Düsseldorf, Museum Kunstpalast, Schenkung Kleiner Urwald – Heinz Mack, Januar 2019

Museum Kunstpalast

Cranach 2017

Museum Kunstpalast / Nachtaufnahme Museum Kunstpalast, © Stefan Arendt, Medienzentrum Rheinland

Museum Kunstpalast / Nachtaufnahme Museum Kunstpalast, © Stefan Arendt, Medienzentrum Rheinland

Kunstpalast erhält kapitale Schenkung
„Kleiner Urwald“ – ein Hauptwerk von Heinz Mack

Im Herbst des vergangenen Jahres sorgte das Lichtrelief Kleiner Urwald von Heinz Mack (*1931) für internationales Aufmerksamkeit. Das aus dem Jahr 1966 stammende Hauptwerk aus der Serie der Aluminiumreliefs erzielte einen Auktionsrekord. Erstmals überstieg der Preis für ein Kunstwerk von Heinz Mack die Millionengrenze. Dank der großzügigen privaten Schenkung des Düsseldorfer Unternehmers Fritz Bagel kommt Kleiner Urwald, ein großformatiger Objektkasten mit einer Assemblage reflektierender Aluminiumgitter (2,04 m x 3,04 m x 7 cm), in den Kunstpalast. In der Geschichte des Kunstpalastes ist es eine der wertvollsten Schenkungen eines künstlerischen Einzelwerks.

Museum Kunstpalast / Pressekonferenz anlässlich der Schenkung "Kleiner Urwald" Heinz Mack, © Anne Orthen

Museum Kunstpalast / Pressekonferenz anlässlich der Schenkung „Kleiner Urwald“ Heinz Mack, © Anne Orthen

„Ich bin sehr dankbar, aber auch stolz, dass wir mit der Schenkung von Kleiner Urwald ein Hauptwerk aus dem OEuvre von Heinz Mack für unseren Sammlungsbereich Moderne Kunst erhalten“, freut sich Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast. Heinz Mack lebt seit Jahrzehnten in der Region. Er hat 1957 in Düsseldorf gemeinsam mit Otto Piene die Zero-Kunstbewegung begründet, der sich vier Jahre später Günther Uecker anschließt. Macks Kunst – ob Skulptur, kinetisches Lichtrelief, Malerei oder Grafik – findet weltweit Anerkennung.

Kleiner Urwald ist in der Sammlung des Kunstpalastes eine schlüssige Ergänzung zu den bereits vorhandenen, aber formal strengeren Arbeiten von Heinz Mack, wie Door of Paradise oder Lichtschleier. „Diese Schenkung ist,“ erläutert Krämer, „ein wichtiges Signal für uns und zeigt, dass der Kunstpalast als Bürgermuseum Profil gewinnt. Gerade in Zeiten begrenzter Ankaufsetats ist die private Unterstützung für die Erweiterung unserer Sammlung von großer Bedeutung für uns.“

Museum Kunstpalast / Heinz Mack - Kleiner Urwald, 1966  Copyright : VG Bild-Kunst 2019 Foto : Stephan Arendt, LVR-ZMB

Museum Kunstpalast / Heinz Mack – Kleiner Urwald, 1966
Copyright : VG Bild-Kunst 2019
Foto : Stephan Arendt, LVR-ZMB

„Dass ich dazu beitragen konnte, dass dieses herausragende Werk der Zero-Kunst von Heinz Mack aus den sechziger Jahren in Deutschland bleibt und in meiner Heimatstadt im Kunstpalast der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, erfüllt mich mit Freude“, erläutert Fritz Bagel. „Meine Familie und ich sind seit Jahren mit Heinz Mack befreundet und nach wie vor von seiner Licht und Dunkel, Statik und Dynamik verbindenden Kunst fasziniert. Ich wünsche mir sehr, dass die Besucher des Kunstpalastes diese Faszination teilen.“

Museum Kunstpalast / Pressekonferenz anlässlich der Schenkung "Kleiner Urwald" Heinz Mack, © Anne Orthen

Museum Kunstpalast / Pressekonferenz anlässlich der Schenkung „Kleiner Urwald“ Heinz Mack, © Anne Orthen

Kleiner Urwald gehört zu den formal freiesten Arbeiten von Heinz Mack in der Werkgruppe der Aluminiumreliefs, in der neben die immateriellen Lichteffekte auch Assoziationen zu Pflanzenformen in Erscheinung treten. Das Thema der Vegetation hat Mack nach diesem frühen Schlüsselwerk von 1966 in weiteren, teils großformatigen Werken wie Der Garten Eden (1976) oder dem Bühnenbild zu William Shakespeares Sommernachtstraum (1985) mehrfach wiederaufgegriffen, was die Relevanz der Arbeit Kleiner Urwald im Gesamtwerk des Künstlers nachdrücklich unterstreicht.

„Diese private Schenkung von Fritz Bagel ist für den Kunstpalast ein Zeichen großer Wertschätzung für die hier geleistete Arbeit“, freut sich Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Ich danke Fritz Bagel herzlich für diesen spektakulären Zuwachs zu der im Kunstpalast bereits auf hohem Niveau gesammelten Zero-Kunst. Und vor allem dafür, dass durch diese großzügige Gabe das Werk einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird. Es ist ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt, das hoffentlich Schule macht“, fasst Oberbürgermeister Geisel zusammen.

—| Pressemeldung Museum Kunstpalast |—

Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, SALUT SALON. Die Nacht des Schicksals, 08.03.2014

März 7, 2014 by  
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Alte Oper Frankfurt
Frankfurt / Alte Oper © IOCO

Frankfurt / Alte Oper © IOCO

Semmel Concerts präsentiert: SALUT SALON. „Die Nacht des Schicksals“

 
Samstag, 08. März 2014, Großer Saal, 20.00 Uhr
 
Wer würde nicht gern mal Schicksal spielen? Die vier Musikerinnen von Salut Salon haben sich den Spaß gegönnt und einen kurzweiligen Konzertabend unter dem Motto „Die Nacht des Schicksals“ kreiert. Das spritzige Kammermusikensemble aus Hamburg mit Angelika Bachmann (Geige), Iris Siegfried (Geige und Gesang), Sonja Lena Schmid (Cello) und Anne-Monika von Twardowski (Klavier) ist mit seinem brandneuen Programm nun auf Tour. Die Damen im kleinen Schwarzen und High-Heels besitzen die seltene Fähigkeit, den wichtigen Dingen wie den Nebensächlichkeiten des Lebens nicht nur Sinn, sondern auch Unsinn abzugewinnen. In ihrer selbstironischen Show sorgen sie technisch virtuos für neue Verbindungen und musikalisch für überraschende Begegnungen. Am Samstag, dem 8. März 2014, um 20.00 Uhr bereitet Salut Salon dem Publikum im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt eine „Nacht des Schicksals“.
 
Rund um das Thema „Schicksal“ interessieren sich die vier Hamburgerinnen für die Bruchstellen, im Leben und in der Musik. Es geht um Werden und Vergehen, Finden und Verlieren, Verliebtheiten und große Liebe. Teils für Orchester, teils für  Solo-Instrumente geschriebene Klassiker wurden ganz neu für Klavier, Cello und zwei Geigen arrangiert. Mal ertönt ein Tango mit all seiner Melancholie, und dann reißt die Leichtigkeit eines slawischen Tanzes von Dvo?ák die Musikerinnen und das Publikum mit. Damit nicht genug: Auch Filmmusik, brasilianische Rhythmen, Zigeunermusik. Folk, Pop und eigene Chansons können die Kammermusik bereichern. Darüber hinaus darf Handpuppe Oskar nicht fehlen. Das Salut-Salon-Maskottchen hat eine schicksalhafte Begegnung, mit dem Mond… Das Quartett mischt alles sehr gekonnt und versteht es, sein Publikum immer wieder mit witzigen Einfällen zu überraschen. Die vier Hamburgerinnen sind nun schon seit mehr als zehn Jahren auf den Bühnen der Welt zuhause. Zuletzt waren sie 2012 mit ihrem Jubiläumsprogramm „Dichtung & Wahrheit“ zu Gast in der Alten Oper Frankfurt.
 
Salut Salon wurde 2002 von Angelika Bachmann und Iris Siegfried gegründet. Die beiden spielten schon im Schulorchester zusammen, gründeten während des Studiums eine WG und gingen zu zweit auf Weltreise, die sie mit Straßenmusik finanzierten. Angelika Bachmann (Geige) trat schon im Alter von sieben Jahren als Solistin mit Orchestern wie den Hamburger Symphonikern auf, sammelte Erfahrung bei TV-Auftritten und gewann zahlreiche erste Bundespreise bei „Jugend musiziert“. Auch Iris Siegfried (Geige und Gesang) erntete schon früh als Preisträgerin von „Jugend musiziert“ musikalische Lorbeeren. Ihr Gesangstalent bewies sie später bei Auftritten in verschiedenen Chören und A-Cappella-Gruppen. 2011 erhielten Angelika Bachmann und Iris Siegfried das Bundesverdienstkreuz als Anerkennung für ihre ehrenamtliche musikalische Arbeit mit Kindern. Das Quartett wird komplett durch die Cellistin Sonja Lena Schmid und Anne-Monika von Twardowski am Klavier.
 
Semmel Concerts in Kooperation mit der Alten Oper Frankfurt
 
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Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, 26.05.2012

Mai 25, 2012 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Die Entführung aus dem Serail Mozart (Premiere)

Mit deutscher und englischer Übertitelung

Mit Unterstützung der Vontobel-Stiftung, der Michael Ringier AG und den Freunden der Zürcher Oper

Dirigent Adam Fischer Inszenierung Adrian Marthaler Bühnenbild Jörg Zielinski Kostüme Florence von Gerkan Lichtgestaltung Elfried Roller Choreinstudierung Jürg  Hämmerli Orchester Orchester der Oper Zürich Chor Chor der Oper Zürich

Mit:  Eva Mei (Konstanze), Rebeca Olvera (Blonde); Michael Maertens (Bassa Selim), Javier Camarena (Belmonte), Michael Laurenz (Pedrillo), Alfred Muff (Osmin)

«Eine Kleinigkeit» nannte Mozart nach Vollendung von «Le nozze di Figaro» seine «Entführung aus dem Serail»; dennoch war es dieses Singspiel, das ihm als Opernkomponist einhellige Anerkennung verschaffte. Entstanden ist das Werk zwischen Mozarts endgültigem Bruch mit Salzburg und seinem Dienstherrn Erzbischof Colloredo im Mai 1781 und der in den Briefen an den Vater zunächst hartnäckig geleugneten, dann gegen dessen Willen vollzogenen Hochzeit mit Constanze Weber im August 1782. Und geschrieben hatte es Mozart im Auftrag Kaiser Josephs II., der gegen die alles beherrschende italienische Oper ein «deutsches Nationaltheater» zu gründen trachtete und dafür schon 1776 das Wiener Burgtheater in die Verwaltung des Hofes übernommen hatte. Mozart und sein Librettist Stephanie der Jüngere haben mit «Die Entführung aus dem Serail» ein Sujet aufgegriffen, das schon in vielen Opern thematisiert worden war: Da gibt es zum einen das Liebespaar, das sich, zunächst voneinander getrennt, in orientalischer Sklaverei wiederfindet, flieht, wieder gefangen wird und schliesslich dank der Grossmut des türkischen Fürsten in seine Heimat zu­rück­kehren darf. Eine zweite Linie entwickelte sich um den oft Osmin genannten, groben, mehr oder weniger einfältigen Haremswächter, den man auf verschiedenste Weise hereinlegte und verspottete.

Und doch ist durch Mozarts Komposition ein eigenständiges Meisterwerk entstanden, das die deutsche Oper mit einem Schlag gleichberechtigt auf die bisher von der italienischen und französischen Oper dominierte Theaterbühne beförderte. Mozart gelang es zum ersten Mal, sich von den strengen formalen Regeln des Genres zu lösen. Er gestaltete das Werk nach rein inhaltlichen Kriterien und vermisch­te die Elemente des Singspiels, der Opera seria und der Opéra comique so, wie es die jeweilige dramaturgische Situation erforderte. Die bedeutsamste Veränderung gegenüber den vergleichbaren zeitgenössischen «Türkenopern» erfuhr die Rolle des Bassa Selim. Erkennt dieser üblicherweise im letzten Moment in Belmonte den eigenen, lange verschollenen Sohn, dem er selbstverständlich vergibt, so ist in Mozarts «Entführung» Belmonte der Sohn von Bassa Selims ärgstem Feind. Damit erscheint Bassa Selims Verzeihung in neuem Licht. Er handelt nach christlichen Grundsätzen und verkündet damit die humane Botschaft der Aufklärung.

Samstag, 26.05.2012, 19:00-22:10

Weitere Spieldaten: Mo, 28.05.2012 Mi, 30.05.2012 Sa, 02.06.2012 Do, 14.06.2012 Mi, 27.06.2012 Fr, 29.06.2012 Sa, 07.07.2012

 

Pressemeldung Opernhaus Zürich