Verona, Arena di Verona, Trauer um Franco Zeffirelli, IOCO Aktuell, 19.06.2019

arena.gif

Arena di Verona

Arena di Verona / Festspiele 2018 - hier : Nabucco © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 – hier : Nabucco © Ennevi

THE ARENA DI VERONA MOURNS THE DEATH 

OF MAESTRO FRANCO ZEFFIRELLI  –  A CREATOR OF DREAMS

The tragic news of the death of Maestro Zeffirelli, a creator of dreams, arrived today at Fondazione Arena di Verona while the definitive preparations feverishly continue for the dress rehearsal of his latest eagerly awaited Traviata, which is debuting on 21st June with the participation (already announced, but now even more significant) of Italy’s President Sergio Mattarella.

HIER: Würdigung von Franco Zeffirelli der Fondazione Arena di Verona 

General Manager and Artistic Director Cecilia Gasdia, a friend of Zeffirelli since her stage debut at a very young age, was taken by surprise on a really intense day and, on behalf of all the artistes, employees and administrative staff of the Fondazione, states: “We all loved him unconditionally, he left an indelible mark on our professional and personal lives. We would all like to have the time to stop and freely mourn the man, the artiste and the friend, but if we really want to honour him as he deserves, this is a luxury we must not and cannot allow ourselves: we shall mourn him working at our best, with our utmost strength, to honour his genius, so that his latest Traviata, but also his Trovatore, shine and contribute to the future memory of his irreplaceable genius. We have the means and his imprimatur too, because Traviata comes from afar, with a year’s intense work, in which every detail and every particular was shared with his long-lasting assistants and collaborators at the Fondazione Arena, who absorbed his way of thinking. After this rightful tribute is finished, we shall finally be able to give vent to our interior feelings and mourn him. Now we must continue to work for him, even if, unfortunately, without him.”

Arena di Verona / Franco Zeffirelli zu seiner Trovatore Produktion © FAI

Arena di Verona / Franco Zeffirelli zu seiner Trovatore Produktion © FAI

The entire city of Verona mourns the passing of the Maestro, because his touch is strongly felt in the urban and social fabric of the city, which considered him a friend and accomplice of numerous summers. 

—| Pressemeldung Fondazione Arena di Verona |—


Arena di Verona / Franco Zeffirelli © Ennevi

Arena di Verona / Franco Zeffirelli © Ennevi

Arena di Verona 2019 – La Traviata  – Zeffirellis letztes Werk

Summa der ästhetischen Auffassung der Legende Franco Zeffirelli

Lang gehegte  Liebschaften, sollten endlich zusammenkommen: La Traviata, Franco Zeffirelli  und die Arena von Verona. La Traviata ist mit Sicherheit eine der von Zeffirelli in seiner langen Karriere als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner am häufigsten dargestellten Opern; 1958 hatte er diese Oper in Dallas in der Besetzung von Maria Callas inszeniert und sich als junger aufstrebender Regisseur mit seinem künstlerischen Vorbild Visconti gemessen, der die Oper kurz vorher in der berühmten Gestaltung an der Mailänder Scala dargestellt hatte. Das 97. Opernfestival der Arena di Verona, link HIER; wird am 21. Juni 2019 mit einer neuen, von Franco Zeffirelli geschaffenen Inszenierung von Verdis La Traviata beginnen, bestmögliche Synthese seiner jahrelangen Reflexionen über die beliebte Thematik. “Seine” Traviata in der Arena sollte zum Höhepunkt seiner fortwährenden, sachkundigen Auslegung werden.

V.J.

Franco Zeffirelli wird der Premiere von La Traviata, seiner letzten Schöpfung, nicht mehr erleben

—| IOCO Aktuell Fondazione Arena di Verona |—

Verona, Arena di Verona 2019, 97. Opernfestival – Tosca, 10.08. – 06.09.2019

Juni 4, 2019 by  
Filed under Arena di Verona, Oper, Premieren, Pressemeldung

arena.gif

Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

97. Opernfestival Arena die Verona – 21.6. – 7.9.2019

Tosca – Giacomo Puccini 10.8. – 6.9.2019

Das 97. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt am 21. Juni 2019 mit La Traviata von Giuseppe Verdi, eine neue Inszenierung des legendären Franco Zeffirelli,*1923. Die Festspiele dauern bis 7. September 2019. An 51 Abenden werden in der „Tradition der Arena“ klassische Opern für das spektakuläre römische Amphitheater inszeniert. Große Stars der Opernbühne geben hier gerne ihr Stelldichein. Über 600.000 Besucher werden das 97. Opernfestival 2019 in der Arena di Verona erneut zum größten Opernereignis der Welt  machen. Fünf Opern stehen 2019 auf dem Spielplan:  La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca. 

Nabucco  2000  – Va pensiero
youtube Trailer Fondazione Arena di Verona
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Geschichtliches: Seit 1913, dem 100. Geburtsjahr von Giuseppe Verdi, populärster aller Opernkomponisten und sensibler Menschenfreund, finden in der antiken Arena di Verona die über zwei Monate dauernden Opernfestspiele statt. Stimm- und Lebensfreude sind die besonderen Merkmale dieses Opernfestivals. Verona feiert dies Festival im humanen Geiste Giuseppe Verdis, „lebendig, mitten im Volk“

Tosca –  Inszenierung aus 2006 – Regie Hugo de Ana

Tosca wurde am 14. Januar 1900 in Rom im Costanzi Theater unter musikalischen Leitung von Leopoldo Mugnone uraufgeführt. Eine nervöse Stimmung herrschte an jenem Abend: Es war die Rede von einer Bombe, die im Theater explodieren könne, und als kurz nach Beginn der Aufführung merkwürdige Laute zu vernehmen waren, unterbrach Mugnone die Aufführung, stieg fluchtartig vom Dirigentenpult und ordnete an, den Vorhang fallen zu lassen. Es handelte sich jedoch nur um lautes von verspätet eingetroffenen Besuchern verursachtes Stimmengewirr. Der Vorhang hob sich erneut und alles ging, wie geplant, seinen Gang.

Tosca – Giacomo Puccini 2017
youtube Trailer Fondazione Arena di Verona
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Heute ist Tosca immer noch weltweit eine der beliebtesten Opern. Trotz der inzwischen aufgekommenen Begeisterung des Publikums standen die Musikkritiker der Oper von Anfang an eher skeptisch gegenüber; sie kritisierten sie jahrelang wie kein anderes von Puccini geschaffenes Werk.

Siebtes Werk auf dem Spielplan an 5 Abenden ab 10. August 2019 ist Giacomo Puccinis Tosca in der Inszenierung aus dem Jahr 2006 von Hugo de Ana, der auch die Regie, das Bühnenbild, die Kostüme und das Lightening Design zeichnet.

Hugo de Ana hat die Inszenierung der Tosca für die riesigen  Räume und Flächen der Arena eigens für die Opernsaison 2006 gestaltet; sie erweckt jedes Mal große Verwunderung und Erstaunen sowie endlosen Beifall beim Publikum der Arena. Zur Inszenierung einer «Oper mit Personen», so hat sich der Regisseur geäußert, hat sich de Ana für eine theatralische, filmhafte Gestaltung entschieden, die die Psychologie der Personen vermittelt und deren dramatische Absichten tiefgreifend wahrgenommen werden können.

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Musikalische Leitung Daniel Oren, Regie, Bühnenbild, Kostüme und Licht Hugo de Ana, Knabenchor A.LI.VE. unter der Leitung von Paolo Facincani, Chordirektor Vito Lombardi
Leiter Bühneausstattung Michele Olcese, Orchester, Chor und Techniker der Arena di Verona

Besetzung : Tosca  –  Saioa Hernández (10, 16/8 – 6/9), Hui He (23, 29/8), Cavaradossi  – Yusif Eyvazov (10, 16, 23/8), Murat Karahan (29/8 – 6/9), Scarpia  – Ambrogio Maestri (10, 16, 23, 29/8),  Claudio Sgura (6/9), Angelotti  – Krzysztof Brczyk (10, 16, 23/8), Romano Dal Zovo (29/8 – 6/9), Ein Mesner – Biagio Pizzuti, Spoletta – Roberto Covatta (10, 16, 23/8), Francesco Pittari (29/8 – 6/9), Sciarrone –  Nicolò Ceriani, Ein Schließer, Stefano Rinaldi Miliani, Ein Hirtenknabe – Enrico Ommassini (10, 16, 23/8), Vittoria Pozzani (29/8 – 6/9)

—| Pressemeldung Fondazione Arena di Verona |—

Verona, Arena di Verona, 97. Opernfestival: 21.06. – 07.09.2019, IOCO Aktuell, 23.03.2019

arena.gif

Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

97. OPERNFESTIVAL 2019 – Arena di Verona

 La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca

Das 97. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt am 21. Juni 2019 mit La Traviata von Giuseppe Verdi, eine neue Inszenierung des legendären Franco Zeffirelli,*1923. Die Festspiele dauern bis 7. September 2019. An 51 Abenden werden in der „Tradition der Arena“ klassische Opern für das spektakuläre römische Amphitheater inszeniert. Große Stars der Opernbühne geben hier gerne ihr Stelldichein. Über 600.000 Besucher werden das 97. Opernfestival 2019 in der Arena di Verona erneut zum größten Opernereignis der Welt  machen. Fünf Opern stehen 2019 auf dem Spielplan:  La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca. 

Geschichtliches: Seit 1913, dem 100. Geburtsjahr von Giuseppe Verdi, populärster aller Opernkomponisten und sensibler Menschenfreund, finden in der antiken Arena di Verona die über zwei Monate dauernden Opernfestspiele statt. Stimm- und Lebensfreude sind die besonderen Merkmale dieses Opernfestivals. Verona feiert dies Festival im humanen Geiste Giuseppe Verdis, „lebendig, mitten im Volk“.

AIDA 2018 in der Arena – Triumphmarsch
youtube Trailer der Arena di Verona
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Julia Statue im Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Julia Statue im Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr. erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 Meter. 45 Stufenränge mit 45 Zentimeter Höhe und Tiefe bieten 22.000 Besuchern Platz. Die Arena di Verona – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Wo 1278 die letzten gegen die Inquisition kämpfenden Katharer hingerichtet wurden, wo früher Gladiatoren mit Löwen kämpften schwelgen heute lebensfrohe Musikliebhaber.

97. OPERNFESTIVAL 2019  – ARENA DI VERONA

Drei intensive Monate, 5 Operntitel, drei Sonderevents, 51 Aufführungen, 80 Solisten aus aller Welt, darunter Alessandra Kurzak, welche als Violetta Valéry neben Leo Nucci als Giorgio Germont in Traviata zur Festivaleröffnung am 21.6.2019 singen wird; aber auch Anna Netrebko (Leonore in Trovatore 29.6., 4.7.; 7.7.2019), Jusif Eyvazov, Plácido Domingo, neben dem Event am 4.8.2019, siehe folgender Absatz, auch als Giorgio Germont in Traviata, 1.8.), Lisette Oropesa, Leo Nucci, Vittorio Grigolo, Aleksandra Kurzak, Saioa Hernández, Erwin Schrott, Hui He, Dmitry Belosselskiy, Tamara Wilson (u.a. als AIDA), Luca Salsi, Maria José Siri (u.a. als AIDA), Pavel Petrov, Amartuvshin Enkhbat (u.a. als Amonasro), singen zusammen mit bekannten Nebenstimmen in La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca.

Mit dem Sonderevent Plácido Domingo 50 Arena Anniversary Night am 4.8.2019 werden fünfzig Jahre künstlerische Tätigkeit seit dem Erstauftritt in der Arena von Placido Domingo gefeiert, einer wahren Legende in der internationalen Opernwelt. Die Ballettveranstaltung Roberto Bolle and Friends wird an zwei Abenden im Zeichen des Weltballetts über die Bühne gehen. Am dritten Eventabend tritt die symphonische Musik auf die Bühne der Arena mit Carl Orffs Carmina Burana.

Ikonen des Operngesangs und junge aufstrebende Talente: die Arena als Würdigung und Anerkennung von grossen Opernstars und Debütrampe für neue Talente im berühmtesten und grössten Freilichttheater der Welt. Folgende Dirigenten werden zu den fünf Produktionen am Pult stehen:

–  Daniel Oren, Andrea Battistoni und Marco Armiliato am Pult von La Traviata
–  Francesco Ivan Ciampa und Daniel Oren dirigieren Aida
–  Daniel Oren dirigiert Carmen
–  Piergiorgio Morandi dirigiert Il Trovatore
–  Daniel Oren dirigiert Tosca

In der Besetzung wechseln sich grosse internationale Opernstars, bekannte Namen auf den prestigereichsten Weltbühnen und bestmögliche Kenner der vielschichtigen Realität der Arena mit jungen aufstrebenden Sängern ab, in deren Curriculum ein Auftritt auf der gefürchteten, aber von allen erträumten Bühne der Arena nicht fehlen darf.

Arena di Verona / Stimmungsbild zur Pause in der Arena di Verona © IOCO

Arena di Verona / Stimmungsbild zur Pause in der Arena di Verona © IOCO

Die Besetzung ist auch ein Abbild der globalen Verbreitung der Oper, die nicht mehr nur eine Charakteristik der westlichen Kultur darstellt, sonden auch zur Leidenschaft in vielen aufsteigenden Ländern wie Russland und China geworden ist, die unter den Zuschauern in der Arena bestens vertreten sind, denn die Künstler und das Publikum sind stark international geprägt.

Das 97. Opernfestival beginnt am 21. Juni 2019 mit einer neuen, von Franco Zeffirelli geschaffenen Inszenierung von Verdis La Traviata, bestmögliche Synthese seiner jahrelangen Reflexionen über die beliebte Thematik; auf der Bühne der polnische Sopran Aleksandra Kurzak, eine grossartige Sängerin, die von den berühmtesten Opernhäusern in aller Welt gerufen wird und auch ausgezeichnete Musikerin ist; dann die Amerikanerin Lisette Oropesa, Publikumsliebling beim letzten Rossini-Festival in Pesaro, die Kroatin Lana Kos, die der Bühne der Arena besonders verbunden ist, wo sie im Jahr 2011 in Hugo de Anas La Traviata ihr Debüt gefeiert hat und die dann auch in der Carmen singt und die Russin Irina Lungu, die bereits beim Veroneser Publikum grossen Beifall geerntet hat: ein Quartett von grossartigen Stimmen und stattlicher Bühnenpräsenz für eine Bühne, auf der die “Nouvelle Vague” der Opernwelt am besten zur Geltung kommt, denn sie legt besonderen Wert auf die Schauspielkunst und steht so der filmtechnischen Vorstellung sehr nahe.

 La Traviata in der Arena di Verona

Summa  der ästhetischen Auffassung der Legende Franco Zeffirelli

Zwei lang gehegte  Liebschaften, die endlich zusammenkommen:  La Traviata und die Arena von Verona. La Traviata ist mit Sicherheit eine der von Zeffirelli in seiner langen Karriere als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner am häufigsten dargestellten Opern; 1958 hatte er diese Oper in Dallas in der Besetzung von Maria Callas inszeniert und sich als junger aufstrebender Regisseur mit seinem künstlerischen Vorbild Visconti gemessen, der die Oper kurz vorher in der berühmten Gestaltung an der Mailänder Scala dargestellt hatte;  bekannt sind auch seine engen Beziehungen  zu Verona, mit seinem persönlichen Touch beim Restyling der Piazza Bra, insbesondere aber mit der Arena, in deren immensen und feierlichen Weite  er unvergessliche Operninszenierungen von  Carmen, Aida, Il Trovatore, Turandot, Madama Butterfly, Don Giovanni kreiert hat und für die diesjährige Opernsaison endlich die allseits erwartete Traviata.  Die Erwartungen sind riesig, nicht nur weil der Artist mit diesem Werk in der Opernwelt einen Meilenstein gesetzt hat, man denke nur an die Verfilmung von  Traviata aus dem Jahr  1983,  die die Chronik  der Oper auf der Leinwand stark geprägt hat, sondern auch weil alle Traviate von Zeffirelli das Publikum in aller Welt immer bezaubert haben, in seinen ständigen, ästhetisch untadeligen und emotionell faszinierenden Neuauslegungen des populären Dramas von Giuseppe Verdi. Nun kommt endlich “seine” Traviata  in die Arena und diese Inszenierung wird wirklich zum Höhepunkt seiner fortwährenden, sachkundigen Auslegung des Texts, die den Artisten  sein ganzes Leben begleitet hat.

Also eine neue  Traviata, die gleichzeitig zur Chronik einer langen Ideenkette von Bildern, Farbnuancen und Anregungen wird, die sich in den Augen und Herzen der Opernfans aus aller Welt eingenistet haben, unter Zitaten, Sinnesänderungen, Erinnerungen an frühere Gestaltungen, als handle es sich um eine Enzyklopädie der stilistischen  Überlegungen  Zeffirellis rund um das heissgeliebte Thema. Man könnte also diese Traviata in der Arena als allerletzte Zusammenfassung eines wagnerianischen Leitmotivs  bezeichnen, das ewig in der Schwebe war  und nun im Juni 2019 vollendet wird.

Desto mehr wenn es sich um eine bedeutende Produktion handelt, insbesondere in den Augen der jüngeren Generationen, die die grossartigen Inszenierungen Zeffirellis aus der Vergangenheit nicht persönlich erlebt haben und ein Fresko vorfinden werden, das das Florilegium einer auserlesenen, von Erfahrungen geprägten Ideenkette darstellt, hochstilisierte ?berlegungen und gleichzeitig auch ein historisches und ästhetisches Dokument.

In Zeffirellis, La Traviata folgender, ebenso zauberhaftem Il Trovatore wird nach den drei beinahe ausverkauften Vorführungen auch Anna Netrebko und die wunderschöne Stimme der Italienierin Anna Pirozzi zu hören sein, “ein wunderschöner dramatischer Koloratursopran”. Männlicher Hauptdarsteller in einigen Vorstellungen ist  Ehemann Jusif Eyvazov, der aserbaidschanische Tenor, der gemeinsam mit Ehefrau Anna Netrebko auftritt.

Anlässlich der Première der Carmen werden die bildschöne Uzbekin Ksenia Dudnikova und die junge und talentierte Spanierin Ruth Iniesta in den Hauptrollen singen, die letztere ist auch in der Besetzung der Carmina Burana.

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Die nächste grossartige Première findet am 22. Juni 2019 mit Verdis Aida statt, mit der wundervollen Regie von Regisseur Gianfranco de Bosio, die er 1982 gestaltet hat in Anlehnung an die Originalinszenierung der von Ettore Fagiuoli 1913 kreierten ersten Aida in der Arena; die diesjährige Aida wird aber mit einigen interessanten Neuheiten aufwarten. In der Besetzung der historischen Aida sind auch Anna Pirozzi, die Amerikanerin Tamara Wilson,wahre Kraft der Natur”, die faszinierende Spanierin Saioa Hernandez, deren künstlerische Persönlichkeit bereits im Attila an der Scala geschätzt wurde, die Chinesin Hui He, Publikumsliebling in der Arena, die sich auch in der Tosca mit Saioa Hernandez abwechseln wird, und die in Italien und weltweit beliebte hübsche Georgierin Svetlana Kasyan: fünf bemerkenswerte Stimmen und Darstellerinnen, die sich im Rahmen der zeitlosen Inszenierung durchsetzen und die Erwartungen des immensen Publikums sicher nicht enttäuschen werden. Primaballerina Petra Conti, Principal Dancer des Los Angeles Ballet.

Beachtenswerte Darsteller mit grossartigen Stimmen und Schauspielertalent sind der junge Weissrusse Pavel Petrov, in der Rolle des Alfredo anlässlich der Erstaufführung von La Traviata, der temperamentvolle und rollenübergreifende Starsänger am New Yorker Metropolitan Vittorio Grigolo, der auch anlässlich der Oscarverleihung aufgetreten ist und der amerikanische Tenor Stephen Costello, der auf den bekanntesten Bühnen in aller Welt auftritt. In der historischen Inszenierung der Aida singt desweiteren Murat Karahan, der sich in der Arena seit seinem Debüt behauptet hat, Erwin Schrott in Carmen, ein vielseitiger Künstler, Luca Salsi, in Il Trovatore und der Bariton “par excellence” Leo Nucci.

Madame Butterfly 2014 in der Arena
youtube Trailer der Arena di Verona
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Eine faszinierende Besetzung mit den bekanntesten Namen der internationalen Opernwelt, die die Erwartungen der Opernfans erfüllen und beim neuen Publikum Interesse für die Oper erwecken werden, denn dies ist die Berufung der Arena seit der ersten Opernaufführung am 10. August 1913 mit Aida, der Symboloper des Festivals in der Arena.

Das weltweit grösste Opernschauspiel kann beginnen auch dank der allseits anerkannten Professionalität der künstlerischen Ensembles und der technischen Mitarbeiter der Stiftung Arena di Verona mit ihren zahlreichen Statisten und Mimen. Das Statement des Bürgermeisters von Verona und Vorsitzenden der Stiftung Arena, Federico Sboarina:

“Es ist mir eine grosse Ehre, die diesjährige Opernsaison vorstellen zu dürfen, die zweite nach der Wende, die wir mit Tatkraft und Beharrlichkeit herbeigeführt haben. Verona kann sich zweier Prachtstücke rühmen, der Stiftung Arena, die in den Sommermonaten ihr ruhmreiches Festival veranstaltet und die Arena, das Symbol der Stadt, aber auch die grö?te weltweit bekannte Freilichtbühne. Die besonderen akustischen Merkmale des Amphitheaters und die Professionalität der Stiftung Arena bilden zusammen eine Einzigartigkeit, die das Image von Verona und das Echo qualitativer Musik in aller Welt ausstrahlt. Deshalb geht mein Dank an die Oberintendantin und an den gesamten richtungsweisenden Rat für die einwandfreien Leistungen, das Ergebnis einer unermüdlichen Leidenschaft und anerkannten Fähigkeit. Ein Dankeschön auch an alle Artisten der Besetzung und an unsere Mitarbeiter, der Seele jedes Festivals”.

Cecilia Gasdia, Oberintendantin und künstlerische Leiterin der Stiftung Arena, bringt ihre persönliche Befriedigung über das Angebot des 97. Opernfestivals 2019 zum Ausdruck: “Bangen, Freude aber auch Herzklopfen überwältigen mich beim Herannahen des einladenden Gongschlags mit dem unser Amphitheater, wie jeden Sommer seit über einhundert Jahren, der Opernwelt anvertraut und gewidmet wird. In der diesjährigen Veranstaltung treten auf der Bühne der Arena berühmte internationale Artisten auf neben vielversprechenden Nachwuchstalenten bei ihrem Debüt. Ein von bedeutenden Bestätigungen, allseits erwarteten Erstauftritten und freudiger Rückkehr auf die Bühne der Arena geprägtes Festival mit einer Spitzenbesetzung”.

—| IOCO Aktuell Fondazione Arena di Verona |—

Düsseldorf, Arena, Großes Weihnachtssingen 2018 – Eine Nachlese, IOCO Aktuell, 28.12.2018

Januar 3, 2019 by  
Filed under Arena Düsseldorf, IOCO Aktuell, Konzert

Arena Düsseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 © D.LIVE / Anke Hesse

Arena Düsseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 © D.LIVE / Anke Hesse

Arena Düsseldorf

Das große Weihnachtssingen

Das große Weihnachtssingen  –  Eine Nachlese

40.000 Besucher kamen, um zu singen –  Doch Stars bestimmten den Abend

Von Viktor Jarosch

Das große Weihnachtssingen, die erste solche Veranstaltung in Düsseldorf, fand am 23.12.2014 statt: In der MERKUR SPIELE – ARENA, alles andere als weihnachtlich klingend. MERKUR SPIELE – ein Unternehmen, welches Glücksspiele in Casinos und online-Spiele vermittelt. 40.000 Menschen, darunter viele Kinder, waren – MERKUR SPIELE hin oder besser weg – zum weihnachtlichen singen in die Arena Düsseldorf gekommen. Hohe Maßstäbe zum Weihnachtssingen wurden zuvor in Schalke und Köln gesetzt: Weihnachtssingen versetzte die Menschen dort gemeinschaftlich in frohe Weihnachtstimmung, in emotionale Ergriffenheit.

Im Innern der überdachten und festlich beleuchteten Arena Düsseldorf war der halbdunkle Rasen von zahlreichen Riesenballons geschmückt, welche in stetig wechselnden Farben, begleitet von einer spannenden Lichtchoreographie von Beginn an optisch faszinierten.

Doch die wahren Akteure des Abends fungierten nicht auf den Rängen des Stadions sondern auf einer großen Bühne in der Rasenmitte: Coole Moderatoren, Stefan Kleinehr und Claudia Monreal, der englische Opernstar Paul Potts, Patrica Kelly, die Düsseldorfer Band Swinging Funfares, der NewLifeGospel Choir aus Düsseldorf, der Jazzchor der Universität Bonn; zudem brachte die Band BRINGS kölsche Akzente nach Düsseldorf. Die zum gemeinsamen Weihnachtssingen gekommenen 40.000 Besucher, so stellte sich bald heraus, sollten eher unterhalten werden. Nicht in singender Freude mitwirken. Zunächst läuteten Kirchenglocken, weihnachtlich. Dann klang ein „Gloria“ durch das Stadion; doch nicht weihnachtlich, sondern als Trompetensolo an den amerikanischen Filmklassiker Verdammt in alle Ewigkeit erinnernd.

Die folgenden 27 Lieder waren ebenso vielschichtig wie deren Interpreten auf der Bühne: Englische Klassiker wie Oh happy day, O come all ye faithful, Jingle bells, We wish you a Merry Christmas wechselten mit bekannten deutschen Liedern wie Lasst uns froh und munter sein, Alle Jahre wieder, leise rieselt der Schnee aber auch weniger bekannten Gesänge wie Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord, Ich weiß, et jet dir janit jot (Kölsch).

Arena Duesseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 © istock.com Choreograph

Arena Duesseldorf / Das große Weihnachtssingen 2018 © istock.com Choreograph

Von Beginn an lag Unsicherheit über den Besuchern: Trotz reichlich verteilter Lied-Programme wusste man nicht recht, wann welches Lied von wem gesungen werden sollte. Häufig misslang die technische Umsetzung; die Einbindung des Publikums durch eine große Leinwand über der Bühne wies erstaunlich amateurhafte  Mängel auf: Eingeblendete Texte kamen oft zu spät, oder zu früh, oder waren nicht lesbar, oder sollten vom Publikum nicht mitgesungen werden. Daneben waren Akteure auf der Bühne gelegentlich nur schlecht zu verstehen. Moderator Kleinehr sah seine primäre Funktion anscheinend darin, die illustren Gäste eingehend vorzustellen, nicht jedoch das Publikum mitzunehmen. Die populären Gäste waren nicht auf reflektierendes Weihnachtssingen eingestellt: Patricia Kelly inszenierte das so zart intime Es ist ein Ros entsprungen..  in fliegend weiten Gewändern als wenig besinnliche, pralle Las Vegas–Show; gelegentlich als hilfsweiser Showmaster mit wenig Resonanz die Besucher zum Mitsingen auffordernd. Klassik-Star Paul Potts dagegen, singt – allein White Christmas, um, zum Ende, mit lyrisch sicherem Timbre und der / seiner berühmten Turandot – Arie Nessun dorma wunderbare stimmliche aber nicht weihnachtlichen Akzente zu setzen.

Doch alle Mängel konnten der guten Stimmung der 40.000 jungen wie älteren, weihnachtlich gestimmten Besucher nichts anhaben. Ohne Moderator und Leinwand sangen zum Ende, auf dem verregneten Weg zur wohl organisierten Straßenbahn, hunderte  Junge wie Ältere gut gelaunt wie  inspiriert   deutsche Weihnachtslieder, so auch O du fröhliche….   Moderation, Bühne? Nicht nötig!

Das große Weihnachtssingen wird in Düsseldorf auch 2019 stattfinden: Am 15. Dezember 2019. So gaben die Veranstalter inzwischen bekannt. Vermutlich wieder in der MERKUR SPIELE– Arena..

Allem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne, der uns dies Mal hoffen läßt, daß in Dezember 2019 in Düsseldorf tatsächlich ein Großes Weihnachtssingen  stattfindet, in welchem 40.000 kleine wie große Besucher und nicht Show-Stars die Haupt-Akteure sein werden.

—| IOCO Aktuell Arena Düsseldorf |—

Nächste Seite »