Dortmund, Oper Dortmund,MUSIK AUF RÄDERN, Mai 2020

Mai 7, 2020 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Theater Dortmund startet Konzertformat
MUSIK AUF RÄDERN

Ab 5. Mai 2020, startet das Theater Dortmund das der Corona-Pandemie angepasste Konzertformat MUSIK AUF RÄDERN. An verschiedenen Standorten in Dortmund werden die Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker jeweils um 16 Uhr kleine Live-Konzerte von ca. 20 Minuten Dauer geben. Die Abstandsregelungen werden eingehalten. Mit dem Programm kommt das Theater Dortmund vor allem zu den Menschen, die aufgrund ihrer Identifizierung als Risikogruppe besonders in ihrem Bewegungsfreiraum eingeschränkt sind. Der erste Auftritt findet mit der Sopranistin Irina Simmes vor dem Seniorenwohnsitz „Kreuzviertel“ 44139 Dortmund-Kreuzviertel, Kreuzstraße 68 / Ecke Lindemannstraße statt.

Oper Dortmund / Im weissen Rössl - Matthias-Störmer, Irina-Simmes © Anke Sundermeier

Oper Dortmund / Im weissen Rössl – Matthias-Störmer, Irina-Simmes © Anke Sundermeier

Die Corona-Krise zwingt das Theater Dortmund, bis zum Ende der Spielzeit keine Vorstellungen mehr auf den Bühnen des Opern- und Schauspielhauses sowie im Kinder- und Jugendtheater anzubieten. Um jedoch Interessentinnen und Interessenten klassischer Musik eine Möglichkeit zu geben, Live-Vorstellungen zu erleben, wird das Theater Dortmund mit einem mobilen Programm an ausgesuchten Plätzen und Örtlichkeiten in Dortmund musizieren. Das Theater Dortmund nimmt mit dem Programm MUSIK AUF RÄDERN auch seine soziale Verantwortung wahr, indem es vorrangig vor Seniorenheimen spielen wird. Gerade Senioren sind aufgrund ihrer Identifizierung als Risikogruppe besonders in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das Theater Dortmund möchte damit, diesen Menschen ein Stück Alltag und Normalität wiedergeben. Das Programm besteht aus zwei bis drei musikalischen Darbietungen von ca. 20 Minuten Dauer.

Auch wenn das Streaming Angebot der Theater stetig ausgebaut wird, ist doch die Nachfrage nach Live-Vorstellungen groß und macht die Einzigartigkeit von Theater aus. Das Programm findet zwei Mal in der Woche, dienstags und donnerstags, statt und wechselt zwischen der Oper und den Philharmonikern. Bei dem Vorhaben, das mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt ist, wird gewährleistet, dass alle Maßgaben der Abstandswahrung eingehalten werden.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Don Quixote – Leonid Yacobson, 13. / 14.09.2019

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Don Quixote – Ballettgastspiel – 13. / 14. September

„Klassisches Ballett trifft spanisches Feuer“

2016 begeisterte das Leonid Yacobson Ballet das Darmstädter Publikum mit dem Nussknacker, nun sind sie auf Einladung des Hessischen Staatsballetts erneut zu Gast mit Don Quixote.

Der internationale Ballettstar Johan Kobborg bringt mit seiner eigenen Fassung eine frische Note in den zeitlosen Stoff – ohne dabei die Vorlage von Marius Petipa aus den Augen zu verlieren: Klassisches Ballett mischt sich mit feurigen, dynamischen Bewegungen. Für Spanienflair sorgt das von Jérôme Kaplan entworfene Bühnenbild.

Neben Engagements am Danish Royal Ballet oder dem London Royal Ballet, Covent Garden gastierte der international erfolgreiche Choreograf Johan Kobborg im La Scala Theater in Mailand oder am Mariinsky und Bolshoi Theater. Don Quixote ist seine erste Ballettproduktion in St. Petersburg und die erste Zusammenarbeit mit dem Leonid Yacobson Ballet. Die Produktion ist Teil des Programms Russian Seasons zur Präsentation russischer Kultur.

Don Quixote, Ballettgastspiel 13. & 14. September, 19:30 Uhr / Einzelkarten 13,50 bis 61 Euro

—| Pressemeldung Staatstheater Darmstadt |—

Essen, Theater und Philharmonie Essen, Premiere Schließ deine Augen – Rien ne va plus, 27.03.2019

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Theater und Philharmonie Essen

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus - Benjamin Hoffmann, Larissa Machado © Diana Küster

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus – Benjamin Hoffmann, Larissa Machado © Diana Küster

Oper, Ballett und Schauspiel mit gemeinsamer Uraufführung

Premiere von „Schließ deine Augen – Rien ne va plus!“ im Rahmen der TUP-Festtage Kunst? am Mittwoch, 27. März 2019, um 19 Uhr in der Casa des Schauspiel Essen

Wie vielfältig das Angebot der Theater und Philharmonie Essen ist, das präsentieren die Sparten Aalto-Musiktheater, Aalto Ballett Essen, Essener Philharmoniker, Philharmonie Essen und Schauspiel Essen seit 2016 alljährlich während der TUP-Festtage Kunst?. In diesem Jahr findet diese ungewöhnliche Leistungsschau vom 22. bis 31. März 2019 statt. Und sie wartet zudem mit einem Novum auf: Zum ersten Mal entsteht unter dem Titel „Schließ deine Augen – Rien ne va plus!“ ein spartenübergreifendes Projekt gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern des Aalto-Musiktheaters, der Ballett-Compagnie und des Schauspiels.

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus - Anne Stein, Yannick Heckmann © Diana Küster

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus – Anne Stein, Yannick Heckmann © Diana Küster

Die Premiere der Uraufführung findet am Mittwoch, 27. März 2019, um 19 Uhr in der Casa des Schauspiel Essen statt. In der Inszenierung setzen sich die beiden Regisseure Marijke Malitius und Sascha Krohn, Choreograf Igor Volkovskyy und Ausstatterin Gesa Gröning mit Fragen auseinander, die sich wohl jeder schon einmal selbst gestellt hat: Was passiert, wenn wir ewig Kind bleiben? Wenn wir die Augen schließen und einfach nicht erwachsen werden? Wenn wir uns eine Welt erträumen, in der unsere eigenen Regeln herrschen und wir nicht mehr den Machtstrukturen der Erwachsenenwelt unterworfen sind? Der Titel ist angelehnt an den Themenschwerpunkt der diesjährigen TUP-Festtage: „Rien ne va plus“ – Nichts geht mehr. Unter diesem Motto werden aufs Spiel gesetzte Schicksale dort betrachtet, wo das Spiel der Wahrheit so nahe kommt, wie nirgendwo sonst: auf der Bühne.

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus - Sena Shirae, Larissa Machado, Anne Stein © Diana Küster

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus – Sena Shirae, Larissa Machado, Anne Stein © Diana Küster

Im ersten Teil von „Schließ deine Augen – Rien ne va plus!“ untersucht das junge Regieteam Maurice Maeterlincks „Tintagiles Tod“, in dem ein Kind verzweifelt versucht, gegen die Machtstrukturen der Erwachsenenwelt anzukämpfen, der Unausweichlichkeit des Schicksals jedoch nicht zu entkommen vermag. Denn die Unschuld lässt sich nicht für immer bewahren, das Erwachsenwerden selbst scheint unausweichlich. Im Mythos des Märchenhelden Peter Pan steht hingegen die völlige Ablehnung der Erwachsenenwelt im Fokus. In der Utopie des „Neverland“ bleiben die Kinder ewig jung. Doch der Preis ist hoch: Das Vergessen, das Ausblenden jeglicher Erinnerung an die eigene Herkunft … Was zunächst wie ein Hohelied auf die Kindheit anmutet, nimmt beunruhigende Dimensionen an. Denn auch der Versuch, ewig Kind zu bleiben, kann zum Zwang werden und Gewalt mit sich bringen.

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus - Sena Shirae, Benjamin Hoffmann, Christopher Bruckman, Larissa Machado, Anne Stein © Diana Küster

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus – Sena Shirae, Benjamin Hoffmann, Christopher Bruckman, Larissa Machado, Anne Stein © Diana Küster

Inszenierung Sascha Krohn, Marijke Malitius | Choreografie Igor Volkovskyy
Ausstattung Gesa Gröning | Dramaturgie Svenja Gottsmann, Carola Hannusch
Mit Christopher Bruckman (Klavier) | Yannick Heckmann (Schauspieler) | Anne Stein (Schauspielerin) Benjamin Hoffmann (Gesang) | Larissa Machado (Tanz) | Sena Shirae (Tanz)

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus - Sena Shirae, Yannick Heckmann, Christopher Bruckman, Larissa Machado, Benjamin Hoffmann, Anne Stein © Diana Küster

Theater und Philharhonie Essen / Schließ deine Augen – Rien ne va plus – Sena Shirae, Yannick Heckmann, Christopher Bruckman, Larissa Machado, Benjamin Hoffmann, Anne Stein © Diana Küster

Premiere Mittwoch, 27. März 2019, 19:00 Uhr, Schauspiel Essen, Casa

Weitere Vorstellungen 30. März, 5. Mai 2019

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Essen |—

Dortmund / Konzerthaus Dortmund, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Yannick Nézet-Séguin, IOCO Kritik, 25.10.2015

Oktober 28, 2015 by  
Filed under Konzerthaus Dortmund, Kritiken

Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund / Yannick Nezet-Seguin( © Harald Hoffmann DG

Konzerthaus Dortmund / Yannick Nezet-Seguin( © Harald Hoffmann DG

Rotterdam Philharmonic Orchestra, Yannick Nézet-Séguin,
Sarah Connolly, Robert Dean Smith:  Beethoven + Mahler

Der Kanadier Yannick Nézet-Séguin gehört inzwischen zu den Stars an den Dirigentenpulten. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Musikdirektor des renommierten Philadelphia Orchestra. Es gibt kaum einen Klangkörper von Rang, mit dem er nicht konzertiert hätte. Sehr eng ist seine Zusammenarbeit mit dem 1918 gegründeten Rotterdam Philharmonic Orchestra, mit dem er in dieser Saison eine Nordamerika-Tournee machte. [Von Yannick Nézet-Séguin wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Nun kam er mit den Rotterdamern ins Konzerthaus nach Dortmund, wo er seit der letzten Spielzeit eine Residence hat, die unter dem Motto The YANNICK Experience läuft. Im Laufe dieser Residenz wird er hier noch mit verschiedenen Orchestern zu erleben sein, unter anderem mit Werken von Bruckner, Wagner Mendelssohn und anderen.

Er begann an diesem frühen Abend mit einem der wohl populärsten Werke der klassischen Musik. Beethovens 6. Sinfonie, die sogenannte Pastorale, ist nicht nur ausgemachten Klassik-Freaks bekannt. Die idyllische Landpartie mit der eingängigen Melodik liebt jeder.

Nézet-Séguin nahm den einleitenden Allegro-Satz sehr zügig, die Vorfreude auf die “heiteren Gefühle bei Ankunft auf dem Lande“ begannen schon sehr früh sich auszubreiten. Wunderschön geriet den exzellenten Streichern des Orchesters das anmutige Thema der Geigen, das auf einer Fermate verharrt.

Wohlig zurücklehnen ist angesagt im zweiten Satz. Man ergötzt sich an den Naturlauten und nimmt befriedigt die Präzision im Zusammenspiel der einzelnen Orchestergruppen wahr.

Das lustige Zusammensein der Landleute im 3. Satz Allegro wird von Nézet-Séguin und dem Orchester genüsslich zelebriert.  Prächtig geriet auch der Finalsatz. Beethoven hat mit den einfachsten Mitteln das Wüten der Naturgewalten geschildert. Der Dirigent und das Orchester setzten hier scharfe Akzente, um dann höchst sensibel das ruhige Finale mit dem traumschönen Hirtengesang anzugehen.

Nach dieser sehr schönen Interpretation hatte auch das Publikum im Haus dankbare Gefühle nach dem Sturm. Der Beifall zur Halbzeit wollte kein Ende nehmen.

Nach der Pause erklang Das Lied von der Erde für Alt, Tenor und Orchester von Gustav Mahler. Das Leben, dargestellt als ein langer Abschied. Diese sechs Orchesterlieder sind mit das schönste, was Mahler komponiert hat.  Das 1909 uraufgeführte Werk fußt auf einer Sammlung altchinesischer Lyrik in der Übersetzung von Hans Bethge.

Schon in der Einleitung zum ersten Lied spürte man, dass auch Mahlers Musik bei Nézet-Seguin in den besten Händen ist. Das Orchester spürte jede Regung, jeden Impuls, der vom Pult ausging. Bestechend war die große Farbigkeit in den einzelnen Gruppen des superben Orchesters. Faszinierend geriet der satte Klang und die sagenhafte Transparenz bei den Blechbläsern. Das waren Eindrücke, die unauslöschlich bleiben.

Konzerthaus Dortmund / Sarah Connolly © Peter Warren

Konzerthaus Dortmund / Sarah Connolly © Peter Warren

Zwei ausgezeichnete Gesangsleistungen trugen zu dieser vollendeten Darbietung des grandiosen Werkes bei.

Die Alt-Partie übernahm die englische Mezzosopranistin Sarah Connolly, eine der profiliertesten Opern- und Konzertsängerinnen derzeit. Connolly beeindruckt nicht nur durch den Umfang ihrer Stimme, sondern auch durch deren aparte Farbe und ihre außerordentliche Gestaltungskraft.

Zu erwähnen ist auch ihre enorme Textverständlichkeit. Das letzte Lied Abschied, gehörte durch die Dichte der Empfindung, zu den Höhepunkten des Abends.

Konzerthaus Dortmund / Smith © Photopulse

Konzerthaus Dortmund / Smith © Photopulse

Kraftvoll  wenngleich niemals sein lyrisches Fundament verlassend, sang Robert Dean Smith die drei Tenor-Lieder und ließ sich auch im dicksten Tutti der Begleitung niemals zum forcieren verleiten. Der im amerikanischen Kansas geborene Sänger, der 1997 als Stolzing bei den Bayreuther Festspielen debütierte, ist im Laufe der Jahre ein gefragter Interpret geworden. Auch er war sehr textverständlich und bestach durch intensive Gestaltung.

Wir erlebten eine großartige Wiedergabe dieses grandiosen Werkes und es wurde vom Publikum, im so gut wie ausverkauften Haus, frenetisch bejubelt.

IOCO / UGK / 25.10.2015

—| IOCO Kritik Konzerthaus Dortmund |—

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