Kassel, Staatstheater Kassel, September 2020 – L’ultimo sogno, Der Sturm .. IOCO Aktuell, 30.06.2020

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Spielplan –  September 2020

Nach Lockdown und Ersatzspielplänen senden wir Ihnen schon jetzt voller Optimismus unsere Spielplanvorschau für September 2020. Mit fünf Premieren, bzw. Uraufführungen und einem prallen Programm rundherum starten wir in eine Spielzeit, die möglicherweise noch so einige Unwägbarkeiten birgt und zugleich die letzte unter Intendant Thomas Bockelmann ist. Einiges am Spielplan hat sich seit der Präsentation im März bereits geändert: So spielen wir die berühmte Verdi-Oper La Traviata nicht in gewohnter Form, sondern bringen mit L’ultimo sogno – Der letzte Traum von Carlo Ciceri eine Annäherung an das Verdi-Werk zur Uraufführung.

Darüber hinaus wird das erste Sinfoniekonzert wird nicht in der Stadthalle, sondern im Opernhaus stattfinden, dort allerdings an vier Terminen.

Staatstheater Kassel / Intendant Thomas-Bockelmann © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Intendant Thomas-Bockelmann © N. Klinger


 Der Sturm  –  William Shakespeare

Fassung von Joachim Lux

Inszenierung: Thomas Bockelmann, Bühne: Sabine Böing, Kostüme: Ulrike Obermüller, Musik: Jens Kilz, Dramaturgie: Michael Volk

Mit Meret Engelhardt (Caliban / Miranda), Christina Weiser (Ariel / Ferdinand) und Jürgen Wink (Prospero)

Der Wissenschaftler Prospero, der sich als Herzog von Mailand statt zu regieren eher dem Studium und den Künsten hingegeben hat, wurde von seinem Bruder entmachtet, mit seiner kleinen Tochter Miranda auf See ausgesetzt und auf eine Insel gespült. Wie viele von Shakespeares magischen Landschaften changierend zwischen Tropenhölle und Paradies (die Kolonialisierungsgeschichte Europas mit den Berichten und Schätzen aus fernen Ländern wirkt hier in die Literatur hinein), ist das Eiland den Neuankömmlingen Experimentierfeld und Spielwiese, ein Ort, an dem der Mensch fernab der Zivilisation ganz von vorne beginnen kann: Macht und Ohnmacht des menschlichen Verstandes im Kräftemessen mit der Natur, deren Teil er doch ist – hier sind alle großen Themen Shakespeares und der Renaissance noch einmal versammelt. Mit Hilfe zweier Wesen, einem poetischen Monster namens Caliban, Sohn einer alten Insel-Hexe, und dem Luftgeist Ariel, gelingt es Prospero eines Tages, einen Sturm zu beschwören, der alle seine Feinde – seinen verräterischen Bruder samt Verbündeten – als Schiffbrüchige in seine Gewalt bringt. Miranda, die noch nicht viel von der Welt jenseits der Insel und somit noch nicht viele Männer gesehen hat, verliebt sich in einen der Gestrandeten: Ferdinand, Prinz von Neapel. Wenn Prospero auf seine Rache verzichtete, wäre die Inselromanze ein erster Schritt für eine allgemeine Aussöhnung …

Shakespeares letztes Stück ist in seiner poetischen, lebensprallen Verspieltheit, seiner Welterkundungslust, seiner Rohheit und zarten Melancholie auch ein Vermächtnis und ein Abschied des großen Theaterdichters.

Premiere: Samstag, 12. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Uraufführung   –  Bär im Universum

von Dea Loher

Inszenierung: Martina van Boxen, Bühne: Michael Habelitz, Kostüme: Esther van de Pas, Musik: Olaf Pyras, Dramaturgie: Julia Hagen

Mit Aljoscha Langel (Benny, ein Eisbär), Amelie Kriss-Heinrich (Polly), Lua Barros Heckmanns (Anni / Ute / Isabella) und Olaf Pyras (Rübe / Livemusik)

Eisbär Benny (mit weichem B!) ist nicht nur die Scholle und damit seine Heimat unterm Hintern weggeschmolzen, er ist auch noch der allerletzte seiner Art – im ganzen Universum. Wenn das mal nicht zum Heulen ist. Um sich selbst vor dem Aussterben zu bewahren, begibt er sich auf die Suche nach einem Eisbärmädchen und trifft Polly (mit Doppel-L!). Polly ist zwar genau wie Benny auch weiß und flauschig, aber leider kein Eisbär, sondern ein Huhn. Während sich Benny und Polly fragen, ob aus Eiern auch kleine Hühnerbärchen und Bärenhühnchen schlüpfen können, melden sich jede Menge Tiere auf Bennys Kontaktanzeige. Sie fliehen vor Buschfeuer und Wilderei, Fangnetzen und schwimmenden Müllbergen, manche haben eine Vorliebe für elektronische Musik und sie alle fürchten sich vor dem Aussterben. Doch mit wem soll man sich paaren, wenn man der Letzte seiner Art ist? Wer weist einem den komplizierten Weg durch Artensterben, Plastikmeere und Waldbrände? Und welcher Stern ist eigentlich der hellste am Himmel?
Dea Lohers erstes Kinderstück erzählt einfühlsam und augenzwinkernd von den Unwägbarkeiten unserer Zeit, vom Sichverlieben und Sichverpassen, von Freundschaft und vor allem von Hoffnung. Martina van Boxen, FAUST-Preisträgerin und seit 2019 Leiterin des JUST – Junges Staatstheater Kassel, wird mit dieser Uraufführung unser Programm für junges Publikum eröffnen.

Uraufführung: Sonntag, 13. September, 15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum


Der zerbrochne Krug

von Heinrich von Kleist

Inszenierung: Markus Dietz, Bühne und Kostüme: Mayke Hegger, Licht: Christian Franzen, Dramaturgie: Petra Schiller

Mit Bernd Hölscher (Adam, Dorfrichter), Hagen Bähr (Walter, Gerichtsrath), Lukas Umlauft (Licht, Schreiber), Rahel Weiss (Frau Marthe Rull), Christina Thiessen (Eve, ihre Tochter), Uwe Steinbruch (Veit Tümpel, ein Bauer), Sandro Šutalo (Ruprecht, sein Sohn)

Staatstheater Kassel / Der zerbrochne Krug - Bernd Hoelscher © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Der zerbrochne Krug – Bernd Hoelscher ©
N. Klinger

Adam, Richter in Huisum, einem fiktiven Dorf bei Utrecht, ist nicht in bester Verfassung: Wunden auf dem Kopf und im Gesicht, der Fuß verletzt, die Perücke abhanden. Adam will beim Aufstehen aus dem Bett gefallen sein. Zwar klingt die Geschichte merkwürdig, doch für detaillierte Nachforschungen bleibt keine Zeit. Es ist Gerichtstag und darüber hinaus hat sich Gerichtsrat Walter angekündigt, der eine (nicht mehr ganz) geheime Inspektion durchführen will. Vor Gericht stehen sich die Familien Rull und Tümpel gegenüber, Corpus Delicti ist ein Krug, der am gestrigen Abend bei Marthe Rulls Tochter Eve zu Bruch gegangen ist. Nun fordert die Mutter Schadensersatz vom Bräutigam Ruprecht, er sei’s gewesen, als er sich unerlaubt in Eves Kammer schlich. Dieser aber leugnet standhaft und möchte die Verlobung mit Eve lösen, da er einen anderen Mann in Eves Kammer ertappt habe, der den Krug zerbrach. Adam indes setzt alles daran, mehr Dunkel als Licht in den Fall zu bringen, verstrickt sich dabei aber selbst immer mehr im Netz der Wörter. Die Einzige, die etwas zur Aufklärung beitragen könnte, schweigt sich über das nächtliche Ereignis aus. Was geschah in den „abgemessnen zwei Minuten“, in denen Adam Eves Hände hielt und schwieg?
Der zerbrochne Krug ist die »witzigste, geistreichste, überraschendste Komödie in deutscher Sprache« (Peter Michalzik). Kleist analysiert aber auch Machtstrukturen, deren Missbrauch und Erhalt – wenn Eve endlich zu sprechen beginnt.

Premiere: Freitag, 18. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Staatstheater Kassel / L'ultimo sogno - Carlo-Ciceri © Giancarlo Pradelli

Staatstheater Kassel / L’ultimo sogno – Carlo-Ciceri ©
Giancarlo Pradelli

Uraufführung  –  L’ultimo sogno – Der letzte Traum

Annäherung an La Traviata in einem Akt von Carlo Ciceri / Giuseppe Verdi
Text: Francesco Maria Piave,  in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Francesco Angelico, Inszenierung: Bruno Klimek, Bühne: Hermann Feuchter, Kostüme: Tanja Liebermann, Dramaturgie: Christian Steinbock, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit Vlada Borovko als Gast (Violetta Valéry), Maren Engelhardt (Flora Bervoix), Lena Langenbacher (Annina, Violettas Dienerin), Giordano Lucà als Gast (Alfredo Germont), Hansung Yoo / Cozmin Sime (Giorgio Germont), Bassem Alkhouri (Gastone, Vicomte de Létorières), Daniel Holzhauser (Barone Douphol) u.a.m.

Für die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry zählen nur der Rausch des Augenblicks und die unbedingte Freiheit, bis sie Alfredo Germont und mit ihm Liebe und Glück kennenlernt. Doch ihr Leben an seiner Seite endet jäh, als Alfredos Vater sie um die Auflösung der Beziehung bittet: Die Zukunft seiner eigenen Familie stünde auf dem Spiel. Schweren Herzens verlässt Violetta Alfredo und kehrt – von der Tuberkulose gezeichnet – in die Halbwelt zurück, der sie sich entflohen glaubte.

Staatstheater Kassel / L'ultimo sogno - Vlada Borovka © Nataliya Anasimova

Staatstheater Kassel / L’ultimo sogno – Vlada Borovka © Nataliya Anasimova

Das Staatstheater Kassel hat den aus La Spezia stammenden italienischen Komponisten und Dirigenten Carlo Ciceri beauftragt, eine Neuinterpretation von Verdis berühmter Oper „La Traviata“ zu schreiben, die den Pandemie-Einschränkungen gerecht wird und dabei die musikalische Linie Verdis unangetastet lässt. Dabei instrumentiert Ciceri verschiedene Stimmen aus der Originalpartitur für ein Orchester von rund 20 Musikern mit der Intention, Verdis musikalischem Duktus zu folgen und zugleich neue und individuelle Klangfarben zu schaffen. Der Fokus der durch notwendige Striche straffer gewordenen Erzählung liegt dabei ganz auf der Figur der Violetta, die selbst Opfer der Tuberkulose wird – Opfer einer sogenannten „stillen Pandemie“: Aus dem Rückblick der sterbenden Kurtisane wird das vorherige Geschehen aufgerollt und Violetta träumt im Fieberwahn einen letzten großen Liebestraum. Er ist auch Titel gebend für die Uraufführung des neu geschaffenen Werkes: „L’ultimo sogno“.

Uraufführung: Samstag, 19. September, 19.30 Uhr, Opernhaus


 z. B.  Philip Seymour Hoffman

von Rafael Spregelburd, deutsche Übersetzung von Klaus Laabs

Inszenierung: Wilke Weermann, Bühne und Kostüme: Paula Wellmann, Musik: Constantin John, Dramaturgie: Thomaspeter Goergen, Video: Christian Neuberger

Mit Eva-Maria Keller, Alexandra Lukas, Marius Bistritzky, Tim Czerwonatis, Enrique Keil, Stephan Schäfer, Artur Spannagel

Ein japanischer Teenager, der in einer Gameshow alles über seinen Lieblingsschauspieler beantworten kann, sogar die Farbe dessen Slips … jetzt, im Augenblick der Show. Sodann ein Schauspieler, der zur Identitäts-Therapie muss, weil er zwar arbeitslos ist, zugleich dauernd für Philip Seymour Hoffman gehalten wird. Und zu guter Letzt kein Geringerer als eben der legendäre Philip Seymour Hoffman, der von einer Produktionsfirma ein überaus seltsames Angebot erhält … Willkommen im magischen Realismus. Drei Handlungsstränge, in denen die Zeit nicht linear verläuft, Kausalitäten höchst subjektiv sind, das Wunderbare alltäglich, das Alltägliche dagegen wunderbar. In Südamerika, bei Jorge Luis Borges etwa oder Gabriel García Márquez, floriert dieses Genre, in dem du die Geschichte schreibst und die Geschichte dich: Transitions in eine Dritte Realität, die Zone zwischen dem echten Wirklichen und dem fiktiven Realen. In diesem Sinne zaubert (oder realisiert) der argentinische Schauspieler, Regisseur und Autor Rafael Spregelburd dieses Tableau absurder, zärtlicher, existentialistischer und verrückter Szenen um einen animierten Flughafen, den hungrigen Godzilla, ein Haus aus Papier, den Prototyp der Kartoffel und: Weihnachten im November! Und natürlich auch »zum Beispiel« – Philip Seymour Hoffman …

Deutsche Erstaufführung: Sonntag, 20. September, 20.15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum

 


KONZERTE – Auswahl


Staatstheater Kassel / 1_Sinfoniekonzert-Francesco Angelico © N. Klinger

Staatstheater Kassel / 1_Sinfoniekonzert-Francesco Angelico ©
N. Klinger

1.  Sinfoniekonzert

Anton Webern: 5 Stücke für Orchester op. 10,  Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58, Franz Schreker: Kammersinfonie in einem Satz

Solist: Gerhard Oppitz (Klavier), Musikalische Leitung: Francesco Angelico

Aus der Stille heraus eröffnet das Klavier ganz solistisch das 4. Konzert für Klavier und Orchester von Ludwig van Beethoven. Nach fast sechsmonatiger Zwangs-Stille wird diese Herzmusik im 1. Sinfoniekonzertwieder zu Herzen gehen“, so wie es Beethoven einmal selbst geschrieben hat. Gerhard Oppitz, der international gefeierte Brahms- und Beethoven-Interpret, wird diese Musik gemeinsam mit Francesco Angelico und dem Staatsorchester wieder zum Leben erwecken. Gleich viermal(!), wird er das Konzert des diesjährigen Jubilars in Kassel zu Gehör bringen.

Anton Webern beschwört in seinen fünf Stücken für Orchester op. 10 seine eigene Welt herauf. In knapp sechs Minuten reduziert er die Musik auf das Wesentliche und erschafft eine intensive Emotionalität, die bis dahin ihresgleichen suchte. Kaum zu glauben, dass er dieses unnachahmliche Werk mit gerade einmal Mitte Zwanzig schrieb.

Franz Schreker, der zu Beginn der goldenen 20er-Jahre als einer der bedeutendsten Opernkomponisten neben Richard Strauss galt und wenig später als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt wurde, komponierte seine Kammersinfonie 1916. Das Werk ist eines seiner wenigen Ausflüge in die Welt der „absoluten Musik“ und verbindet die ausklingende Spätromantik mit der aufkommenden Wiener Moderne.

Sonntag, 6. September, sowie Montag, 7. September, jeweils um 17 Uhr und 20 Uhr im Opernhaus


GASTSPIELE UND EXTRAS – Auswahl


Förderverein Kasseler e.V. Jazzmusik präsentiert „Jazz im tif“ zu Gast im Schauspielhaus:

LANDSCAPES

Kongeniale Klangwelten zweier international renommierter Solisten

Markus Stockhausen (Trompete, Flügelhorn) und Ferenc Snétberger (Gitarre)

Staatstheater Kassel / Landscapes - Ferenc Snetberger und Markus Stockhausen © Angela Snétberger

Staatstheater Kassel / Landscapes – Ferenc Snetberger und Markus Stockhausen © Angela Snétberger

Markus Stockhausen, einer der wichtigsten europäischen Trompeter mit großer Variationsbreite, hat mit Ferenc Snétberger einen der besten akustischen Gitarristen Europas an seiner Seite. Ihr Duo ist ein Zusammentreffen zweier Charaktere, die auf intuitive Art und Weise miteinander zu kommunizieren wissen – eine spannungsvolle musikalische Gratwanderung im Grenzbereich zwischen Jazz, klassischer Musik und Weltmusik.

Über das Duo (CD „Streams“ ’07) schrieb U.Steinmetzger/ Leipziger Volkszeitung): „Diese CD ist ein seltener Solitär, weil zwei Individuen bei sich bleiben, indem sie zueinander finden… Diese Musik hütet sich davor, einfach nur schön sein zu wollen, indem sie sich anbiedert. Sie ist schön, weil sie strahlt, flirrt und etwas zu erzählen hat. Sie ist hochvirtuos, ohne je eitel aufzutrumpfen.“

Sonntag, 6. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Staatstheater Kassel / Klaus Doldinger_© Klaus Doldinger

Staatstheater Kassel / Klaus Doldinger_©
Klaus Doldinger

Theaterstübchen geht fremd – Ersatztermin für den 13. März 2020

Klaus Doldinger’s Passport feat. China Moses

Weltpremiere des neuen Albums –  Motherhood

Re-Make oder Neudeutung? Weder noch! In Klaus Doldingers Augen ist sein neues Album Motherhood, das er mit Passport, Gesangsgästen und Solist*innen eingespielt hat, gleichsam Rückblick und Standortbestimmung. „Motherhood“ gab es schon mal, Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre. Allerdings nicht als Albumtitel, sondern als Projektname mit dem vorangestellten Artikel The.

Doldingers besondere Verdienste für Fortbestand und Fortschritt der modernen Musik aus Deutschland sind mehrfach gewürdigt worden. Um mit bald 84 Jahren wieder aufzubrechen und neue Anknüpfungspunkte für seine Komponistenhandschrift zu finden, sei die energetische Standortbestimmung MOTHERHOOD sinnvoll gewesen, erklärt er. Das Publikum muss sich die Sinnfrage hingegen gar nicht stellen. Zuhören, genießen und erkennen zu können, warum Doldinger heute so klingt wie er klingt, ist beinahe ein Segen.

Sonntag, 13. März, 19.30 Uhr, Opernhaus            


„… und der Regen rinnt“. Literarisch-musikalische Eindrücke über Theresienstadt

Idee: Jugendchor CANTAMUS, Konzept und Szenario: Sophie Geismann, Clara Neher, Elena Padva, Emma Töppler, Maria Radzikhovskiy

Sara Nussbaum, Ilse Weber, Helga Weissová und Greta Klingsberg fahren zusammen in einem imaginären Zug und unterhalten sich über die Vergangenheit und die Zukunft. Alle vier waren während des zweiten Weltkrieges im Ghetto Theresienstadt. Wir wissen nicht, ob sie einander gekannt haben. Doch jetzt verflechten sich ihre Schicksale in einer literarisch-musikalischer Erzählung.

Montag, 28. September, 19.30 Uhr, Opernfoyer


—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Münster, Theater Münster, Konzertvorschau Oktober 2019

September 23, 2019 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Konzertvorschau Oktober 2019
Sinfonieorchester Münster


1. SINFONIEKONZERT
Dienstag, 1. Oktober, 19.30 Uhr
Mittwoch, 2. Oktober, 19.30 Uhr
Sonntag, 6. Oktober, 18.00 Uhr
Werke von Johann Sebastian Bach | Anton Webern, Bernhard Romberg und Johannes Brahms
Solist: Shenghzi Guo, Violoncello
Sinfonieorchester Münster | Dirigent: Golo Berg


GESPRÄCHSKONZERT
Samstag, 5. Oktober, 11.30 Uhr, Martinikirche
Ausschnitte aus der Sinfonie Nr. 4 e-Moll von Johannes Brahms
Sinfonieorchester Münster
Dirigent und Moderation: Golo Berg


MONDAYNIGHTMUSIC I
Montag, 7. Oktober, 19.30 Uhr, LWL-Museum für Kunst und Kultur
SWAN FAKE
Uwaga! plus Sinfonieorchester Münster
Dirigent: Stefan Veselka


1. ERBDROSTENHOFKONZERT
Montag, 7. Oktober, 20.00 Uhr
Werke von Gioachino Rossini, Franz Schubert, Carl Czerny u.a.
Kammermusik im Festsaal des Erbdrostenhofs


1. RATHAUSKONZERT
Donnerstag, 10.Oktober, 19.30 Uhr
Werke von Giacomo Puccini, Luigi Boccherini und Jean Françaix
Kammermusik im Rathausfestsaal


MÜNSTERLAND-FESTIVAL
Samstag, 12. Oktober, 20.00 Uhr, Kulturzentrum GBS Greven
Werke von Moondog, Thorsten Schmid-Kapfenburg und Volker Leiss
Solistin: Maia Shamugia, Violine
Sinfonieorchester Münster | Dirigent: Golo Berg


2. SINFONIEKONZERT
Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr
Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr
Sonntag, 3. November, 18.00 Uhr
Werke von Moondog, Heiner Goebbels und  Richard Strauss
Solist*innen: Jocelyn B. Smith, David Moss, Stimmen
Sinfonieorchester Münster
Osnabrücker Symphonieorchester | Dirigenten: Golo Berg, Andreas Hotz


—| Pressemeldung Theater Münster |—

Würzburg, Mainfranken Theater, 5. Sinfoniekonzert: Werke von Webern und Mahler, 12. + 13.04.2018

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Mainfrankentheater Würzburg

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

5. SINFONIEKONZERT
Do., 12.4. & Fr., 13.4. | 20:00 Uhr | Großes Haus
Dirigent Enrico Calesso

Werke von Webern und Mahler beim 5. Sinfoniekonzert
Ein besonderes Konzerthighlight erwartet das Publikum beim fünften Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Würzburg am 12. und 13. April im Mainfranken Theater. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso werden Weberns Ricercar und Mahlers fünfte Sinfonie zur Aufführung gebracht.

Die Sinfonie Nr. 5 von Gustav Mahler bietet eine Achterbahnfahrt der Gefühle, vom anfänglichen Trauermarsch bis zum frenetischen Schlusssatz, dazwischen Ländler, Walzer und das berühmte Adagietto. Entstanden zwischen 1901 und 1904 und am 18. Oktober 1904 in Köln uraufgeführt, gilt Mahlers fünfte Sinfonie als Beginn einer neuen Etappe im sinfonischen Schaffen des Komponisten. Davor erklingt im Konzertprogramm die 1934 von Anton Webern zu Papier gebrachte Bearbeitung des Ricercars aus Johann Sebastian Bachs Musikalischem Opfer.

Am Freitag, dem 13. April, bietet sich dem Publikum ab 17:30 Uhr zudem die Möglichkeit, an einer Gesprächsrunde mit Generalmusikdirektor Enrico Calesso sowie Ulrich Konrad und Christian Lemmerich vom Institut für Musikforschung der Universität Würzburg teilzunehmen. Gemeinsam beleuchten die Experten die Querverbindungen zwischen Mahler und Wagner.

Darüber hinaus finden an beiden Abenden um 19:30 Uhr Werkeinführungen statt. Gemeinsam mit Dramaturgin Beate Kröhnert haben Schülerinnen und Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums eine Einführungsrede vorbereitet und stimmen das Publikum auch mit musikalischen Beiträgen auf das Konzertprogramm ein.


5. SINFONIEKONZERT
Donnerstag, 12.4. & Freitag, 13.4. | 20:00 Uhr | Großes Haus
Dirigent Enrico Calesso
Philharmonisches Orchester Würzburg
PROGRAMM
WEBERN Ricercar aus Johann Sebastian Bachs Das Musikalische Opfer
MAHLER Sinfonie Nr. 5

Gesprächsrunde Wagner – Mahler
vor dem Konzert am Freitag, 13.4. | 17:30 Uhr | Foyer
mit Enrico Calesso, Prof. Dr. Ulrich Konrad, Dr. Christian Lemmerich

Ein besonderer Dank gilt dem Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V. und der Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung für die großzügige Unterstützung dieses Konzerts.

—| Pressemeldung Mainfrankentheater Würzburg |—

Hamburg, Elbphilharmonie, Wiener Philharmoniker und Ingo Metzmacher, IOCO Kritik, 26.1.2017

Januar 28, 2017 by  
Filed under Elbphilharmonie, Hervorheben, Konzert, Kritiken

Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

„Die Luft elektrisiert – dunkle Energien erfüllen den Raum“

 Die Wiener Philharmoniker – Ingo Metzmacher

Eine vollkommene und magische Demonstration dessen, was Neue Musik kann: Fulminante Wiener Philharmoniker unter Ingo Metzmacher in der Elbphilharmonie

Von Sebastian Koik

Das zweite Konzert der Wiener Philharmoniker in der neuen Elbphilharmonie Hamburg am 23.1.2017 hatte Werke des 20. Jahrhunderts auf dem Programm. Düsterer und schwerer könnten die Themen der Stücke kaum sein: Trauermärsche, Anklage gegen Krieg, Verfolgung und Gewalt, Massaker und nationale Traumata. Und dennoch ist der Abend ein Hochgenuss allererster Güte.

Elbphilharmonie Hamburg / Ingo Metzmacher © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Ingo Metzmacher © Claudia Hoehne

Der Abend beginnt mit Anton Weberns Sechs Stücke für Orchester op. 6, einem Werk, das 1913 von Arnold Schönberg, dem Lehrer Weberns, in Wien uraufgeführt wurde. Es war eine Aufführung, die als „Watschenkonzert“ in die Musikgeschichte einging, bei der das Publikum laut und handgreiflich wurde, gegen die neuartige Musik protestierte und randalierte. Seitdem sind 104 Jahre vergangen. Aus heutiger Sicht, in Zeiten, in denen die Menschen das Gefühl haben, alles schon mal gesehen und gehört zu haben, ist ein solcher Aufruhr wegen etwas fremdartiger Musik ein wenig schwer nachvollziehbar. Das Publikum in Hamburg bleibt ruhig, sehr ruhig, ist konzentriert und gebannt.

Anton Webern äußerte sich zu einem Werk von Schönberg einmal auf eine Weise, die auch seine eigene Haltung zum Komponieren ausdrückt: „Kein Motiv wird entwickelt; höchstens, dass eine kurze Phrase sofort wiederholt wird. Wenn das Motiv einmal gesetzt ist, drückt es alles aus, was in ihm enthalten ist; es muss etwas Neues darauf folgen.“   Die Komposition Weberns ist radikal auf das Notwendigste reduziert, die vielen Musiker des Orchesters werden sehr sparsam eingesetzt. Die Instrumente spielen die gezielt nebeneinandergesetzten und sanft miteinander verwobenen Klänge meist sehr vereinzelt und wenig im großen Zusammenspiel, mehr nacheinander als miteinander – es ist Kammermusik einer Hundertschaft. Und wie alles am heutigen Abend ertönt diese Musik ganz fantastisch im großen Saal der neuen Elbphilharmonie: analytisch, klar, klangschön und mit genügend Wärme.

Es herrscht vom ersten Moment an extreme Spannung, zwischen Metzmacher und dem Orchester, zwischen Musikern und Ohrenzeugen. Die Musiker wirken extrem präsent und hellwach, so wach und aufmerksam wie man nur sein kann. In den vielen leisen Stellen würde man wohl hören, wenn eine Stecknadel auf die Bühne fiele.

Elbphilharmonie Hamburg / Wiener Philharmoniker © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Wiener Philharmoniker © Claudia Hoehne

Sehr schnell wird eine gespenstische Atmosphäre erzeugt, spooky. Von Beginn an wird klar, dass der Dirigent Ingo Metzmacher ganz genau weiß was er tut und die absolute Kontrolle über das Orchester und die Partitur hat. Man sieht und hört, dass der Mann am Pult das totale Vertrauen seines Orchesters hat. Es wird sehr schnell deutlich, dass hier sehr, sehr knackig und straff dirigiert wird, dass die Musik ganz genau so gespielt wird, wie es zu sein hat. Man erkennt sofort, dass das Abgelieferte absolute Weltklasse ist. Nicht besser vorstellbar.

Die Solo-Bratsche ist das wichtigste Instrument des heutigen Abends. Zu Beginn des ersten Stückes ertönt sie aus einer leisen Gespenstigkeit heraus, mir kommen Bilder eines einsamen Friedhofs, immer wieder wie eine Stimme in dunkler Nacht. Die Luft ist elektrisiert.   Die aufmerksame, elektrisierte Stimmung zieht sich in Intensität durch das ganze Stück, das extrem schnell vorbei ist. 15 Minuten gingen so schnell noch nie vorbei, wie in diesem Stück, mit diesem Orchester und diesem Dirigenten. Es war, als wäre man auf eine kurze Reise durch eine andere Welt entführt worden, außerhalb der Zeit. Eine solche extreme Spannung vom ersten bis zum letzten Ton. Eine Meisterleistung von Orchester und Dirigent. Eine wunderbare Erfahrung!

Elbphilharmonie Hamburg / Wiener Philharmoniker © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Wiener Philharmoniker © Claudia Hoehne

Das zweite Stück des denkwürdigen Abends ist Karl Amadeus Hartmanns, einem kurzzeitigen Schüler Anton Weberns, Sinfonie Nr.1 – Versuch eines Requiems. Bei diesem Stück kommt Gesang mit ins Spiel. Die Altistin Gerhild Romberger singt vier vertonte Gedichte aus Walt Whitmans Leaves of Grass. Die Texte handeln von Elend, Tod und Verzweiflung. So heißt es im ersten Gedicht „Auf alle Gemeinheit und Qual ohne Ende schaue ich sitzend hin, sehe und höre“. Im zweiten: „Elend, ach, gibst du uns all‘ und Gedanken an den Tod, der uns nah.‚“ „Alles, alles öde und schwarz“ im dritten und „auf all ihre Toten schaute, verzweifelt, auf all die verzerrten Leiber, all die im Elend zugrunde gegangenen Menschen“ im letzten der vier Whitman-Gedichte.  Schön, trotz all dieser Abgründe und der Dunkelheit.

Auch hier herrscht von Beginn an extreme Spannung. Ingo Metzmacher hält die Zügel des kraftvollen Pferdegespanns Wiener Philharmoniker extrem eng. Alles am heutigen Abend ist wahnsinnig knackig, extrem zupackend und mit sehr viel Biss gespielt, mit perfektem Timing und größtmöglicher Musikalität. Die Gesangspartie ist  anspruchsvoll und die Sängerin macht ihre Sache gut. Allerdings ist diese Gesangspartie der einzige winzige „Kritikpunkt“ am heutigen Abend. Sie ist nicht ganz auf dem hohen Niveau des sehr guten Orchesters und Dirigenten. Das Orchester spielt die seltsam-komplexe Zeit der Komposition als extrem genaues Uhrwerk. Die Musiker spielen präzise, die Schlagzeuge auf den Punkt, das Zusammenspiel vollkommen. Das Orchester als geschmeidiger, muskulöser Panther. Es herrscht große Energie, auch im Leisen. Gespielt werden existentielle Klänge. Eine asketische Musik ohne Zitate. Die Komposition ein Monolith. Kein Gramm ist zu viel.  Zum Ende erschallt eine monströs unheilvolle Totenglocke, kurz aber markerschütternd, berührend. Viel Applaus, Bravo-Rufe.

Die erste Hälfte des monumentalen Abends war eine Demonstration dessen, was neue Musik kann. Pure Intensität. Gänsehaut. Vollkommen ohne Moment der Gleichgültigkeit oder Langeweile. Die Zeit vergeht im Flug. Energetisiert und hellwach gehe ich in die Pause.

Elbphilharmonie Hamburg / Eröffnungskonzert © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / Eröffnungskonzert © Michael Zapf

In der zweiten Hälfte dann Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr.11 op.103 „Das Jahr 1905“. Auch hier herrscht vom ersten Ton an extreme Spannung. Trompeten und Trommelwirbel lassen sehr schnell und deutlich das Bild von Soldaten und einem Exerzierplatz erscheinen. Der erste Satz trägt den Titel Der Platz vor dem Palast. Auf diesem Platz wird leider nicht nur exerziert, sondern auch exekutiert. Dieser Platz soll zum Schauplatz eines Massakers werden, das eine tiefe Wunde im kollektiven russischen Gedächtnis hinterlässt und Schostakowitsch und dessen Familie jahrzehntelang beschäftigt und schmerzt. Am „Petersburger Blutsonntag“ im Jahre 2005 werden unbewaffnete Arbeiter bei einer Demonstration für bessere Arbeitsbedingungen auf Befehl des Zaren brutal zusammengeschossen. Mehr als 1000 Menschen sterben.

Das Orchester lässt dichte, unheilschwangere Erwartung entstehen. Ein leichter Moment, doch dann vollzieht sich das Unheil. Wie alles am heutigen Abend, ist das extrem kraftvoll komponiert und gespielt und sehr straff dirigiert. Die Musik reißt mit, man betrauert mit ihr die Toten. Zuerst in fassungsloser Nüchternheit. Doch dann der Moment der Realisierung des unfassbaren Geschehenen. Die Musik trägt weiter; heraus aus nüchternem Schock, hinein in große Gefühle, Entsetzen, Schmerz. Es sind unvergleichlich kraftvolle und wunderschöne musikalische Momente. Streicher-Salven mit unglaublicher Schärfe, die Luft durchschneidend, Moleküle auftrennend. Streicher-Attacken mit monumentaler Präzision, Kraft und Macht, von nie gehörter Aggressivität. Der Komponist als Regisseur einer Reise, auf die er Zuhörer mitnimmt, mit kraftvollem Sog, ins Geschehen hinein. Es wirkt die Macht der Musik. Schärfe, Kraft, Präzision des gesamten Orchesters. Dann ein paar Momente des Durchatmens, die Spannung wird  ein wenig aufgebrochen. Der Komponist lässt die Zügel für ein paar Takte lockerer.

Elbphilharmonie Hamburg / Wiener Philharmoniker © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Wiener Philharmoniker © Claudia Hoehne

Dann die Geigen wunderschön ätherisch und zart, mit unfassbarer Feinheit und Luftigkeit. Schönes, präzises, wieder Spannung aufbauendes Zupfen der Kontrabässe und Celli. Dann erst präzise Attacken und darauf folgend ein langer Sturmlauf. Man ist gebannt, an den Sitz gefesselt. Nirgendwo auf der Welt will man jetzt lieber sein als hier und jetzt, in diesem Konzert. Mit Sturmgeläut ist der letzte Satz des Stückes überschrieben und dieses Sturmgeläut ist eine gewaltige Macht, die einen betrifft, die mitnimmt. Keiner kann davon unberührt bleiben. Ein fulminantes, wunderschönes Finale. Dann Stille. Ein dezentes zweimaliges Harfenzupfen, noch ein Harfenzupfen. Die Oboe mit einer feinen Melodie. Noch ein Harfenzupfen. Eine extrem energiegeladene leise Passage auf die noch ein donnernder Großsturm folgt, noch heftiger als zuvor, die Wände Jerusalems erschütternd……Dann ist es aus!

Eines meiner beeindruckendsten Konzerterlebnisse ist vorbei. Raus aus Das Jahr 2005, zurück in den wunderbaren Konzertsaal an der Elbe in Hamburg. Und in diesem Saal bricht Jubel los. Das Donnern kommt jetzt aus den Zuschauerrängen. Tosender Applaus, lang, sehr lang, eine kleine Ewigkeit lang. Das zuvor konzentriert gebannte Publikum hellauf begeistert. Stehende Ovationen. Ingo Metzmacher schien schon direkt unmittelbar nach dem letzten Ton des Konzertes gerührt, überwältigt vom Geschehenen. Jetzt ist er es von der Reaktion des Publikums. Mehrfach scheint er sich Tränen aus des Augen zu wischen. Ein Konzert, das jeden berührte.

Die Musiker haben hier und heute Großes und Unvergessliches geleistet. Alle drei Stücke des Abends wurden mit einer solchen Präzision und Intensität gespielt, dass es sich die Komponisten wohl keinen Deut besser umgesetzt vorstellen könnten. Als Zuhörer verlässt man den Konzertsaal elektrisiert, voller Energie, wach, geistig und seelisch bereichert. Von den Wiener Philharmonikern und Ingo Metzmacher.

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