Pforzheim, Theater Pforzheim, Frankenstein Junior – Freche Horror-Parodie, 28.09.2019

September 17, 2019 by  
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Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Frankenstein Junior –  Young Frankenstein

Freche Horror-Parodie – mit Swing, Tanz und „monströsem“ Spaß!

Buch Mel Brooks + Thomas Meehan, Musik + Gesangstexte Mel Brooks

Premiere Samstag, 28. September 2019

Der Amerikaner Mel Brooks ist eine Koryphäe in Musical und Film. Niemand bringt wie er Figuren auf die Bühne, die Klischee und Liebenswürdigkeit mit so viel Witz verbinden. Seine Kompositionen haben Atmosphäre und Melodien, deren Rhythmen wortwörtlich in die Beine fahren. Besonders, wenn Irving Berlins legendäres „Puttin‘ on the Riz“ zur Stepptanz-Nummer wird, läuft das Ensemble zu Hochtouren auf.

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior - Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior – Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Die Handlung von Frankenstein Junior knüpft an den Frankenstein-Mythos von Mary Shelley an. Erzählt wird die Fortsetzung der Geschichte anhand des Enkels des berühmt-berüchtigten Wissenschaftlers: Dr. Frederick Frankenstein (sprich: „Fronkensteen„) ist erfolgreicher Neurobiologe in New York und distanziert sich durch die Aussprache seines Namens explizit von seinem Großvater Dr. Victor von Frankenstein. Dieser wollte einen Menschen schaffen, versetzte jedoch mit einem Monster die Welt in Angst und Schrecken. Frederick will mit dieser morbiden Vergangenheit auch nach dem Tod Victors nichts zu tun haben. Bei ihm kommt die Wissenschaft immer zuerst. Er verabschiedet seine Verlobte Elisabeth, ein New Yorker Society Girl und reist ab, um das geerbte Schloss in Transsilvanien zu besuchen.

Dort wird Frederick vom ergebenen Diener Igor und der strengen Haushälterin Frau Blücher empfangen. Als Labor-Assistentin ergänzt die junge Inga das Team. Und ehe sich Dr. Fronkensteen versieht, steht er im alten Laboratorium und ist dabei, eine bahnbrechende Entdeckung zu machen. Dabei entsteht mehr als eine Liebesgeschichte und jede Menge Komik….

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior - Schuermann, Dengler © Sabine Haymann

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior – Schuermann, Dengler © Sabine Haymann

Regisseur Klaus Seiffert, der auch an der Musikalischen Komödie in Leipzig und dem Alten Schauspielhaus in Stuttgart inszeniert, arbeitet gemeinsam mit Choreograph Mario Mariano zum ersten Mal in Pforzheim. Das musicalerprobte Duo wird von Bühnen- und Kostümbildner Tom Grasshof begleitet. Seine Ausstattung orientiert sich an Mel Brooks legendärem Film und schafft ebenso Raum für innig Momente wie lebendige Ensembleszenen. Die Musicaldarsteller Samuel Schürmann als Frederick Frankenstein und Manuel Dengler als Igor sind zu Gast im Musiktheaterensemble. In der Spielzeit 2015/16 sang sich Samuel Schürmann mit „My Way“ als Frank Sinatra bereits in die Herzen des Publikums.

Frankenstein Junior ist ein swingendes Musical, in dem Slapstick auf Horrorfilm trifft und alles zu einem mitreißenden Gute-Laune-Soundtrack tanzt. Liebevoll hat jeder Charakter seine Eigenheiten und bringt das Familiengeschäft auf seine Weise voran. Die lustvolle Fortsetzung der Geschichte um das Erbe Doktor Frankensteins parodiert dessen erste Verfilmung aus den 30er Jahren und das Horror-Genre wortspielreich und schwungvoll. Ganz in der Manier von Mel Brooks gleichnamigem Film aus dem Jahr 1974 garantiert diese Musicalproduktion „monströsen“ Spaß!

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior - Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Theater Pforzheim / Frankenstein Junior – Schuermann, Dengler, Steiner © Sabine Haymann

Frankenstein Junior – Young Frankenstein

Mit Anna Gütter, Helena Steiner, Samuel Schürmann a. G., Lilian Huynen, Klaus Geber, Philipp Werner, Paul Jadach, Manuel Dengler a. G., Thorsten Klein, Chor des Theaters Pforzheim, Ballett Theater Pforzheim, Badische Philharmonie Pforzheim

Musikalische Leitung Philipp Haag, Inszenierung Klaus Seiffert, Bühnenbild und Kostüme Tom Grasshof, Choreografie Mario Marian

Premiere Samstag, 28. September um 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen am Fr, 4., Di, 8., So, 20., Mi, 23., Sa, 26. und Mi, 30. Oktober sowie an weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit

(R)Einblicke  – Die öffentliche Probe
In der Reihe (R)Einblicke haben allen Musicalfans am Samstag, 21. September um 11.30 Uhr die Gelegenheit, eine Frankenstein Junior-Probe unter Leitung des Regisseurs Klaus Seiffert zu erleben

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Die Liebe zu den drei Orangen, 18.05.2019

Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

  Die Liebe zu den drei Orangen – Sergei Prokofieff

 Lachen ist die beste Medizin oder: ein skurriles Theater-Märchen voller Kuriositäten

Premiere Samstag, 18. Mai 2019 19.30 Uhr

Der Prinz kann nicht mehr lachen, er leidet an anhaltender Melancholie. Durch ein fröhliches Spektakel will der König ihn heilen. Doch Minister Leander will die Genesung des Prinzen mit allen Mitteln verhindern, um selbst auf den Thron zu gelangen. Auf dem königlichen Fest erscheint seine Verbündete, die böse Hexe Fata Morgana. Allein ihre Anwesenheit soll das Lachen des Prinzen verhindern. Doch die Hexe stolpert – und plötzlich lacht der Prinz! Wutentbrannt verflucht sie ihn zu sofort einsetzender Liebe zu drei Orangen. In einem fernen Land werden diese drei Orangen von einer löffelschwingenden Köchin eifersüchtig bewacht, denn im Innern der Früchte verbergen sich Prinzessinnen. Das Abenteuer beginnt!

Sergei Prokofieffs komische Oper strotzt voll beißendem Witz und grellen Charakteren. Die Komposition ist vibrierend, impulsiv und von großem Farbenreichtum. Parodie und Groteske mischen sich mit Phantastischem und Tragischem zu einer doppelbödigen Märchenhandlung. Diese wird immer wieder unterbrochen – der Chor streitet darüber, was gespielt werden soll, Komödie oder Tragödie?

Mit  Lukas Schmid-Wedekind, Philipp Werner, Lisa Wedekind, Tomas Möwes, Dennis Marr, Paul Jadach, Nico Wouterse, Stamatia Gerothanasi, Dorothee Böhnisch, Lisa Wedekind, Anna Gütter, Natasha Sallès, Aleksandar Stefanoski, Emanuel Fluck, Elisandra Melián, Lothar Helm, Aleksandar Stefanoski

Solisten und Chor des Theaters Pforzheim, Badische Philharmonie, Extrachor des Theaters Pforzheim, Mitglieder des Jugendclubs des Theaters Pforzheim

Musikalische Leitung — Markus Huber
Inszenierung — Thomas Münstermann
Bühnenbild und Kostüme — Thomas Mogendorf

(R)Einblicke – Die öffentliche Probe am Samstag, 4. Mai um 11.30 Uhr im Großen Haus

Premiere Samstag, 18. Mai um 19.30 Uhr, Einführung um 19.10 Uhr im Foyer, Weitere Vorstellungen am Mi, 22, und Do, 30. Mai, Fr, 7., Di, 11., Fr, 21., So, 23.  Und Di, 25. Juni und Mi, 3. Juli sowie an weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit, jeweils mit Einführung 20 min. vor Beginn im Foyer

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Everyman – Rockoper, 06.04.2019

März 19, 2019 by  
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Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Everyman (Jedermann) –  Rock-Oper

 Günter Werno, Andy Kuntz, Stefan Lill und Johannes Reitmeier

Premiere am Samstag, 6. April 2019, 19.30 Uhr

Jedermanns Leben rockt – vom Leben und Sterben des reichen Mannes

Der Jedermann (Everyman) genießt das Leben in vollen Zügen: Geld, Güter, Geliebte so viel er will. Er kennt weder Moral noch Maß. Niemals ist er einem Schuldner gnädig, nie hilft er den Bedürftigen. Gott will Jedermann zur Rechenschaft ziehen und schickt ihm den Tod. Weder dessen Geliebte (Buhlschaft) noch sein bester Freund wollen ihn auf der letzten Reise begleiten. Nicht einmal seine Güter in Person des Mammons gehorchen ihm mehr. Erst als sich ihm seine Werke (gute Taten) . in Gestalt einer gebrechlichen Frau – zu erkennen geben, keimt Hoffnung. Bisher immer vernachlässigt, ist sie schwach und Jedermann erkennt endlich, dass er sein Leben ändern muss …

Theater Pforzheim / Everyman - Philipp Werner, Ingo Wagner, Helena Steiner, Natasha Sallès, Ballett © Theater Pforzheim

Theater Pforzheim / Everyman – Philipp Werner, Ingo Wagner, Helena Steiner, Natasha Sallès, Ballett © Theater Pforzheim

Der Jedermann-Stoff ist vor allem durch das gleichnamige Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal und die jährlichen Aufführungen der Salzburger Festspiele berühmt. Es beruht auf dem mittelenglischen Moralitätenstück Everyman. Dieses ist auch für Andy Kuntz und seine Progressiv-.Rock-Band Vanden Plas die Vorlage für ihre opulente Rock.-Oper. Virtuose E-Gitarren und rasantes Schlagzeug bilden das energiegeladene Fundament, welches vom Orchester unterstützt alle mitreißt und auch genügend Platz für berührende Balladen lässt. Die erfolgreiche Bühnenshow kommt in einer neuen Inszenierung erstmals nach Pforzheim.

Theater Pforzheim / Everyman - Andy Kuntz © Theater Pforzheim

Theater Pforzheim / Everyman – Andy Kuntz © Theater Pforzheim

Mit Chris Murray, Andy Kuntz; Philipp Werner, Lilian Huynen, Lisa Wedekind, Dennis Marr, Ingo Wagner, Steffen Fichtner, Anna Gütter/Natasha Sallès, Brian Garner, Manuela Wagner und Helena Steiner

Chor des Theaters Pforzheim
Extrachor des Theaters Pforzheim
Ballett Theater Pforzheim
Badische Philharmonie Pforzheim
Rockband „Vanden Plas“ (Günter Werno, Stephan Lill, Torsten Reichert und Andreas Lill)
Inszenierung                            Philipp Moschitz
Musikalische Leitung                 Philipp Haag
Bühnenbild & Kostüme              Matthias Engelmann
Choreografie                           Sven Niemeyer
(R)Einblicke – Die öffentliche Probe am Samstag, 23. März um 11.30 Uhr im Großen Haus

Premiere Samstag, 6. April 2019, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen Mi, 10., Sa, 13. und Mi, 17. April 2019 sowie an weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere Der Zigeunerbaron – Johann Strauss, 22.12.2018

Dezember 17, 2018 by  
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Theater Pforzheim

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Theater Pforzheim © Sabine Haymann

Der Zigeunerbaron – Johann Strauß

– Schatzwalzer und Liebesreigen –

Premiere am 22. Dezember 2018

Die Uraufführung der Operette Der Zigeunerbaron war der größte Bühnenerfolg des Komponisten Johann Strauß, der bis heute ungebrochen andauert. Musikalische Einflüsse seines Ungarn-Aufenthaltes sind in der Komposition ebenso zu hören wie die seiner Heimat Wien: rasante Csárdásläufe wechseln mit melancholischem Moll und schwungvollen Walzern, darunter „Ja, das alles auf Ehr“ oder der „Schatzwalzer“. Die Operette betört durch sanfte Duette, begeistert mit großen Chornummern sowie spritzigen Dialogen und strotzt voller Energie und Rhythmus. Die Kostüme von Anke Drewes und das Bühnenbild von Manfred Kaderk siedeln die Handlung malerisch um die Jahrhundertwende an.

Ein heimlich vergrabener Schatz, zwei Liebesgeschichten und realistisch gezeichnete Figuren durchziehen die bewegte Geschichte; Vorlage dazu ist die Novelle Saffie des ungarischen Autors Morus Jokai. Die Handlung birgt einige Konflikte, die sich am Ende in Wohlgefallen lösen: Der mittellose Barinkay kehrt aus der Vertreibung in seine Heimat zurück. Sein ungarisches Erbe ist heruntergekommen und der reiche Schweinezüchter Zsupán hat sich auf seinem Land breit gemacht. Der Clan, der den anderen Teil des Geländes besiedelt hat, erkennt nun Barinkay als seinen Herren an. Um den Frieden zu wahren, will Barinkay die Tochter Zsupáns, Arsena, heiraten. Doch diese ist bereits in Ottokar verliebt und gibt vor, sowieso nur einen Baron heiraten zu wollen. Als schließlich Barinkays Hochzeitspläne mit dem Zigeunermädchen Saffi an der kaiserlichen Sittenkommission scheitern, schließt er sich den Truppenwerbern an und zieht für Österreich mit den Zigeunern in den Krieg. Erst zwei Jahre später wird er nach seiner Rückkehr Braut und Reichtum, die ihm von der alten Czipra geweissagt worden waren, finden.

Johann Strauss im Winer Stadtpark © IOCO

Johann Strauss im Winer Stadtpark © IOCO

Die Gesellschaft der k. und k. Monarchie nahm das Werk in Wien enthusiastisch als großen patriotischen Wurf auf. Autor und Komponist war es wichtig, eine Handlung zu zeigen, die nicht den gängigen Klischees entsprach: die Zigeuner sind rechtschaffend, friedliebend, zuverlässig und treu. Nach den Verfolgungen des zweiten Weltkriegs ist die Bezeichnung dieser gebrandmarkten und ermordeten Volksgruppe mit „Sinti und Roma“ gefasst worden. Eine Änderung der Begrifflichkeit hat aber keine zwingende Änderung des Umgangs mit ihnen zur Folge. So brachte es Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Herta Müller auf den Punkt und so halten es viele Zigeuner mit ihr: „Wir sind Zigeuner. Und das Wort ist gut, wenn man uns gut behandelt.“

Diesen Satz stellt Wolfgang Quetes, der renommierte österreichische Regisseur, seiner Inszenierung voran. Er überarbeitet die Stückfassung, sodass zum Beispiel der Jubelchor „Hurra, die Schlacht mitgemacht“ nicht erklingen wird. Mit Blick auf das vergangene Jahrhundert ist dieser für Wolfgang Quetes unhaltbar geworden. Zudem spielt der dritte Akt in Ungarn und nicht in Wien. Denn der Einzug in die Hauptstadt war eine Forderung der Zensur. Die Pracht der Monarchie und das einfache Leben der Zigeuner klingen bereits in der bekannten Ouvertüre des Stückes an: Die tiefen Streicher spielen pompös auf, mit einer sanften Flötenmelodie wird zu melancholischen Geigen übergeleitet. Heiter hüpft der zweite Teil der Ouvertüre im Dreivierteltakt herein und schwingt weit aus in einem Walzer, der immer rasanter wird, sobald die mitreißenden Rhythmen des ungarischen Volkstanzes Csárdás Einfluss nehmen.

Mit Dorothee Böhnisch, Arthur Canguçu, Steffen Fichtner, Brian Garner, Klaus Geber, Stamatia Gerothanasi, Anna Gütter, Paul Jadach, Dennis Marr, Elisandra Melián, Natasha Sallès, Lukas Schmid-Wedekind, Aleksandar Stefanoski, Holger Wecht, Lisa Wedekind und Philipp Werner

Chor des Theaters Pforzheim, Extrachor des Theaters Pforzheim, Badische Philharmonie Pforzheim, Musikalische Leitung Yonatan Cohen, Inszenierung Wolfgang Quetes, Bühne Manfred Kaderk, Kostüme Anke Drewes

Premiere Samstag, 22. Dezember um 19.30 Uhr,  Weitere Vorstellungen am Fr, 28. und an Silvester, Mo, 31. Dezember 15 Uhr (Vorstellung um 19.30 Uhr ausverkauft),   So, 6.;  Mi, 16. Januar 2019 sowie vielen weiteren Terminen

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—