München, Bayerische Staatsoper, Münchner Opernfestspiele 2018, IOCO Aktuell, 03.08.2018

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

MÜNCHNER OPERNFESTSPIELE  2018

Am 31.7.2018 gingen die Münchner Opernfestspiele 2018 mit Richard Wagners Parsifal zu Ende. Generalmusikdirektor Kirill Petrenko dirigierte die Neuinszenierung. Unter seiner Leitung standen außerdem Der Ring des Nibelungen und Il trittico. Mit dem Ende der Münchner Opernfestspiele verabschiedet sich das Pressebüro der Bayerischen Staatsoper in die Sommerpause. Dennoch blicken wir schon voraus auf den Herbst und die neue Saison.

Ab Beginn der Theaterferien gibt es das Angebot, die Virtual-Reality-Experience GELIEBT GEHASST UND 360° auch via eigenem Mobiltelefon anzusehen.

Die Münchner Opernfestspiele in Zahlen

Intendant Nikolaus Bachler beschließt die Festspiele in seiner zehnten Saison mit einer Gesamtauslastung von 98,04 Prozent. Die Auslastung bei den Opern- und Ballettvorstellungen im National- und Prinzregententheater betrugen dabei 99,52 Prozent. Insgesamt standen an 38 Tagen 70 Veranstaltungen auf dem Spielplan. Neben den Vorstellungen im Nationaltheater, dem Prinzregententheater und dem Cuvilliés-Theater bespielte die Bayerische Staatsoper im Rahmen der Festspiel-Werkstatt auch die Reithalle mit vier Produktionen (Auslastung 96,57%). Insgesamt wurden in dem Zeitraum vom 24. Juni bis 31. Juli über 83.500 Karten verkauft. Über 1.500 Karten gingen davon zum Preis von 10 Euro an Studierende und Schüler.

 Höhepunkte der Münchner Opernfestspiele 2018

Premieren

Bayerische Staatsoper / Orlando Paladino hier Mathias Vidal als Orlando und das Opernballett der Baerischen Staatsoper © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Orlando Paladino hier Mathias Vidal als Orlando und das Opernballett der Bayerischen Staatsoper © Wilfried Hösl

Das Musiktheaterkollektiv HAUEN • UND • STECHEN interpretierte bei der ersten Festspiel-Werkstatt-Premiere Zeig mir deine Wunder die Oper Snegurotschka von Nikolai Rimski-Korsakow. Den nächsten Höhepunkt stellte die Premiere von Richard Wagners Parsifal in der Inszenierung von Pierre Audi und unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko dar. Das Bühnenbild entwarf mit Georg Baselitz einer der wichtigsten bildenden Künstler der Gegenwart. Nach der Premiere des szenischen Konzerts Match! mit Musik von u.a. Mauricio Kagel feierte Nikolaus Brass’ Die Vorübergehenden Uraufführung in der Reithalle. Salvatore Sciarrinos Vanitas war die vierte Premiere der Festspiel-Werkstatt. Zum Abschluss der Festspiele inszenierte der Filmemacher Axel Ranisch im Prinzregententheater Joseph Haydns Orlando Paladino.

Prinzregententheater München / Günther Groissböck gestaltete hier mit Gerold Huber seinen gefeierten Liederabend, Rezension unten © Felix Loechner

Prinzregententheater München / Günther Groissböck gestaltete hier mit Gerold Huber seinen gefeierten Liederabend, Rezension unten © Felix Loechner

Festspiel-Opernabende

Zusätzlich zu den sechs Neuinszenierungen der aktuellen Saison – Le nozze di Figaro, Il trittico, Les Vêpres siciliennes, Aus einem Totenhaus, Parsifal und Orlando Paladino gelangte Der Ring des Nibelungen unter der Leitung von Kirill Petrenko sowie fünf weitere Opernproduktionen zur Aufführung, darunter Der fliegende Holländer mit Wolfgang Koch in der Titelpartie. Als Arabella war Anja Harteros unter der musikalischen Leitung von Constantin Trinks zu hören. Joseph Calleja, Thomas Hampson und Angela Gheorghiu verkörperten in Tosca die Hauptpartien. Gaetano Donizettis L’elisir d’amore wurde mit Olga Kulchynska und Vittorio Grigòlo auf die Bühne gebracht. Diana Damrau gab in Verdis La traviata die verzweifelt Liebende.

Liederabende
Bei insgesamt sechs Liederabenden sangen Anja Harteros, Elisabeth Kulman, Christian Gerhaher, Günther Groissböck, Krassimira Stoyanova und Rolando Villazón. Darüber hinaus trat Edita Gruberova bei einem Gala-Abend auf.

Ballett
Das Bayerische Staatsballett zeigte neben der Festspiel-Premiere Junge Choreographen die Neuinszenierung der aktuellen Saison: Anna Karenina und Portrait Wayne McGregor.

—| IOCO Aktuell Bayerische Staatsoper München |—

München, Bayerische Staatsoper München, Premiere LE SACRE DU PRINTEMPS / Wiederaufnahme DAS MÄDCHEN UND DER MESSERWERFER, 14.06.2014

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

 

Premiere „Le Sacre du printemps“ / Wiederaufnahme „Das Mädchen und der Messerwerfer“

101 Jahre nach der Uraufführung von Nijinskys Le Sacre du printemps feiert das Bayerische Staatsballett am 14. Juni die Premiere der Rekonstruktion von Mary Wigmans 1957 entstandener Fassung des Frühlingsopfers. Anhand von Skizzen und Aufzeichnungen Wigmans und im intensiven Austausch mit ehemaligen Tänzern dieser Produktion haben Henrietta Horn, Susan Barnett und Katharine Sehnert in akribischer Kleinstarbeit Wigmans Ballett für die Städtischen Bühnen Osnabrück und Bielefeld rekonstruiert und 2013 zur Aufführung gebracht.

Das Staatsballett studiert diese Produktion nun in der von der Choreographin ursprünglich konzipierten Besetzungsgröße ein. 42 Tänzerinnen und Tänzer auf einer schrägen Ellipse, dazu die hämmernden Klänge von Strawinskys Musik in der Fassung für zwei Klaviere, gespielt von Myron Romanul und Simon Murray.

Gezeigt wird Le Sacre du printemps gemeinsam mit der Wiederaufnahme von Simone Sandronis Das Mädchen und der Messerwerfer. 2012 setzte Sandroni mit den Solisten des Staatsballetts seine Lesart von Wondratscheks gleichnamigem Gedichtzyklus in Bühnengeschehen um. Entstanden ist eine berührende Geschichte über die zerbrochenen Träume eines jungen Mädchens. Zur Musik von 48nord lässt Sandroni seine Tänzer immer wieder in blinden (Tanz-)Aktionismus verfallen und an ihrer eigenen Lebensrealität verzweifeln.

Mary Wigman / Simone Sandroni
Le Sacre du printemps / Das Mädchen und der Messerwerfer
Premiere/Wiederaufnahme
Sa 14.06.14, 15.00 Uhr
Weitere Vorstellungen
Sa 14.06.14, 19.30 Uhr
So 15.06.14, 19.30 Uhr
Mo 16.06.14, 19.30 Uhr
Di 17.06.14, 19.30 Uhr
Mi 18.06.14, 19.30 Uhr
Do 19.06.14, 19.30 Uhr
Reithalle

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

München, Bayerische Staatsoper München, Wiederaufnahme: LES BALLET RUSSES, 30.05.2014

Mai 27, 2014 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Pressemeldung

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

„Les Ballets Russes“ – Wiederaufnahme am 30. Mai

Les Biches, L’Après-midi d’un faune und Shéhérazade – diese drei Signaturstücke der weltberühmten Truppe von Sergei Diaghilev, den Ballets Russes, werden am 30. Mai wieder aufgenommen. Mit einer neckischen Subtilität fasziniert dieser Abend voller Lust, Exotik und Erotik, aber nach dem Motto ‚alles andeuten, nichts aussprechen‘.
Bronislawa Nijinskas Les Biches zeigt das Flirtverhalten junger Damen und Herren der besseren Gesellschaft, die ihre Reize mit- und gegeneinander ausspielen. Vaslav Nijinsky gilt als bekanntester Vertreter der Ballets Russes. Sein zweidimensional konzipierter Nachmittag eines Fauns, das wohl meistgetanzte Ballett dieser Epoche, wird in der Spielzeit 13/14 in den Abend integriert. Ein gelangweilter Halbgott liefert sich in einer mythischen Landschaft ein Stelldichein mit ganz und gar nicht keuschen Nymphen.
In Shéhérazade inszeniert Mikhail Fokine zur Musik von Nikolai Rimski-Korsakow ein opulentes Liebes-Drama in orientalischem Rahmen. Die wunderschöne Zobéide, die während der Abwesenheit ihres Gatten den geliebten Goldenen Sklaven in ihre Gemächer einlädt, bezahlt am Ende dafür mit ihrem Leben. Das Dirigat hat Valery Ovsianikov.

Bronislawa Nijinska / Vaslav Nijinsky / Mikhail Fokine
Les Ballets Russes
Fr, 30.05.2014, 19.30 Uhr
So, 08.06.2014*, 15.00 Uhr
Sa, 21.06.2014, 19.30 Uhr, l-i-v-e
So, 22.06.2014, 18.00 Uhr
Mo, 14.07.2014, 19.30 Uhr
Nationaltheater
*Familienvorstellung und Programm Junges Publikum

Weltweit live und kostenlos überträgt das Bayerische Staatsballett die Vorstellung von „Les Ballets Russe“s am 21. Juni 2014 auf STAATSOPER.TV

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

München, Bayerische Staatsoper München, BallettFestwoche 2014 – Uraufführung: DER GELBE KLANG, 04.04.2014

April 3, 2014 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Pressemeldung

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

BallettFestwoche 2014 – Uraufführung „Der gelbe Klang“

 
Das Bayerische staatsballett eröffnet die diesjährige BallettFestwoche mit einem abstrakten, dreiteiligen Kunstwerk aus Tanz, Ton und Malerei: Der gelbe Klang/spiral Pass/Konzert für Violine und Orchester.
Bayerische Staatsoper München / Konzert für Violine und Orchester - Katherina Markowskaja, Lukáš Slavický © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München / Konzert für Violine und Orchester – Katherina Markowskaja, Lukáš Slavický © Wilfried Hösl

 
Inspiriert von Wassily Kandinskys gleichnamigem Konzept vom Zusammenwirken und Interagieren von Klang und Farbe, Der gelbe Klang, widmet sich Choreograph und Bühnenbildner Michael simon seiner Lesart dieses Manifests, das zu Lebzeiten des schöpfers schon aus technischen Gründen unrealisierbar gewesen wäre, brauchte es doch eine so elaborierte Bühnen-, Beleuchtungs- und Illusionstechnik, wie sie damals noch gar nicht zur Verfügung stand. Zur gar nicht abstrakten Musik von Frank Zappa kreiert simon ein humorvolles und poetisches Bildertheater aus Farbe, Klang, Projektion, Licht und Bewegung, die zu immer neuen Tableaus verschmelzen.
 
Bayerische Staatsoper München / Spiral Pass - Lucia Lacarra, Marlon Dino © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München / Spiral Pass – Lucia Lacarra, Marlon Dino © Wilfried Hösl

Nach Broken Fall und AfterLight feiert der Engländer Russell Maliphant mit spiral Pass, seiner ersten Kreation für das Bayerische staatsballett, im Nationaltheater praktisch einen home-run. spiral Pass steht im American Football und im Rugby für eine Wurftechnik, bei der sich der Ball besonders schnell um seine eigene Achse dreht während er um das spielfeld geschleudert wird. Wie Russell Maliphant dies in akrobatische Tanzfiguren verwandelt, zieht Tänzer und Zuschauer gleichermaßen in seinen Bann. Musikalische Unterstützung bekommt er von Mukul, einem Londoner Multitalent und szene-Komponisten, der eigens für dieses Werk eine Komposition kreiert hat.

 
Aszure Bartons erste deutsche Produktion Konzert für Violine und Orchester bildet das Finale des Abends. Im Kontrast zum minimalistisch gehaltenen Bühnendesign, setzen die Tänzer und das Licht die Farbakzente: An die Neoklassik erinnernde, leicht hingetupft scheinende Bewegungen, die immer wieder von Modern Dance Elementen und Alltagsgesten unterbrochen werden, in komplexen Mustern wie ein kostbarer spitzenvorhang. Aszure Barton kreiert zu Mason Bates‘ Konzert für Violine und Orchester.
 
In der Hauptpartie von Der gelbe Klang ist Charakterdarsteller Peter Jolesch in verschiedenen Rollen zu sehen. Zusammen mit Maira Fontes, Alba sempere, Martina Balabanova, Vittorio Alberton, Ilya shcherbakov, Nicola strada und dem Ensemble lässt er Kandinskys Konzept lebendig werden. Lucia Lacarra und Marlon Dino tanzen die zentralen solistischen Partien in spiral Pass, sowie Katherina Markowskaja und Lukás slavicky in der dritten Uraufführung des Abends.
Myron Romanul leitet das Bayerische staatsorchester.
 
Michael simon/Russell Maliphant/Aszure Barton
Der gelbe Klang/spiral Pass/Konzert für Violine und Orchester
Uraufführung
Fr 04.04.2014, 19.30 Uhr
 
Weitere Vorstellungen
sa 05.04.14, 19.30 Uhr
so 27.04.14, 19.30 Uhr
Fr 02.05.14, 19.30 Uhr
Do 08.05.14, 19.30 Uhr
so 11.05.14, 19.30 Uhr
sa 17.05.14, 19.30 Uhr
Nationaltheater
 
—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

Nächste Seite »