escape into the beautiful – Jenni Reineke, IOCO – CD-Rezension, 19.04.2019

April 21, 2019 by  
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escape into the beautiful - CD Cover © Kristina Bastelj

escape into the beautiful – CD Cover © Kristina Bastelj

 escape into the beautiful  

 CD-Debut  :  Jenni Reineke – Yoana Varbanova

von Gabi Förster

Mit ihrer Debüt-CD escape into the beautiful kleiden die Mezzosopranistin Jenni Reineke und die Schlagzeugerin Yoana Varbanova das Genre des Kunstliedes in ein neues Gewand: In vier Zyklen zeitgenössischer Originalwerke spiegeln sich die Gedichte vom Hohelied der Liebe bis hin zu moderner Lyrik in ungewohnten klanglichen Sphären wider. Die Komponisten aus Nord- und Mittelamerika erweitern das Genre des Kunstliedes mit seinen Ausdrucksmöglichkeiten in Gesang und Instrument um die vielfältige Sprache der Percussion.

IOCO stellt vor:    escape into the beautiful  –  Vom Hohelied der Liebe bis zu moderner Lyrik – In archaischer, experimenteller, exotischer und bekannt anmutender Instrumentation

Von archaischer bis hin zu experimenteller, exotischer und dann wieder bekannt anmutender Instrumentation wird der Gesang hier getragen, dort umspielt. Wie es charakteristisch für das Kunstlied ist, tragen beide Musikerinnen auf Ihre Weise und gleichsam in Einheit für die Interpretation der Texte Verantwortung. Für escape into the beautiful  erweiterte die slowenische Künstlerin Kristina Bastelj die Gestaltung von CD und Booklet mit ihren subtilen Illustrationen zusätzlich um eine visuelle Dimension. So bieten zarte Details in schier unerschöpflichen Farbspektren einen optischen Einstieg in die Atmosphäre der Lieder. Sie spüren ihrer Fragilität und Sinnlichkeit nach und greifen sowohl ihre Innerlichkeit sowie die äußere Szenerie zeichnerisch auf. Nichtsdestotrotz inspirieren und ermutigen sie die Vorstellungskraft, eigene Wege einzuschlagen.

Mit Lynn Glassocks (*1946) „Five Songs for Voice and Marimba“ auf Gedichte von Emily Dickinson (1830 – 1886) wird die CD eröffnet. Die Wahl des Instruments Marimba für alle fünf Lieder lässt das Ohr zunächst unkompliziert auf die ungewohnte Klangwelt fokussieren, die sich im Laufe der kommenden Zyklen weiter entfalten wird. In der ersten Liedgruppe wird die Aufmerksamkeit durch den sparsamen Einsatz der Marimba ganz auf die Poesie der fünf sehr unterschiedlichen, teilweise die Dur-Moll-Tonalität verlassenden Stücke gelenkt.

Die verzauberte Sprache der Dichterin Emily Dickinson lässt wenig ahnen von der Zurückgezogenheit und Krankheit, die ihr Leben prägten. Leichtfüßig öffnet sie Türen in rätselhafte Welten von fremder Schönheit, in der die Wirklichkeit sanft widerscheint. Auch musikalisch dem Augenscheinlichen entrückt, entstehen in schlichter Instrumentierung  dem Text  verhaftete Miniaturen. Wie wunderliche Mikrokosmen leuchten sie aus sich selbst heraus, fordern die Vorstellungskraft auf ihre eigentümliche Weise und belohnen sie reich. Mit vergnügtem Schmunzeln, schmerzlichem Seufzen oder blankem Wundern.

Jenni Reineke und Yoana Varbanova © Winfried Hyronimus

Jenni Reineke und Yoana Varbanova © Winfried Hyronimus

Mit den Sky Songs des Amerikaners Gene Koshinsky (*1980) wird die Marimba gegen das Hauptinstrument Vibraphon getauscht. Dessen heller, metallischer Klang hat eine besonders schwerelose Wirkung, die sich perfekt mit den Gedichten Carl Sandburgs (1878 – 1967) verbindet. Der Einsatz eines Cello-Bogens an den Platten des Vibraphons im ersten Stück (Child Moon) sorgt für geradezu kosmische Klänge, während im zweiten Stück Summer Stars das Vibraphon schweigt und Yoana Varbanova sich geschickt eine Gitarre zu Eigen macht. Helles Aufblitzen von drei Crotales und rhythmische Improvisation auf dem Korpus des Zupfinstrumentes lassen die Stimmung einer warmen Sommernacht aufflackern. Im dritten Stück – Sunsets – ist die vielseitige Schlagzeugerin wieder zurück am Vibraphon, diesmal jedoch bereichert um ein Set-Up aus Kongas und großer Trommel sowie eine die Konsonanten der Sängerin imitierende Maracas.

In den drei seit unterschiedlichen Liedern greift die Poesie Carl Sandburgs in der Einfachheit alltäglicher Momente nach den Sternen. Sehnsüchtig wirft sie ihren Blick aufs Firmament, das in der phantasievollen Instrumentation Gene Koshinskys zu klingen beginnt. Neugierig staunend beim Anblick des fernen Mondes, erleuchtet von der pulsierenden Kraft des Sommersternenhimmels oder vom goldenen Licht eines Sonnenunterganges umtanzt – farbenreich und von archaischen Rhythmen geprägt entstehen kleine musikalische Universen. Befreit von strengen stilistischen Regeln beschreiten sowohl die Stimme als auch das Instrumentarium hier unbekannte Wege. Der klangliche Einfallsreichtum des Komponisten inspiriert und lässt beiden Musikerinnen Platz für Ursprünglichkeit und Intuition der beiden ältesten musikalischen Traditionen der Menschheitsgeschichte: Gesang und Schlagwerk.

In der dritten Liedgruppe wendet sich der Mexikaner Jorge Vidales (*1969) fernöstlicher Poesie zu. Die Four Basho Haiku fokussieren sich einzig auf die virtuosen Möglichkeiten des Vibraphons. War es im vorherigen Zyklus Partner einer ganzen Palette weiterer Percussion-Instrumente, so ist es hier Solist im Zusammenspiel mit der Sängerin. Fokussierung und Klarheit der Gedanken finden sich in allen vier der Haikus für Stimme und Vibraphon wieder. Die schlichte und strenge Form der traditionellen japanischen Gedichte des bekannten Lyrikers Matsuo Basho (1644 – 1694) inspiriert den Komponisten zu einer kühlen und klaren musikalischen Form: kreisend um eindringliche Wiederholung von Text, melodischen Fragmenten und rhythmischen Figuren, während ständige Taktwechsel die  Aufmerksamkeit fesseln. Kleine, scheinbar unwichtige Beobachtungen wandeln sich zu intensiver Betrachtung von Natur, Geräuschen, Licht und Schatten. Eine kunstvolle Übung in Achtsamkeit und Klärung.

Den Kreis schließend, kehrt mit dem Song of Almah des Amerikaners Andrew Beall (*1980) die Marimba zurück in den Fokus der Instrumentierung. Die nach dem Hohelied Salomos in einer freien Collage zusammengefügten Textfragmente verwendet der Komponist für eine rein weibliche Perspektive. Der außergewöhnliche Gefühlsreichtum der alttestamentarischen Texte aus dem wird in sanften und weiten Cantilenen hörbar gemacht. Von Leidenschaft berauscht entfesseln diese die Grenzen des stimmlichen Ambitus und führen aus sinnlicher Tiefe in dramatische Höhepunkte. Gebettet werden die großen melodischen Linien in geradezu orchestral anmutende und warme romantische Harmonik und Fülle des gesamten Umfangs der großen Marimba. So entfaltet sich eine schwelgerische, duftende und von wehmütigem Vermissen getränkte nächtliche Welt. Gesang und Instrument schmiegen sich in wiederkehrenden Melodien kreisend aneinander und finden sich in verträumten Duetten urtümlicher Liebesbekundung.


Die Künstler:  Jenni Reineke und Yoana Varbanova widmen sich leidenschaftlich der Kammermusik in ihren  zahlreichen Facetten. Nach Under a starry sky ist escape into the beautiful das zweite Konzertprogramm der beiden Künstlerinnen. Sie debütierten im Dezember 2016 während des Festivals „Forum Lied zwischen den Jahren im Theater Gütersloh“. Kurz darauf wurden sie in die Förderung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung aufgenommen. In ihren Programmen widmen sie sich sowohl zeitgenössischen Originalkompositionen sowie eigenen Arrangements bekannter Werke und der Improvisation auf einem breitgefächerten Instrumentarium.

Jenni Reineke studierte in Detmold Gesang und Liedgestaltung, lebt freischaffend in Wuppertal ist Mitglied verschiedener professioneller Kammerchöre wie Cappella Amsterdam oder dem Nederlands Kamerkoor und ist in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz tätig. Jenni Reineke arbeitete bislang mit Dirigenten wie Ton Koopman, Florian Helgath, Peter Dijkstra, Kaspars Putnins und Daniel Reuss. Konzertreisen führten sie nach Südamerika, China, Taiwan und nahezu alle Länder Europas.

Als Solistin fokussiert sie sich derzeit auf das Kunstlied der Romantik und Moderne sowie auf die Altpartien des Konzert- und Oratorienrepertoires. Sie war Finalistin des Internationalen Wettbewerbs für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts in Karlsruhe 2017 und wurde mehrfach mit einem Deutschland-Stipendium ausgezeichnet. Jenni Reineke studierte ab 2013 Opern- und Konzertgesang bei Gerhild Romberger sowie ab 2015 Liedgestaltung bei Manuel Lange an der Hochschule für Musik Detmold. Weitere Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Klesie Kelly und Aribert Reimann.

Yoana Varbanova wurde in Bulgarien geboren, wo sie im Alter von 8 Jahren begann, kleine Trommel und Xylpophon zu spielen und seit dem zwölften Lebensjahr zusätzlich Unterricht auf dem Marimbaphon und weiteren Schlaginstrumenten erhielt. Nachdem sie im Jahr 2001 mit dem „Nationaldiplom für ausgezeichnete Leistungen“ geehrt wurde, begann sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Peter Prommel. Nach ihrer Künstlerischen Diplomprüfung folgten die Aufbaustudiengänge Kammermusik und „Orchesterzentrum“ sowie abschließend das Konzertexamen, das sie mit Auszeichnung bestand. Sie ist Preisträgerin des Alumni-Wettbewerbes der HfM Detmold. Meisterkurse und Workshops im In- und Ausland besuchte sie bei namhaften Musikern wie Nancy Zeltsman, Peter Sadlo, She e-Wu, Nick  Woud, Tchiki Duo und weiteren. Seit 2004 ist sie Mitglied in dem Artwork Ensemble und dem Ensemble Vinorosso, mit denen sie regelmäßig und weltweit auftritt. Darüber hinaus überzeugt sie sowohl als Solistin als auch als Mitglied in zahlreichen Orchestern und Kammermusikformationen in ganz Deutschland. Seit einigen Jahren konzertiert sie im innovativen Konzertformat „Concert in the Dark“. Als Mitglied des Detmolder Kammerorchesters gewann sie 2015 einen ECHO Klassik. Seit 2013 ist sie Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Detmold.

—| IOCO CD-Rezension |—

Essen, Aalto Theater, Aalto-Premiere Medea – Aribert Reimann, 23.03.2019

März 13, 2019 by  
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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Aalto-Theater-Essen © IOCO

 Medea  –  Oper von Aribert Reimann

Premiere 23. März 2019

Der Komponist Aribert Reimann wird vor der Premiere seiner Oper Medea am Samstag, 23. März 2019 am Aalto-Theater persönlich eine Einführung geben. Im Gespräch mit Chefdramaturg Christian Schröder bietet er dem Premierenpublikum interessante Einblicke in sein Bühnenwerk, das nun erstmals in Essen zur Aufführung kommt.

Die Einführung findet um 18:15 Uhr in der Cafeteria des Aalto-Theaters statt, 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung.

Die Handlung: Am Ende wird das Unvorstellbare geschehen: Eine Mutter tötet ihre beiden Kinder. Davor steht eine Geschichte von Schuld, Gewalt und Kriminalität, aber auch die Geschichte einer großen Liebe. Als der griechische Prinz Jason beauftragt wurde, das sagenumwobene goldene Vlies aus Kolchis zu rauben, erhielt er unerwartete Hilfe von Medea, zauberkundige Königstochter der Kolcher, die sich damit gegen Volk und Familie stellte. Das Diebesgut immer bei sich, sind die beiden mit ihren gemeinsamen Kindern nun in Korinth angelangt. Müde von der ständigen Flucht bitten sie um Asyl. Während Medea auf einen gemeinsamen Neuanfang hofft, bändelt Jason mit der korinthischen Prinzessin Kreusa an. Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

In den antiken Bearbeitungen des Medea-Mythos etwa von Euripides oder Seneca erscheint die Kolcher-Prinzessin stets als grausamer Racheengel, die Neuzeit jedoch hat einen anderen Blick auf sie gewagt. So spürt bereits 1819 Franz Grillparzer der Medea-Figur in seiner Trilogie Das goldene Vlies ganz behutsam nach, entdeckt sie neu als empfindsame, verletzliche Frau, ohne jedoch die Augen vor ihrer Schuld zu verschließen. Es ist diese selten aufgeführte Version des Mythos, die der Berliner Komponist Aribert Reimann zur Grundlage seines zehnten Bühnenwerks machte, das 2010 an der Wiener Staatsoper eine geradezu triumphale Uraufführung erlebte. Kein abstraktes Musiktheater, sondern eine veritable, packende Oper ist es geworden, deren Titelfigur Reimann mit virtuosen Koloraturen gegen Schicksal und Gesellschaft antreten lässt. Im Spannungsfeld von gewaltigen Blechbläser-Kaskaden, betörenden Flötenmelodien und reinstem Belcanto holt er seine Medea ins Heute.

Aalto Theater Essen / Aribert Reimann © Gaby Gerster/Deutsche Oper Berlin

Aalto Theater Essen / Aribert Reimann © Gaby Gerster / Deutsche Oper Berlin

Sein Ballett Stoffreste“ wurde vor 60 Jahren am Essener Grillo-Theater uraufgeführt. Mit der Oper Lear (1978, Bayerische Staatsoper) konnte Reimann sowohl Fachleute und Kritiker wie auch ein breites Publikum für seinen charakteristischen Personalstil gewinnen; das Werk wurde inzwischen über 30 Mal inszeniert, so auch 2001 am Aalto-Theater.

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Wozzeck – Für Theaterpreis nominiert, September 2018

September 26, 2018 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Wozzeck – Inszenierung – Stefan Herheim

  Für  Deutschen Theaterpreis  DER FAUST  nominiert

Mit seiner an der Deutschen Oper am Rhein entstandenen Inszenierung von Alban Bergs Wozzeck ist der norwegische Regisseur Stefan Herheim in der Kategorie „Regie Musiktheater“ für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert worden. Der Preis, der am 3. November 2018 im Theater Regensburg verliehen wird, würdigt herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien. Der Komponist Aribert Reimann wird für sein Lebenswerk geehrt.

Deutsche Oper am Rhein / Szene aus „Wozzeck“ mit Matthias Klink (Hauptmann), Thorsten Grümbel (1. Handwerksbursch), Dmitri Vargin (2. Handwerksbursch), Bo Skovhus (Wozzeck), Florian Simson (Der Narr), Corby Welch (Tambourmajor), Sami Luttinen (Doktor) - im Hintergrund: Statisten der Deutschen Oper am Rhein © Karl Forster

Deutsche Oper am Rhein / Szene aus „Wozzeck“ mit Matthias Klink (Hauptmann), Thorsten Grümbel (1. Handwerksbursch), Dmitri Vargin (2. Handwerksbursch), Bo Skovhus (Wozzeck), Florian Simson (Der Narr), Corby Welch (Tambourmajor), Sami Luttinen (Doktor) – im Hintergrund: Statisten der Deutschen Oper am Rhein © Karl Forster

Stefan Herheim ist einer der international gefragtesten Opernregisseure und designierter Intendant des Theaters an der Wien. Seine Inszenierung von Alban Bergs Oper Wozzeck war am 20. Oktober 2017 der überregional Aufsehen erregende Spielzeitauftakt im Opernhaus Düsseldorf. Mit exzellenten Solisten wie Bo Skovhus (Wozzeck), Camilla Nylund (Marie) und Matthias Klink (Doktor) inszenierte Herheim das Meisterwerk der musikalischen Moderne als groteske Todesrevue im Sterbemoment: Angelehnt an die in den USA heute noch legitimierte Praxis, Menschen im Namen der Gerechtigkeit zu töten, wird Wozzeck in einer Todeskammer durch die Gift­spritze hingerichtet. Sobald das Gift seinen Blutkreislauf erreicht und die Musik beginnt, vermischen sich seine Erinnerung, Angst, Wahn, Hoffnung und Verzweiflung zu surrealen Bildern: In 15 musikali­schen Szenen erlebt Wozzeck seine Existenz als Höllenritt in einer Gesellschaft, die ihn zum Mörder macht. Seine Inszenierung entwickelte Stefan Herheim im Team mit Bühnen- und Kostüm­bildner Christof Hetzer und Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach. Generalmusikdirektor Axel Kober hatte die musikalische Leitung.

Schon 2013 hatte Stefan Herheim in Düsseldorf mit seiner Inszenierung von Georg Friedrich Händels Barockoper Xerxes begeistert. Sie ist im Januar 2019 wieder im Opernhaus zu erleben. In der Original­besetzung wird auch Wozzeck in einer der nächsten Spielzeiten auf die Bühnen der Deutschen Oper zurückkehren.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Hof, Theater Hof, Premiere EIN TRAUMSPIEL von Aribert Reimann, 17.03.2018

März 16, 2018 by  
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Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

 

EIN TRAUMSPIEL Premiere: Samstag, 17.03.2018, 19.30 Uhr, Großes Haus

Einer der renommiertesten Komponisten unserer Zeit ist nach Oberfranken gereist, um am Theater Hof die erst dritte Inszenierung seines Erstlingswerks mitzuerleben. Mit dem 1965 uraufgeführten „Ein Traumspiel“ begann Aribert Reimanns mehrfach preisgekrönte Karriere als Opern-Komponist. Sein „Lear“ gehört zu den erfolgreichsten deutschen Opern des 20. Jahrhunderts und avancierte schnell zu einem Klassiker der Avantgarde. Zuletzt feierte der inzwischen 82-Jährige im Januar mit „L’Invisible“ eine hochgelobte Uraufführung, die er als Auftragswerk zur Wiedereröffnung der Deutschen Oper Berlin komponierte.

Theater Hof / Aribert Reimann im Gespräch mit Intendant Reinhardt Friese © Theater Hof / Melanie Gückel

Theater Hof / Aribert Reimann im Gespräch mit Intendant Reinhardt Friese © Theater Hof / Melanie Gückel

Das Theater Hof ist sehr geehrt, dass Aribert Reimann zu den Endproben und der Premiere von „Ein Traumspiel“ am 17. März in Hof persönlich anwesend ist. Intendant Reinhardt Friese setzte die surreale und zugleich poetische Oper auf den aktuellen Spielplan der Spielzeit mit dem Motto „Traumtänzer, Gaukler, Schmierenkomödianten“. Er ist einer der Wenigen, der die Oper jemals gesehen und gehört hat. Als das Werk am Hessischen Staatstheater Wiesbaden 1987 zum zweiten Mal zur Aufführung kam, saß Friese im Publikum.

Für das Theater Hof ist es eine große Herausforderung, diese imposante und aufwendige Oper auf die Bühne des Stadttheaters zu bringen. Zum einen stellt die Komposition höchste Ansprüche an Sänger und Orchester und zum anderen liegen bisher keine Tonaufnahmen der Oper vor.

Dies wird sich mit der Premiere in Hof ändern. Deutschlandfunk Kultur wird die Vorstellung am 17. März aufnehmen und am 5. Mai deutschlandweit ausstrahlen. Der Hörfunksender goutiert damit auch den Mut des Theaters Hof und unterstreicht die Intention des Intendanten, dem Publikum Neues und Herausforderndes zugänglich zu machen. Einmal mehr erfährt das Theater Hof überregionale Aufmerksamkeit und Achtung.

—| Pressemeldung Theater Hof |—

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