May

Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten weiterer Eroberungen durch die weißen Männer. Winnetou weiß um deren technische Überlegenheit, gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg … Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.

Regie: Manuel Schöbel

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

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