Hagen, Theater Hagen, BENEFIZKONZERT, 22.11.2019

November 18, 2019 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

BENEFIZKONZERT

Zugunsten des Theaterfördervereins Hagen e.V.

Freitag, 22. November 2019, 20.00 Uhr, Werner-Richard-Saal, Herdecke (Wetterstraße 60)

Der Pianist Matthias Guhling veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Rodrigo Tomillo ein Benefizkonzert zugunsten des Theaterfördervereins Hagen e.V. am 22. November 2019 (20.00 Uhr, Werner-Richard-Saal in Herdecke, Wetterstraße 60).

Theater Hagen /  Matthias Guhling © Dagmar Hesse

Theater Hagen / Matthias Guhling © Dagmar Hesse

Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento für Streicher D-Dur KV 136; Ausschnitte aus den Opern „Le nozze di Figaro“ und „Cosí fan tutte“; Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 und Klavierkonzert d-Moll KV 466.

Die Solist*innen sind: Laurie Gibson (Sopran), Sandra van Gemert (Mezzosopran), Gerhard Pauli (Bariton), Lina Neuloh (Klarinette) und Matthias Guhling (Klavier).

Kostenlose Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erhältlich.

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Annaberg-Buchholz, Eduard von Winterstein Theater, Spielplan September 2019

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Eduard von Winterstein Theater


Spielplan September 2019


So 1.9. 15.00 Heißer Sommer
Bühnenfassung von Axel Poike
Mit der Originalmusik aus dem gleichnamigen
DEFA Film
Von Gerd und Thomas Natschinski


Di 3.9. 15.00 Die Schatzinsel
Von Dennis Martin, Christoph Jilo
und Wolfgang Adenberg
Musik von Dennis Martin


Mi 4.9. 15.00 Heißer Sommer


Do 5.9. 15.00 Der Zigeunerbaron
Operette von Johann Strauß


Sa 7.9. 17.00 Die Schatzinsel


So 8.9. 10.30 Neues vom Räuber Hotzenplotz
Kinderstück von Otfried Preußler
Musik von Rudolf Hild

17.00 Heißer Sommer
der Spielplan des Eduard
von Winterstein Theaters sieht im September
folgende Vorstel lungen vor:


Mo 1 6.9. 19.30 1. Philharmonisches Konzert


Sa 21.9 14.00 Theaterfest zur Eröffnung der 127. Spielzeit
rings ums Theater

15.00 spielraum zum Theaterfest Studiobühne
Rundwunderbunt
Vivid Figurentheater Frieda Friedemann
ab 3 Jahren


So 22.9. 20. 3 0 Ja c ques Brel Studiobühne
Eine Hommage


Do 26.9. 20.00 Am Ende ein Lie d Studiobühne
Theaterstück über Heimat und Fremde
Theater für Seniorinnen und Senioren
Gastspiel des
TPZ Theater pädagogisches Zentrum e.V.


Sa 28. 9. 16.00 Der kleine Tag
G astspiel des Musiktheaters R a benschnabel der
Kreismusikschule des Erzgebirgskreises

20.00 Lachen und Lachen lassen Studiobühne
Ein Abend mit Eberhard Cohrs und Collegen


So 29.9 11.00 Premierenschaufenster Foyer
Wird schon schiefgehen
19.00
Zum Großadmiral
Komische Oper in drei Akten
von Albert Lortzing


Veranstaltungen außerhalb des Eduard von Winterstein Theaters:


Fr 6.9. 20.00 Jedermann vor de r St. Annenkirche Annaberg Buchholz
Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
von Hugo von Hofmannsthal
Der Konzertplan der Erzgebirgischen Philharmonie Aue sieht folgende
Konzerte vor:


Mi 4 18.00 SIDE BY SIDE Kulturhaus Aue
Benefizkonzert des Lionsclub Aue Schwarzenberg


Sa 14.9. 19.30 1. Philharmonisches Konzert Kulturhaus Aue
Werke von Jean Sibelius und P?teris Vasks


Sa 21.9. 19.30 Fuldensie II Festsaal der Orangerie Fulda
Musik eines Vergessenen
Werke von Hugo Staehle


So 22.9. 17.00 Elias St. Annenkirche Annaberg Buchholz
Felix Mendelssohn Bartholdy : Elias op. 70


—| Pressemeldung Eduard von Winterstein Theater |—

Wien, Ehrbarsaal Wien, Thomas Weinhappel – Benefizkonzert, IOCO Aktuell, 14.04.2019

April 17, 2019 by  
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 Wien - Ehrbarsaal / Benefizkonzert Thomas Weinhappel hier Ekaterina Nokkert, Thomas Weinhappel, Reinwald Kranner, Manfred Schiebel © Marcus-Haimerl

Wien – Ehrbarsaal / Benefizkonzert Thomas Weinhappel hier Ekaterina Nokkert, Thomas Weinhappel, Reinwald Kranner, Manfred Schiebel © Marcus-Haimerl

Benefizkonzert  – Thomas Weinhappel

– „willing to march into hell for a heavenly cause!“ –

von Elisabeth König

Der österreichische Bariton Thomas Weinhappel hatte bereits 2018 mit zwei beeindruckenden Liederabenden in Wien auf sich aufmerksam gemacht. Nun lud er im März 2019 zu einem weiteren außergewöhnlichen Event: Ein hochkarätig besetztes Benefizkonzert im Wiener Palais Ehrbar sollte Aufmerksamkeit wecken und Spenden für Kinder lukrieren, die von Neurofibromatose betroffen sind. Den Ehrenschutz dafür übernahm die Bühnenlegende Prof. Birgit Sarata, deren Eröffnungsrede sich berührend mit der Thematik des Abends auseinandersetzte.

Die Wiener Pianistin Ekaterina Nokkert sorgte für bravouröse Klaviersoli – ihre Interpretation von Alfred Grünfelds virtuos-beschwingter „Fledermausparaphrase“ und Gershwins „Prelude Nr.1“ riss das Publikum mit und sorgte für gute Stimmung. Mit großer Souveränität und Einfühlsamkeit begleitete sie auch den Tenor und Allrounder des Showgeschäfts Reinwald Kranner bei seiner ersten Arie, Puccinis  Nessun dorma.

Den perfekten Klangteppich bereitete den Sängern den Rest des Abends der begnadete Manfred Schiebel, dessen feinsinnige und energiereiche Begleitung stets den richtigen Ton traf. Nicht umsonst ist er einer der begehrtesten Begleiter der Wiener Musikszene.

Thomas Weinhappels erste Arie, Bizets „Auf in den Kampf“, ließ aufhorchen, nicht nur aufgrund der stimmlichen Verve. Er gab damit gleichzeitig auch das Motto des Abends vor: Er und seine Freunde wollen kämpfen – gegen nichts Geringeres als Neurofibromatose, eine bislang unheilbare Krankheit. sie kämpfen dafür, dass mehr als 4.000 Kinder in Österreich nicht länger  darunter leiden müssen.

Ehrbar Saal Wien / Benefizkonzert Tomas Weinhappel - hier : Thomas Weinhappel, Manfred Schiebel © Marcus-Haimerl

Ehrbar Saal Wien / Benefizkonzert Tomas Weinhappel – hier : Thomas Weinhappel, Manfred Schiebel © Marcus-Haimerl

Aus dem Programmheft erfährt man, warum Thomas Weinhappel sich in diesen Kampf wirft: Während seiner Zeit als Sängerknabe erkrankte er an einer der zum Formenkreis der Fibromatose gehörenden Krankheit. Er durchlebte zahlreiche Operationen, musste die Möglichkeit einer Amputation seines Armes erfahren und erkennen, was es hieße, deshalb vielleicht auf das Singen für immer verzichten zu müssen. Die Krankheit zeigte ihm, wie wichtig die Musik und das Singen für ihn und seinen Lebensweg waren und sind.

Thomas Weinhappel hatte Glück: Die Operationen verliefen gut, er wurde gesund und hat heute die Möglichkeit, sich für Leidensgenossen mit der unheilbaren Form der Erkrankung, der Neuro-Fibromatose, stark zu machen. Das von ihm initiierte Benefizkonzert, das die spendenfreudigen BesucherInnen im ausverkauften Wiener Ehrbar-Saal genossen, war in jeder Hinsicht ein Erfolg.

Mit Vergnügen hörte man Weinhappel in seiner Paraderolle Hamlet: „O vin, dissipe la tristesse“, „Être ou ne pas être“, „Spectre infernal“ und „Ombre chère“ klangen faszinierender als je zuvor und schienen als dunkle Mahnmale gegen die Krankheit im Raum zu stehen. Auch zwei Ausflüge in das deutsche Fach mit Wagners Wolfram („Blick ich umher“) und Donner („Heda, hedo“) wurden vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen.

Die zweite Hälfte des bereits zur Pause bejubelten Benefiz-Konzertes nutzten Weinhappel und Kranner, um die Zuhörer mit schwungvollen und bekannten Ohrwürmern für die Genres Operette und Musical zu begeistern.

Während Kranner mit „Somebody to love“, dem Hit der Rockgruppe Queen, beeindruckte, brillierte Weinhappel mit „Dein ist mein ganzes Herz” und Graf Krolocks Arie „Die unstillbare Gier” aus dem Tanz der Vampire. Er verlieh der Rolle faszinierende und völlig neue Farben und hauchte der Rolle neues Leben ein. Auch als Biest aus dem Disney-Musical Die Schöne und das Biest mit „Wie kann ich sie lieben?“ zeigte er mit bedingungsloser Authentizität und musikalischem Feingefühl, dass er als Opernsänger auch im Musicalgenre zuhause ist.

Reinwald Kranner, gefeierter Musicaldarsteller, betörte das Publikum schließlich als Phantom der Oper mit seinem subtil erotischen und stimmschönen „The Music of the Night“.

Das Duett des Abends zwischen Reinwald Kranner und Thomas Weinhappel, Elton Johns „Can you feel the love tonight” aus dem König der Löwen, vereinte zwei Stimmen, die in ihrer Unterschiedlichkeit doch wundervoll miteinander harmonieren. Man darf hoffen, davon in Zukunft deutlich mehr zu erleben.

Das Publikum war sich einig: Es war ein gelungener Abend, der mit höchster musikalischer Qualität zeigte, dass sich Musical und Oper wunderbar verbinden lassen. Weinhappel und seinen Freunden gelang es, die Zuhörer mit ihrer Begeisterung für die Musik und den Zweck des Abends mitzureißen und lösten Wogen der Hilfsbereitschaft aus.

Mit seiner letzten Nummer aus dem Mann von La Mancha bekundete Weinhappel, dass die Bekämpfung der heimtückischen Krankheit kein „Unmöglicher Traum“ bleiben soll. Die Aufrichtigkeit seines Anliegens vermittelte sich in jedem Moment des Songs; und mit glanzvoller Hoffnung in der Stimme deklarierte er „to be willing to march into hell for a heavenly cause!“

—| IOCO Aktuell Ehrbar Saal Wien |—

Zürich, Opernhaus, Benefizkonzert zugunsten Katastrophenopfer in Japan, 27.3.2011

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Opernhaus Zürich

Benefizkonzert zugunsten der Katastrophenopfer in Japan

Orchester der Oper Zürich spendet an die Glückskette

Sonntag, 27. März 2011, 11.15 Uhr Tonhalle  

Gustav Mahler (1860-1911)   –   Sinfonie Nr. 9 D-Dur (1909/10)

Daniele Gatti Musikalische Leitung  –  Orchester der Oper Zürich

Die Schreckensnachrichten und Fernsehbilder von den Verwüstungen in Japan nach dem Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami lassen wohl niemanden kalt – ganz zu schweigen von der Sorge um die havarierten Atomkraftwerke. Die Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich haben sich entschlossen, ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit dem japanischen Volk konkret zum Ausdruck zu bringen: Indem sie die Gage für das nächste Philharmonische Konzert kollektiv spenden und damit einen Beitrag leisten, die Not der Menschen im Norden Japans zu lindern. Dies hat auch der Chefdirigent des Opernhaus Zürich, Daniele Gatti, getan, der an diesem Morgen Gustav Mahlers Neunte Sinfonie dirigieren wird: Maestro Gatti wird seine Gage für diese Konzert dankenswerterweise ebenfalls zur Verfügung stellen.

Die Beziehungen des Zürcher Opernorchesters zu Japan sind vielfältig. Den Teilnehmern an der grossen Japan-Tournee des Opernhauses Zürich im Jahre 2007 (mit «La Traviata» und «Der Rosenkavalier») ist die überaus herzliche Aufnahme noch in lebhafter Erinnerung. Drei unserer Orchestermitglieder sind Japaner – einer davon ist Konzertmeister Keisuke Okazaki. Darüber hinaus bestehen familiäre Bindungen einzelner Orchestermitglieder in das fernöstliche Land.

Die «Glückskette» hat ein Spendenkonto zugunsten der Opfer in Japan eröffnet und wird die Spendengelder in einer ersten Phase über ihre Partner – ADRA, Caritas, Heilsarmee und Schweizerisches Rotes Kreuz – an die japanischen Hilfswerke weiterleiten. Die Besucher des 4. Philharmonischen Konzerts können sich ebenfalls der Initiative anschliessen: es werden Einzahlungsscheinde der Glückskette aufgelegt.

Eine gemeinsame Initiative von der Neuen Zürcher Zeitung  und dem Orchester der Oper Zürich  «Ich habe wieder einmal die 9. Sinfonie Mahlers durchgespielt. Der erste Satz ist das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, im Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur noch auszugeniessen bis in ihre tiefsten Tiefen – bevor der Tod kommt.» So schreibt Alban Berg 1912 in einem Brief an seine Frau. Im Jahr zuvor war Gustav Mahler im Alter von gerade einmal 50 Jahren gestorben. Die Uraufführung seiner Neunten Sinfonie konnte er nicht mehr erleben. Sie fand erst ein Jahr später, am 26. Juni 1912, unter der Leitung von Bruno Walter in Wien statt.

Entstanden war die Neunte in einer Zeit der fundamentalen und erschreckenden Umbrüche in Mahlers Leben. 1907 war seine zehnjährige Amtszeit als Direktor der Wiener Hofoper zu Ende gegangen. Seine ältere Tochter starb an Scharlach-Diphterie, und von dem Arzt, der sie behandelt hatte, erfuhr der Komponist, dass sich sein Herz in einem bedenklichen Zustand befinde. Gedanken an den Tod sollten Mahler von nun an in immer stärkerem Ausmass beschäftigen. Das 1908 komponierte «Lied von der Erde», das in wenigen Tagen in einer neuen Choreografie von Heinz Spoerli vom Zürcher Ballett aufgeführt wird, stand am Beginn dieser Abschiedsstimmung. Im folgenden Sommer schrieb er die Neunte Sinfonie – ein Werk, in dem der Tod allgegenwärtig ist. In kaum zwei Monaten arbeitete er in seinem Komponierhäuschen in Toblach an der Partitur, die bereits Anfang September 1909 im Entwurf fertig vorlag. Im Winter schrieb Mahler sie dann in New York, wo er an der Metropolitan Opera dirigierte, ins Reine und überarbeitete sie bei dieser Gelegenheit gründlich, noch bevor sich im Februar 1911 die ersten Anzeichen seiner tödlichen Krankheit bemerkbar machten.

Mahler-Biograf Wolfgang Johannes Bekh bringt es auf den Punkt: «Es muss schöpferische Erregung tiefster Art gewesen sein, der das Werk entstammt. Noch einmal erklingt der Scheidegruss an das Leben, an die Erde, an die Heimat jenseits der Berge. Aber dies ist kein Gesang des Einzelnen mehr, sondern das Todeslied der grossen, vielgestaltigen Natur. Die Welt stirbt und singt sich in den letzten Schlummer. Die Kräfte, aus denen das Leben emporwuchs, fliessen zurück ins All. Es ist ein Sterben ohne Bitterkeit und Hass, von heftigen Zuckungen letzter, innerlich widerstrebender Willenskräfte unterbrochen. Ausklingend verschmelzen Willen und Schicksal zum bewuss­ten Untergehen des Vollendeten: Apotheose des Todes … ‹Was mir der Tod erzählt›, lautet die ungeschriebene Überschrift der Neunten Sinfonie.»

Für Daniele Gatti, den Chefdirigenten der Oper Zürich, spielt Mahlers Neunte in den kommenden Monaten eine zentrale Rolle. Nachdem er sie mit den Zürcher Musikerinnen und Musikern erarbeitet hat, wird er die Sinfonie am 18. Mai 2011, dem 100. Todestag Gustav Mahlers, auch mit den Wiener Philhar­monikern in der Wiener Staatsoper, Mahlers einstiger Wirkungsstätte, sowie bei Konzerten in Madrid und Leipzig aufführen.

Pressemeldung Opernhaus Zürich