Essen, Philharmonie Essen, Rossini-Gala – Jessica Pratt – Xabier Anduaga, 05.03.2020

Februar 21, 2020 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Jessica Pratt© Benjamin Ealovega

Philharmonie Essen / Jessica Pratt © Benjamin Ealovega

Rossini-Gala: Der Barbier von Sevilla, Wilhelm Tell  und mehr

Jessica Pratt – Xabier Anduaga – 5. März, 20 Uhr – Philharmonie Essen

Der Barbier von Sevilla, Wilhelm Tell oder Die Italienerin in Agier – nicht nur Rossini-Fans geraten bei diesen Titeln ins Schwärmen. Bei einer großen Operngala in der Philharmonie Essen präsentieren jetzt zwei prominente Belcanto-Stimmen Arien und Duette aus beliebten Opern von Gioacchino Rossini: Die australische Sopranistin Jessica Pratt und der spanische Tenor Xabier Anduaga sind am Donnerstag, 5. März 2020, um 20 Uhr im Rahmen der TUP-Festtage Kunst? im Alfried Krupp Saal zu Gast. Begleitet werden sie vom Orchester des berühmten Teatro Real Madrid unter der Leitung seines Chefdirigenten Ivor Bolton, der in dieser Spielzeit Artist in Residence der Philharmonie Essen ist. Weitere Rossini-Opern, aus denen an diesem Abend Auszüge erklingen, sind Semiramide, Otello, Matilde di Shabran und Le Compte Ory.

Philharmonie Essen / Xabier Anduaga © privat

Philharmonie Essen / Xabier Anduaga © privat

Jessica Pratt ist regelmäßig auf großen Bühnen wie der New Yorker Metropolitan Opera (Titelpartie in „Lucia di Lammermoor“, Königin der Nacht in „Die Zauberflöte“) oder beim renommierten Rossini-Festival in Pesaro zu erleben. Der junge Tenor Xabier Anduaga wurde erst im vergangenen Jahr mit dem ersten Preis beim bedeutenden, von Placido Domingo gegründeten Operalia Opernwettbewerb ausgezeichnet. Dass er ein herausragender Rossini-Interpret ist, konnte er in jüngster Zeit unter anderem an der Opéra National de Paris (Graf Almaviva in „Der Barbier von Sevilla“) und an der Staatsoper Hamburg (Don Ramiro in „La Cenerentola“) unter Beweis stellen.

Karten (€ 30,00-50,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

Gefördert von der Kulturstiftung Essen

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Hannover, Staatsoper Hannover, Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 18.02.2020

Februar 18, 2020 by  
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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini

– (K)eine haarige Angelegenheit – 

von Christian Biskup

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Mit nur 23 Jahren schrieb Gioacchino Rossini sein wohl bekanntestes Werk Il Barbiere di Siviglia – und wenn nicht in der legendären Dauer von 13 Tagen, so doch wohl in wenigen Wochen. Die Premiere 20. Februar 1816 in Rom war ein Fiasko – von dem sich Rossini und das Werk nach der Komödie Le Barbier de Séville ou La précaution inutile von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, aber glücklicherweise schnell erholten. Bis heute feiert das Werk einen Siegeszug über die Bühnen – so auch in der Produktion des Staatstheaters Hannover. Es ist schon erstaunlich, wie gut der gut 200 Jahre alte Humor auch noch heute funktioniert und das Publikum mitreißt. Das Libretto von Cesaren Sterbini ist temporeich, gut nachverfolgbar und vor allem im seinem Aufbau und Gestaltung auch für heutige Inszenierungen ungemein dankbar:

 

Pierre Augustin Caron de Beaumarchais Paris © IOCO _ Felix

Pierre Augustin Caron de Beaumarchais Paris © IOCO _ Felix

Graf Almaviva hat sich in die ihm unbekannte Rosina verliebt, die unter der Fuchtel des Doktor Bartolo gehalten wird, der sie selber gerne ehelichen möchte. Da passt es gut, dass der stattbekannte Barbier Figaro Zugang zum Hause Bartolos hat und verspricht – gegen ein schönes Sümmchen selbstverständlich – den Grafen in das Haus des Doktors einzuschleusen. Dort im Haus rechnet man schon mit dem Nebenbuhler und es wird kräftig überlegt, wie man diesen loswerden könnte, wobei sich auch der Musiklehrer Basilio eifrig engagiert. Rosina hat derweil schon einen Liebesbrief an den sich als mittelloser Student Lindoro ausgebenden Grafen geschrieben. Dieser – nun in der Rolle eines betrunkenen Soldaten – bittet um Einquartierung im Hause des Doktors. Ein Bescheid, dass Bartolo von der Pflicht der Einquartierung befreit sei bringt das Fass zum Überlaufen.

Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini
youtube Trailer Staatsoper Hannover
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Lärm und Zank bringt die Wache auf den Plan. Der Graf gibt sich jedoch dieser zu erkennen und wird – zur Überraschung der Anwesenden – freigelassen. Im zweiten Akt wagt sich der Graf als Vertretungsmusiklehrer Don Alonso erneut in Bartolos Haus. Als Vertrauensbeweis übergibt er dem Hausherrn den Liebesbrief den Rosina geschrieben hat. Nun kann die Gesangsstunde beginnen. Als Bartolo ein romantisches Lied an sein Mündel anstimmen möchte, unterbricht Figaro die Szene – die Rasur ist an der Reihe. Doch da taucht der gar nicht kranke Basilio auf. Die Stimmung droht zu kippen, doch mit Geld und Genesungswünschen wird er wieder nach Hause geschickt. Doch Bartolo hat die derweil stattgefundene Verabredung Don Alonsos mit Rosina mitbekommen und wirft sie hinaus. Er zeigt Rosina den Liebesbrief, die sich als Opfer eine Täuschung sieht. Sie willigt in die Heirat mit ihm ein. In der Nacht klärt der Graf noch schnell alles auf – der Heirat steht nichts mehr im Weg!

Staatsoper Hannover / Der Barbier von Sevilla © Sandra Then

Staatsoper Hannover / Der Barbier von Sevilla © Sandra Then

Die Handlung wird von Regiesseurin Nicola Hümpel zeitlos in recht abstrakten Räumen angesiedelt. Ein Hof mit Balkon ist angedeutet, ein Raum in Doktor Bartolos Haus, in der Mitte stets eine große Projektionsfläche. Was auf der Bühne von Oliver Proske erstmal trist anmutet, weiß die Regiesseurin, die mit Perfomances und Installationen mehrfach preisgekrönt wurde, mit sehr viel Leben zu füllen. Und doch ist man im Publikum auf die Leinwand fixiert. Mit Kameras wird das bis ins kleinste Detail enstudierte mimische Spiel wie im Kinosaal angeworfen, was besonders zu köstlichen Momenten beim vor Wut zerissen Bartolo führt. Jeder kleine Augenblick des Gefühlslebens wird unmittelbar erfahrbar. Und trotz dieser Fixierung ist die Figurenführung exquisit.

Die Regisseurin nimmt das Tempo des Librettos auf, nutzt die köstliche Situationskomik aus und sorgt doch für große Bilder, so wenn sich Rosina furienhaft gegen die Projektion des übergroßen Bartolos wirft und auch mal der Mittelfinger mehr oder weniger dezent in seine Richtung weist. Die komischen Momente überwiegen doch. Das Publikum lacht lauthals wenn der Barbier die Canzone des Grafen mit seinem Rasier-Lederriemen statt mit der Gitarre begleitet, wenn Figaro zur Rasur einen großen Schaumberg in Bartolos Gesicht klatscht, wenn der Graf als peppiges Prince-Double als Vertretungsmusiklehrer auftaucht und die Gesangsstunde vom zum Klavier umfunktionierten Sofa aus leitet. Alle Figuren werden mit Charakter gefüllt und die Inszenierung zeichnet sich durch eine komische Frische aus, die nichts mit altbackenem Humor zu tun hat. Der einzige wirkliche Minuspunkt sind die Übertitel, die zum Teil verspätet aber vor allem so stark verkürzt sind, dass große Textstellen fehlen, was besonders in den konversationsreichen Rezitativen zu bemängeln ist.

Staatsoper Hannover / Der Barbier von Sevilla © Sandra Then

Staatsoper Hannover / Der Barbier von Sevilla © Sandra Then

Auch in musikalichen Dingen bewegt sich die Staatsoper auf erstklassigem Niveau. Anna-Doris Capitelli kann als Idealbesetzung für die Rolle der Rosina gelten. Ihr angenehm angedunkelter Mezzo nimmt die Koloraturen fließend mit Leichtigkeit. Ihr Stimme ist in allen Lagen klar und direkt, niemals schrill. Spielfreudig wirft sie sich aus den Armen Bartolos in die Arme des Grafen. Dieser wird von dem südafrikanischen Tenor Sunnyboy Dladla gesungen. Wie sein Name schon zu ahnen gibt, ist sein Spiel euphorisch und mitreißend. Sein sehr vibratoreicher Tenor hat Schmelz und Wärme, wobei seine Stärke in den leisen hohen Tönen liegt. Seine Canzonen und Cavantinen gelingen hervorragend mit ihren klar gesungenen Melismen.

Als etwas schrägen Charakter, mit hoch aufgestylten Haaren und rosasamtenen Umhang (Kostüme von Esther Bialas) gibt Hubert Zapiór den leicht exzentrischen Barbier. Stimmlich kann er durch geradezu teils akrobatische Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme punkten. Obgleich sein kraftvoller Bariton in seiner berühmten Arie etwas dem Tempo hinterherhingt, gelingt ihm ein musikalisch überzeugend überschwängliches Rollenportrait, in das er sich vom Spiel her geradezu hineinstürzt. Welch Gegensatz ist da Daniel Miroslaws Basilio, den er elitär und etwas spießig anlegt. Mit einem voluminösen Bass ausgestattet, konnte er besonders mit der La calunnia-Arie überzeugen und sorgt zudem für so manchen Lacher durch sein lebhaftes Spiel im Quintett des zweiten Aktes.

Als spielerischen Höhepunkt ist Frank Schneiders Darstellung des Doktor Bartolo zu bezeichnen. Was der Mensch an verschiedenen mimischen Ausdrucksmöglichkeiten für seine Wut ob des Nebenbuhlers hat, ist schon den Besuch wert. Musikalisch ist besonders die lebhafte Gestaltung seiner Rezitative hervorzuheben. Auch die weiteren Rollen waren rollendeckend besetzt. James Newby gab den Fiorillo, Carmen Fuggis eine ebenfalls wunderbar schräge Berta, Darwin Prakash den Offizier. Eduardo Strausser leitete das klein besetzte Niedersächsische Staatsorchester Hannover sicher, transparent und meistens äußerst sängerfreundlich. Mit Eleganz und Leichtigkeit, aber auch mit italienisches Feuer führte er klanglich angenehm trocken durch die Partitur. Musikalisch und szenisch ein absolut runder Abend.

Das mit 1200 Plätzen ausverkaufte Haus liebte die Vorstellung und brachte tobend und jubelnd Sängern und Orchester lautstakt ihre Begeisterung zum Ausdruck

Der Barbier von Sevilla an der Staatsoper Hannover; die nächsten Termine 21.2.; 7.3.; 15.3.; 30.4.; 7.5.; 9.5. 2020

—| IOCO Kritik Staatsoper Hannover |—

Dresden, Kulturpalast, Silvesterkonzert 2019 – Dresdner Philharmonie, IOCO Kritik, 03.01.2020

Januar 3, 2020 by  
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Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden

 Silvesterkonzert 2019 – Dresdner Philharmonie

Jacques Offenbach, Gioacchino Rossini und …..

von Thomas Thielemann

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini und Kammermusik, das klingt ähnlich widersprüchlich wie Brahms und große Oper oder wie Bruckner und Klavierminiaturen. Aber es gibt eine Rossini-Komposition im luftigen  Klanggewand.

Und so hatte uns am Silvesterabend 2019 nicht nur der 1988 in Taschkent geborene Dirigent Aziz Shokhakimov in den Konzertsaal des  Kulturpalastes gelockt, sondern auch auf zwei selten zu hörende Stücke von Rossini und Offenbach für Violoncello und Orchester mit der aus München stammenden Solistin Raphaela Gromes neugierig gemacht.

Jacques Offenbach (1819-1880) war als Cellist ausgebildet und spielte ab 1835 drei Jahre als Orchestermusiker der Pariser Opéra  comique massenhaft Rossini-Opern. Zunehmend war er auch mit seinem Cello in den Pariser Salons aktiv und galt bald als der „Paganini des Cellos“. Aber das Komponieren hatte er eigentlich im Orchestergraben von Gioacchino Rossini erlernt, hat Rossini abgehört, was beim Publikum ankommt.

Der hartnäckigen Recherchearbeit der Raphaela Gromes verdanken wir die Ausgrabung und Sammlung von Partitur-Seiten von Offenbachs Rossini-Würdigung aus dem Jahre 1843, die von dem Offenbach-Spezialisten Jean-Christopher Keck zum kompletten „Hommage à Rossini“ -Fantasie für Violoncello und Orchester zusammengefügt werden konnte.

Kulturpalast Dresden / Konzertsaal mit Orchester © Markenfotografie

Kulturpalast Dresden / Konzertsaal mit Orchester © Markenfotografie

Nach der das Konzert schwungvoll einleitenden Ouvertüre zu Johann Strauß Die Fledermaus spielte Raphaela Gromez mit der Dresdner Philharmonie Offenbachs Fantasie für Violoncello und Orchester „Hommage à Rossini“ klar fokussiert, mit wechselnd hellem und warmen Ton sowie schönen Echo-Effekten. Aziz Shokhakimov war mit dem Orchester ein wacher, gestaltungsfreudiger Begleiter, der wusste, wann Intensität angebracht war und wenn er das Orchester zurücknehmen musste. Die Komposition Offenbachs basiert vor allem auf Themen aus Rossinis Oper Wilhelm Tell. Die Komposition spielt witzig und originell mit Versatzstücken  des Italieners, wie eben dem Kuhreigen aus Rossinis letzter Oper.

Die Hommage an Rossini, der wiederum Offenbach als ein verwandtes Genie  anerkannte, war für Raphaela Gromes Anlass, dass einzige Stück, was Rossini (1792-1868) für Cello und Klavier geschrieben hatte, in einer Bearbeitung für Violoncello und Orchester ihres Duo-Partners  Julian Riem in das Programm aufzunehmen.

Dieses seltene Stück Une larme (Eine Träne) war Anlass, zu fragen, wer war eigentlich der Mensch Rossini? War er ein Gourmet, ein Eroberer, ein Melancholiker, ein Buffonist oder ein Privatier? Mit Anfang zwanzig feierte er in Venedig triumphale Erfolge mit dem Barbier von Sevilla. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes ereilten ihn Krankheit, Depressionen und eine unglückliche Ehe. Erst in seinen Pariser Jahren kehrten Kreativität und Inspiration zurück und er fand wieder Freude an kulinarischen und musikalischen Schöpfungen, an geistreichen Bonmots und an einem Salon.

Une larme – Thema  und Variationen für Violoncello und Klavier stammt aus dem Jahre 1858. Rossini verfügte auch außerhalb der Bühne über eine gesunde Portion Selbstironie. Und so bezeichnete er die für seine musikalischen Soireen verfasste Kammermusik als „Alterssünden“ und nannte sie „Rizinus-Walzer“ oder „Étude asthmatique“. Und so weicht in Une larme auch die berührende Träne ebenfalls dem typischen Augenzwinkern des Komponisten.

 

Kulturpalast Dresden / Raphaela Gomez © Sammy Hart

Kulturpalast Dresden / Raphaela Gomez © Sammy Hart

Berückend ergänzten sich der Klang des 1855 in der Werkstatt des Pariser Geigenbauers Jean Baptiste Vuillaume (1798-1875) gebauten Cello mit dem zurückhaltend geführtem Orchester. Vuillaume ist zweifelsfrei der bedeutenste Geigenbauer der Moderne. Seine Instrumente wurden bzw. werden unter anderem von Niccolò Paganini, Joseph Joachim, Josef Suk, Fritz Kreisler, Hilary Hahn, Natascha Korsakova und Vilde Frang gespielt.

Leider war dem Publikum nicht offenbar geworden, welche Besonderheiten ihnen da geboten worden waren. Der Beifall war nur freundlich und die hervorragende Solistin ohne Zugabe entlassen worden. Selbst ihre Blumen musste sie sich erst zum Konzertschluss abholen.

Nun hatte zwar die Orchesterleitung extra den Moderator Arndt Schmöle im Programm implantiert, der aber die Bedeutung der beiden Darbietungen leider nicht im Ansatz vermitteln konnte.

Zwischen die beiden Cello-Konzerte hatten die Programmplaner Aram Chatschturjans Suite aus der Bühnenmusik zum Versdrama Maskerade von Michael Jurjewitsch Lermontow (1814-1841) eingeschoben. Lermontow ist neben Puschkin der bedeutendste Vertreter der russischen romantischen Literatur und hatte, obwohl Angehöriger der zaristischen Armee, ständig Probleme mit der Obrigkeit. 1841  wieder in den Kaukasus strafversetz, fand er dort 1841 in einem Duell den Tod. Mit seinem Versdrama Maskerade wollte er 1835 eine bittere Verurteilung der falschen, heuchlerischen und intriganten „besseren Gesellschaft“ schaffen, schrieb letztlich aber lediglich die Tragödie einer Frau, die nach falscher  Anschuldigungen der Untreue von ihrem Mann getötet wird. Als um 1940 das Moskauer Wachtangow-Theater eine Produktion der Maskerade vorbereitete, wurde der armenische Komponist Aram Chatschaturjan (1903-1978) mit der Schaffung einer Bühnenmusik beauftragt.

Als Auftragskünstler, Chatschturjan erhielt wie alle anerkannten Kreativen in der UdSSR ein staatlich finanziertes Gehalt, lieferte er die Bühnenmusik 1941 pünktlich vor der Premiere 1941 ab. Eventuell auch bedingt durch die Ereignisse des „Großen Vaterländischen Krieges“ gibt es kaum Reaktionen zur Aufführung und zur Bühnenmusik. Eventuell bin ich aber nicht allein, wenn nach meinem Gefühl die Komposition seinem Anspruch nicht gerecht geworden ist und Chatschaturjans Musik auch nicht so recht passte. Im Jahre 1944 extrahierte der Komponist aus der Bühnenmusik fünf Sätze zu einer Konzertsaal-tauglichen symphonischen Suite. Diese Fassung lebt vom ausgeprägtem Sinn des Armeniers für rhythmische Prägnanz und schillernden Klangfarben. Der usbekische Dirigent Aziz Shokhakimov, dessen Herkunftskultur der armenischen Mentalität vergleichsweise nahe ist, bot uns die fünf Sätze in einer außergewöhnlichen Weise. Insbesondere der Walzer, der aus der Filmmusik von „Krieg und Frieden“ bei vielen der Anwesenden im Hörgedächtnis noch verankert sein dürfte, rutschte an keiner Passage in den gewohnten Pauschalklang ab. Allergrößter Respekt verdient, wie Shokhakimov in der „Nocturne“ die Streicher der Philharmoniker satt und sinnlich-warm spielen lässt, wobei  besonders das Violinsolo der Konzertmeisterin Heike Janicke gefühlstiefe vermittelte. Ihre Musizierlaune kosteten Musiker und Dirigent mit der farbigen Instrumentierung der folgenden „Mazurka“ aus. Energisch verhinderte Shokhakimov die Gefahr eines Verschleppens in der melancholisch-beseelten Romanze, bevor der abschließende „Galopp“ mit einer satirisch-grotesken Überzeichnung die Zuhörer zu einem heftigen Applaus provozierte.

Den Abschluss des Konzertprogramms bildeten die Suiten „L´Arlésienne“  von Georges Bizet (1838-1875) und Ernest Guiraud (1837-1892), wie die „Maskerade“, auch das phantastische Nebenprodukt einer verunglückten Bühnenmusik des Schriftstellers Alphonse Daudet (1840-1897). Für das mäßige Melodram „L´Arlésienne“ (Die Arlesierin) über die unglückliche Liebe des Helden Fréderi zu einem Mädchen aus der Französischen Provence Arles, die mit Fréderis Suizid endete, komponierte Bizet insgesamt 27 meist kurze Stücke, die auf drei Melodien zurückgreifen.

Ungeachtet der schlechten Kritik der Uraufführung am 1. Oktober 1872, die auch seine Bühnenmusik einschlossen, instrumentierte und änderte er vier Stücke für großes Orchester und stellte diese bereits am 10. November 1872 als Suite Nr. 1 mit großem Erfolg seinem Publikum vor. Vier Jahre nach Bizets Tod erstellte 1879 sein Freund  Ernest Guiraud aus Fragmenten der Bühnenmusik und eigener Neukompositionen die L´Arlisienne-Suite Nr. 2, aus der wir aber nur die Nr. 4 „Farandole“ hörten. Kraftvoll begann Aziz Shokhakimov sein Dirigat des ersten Satzes „Prélude“ und ließ das Allegro deciso im strikten Marsch-Rhythmus durchspielen. Im Gegensatz dazu stand zunächst das „Minuetto“, Allegro giocoso, mit seiner schwärmerischen Einleitung, bis auch dieser Satz vom Dirigenten zu sinfonischer Pracht gesteigert wurde. Mit breiten, zugleich aber auch aufgelockerten warmen Streicherklängen, unterstützt von Holz- und Blechbläsern, entwickelte Shokhakimov das Adagietto zu einem tief berührenden Hörerlebnis. Für den Schlusssatz der Suite Nr. 1 ließ er der Musizierfreude der Musiker der Philharmonie uneingeschränkt freien Lauf.

Den Abschluss des Konzertes bildete aus der „L´Arlésienne-Suite Nr. 2“ der 4. Satz „Farandole“, einem gemäßigt schnellen provenzalischem Volkstanz, einem sogenannten Kettentanz. Das effektvolle  stürmische Dirigat erinnert noch einmal an das Thema des „Prélude“. Aggressiv, laut und leidenschaftlich beendet der junge Usbeke seine beeindruckende Darbietung.

Als Gastdirigent bot er noch einen  Brahmsschen „ Ungarischen Tanz“. Der bis zu diesem Zeitpunkt noch angesparte Aplaus wurde ausgeschüttet, als die Philharmonie mit viel Begeisterung das Jahr mit dem Radetzki-Marsch verabschiedete.

—| IOCO Kritik Kulturpalast Dresden |—

Giessen, Stadttheater Giessen, Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 01.10.2019

Oktober 1, 2019 by  
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Stadttheater Giessen

Stadttheater Gießen © Rolf K. Wegst

Stadttheater Gießen © Rolf K. Wegst

Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini

– ein szenisch und musikalisch funkelndes Feuerwerk –

von Ljerka Oreskovic Herrmann

Gioacchino Rossini Paris © IOCO

Gioacchino Rossini Paris © IOCO

Noch bevor der Vorhang aufgeht, stellt ein leerer Friseurstuhl auf der linken Seite vor dem Vorhang alles klar: Hier herrscht Figaro, der Barbier von Sevilla! An ihm kommt keiner vorbei, denn er ist – wie er später dem Grafen Almaviva erklären wird – für alles zuständig als Friseur, Barbier, Peruquier, Gärtner oder Tierarzt. Jedenfalls wird das der Graf glauben müssen, denn ohne dessen Hilfe wird er seiner angebeteten Rosina kaum nahe kommen – geschweige denn sich mehr erhoffen können. Und nachdem der Vorhang die Bühne den Blicken freigibt, bestätigt sich der erste Eindruck. Figaros überdimensioniertes Werkzeug liegt überall herum – die Bühne ist sein Reich. Oder vielmehr Rossinis! Die dezent deutlichen Hinweise auf den Urheber der ganzen Szenerie – das Rasiermesser trägt ganz „zufällig“ den Vornamen, die Pomade bzw. den Deckel ziert ganz selbstverständlich ein Portrait und der Nachname des Komponisten – zeugen von der Reverenz an diesem Meister der Opera buffa. Und so gibt die Musik alles vor, die Regie folgt ihr gekonnt konsequent und überträgt das Verwirrspiel um (Gier nach) Geld und Liebe oder anders herum wunderbar auf die Bühne.

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier vl Daniele Macciantelli, Naroa Intxausti, Grga Peros, Enrico Iviglia, Heidrun Kordes © Rolf K Wegst

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier vl Daniele Macciantelli, Naroa Intxausti, Grga Peros, Enrico Iviglia, Heidrun Kordes © Rolf K Wegst

Figaro, als alter Ego Rossinis, ist mittendrin und zugleich der grandiose Strippenzieher des Geschehens. Grga Peroš gibt ihm die herausragenden stimmlichen wie darstellerischen Konturen. Seine Einstiegsarie „Largo al factotum della città“ erntet Szenenapplaus. Zwar ist dieser Figaro von Haus aus – die Commedia dell’ Arte als Hintergrundfolie scheint immer wieder durch – ein komödiantischer Geselle, das geschmackvoll bunte Kostüm sowie die blonde Perücke verweisen darauf, aber ein Clown ist er nicht. Dazu steht dieser Barbier zu selbstgewiss und selbstsicher in der Welt, die bald eine andere sein wird. Die gesellschaftlichen Verschiebungen, die sich anbahnen und nicht aufzuhalten sein werden – noch hat die französische Revolution nicht stattgefunden, wir schreiben die vorrevolutionäre Zeit vor 1789 –, kündigen sich dennoch unausweichlich an. Der Graf, wie es sich eben für einen Rokoko-Menschen gehört, zwar edel in Brokat und Seide gekleidet, kann aber nur noch Dekor präsentieren, nicht wirkliche Macht.

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla © Rolf K Wegst

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla © Rolf K Wegst

Diese ist längst beim Volk und Figaro die leibhaftige Verkörperung dessen – nicht zuletzt auch durch seine Arie„Tutti mi chiedono, tutti mi vogliono“ beglaubigt. (Noch augenfälliger, weil in der Zeit komponiert, bei Mozarts Le nozze di Figaro, was natürlich vor Rossinis Werk entstand, aber eigentlich das Nachfolgestück ist. Und Rossini kannte seinen Mozart.) Auch der Graf, als armer Student Lindoro, erhält für seine Ständchen, wie auch Rosina für ihre Cavatine „Una voce poco fa“, spontanen Applaus vom Publikum. Soweit die „Guten“ in dieser turbulenten Oper. Der Bösewicht geht natürlich nicht leer aus: Seine berühmte Verleumdungsnummer „La Calunnia“ bzw. „Die Verleumdung ist ein Lüftchen“ zeigt die ganze Meisterschaft Rossinis, aber auch des Philharmonischen Orchesters Gießen unter der exzellenten Leitung Michael Hofstetters. Das sogenannte „Rossini-Crescendo“ entfaltet in seiner Interpretation eine überwältigende Wirkung. Es beginnt langsam und vermeintlich harmlos, wie immer bei Rossini nach einem Rezitativ, und führt weiter zur schnellen Cabaletta; durch die Wiederholung des musikalischen Themas wird die Dynamik und Instrumentation zunehmend gesteigert, so dass alles einem fulminanten und energischen Höhepunkt zustrebt und das zunächst nur geflüsterte Gerücht einem wahren Empörungsfuror gleicht.

Was war passiert: Don Basilio, natürlich als Missetäter ein Bass, hat Rosinas Vormund, dem bürgerlichen Bartolo, empfohlen, den jungen verliebten Lindoro zu diskreditieren, so dass Rosina schließlich ihn, den gesellschaftlich etablierten Arzt, heiraten würde. Bartolo ist tatsächlich mehr am Geld seines Mündels als an ihrer Person interessiert. Doch kein Crescendo wird die Macht der Liebe übertönen können: Lindoro gibt sich als Graf Almaviva zu erkennen, bekommt nach einigem Hürdenlauf seine geliebte Rosina, sie wiederum kann sich endgültig aus den Fängen Bartolos befreien, der dafür noch mit Geld ent- oder vielmehr belohnt wird. All das macht aus Il barbiere di Siviglia ein Meisterwerk, das bis heute Bestand hat und vielleicht die beste komische Oper überhaupt ist – wohlweislich, weil die menschlichen Verhaltensweisen nicht fundamental anders geworden sind. Die genaue Charakterzeichnung und ihre Darstellung entfalten auch Dank des herausragenden, von Cesare Sterbini verfassten, Libretto eine Wirkungsmacht und sorgen für den dauerhaften Erfolg dieser Oper.

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier Naroa Intxausti, Tomi Wendt © Rolf K Wegst

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier Naroa Intxausti, Tomi Wendt © Rolf K Wegst

Das Stadttheater Gießen hat sich in dieser Spielzeit der bekanntesten Oper Rossinis angenommen. Ein fulminantes Stück für das man nicht nur ein brillantes Sängerensemble benötigt, sondern mit einer nicht minder fulminanten Regie aufwarten muss. Tempo, Witz, Arien, Rezitative und Ensembles sorgen für ein wahres Funkeln der Musik, dass in der theatralischen Umsetzung Widerhall finden muss. Und das hat es tatsächlich – und wie. Regisseur Dominik Wilgenbus nimmt die Musik Rossinis ernst, so ernst, dass sich daraus drei Stunden funkelndes Feuerwerk entluden. Bühne und Kostüme von Lukas Noll, das Licht von Kati Moritz sowie die Videoeinspielungen von Martin Przybilla taten ihr übriges, denn alles stimmt und ist stimmig.

Das Einheitsbühnenbild von Noll erweist sich als sehr abwechslungsreich, denn immer geht irgendwo etwas auf, zeigt eine neue Perspektive und neue Spielmöglichkeiten. Die Requisiten Figaros sind nicht bloß hübsche und belustigende Dekoration – im Gegenteil, sie haben eine Funktion: So soll z.B. das Rasiermesser an Bartolos Wange den nötigen Druck auf seine ungebührlichen Pläne entfalten, aus der Pomadendose kommt Basilio heraus und der überdimensionierte Spiegel oder Rahmen ist zugleich Durchgang und Projektionsfläche für Gefühle, Wünsche und seelische Zustände. Der überdimensionierte Rasierpinsel – natürlich für Lacher sorgend – kommt dabei ebenso zum Einsatz, wie die zu groß geratenen Schere und Kamm. Allerdings werden ihm später mehrere Zacken fehlen – welch köstliche Ironie! Senkrecht stehend entpuppt er sich als eine unsichere Leiter für die geplante Flucht der Liebenden, verschwindet aber, bevor die beiden das ramponierte Werkzeug auf seine Einsatzfähigkeit überprüfen können.

Nolls Kostüme tragen dem historischen wie gesellschaftlichen Kontext Rechnung: Der Graf als Edelmann, Figaro als Komödiant, Bartolo als Bürger mit langen Hosenbeinen – im Gegensatz zum Grafen –, Basilio wird als zwielichtige Figur mit Halbglatze in einen langen schwarz-weißen Mantel als Kontrast zu Figaros buntem Outfit gesteckt, und die beiden Damen repräsentieren ebenso verschiedene sich jedoch ablösende Epochen. Rosina zuckersüß in kurzem, schwarz-pinken Korsagen-Kleid, keineswegs naiv, zeugt von der neuen Zeit und Freizügigkeit, Marcelline ist dagegen mit ihrem grünen, langen samtähnlichen Kostüm eher die Verkörperung des überholten Ancien Régimes. Übrigens, auch der Männerchor steckt kostümmäßig noch in der alten Zeit, ist gesanglich und spielerisch aber ganz auf der Höhe und dabei wie alle Mitwirkenden von ausgesprochener Spielfreude angesteckt.

Aus all dem zaubert Dominik Wilgenbus eine turbulente Inszenierung, die dem Atem der Musik folgt, ohne hektisch zu werden. Jede Figur ist bei ihm genau gezeichnet, erhält eine eigene und sorgfältig gewählte Ausdrucksweise und Körpersprache: So ist Rosina nicht nur lebhaft und pfiffig, sie darf sich anders bewegen als Marcelline, die zunächst verhalten und zurückhaltend agiert, um am Ende als erfahrene Frau Besitz von der Bühne zu ergreifen. Allein dieser Kontrast zeigt wie durchdacht und exakt Wilgenbus seine Interpretation umsetzt. Es sind diese scheinbar kleinen Dinge, Gesten, Schritte oder auch das Innehalten, nur um dann die Handlung rasanter fortzuschreiben, die den Reiz und den Erfolg dieser Inszenierung ausmachen.

Hinzu kommt ein wunderbares Ensemble: Der allwissende und wunderbare Figaro von Grga Peroš wurde schon genannt; dieser Figaro könnte seine Paraderolle werden. Enrico Iviglia ist ein herrlicher Graf, gesellschaftlich bald obsolet, dafür aber als Verehrer und zukünftiger Ehemann umso mehr geliebt. Iviglia fühlt sich sichtlich wohl in dieser Rolle, sein Tenor strotzt am Ende vor Kraft und Freude, ob des errungen Erfolges. Rosina, Naroa Intxausti, ehemaliges Ensemblemitglied in Gießen, besitzt eine ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme, gepaart mit viel Spielwitz. Bei Tomi Wendt – ein hervorragender Sängerdarsteller –  ist die Figur des Bartolo gut aufgehoben, lässt gesanglich wie darstellerisch nichts zu wünschen übrig. Wie ihm zum Haare raufen langsam dämmert, ihm könnten die Felle davonschwimmen und die gemeinsamen Zukunft mit Rosina wie eine Seifenblase aus dem Salon des Figaro zerplatzen, ist herrlich anzusehen.

Kontrastierend dazu der beeindruckende Bass von Daniele Macciantelli als Basilio – stoisch, durch nichts zu erschüttern, bereit in aller Ruhe zum eigenen Vorteil die Seiten zu wechseln, gelingen in seiner Verkörperung dieses wenig standfesten Helden mühelos und entwickeln eine eigene Präsenz. Heidrun Kordes als Marcelline ist unbeeindruckt von den ganzen Vorkommnissen, ihr schöner Sopran strahlt eine Wärme und Erdung aus; sie ahnt oder weiß vielmehr, dass das Liebesglück nicht ewig währen wird. Bei Mozart wird diese Rosina, als Gräfin, in der berührenden Arie „Dove sono i bei momenti“ tatsächlich die Frage nach den verlorenen gegangenen schönen Augenblicken stellen. Abschließend sei noch Alexander Hajek erwähnt, denn die Verkörperung von nicht weniger als vier Personen – Fiorello, Sergente, Notario und Pantomime – trugen nicht minder zur großartigen Leistung des Sängerensembles und den urkomischen Verwicklungen bei.

Und nicht zuletzt das Dirigat von Michael Hofstetter, dem scheidenden GMD, sorgten für einen rundum gelungenen Opernabend, der einhellig und mit begeisterten Applaus vom Publikum gefeiert wurde. Hofstetter gelingt eine präzise Verzahnung der gesprochenen Rezitative mit der Musik, ebenso dient die Steigerung der Dynamik in seinem Dirigat immer dem Vorantreiben der Handlung und der dramaturgischen Wirkung, nie jedoch einer beliebigen Effekthascherei. Hofstetter weiß genau, was die Musik im Graben auf der Bühne erzeugen soll. Den kulturellen Rahmen und Kontext eines musikalischen Werkes immer mitdenkend, zeichnete seine Arbeit am Stadttheater Gießen aus – unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Operettenausgrabung wie Das Herbstmanöver von Emmerich Kálmán oder eben Rossinis Il barbiere di Siviglia handelt. Seine Auseinandersetzung mit der Partitur, aber auch ihrem Entstehungszeitraum, den historischen und musikalischen Bedingungen und Gegebenheiten, reflektieren seine musikalischen Interpretationen und setzen Maßstäbe. Für GMD Michael Hofstetter ist es die letzte Neuproduktion in Gießen, Ende des Jahres hört er auf. Dass nicht wenige im Publikum ihr Bedauern darüber mit einem langanhaltenden Applaus zum Ausdruck brachten, dürfte ihn gefreut haben.

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