Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballett am Rhein – b.19, 28.03.2014

Februar 18, 2014 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Premieren, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein

Opernhaus Düsseldorf © IOCO

Opernhaus Düsseldorf © IOCO

Ballett am Rhein: b.19

 
Merce Cunningham: Scenario – Hans van Manen: Große Fuge, Antoine Jully: Hidden Features (Uraufführung)
 
Premiere im Opernhaus Düsseldorf: Freitag, 28. März 2014, 19.30 Uhr
 
Wenn Antoine Jully ein Tanzstück erarbeitet, treten vielfältige Parameter der Bühnenkunst – Körper, Bewegung und Musik, Raum und Kostüme, Licht und Video – nicht nur in Interaktion, sondern sind Bestandteile eines großen Ganzen. In seiner ersten Uraufführung für das Ballett am Rhein, „Inside“, wurden die Tänzerinnen und Tänzer zu den Farben auf der Palette eines Malers, die sich im Raum verselbständigten. In seiner neuen Choreographie, mit der Antoine Jully das Programm b.19 eröffnen wird, erforscht er mit ihnen die geheimnisvollen Teilchen im Innenleben eines Computers: „Hidden Features“. 
 
„Ich lebe als Künstler in der heutigen Zeit und es interessiert mich sehr, welche Möglichkeiten der Fortschritt der Technologien mir für meine Kunst bietet.“ Nicht nur das geheimnisvolle Leben von Files, Prozessoren, Speicherplätzen und der Files hinter den Files möchte Antoine Jully zu Musik von Erwin Schulhoff und Henryk Mikolaj Górecki in seiner Choreographie sichtbar werden lassen, sondern auch die Beziehungen zwischen der realen und virtuellen Welt mit den Mitteln der Bewegung des menschlichen Körpers erforschen. Seine Herangehensweise beschreibt er als möglichst komplex: „Um ein neues Stück zu beginnen, muss mein Kopf brennen.“
 
Ausgebildet am Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Paris tanzte Antoine Jully u. a. im Corps de ballet der Opéra national de Paris und am Royal Ballet London, wo er auch seine ersten eigenen Choreographien präsentierte. 2005 engagierte Martin Schläpfer ihn in sein ballettmainz, seit 2009 ist er Mitglied des Balletts am Rhein, für das er mit „Hidden Features“ nach „Inside“ in b.12 sowie „Rebound – Topple – Splash“ in b.15 seine dritte Uraufführung kreiert.
Ab der Spielzeit 2014/15 wird er als Chefchoreograph die Tanzcompagnie Oldenburg leiten.
Musik Fünf Stücke für Streichquartett von Erwin Schulhoff sowie Konzert für Cembalo und Streichorchester op. 40 von Henryk Mikolaj Górecki
 
Choreographie und Bühne Antoine Jully, Kostüme Kevin Gamez, Interactive Video Matthias Oostrik, Licht Volker Weinhart
 
 
—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan 2013/14: Rheinoper gesichert, 10 Opern-Premieren, IOCO Aktuell, 15. Juni 2014

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Deutsche Oper am Rhein

Düsseldorf Opernhaus © IOCO

Düsseldorf Opernhaus © IOCO

Rheinoper-Existenz durch neuen Vertrag gesichert
Personelle Kontinuität mit Meyer, Kober, Schläpfer

Die Deutsche Oper am Rhein (Rheinoper) ist mit 250.000 Besuchern jährlich eine starke kommunale Kulturinstitution im Rheinland. Seit 1956  kooperieren die Oper Düsseldorf (1.342 Plätze, 182.000 Besucher) und das Theater Duisburg (1.079 Plätze, 68.000 Besucher) mit 535 Beschäftigten, leistungsstarkem Sängerensemble (56 Solisten) und prämierter Tanzcompagnie (50 Tänzer). Die Gesamtauslastung der Vorstellungen liegt 2013 bei unauffälligen 77%, davon 80% in Düsseldorf, bescheidene 73% in Duisburg. Der Etat der Rheinoper beträgt €44 Mio; € 8 Mio davon werden selbst erwirtschaftet, die Zuschüsse betrugen  bis 2012 € 36 Mio (Düsseldorf € 23 Mio, Duisburg €11 Mio, Land NRW € 2 Mio). Mit 300 Vorstellungen im Jahr (Düsseldorf 200, Duisburg 100) stellt die Rheinoper 2013/14 ein bedeutendes Musiktheater Deutschlands und das führende Haus in NRW dar.
Stadttheater Duisburg © Raimond Spekking

Stadttheater Duisburg © Raimond Spekking

Doch seit 2012 war diese langjährige Opern-Ehe existentiell gefährdet. Die klamme Stadt Duisburg muss ihre zukünftigen Zuschüsse zur Rheinoper auf €9,5 Mio kürzen. Hitzig und öffentlich ausgetragene Diskussionen folgten. Düsseldorfs OB Dirk Elbers managte diese Krise nicht als erkennbarer Problemlöser. Optionen einer Kooperation mit der kränkelnden Oper Köln aus (IOCO berichtete) wurden unnötig breit und öffentlich ausgelotet, statt zunächst die Finanznöte Duisburgs zu reflektieren. Mitten in dieser  unübersichtliche Gemengelage wurden die Verträge der Rheinoper-Manager Christoph Meyer, Axel Kober und Martin Schläpfer bis 2018/19 verlängert. Doch, Mitte April 2013 stieg weißer Rauch über der Rheinoper auf. Die OB´s beider Städte, Elbers und Link garantierten mit ihrer Unterschrift Kontinuität und Etatsicherheit der Rheinoper bis 2017. Ende gut, Alles gut.
Rheinoper-vlnr-Ballettchef-Schlaepfer-Intendant-Meyer-Direktor-Grote-GMD-Kober © HansJoergMichel

Rheinoper-vlnr-Ballettchef-Schlaepfer-Intendant-Meyer-Direktor-Grote-GMD-Kober © HansJoergMichel

Düsseldorf sichert die Opern-Ehe durch höhere Zuschüsse (€26,3 Mio in 2016/17) und stärkerer Beteiligung an den Tarifsteigerungen. Die Vorstellungen im Theater Duisburg werden zukünftig von zurzeit 100 auf 75 reduziert, in Düsseldorf soll es bei 180 bleiben. Doch der Kulturbetrieb Rheinoper muss insgesamt wirtschaftlicher operieren: Die selbsterwirtschafteten Einnahmen  müssen gesteigert werden und, höchst überfällig, die Kosten neuer Produktionen werden durch Kooperationen mit anderen Theatern gesenkt. Von der Komischen Oper Berlin wird nach der spektakulären Xerxes-Produktion (Bild, 99% Auslastung) eine ebenfalls vielversprechende Zauberflöte übernommen. Auch mit den Theatern Bonn und Dortmund wird stärker kooperiert: Die zeitgenössische Kinderoper „Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“ und von „La Traviata“ werden von dort übernommen.

300 Vorstellungen und mehr im Spielplan 2013/14:

Die Saisoneröffnungen beginnen :

Düsseldorf: 8. September 2013 mit einer Opern-Rallye: Im Opernhaus wie überall in Düsseldorf wird Oper mit Figuren aus Tosca, Don Giovanni oder Carmen  überraschend lebendig werden.

Duisburg: 13. September 2013: mit dem 1. HANIEL Klassik Open Air auf dem Opernplatz vor dem Theater Duisburg.  Es folgt am 14. – 15.9.: Große Bühne vor dem Theater als Schauplatz voller Musik und Überraschungen. Dazu ist am 15.9. das Theater geöffnet; Besichtigungen, Kostümversteigerung und viel Spannendes mehr: Die Rheinoper lädt zu einem wahrhaft bunten Eröffnungsfest nach Duisburg ein.

25 Opern, 10 Premieren (drei Uraufführungen) und 15 Wiederaufnahmen, 5 Ballett-Premieren (b. 16 – b.20) und die „Ballett“-Wiederaufnahme“, Deutsches Requiem, setzen 2013/14 die Spielplan-Akzente der kommenden Saison:

10 Musiktheater-Premieren:

1. Luisa Miller von Giuseppe Verdi, 28.9.2013 Düsseldorf Dirigat Bellincampi, Inszenierung Carlos Wagner, Rodolfo Andrej Dunaev, Federica  Susan Maclean, Wurm Sami Luttinen, Miller Boris Statsenko

2.  La Traviata von Giuseppe Verdi, 8.10.2013 Duisburg, Übernahme einer Produktion des Theater Bonn

Deutsche Oper am Rhein / Die Csardasfuerstin © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Die Csardasfuerstin © Hans Joerg Michel

3.  Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán, 7.12.2013  Düsseldorf

4.  Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart,  13.12.2013 Duisburg

5.  Lohengrin von Richard Wagner, 18.1.2014  Düsseldorf

6.  Le Nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart, 1.2.2014 Düsseldorf

7.  Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte von Marius Felix Lange, 14.2.2014 Duisburg, Übernahme einer Produktion der Theater Bonn und Dortmund

8.  Werther von Jules Massenet, 25.4.2014 Düsseldorf

9.  Death in Venice von Benjamin Britten, 14.6.2014 in Düsseldorf

10.  Der Troll von Hauke Berheide, Uraufführung, 20.6.2014 Duisburg

15 Wiederaufnahmen:

Elektra von Richard Strauss, Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart, Carmen von Georges Bizet, Tosca von Giacomo Puccini, Peter Grimes von Benjamin Britten, Billy Budd von Benjamin Britten, The Turn of the Screw von Benjamin Britten, Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, Die Prinzessin auf der Erbse von Ernst Toch, Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart, Der Rosenkavalier von Richard Strauss, Norma von Vincenzo Bellini, Die Walküre von Richard  Wagner, Cavalleria Rusticana / Pagliaci von Pietro Mascagni / Rugggero Leoncavallo.
Deutsche Oper am Rhein / XERXES / © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / XERXES / © Hans Joerg Michel

5 Ballett-Premieren

Deutsche Oper am Rhein / Ein Deutsches Requiem © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Ein Deutsches Requiem © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Ein Deutsches Requiem © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Ein Deutsches Requiem © Gert Weigelt

Die Rheinopern-Compagnie stärkt 2013/14 ihre Positionierung als herausragendes Ballett mit  eindrucksvollen Choreographien (Premieren: b.16 – Afternoon of a Faun…: 29.9.2013  Düsseldorf (WA) – Premiere Duisburg  21.11.2013, b.17 – Uraufführung, b.18 – Episodes.. b.20 Deep Field – UA) und der Wiederaufnahme von Ein deutsches Requiem  Populäres, jugendaffines Handlungsballett, Nussknacker, Schneewittchen oder Schwanensee, findet man an der Rheinoper dagegen – noch –  nicht.

Höhepunkte der Spielzeit 2013/14 werden neben den Opern- und Ballettpremieren, die glanzvollen Open-Air Galas  Oper am Rhein für Alle  in Düsseldorf (aus dem Opernhaus live auf den Burgplatz übertragen) am 27.6.2014, und die 1. Haniel Klassik Open Air am 13.9.2013 vor dem Theater Duisburg sein.

Auffällig seit Jahren, bietet die Rheinoper auch 2013/14 großartiges für Kinder und Jugendliche: Mit der Familienoper Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte, die am 14. Februar 2014 im Theater Duisburg uraufgeführt und ab 27. Juni 2014 auch im Opernhaus Düsseldorf präsentiert wird, setzt die Deutsche Oper am Rhein ihre Serie der großen Opern für junges Publikum, die jährlich von rund 30.000 Besuchern begeistert genutzt wird, erstmals mit einem Auftragswerk fort. Komponist ist der Berliner Marius Felix Lange,  Regisseur Johannes Schmid. Diese Produktion bildet den Auftakt zu einer Kooperation mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn, die in den folgenden Jahren mit weiteren neuen Kinderopern fortgesetzt wird. Durch Familieneinführungen, Patenprojekte kommen auch interessierte Eltern nicht zu kurz (Anfragen: Karoline Philippi, Maike Fölling 0211 8925-289).  Die kommunale Rheinoper zeigt als Mit-Gestalter öffentlicher Bildung bei Kinder- und Jugendtheater besonders deutlich Flagge. 30.000 junge Besucher werden auch 2013/14 lautstark danken.

Die Rheinoper 2013/14:  Wieder auf Kurs, mit großen und starken Produktionen

IOCO / Viktor Jarosch / 15.Juli 2013

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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