Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Wiederaufnahme La Bohème, ab 16.12.2018

November 27, 2018 by  
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Oper Stuttgart

Oper Stuttgart ©Matthias Baus

Oper Stuttgart ©Matthias Baus

Mimì und Rodolfo sind zurück

Cornelius Meister dirigiert alternierend mit Thomas Guggeis die Wiederaufnahmeserie von Puccinis La Bohème ab 16. Dezember

Drei Nachmittagsvorstellungen von La Bohème in der Spielzeit 2018/19

Am Sonntag, 16. Dezember 2018, kehrt Giacomo Puccinis Meisterwerk La Bohème in der Inszenierung von Andrea Moses mit einer Doppelvorstellung (um 14.30 Uhr und 19 Uhr) im Bühnenbild des Streetart-Künstlers Stefan Strumbel auf die Stuttgarter Opernbühne zurück.

Unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Cornelius Meister, der alternierend mit Kapellmeister Thomas Guggeis dirigiert, erwartet das Publikum bei dieser Wiederaufnahme erneut ein Fest des Stuttgarter Solistenensembles in fast ausschließlich neuer Besetzung:

Olga Busuioc, seit dieser Spielzeit im Ensemble der Staatsoper Stuttgart, gibt als Mimì ihren Einstand. Sie alterniert mit Esther Dierkes, die in dieser Partie debütiert. Josefin Feiler, Aoife Gibney und Beate Ritter schlüpfen abwechselnd in die Rolle der Musetta. Pavel Valuzhin und David Junghoon Kim verkörpern Rodolfo, Johannes Kammler und Jarrett Ott übernehmen jeweils in einigen Vorstellungen die Partie des Marcello. Adam Palka und Goran Juri? sind als Colline zu erleben. Andrew Bogard singt die Partie des Schaunard.

Vorstellungen
16. (nm + abd) / 18. / 26. (nm + abd) Dezember 2018
13. (nm + abd) Januar 2019
11. / 30. April 2019

Musikalische Leitung Cornelius Meister / Thomas Guggeis
Regie Andrea Moses
Bühne Stefan Strumbel
Co-Bühnenbildnerin Susanne Gschwender
Kostüme Anna Eiermann
Licht Reinhard Traub
Dramaturgie Thomas Wieck, Moritz Lobeck
Chor und Kinderchor Manuel Pujol
Rodolfo Pavel Valuzhin / David Junghoon Kim
Schaunard Andrew Bogard
Marcello Johannes Kammler / Jarrett Ott
Colline Adam Palka / Goran Juri?
Benoît Matthew Anchel
Mimì Olga Busuioc / Esther Dierkes / Vlada Borovko
Musetta Josefin Feiler / Aoife Gibney / Beate Ritter
Oper am helllichten Tag

Für alle Opernbegeisterten, die gerne bei Tageslicht in die Oper fahren möchten, bieten die Nachmittagsvorstellungen auch in dieser Spielzeit wieder entsprechende Möglichkeiten:

Alle Nachmittagsvorstellungen der Staatsoper Stuttgart 2018/19
16.12.2018, 14.30 Uhr                    La Bohème
26.12.2018, 14.30 Uhr                    La Bohème
29.12.2018, 14 Uhr                          Il barbiere di Siviglia
13.01.2019, 14.30 Uhr                    La Bohème
10.02.2019, 14 Uhr                          Il barbiere di Siviglia
24.02.2019, 14 Uhr                          Les Contes d’Hoffmann
12.05.2019                                         Iphigénie en Tauride
30.06.2019                                         Der fliegende Holländer

Karten
Telefonisch und per E-Mail +49 711 20 20 90
tickets@staatstheater-stuttgart.de
Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr

An der Theaterkasse : Königstraße 1D (Theaterpassage), 70173 Stuttgart
Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Wien, Volksoper Wien, Premiere La Wally von Catalani, 25.03.2017

März 25, 2017 by  
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Volksoper Wien

Volksoper Wien / La Wally - Bernd Valentin (Vincenzo Gellner), Elisabeth Schwarz (Walter), Kari Postma (Wally) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien,

Volksoper Wien / La Wally – Bernd Valentin (Vincenzo Gellner), Elisabeth Schwarz (Walter), Kari Postma (Wally) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien,

„Der Berg ruft“
Alfredo Catalanis Opernrarität  La Wally

Premiere am Samstag, 25. März 2017,  Weitere Vorstellungen am 29. März,
2., 5., 12., 20., 23. April, 4., 15., 17. Mai 2017

Von La Wally ist bis heute vor allem die Arie der Titelheldin „Ebben? Ne andrò lontana“ in aller Ohren. Sie war eine der Paradepartien von Maria Callas und wurde als Soundtrack zum französischen Kultfilm „Diva“ aus dem Jahr 1981 populär. Die beinahe tragische Geschichte der Walburga Stromminger in Wilhelmine von Hillerns Heimatroman Die Geier-Wally bildete die Vorlage für Alfredo Catalanis Oper. Catalani hatte 1887 in der Mailänder Zeitung La Perseveranza einen Bericht über den Bestseller entdeckt und Gefallen an der Geschichte gefunden: Wally flieht vor der Zwangsverheiratung mit einem ungeliebten Mann in die Isolation des Hochgebirges und fordert ihr Recht auf Selbstbestimmung in einer patriarchalisch geprägten Welt ein.

Volksoper Wien / La Wally - Kari Postma © Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Volksoper Wien / La Wally – Kari Postma © Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Vergessen und Wiederentdeckt
Nach der Uraufführung am 20. Jänner 1892 an der Mailänder Scala setzte sich vor allem Arturo Toscanini für das Stück ein. Toscanini, der als 19-Jähriger in Catalanis Oper Edmea in Turin erfolgreich debütiert hatte und ein großer Bewunderer und enger Freund des Komponisten geworden war, dirigierte spätere Aufführungen von La Wally u.a. in Lucca, Mailand und New York.

Gustav Mahler, Dirigent der deutschen Erstaufführung der Oper am 16. Februar 1893 in Hamburg, hielt Catalanis Werk gar für „die beste italienische Oper“. Dennoch verschwand das Stück von den Opernbühnen, auch weil der noch junge Komponist bald nach der Uraufführung an der Schwindsucht starb. Erst in den letzten Jahren erfährt das Werk eine kleine Renaissance; Neuinszenierungen fanden in Tirol, St. Gallen, Innsbruck und Mannheim statt.

Erstmals kommt am 25. März La Wally auf die Bühne der Volksoper Wien. Die norwegische Sopranistin Kari Postma gibt als Wally ihr Haus- und Rollendebüt, Vincent Schirrmacher und Bernd Valentin verkörpern die beiden Konkurrenten Giuseppe Hagenbach und Vincenzo Gellner. Die musikalische Leitung der Neuproduktion übernimmt Marc Piollet, die Inszenierung liegt in den Händen des Regisseurs Aron Stiehl.

Lawinenunglück:  Im Gegensatz zum Roman gibt es für Wally und ihren geliebten Hagenbach in der Oper kein Happy End. Während im Buch das Paar nach langem Ringen endlich auf dem Gletscher zusammenfindet, macht auf der Opernbühne eine herabstürzende Lawine ihr Glück zunichte. „Die Oper läuft auf Wallys Liebestod geradezu hinaus“, sagt Regisseur Aron Stiehl. „Die große Herausforderung besteht darin, den Schluss glaubhaft dazustellen. Erst wird Hagenbach erschlagen und dann springt Wally ihm hinterher, wie Tosca von der Engelsburg – da ist Phantasie gefragt“. Aron Stiehl geht es darum, für komplizierte Vorgänge einfache, klare Bilder zu finden. Daher hat er sich mit seinem Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann und der Kostümbildnerin Franziska Jacobsen gegen folkloristische Kostüme und den Realismus eines Tiroler Bergdorfs entschieden. „Letztendlich geht es in ‚La Wally‘, wie so oft in der Oper, um Leben, Liebe und Tod – wobei Liebe und Tod, wie in Wagners ‚Tristan und Isolde‘, gleichgesetzt sind. Wally stirbt am Ende einen Erlösungstod.“

Dirigent: Marc Piollet, Regie: Aron Stiehl, Bühnenbild: Frank Philipp Schlößmann, Kostüme: Franziska Jacobsen, Choreinstudierung: Thomas Böttcher, Dramaturgie: Helene Sommer

Besetzung: Stromminger, Gutsherr aus Hochstoff: Kurt Rydl/Andreas Mitschke, Wally, seine Tochter: Kari Postma/Astrid Kessler, Giuseppe Hagenbach, Jäger aus Sölden: Endrik Wottrich/Vincent Schirrmacher, Vincenzo Gellner, Gutsverwalter des Stromminger:, Bernd Valentin/Morten Frank Larsen, Afra, Wirtin aus Sölden: Annely Peebo/Martina Mikelic, Walter, ein Freund Wallys: Elisabeth Schwarz/Beate Ritter
Infanterist: Daniel Ohlenschläger. PMVOW

La Wally von Alfredo Catalani: Premiere am Samstag, 25. März 2017,  Weitere Vorstellungen am 29. März,  2., 5., 12., 20., 23. April, 4., 15., 17. Mai 2017

 

 

Wien, Volksoper Wien, Premiere Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach, 15.10.2016

September 23, 2016 by  
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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien / Hoffmanns Erzählungen (Christian Georg), Ensemble, Chor, Statisterie © Thilo Beu/Theater Bonn

Volksoper Wien / Hoffmanns Erzählungen (Christian Georg), Ensemble, Chor, Statisterie © Thilo Beu/Theater Bonn

 Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach

Die zweite Premiere der Saison am 15. Oktober gilt Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen. Sieben Jahre lang arbeitete der Komponist an dem Werk, mit dem er sich endlich seinen Lebenswunsch erfüllen wollte: nicht nur als geniale Schöpfer der „leichten Muse“, sondern auch als echter Opernkomponist ernst genommen zu werden. Den Wettlauf mit der Zeit verlor Offenbach. Er verstarb, ohne die „Krönung seines Schaffens“ auf der Bühne erlebt zu haben. Obwohl er das Werk unvollendet hinterließ, wurde es zu einem der größten Erfolge der Operngeschichte. Weder der verheerende Ringtheaterbrand 1881 in Wien während einer Vorstellung noch jener 1887 in Paris, wo das gesamte Orchestermaterial in Flammen aufging, vermochten den Siegeszug aufzuhalten. Ob hier der Teufel seine Hände mit im Spiel hatte?, so fragen sich André Barbe und Renaud Doucet. Schließlich war sein Ruf schon in Orpheus in der Unterwelt arg beschädigt worden.

Nach dem fulminanten Erfolg in Bonn kommt die spektakuläre Inszenierung von Renaud Doucet und André Barbe, die hier bereits erfolgreich The Sound of Music, Turandot und Rusalka auf die Bühne brachten, nun an die Volksoper Wien. Als Dichter Hoffmann kehrt Mirko Roschkowski ans Haus zurück, die Rolle der Muse/Nicklaussen übernimmt Julitte Mars, Beate Ritter singt die Olympia, Anja-Nina Bahrmann die schwermütige Antonia und Kristiane Kaiser die Kurtisane Giulietta. Josef Wagner (an der Volksoper zuletzt als Guglielmo in Così fan tutte und als Don Giovanni erfolgreich) spielt in wechselnder Gestalt Lindorf, Coppélius, den nosferatuhaften Dr. Miracle und Dapertutto. Gerrit Prießnitz dirigiert das Orchester der Volksoper Wien. PMVOW