Kiel, Theater Kiel, Publikumsumfrage zur Relevanz der Kultur im Leben, IOCO Aktuell 09.12.2020

Dezember 8, 2020 by  
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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

 Publikumsumfrage des Theater und Musikfreunden Kiel 

»Das Leben ist still ohne lebendige Kultur«

Generalintendant Daniel Karasek des Theater Kiel und Generalmusikdirektor Benjamin Reiners sowie die Vorsitzende der Musikfreunde, Selke Harten-Strehk stellten die Ergebnisse einer gemeinsam vom Theater Kiel und dem Verein der Musikfreunde Kiel initiierten Online-Umfrage zum Theater- und Konzertbesuch während der Corona-Pandemie vor.

An der Umfrage beteiligten sich 1.228 Menschen, von denen 616 im September und Oktober Theater und Konzertebesucht hatten. Die Teilnehmenden der Umfrage bildeten das Publikum sowohl in der Geschlechteraufteilung (64 % weiblich, 35 % männlich, 1 % andere) als auch in der Altersstruktur (45,1 % der Teilnehmenden sind zwischen 50 und 69 Jahrealt) recht genau ab.

In der Umfrage zeigte sich im Besonderen, dass diejenigen, die Veranstaltungen während der Corona-Pandemie besucht haben, den Hygiene-Konzepten in den verschiedenen Spielstätten vertrauen und sich nur sehr selten »corona-unsicher« gefühlt haben (3,5 %). Ferner sah eine überwiegende Mehrheit der Teilnehmen-den keinen sicherheitsrelevanten Unterschied zwischen der Obergrenze von 100 und 250–300 Personen in den Spielstätten des Theater Kiel und im Konzertsaal Kieler Schloss (78 %). Rund 80 % der Teilnehmenden würde Veranstaltungen auch mit durchgehender Maskenpflicht besuchen.

Benjamin Reiners freute sich über die Ergebnisse der Umfrage, die »eine Bestätigung unserer ausgearbeiteten Hygienekonzepte sind. Wir können die Ergebnisse der Umfrage als Rückendeckung in der Argumentation gegenüber der Politik wunderbar verwenden.«

Lucia di Lammermoor am Theater Kiel – aus normalen Tagen
youtube Trailer Theater Kiel
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Publikumsumfrage zu Veranstaltungen in September / Oktober 2020

Umfrage-Antworten – Freitexte (Auswahl)
Begründungen für keine Besuche:

„Zuviel Corona im Kopf…mir erschien es als schwierig, die eine der wenigen Karten zu ergattern…“ |„Weil kein für mich interessantes Stück angeboten wurde“ | „Weil ich bei der Arbeit sehr viel Kontakt zu anderen Menschen habe, und dort die geltenden Abstandsregeln nicht durchgehend eingehalten werden können. Entsprechend möchte ich kein Risiko für andere sein.“ | „Weil ich terminlich längerfristig planen muss und ein Monat im Vorlauf nicht reicht.“

„Mein Ehemann und ich warten sehnsüchtig auf den Beginn von Theatervorstellungen und Konzerte des Philharmonischen Orchesters ohne Corona.“

„Ich freue michauf die Zeit „danach“. Kultur fehlt!“

„Corona hemmt leider meine Spontanität für Veranstaltungen…“

Ein romantischer Flug über Oper und Rathaus Kiel
youtube Trailer Theater Kiel
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Anmerkungen der Kulturfreunde

„Gäste Ihrer Veranstaltungen haben mir gesagt, dass Ihr Hygienekonzept z.B. in der Oper sehr gut gewesen sein soll, deswegen bedaure ich sehr, dass es keine Vorstellungen gibt. Halten Sie durch, bleiben Sie gesund. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen.“

„Ich finde, es wird zu wenig in die Öffentlichkeit vermittelt, inwieweit die Klimaanlagen dem Stand der Infektionslage entsprechen bzw. was dafür getan wurde.“

„Ich wünsche allen, dass sie gesund durch die Krise kommen und etwas mehr Planungssicherheit von Seiten der Politik, dass die Veranstalter nicht so viel Stress mit ständigen Umplanungen und Umbuchungen haben.“

„Ich brauche Musik wie Milch und Brot.“„Danke für Ihre Mühen zur gewissenhaften Anwendung des Hygienekonzepts!“

„Bleibt gesund und macht weiter.“

„Ich hoffe das Theater Kiel wird die Krise überlebt.“„Vielen herzlichen Dank, dass Sie in dieser schwierigen Zeitaufgeführt haben, und Sie ständig Möglichkeiten aussuchen. Respekt!“

„Es ist super, dass es diese Umfrage gibt! Sie sollte vielleicht in einigen Wochen wiederholt werden. Denn unsere Gesellschaft braucht Kultur und deshalb sollten sich bei Veranstaltungen alle möglichst sicher fühlen,um gerne wiederzukommen.“

„Theater, Musik und Tanz sind lebenswichtig 🙂 Viel Kraft und Geduld Ihnen allen.“„Ich war so froh über die Möglichkeit, wieder Konzerte besuchen zu können in dieser doch anstrengenden Pandemiezeitund sehr zufrieden mit den Hygiene -/ Sicherheitsvorkehrungen; das Ende der Konzerte im November habe ich sehr bedauert und halte espersönlich für nicht verhältnismäßig und sinnvoll.“„Wir Kieler schaffen das schon :)“

„Ja! Es ist unglaublich schade, dass gerade Theater und Oper geschlossen sind! Die Mühen des Theaters Kiel sind einfach nur zu loben!!!“„Haltet durch! Ihr seid systemrelevant! ;-)“

„Ich habe mich bei allen Veranstaltungen dank der Hygienevorschriften immer sehr sicher gefühlt.Danke für Ihre Mühe.“

„Große Anerkennung für Ihre zusätzlichen Mühen, dass wir überhaupt Konzerte besuchen konnten und auch für diese Umfrage.“

„Sehr gute Online-Plattform für eine Umfrage. Ausgefüllt auf meinem Handy, 1a.“ [Plattform: typeform]

„Es ist bewundernswert, wie flexibel sich die Kulturschaffenden auf die erschwerten Bedingungen eingestellt haben und daher in keiner Weise nachzuvollziehen, dass kulturelle Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Nirgends sitzt man so „geordnet“ und sicher. Bittenicht aufgeben und Möglichkeiten finden, mehr „Druck zu machen“.“

„Für mich waren Kunst und Kultur im Sinne von Konzert/Bühne/ Vernissage etc. immer sehr wichtig. Dieser Verlust/Verzicht ist mir schmerzlich bewusst geworden.“

„Ich hoffe, Sie verlieren nicht den Mut. Denn das was Sie machen ist toll und bewegt Menschen!“

„Es war alles super organisiert. Für uns waren die Theaterabende ein Highlight und Genuss in dieser Zeit. Wir freuen uns auf die nächste Spielzeit.“

„Musik ist systemrelevant. Sie trägt ganz erheblich vor allem zu meiner seelischen Gesundheit bei. Ein Leben ohne Musik ist möglich, aber sinnlos.“

„Das Leben ist still ohne lebendige Kultur.“

„Könnte man Theaterstücke streamen?“

„Ich hoffe und bete, dass der Kultur in dieser Zeit und später mehr Wichtigkeit und Anerkennung von Seiten der Politik zukommt, damit unser Leben lebenswert bleibt! Sie ist unverzichtbar wertvoll!“

„Ich bin voller Bewunderung und Freude über ihr Durchhaltevermögen, ihre genialen Ideen und deren Umsetzung und hoffe für uns alle Theaterfreunde, daß es so schnell wie möglich wieder „normal“ wird. Es ist das beste Geistesfutter und Lebensmittel für mich –toitoitoi!“

»Das Leben ist still ohne lebendige Kultur«

—| IOCO Aktuell Theater Kiel |—


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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Fledermaus – in rheinischer Lebensfreude, IOCO Kritik, 01.02.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Fledermaus  – Johann Strauss

– Düsseldorf – Ein Weltraumbahnhof für Marsraketen –

von Viktor Jarosch

Johann Strauss Wien © IOCO

Johann Strauss Wien © IOCO

Die Fledermaus von Johann Strauss, 1874 komponiert, ist wohl einer der größten „Exportschlager“ Österreichs. Urwienerisch, so irrt man gern, sei die Fledermaus. Sie ist französischen Ursprungs; das erfolgreiche Vaudeville Réveillon (1872) von Henri Meilhac und Ludovic Halèvy ist ihr Ursprung. Réveillon (Vorabend – Heiligabend), ist ein in Frankreich übliches, ausgelassenes Weihnachtssouper mit Freunden.

1873 litt ganz Österreich unter den Folgen eines Börsenkrachs. In dieser schweren Zeit wird Réveillon für Johann Strauss zur Vorlage für Wiener „Lebenserkenntnisse“, die lauten: Wenn im richtigen Leben schon vieles falsch läuft, ¾ Takt, ein wenig Lüge, Maske, Kostüme, Polka, falsche Identitäten können oft weiter helfen. So etablierte der Walzerkönig Strauss mit seiner Fledermaus dauerhaft die Gattung „Operette“, in welcher sympathische Durchschnittsmenschen mit gutbürgerlicher Doppelmoral gut leben können. Überschaubare Alltagsprobleme werden etwas realitätsfern mit lieben Ungereimtheiten, Lügen und oft tänzerischen Schmankerln  dem natürlich glücklichen Ende zugeführt. Doch sympathische Durchschnittsmenschen mit gutbürgerlicher Doppelmoral leben überall auf der Welt: so konkurrieren vielfältige Fledermaus-Produktionen in  Facetten immer und überall in allen Opernhäusern rund um den Globus.

Die Fledermaus – im Rheinland
youtube Trailer Deutsche Oper am Rhein
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Im Düsseldorf inszenierte nun Axel Köhler, früher im Theater Halle (Saale) als Bariton und Countertenor auf der Bühne, eine rheinische Fledermaus. Erklärtes Petitum von Axel Köhler zu seiner Inszenierung war, die Operette als Gattung „ernst“ zu nehmen; ihr mit aktuellen Bezügen und in modernem Gewand alles Verstaubte zu nehmen. So konkurrieren denn auch in den lokalen Bezügen von Köhlers schräg bunter Düsseldorfer Fledermaus  rheinische Lebensfreude, Doppelmoral, Lügen, Ungereimtheiten um die heimliche Rache des Dr. Falke an Gabriel von Eisenstein („Die Rache der Fledermaus“).

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus hinter diesem goldenen Bilderrahmen passiert ... © IOCO

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus hinter diesem riesigen goldenen Bilderrahmen passiert alles … © IOCO

Ein breiter goldener Bilderrahmen fasst die Bühne operettenhaft ein. Und schon zur Ouvertüre „üben“ schrill bekleidete Prostituierte, Dirnen, Kurtisanen an einer leuchtenden Straßenlaterne und an dem vorübergehenden Notar Dr. Falke ihre lasziv anmutige Verführungskünste und machen deutlich: Dies ist nicht Wien; ihr „Revier“ ist das Rheinland! Auch in den folgenden Bildern bleibt diese Fledermaus im Rheinland heimisch: Mit der geschmacklosen Luxusbehausung des neureichen Industriellen Gabriel von Eisenstein, welche von Übertreibungen protzt, wie mit riesigen Zebrafellen an den Wänden; wenn zwischen dem ersten und zweiten Bild Gefängnisinsassen in Gefängniskleidung vor dem Gemäuer der Justizvollzugsanstalt NRW Körperübungen machen; wenn aus der Strausssche Zofe Adele eine rheinische Putze Adele, „putzen ist mein zweites Standbein“, wird; wenn Dr. Falke den Gabriel von Eisenstein zur Feier des  Prinzen Orlofsky mit dem Hinweis lockt, Orlofsky sei ein russischer Oligarch der   „Düsseldorf zur Weltraumetropole für Marsraketen“ und Investoren suche; wenn inmitten des Festraums des Prinzen Orlofsky eine Rakete steht, die zum Ende des zweites Aktes knatternd abhebt und im dritten Akt bruchgelandet im Gefängnis zu sehen ist; wenn

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledeermaus - hier : zum Fest des Prinzen Orlofsky mit wunderbaren Tanzeinlagen © Hans Joerg Mchel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledeermaus – hier : zum Fest des Prinzen Orlofsky mit wunderbaren Tanzeinlagen © Hans Joerg Mchel

Die rheinisch emanzipierte Inszenierung fasziniert sein Publikum im zweiten Akt mit einer vielfältig glitzernden, boulevardesken Gestaltung der Bühne und humorig schräge Wortspiele („Was ist das für eine Branse?“ – „Das ist Prinz Orlofsky!“), welche beständig schmunzeln lassen.. Auffällig hier auch die Tänzerinnen der Rheinoper, wenn sie in verspielten Kostümen, Foto, mitreißend choreographiert, – in Düsseldorf lange nicht mehr gesehene – revuehaft-verträumte Tanzeinlagen bieten; wenn die Festgesellschaft des Prinzen Orlofsky das Lied „Ha, welch’ ein Fest, welche Nacht voll Freud“  in hypnotisch sinnlicher Trance tänzerisch begleitet.

Doch das Wienerische kehrt im 3. Akt zurück an den Rhein: wenn der Österreicher Wolfgang Reinbacher, seit 1970 am Düsseldorfer Schauspielhaus, als Frosch das „Frosch-Wohlfühl Programm“ in Wiener Mundart mit dem dortigen Volks-Klassiker einleitet: In der Kellergassen, kanns gar ned fassen, sitz i ganz verlassen, auf einem Schwein…“ und diese Fledermaus-Inszenierung ihrem meist glücklichem Ende zuführt. Nur für Gabriel von Eisenstein endete der Premierenabend bitter: Er wurde (die Rache der Fledermaus schlug zu) mit einem Kabelbinder gefesselt abgeführt, da der begründete Verdacht bestand, daß er „Düsseldorf an Dritte veräußern wollte“!

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus - hier : Wolfgang Reinbacher als Frosch © Hans Joerg Mchel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus – hier : Wolfgang Reinbacher als Frosch © Hans Joerg Mchel

Das Wohlgefühl der Besucher bebte von Beginn des 1. Bild an, als Lavinia Dames als Adele, zur Putze mutiert, einen Staubsauger hinter sich her ziehend die Bühne betritt und mit frappierend sicheren wie herrlich lyrischen Koloraturen wunderbare erste Akzente setzt, gute Laune erzeugt. Bis zum letzten Bild, mit ihrem Spiel‘ ich die Unschuld vom Lande, natürlich im kurzen Gewande“, beschwingt Lavinia Dames die Handlung stimmlich wie darstellerisch. Doch das Ensemble ist insgesamt wunderbar aufgelegt: Anke Krabbe spielt eine sensibel präsente Rosalinde, welche das Publikum im wohl timbrierten Csárdás „Klänge der Heimat“ mitreißt. Jussys Myllys formt seine Partie des Liebhabers Alfred mit feurig italienischem Belcanto (was ihn sogleich zum Alfredo macht). Nobert Ernst war der Partie des neureichen Gabriel von Eisenstein stets gewachsen, wenn auch weniger auffällig. Die Partie der  Gräfin Orlofsky war mit Maria Boiko zurückgenommen angelegt; doch stimmlich glänzte sie, speziell in der großen Arie „Im Feuerstrom der Reben“. Stefan Heidemann als Gefängnisdirektor Frank, Luis Fernando Piedra als Dr. Blind, Christoph Filler als Dr. Falke, Helena Günther als Ida und Volker Philippi als Staatsanwalt rundeten das Ensemble dieser humorig rheinischen Fledermaus glänzend ab. Dirigent Benjamin Reiners und die Düsseldorfer Symphoniker stützten Solisten und Chor mit sängerfreundlichen Klängen.

Das durchaus junge Publikum im ausverkauften Opernhaus feierte die Inszenierung, besonders aber Ensemble, Tänzer und Orchester. Die folgende Premierenfeier bestätigte das für die meisten Akteure glückliche Ende der rheinischen Fledermaus mit frohem Zuspruch und vielen strahlenden Gesichtern.

Die Fledermaus an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf; die nächsten Termine 2.2.; 9.2.; 15.2.; 21.2.; 23.2.; 29.2.; 7.3.; 22.3.; 1.4.2020

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Fledermaus – Johann Strauss, 25.01.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Fledermaus –  Im Opernhaus Düsseldorf !

Der Operetten-Klassiker Die Fledermaus in der bildgewaltigen Inszenierung von Regisseur Axel Köhler kommt endlich auch auf die Düsseldorfer Bühne. Premiere ist am Samstag, 25. Januar 2020, um 19.30 Uhr.

Die Fledermaus ist Wien ist Fledermaus – Ein IOCO – Bericht über eine Fledermaus  Aufführung in Wien, link HIER!  –  Doch über die Fledermaus an der Rheinoper Düsseldorf wird IOCO natürlich auch berichten

Johann Strauß‘ Die Fledermaus ist ein Glanzstück der Wiener Operette: Melodien mit reichlich Ohrwurmpotenzial, lustvoll übertriebener Lebensstil, wo der Champagner in Strömen fließt, und eine Intrige, die sich schmerzlos einpasst in nicht ganz saubere, aber letztlich geordnete bürgerliche Verhältnisse haben Die Fledermaus unsterblich gemacht.

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus © Hans Joerg Michel

Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildner Frank Philipp Schlößmann hat Regisseur Axel Köhler das Stück opulent in Szene gesetzt. Inhaltlich nutzt er seinen Spielraum für behutsame Aktualisierungen mit lokalen Bezügen: Den Protagonisten Gabriel von Eisenstein macht er zu einem umtriebigen Düsseldorfer Politiker, der mit dem Bau eines Weltraumbahnhofs der Landeshauptstadt zu neuem Glanz zu verhelfen will. Vor dieser intergalaktischen Kulisse tanzt, singt und spielt ein großes Ensemble aus Hausmitgliedern und Gästen wie dem bekannten Schauspieler Wolfgang Reinbacher als Frosch. Die musikalische Leitung der Premiere hat der Generalmusikdirektor der Kieler Oper, Benjamin Reiners. Zu erleben sind die Düsseldorfer Symphoniker und der Chor der Deutschen Oper am Rhein.

Erste Einblicke in die Neuproduktion gibt die „Opernwerkstatt“ am Dienstag, 21. Januar, um 18.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf: Dramaturgin Anna Grundmeier beleuchtet im Gespräch mit Dirigent Benjamin Reiners und Regisseur Axel Köhler verschiedene Aspekte des Stücks und seiner Inszenierung. Im Anschluss haben die Zuschauer die Gelegenheit, bis zur Pause eine Bühnenprobe zu erleben. Der Eintritt ist frei.

Tickets für die Vorstellungen gibt es zwischen 21,00 und 106,00 Euro im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203. 283 62 100) und online über www.operamrhein.de.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Fledermaus – Johann Strauss, 25.01.2020

Dezember 13, 2019 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Operette, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

DIE FLEDERMAUS  –  JOHANN STRAUSS (SOHN)

Text Richard Genée,  nach  Le Réveillon von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Premiere 25. Januar 2020

Der berühmte Operetten-Klassiker von Johann Strauß (Sohn) in der bildgewaltigen Inszenierung von Regisseur Axel Köhler kommt endlich auch auf die Düsseldorfer Bühne. Zur Premiere am Samstag, 25. Januar 2020, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf laden wir Sie herzlich ein.

IOCO wird auch diese Fledermaus gerne heimsuchen und berichten

Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildner Frank Philipp Schlößmann macht Axel Köhler den Protagonisten Gabriel von Eisenstein zu einem umtriebigen Düsseldorfer Lokalpolitiker, der mit dem Bau eines Weltraumbahnhofs der Landeshauptstadt zu neuem Glanz zu verhelfen will. Vor dieser intergalaktischen Kulisse tanzt, singt und spielt ein großes Ensemble aus Hausmitgliedern und Gästen wie dem bekannten Schauspieler Wolfgang Reinbacher als Frosch. Die musikalische Leitung der Premiere hat der Generalmusikdirektor der Kieler Oper, Benjamin Reiners, zu erleben sind die Düsseldorfer Symphoniker und der Chor der Deutschen Oper am Rhein.

Johann Strauss im Winer Stadtpark © IOCO

Johann Strauss im Wiener Stadtpark © IOCO

„Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“, das klingt wie ein Stoßseufzer passend zum Wiener Börsenkrach, der 1873 ganz Europa erschüttert hatte. Doch mit der Uraufführung von Johann Strauß’ (1825 –1899) Die Fledermaus knapp ein Jahr später war nicht an ein gemeinschaftliches Wundenlecken gedacht, sondern an einen Kassenschlager für das noch junge und keineswegs mühelos auf die Beine kommende Genre der Wiener Operette.

Zielscheibe der eigentlich bösartigen Intrige ist der honorable Herr von Eisenstein. Er muss für acht Tage wegen ungebührlichen Betragens ins Gefängnis. Sein Hausfreund rät ihm, es vorab noch einmal richtig krachen zu lassen, und nimmt ihn mit auf das Fest des Prinzen Orlofsky. Dort will er sich an Eisenstein für eine vergangene Schmähung rächen. Der ganze Spaß endet hinter Gefängnismauern, wo alle Hochstapelei und selbst ein handfester Justizirrtum zu einem Happy End führen.

Axel Köhler und Frank Philipp Schlößmann haben dem Operettenklassiker eine zuträgliche Frischekur verordnet und dem Operettenunsinn stattgegeben, der sich laut Karl Krauss „von selbst versteht und nicht die Reaktion der Vernunft herausfordert“.

MUSIKALISCHE LEITUNG : Benjamin Reiners / Patrick Francis Chestnut, INSZENIERUNG : Axel Köhler, BÜHNE UND KOSTÜME : Frank Philipp Schlößmann
BELEUCHTUNG : Volker Weinhart, CHORLEITUNG : Patrick Francis Chestnut, CHOREOGRAPHIE : Mirko Mahr, DRAMATURGIE : Hella Bartnig

GABRIEL VON EISENSTEIN : Norbert Ernst / Cornel Frey, ROSALINDE : Anke Krabbe / Anna Princeva, GEFÄNGNISDIREKTOR FRANK : Thorsten Grümbel / Stefan Heidemann, PRINZ ORLOFSKY : Kimberley Boettger-Soller / Maria Boiko, ALFRED : Jussi Myllys / Ibrahim Yesilay, DR. FALKE : Kay Stiefermann / Christoph Filler, DR. BLIND : Johannes Preißinger / Luis Fernando Piedra, ADELE : Sibylla Duffe / Heidi Elisabeth Meier / Lavinia Dames, IDA : Birte Hopstein / Helena Günther, FROSCH : Wolfgang Reinbacher, STAATSANWALT : Manfred Klee / Volker Philippi, TÄNZERIN : Chin-A Hwang / Ewa Bienkowska, Birgit Mühlram, Anna Pawlowa-Lichtenwald / Marina Aikaterini Rouka, Ewa Bienkowska / Amanda Cruz-Portuondo, Ran Takahashi / Marina Aikaterini Rouka, Ran Takahashi / Chiara Jovy, Ewa Bienkowska / Tamara Gigauri, Sofia Klein-Herrero / Marina Aikaterini Rouka

ORCHESTER : Düsseldorfer Symphoniker / Duisburger Philharmoniker, CHOR : Chor der Deutschen Oper am Rhein

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


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