Düsseldorf, Tonhalle, Igor Levit – Ein frohgesinnter Leserbrief, IOCO Zuschrift, 07.05.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Igor Levit  – Artist in Residence – Tonhalle Düsseldorf

Ein frohgesinnter Leserbrief

Der hochgeschätzte Pianist  Igor Levit wurde von der Tonhalle Düsseldorf ab  September 2021 zum Artist in Residence bestellt. Hier der link zum ausführlichen IOCO – Bericht zur Bestellung von Igor Levit.

Diese Bestellung hat in der IOCO Community und der Leserschaft eine außerordentliche Resonanz erzielt. So publizieren wir gerne, mit Genehmigung der Autorin Monique Wiethoff, ihren  Leserbrief, der unsere IOCO – Redaktion erreicht hat.

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Liebe IOCO Kultur Gemeinde,

wer schon das Buch Hauskonzert von Igor Levit und Florian Zinnecker  (Hanser Literaturverlage) zu Ende gelesen hat, wird gespürt haben, wie der Künstler zunehmend unter den Einschränkungen und Belastungen der Corona-Zeit gelitten hat. Umso mehr freuen wir uns, dass ihn nun die Tonhalle Düsseldorf zu ihrem Artist in Residence erwählt hat. Für uns Düsseldorfer ist das ein besonderes Geschenk.

Ich gehöre zu jenen, die Igor und seinem Spiel schon nach den ersten zwei Takten verfallen sind. Dass ich in den Genuss dieser zwei Takte kam und vieler (aber nie zu vieler) mehr, verdanke ich Wolfram Goertz. Ich denke, dass über Goertz eine besondere Beziehung von Igor Levit zu Düsseldorf entstanden ist.

Und diese Beziehung ist wohl so gelaufen: Wolfram Goertz ist nicht nur Musikkritiker und -Redakteur (u.a. DIE ZEIT, Rheinische Post), nicht nur Mediziner, Hochschullehrer und vieles andere. Goertz betreut auch kranke und bedürftige Musiker in Düsseldorf. Interdisziplinarische Ambulanz für Musiker-Medizin nennt sich das Projekt. Für seine Unterstützung organisierte er 2014 hier im Robert-Schumann-Saal ein Benefiz-Konzert, ausschließlich mit lieben Laien-Künstlern aus dem Düsseldorfer Umfeld. Etwas boshaft habe ich dies Konzert damals heimlich als „das rheinische Gartenlaubenkonzert“ bezeichnet. Aber, es gab eine Überraschung. Als letzten Programmpunkt kündigte uns Wolfram Goertz einen jungen Pianisten an, den er unlängst im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festival  interviewt hatte.

Anstelle so vieler Worte, zu denen Igor, wie wir nun wissen, inzwischen ebenso gut fähig ist, setzte er sich damals mit einem Lächeln an den Flügel und spielte auswendig eine Bach-Partita, faszinierend und lang – sie sind alle lang. Typisch für Igor („A Mensch“), dass er sich dann von Wolfram Goertz zu diesem Benefiz-Auftritt einladen ließ. Vermutlich war dies seine Ouvertüre in Düsseldorf.  Wieder Bach. Und was für ein Bach.

Während sich für mich als Kind das Wohltemperierte Klavier meines Vaters, wenn er aufs Mittagessen wartete, wie das Tackern einer emsigen Nähmaschine anhörte, gab es hier Stille und Heiterkeit. Und unmittelbar den Wunsch, viel mehr davon zu genießen. Tatsächlich gab es bald viel mehr im Rahmen der Ruhrfestspiele in Duisburg. Alle sechs Bach-Partiten, drei Stunden, auswendig, an einem warmen Sommer-Nachmittag und -Abend im rostig-kantigen Stahlmuseum. Der Kontrast zwischen den Relikten menschlicher Mühsal und einem geahnten Ewigkeitsklang konnte größer nicht sein. Da wusste ich bereits, dass Igor im folgenden Jahr wieder in Düsseldorf zu hören sein würde mit allen Beethoven-Sonaten, kostbaren acht Konzerten.

Und nun, nach langer Abwesenheit ist er zurück – als Artist in Residence an der Tonhalle Düsseldorf. Ich heiße Igor Levit zutiefst  willkommen!   Wenn ich dies auch nur von den hinteren Rängen aus rufen werde – Willkommen!  Auch die große IOCO Kultur Community schließt  sich diesem Willkommensgruß gern an.

Uns allen bald eine „open house“ – Tonhalle und „full house“ mit Igor Levit  wünscht,

Monique Wiethof

P.S. Igor Levit  hat in seinem oben erwähnten Hauskonzert auch geschrieben, dass er das Buch Radetzkymarsch von Joseph Roth gelesen hat. Also hab ich dies ihm nachgetan und liebe nun beide.

—| IOCO Aktuell Tonhalle Düsseldorf |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Düsseldorf, Tonhalle, Igor Levit – Artist in Residence, IOCO Aktuell, 05.05.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Igor Levit – Artist in Residence in der Tonhalle

Pianist Igor Levit ist in der Saison 2021/2022 Artist in Residence in der Tonhalle Düsseldorf. In acht Konzerten verteilt über acht Monate beweist Levit seine enge Bindung an das Konzerthaus. Als Vorgeschmack präsentiert die Tonhalle am 6. Mai 2021 um 20 Uhr den Star-Pianisten in einem exklusiven Livestream-Konzert. Der Soloabend mit Werken von Brahms und Beethoven wird Levits letzter Stream im öffentlichen Raum sein und kostenlos auf www.tonhalle.de und dem YouTube-Kanal der Tonhalle übertragen. Das Konzert bleibt anschließend einen Monat lang abrufbar.

Bei einer digitalen Pressekonferenz am heutigen Dienstag stellten Igor Levit, Intendant Michael Becker und Burkhard Glashoff, Geschäftsführer Konzert Theater Kontor Heinersdorff, die Motive und Pläne für die Residence vor, die die Tonhalle und KTK Heinersdorff gemeinsam präsentieren.

Igor Levit und die Tonhalle verbindet bereits eine jahrelange gemeinsame Geschichte, seit 2010 tritt der Pianist regelmäßig in dem Konzerthaus in Düsseldorf auf. Unvergessen bleibt u. a. Levits erster Beethoven-Zyklus überhaupt, als er in der Saison 2015/16 an acht Abenden sämtliche 32 Beethoven-Klaviersonaten in der Tonhalle spielte.

Für Igor Levit ist die Residence eine echte Herzensangelegenheit und »family affair«: »Mit wenigen Konzertsälen und Orten verbinde ich so viel Schönes wie mit der Tonhalle Düsseldorf. Hier durfte ich zum ersten Mal meinen Beethovenzyklus spielen, der extrem wichtig für mich war und enorm viel in meiner musikalischen Laufbahn ausgelöst hat. Hier verbindet mich eine enge Freundschaft zu Michael Becker und Burkhard Glashoff. Nun Artist in Residence in Düsseldorf zu werden, erfüllt mich mit allergrößter Freude, und ich kann es kaum erwarten, das Publikum in der Tonhalle wiederzusehen!«

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Igor Levit war unter den ersten Künstlern, die auf die Coronakrise musikalisch reagiert haben. Bereits ab Mitte März 2020 streamte er regelmäßig live auf Twitter und Instagram über 50 »Hauskonzerte« aus seiner Berliner Wohnung. Levit umschreibt sich selbst als »Bürger, Europäer, Pianist« und ist für seinen Einsatz für Menschenrechte und Gerechtigkeit genauso bekannt wie für seine musikalische Meisterschaft. So widmete er seinen Beethoven-Zyklus 2015 in der Tonhalle den Menschen, »die unverschuldet ohne Hab und Gut gezwungen wurden, ihre Freiheit aufzugeben, ihr Leben aufzugeben, ihr Haus aufzugeben, ihre Heimat aufzugeben«. Levit appellierte an das Publikum, Neuankömmlinge und ihre ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen und sich gegen »die gefährlichen, unmenschlichen, faschistoiden, radikalen Rattenfänger und deren Mitläufer« zu wehren. Als Levit den Opus Klassik als »Instrumentalist des Jahres 2019« gewann, widmete er seinen Preis den Opfern des Terroranschlags von Halle. In einem Interview mit der Wochenzeitung ›Die Zeit‹ gab er zu Protokoll, er wolle »nicht nur der Mann sein, der die Tasten drückt«. Durch sein politisches Engagement findet Levit Gehör weit über die Konzertbühnen hinaus.

IGOR LEVIT – HIER – Live-Stream Konzert am 6.5.2021 – 20.00 Uhr
Tonhalle Düsseldorf
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

»Igor Levit passt wie angegossen zur Tonhalle«

Intendant Michael Becker kennt Igor Levit noch aus dessen Jugendzeit in Hannover und begleitet seinen künstlerischen Weg bereits seit vielen Jahren. »Igor Levit passt wie angegossen zur Tonhalle: Er ist ein Mensch, der auch jenseits seiner Kunst unablässig kommuniziert und so auch außerhalb der Musikwelt viel bewegt. Die Tonhalle ist ein kommunizierendes Konzerthaus, das sich nicht nur seinem Publikum, sondern der Gesellschaft eng verbunden fühlt. Sie verleiht einen Menschenrechtspreis, bietet eine Plattform für die Freie Szene, unterstützt gewaltfreie Erziehung und erreicht auch während des Lockdowns Hunderttausende mit gestreamten Live-Konzerten«, so Becker.

Auch Burkhard Glashoff unterstreicht Levits Ausnahmestellung: »Ich kenne wenige Künstler, die so neugierig und vielseitig interessiert sind wie Igor Levit. Daher freut es mich besonders, dass Igor im Rahmen seiner Residence in der Tonhalle ein breites Spektrum seines künstlerischen Wirkens präsentieren wird

Tonhalle Düsseldorf / Igor Levit hier Hauskonzerte © Felix Broede

Tonhalle Düsseldorf / Igor Levit hier Hauskonzerte © Felix Broede

1987 in Nizhni Nowgorod, Russland, ehemals auch Gorki genannt, an der Wolga gelegen, geboren, siedelte Igor Levit im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland um. Sein Klavierstudium in Hannover absolvierte er mit der höchsten Punktzahl in der Geschichte des Instituts. Für sein politisches Engagement wurde Igor Levit 2019 der 5. Internationale Beethovenpreis verliehen. Im Januar 2020 folgte die Auszeichnung mit der »Statue B« des Internationalen Auschwitz Komitees anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz. Im Oktober 2020 verlieh ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.

Igor Levit ist »Artist of the Year 2020« der Gramophone Classical Music Awards, Musical America’s »Recording Artist of the Year 2020« und Preisträger des »2018 Gilmore Artist Award«. Im November 2020 erfolgte die Nominierung für einen Grammy in der Kategorie »Best Classical Instrumental Solo«. Die New York Times beschrieb Igor Levit als einen der »bedeutendsten Künstler seiner Generation«, die ›Süddeutsche Zeitung‹ als »Glücksfall« für das heutige Konzertgeschehen. Seit 2019 ist er Professor für Klavier an seiner Alma Mater, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Levit gastiert mit den weltweit führenden Orchestern, unter anderen mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra oder dem New York Philharmonic. Er spielte Europa-Tourneen mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalleorchester Zürich und dem Pittsburgh Symphony Orchestra. Rezitals führen ihn regelmäßig zur Carnegie Hall, zum Concertgebouw Amsterdam und dem Wiener Musikverein. Levit macht immer wieder auch mit Musikprojekten abseits der klassischen Konzertbühnen von sich reden, zum Beispiel mit der aufsehenerregenden Inszenierung von Bachs Goldberg-Variationen gemeinsam mit der Performance-Künstlerin Marina Abramovi? 2015 in New York.

IGOR LEVIT – Die Mondscheinsonate – Beethoven: Sonata No. 14, Op. 27 No. 2,
Sony Classical
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Im Laufe von Levits Residence 2021/22 an der Tonhalle Düsseldorf darf sich das Publikum auf Symphoniekonzerte, Kammermusik und Soloabende mit ihm freuen, auf Kollaborationen mit den Düsseldorfer Symphonikern unter Adam Fischer, dem Orchestre de Paris unter Manfred Honeck und dem Mahler Chamber Orchestra unter Elim Chan, auf Werke von Beethoven, Brahms, Bartók, Reger, Gershwin, Schostakowitsch, Stevenson und Bolcom.

Den Auftakt zur Residence bildet bereits am Donnerstag, 6.6.2021, ein besonderer Livestream aus der Tonhalle. Igor Levit spielt einen Soloabend mit Stücken, die er sehr mit dem vergangenen Jahr verbindet: »Brahms’6 Choralvorspiele‹ und ›Vier ernste Gesänge‹, arrangiert von Max Reger, sind fast nie auf den Konzertbühnen zu hören. Ich habe sie während des Corona-Lockdowns in einem meiner ›Hauskonzerte‹ gespielt, und zu kaum einem Programm habe ich mehr positive Zuschriften erhalten. Es sind Selbst-Begegnungen und Stücke, die eigentlich keinen Applaus brauchen. « Außerdem wird Beethovens Klaviersonate Nr. 31 As-Dur zu hören sein.

Streams brauche ich nicht mehr, ich bin ihrer müde

Levit kündigte während der Pressekonferenz vom 4.5.2021 an, dass der Livestream in der Tonhalle Düsseldorf sein letzter im öffentlichen Raum sein werde: »Streams brauche ich nicht mehr, ich bin ihrer müde. Sicherlich werde ich noch Konzerte aus dem privaten Rahmen meines Zuhauses live übertragen, aber nicht mehr von einer Konzertbühne. Dieses Solo-Programm in der Tonhalle bildet den perfekten Abschluss und es kommt von Herzen – ein anderes Programm hätte ich nicht mehr im Livestream gespielt.«

—| IOCO Aktuell Tonhalle Düsseldorf |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Essen, Philharmonie Essen, Geigenstar Julia Fischer – Sir Antonio Pappano, 11.11.2020

Oktober 16, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

logo_philharmonie_essen

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Geigenstar Julia Fischer – Mozart mit der Accademia Nazionale

Auftakt der Residenz von Sir Antonio Pappano am 11. November 2020 in der Philharmonie Essen

Julia Fischer ist anstatt der Pianistin Yuja Wang zu Gast, die ihren Auftritt absagen musste. Es wird ein künstlerisches Gipfeltreffen: am Pult Sir Antonio Pappano, musikalischer Leiter der Londoner Oper und Chef der römischen Accademia Nazionale di Santa Cecilia – des italienischen Vorzeigesinfonieorchesters.

Philharmonie Essen / Julia Fischer © Uwe Arens

Philharmonie Essen / Julia Fischer © Uwe Arens

An seiner Seite die Geigenvirtuosin und Musikprofessorin Julia Fischer, die regelmäßig mit internationalen Top-Orchestern wie den Wiener Philharmonikern oder dem New York Philharmonic auftritt. Am Mittwoch, 11. November 2020, um 20 Uhr sind beide nun gemeinsam mit der Accademia Nazionale in der Philharmonie Essen zu erleben. Julia Fischer wird anstatt der Pianistin Yuja Wang zu Gast sein, die ihren Auftritt absagen musste. Das Konzert ist zugleich der erste Auftritt von Sir Antonio Pappano als Artist in Residence der Philharmonie Essen in dieser Spielzeit. Im Mittelpunkt des Abends stehen zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart: Julia Fischer wird das fünfte Violinkonzert A-Dur (KV 219) interpretieren, außerdem erklingt die Sinfonie Nr. 35 D-Dur (KV 385), auch bekannt als „Haffner-Sinfonie“. Einleiten wird das Orchester das Konzert zuvor mit der Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur, op. 9 von Arnold Schönberg.

Philharmonie Essen / Antonio Pappano © Ianniello Musacchio

Philharmonie Essen / Antonio Pappano © Ianniello Musacchio

Sir Antonio Pappano ist ein Kosmopolit: geboren in London, Sohn italienischer Eltern, Studium in den USA. Seit 2002 ist er musikalischer Leiter der Royal Opera in London, seit 2005 Chefdirigent der Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma, dem wichtigsten italienischen Sinfonieorchester. Als Gast ist er weltweit gefragt, ob bei den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra aus Amsterdam oder dem New York Philharmonic. Im Rahmen seiner Künstlerresidenz wird er insgesamt sechs Mal in der Philharmonie Essen zu erleben sein – neben Auftritten mit der dem Orchester und dem Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe auch als Pianist in einem kammermusikalischen Programm.

Karten (€ 25,00-65,00) sind erhältlich im TicketCenter (II. Hagen 2, 45127 Essen), unter Tel. 0201/81 22-200, per E-Mail unter tickets@theater-essen.de sowie online unter www.theateressen.de. Der Vorverkauf über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen ist aktuell nicht möglich.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Augsburg, Theater Augsburg, Programm der kommenden Spielzeit 2020/21

Mai 22, 2020 by  
Filed under Pressemeldung, Spielpläne, Theater Augsburg

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

augsburg.jpg

Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

»Eigensein«

Staatstheater Augsburg präsentiert Programm der kommenden Spielzeit 2020/21

Am 16.05.2020 hat das Staatstheater Augsburg im Livestream der »ananas@home«-Sondersendung »Wetten, dass … wir spielen!« das Programm der kommenden Spielzeit bekannt gegeben. In Talkrunden gaben Staatsintendant André Bücker und Leitungsmitglieder der vier Sparten Schauspiel, Musiktheater, Konzert und Ballett Einblicke in die geplante Saison, mit ihren Premieren und Konzerten, dem Spielzeitmotto sowie den derzeitigen Rahmenbedingungen für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Das übergreifende Spielzeitmotto »Eigensein« lädt dabei zu Reflektionen gegenwärtiger Lebenssituationen und gesellschaftlicher Themen ein und wird auf verschiedene Weise in den Produktionen der kommenden Spielzeit widergespiegelt. So geht es etwa um Wohn- und Lebensbedingungen, wie in der Operette »Moskau, Tscherjomuschki« von Dmitri Schostakowitsch. Aber auch die Selbstreflektion und die Rolle der Wissenschaft in unserer Gesellschaft sind Thema: Beides ist in Zeiten der Corona-Krise von ganz neuer Aktualität und wird z.B. in der Komödie Die Physiker« von Friedrich Dürrenmatt, beleuchtet. Im Musiktheater und Ballett finden sich einige Titel, die eigentlich bereits in der aktuellen Spielzeit Premiere gehabt hätten. Diese werden nun vorgeprobt und im Herbst zur Aufführung gebracht.

Theater Augsburg / Wetten dass, ... wir spielen! © Staatstheater Augsburg

Theater Augsburg / Wetten dass, … wir spielen! © Staatstheater Augsburg

Möchten Sie die Spielzeit-Show »Wetten dass, … wir spielen!« (Samstag, 16.5.) noch einmal sehen? Mit diesem Klick geht’s los:

https://staatstheater-augsburg.de/spielzeitpraesentation_20

Im Schauspiel können die bereits vor der Corona-Krise geplanten Inszenierungen rund um die Themen Vereinzelung und Rückzug ins »Eigensein« weitestgehend wie vorgesehen gespielt werden, so auch die beiden deutschsprachigen Erstaufführungen, Neil LaButes »Die Antwort auf alles« und »Wittgensteins Mätresse« nach dem Roman von David Markson. Neu hinzugekommen ist eine Bühnenbearbeitung von Thomas Manns »Zauberberg«. Das Schauspiel steuert zudem einen Liederabend, das Weihnachtsmärchen und – ganz neu in dieser Saison – ein Sommertheater bei.

Mit Christoph Willibald Glucks Oper »Orfeo ed Euridice«, als Kombination aus Live-Inszenierung und VR-Erlebnis, wird die Musiktheatersaison im martini-Park eröffnet. Insgesamt vier Produktionen dieser Sparte sind geplant. Dabei können, wie auch in den anderen Sparten, durch die auferlegten Abstands- und Hygiene-Regeln wesentlich weniger Zuschauer als bisher die Vorstellungen besuchen. Um dennoch möglichst vielen Interessierten Gelegenheit zu geben, daran teilzunehmen, wird es von jeder Produktion mehr Vorstellungen geben als bisher. Als größte Produktion im Musiktheater ist für Mai 2021 die Uraufführung des spartenübergreifenden Oratoriums »Das Ende der Schöpfung« geplant, mit dem der zeitgenössische Komponist Bernhard Lang sich auf Haydns berühmte »Schöpfung« bezieht.

Das Augsburger Ballett startet mit Franz Schuberts Liederzyklus »Die Winterreise« in die neue Spielzeit. In seiner Choreographie hat Ballettdirektor Ricardo Fernando 24 einzelne Bilder zu einer großen Erzählung zusammengefügt, inspiriert von der starken szenischen Kraft der melancholischen Lieder Franz Schuberts. Geplant sind weitere einzigartige Ballettabende, wie etwa »Creations«, die »Internationale Ballett-und Tanzgala« oder auch die nachgeholte Premiere von »Dimensions of Dance. Part 3«.

Die Augsburger Philharmoniker arbeiten in der kommenden Spielzeit wieder mit einem sehr erfolgreichen, in Augsburg ansässigen Künstler zusammen: Dem Pianisten Jewgeny Konnov, der als Artist in Residence mehrere Konzerte mitgestalten wird.  Für weitere Sinfoniekonzerte konnten Solisten mit ganz ungewöhnlichen Soloinstrumenten gewonnen werden, wie etwa der Bandoneon-Spieler Christian Gerber oder Saxophonist Christian Segmehl. Bekannt für seine Dynamik und positive Energie, gestaltet Klezmer-Klarinettist Giora Feidman gemeinsam mit dem Orchester das Abschlusskonzert der Saison. Mit Markus Bosch und der Estin Anu Tali sind in dieser Saison zwei renommierte Gastdirigenten am Pult zu erleben.

Noch in der aktuell laufenden Spielzeit wird das Staatstheater Augsburg zu einem Freiluft-Sommertheater auf die große Wiese im martini-Park einladen, ein neues Format, das in der Spielzeit 2020/21 mit »Cyrano de Bergerac« fortgeführt wird.

Gegen Ende der kommenden Spielzeit bringt das Staatstheater mit »Chicago« eines der begehrtesten Broadway-Musicals aller Zeiten auf die Freilichtbühne am Roten Tor. Außerdem wird, zu Ehren des 500-jährigen Jubiläums der Fuggerschen Stiftungen, auch das Fugger-Musical »Herz aus Gold« wiederaufgenommen.

Auch in der neu geschaffenen fünften Sparte »#Digitaltheater« werden in der Spielzeit 2020/21 gleich eine ganze Reihe von Inszenierungen angeboten, mit denen sich per VR-Brille ein spannender Theaterabend zuhause verbringen lässt.

Da wegen der notwendigen Abstandsregeln weniger Plätze im Zuschauerraum zur Verfügung stehen werden, wird das gewohnte Festplatz-Abo in der kommenden Spielzeit vorübergehend durch Scheckabos ersetzt. »Wir hoffen und sind zuversichtlich, dass unsere treuen Abonnent*innen nicht von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und ihre bestehenden Abonnements auch unter den Corona angepassten Bedingungen weiterlaufen lassen.«, meint Intendant André Bücker. Der Besucherservice nimmt schon bald Kontakt zu den betreffenden Theaterfans auf.

Gemäß ihrem Motto »Wetten dass, … wir spielen!«  endete die Spielzeit-Show am Samstagabend mit einer Wette: André Bücker kündigte an, dass es dem Staatstheater Augsburg mit Hilfe seines Publikums gelingen werde, den größten Online-Chor Bayerns zu mobilisieren. Zum Mitsingen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Proben und Aufführungen finden per Zoom statt. Informationen dazu sind in Kürze auf der Homepage des Staatstheaters nachzulesen.

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung