Frankfurt, Oper Frankfurt, Liederabend mit Michael Spyres, 18.06.2019

Juni 11, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

TENOR MICHAEL SPYRES
BESTREITET ACHTEN UND LETZTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2018/19

Der achte und letzte Liederabend der Spielzeit 2018/19 wird bestritten von dem amerikanischen Tenor Michael Spyres am
Dienstag, dem 18. Juni 2019, um 20.00 Uhr im Opernhaus.

Oper Frankfurt / Tenor Michael Spyres © Marco Borrelli

Oper Frankfurt / Tenor Michael Spyres © Marco Borrelli

Als Vasco da Gama (L’Africaine) hat er bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt im Februar 2018 nicht nur ferne Welten erobert, sondern auch die Herzen des Publikums: Der amerikanische Tenor ist einer der Wenigen, die die schwierige Partie bewältigen. Von der New Yorker Met, der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris und dem Royal Opera House Covent Garden in London bis zu den Münchner Opernfestspielen – Michael Spyres ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. In seinem Liederabend beweist er Neugierde auf das nicht ganz so Bekannte und versammelt Liedkompositionen auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Russisch, in denen ein Text, eine Figur oder ein Sujet Länder- und Sprachgrenzen hinter sich gelassen hat. Ein englisches Volkslied von Haydn gehört ebenso dazu wie Berlioz’ französische Version von Goethes „Fischer“. Mit Rossini besingt er Romeo, mit Tschaikowski Don Juan und mit Verdi den Exilanten. Auch das Musical ist vertreten mit dem Song „All the Things You Are“ von Jerome Kern und bietet dem Ausnahmetenor eine willkommene Gelegenheit, seine Vielseitigkeit auch im Liedgesang unter Beweis zu stellen.

Anlässlich seines ersten Frankfurter Liederabends präsentiert Michael Spyres, begleitet von Mathieu Pordoy am Klavier, unter dem Motto „Foreign Affairs“ Lieder von Joseph Haydn, Hector Berlioz, Gioachino Rossini, Franz Liszt, Peter I. Tschaikowski, Friedrich Nietzsche, Charles Ives, Benjamin Britten u.a.

Die Liederabend-Reihe der Oper Frankfurt wird auch in der kommenden Saison 2019/20 fortgesetzt:

Jakub Józef Orli?ski, Countertenor 03. September 2019
Pretty Yende, Sopran 29. Oktober 2019
Stanislas de Barbeyrac, Tenor 26. November 2019
Maria Bengtsson, Sopran 14. Januar 2020
Jiddische Operettenlieder u.a. mit Barrie Kosky, Klavier 04. Februar 2020
Florian Boesch, Bassbariton 25. Februar 2020
Gaëlle Arquez, Mezzosopran 31. März 2020
Peter Mattei, Bariton 12. Mai 2020
John Osborn, Tenor 23. Juni 2020

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Koblenz, Theater Koblenz, Albert Herring – Benjamin Britten, IOCO Kritik, 15.05.2019

Mai 15, 2019 by  
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Theater Koblenz

Theater Koblenz © Matthias Baus für das Theater Koblenz

Theater Koblenz © Matthias Baus für das Theater Koblenz

ALBERT HERRING  –  Benjamin Britten

– Die Wahl einer Maikönigin – oder – Eine Komödie voller Charme und Spielfreude am Theater Koblenz –

von Ingo Hamacher

Benjamin Britten Büste in Aldeburgh © IOCO

Benjamin Britten Büste in Aldeburgh © IOCO

Mit nicht enden wollendem Applaus feierte das Koblenzer Publikum eine äußerst gelungene Aufführung von Benjamin Brittens  Albert Herring; an Ovationen für Solisten, Chor, Musik und Produktionsteam wurde ebenfalls nicht gespart.

Victor Puhls leidenschaftliches Dirigat lotet die Feinheiten der Partitur gekonnt aus, und führt das Staatsorchester Rheinische Philharmonie zu einer veritablen Leistung, ohne jedoch dabei die Sänger aus den Augen zu verlieren, die mit einer in sich stimmigen Ensemble-Leistung auf hohem Niveau auf eine erfolgreiche Premiere zurückblicken können.

Witzige Regieeinfälle, eine nahezu perfekte Bühne mit den vollumfänglich passenden Kostümen rundeten den gelungenen Abend ab, der vom Publikum des fast ausverkauften Hauses entsprechend gewürdigt wurde.

Zwischen seinen großen Werken und ernsten Fabeln komponierte Britten 1947 für die erste Saison der von ihm ins Leben gerufenen English Opera Group eine heitere Kammeroper in fünf Bildern, die komische Oper Albert Herring, in der die Novelle des Franzosen Guy de Maupassant („Der Rosenjüngling der Madame Husson“) in die englische Provinz gelegt wird.

Theater Koblenz / Albert Herring - hier : Jungho Lee als Albert Herring © Matthias Baus

Theater Koblenz / Albert Herring – hier : Jungho Lee als Albert Herring © Matthias Baus

Der Librettist Eric Crozier hat das Geschehen in die Kleinstadt Loxford in Ost-Suffolk versetzt, wo sie rund um das Maifest des Jahres 1900 spielt.  Eine heitere Posse – vordergründig etwas zu harmlos und naiv -, die schnell Verbreitung findet.  Dabei ist die Musik Brittens, ein Komponist der klassischen Moderne, unterhaltsam und witzig.  Es wimmelt von Parodien und Musikzitaten vom Barock bis zu Wagners Tristan.

Das heitere Musiktheater schwelgt in der Zeichnung der Charaktere, voran der pompösen Lady Billows, vor allem im neunstimmigen Klagelied des III. Aktes, bei dem die einzelnen Charaktere musikalisch herausgearbeitet werden. Und doch zeigt sich auch ein wenig von Protest bei der Schilderung von Alberts Ausflug in das „Laster“, der Protest gegen eine Gesellschaft, die sich anmaßt, allzu herrisch in das Leben des einzelnen einzugreifen.

Benjamin Britten gelang es als erstem britischen Komponisten nach Henry Purcell (Dido und Aeneas), Weltgeltung zu erlangen.  Kurz vor seinem Tod wurde er für seine Lebensleistung mit dem persönlichen Adel ausgezeichnet und zum Lord Britten of Aldeburgh ernannt wurde. Benjamin Brittens Homosexualität zieht sich mehr oder weniger verdeckt durch sein gesamtes Werk. Sein Ruf als außergewöhnlicher Humanist, sein Einsatz für gesellschaftliche Randfiguren, die nahezu alle seine Opern bevölkern, mag als Reaktion auf seine eigenen Lebensumstände daraus resultieren. Britten konnte das Thema Homosexualität – damals in Großbritannien noch mit Gefängnis bestraft – nur andeuten; wir finden es auch in der Oper Albert Herring:

Warum hat Albert Herring keine Freundin und was hat er eigentlich in jener durchzechten Nacht gemacht?

Albert Herring erweckt gerade aufgrund der nächtlichen Vorfälle Hoffnungsperspektiven auf ein besseres Leben:  Der Skandal hat ihn erst richtig zum Mann gemacht, als der er dann auch auf gesellschafftliche Anerkennung hoffen darf. Nach der Gesetzesreform von 1967, die Homosexualität unter Männern ab dem einundzwanstigsten Lebensjahr nicht mehr unter Strafe stellte, wurde Britten diesbezüglich in seinen Werken eindeutiger in seinen Aussagen.

Theater Koblenz / Albert Herring - hier : Jungho Lee als Albert Herring, Michele Silvestrini als Emmy © Matthias Baus

Theater Koblenz / Albert Herring – hier : Jungho Lee als Albert Herring, Michele Silvestrini als Emmy © Matthias Baus

Eine Filmprojektion auf den geschlossenen Vorhang scheint uns mit dem Schriftzug: „Albert Herring von Benjamin Britten“ in einen alten-verwackelten Stummfilm zu führen.  Vielleicht ein Hinweis darauf, das Regie, Ausstattung und Kostüme gar nicht erst versuchen, das Stück tagesaktualisiert aufzuladen.

Der Vorhang öffnet sich und gibt den Blick frei auf das Leben in dem kleinen Ort Loxford. Links die Fassade des Hauses von Lady Billows, rechts der Gemüseladen der Herrings (Foto) .Durch Drehen und Verschieben dieser beiden einzigen Bühnenelemente gewinnen wir später Einsicht in die Häuser, wie wir auch in der Vielzahl der Szenen immer neue Blickwinkel finden. Im Hintergrund, vor dem blau angeleuchteten Panorama, eine niedrige Bruchsteinmauer, hinter der im Verlauf des Abends zahllose Schäfchen vorbeiziehen. Idylle pur! (Oder eben auch Langeweile pur!) – So schön alles ist. Will man hier leben?

Die junge Generation trägt Kostüme der 50er; die Älteren sind von Kleidungsstil in der Jahrhundertwende stecken geblieben: der Generationenkonflikt zeichnet sich ab. Die spleenige Lady Billows will zur allgemeinen Förderung der Sitten das tugendhafteste Mädchen im Ort zur Maikönigin krönen. Es findet sich jedoch keine junge Frau, die der Auszeichnung würdig wäre. Da kommt das Komitee in seiner Not auf einen männlichen Preisträger, Albert Herring, den Sohn der Gemüsehändlerin.

Er führt ein wirklich untadeliges Leben. Albert nimmt gern die 25 Pfund, die mit dem Preis verbunden sind. Stocksteif-wohlerzogen erscheint er zur Feierlichkeit – um dann durch den ungewohnten Alkohol plötzlich aufzutauen. Die gegen Ende des 3. Bildes in Rotlicht getauchte laszive Orgie, die mitten auf dem Marktplatz von Loxford aus heiterem Himmel ausbricht, hat so wohl kaum stattgefunden. Es kann sich nur eine alkoholbedingte Fantasie Alberts handeln.

 Benjamin Britton, die riesige Gedenkmuschel am Strand von Aldeburgh © IOCO

Benjamin Britton, die riesige Gedenkmuschel am Strand von Aldeburgh © IOCO

Pause

Nach dem Fest macht Albert sich auf, um nächtliche Abenteuer zu suchen. Am nächsten Tag ist er verschwunden. Das ganze Dorf gerät in höchste Aufregung, man vermutet Selbstmord oder weitere Untaten, bricht in furchtbare Klagen aus. Da kehrt Albert heim – ramponiert von seinen Erlebnissen, aber fröhlich. Die Tugendhaftigkeit in Person ist er jedenfalls nicht mehr.

Nach Brittens Vorgabe sollten die Rezitativpassagen „ohne Rücksicht auf Tempo in der natürlichen Diktion der Sprache gesungen“ werden.  Und da die Oper zahllose Wieviel-auch-immer-tette (bis hin zum häufig vorkommenden Nonett) aufweist, sah man sich außerstande, für diese Passagen eine sinnvolle deutschsprachige Übertitelung anzubieten, weswegen man sich entschieden hatte, das Stück direkt auf Deutsch zu singen. Da die englisch gedachte Musiklinie jedoch häufig der deutschen Diktion entgegen lief, war der erhofft Verständnisgewinn nur gering.

In den Solopassagen ging einiges unter und in den Rezitativen war aufgrund des – von Britten so vorgesehenen – Gestotteres und Gestammel sowieso kaum etwas zu verstehen. Deutsche Übertitel hätten hier auch außerhalb der Ensembles gute Dienste geleistet.

Die Verwendung von Rezitativensembles mit rhythmisch freiem Sprachvortrag hat Britten damals seitens der Kritik den Vorwurf eingebracht, die Oper „enthalte zu wenig Musik“, was das Stück Albert Herring jedoch nicht daran gehindert hat, einer der größten Nachkriegserfolge auf dem Gebiet der Oper; zeitweise die am Meisten gespielte moderne Oper auf deutschsprachigen Bühnen zu werden. Das Produktionsteam zeigt eine Komödie voller Charme und Spielfreude, die ohne Albernheiten und Anzüglichkeiten auskommt: eine ansprechend-moderne Inszenierung im Dienste des Werkes.

Theater Koblenz / Albert Herring - hier : mit Michele Silveestrini, Hyunwha Lee, Hana Lee und dem Kinderchor Foto Matthias Baus

Theater Koblenz / Albert Herring – hier : mit Michele Silveestrini, Hyunwha Lee, Hana Lee und dem Kinderchor Foto Matthias Baus

Insgesamt gelang eine schöne Interpretation, die den heiteren Charakter des Stückes erfolgreich auf die Bühne brachte, verbunden mit einer rundum gelungenen spielerisch wie gesanglichen Ensemble-Leistung.

Mit nicht enden wollendem Applaus feierte das Koblenzer Publikum eine äußerst gelungene Aufführung; an Ovationen für Solisten, Chor, Musik und Produktionsteam wurde ebenfalls nicht gespart


Albert Herring, Komische Oper von Benjamin Britten, Text: Eric John Crozier, nach den Novelle Le Rosier de Madame Husson (1888) von Guy de Maupassant, Neue deutsche Textfassung: Carolyn Sittig und Waltraud Gerner, Uraufführung: 20. Juni 1947, Opera House, Glyndebourne (Sussex)


Besetzung:

Lady Billows ist Yamina Maamar, Sopran. Yamina Maamar zählt zu den international gefragtesten Künstlerinnen ihres Fachs.

Mr. Gedge wird vom aus Hamburg stammenden Bariton Martin Berner gesungen.

Mr. Upfold: Mark Bowman-Hester,  Das Koblenzer Publikum kennt den US-amerikanischen Tenor bereits aus Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Die weiteren Partien konnten aus dem Ensemble besetzt werden:  Florence Pike: Anna Catherine Wagner, Miss Wordsworth: Hana Lee, Mr. Budd: Jongmin Lim, Sid: Christoph Plessers, Albert Herring ist der choreanische Tenor Junho Lee, Nancy Waters: Danielle Rohr, Mrs. Herring: Suk Westerkamp, Emmy: Michèle Silvestrini, Siss: Hyunhwa Lee, Harry: Lennart Reinelt (Kindersolist),  Kinderchor (Singschule Koblenz), Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Musikalische Leitung: Victor Puhl,  Seit der Spielzeit 2008/2009 ist Victor Puhl Generalmusikdirektor des Theaters Trier

Inszenierung: Jan Eßinger,  geboren in Darmstadt, studierte bis 2010 Musiktheaterregie in Hamburg. Seit 2017 ist er als freischaffender Regisseur tätig.

Bühne: Marc Weeger,  studierte Bühnenbild bei Jürgen Rose an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.

Kostüme: Silke Willrett (* 1974 in Stuttgart) ist eine freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin.

Dramaturgie: Rüdiger Schillig, Operndirektor des Theater Koblenz

Albert Herring am Theater Koblenz; die weiteren Termine Termine  11.05., 13.05., 19.05., 22.05. 25.05., 27.05., 02.06., 04.06., 06.06., 09.06., 21.06.2019

Theater Koblenz / historisches Rangtheater © Matthias Baus

Theater Koblenz / historisches Rangtheater © Matthias Baus

Das Theater Koblenz

Das Theater Koblenz ist ein Mehrspartentheater in Koblenz mit eigenen Ensembles für Schauspiel, Musiktherater, Puppenspiel und Ballett. Es bietet in einem Theatergebäude aus dem 18. Jahrhundert unweit des Kurfürstlichen Schlosses 500 Sitzplätze. Intendant des Theaters  ist bis Ende der Spielzeit 2024/2025 Markus Dietze.

Das Theater Koblenz wurde 1787 im Auftrag des Trierer Kurfürsten und Erzbischofs Clemens Wenzeslaus von Sachsen in siebenmonatiger Bauzeit durch den Architekten Peter Joseph Krahe in dem damals neuen Stadtteil Neustadt errichtet.

Das Theater Koblenz ist der einzige erhaltene klassizistische Theaterbau am Mittelrhein und das früheste erhaltene Beispiel eines Rangtheaters in Deutschland (im Gegensatz zum früheren Logentheater).

Am 23. November 1787 wurde das als Vielzweckgebäude konzipierte Theater mit einer Aufführung von Mozarts Die Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Johann Heinrich Böhm als Kurfürstliches Komödien- und Ballhaus eröffnet. Am 16. Dezember 1851 trat im Theater die Koblenzer Opernsängerin Henriette Sonntag auf. Es war der erste und einzige Auftritt in ihrer Heimatstadt. Das Theater wurde 1984 bis 1985 umfassend mit dem Ziel restauriert, dem Originalzustand von 1787 möglichst nahezukommen. Dabei stellte man die alten Abmessungen des Foyers wieder her und rekonstruierte die ursprüngliche Ausmalung im Zuschauerraum, auch die Fassade erhielt ihre originale Farbfassung zurück.

Das Theater Koblenz ist geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen. Seit 2002 ist das Theater Koblenz Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

 

Brenda Roberts, Sopran – Diskographien 5 – 6, 11.05.2019

Mai 11, 2019 by  
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Il Tabarro - CD mit Brenda Roberts

Il Tabarro – CD mit Brenda Roberts

BRENDA ROBERTS – DISKOGRAPHIE Teil 4 + 5

von Rolf Brunckhorst

Teil 4: In diesem vierten Teil der Brenda-Roberts-Diskographie geht es um relativ unbekannte Aufnahmen von nur bedingt populär zu nennenden Opern.

 MEDEA  –  Komponist Friedhelm Döhl

Als erstes sei die Medea -Studio-Gesamtaufnahme genannt. Die Medea gilt als ausgesprochene Primadonnen-Partie und ist in der Vergangenheit von einigen wenigen Sopranistinnen eindrucksvoll dargestellt worden (Callas, Jones, Rysanek). Jetzt gibt es eine neue Medea, die der Komponist Friedhelm Döhl Brenda Roberts quasi auf den Leib geschneidert bzw. in die Kehle geschrieben bzw. komponiert hat. Musikalisch ist dies eine ganz neue Welt, die nicht jedem Hörer gefallen kann, aber für Fans von Brenda Roberts ist besonders der Schlußteil der Oper ein reines Vergnügen. Hier kann Brenda Roberts in einem langen Solo alle Register ihres Könnens ziehen. Der Komponist mutet ihr zu, alle Möglichkeiten einer Sing- bzw. Sprechstimme auszunutzen. Brenda Roberts macht das hervorragend und schafft es sogar, textverständlich auch in den höchsten Lagen zu singen. Dirigent Klauspeter Seibel kennt Brenda Roberts aus Hamburger Vorstellungen und hat sowohl sein Orchester als auch das Ensemble der Kieler Oper souverän im Griff. So ist die Ersteinspielung der Döhl-Medea eine rundum gelungene Sache, und so gibt es eine weitere Medea-Darstellerin, die im Gedächtnis bleiben wird.

 

Brenda Roberts in jungen Jahren © Brenda Roberts

Brenda Roberts in jungen Jahren © Brenda Roberts

STERNENGEBOT – Komponist Siegfried Wagner

Sternengebot ist eine der zahlreichen Opern von Siegfried Wagner, die sich im Repertoire nicht haben durchsetzen können. Zwar „wagnert“ es beständig in dieser Oper, aber des Vaters Theaterpranke hatte sein Sohn Siegfried keineswegs geerbt. Die Musik fließt schön und gleichmäßig, aber sie packt den Zuhörer nicht. Szene um Szene geht vorbei, ohne daß sich der Hörer angesprochen fühlt. Ende der 90er Jahre hatte die Firma Marco Polo das ehrgeizige Vorhaben in die Tat umgesetzt, die Siegfried-Wagner-Opern auf CD einzuspielen, und somit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Brenda Roberts hatte für diese Aufnahme die beiden Partien der Hiltrud und der Julia übernommen. Sie behauptet sich völlig souverän in den teilweise etwas holprig komponierten Orchesterfluten und macht auch diese Aufnahme zu einem Muß für Brenda-Roberts-Fans.

 ALBERT HERRING  – Benjamin Britten

Mitte der 80er Jahre hatte Brenda Roberts in der Britten-Oper Albert Herring“ als Lady Billows ihre Hamburger Premiere. Das Publikum erlebte eine treffliche Darbietung der in Deutschland zu Unrecht verkannten Oper Brittens. An der Spitze des Hamburger Ensembles machte Brenda Roberts bereits in der ersten Szene, in der sie mit Ursula Boese als Florence Pike ein tugendhaftes Mädchen für das Dorffest auswählen soll, auf ihre komödiantische Begabung aufmerksam. Die feine Ironie, mit der Britten das englische Dorfleben beobachtet, wird von Brenda Roberts auf das Feinste aufgenommen und auf der Bühne umgesetzt. Da darf die Stimme schon mal etwas schriller werden, wenn sich nicht das ganze Dorf den moralischen Ansprüchen der Lady Billows anpassen will. Insgesamt eine bemerkenswerte Aufnahme, die die Leistungsfähigkeit des Hamburger Ensembles dokumentiert.

Brenda Roberts hier mit Rolf Brunckhorst © Rolf Brunckhorst

Brenda Roberts hier mit Rolf Brunckhorst © Rolf Brunckhorst

DIE BACCHANTINNEN  –  Egon Wellesz

Im Dezember 1985 trat Brenda Roberts im Wiener Konzerthaus in der Partie der Königin Agave auf, eine dankbare Partie in der Oper Die Bacchantinnen von Egon Wellesz. Die Stimme von Brenda Roberts paßt perfekt zu der stilistisch ein bißchen hin und her pendelnden Oper, die die Grundlage dafür bietet, daß Brenda Roberts ihre dramatische Durchschlagskraft, ihre sicheren Höhen und hohe Durchhaltekraft eindrucksvoll vorführen kann. Diese konzertante Aufführung, im Dezember 1985 vom ORF übertragen, kann man sich bei youtube anhören.

 5. Teil: Schlußteil dieser Diskographie – Raritäten für Brenda-Roberts-Fans.
Die meisten Aufnahmen sind stark gekürzt, auf die Sopranpartie reduziert

 ARIADNE AUF NAXOS  –  Richard Strauss,

Im November 1990 gab es die seltene Gelegenheit, Brenda Roberts als Ariadne zu erleben. Obwohl die Partie der Ariadne eher zurückhaltend und abwartend angelegt ist, fand sich die stets aktive und dramatisch agierende Brenda Roberts mühelos in das Ensemble des Bielefelder Opernhauses ein. Es begann mit ganz verhalten lyrischen Monologen und steigerte sich bei der Ankunft des Bacchus in ein glorioses Schlußduett. Ihr zur Seite stand der zu Recht sehr gefragte Heldentenor Herbert Schaefer, der der kraftvollen Stimme von Brenda Roberts Paroli bieten konnte, so daß der von GMD Rainer Koch dirigierte Abend im Strauss-Rausch endete.

SALOME  –  Richard Strauss,

Dieses ist eine der Aufnahmen mit den meisten Auslassungen. Entschädigt wird der Zuhörer für das etwas mühsame Hören von der unglaublichen Tagesform der Brenda Roberts. Kraftvoll mit wunderschön dahingehauchten Piani und einem energischen Schlußgesang war sie die unumstrittene Hauptattraktion des Abends. Die lächerliche Szenerie konnte die Sängerin überhaupt nicht beeinträchtigen, ihre Stimme leuchtet bis in den letzten Winkel nicht nur des auf der Bühne aufgebauten Schlachthauses, sondern auch des Zuschauerraums des Staatstheaters Braunschweig und endet mit einem triumphalen Schlußgesang.

TOSCA  –  Giacomo Puccini

Die Partie der Floria Tosca ist von ihren Gestaltungsmöglichkeiten her eine feine Sache für alle spielfreudigen dramatischen Sopranistinnen, also auch für Brenda Roberts. Die hier vorgestellte Aufführung am Staatstheater Kassel fand in deutscher Sprache statt, und Brenda Roberts hatte einen furiosen Abend. Sie überzeugte schon im ersten Akt als eifersüchtige Diva, wobei das Duett mit Cavaradossi äußerst leidenschaftlich angelegt war. Am Ende des ersten Aktes verschafft sich die Stimme Raum, wenn die Eifersucht sie langsam vereinnahmt. Viel Aufregung herrscht im zweiten Akt bei den Kerker- und Folterszenen, wenn Tosca zwischen Hoffen und Bangen hin und her schwankt, und voller Stimmeinsatz gefordert wird. Brenda Roberts meistert diese anspruchsvollen Passagen, ohne bei zu schreienden und zu sprechenden Tönen jemals die Kontrolle über die Stimme zu verlieren. Im dritten Akt nimmt sie den liebenden Tonfall der Anfangsszene wieder auf und erträumt sich mit Cvaradossi eine glückliche Zukunft, obwohl beide wissen, aber einander nicht eingestehen, daß es für dieses Liebespaar keinen Morgen geben wird. Passend dazu klingt der Sopran von Brenda Roberts ängstlich, beinahe zittrig, bis sie in der letzten Passage mit stimmlicher Bravour dem toten Scarpia ankündigt, daß man sich an den Pforten der Hölle wiedersehen wird.

CD Brenda Roberts in Frau ohne Schatten © Sebastian Sierke

CD Brenda Roberts in Frau ohne Schatten © Sebastian Sierke

DIE FRAU OHNE SCHATTEN –  Richard Strauss

Kaum eine Oper ist so vielen Kürzungen ausgesetzt wie die Frau ohne Schatten. Im Jahre 1987 gab es im Nationaltheater Mannheim eine Version zu bestaunen, in der sogar die Reihenfolge der Bilder durcheinander gewürfelt wurden. Im zweiten Akt besteht die Oper jetzt nur noch aus vier Bildern, die in der Reihenfolge 1-2-4-5 auf die Bühne gebracht werden, wobei das dritte Bild mit dem fünften Bild zusammengelegt worden sind. Da es sich dabei vor allem um die Szenen im Färbershaus handelt, ist die Färbersfrau am meisten von diesen Eingriffen betroffen. Brenda Roberts, international anerkannte Färbersfrau, ließ sich durch diese neue Version nicht durcheinander bringen und bot eine grandiose Leistung. Wirkt sie zunächst im ersten Akt noch (rollengemäß) etwas spröde, so wird am Ende des Aktes, als die Färberin glaubt, die anklagenden Stimmen ihrer noch ungeborenen Kinder zu hören, ganz großes Operntheater geboten aufgrund ihrer packenden Rolleninterpretation. Im letzten Bild des zweiten Aktes sind es dann die Monologe der Färbersfrau, die „aneinander gebackt“ wurden, um eine Verschmelzung der Bilder 3 und 5 zu erreichen. Brenda Roberts triumphiert auch in dieser etwas willkürlich wirkenden Version mit nie endender Strahlkraft und wahrlich hochdramatischem Impetus. Diese Mannheimer Aufnahme ist durchaus habenswert, und das nicht nur wegen der exzellenten Sänger (u.a. Jean Cox), sondern auch um sich diese Kuriosität anhören zu können. Nach Wissen des Rezensenten gibt es eine vergleichbare Version nur noch unter Herbert von Karajan, der die Partie der Färbersfrau ganz auf Christa Ludwig eingestellt hatte. Für ergänzende Mitteilungen bedankt sich der Autor schon im Voraus.

 TURANDOT  –  Giacomo Puccini,

Wenn es eine Partie im Repertoire der Brenda Roberts gibt, bei der die Fans sofort sagen, daß sie der Künstlerin auf den Leib geschneidert sei, dann ist dies Puccinis Turandot. Gefordert ist eine hochdramatische Sopranistin, der von der Dauerbelastung in der Höhe und lautesten Orchesterklängen alles abverlangt wird, und genau unter diesen Ansprüchen blüht die Stimme von Brenda Roberts förmlich auf. Hier ist eine Stimme, die „In questa Regia“ wirklich kalt und überheblich präsentieren kann, die im zweiten Akt ein Feuerwerk von Spitzentönen abliefert, und die im dritten Akt aufwallende Emotionen so nach und nach zulassen kann.

Zum Schluß dieser Diskographie sei noch auf die erste offizielle CD von Brenda Roberts verweisen, nämlich „BRENDA ROBERTS IM GEISENHEIMER DOM“. Auf dieser CD findet man ein reichhaltiges Programm, eingeleitet von je einem Händel- und einem Haydn-Block. Der Bogen wird bis zu „The Lord’s Prayer“ gespannt. Der großen und strahlenden Sopranstimme von Brenda Roberts kommt die Akustik des Geisenheimer Doms sehr entgegen. Schon bei der ersten Händel-Arie „Rejoice greatly“ aus dem „Messias“ legt der Hörer die Ohren an und freut sich 70 Minuten lang über ein Konzert in diesem ganz besonderen Klangbild. Brenda Roberts selbst ist vorzüglich bei Stimme, und man fragt sich, wie eine gefeierte Elektra so intensiv und sensibel Barockarien von Josef Haydn interpretieren kann. Diese CD war (und ist vielleicht noch immer) über die Künstlerin selber zu beziehen.

Diese Diskographie erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Brenda Roberts ist immer noch so populär, daß immer wieder neue Live-Aufnahmen mit ihr auftauchen, so daß vielleicht in einem Jahr noch ein sechster Teil dieser Diskographie erscheinen könnte. Drei Vorboten sind schon am Horizont zu erkennen, nämlich ihre Fidelio-Interpretation in Antwerpen und den Bad Hersfelder Opernfestspielen, sowie ihre Salome aus Gent/Belgien. Alle drei Opern sind in Auszügen auf youtube zu bestaunen, schön wären natürlich aufgearbeitete DVD-Versionen.

—| IOCO CD-Rezension |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Tod in Venedig – Benjamin Britten, IOCO Kritik, 24.04.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Tod in Venedig  –  Benjamin Britten (1913 – 1976)

– zwischen apollinischem Ideal und dionysischem Rausch –

von Randi Dohrin

Benjamin Britten Gedenkmuschel am Strand von Aldeburgh © IOCO

Benjamin Britten Gedenkmuschel am Strand von Aldeburgh © IOCO

Englisch ist normalerweise keine Opernsprache; in Benjamin Brittens Komposition Death in Venice jedoch, ist eine andere kaum vorstellbar. Die Uraufführung dieses Dramas fand während des Aldeburgh Festival, am 16. Juni 1973, in England statt. Der Tenor und Lebensgefährte von Benjamin Britten, Peter Pears, sang damals triumphal die Rolle des Gustav von Aschenbach, auf den sich die ganze Handlung bezieht. Britten verstarb am 4. Dezember 1976 in den Armen seines Lebensgefährten in Aldeburgh.

Schattierungsreiche, leicht ungeschmeidig spröde, aber auch melancholisch klingende Melodien werden in Brittens genialer Opernvertonung hörbar. Der modern-musikalische Klang des 20. Jahrhunderts verstärkt sich durch ein umfangreiches Schlagwerk sowie ein begleitendes Klavier, das die Handlung zwischen den Rezitativen häufig unterbricht.
Die kongenial aufwühlende Musik Brittens spiegelt die Ambivalenz des Dichters Aschenbach, zwischen rauschhaftem Liebesbegehren nach einem 14-jährigen Jungen und seinem nahendem Tod, fesselnd wider. Der Schriftsteller, der sonst eher nach Perfektion und Leistung strebte, befindet sich plötzlich in zwei Welten, die gegensätzlicher nicht sein können.

Theater für Niedersachsen / Tod in Venedig - hier : links Hans-Jürgen Schöpflin als Gustav von Aschenbach und Uwe Tobias Hieronimi als Reisender © Falk von Traubenberg

Theater für Niedersachsen / Tod in Venedig – hier : links Hans-Jürgen Schöpflin als Gustav von Aschenbach und Uwe Tobias Hieronimi als Reisender © Falk von Traubenberg

1911 erschuf der Erfolgsschriftsteller Thomas Mann die Novelle Der Tod in Venedig, die im Oktober/November-Heft des Jahres 1912 in der Neuen Rundschau erschien. Bis heute gilt sie als eine der am meisten interpretierten Erzählungen. Der Autor selbst bezeichnete sein humorloses Werk als …„Entwürdigung einer Tragödie“... .

Aschenbachs Konflikt, sich seinen Gefühlen stellen zu müssen, ist zeitlos. Ergreifend, fesselt die nah am Libretto ausgerichtete Inszenierung von Felix Seiler. Unverkennbar verdeutlicht er die konträren inneren Prozesse des Schriftstellers und Hauptfigur Gustav von Aschenbach.

Der in der Regel auf Disziplin und Vernunft bedachte Schriftsteller Aschenbach, (Hans-Jürgen Schöpflin) kann wegen persönlicher Umstände und einer künstlerischen Schaffenskrise der Versuchung nicht widerstehen, für ein paar Wochen nach Venedig zu reisen. Dort unterliegt er Tadzio, (Olv Grolle) einem bildschönen, polnischen Knaben, den er für ungeheuer inspirierend hält und ihn buchstäblich verfolgt, ohne ihm jedoch wirklich zu nahe zu treten.

Mit ausdrucksstarker Bühnenpräsenz und tragender klarer Tenorstimme gelang es Hans-Jürgen Schöpflin, die intensive Rolle des Gustav von Aschenbach darzustellen. Durchgängig wurden die gegensätzlichen Stimmungen von Depression und Begierde, Angst und Liebe für den schönen Knaben Tadzio, erkennbar. Sehr schwierig ist es, überzeugend die Partie des Tadzio – ohne Gesang und ohne Worte – auszudrücken. Olv Grolle gelingt auf glaubhafte Weise, den durch die hereinstürzenden Sympathien des Aschenbachs, überforderten stummen Tadzio zu charakterisieren.

Theater für Niedersachsen / Tod in Venedig - hier : Olv Grolle als Tadzio, Schöpflin als Aschenbach © Falk von Traubenberg

Theater für Niedersachsen / Tod in Venedig – hier : Olv Grolle als Tadzio, Schöpflin als Aschenbach © Falk von Traubenberg

Uwe Hieronimi als Reisender und in sechs weiteren Figuren, füllte jede Rolle bestechend aus. Mit Bravour bewies er seine sängerischen und darstellerischen Qualitäten an diesem Premierenabend.

Stimmlich und mimisch bestens besetzt, waren auch der Hotelportier mit Julian Rohde und Jesper Mikkelsen als Clerk im englischen Reisebüro. Beachtlich und ideenreich war die Präsenz des Opern- und Jugendchores sowie der Statisterie des Theaters für Niedersachsen. In ihren Kostümen aus der Zeit um 1900 (Hannes Neumaier) hauchten sie der Oper erfrischende Lebendigkeit ein, wie auch der Gondolieri (Hyeh Young Baek) auf dem angedeuteten venezianische Kanal. Wohlklingend facettenreich erklangen lückenlos die reichlich vorhandenen solistischen Stellen der Chorsänger des TfN.

Das TfN-Orchester, unter der Leitung von Achim Falkenhausen, glänzte und beeindruckte durch ein sicheres, präzises und höchst transparentes Musizieren auf hohem Niveau, in dem auch kleinste Nuancierungen hörbar wurden, nicht nur in den zahlreichen Instrumenten-Soli.

In Venedig herrscht die todbringende Cholera und Aschenbach überlegt, die polnische Familie zu warnen, setzt diesen Gedanken in seinem Liebeswahn aber nicht um. Seinem sonst apollinischen Ideal von Selbstdisziplin, Schönheit und Ordnung verpflichtet, unterliegt er dem dionysischen Liebesrausch wie in seinem Traum, wo es zwischen Apollo und Dionysos zu einem Streit kommt, den Apollo verliert. Die Stimme des Apollo erklang verführerisch hell und glockenrein, durch den Countertenor Tobias Hechler als Glanzpunkt dieses gelungenen Opernabends.

Am Tag vor der Abreise der polnischen Familie muss Aschenbach sterbend mit ansehen, dass sein geliebter Tadzio von anderen Knaben gequält wird. Er will ihm helfen, seine Kräfte lassen das aber nicht mehr zu. Er stirbt an der Seuche, ausgelöst durch den Verzehr von Erdbeeren, während Tadzio aufs Meer hinausläuft. …

Anerkennend langer Applaus, stehende Ovationen eines berührten Publikums für diesen ergreifenden Abend.

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

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