Sydney, Opera House, La Bohème, Januar – März 2019

Januar 2, 2019 by  
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Sydney / Opera House © IOCO

Sydney / Opera House © IOCO

La Bohème

The original bohemian love story, set among the fishnets and fairy lights of 1930s Berlin.In the Joan Sutherland Theatre  In Italian with English and Simplified Chinese surtitles | Audio loop available & wheelchair accessible | No language barrier

The original bohemian love story, set amongst the fishnets and fairy lights of 1930s.

A poet, a painter, a musician and a philosopher walk into a bar to celebrate a sudden windfall in a lean winter. It’s Christmas Eve, and the poet has just felt the first pangs of great love. When a seamstress knocks on his door searching for candlelight, the pair fall in love faster than she can sing “Yes, they call me Mimì…”Between the ideals of love and art and the cruel realities of cold winters, bitter jealousies and empty pockets, two sets of lovers are trying to find their way.

By the time the curtain comes down, you’ll know the answer to an eternal question: is love enough?

See it if you like: devastating love stories, gorgeous costumes and impressive sets, the musical RENT, or Moulin Rouge.


Creative Team


Conductor : Benjamin Northey (Dec 31–Jan 12) / Nicholas Milton (Jan 17–Feb 8) / Dane Lam (from 16 Mar)
Director Gale Edwards
Revival Director Hugh Halliday
Set Designer Brian Thomson
Costume Designer Julie Lynch
Lighting Designer John Rayment
Assistant Director Liesel Badorrek


Artist Information


Mimì : 
Joyce El-Khoury
(Dec 31; Jan 3, 5, 8, 10, 12, 17, 19)
Maija Kovalevska
(Jan 2, 4, 9, 11, 21, 23, 31; Feb 2-8; Mar 16-28)
Rodolfo : 
Ivan Magrì
(Dec 31; Jan 3, 5, 8, 10, 12, 17, 19)
Diego Torre
(Jan 2, 4, 9, 11, 21, 23, 31; Feb 2-8; Mar 16-28)
Musetta : 
Anna Princeva
(Dec 31; Jan 3, 5, 8, 10, 12, 17, 19, 21, 23)
Julie Lea Goodwin
(Jan 2, 4, 9, 11, 31; Feb 2-8)
Lorina Gore
(from Mar 16)
Marcello : 
Samuel Dundas
(Dec 31; Jan 3, 5, 8, 10, 12, 17, 19, 21, 23)
Luke Gabbedy
(Jan 2, 4, 9, 11, 31; Feb 2-8; Mar 16-28)
Schaunard Shane Lowrencev
Colline : 
Taras Berezhansky
(2-12 Jan)
David Parkin
(17 Jan-28 March)
Benoît Graeme Macfarlane
Alcindoro Adrian Tamburini
Officer Clifford Plumpton
Sergeant Malcolm Ede
Parpignol :
Nara Lee (until Jan 12)
Benjamin Rasheed (from Jan 17)

Opera Australia Chorus
Opera Australia Children’s Chorus
Opera Australia Orchestra


Season runs from Wednesday 2 January to Thursday 28 March 2019


Wednesday 2 January 7:30pm
Thursday 3 January 7:30pm
Friday 4 January 7:30pm
Saturday 5 January 7:30pm

Tuesday 8 January 7:30pm
Wednesday 9 January 7:30pm
Thursday 10 January 7:30pm
Friday 11 January 7:30pm
Saturday 12 January 7:30pm

Thursday 17 January 7:30pm
Saturday 19 January 7:30pm

Monday 21 January 7:30pm
Wednesday 23 January 7:30pm

Thursday 31 January 7:30pm
Saturday 2 February 7.30pm

Tuesday 5 February 7:30pm
Friday 8 February 7:30pm

Saturday 16 March 1:00pm

Wednesday 20 March 7.30pm
Friday 22 March 7.30pm

Monday 25 March 7.30pm
Thursday 28 March 7.30pm

–| Pressemeldung Sydney Opera House |—

Bonn, Theater Bonn, Lohengrin – Richard Wagner, IOCO Kritik, 12.11.2018

November 13, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Bonn

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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

 Lohengrin  –  Richard Wagner

 – Gescheiterte Hoffnungen oder des Mädchens Traum –

Von Uschi Reifenberg

Richard Wagner © IOCO

Richard Wagner © IOCO

Die mit großer Spannung erwartete Premiere von Richard Wagners Lohengrin am Theater Bonn übertraf in der Tat sämtliche Erwartungen sowohl in musikalischer Hinsicht als auch in der Inszenierung von Marco Arturo Marelli und vereinte das Publikum an diesem besonderen Abend in kollektiver Begeisterung.

Der renommierte Schweizer Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli kehrte nach langjähriger Abstinenz an das Theater Bonn zurück, wo er bereits ab 1989 mit einer Reihe spektakulärer Inszenierungen seine internationale Karriere begonnen hatte.

Wagners Lohengrin, seine romantischste und vielleicht seine populärste Oper ist in mehrfacher Hinsicht ein Grenzfall. Kompositorisch beendet der Lohengrin die Reihe von Wagners romantischen Opern. Er weist keine für sich stehenden Formteile auf, Arien, Emsembles und Chorszenen werden bereits in den dramatischen Zusammenhang integriert und verweisen auf das durchkomponierte Musikdrama der späteren Jahre.

Lohengrin – Richard Wagner
Youtube Trailer des Theater Bonn
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1848 beendete Wagner die Komposition des Lohengrin kurz vor Ausbruch der Märzrevolution und erlebte das Scheitern der bürgerlichen Hoffnungen zugleich als Ausweglosigkeit seiner eigenen Lebenssituation. Denn wie so oft sind bei Wagner Leben und Werk untrennbar miteinander verbunden. Als politischer Emigrant musste er – steckbrieflich  gesucht- in die Schweiz fliehen. Dort schrieb er seine entscheidenden theoretischen Hauptwerke, „Die Kunst und die Revolution“, „Das Kunstwerk der Zukunft“ und „Oper und Drama“, in denen sich Wagners persönliche revolutionäre Erfahrungen spiegeln und er seine Hoffnungen auf eine durch Kunst veränderten besseren Welt formulierte.

Auch das Leitmotiv von Wagners Lebensthema, die Erlösung durch Liebe, nimmt hier eine zentrale Stellung ein. Im Lohengrin als „allertragischstem Gedicht“ (Wagner) gelingt diese Erlösung nicht und ist zum Scheitern verurteilt.

Marelli beleuchtet in seiner Deutung des Werkes die Widersprüche der Lohengrin Tragödie, die – wie er im Programmheft erläutert- immer wieder Fragen aufwerfen und den vielschichtigen Stoff so reizvoll machen. In der Dialektik von Utopie und Realität, Liebe und Macht, Kunst und Politik liegt der unauflösbare Widerspruch und das Scheitern der Utopie einer Erlösung durch Liebe.

Theater Bonn / Lohengrin - hier : Anna Princeva als Elsa, Mirko Roschkowski als Lohengrin und Chor © Thilo Beu

Theater Bonn / Lohengrin – hier : Anna Princeva als Elsa, Mirko Roschkowski als Lohengrin und Chor © Thilo Beu

Im Zentrum von Marellis Sicht steht die weibliche Hauptfigur Elsa von Brabant. Während des Vorspiels blickt man auf einen geöffneten Bühnenraum mit ansteigenden Holzelementen, die neben- und  übereinander gestapelt sind (Bühnenbild und Lichtregie: Marco Arturo Marelli). In der Mitte befindet sich auf einer quadratischen Ebene Elsas  Mädchenzimmer mit Stuhl und Bett, in welches sich Elsa je nach Bedarf zurückzieht. Man sieht Elsa und ihren jüngeren Bruder Gottfried zunächst ins Gebet versunken. Elsa, fast noch ein Teenager, im weißem Nachthemd und langen Löckchen, rührend in ihrer Unschuld, ist nicht nur stark im religiösen Glauben, sie imaginiert zugleich einen Heilsbringer mittels ihrer visionären Kraft, der dann auch tatsächlich erscheint. Eine erhöhte runde Plattform im Hintergrund wird sichtbar, auf welcher eine Ritterrüstung mit Mantel und Schwanenmotiv sowie ein Flügel stehen, an welchem Wagner / Lohengrin sitzt und komponiert. Der Künstler höchstselbst als Erlöser. Beide Ebenen – die reale des Mädchenzimmers wie die überirdische Sphäre des Kunstraums – bleiben als Einheitsbühnenbild die ganzen drei Akte über präsent. Auch geometrisch werden die beiden Welten streng voneinander abgesetzt.

Der kleine Gottfried liest in einem Bilderbuch, währenddessen erscheint Ortrud aus dem Bühnenboden und entführt ihn aus dem Zimmer, Schwanenfedern verweisen auf seine Verwandlung. Später bei Lohengrins Ankunft nimmt dieser den Jungen in seine Obhut und lässt  ihn im Flügel verschwinden. Dort kann er schon mal fleißig üben …

Der Heerrufer in Uniform und Brieftasche ist ein treuer Untertan und versieht seine Aufgabe mit Disziplin und Hingabe. Er verrichtet seine Tätigkeit nicht nur auf der Bühne, sondern wird auch an wechselnden Standorten im Zuschauerraum positioniert, die die Wirkung seiner Proklamationen unterstreichen. Ein empathischer Herrscher ist König Heinrich, mit viel Verständnis für seine Untergebenen,  der sich auch mal mitfühlend auf Elsas Bett setzt und, wenn er sich seiner royalen Verantwortung bewusst wird, den bunt bedruckten Königsmantel umlegt.

Theater Bonn / Lohengrin - hier : Anna Princeva als Elsa, Tomas Tomasson als Telramund, Dshamilja Kaiser als Ortrud © Thilo Beu

Theater Bonn / Lohengrin – hier : Anna Princeva als Elsa, Tomas Tomasson als Telramund, Dshamilja Kaiser als Ortrud © Thilo Beu

Für deutsches Land das deutsche Schwert

Der Chor trägt bedrohliche überdimensionale Speere, die sich im 3. Akt wie Blitze von der Bühnendecke in den Boden spiessen, wenn sich die Einheiten der Wehrmacht kriegslüstern zur Mobilmachung zusammenfinden. Beim Bekenntnis „Für deutsches Land das deutsche Schwert“ recken sie reflexartig den rechten Arm in die Höhe, was in diesem Kontext nachvollziehbar ist. Telramund in militärischem Outfit entpuppt sich in seiner Anklage gegen Elsa selbstgefällig und großspurig, und legt dem König zum Beweis ein Papier vor.

Elsas ausweglose Situation stärkt ihren Glauben an einen Retter, das Wunder erscheint tatsächlich, eine sympathische Persönlichkeit im weißen Pyjama, glücklich über seine Mission, ein  Einsamer auf der Suche nach Liebe, zu dem Elsa sofort Vertrauen fasst. Ein schöner Regieeinfall ist, wenn Lohengrin sein Frageverbot ausspricht und Elsa, fassungslos vor Glück, seine Worte immer wieder nachspricht, um sie ja nicht zu vergessen. Scheu berührt sie ihren Erlöser, die fleischgewordene Inkarnation ihres Traums. Marelli blickt hier mit viel Sensibilität in die Jungmädchenseele.

Das subversive Duo Ortrud und Telramund kauern in ihrem Dialog im 2.Akt am Bühnenrand. Nach Telramunds Schuldzuweisungen zunächst in herzlicher Abneigung vereint, finden sie dann aber als Paar wieder zusammen. Zwei Ausgestoßene, die von der Hochzeitsgesellschaft verspottet werden. Telramund outet sich als ausgemachter Angeber, der nach seiner blamablen Niederlage im Zweikampf mit Lohengrin jetzt in Selbstmitleid badet und sich als Weichei entpuppt, ein Vorläufer Gunthers. –

Seine Gattin, eine fanatische Reaktionärin mit viel erotischer Ausstrahlung, in rotem Gewand (Kostüme: Ingeborg Bernerth), erinnert in ihrem Stolz und ihrer Unbeugsamkeit an eine antike Statue, wenn sie sich in ihren langen Mantel  hüllt und längst vergangene Zeiten beschwört. Ihre Intrigen spinnt sie in Elsas Zimmer beim Kaffeekränzchen in vordergründiger Zweisamkeit. Die beiden hätten eigentlich Freundinnen werden können, wäre da nicht Ortruds erpresserische Androhung ihres Selbstmordes und ihr manipulatives Vorgehen als „wilde Seherin“, wenn sie Elsa das kommende Unheil aus der Hand liest. Hochzeitsvorbereitungen scheuchen die Männer in Schlafanzügen in aller Frühe aus den Betten vor das Münster, wo sie sich – unterstützt von ihren Frauen- in Ihre Festgarderobe werfen. Eine  amüsante Szene.

Elsa ist hin- und hergerissen zwischen Euphorie und Zweifel, Ortruds Gift beginnt bereits zu wirken und Lohengrin muss sie fast gewaltsam zum Altar ziehen, denn „der Rache Werk hat nun begonnen“. Zum Brautgemach werden Elsa und Lohengrin mit verbundenen Augen geführt, es warten jede Menge Überraschungen auf das Paar. Sie werden mit Geschenken überhäuft, unter anderem auch mit einer kleinen Wiege, die bürgerliche Idylle könnte perfekt sein.

Theater Bonn / Lohengrin - hier : Anna Princeva als Elsa, Tomas Tomasson als Telramund, Pavel Kudinov als König Heinrich © Thilo Beu

Theater Bonn / Lohengrin – hier : Anna Princeva als Elsa, Tomas Tomasson als Telramund, Pavel Kudinov als König Heinrich © Thilo Beu

Lohengrin verhält sich in der intimen Zweisamkeit mit seiner Ehefrau zunächst noch etwas unbeholfen, aber je mehr sich Elsa wahnhaft in ihre Angst hineinsteigert, desto klarer verweist er  auf seine Sendung. Als Elsa wie unter Zwang die verhängnisvolle Frage nach der Identität Lohengrins stellt, erschlägt dieser den  hereinbrechende Telramund. Damit wird er unfreiwillig zum Mörder, immer wieder schaut er ungläubig auf seine blutige Hand. Im Bewusstsein des Scheiterns aller Utopien nimmt er Abschied von seiner Liebeshoffnung, aber auch von seiner Unversehrtheit. Bevor er seine letzte traurige Fahrt antritt, muss er auch die in ihn gesetzten Hoffnungen enttäuschen und seine Identität enthüllen. Die Gralserzählung singt er wieder am Flügel, die Gesellschaft verharrt wie erstarrt zwischen Truppenaufmarsch und Kriegsbeflaggung.

Ortruds letztes ekstatisches Aufbäumen für die Wiederherstellung der alten Ordnung zitiert den kleinen Gottfried aus dem Untergrund, dem Lohengrin die Symbole der Herrschaft übergibt. Dass er damit etwas anfangen kann, bleibt zu bezweifeln. Elsa bricht unter den Trümmern ihrer vernichteten Welt zusammen; Lohengrin entschwindet auf seiner Wolke zurück in den Elfenbeinturm seiner Einsamkeit. Ob die Kunst ihn rettet ?

Über die musikalische Seite der Aufführung lässt sich fast ausnahmslos in höchsten Tönen schwelgen, Sängerensemble, Orchester und Chor musizierten auf beeindruckendem Niveau und verbanden sich zu einer zu einer homogenen Gesamtleistung wie man sie nicht oft erleben darf.

Das Lohengrin Debüt von Mirko Roschkowski kann man wohl als rundum gelungen bezeichnen. Der sympathische Tenor besticht mit seiner warmen innigen, leicht dunkel mattierten Stimme und viel Belcanto-Schmelz. Die a capella Stellen des liedhaft zarten Schwanenliedes formt er mit  traumwandlerischer Intonationssicherheit wunderbar sensibel aus. Seine Höhe ist mühelos und glänzt eher bronzefarben als heldisch- strahlend, was seiner Gestaltung jenen leicht gebrochenen Grundton verleiht, der die tragische Aura dieser Figur umgibt. Sehr berührend und klug aufgebaut singt er die Gralserzählung, in der er auch mit metallischer Strenge aufzutrumpfen versteht.  Auf die weitere Entwicklung dieses vielversprechenden Tenors darf man sehr gespannt sein.

Die Elsa von Anna Princeva darf man ebenfalls als Glücksfall bezeichnen. Die zierliche Sängerin  mit der berührend kindlichen Ausstrahlung verfügt über einen substanzreichen lyrischen Sopran, der sich in allen Lagen mühelos behauptet und über genug Potenzial für die großen dramatischen Steigerungen verfügt, was sie in der Brautgemachszene eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ihre Hinwendung zur Innerlichkeit unterstreicht sie mit tragfähigen Piani und weicher Legatokultur.

Dshamilja Kaiser ist als Ortrud eine Offenbarung. Selten hört man eine so kultiviert singende, perfekt phrasierende Ortrud, die mit ihrem Mezzo alle dynamischen Facetten dieser Partie auslotet. Ihre dramatischen Ausbrüche sorgen für Gänsehauteffekt, wirken dabei nie forciert, die Spitzentöne werden unangestrengt in den musikalischen Kontext integriert. Ein beeindruckendes Rollenportrait!

Theater Bonn / Lohengrin - hier : Mirko Roschkowski als Lohengrin © Thilo Beu

Theater Bonn / Lohengrin – hier : Mirko Roschkowski als Lohengrin © Thilo Beu

Tómas Tómasson zeigt den innerlich zerrissenen Telramund mit großer gestalterischer Intensität, deklamatorischer Klarheit und psychologischer Tiefenschärfe. Sein kerniger Bariton verfügt über ein weites Spektrum an Charakterisierungsmöglichkeiten, die er differenziert einzusetzen versteht.

Paul Kudinov verfügt als König über einen angenehm hell timbrierten Bass, dessen exponierte Höhenlagen sich wie selbstverständlich über das Orchester hinwegsetzen und nicht nur ihm, sondern auch dem Publikum viel Freude bereiten. Den Heerrufer gibt Ivan Krutinov souverän und mit königlich auftrumpfender Noblesse. Mit seiner vollen und tragfähigen Baritonstimme komplettiert er die fulminante Sängerriege.

Der Dirigent Dirk Kaftan und das Bonner Beethovenorchester sind ohne Zweifel mit höchstem Einsatz und glühendem Eifer bei der Sache. Dirk Kaftan führt das Orchester mit liebevoller Achtsamkeit durch die Partitur, besticht nicht nur mit poetischer Klangzauberei und weit atmenden Bögen, sondern auch mit perfekter Klangbalance und umsichtiger Sängerführung. Als Wagner-Dirigent versteht er, dramatische Spannungsabläufe und orchestrale Wucht unter Kontrolle zu halten und mit imposanten Steigerungen die Energien zu entfesseln. Beeindruckend gerät der Höhepunkt des gesamten Ensemble im 1. Akt.

Es wird beglückend präzise musiziert, herausragend hört man die Trompeten im 3.Akt, die seitlich der Bühne und auch im Zuschauerraum positioniert sind, was eine faszinierende Raumwirkung entfaltet.

Wunderbar anzuhören Chor und Extrachor ( Leitung: Marco Medved), sowie der Kinder- und Jugendchor ( Einstudierung: Ekaterina Klewitz).

Stehende  Ovationen beendeten einen außergewöhnlichen Abend

Lohengrin am Theater Bonn, weitere Vorstellungen 24.11.; 21.12.; 26.12.2018; 6.1.; 17.1.; 1.2.2018 und mehr

—| IOCO Kritik Theater Bonn |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Das Rheingold, 04.11.2017

Oktober 3, 2017 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Oper, Premieren, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Auftakt für Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in Duisburg
„Das Rheingold“ – Premiere in neuer Besetzung

die Deutsche Oper am Rhein startet ihren neuen „Ring“ jetzt auch im Theater Duisburg: Am Samstag, 4. November, um 19.30 Uhr ist Premiere für „Das Rheingold“ in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf.
Mit einer hochkarätigen neuen Sängerbesetzung und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober wird der Auftakt zu Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ noch einmal ganz neu erlebbar. Mit dem Briten James Rutherford ist ein weltweit renommierter Wagner-Interpret in Duisburg als Wotan zu Gast. Raymond Very (Loge) kehrt nach eindrucksvollen Auftritten in „Billy Budd“, „Death in Venice“ und „Der Zwerg“ erneut an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Ensemblemitglied Stefan Heidemann gibt sein Debüt als Alberich.

„Das Rheingold“ von Richard Wagner
Premiere am Samstag, 4. November 2017, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg
Vorabend des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ – Text vom Komponisten
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 2 ½ Stunden, keine Pause – empfohlen ab 12 Jahren

Musikalische Leitung: Axel Kober Kostüme: Renate Schmitzer
Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf Licht: Volker Weinhart
Bühne: Dieter Richter Dramaturgie: Bernhard F. Loges
Wotan: James Rutherford Alberich: Stefan Heidemann
Donner: David Jerusalem Mime: Florian Simson
Froh: Bernhard Berchtold Fasolt: Thorsten Grümbel
Loge: Raymond Very Fafner: Lukasz Konieczny
Fricka: Katarzyna Kuncio Woglinde: Heidi Elisabeth Meier
Freia: Anna Princeva Wellgunde: Kimberley Boettger-Soller
Erda: Ramona Zaharia Floßhilde: Iryna Vakula
Orchester: Duisburger Philharmoniker


„Das Rheingold“ im Theater Duisburg: Sa 4. November – 19.30 Uhr (Premiere) / Do 9. November – 19.30 Uhr / Fr 24. November – 19.30 Uhr / So 3. Dezember – 15.00 Uhr / Sa 16. Dezember – 19.30 Uhr / Do 21. Dezember – 19.30 Uhr

DER RING DES NIBELUNGEN – die weiteren Premieren:
DIE WALKÜRE: So 28. Januar 2018 – Opernhaus Düsseldorf / Do 31. Mai 2018 – Theater Duisburg
SIEGFRIED: Sa 7. April 2018 – Opernhaus Düsseldorf / Sa 26. Januar 2019 – Theater Duisburg
GÖTTERDÄMMERUNG: Sa 27. Oktober 2018 – Opernhaus Düsseldorf / So 5. Mai 2019 – Theater Duisburg

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere – Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai, 11.11.2016

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCOTheater Duisburg © IOCO

Die lustigen Weiber von Windsor  von Otto Nicolai

Premiere Theater Duisburg:  Freitag, 11. November 2016, 19.30 Uhr, weitere Termine in Duisburg und Düsseldorf, siehe unten

Komisch-fantastische Oper in drei Akten nach William Shakespeares gleichnamigem Lustspiel,  Libretto von Hermann Salomon Mosenthal – In deutscher Sprache mit Übertiteln. Dauer: ca. 3¼ Stunden, zwei Pausen – Musikalische Leitung: Axel Kober, Licht: Volker Weinhart – Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf, Chorleitung: Gerhard Michalski – Bühne: Dieter Richter Dramaturgie: Bernhard F. Loges – Kostüme: Renate Schmitzer

Deutsche Oper am Rhein / Die lustigen Weiber von Windsor © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Die lustigen Weiber von Windsor © Hans Jörg Michel

Das Glück der Eheleute Fluth und Reich ist alles andere als ungetrübt. Als der heruntergekommene Ritter Sir John Falstaff den beiden Frauen den gleichen Liebesbrief schreibt, kommt ihnen das gerade recht: Sie wissen sich zu helfen und erteilen nicht nur Falstaff, sondern auch Frau Fluths eifersüchtigem Ehemann eine Lektion. Die Rache an Falstaff wird zum Ventil ihrer Unzufriedenheit, und in der Jagd auf den Außenseiter finden nicht nur die beiden Paare wieder zusammen, sondern die gesamte Kleinstadt.

Wie in Shakespeares Schauspiel ist Falstaff auch in Otto Nicolais Oper keine rein komische Figur – er verkörpert all das, was der bürgerlichen Gesellschaft in Windsor verhasst ist, und was die braven Bürger des Städtchens zu verdrängen suchen: Genusssucht bis zur Völlerei, Lebenslust und maßlose Sexualität. Bereits zu Beginn der Ouvertüre verweist Nicolai auf die düstere Stimmung des Finales im dunklen Wald. Wie in Caspar David Friedrichs Gemälden verschwimmen hier Realität und Fiktion, und die Bühne wird zu einem Ort der Entgrenzung und Enthüllung.

Dietrich W. Hilsdorf bringt Die lustigen Weiber von Windsor zusammen mit Bühnenbildner Dieter Richter, Kostümbildnerin Renate Schmitzer und Generalmusikdirektor Axel Kober zur Aufführung, bevor das Team noch in dieser Spielzeit an der Deutschen Oper am Rhein mit der Neuinszenierung von Richard Wagners  Ring des Nibelungen beginnt: Premiere für Das Rheingold ist am 23. Juni 2017 in Düsseldorf.

Sir John Falstaff: Thorsten Grümbel, Frau Fluth: Heidi Elisabeth Meier, Herr Fluth: Stefan Heidemann, Frau Reich: Katarzyna Kuncio, Herr Reich: Sami Luttinen, Jungfer Anna Reich: Anna Princeva, Fenton: Jussi Myllys, Küster: Peter Nikolaus Kante, Junker Spärlich: Paul Schweinester, Chor der Deutschen Oper am Rhein, Dr. Cajus: Günes Gürle, Duisburger Philharmoniker

Vor der Premiere gibt die Opernwerkstatt am Donnerstag, 3. November, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg Einblick in Die lustigen Weiber von Windsor. Nach einem Gespräch mit Produktionsbeteiligten sind die Besucher zur Bühnenorchesterprobe eingeladen – der Eintritt ist frei. PMDOR

Die lustigen Weiber von Windsor  im Theater Duisburg:
Fr 11.11. – 19.30 Uhr (Premiere) | Di 15.11. – 19.30 Uhr | Do 17.11. – 19.30 Uhr | Sa 26.11. – 19.30 Uhr

Die lustigen Weiber von Windsor im Opernhaus Düsseldorf:
So 04.12. – 18.30 Uhr | Sa 10.12. – 19.30 Uhr | Fr 16.12. – 19.30 Uhr | Di 20.12. – 19.30 Uhr | Fr 30.12. – 19.30 Uhr | So 08.01. – 15.00 Uhr | Do 09.02. – 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

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