Baden-Baden, Festspielhaus, Lebensgeister – Ballettresidenz John Neumeier, IOCO Aktuell, 09.09.2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Lebensgeister – Ballettresidenz John Neumeier

Tänzerische Freuden – 1. bis 10. Oktober 21

Hamburg Ballett / John Neumeier © IOCO

Hamburg Ballett / John Neumeier © IOCO

Das im vergangenen Herbst gezeigte Ghost Light wurde vom Fachmagazin Tanz als beste Ballettproduktion des Jahres ausgezeichnet und erhielt einen Opus Klassik. In diesem Jahr ist das Hamburg Ballett John Neumeier vom 1. bis 10. Oktober 2021 zu Gast an der Oos. Im Festspielhaus Baden Baden werden die großen Ballette Tod in Venedig und Ein Sommernachtstraum sowie eine Ballettwerkstatt zu sehen sein. Erstmals gibt es im Theater Baden-Baden, dem Museum Frieder Burda und der Akademiebühne in Stadtteil Cité weitere von John Neumeier ausgewählte Tanzvorstellungen befreundeter Künstler.
„Mit John Neumeier haben wir verabredet, die Residenz des Hamburg Balletts im Oktober Schritt für Schritt zu einem Baden-Badener Tanzfestival auszubauen“, berichtet Intendant Benedikt Stampa.Ausrichtung und künstlerisches Programm liegen in den Händen von John Neumeier.“

Zum Aufwärmen – Ballettwerkstatt

Den Auftakt macht am Freitag, 1. Oktober um 20 Uhr die unter Tanzfans Kult gewordene Ballettwerkstatt im Festspielhaus. Ihr Erfolg hängt mit der faszinierenden Persönlichkeit des Choreographen zusammen. John Neumeier ist ein Charismatiker, der seine Zuhörer zu unterhalten weiß und aufschlussreiche Einblicke gewährt: in sein Denken und seine Art, historische Persönlichkeiten und Stoffe der Weltliteratur in Ballette zu übersetzen.

Tod in Venedig – Das Hamburg Ballett
youtube Hamburg Ballett – John Neumeier
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Tod in Venedig, ein Totentanz von John Neumeier frei nach der Novelle von Thomas Mann, in Baden-Baden aus der Taufe gehoben und längst ein Ballett-Klassiker, zeigt das Hamburg Ballett am Samstag dem 2. und Sonntag dem 3. Oktober. Die vermutlich berühmteste und international erfolgreichste Novelle von Thomas Mann zeigt einen anfangs sittlich gefestigten, alternden Künstler, der in Venedig von jugendlicher Schönheit überwältigt wird und schließlich invollkommener Hingabe daran zugrunde geht. Bei Mann ist dieser Künstler der Schriftsteller Gustav Aschenbach, in John Neumeiers Ballett ein Meisterchoreograf. Musikalisch untermalt mit Werken von Bach und Wagner wirkt diese Venedigreise lange nach beim Zuschauer. Den jugendlichen Tadzio tanzt der Finne Atti Kilpinen, der schon in Ghost Light das Baden-Badener Publikum verzauberte.

Ein Sommernachtstraum – traumhaft schön

Am zweiten Oktoberwochenende steht eine der beliebtesten Choreographien des Hamburg Ballett auf dem Programm:Ein Sommernachtstraum. John Neumeiers Tanzfassung des Shakespeare-Stückes über die Irrungen und Wirrungen der Liebe ist am 8., 9. und 10. Oktober im Festspielhaus zu Erleben. Shakespeares Vorlage ist ein Eldorado für das künstlerische Temperament des Choreographen, der mit diesem Sommernachtstraum einen Klassiker schuf. Weil ständig Welten wechseln, sind die Zuschauer abwechselnd verzaubert und verblüfft. Das Werk ist selbst ein Traum, von dem man seine Augen nicht abwenden möchte.

L’heure exquise – Ausnahmetänzer im Theater Baden-Baden

Alessandra Ferri und Carsten Jung präsentieren im Theater Baden-Baden am 2. Oktober um 14 und um 20 Uhr, das berühmte Kammerballett L’heure exquise von Maurice Béjart.

Festspielhaus Baden-Baden / hier Alessandra Ferri in Excelsior Studios, London © Amber Hunt _ ASH

Festspielhaus Baden-Baden / hier Alessandra Ferri in Excelsior Studios, London © Amber Hunt _ ASH

Im Mittelpunkt von L’heure exquise, basierend auf Samuel Becketts Schauspiel Oh les beaux jours steht eine starke Frau. Und starke Frauenporträts sind ein Markenzeichen von Alessandra Ferri, ehemals Primaballerina an der Mailänder Scala und bis heute eine der berühmtesten Tänzerinnen der Welt. Ferris Karriere ist ungewöhnlich: Mit 44 Jahren beendete sie ihre öffentlichen Auftritte, um dann mit 50 noch einmal neu durchzustarten. In L’Heure exquise verkörpert sie eine betagte Ballerina, die sich, in einen Berg ausgebleichter Spitzenschuhe gehüllt, an ihre großen Zeiten erinnert. Ferris Partner ist der in Baden Baden bestens bekannte Carsten Jung, ehemals Erster Solist im Hamburg Ballett John Neumeier.

Johns´s-BJB-Bach – Bundesjugendballett tanzt auf der Akademiebühne

Zehn Jahre Bundesjugendballett: Zum Auftakt ihrer Jubiläumsspielzeit gastiert das Bundesjugendballett an der Oos. Auf der Akademiebühne Baden-Baden in der Cité stellen die jungen Tänzer am 7. und 8. Oktober Neumeiers Choreographien zur Musik von J. S. Bach vor. John’s-BJB-Bach umfasst Auszüge aus der Matthäus-Passion, dem Magnificat und den Bach- Suiten  Nr. 2 und 3.

Absprung – Die Jahrgangsbesten der Ballettschule Hamburg Ballett

Die Jahrgangsbesten der Ballettschule Hamburg Ballett zeigen im Museum Frieder Burda am 4. Oktober, 18 Uhr teils preisgekrönte Choreografien, die sie für den neu eingeführten Young Creation Award des Prix de Lausanne 2021 entworfen haben. Höhepunkt des Programms ist Suppress: Samuel Winkler aus John Neumeiers Ballettschule gewann damit den Preis für die beste Choreographie beim Young Creation Award 2021.

Ein großes Panorama an unterschiedlichsten Tanzinterpretationen, das Lebensgeister weckt. Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa: „Machen wir uns auf, gemeinsam mit dem großen Choreografen John Neumeier Trends und Talente im Tanz zu entdecke.

–| IOCO Aktuell |–


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Baden-Baden, Festspielhaus, Mazeppa – Renaissance zu Ostern? IOCO Aktuell, 23.01.2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus – Renaissance zu Ostern – 2 – 5. April ?

Vorbereitungen für Festspiele beginnen Schritt für Schritt
Dmitry Tcherniakov inszeniert Mazeppa

In der Stadt Baden-Baden stehen die Zeichen auf Frühling. Und auch im Festspielhaus keimt Hoffnung auf. Während im Kurpark erstmals in diesem Jahr die 14-Grad-Marke geknackt wurde und es diese Meldung sogar in die tagesthemen schaffte, erwärmt sich Intendant Benedikt Stampa an dem Gedanken, die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern als kleine Renaissance des Spielbetriebs vorbereiten zu können.

Noch gibt es viele Fragezeichen und zunächst verlängert sich der Lockdown natürlich auch für die Kultur. Aber die Vorbereitungen werden unter Wahrung größter Vorsicht konkreter.

„Es ist noch nicht klar, in welcher Ausdehnung wir mit den Berliner Philharmonikern Osterfestspiele werden feiern können“, so der Intendant , „aber alle Künstlerinnen und Künstler sind bereit und voller Vorfreude.“

Wenn es die Pandemie-Situation erlaubt, soll im Festspielhaus zu Ostern wieder im erprobten Hygienekonzept Publikum empfangen werden. Alle für den Herbst 2020 getroffenen Sicherheitsvorkehrungen hatten sich bewährt und wurden von Publikum und Künstlern gelobt.

Nun arbeitet ein kleines Vorbereitungs-Team an den Rahmenbedingungen für Proben, Reisen der Künstler und die gesamte Festival-Logistik. Reise- und Quarantäne-Bestimmungen sind natürlich keine Freunde eines internationalen Festspiels. Und dennoch soll im Falle der Wiedereröffnung von Theatern und Konzerthäusern gespielt werden.

John Neumeier – aus normalen Zeiten – zu seiner Arbeit in Baden-Baden
youtube Trailer Festspielhaus Baden-Baden
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Opernregisseur Dmitry Tscherniakov und sein Team ist darauf vorbereitet, Ende Februar mit den Proben zu Tschaikowskys Oper Mazeppa zu beginnen.

Der international gefragte russische Künstler hat sich vor wenigen Tagen ein Bild vom Festspielhaus gemacht, in dem er erstmals inszenieren würde. Nach zahlreichen Regie-Arbeiten – unter anderem an den Staatsopern in Berlin und am Nationaltheater in München, in Moskau, an der MET in New York, am Mariinsky-Theater und den Opernhäusern in Zürich und Paris – wäre es für ihn eine besondere Freude, die in Westeuropa noch recht unbekannte Oper von Peter Tschaikowsky  inszenieren zu können. Er kennt das Werk seit seiner Jugend und ist startklar, unter den besonderen Umständen des Frühjahres Baden-Baden mit einer „Traumbesetzung“ für dieses Werk in Baden-Baden zu debütieren.

Die Information, wann und wie die Osterfestspiele 2021 in Baden-Baden stattfinden können, wird „so spät wie möglich und so früh wie nötig“ veröffentlicht, sagt Intendant Benedikt Stampa und bittet das Publikum noch um ein wenig Geduld. „Es wurde so viel geändert und abgesagt. Mein Wunsch ist es, mit einer verlässlichen Information herauszukommen, auch wenn dies vielleicht erst im März möglich sein wird.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, Ernst-Moritz Lipp bleibt Stiftungsvorsitzender, IOCO Aktuell, 19.12.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Stiftungs-Vorstandsvorsitzender  Ernst-Moritz Lipp
  – In stürmischer See fünf weitere Jahre am Steuer –

Das seit 1998 bestehende Festspielhaus Baden-Baden ist mit 2500 Zuschauerplätzen Deutschlands größtes Theatergebäude, Der Spielbetrieb mit Opern-, Konzert- und Ballettaufführungen international renommierter Künstler und Ensembles, wie das Mariinsky-Ballett – siehe YouTube Trailerunten, wird durch die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden getragen.

In der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden engagieren sich aktuell 32 Stifter und Stifterpaare. Die Zuwendung zur Stiftung beträgt eine Millionen Euro bei Stiftungseintritt. Darüber hinaus engagieren sich Stifter im erheblichen Maße mit weiteren Spenden für das Festspielhaus und die Festspiele Baden-Baden. Die private Kulturstiftung bildet das Dach der Festspielhaus und Festspiele gGmbH.

Der Stiftungsvorstand bestellt den Intendanten und die Geschäftsführung, die ihrerseits für den gesamten Betrieb des Hauses und der Festspiele verantwortlich sind. Die gemeinnützige Betriebs-Gmbh sorgt für den privaten Finanzierungs-Anteil des privat-öffentlichen Gesamt-Modells. Private Förderer und Freunde unterstützen das Festspielhaus jährlich mit mehr als 10 Millionen Euro. Die Immobilie Festspielhaus Baden-Baden gehört seit diesem Jahr der Stadt Baden-Baden.

Mitteilung des Stiftungsvorstandes vom 18.12.2020

Festspielhaus Baden-Baden / Ernst-Moritz Lipp - Vorsitzender der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden © Kulturstiftung Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden / Ernst-Moritz Lipp – Vorsitzender der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden © Kulturstiftung Baden-Baden

Professor Ernst-Moritz Lipp bleibt fünf weitere Jahre Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden. Der Stiftungsrat wählte den Baden-Badener Unternehmer und Volkswirt turnusmäßig im Rahmen der jetzt erstmals als Videokonferenz ausgerichteten Stiftungsratssitzung zum zweiten Mal in diese Position.

Mit seinem Stellvertreter Thorsten Klapproth sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsrats Professor Horst Weitzmann und dessen Stellvertreter Richard Kriegbaum steht Ernst-Moritz Lipp an der Spitze der privaten Stiftung. Der Stiftungsvorstand beaufsichtigt und berät die Festspielhaus und Festspiele gGmbH und beruft Geschäftsführung wie Intendant.

Ernst-Moritz Lipp bedankte sich nach seiner Wiederwahl bei den Stifterinnen und Stiftern: „Es ehrt mich, dass Sie mir weiterhin vertrauen, die Geschicke der Kulturstiftung als Vorsitzender mitzuverantworten. Gleichzeitig danke ich Ihnen im Namen des Vorstands für Ihre große Unterstützung der Festspielhaus-Idee in den vergangenen Jahren und insbesondere für Ihre Treue und tatkräftige Hilfe in der aktuellen Corona-Krise.“

Der Stiftungsvorstand erläuterte den Stifterinnen und Stiftern im Rahmen der aus dem Festspielhaus übertragenen Videokonferenz die aktuelle Situation. Der Festspielhaus gGmbH fehlen im aktuellen Jahr mehr als 80 Prozent ihrer Umsätze. Ausfallen mussten unter anderem die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern, die Pfingst- und Sommerfestspiele sowie das Weihnachtsprogramm inklusive dem großen jährlichen Gastspiel des Mariinsky Balletts aus St. Petersburg.

Mariinsky Ballett – Silvestergala in Baden-Baden : Divertissement
youtube Trailer Festspielhaus Baden-Baden
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Zur wirtschaftlichen Lage sagte Ernst-Moritz Lipp:Dank der gewährten Strukturhilfe des Landes Baden-Württemberg und den vielen privaten Spenden sowie der Unterstützung durch den Freundeskreis Festspielhaus konnten wir für 2020 das Schlimmste abwenden. Nun müssen wir uns auf das Wirtschaftsjahr 2021 konzentrieren, in dem einige Probleme erst mit zeitlicher Verzögerung auftreten werden.“

Einen besonderen Dank sprach Ernst-Moritz Lipp allen Besucherinnen und Besuchern des Festspielhauses Baden-Baden aus, die ihre Eintrittskarten in der Corona-Pandemie gespendet haben. Auf diese Weise kamen mehr als 500.000 Euro an Unterstützung zusammen. Stifter, Förderer und Freundeskreis brachten über sechs Millionen Euro auf, obwohl das Programm Mitte März 2020 eingestellt und nur kurz im Frühherbst wiederaufgenommen werden konnte.

ORPHÉE et EUREDICE – Ballettoper – John Neumeier – Festpielhaus

IOCO Kritik  –  HIER!

Mitte des Jahres 2020 war die Immobilie Festspielhaus Baden-Baden wie bereits 1998 angedacht von der Stadt Baden-Baden übernommen worden. In diesem Zusammenhang dankten die Stifterinnen und Stifter dem Gemeinderat und der Oberbürgermeisterin Margret Mergen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Das privat-öffentliche Finanzierungsmodell des Festspielhauses Baden-Baden hat uns bisher durch diese Krise getragen. Ich bitte alle Beteiligten, dass dies auch 2021 so sein möge“, sagte Ernst-Moritz Lipp.

„Fels in der Brandung – erfahrene Kapitäne am Steuer“

Intendant Benedikt Stampa gratulierte Ernst-Moritz Lipp zu seiner Wiederwahl und sagte: „Die Kulturstiftung ist unser ‚Fels in der Brandung‘. Ich kenne kein vergleichbares Haus, das eine solch treue Unterstützer-Familie hinter sich hat. Mit Professor Ernst-Moritz Lipp und dem amtierenden Vorstand weiß ich zudem erfahrene und sturmerprobte Kapitäne am Steuer. Das ist in diesen ernsten Zeiten ein riesiger Vorteil. Die Stiftung wird uns helfen, sobald es geht, wieder ein festspielwürdiges Programm anbieten zu können. Mit Hilfe von Land, Stadt und Stiftung kommen wir stärker zurück, als wir im März 2020 von der Bühne gegangen sind.“

Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden – 2000 gegründet

Die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden wurde im Jahr 2000 gegründet. Stifterinnen und Stifter brachten seitdem über 60 Millionen Euro für das Programm des Festspielhauses und der Festspiele auf. Aktuell werden 32 Namen in der Stiftung geführt. Neustifter geben eine Millionen Euro in das Stiftungskapital und unterstützen das Haus laufend mit namhaften Jahresspenden. Die Festspiele und das Festspielhaus bringen der Stadt Baden-Baden und der Region unter normalen Voraussetzungen einen jährlichen Kaufkraftzufluss von rund 60 Millionen Euro. Die Immobilie Festspielhaus gehört seit diesem Jahr der Stadt Baden-Baden. Durch einen Strukturhilfe-Zuschuss des Landes Baden-Württemberg und erhebliche Privatspenden konnte der immense Umsatzverlust des Jahres 2020 in der Corona-Pandemie abgemildert werden.

www.festspielhaus.de

 

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, Die Festspiele En Suite – Sommermusiken und Aha-Effekte, 18.07. – 30.08.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

En suite – Die Festspiele Baden-Baden zu Gast in Hotels und dem Museum Frieder Burda

18. Juli bis 30. August 2020 – Beginn des Vorverkaufs am 1. Juli 2020, 10 Uhr unter www.festspielhaus.de

Die Festspiele Baden-Baden finden im Sommer 2020 in Hotels und dem Museum Frieder Burda statt. Unter dem Motto „En suite“ organisiert Intendant Benedikt Stampa mit und für Hotels ein Konzert-Programm mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie fest eingeplanten „Aha-Effekten“ vom 18. Juli bis zum 30. August 2020.

„Wer die Begriffe Baden-Baden, Musik und Hotels zusammenfügt, erzeugt angenehme Bilder in den Köpfen der Menschen“, so Stampa. Der Intendant möchte die durch die Corona-Pandemie erzwungene Spielpause auf diese angenehme Weise beenden. „Wir tasten uns langsam wieder an Live-Veranstaltungen heran – derzeit in kleinem Rahmen, der in Baden-Baden aber auch immer die Begriffe Sicherheit und Wohlergehen mitschwingen lässt“.

Festspielhaus Baden - Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Festspielhaus Baden – Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Das „En suite“-Festival begrüßt Solistinnen und Solisten wie den französischen Ausnahme-Bratschisten Antoine Tamestit, ein Streich-Trio um den gefeierten österreichischen Geiger Emmanuel Tjeknavorian, die in Baden lebende russische Pianistin Anna Zassimova sowie die international gefeierten Ensembles delian::quartett und das Schumann-Quartett.

Spielorte sind der Maler-Saal des Hotels Maison Messmer, die Orangerie des Brenners Park Hotel sowie das Museum Frieder Burda (in Zusammenarbeit mit dem Hotel „Kleiner Prinz“).

Festspielhaus Baden - Baden / SchumannQuartett © Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden – Baden / SchumannQuartett © Kaupo Kikkas

Die etwa einstündigen Konzerte sind immer mit Erläuterungen zur Musik verbunden. Einige Künstler sprechen selbst über ihre Programme. So setzt die Pianistin und Kunsthistorikerin Anna Zassimova bildende Kunst und Musik zueinander in Beziehung. Zu den Konzerten von Antoine Tamestit, des Trios um Emmanuel Tjeknavorian und des Schumann Quartetts hält Festspielhaus-Dozent Dariusz Szymanski Einführungen.

Der Ferrari der Stradivaris

Den Auftakt des „En Suite“ Festivals macht im Malersaal des Hotels Maison Messmer der international als einer der einzigartigsten Bratschisten Antoine Tamestit. In seinen Konzerten am Samstag 18. Juli, 16 Uhr, und Sonntag 19. Juli, 11 Uhr, stellt er auf reizvolle Weise Werke Johann Sebastian Bachs mit denen seines Zeitgenossen Georg Philip Telemann gegenüber. Festspielhausdozent Dariusz Symanzski wird kurz in das Konzert einführen. Sowohl als Solist, Rezitalist und Kammermusiker ist Antoine Tamestist für seine unübertroffene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen Bratschentons bekannt und er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Instrumentalwettbewerben, wie bei den New Yorker Young Concert Artists Auditions und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Auch sein Instrument ist einzigartig: Antoine Tamestist spielt die vielleicht wertvollste Viola der Welt: Er konzertiert auf der 1672 von Stradivari gebaute „Mahler“-Bratsche, die vermutlich erste Viola, die von Stradivari stammt.

Festspielhaus Baden - Baden / Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden – Baden / Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Roll over Beethoven

Das darauffolgende Wochenende, 25. und 26. Juli, steht ganz im Zeichen des Jubilars des Musikjahres 2020: Ludwig van Beethoven. Nachdem das Schumann Quartett im Festspielhaus im Januar das Baden-Badener Publikum begeisterte, darf man sich nun auf ihr Konzert im Museum Frieder Burda freuen. Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation beim Musizieren: Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten treten dabei deutlicher hervor, und gleichzeitig entsteht mit jedem Werk, das sie interpretieren, ein gemeinsamer musikalischer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt, zu erleben diesmal im Museum Frieder Burda. Ihre Einspielungen sind mehrfach preisgekrönt, so wurde ihr 2017 erschienenes Album „Landscapes“ mit 5 Diapasons ausgezeichnet, war Editor’s choice beim BBC Music Magazine und gewann den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Ihr aktuelles Album „Intermezzo“ wurde mit dem OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

Festspielhaus Baden - Baden / Anna Zassimova © Victoria Page

Festspielhaus Baden – Baden /
Anna Zassimova © Victoria Page

Terra Ikognita

Im Jahr 2017 debütierte Anna Zassimova beim Klavier-Festival Ruhr und hinterließ einen großartigen Eindruck. Die gebürtige Moskauerin, die zugleich Kunsthistorikerin und promovierte Musikwissenschaftlerin ist, hat sich als Meisterin im Heben pianistischer Schätze erwiesen. Besonders die Wiederentdeckung des russisch-französischen Komponisten Georges Catoire ist eng mit ihrem Namen verknüpft. Anna Zassimova, die inzwischen an der Musikhochschule in Karlsruhe unterrichtet, gilt außerdem als herausragende Chopin-Interpretin. Ihre Konzerte am Samstag 8. und Sonntag 9. August im Rahmen des „En suite“-Festivals in der Orangerie des Brenners Hotel soll die Zuhörer in die ferne „Terra Inkognita“ der Komponisten- und Maler-Bohème des Jugendstil- und Fin de siècle der Russischen Kunst entführen. Dabei wird die Bildende Kunst in einen Dialog mit der Musik eintreten, um den Parallelen dieser Schwesterkünste nachzuspüren. Beispielhaft stehen für diese Entwicklung die moderne atonale Aufbaustruktur und die dichten Harmonien von Nikolai Roslawez oder die Sonate von Nikolaj Medtner, in der die traditionellen harmonischen Prinzipien des Komponierens in erlesenster Form ausgearbeitet sind. In der Bildenden Kunst werden vergleichbare Entwicklungen sowohl in den mystischen Bildern von Michail Wrubel vorgestellt als auch in den märchenhaften Motiven von Alexander Benois oder in den poetisierten Darstellungen der russischen Natur von Isaak Levitan. Eine Veranstaltung, die den Besucher über das Hören und Sehen zu einer außergewöhnlichen Wahrnehmung einlädt.

Festspielhaus Baden - Baden / AUSTRIA - Emmanuel Tjeknavorian / © Julia Wesely

Festspielhaus Baden – Baden /
AUSTRIA – Emmanuel Tjeknavorian / © Julia Wesely

Der „Klassik-Tjek“ hoch Drei

Emmanuel Tjeknavorian gilt als einer der gefragtesten jungen Geiger unserer Zeit. Im Festspielhaus Baden-Baden feierte er einen traumhaften Einstand mit dem Violinkonzert von Jean Sibelius unter der Leitung von Riccardo Chailly. In einer Festspiel-Matinee begeisterte er das Publikum im Museum Frieder Burda. Gemeinsam mit Benedict Mitterbauer (Bratsche) und Jeremias Fliedl (Cello) spielt der Geiger mit der eigenen Radio-Sendung beim ORF („Der Klassik-Tjek“) im Rahmen des Baden-Badener „En-Suite“-Festival im Malersaal des Hotels Maison Messmer am 15. und 16. August das Streichtrio Op. 3 von Ludwig van Beethoven sowie Dohnanyis Serenade für Streichtrio.

Festspielhaus Baden - Baden / Delian Quartett © Julia Wesely

Festspielhaus Baden – Baden /
Delian Quartett © Julia Wesely

Kulturbotschafter bis Afrika

Bereits im Jahr seiner Gründung 2007 öffneten sich dem delian::quartett die Türen der großen Häuser und bedeutenden Festspiele. Das Echo auf jene ersten Konzerte katapultierte es praktisch über Nacht mitten in die internationale Konzertwelt. Das Debüt des delian::quartetts 2009 in der Berliner Philharmonie entfachte wahre Begeisterungsstürme und wurde schon nach dem Eröffnungsstück mit stehenden Ovationen aufgenommen. Seither verzeichnet das Ensemble von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierte Auftritte in ganz Europa und – als Kulturbotschafter des Goethe-Instituts – bis nach Afrika. Für das Baden-Badener „En suite-Festival“ bereiten Adrian Pinzaru (Violine), Andreas Moscho (Violine), Lara Albesano (Viola) und Hendrik Blumenroth (Violoncello) zwei verschiedene Programme vor: Am Samstag, 29. August 2020 um 16 Uhr stehen Werke von Schostakowitsch, Schnittke und Haydn auf dem Programm. Am Sonntag, 30. August um 11 Uhr entführen die Musikerinnen und Musiker musikalisch auch nach England, wenn Sie Werke von Byrd und Purcell neben Haydns Streichquartett Op. 33 No. 2 „Der Witz“ stellen und damit das kleine Sommerfestival beenden. Die Mitglieder des delian::quartetts moderieren ihre Konzerte selbst.

Weitere Informationen und Tickets (ab 1.Juli): www.festspielhaus.de

Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101


En Suite – Sommermusiken und Aha-Effekte

Die Festspiele Baden-Baden zu Gast in den Hotels und Museen der Stadt

18. Juli bis 30. August 2020


Samstag, 18.07.2020, 16 Uhr
Maison Messmer Malersaal
Antoine Tamestit
Telemann, Fantasia Nr. 2 C-Dur (Original für Violine: G-Dur), Bach, Cello-Suite Nr. 2 d-Moll, Telemann, Fantasia Nr. 1 Es-Dur (Original für Violine: B-Dur) und Bach, Cello-Suite Nr. 1 G-Dur


Sonntag, 19.07.2020, 11 Uhr
Maison Messmer Malersaal
Antoine Tamestit
Telemann, Fantasia Nr. 2 C-Dur (Original für Violine: G-Dur); Bach, Cello-Suite Nr. 2 d-Moll, Telemann, Fantasia Nr. 1 Es-Dur (Original für Violine: B-Dur)
Bach, Cello-Suite Nr. 1 G-Dur


Samstag, 25.07.2020, 19:30 Uhr
Museum Frieder Burda  – in Kooperation mit dem Hotel Der Kleine Prinz Schumann Quartett
Beethoven, Streichquartett Nr. 3 D-Dur op. 18/3, Beethoven, Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131


Sonntag, 26.07.2020; 19:30 Uhr
Museum Frieder Burda  – in Kooperation mit dem Hotel Der Kleine Prinz
Schumann Quartett
Haydn, Streichquartett B-Dur op.1/1 „La chasse“ (Jagdquartett), Beethoven, Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59/1 „Rasumowsky“


Samstag, 08.08.2020, 17 Uhr
Brenners Hotel, Orangerie
Anna Zassimova
Wassili Kalinnikow, Elégie, Georgy Catoire, Quatre Préludes op. 17, Alexander Skrjabin, Deux Poèmes op. 32, Nikolai Roslawez, Cinque Préludes, Nikolai Medtner, Sonata-Reminiscenza o (Nr. 1 aus: Vergessene Weisen op. 38)
In Verbindung mit bildender Kunst


Sonntag, 09.08.2020, 11 Uhr
Brenners Hotel, Orangerie
Anna Zassimova
Brahms, Fantasien op. 116 , Robert Schumann, Arabeske op. 18, Clara Schumann, Romanze op. 21/1, Liszt, Consolations Nr. 1-3, Chopin, Polonaise, Fantaisie As-Dur op. 61


Samstag, 15.08.2020, 18 Uhr
Maison Messmer, Malersaal
Emmanuel Tjeknavorian, Benedict Mitterbauer Jeremias Fliedl
Dohnanyi, Serenade C-Dur op. 10 für Streichtrio; Beethoven, Streichtrio Es-Dur op. 3


Sonntag, 16.08.2020, 11 Uhr
Maison Messmer, Malersaal
Emmanuel Tjeknavorian, Benedict Mitterbauer Jeremias Fliedl
Schnittke, Polka (Fassung für Streichquartett), Haydn, Streichquartett G-Dur op. 77/1


Samstag, 29.08. 2020,
Brenners Hotel, Orangerie
delian:.quartett
Schostakowitsch, „Theater-Suite“ für Streichquartett aus den Bühnenmusiken op. 32 zu Shakespeares „Hamlet“ und op. 37 zu „Die menschliche Komödie“ nach Balzac, Schnittke, Polka (Fassung für Streichquartett), Haydn, Streichquartett G-Dur op. 77/1


Sonntag, 30.08.2020, 11 Uhr
Brenners Hotel, Orangerie
delian:.quartett
William Byrd „Sing joyfully“ aus Cathedral Music, Volume 2, p. 34 in der Fassung für Streichquartett, „Ave verum corpus“ aus Gradualia I, no. 37 in der Fassung für Streichquartett, Henry Purcell Fantazias Nr. 6 und Nr. 10, Pavane g-Moll in der Fassung für Streichquartett, Klage der Dido „When I am laid in Earth” aus „Dido und Aeneas” in der Fassung für Streichquartett, Chaconne g-Moll in der Fassung für Streichquartett,Joseph Haydn Streichquartett Es-Dur op. 33 Nr. 2 Hob. III: 38 „Der Witz“


Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101

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