Lübeck, Theater Lübeck, Gespentersonate – Aribert Reimann, IOCO Kritik, 05.06.2021

Juni 5, 2021 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Lübeck

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Theater Lübeck

Theater Lübeck © Olaf Malzahn

Theater Lübeck © Olaf Malzahn

Gespenstersonate –  Aribert Reimann

  – verwirrendes, verworrenes – voller Morbidität, Mystik, Okkultismus –

von  Wolfgang Schmitt

Nachdem dieser unsägliche Corona-Lockdown aufgrund der jetzt endlich fallenden Inzidenzwerte nunmehr in der zweiten Mai-Hälfte gelockert werden konnte, durften auch die Theater ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Allerdings gibt es für den interessierten Theaterbesucher etliche Hürden zu überwinden. Im Bundesland Schleswig-Holstein, welches mit einem gewissen Stolz die niedrigsten Inzidenzwerte aufweisen konnte, müssen die Besucher einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Am Theatereingang muß man sich per „Luca-App“ registrieren, als nächstes muß man an einem weiteren Eingangs-Kontrollpunkt ein mit seinem Namen, Adressen, Telefon- und Handyummern ausgefülltes Formular vorlegen und abgeben, am letzten Kontrollpunkt wird schließlich der Personalausweis mit der personenbezogenen Eintrittskarte verglichen. Nach diesem „Hürdenlauf“ ist man nun endlich drin im Theater und darf sich auf die Vorstellung freuen. Sicherlich wird dieses Verfahren viele Operngänger von einem Theaterbesuch erstmal abschrecken, aber zur Zeit besteht wohl noch immer die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, und wir können nur hoffen, daß dieser Corona-Albtraum recht bald vorbei sein wird.

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Theater Lübeck / Gespentersonate - hier : Direktor Hummel, links, und Ensemble © Olaf Malzahn

Theater Lübeck / Gespentersonate – hier : Direktor Hummel, links, und Ensemble © Olaf Malzahn

Die Gespenstersonate von Aribert Reimann (*1936) – nach dem surrealistischen Schauspiel von August Strindberg – ist eine verwirrende, verworrene Geschichte voller Morbidität, Mystik und Okkultismus, eine schwer nacherzählbare Geschichte zweier schicksalhaft miteinander verbundenen Familien. Da ist zunächst der Alte, Direktor Hummel, in seinem Rollstuhl langsam aus dem Bühnenhintergrund nach vorn an die Rampe fahrend, ein Intrigant und Bösewicht, dämonisch deklamierend und intensiv dargestellt von Otto Katzameier mit markantem Bassbariton. Der Oberst ist ein Hochstapler mit geschönter Vergangenheit, ein Betrüger, weder ist er Oberst noch adlig, gesungen von Wolfgang Schwaninger mit heldentenoralen Ausbrüchen, seine Gratwanderung zwischen dem mit Orden dekoriertem Offizier und enttarnter tragisch-bloßgestellter Kreatur großartig darstellend. Karin Goltz ist seine Frau, die – aufgrund ihres damaligen Ehebruchs mit Hummel – traumatisierte Mumie, in diesem Rahmen auch optisch an Martha Mödl erinnernd, ausgestattet mit einem satten, pastosen Alt, während Andrea Stadel, ihre Tochter, das „Fräulein“, die auch die Tochter des Direktors Hummel ist, als Blumenliebhaberin – insbesondere liebt sie Hyazinthen – in ihrem bunten blumenbestrickten Kleid und glockenhellem Sopran eine fröhlich-optimistische Note in das Bühnengeschehen bringt.

Arkenholz, dessen Vater einst von Direktor Hummel in den Ruin getrieben worden ist, beeindruckte mit seinem hellen, kraftvoll eingesetzten lyrischen Tenor und seinen nahezu hybriden Tönen in extremer Höhenlage bis hinauf zum „e“, wie vom Komponisten gefordert. In den weiteren Partien hörten wir Daniel Schliewa als Johanssen, den unterwürfigen Diener des Direktors Hummel, Steffen Kubach als Bengtsson, den bestens über alle Geheimnisse informierten Diener des Oberst, Julia Grote als unheimliche Köchin, Milena Juhl in ihren kurzen Auftritten als „die dunkle Dame“, sowie Iris Meyer als quiekende, gurrende Papageien-Imitation der Mumie.

Theater Lübeck / Gespentersonate von Aribert Reimann © Olaf Malzahn

Theater Lübeck / Gespentersonate von Aribert Reimann © Olaf Malzahn

Julian Pölsler ist mit seiner Ausdeutung der Gespenstersonate ein genialer Coup gelungen, seine stimmungsdichte und präzise Inszenierung zog den Zuschauer vom ersten Moment an in seinen Bann, auch das geschmackvolle Bühnenbild von Roy Spahn, der auch für die Kostüme verantwortlich zeichnete, sowie die ausgefeilte Lichtregie von Falk Hampel hatten hieran einen erheblichen Anteil.

Die ansprechenden Bühnenbilder zeugen von aparter Ästhetik: Das erste Bild zeigt das Anwesen des Oberst, in welchem er mit seiner Frau – der Mumie – und seiner vermeintlichen Tochter – dem „Fräulein“ – lebt. Ein links angebrachter, von der Decke herunterhängender, bedruckter Vorhang dient als der „Wandschrank“, in dem die Mumie lebt und in dem sie später dem Direktor Hummel befiehlt, sich umzubringen. Im zweiten Bild sehen wir den Salon von schlichter Eleganz mit der Statue seiner Frau, der Mumie, als diese noch jung war, und in dem das alljährliche „Gespenstermahl“ stattfindet. Von der Decke herunter hängen Blumenzwiebeln, die von der Tochter so geliebten Hyazinthen. Im dritten Bild befinden wir uns in dem Zimmer der Tochter, dem Hyazinthenzimmer, in dem sie und Arkenholz sich näher kommen und wo ihr Schicksal seinen unvermeidlichen Lauf nimmt.

Andreas Wolf und die ca, 18 Mitglieder des bestens einstudierten, kammermusikalisch klein besetzten Lübecker Philharmonischen Orchesters begleiteten das Bühnengeschehen unglaublich spannungsreich, die Violinen, die Bratsche, Oboe, Fagott, Bassklarinette, Trompete und Kontrabass, dazu Harfe und Klavier, jedes dieser Soloinstrumente untermalte spannungsreich und präzise die Emotionen, die Konflikte, die Dramatik, die Atmosphäre, die gesamte Psychologie dieser Geschichte auf faszinierende Weise, auch war Andreas Wolf den zehn hochkarätigen Solisten ein sicherer und einfühlsamer Begleiter. Natürlich sind moderne Opern, Zwölftonkompositionen des 20. Jahrhunderts, nicht jedermanns Sache, und so verließen einige wenige Zuschauer bei der ersten sich bietenden Gelegenheit nach dem ersten Bild den Saal, dennoch lohnt sich ein Besuch dieser hervorragenden, spannenden Inszenierung, die das Lübecker Theater auch in der nächsten Spielzeit, wenn der Corona-Albtraum hoffentlich vorüber sein wird, im Spielplan behalten sollte.

—| IOCO Kritik Theater Lübeck |—


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Ulm, Theater Ulm, Felix Bender – Neuer Generalmusikdirektor, IOCO Aktuell, 12.03.2021

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Theater Ulm

Theater Ulm © Kerstin Schomburg

Theater Ulm © Kerstin Schomburg

Felix Bender – neuer GMD am Theater Ulm

Am 10. März berichtete IOCO noch ausführlich über das Findungsverfahren zum neuen Generalmusikdirektor am Theater Ulm. Die Entscheidung für Felix Bender fiel schneller als erwartet, als angekündigt:

Intendant Kay Metzger informierte Bürgermeisterin Iris Mann am 11. März, 2021, Donnerstagmorgen über den Ausgang des Auswahlverfahrens um die Position des Generalmusikdirektors am Theater Ulm. Nach einer spannenden Schlussrunde, in der sich vier renommierte Dirigenten mit einer intensiven Arbeitsprobe und einem nichtöffentlichen Dirigat präsentierten, verständigten sich Intendant und Philharmonisches Orchester der Stadt Ulm rasch und eindeutig auf den 35-jährigen Felix Bender. Bürgermeisterin Mann zeigt sich über den erfolgreichen und einvernehmlichen Ausgang der Wahl erfreut: »Hier ist in schwierigen Zeiten eine wichtige Weichenstellung für Stadt und Theater erfolgt, die hoffnungsfroh stimmt und in guter Ulmer Tradition einem relativ jungen Künstler eine hervorragende Bühne bietet«. Felix Bender erhält einen Fünfjahresvertrag.

Felix Bender © Felix Bender

Felix Bender © Felix Bender

Nahezu 120 Bewerbungen gingen auf die Ausschreibung der GMD-Stelle ein, darunter leider nur drei von Dirigentinnen. Das Auswahlverfahren begann im Januar 2020 und musste wegen der Corona-Pandemie immer wieder unterbrochen, verschoben und zuletzt modifiziert werden. »Mit dem Abschluss des Verfahrens haben wir allerdings aus der Not eine Tugend gemacht«, so Metzger, »denn durch die Orchesterprobe am Vormittag und die anspruchsvolle Programmauswahl für das Konzert konnten vielfältige Eindrücke und gute Erkenntnisse gewonnen werden«.

Obwohl sich alle vier Kandidaten in der Schlussrunde mit insgesamt sehr überzeugenden Dirigaten vorstellten, sei die Wahl auf den ehemaligen Thomaner Felix Bender nicht schwergefallen. Es seien viele Parameter für solch eine Position ausschlaggebend, betont Metzger. Das dreistündige Gespräch, das er mit Felix Bender führte, habe ein Übriges getan. Da passe vieles zusammen. Bender selbst zeigte sich ungemein glücklich über die vom Theater getroffene Entscheidung: »Es ist eine wunderbare Aufgabe mit großer Verantwortung, auf die ich mich aus vollem Herzen freue«. In seinen bisherigen Begegnungen mit den Künstlern und Künstlerinnen habe er sofort »eine besonders inspirierende Atmosphäre und gemeinsame Lust am Musizieren verspürt«, äußerte Bender nach seiner Wahl. Etwas Besseres könne es für einen Dirigenten nicht geben. Im ersten Gedankenaustausch mit Intendant Kay Metzger erklärte er: »Gemeinsam werden wir uns in dieser besonderen Zeit neuen Herausforderungen stellen und alles daransetzen, die große Musiktradition in Ulm erfolgreich fortzuführen und neue Impulse zu setzen. Darauf freue ich mich sehr«.

Lucia di Lammermoor am Theater Chemnitz mit Felix Bender als Musikalischer Leiter
youtube Trailer Theater Chemnitz
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Konzertmeister Tamás Füzesi rechnet nach dem deutlichen Votum mit einem überaus fruchtbaren Miteinander zwischen Orchester und Dirigent. Der Orchestervorstand ist dankbar, dass das Verfahren trotz der Pandemie erfolgreich abgeschlossen werden und sich jeder der Finalisten gut präsentieren konnte. »Wir sind glücklich über die Wahl und freuen uns sehr auf die gemeinsame musikalische Zusammenarbeit«, so Maria Braun vom Vorstand.

Turandot – Finale- Felix Bender
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[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Felix Bender tritt in der kommenden Spielzeit die Nachfolge von Timo Handschuh an, der nach 10 Jahren erfolgreichen Wirkens seine Tätigkeit am Theater Ulm auf eigenen Wunsch im Sommer 2021 beendet. Timo Handschuh verpflichtete Bender bereits 2015 als Gastdirigent für ein Sinfoniekonzert im CCU mit Brahms’ Doppelkonzert und Hindemiths Sinfonie Mathis der Maler‚ das vielen Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters in guter Erinnerung blieb.

Der gebürtige Hallenser studierte in Weimar, wo er auch von 2010 bis 2013 als 2. Kapellmeister engagiert war. Anschließend wechselte er als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD nach Chemnitz und übernahm dort in der Spielzeit 2016/2017 kommissarisch das Amt des GMD. Seit 2018/2019 ist Felix Bender ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig. Ferner dirigierte er Orchester wie die Staatskapelle Dresden, das MDR-Sinfonieorchester und das Konzerthausorchester Berlin.

—| IOCO Aktuell Theater Ulm |—


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Ulm, Theater Ulm, Findungsverfahren zu neuem GMD – Status, IOCO Aktuell, 11.03.2021

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Theater Ulm

Theater Ulm © Carola Hölting

Theater Ulm © Carola Hölting

Generalmusikdirektor – Findungsverfahren am Theater Ulm

Felix Bender, Stefan Klingele, Leo Siberski, Andreas Wolf

Kai Metzger - Intendant - INTHEGA Ehrenpreisträger © Theater Ulm

Kai Metzger – Intendant – INTHEGA Ehrenpreisträger © Theater Ulm

Vorspann: Theaters und des Publikums plötzlich (wieder) schmerzlich bewusst. Der rote Stempel „Erledigt am 17. März 2020“ auf dem aktuellen Spielzeitheft sowie eine „Hätte hätte Fahrradkette“ Postkarte in signalrotem Pink verstärkten dieses Gefühl ungemein: Das Theater Ulm darf seit dem 13. März 2020 keine Vorstellungen und Konzerte spielen. Ein schrecklicher Zustand für Publikum und Theaterschaffende. Fast ein Jahr später, am 1. März 2021 um 18.00 Uhr, streifte man aber diese Gedanken weg und freute sich auf die vier Kandidaten.

Diese sind Stefan Klingele, der zurzeit als Musikdirektor und Chefdirigent an der Musikalischen Komödie in Leipzig tätig ist; Leo Siberski, der Generalmusikdirektor am Theater Plauen-Zwickau; Felix Bender, der u. a. als 1. Kapellmeister, stellvertretender GMD am Theater Chemnitz und ein als ein ständiger Gastdirigent der Oper Leipzig agiert und Andreas Wolf, der Erster Kapellmeister und kommissarischer GMD am Theater Lübeck tätig ist. Die Termine für das Auswahlverfahren wurden auf den 1., 2., 4. und 5. März 2021 angesetzt und man hofft auf eine rasche endgültige Entscheidung.

1. –  5. März 2021 –  Das  Findungsverfahren – Aktueller Stand

Von Oxana Arkaeva

 1. März 2021: Ein Jahr Kultur-Abstinenz deutschlandweit liegt hinter uns. Beim Spazieren durch die Straßen Ulms sieht man lange Schlangen vor den Friseurläden. Heute dürfen sie als eine der Weniger in Baden-Württemberg wieder öffnen. Das Theater Ulm und viele anderen Geschäfte, Institutionen aber immer noch nicht. Das ist schade, beginnt doch heute auch das endgültige Auswahlverfahren für die Position des Generalmusikdirektors am Theater Ulm.

Zum Sommer 2021 und nach insgesamt 10 Jahren erfolgreichen Wirkens verlässt der jetzige Generalmusikdirektor Timo Handschuh das Haus auf eigenen Wunsch. Laut der Pressemitteilung des Theater Ulm hat die Stellenausschreibung für den neuen GMD eine Welle der Bewerbungen ausgelöst. Nahezu 120 Bewerbungen gingen ein; davon  leider nur drei von  Dirigentinnen. Aus dieser Vielzahl wurden 11 Bewerber und eine Bewerberin in die engere Auswahl genommen. Im Februar 2020 stellten sich diese im Rahmen einer Orchesterprobe vor. Nach intensiven Beratungen zwischen der Theaterleitung und dem Orchestervorstand wurden vier Kandidaten für die nun festgelegte finale Runde ausgewählt, welche nun vom 1. bis 5. März 2021 stattfand.

Entsprießend dem Zitat aus dem Theatermagazin „Vorspiel 10“ – „Außergewöhnliche Umstände-Besonderes Theater“ ist auch dieses Auswahlverfahren besonders. Aufgrund der Corona-Pandmie musste es immer wieder verschoben werden. Nur, Corona hin, Corona her, der Posten muss besetzt werden. Und im Gegenteil zu den immer öfter stattfindenden online Auswahlverfahren, kann man einen Dirigent schlecht per ZOOM Schaltung vordirigieren lassen. Das Auswahlverfahren muss live, vor Ort stattfinden. So hat die Ulmer Theaterleitung zusammen mit den zuständigen städtischen Behörden ein modifiziertes Verfahren entwickelt, um dies zu ermöglichen. Während unter normalen Bedienungen die Kandidaten sich dem Publikum in einer regulären Vorstellung, live, vorstellen würden, musste es diesmal in einem nicht öffentlichen Konzert geschehen. Mit Auszügen aus Giuseppe Verdis Oper Rigoletto sowie der Suite aus Der Rosenkavalier vom Richard Strauß.

Die Vertreter der Presse wurden entsprechend Hygienemaßnahmen und im Abstand im dem Rang des Theater Ulm platziert. Unten im Zuschauerraum verteilten sich die Mitglieder des Hauschores und vereinzelt Mitarbeiter des Hauses. Die Musiker des Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm kamen auf die Bühne durch getrennte Eingänge. Die Sitzanordnung fand gemäß Abstandsregeln statt und nahm die ganze Bühne in Anspruch bis hin zu hinterer Wand. Zwei Gesangssolisten traten auf den Seitenbühnen auf. Sichtlich bewegter Intendant Kay Metzger (Foto oben) begrüßte die Anwesenden. Er bat um Verständnis für die außergewöhnlichen Umstände und lud die Anwesenden ein, „endlich mal wieder ein schönes Orchester auf der Bühne zu erleben.“

Nicht nur der Intendant, alle Anwesenden waren vor dem Anblick der Bühne und des Orchesters gerührt. Es wurde einem auf einmal das Fehlen der Livemusik, des Theaters und des Publikums plötzlich wieder schmerzlich bewusst. Der rote Stempel „Erledigt am 17. März 2020“ auf dem aktuellen Spielzeitheft sowie eine „Hätte, hätte Fahrradkette“ Postkarte in signalrotem Pink verstärkten dieses Gefühl ungemein: Das Theater Ulm darf seit dem 13. März 2020 keine Vorstellungen und Konzerte spielen. Ein schrecklicher Zustand für Publikum und Theaterschaffende.

Nun, fast ein Jahr später, am 1. März 2021 um 18.00 Uhr, streifte man aber diese Gedanken weg und freute sich auf die vier Kandidaten

GMD Wahl:   Die Suche nach dem / der Besten!

In regelmäßigen Abständen von im Querschnitt von 6 bis 15 Jahren stehen Symphonie- und Theaterorchestern in Deutschland vor der Aufgabe, einen Nachfolger für die Stelle des GMDs oder Chefdirigenten/-tin zu finden. Dabei geht es immer wieder um Beantwortung einer wichtigen Frage: Wer ist der/die Beste für unser Haus, unser Orchester? Hans von Bülow, vor gut hundert Jahren Chefdirigent und Leiter des Berliner Philharmonischen Orchesters, hat angeblich behauptet: Es gäbe keine guten oder schlechten Orchester, sondern nur gute oder schlechte Dirigenten.

Was macht also eine/n gute/n  Dirigenten/in aus?

An der ersten Stelle stehen die Hard Skills: das handwerkliche Können, gefolgt von fundierter fachlicher Ausbildung, Repertoirekenntnisse und praktischen Erfahrung. Hierzu kommen die persönlichen Eigenschaften, sogenannten Soft Skills: die Fähigkeit zum Führen, managen, koordinieren, Zuhören, Kommunizieren, vermitteln, mit Fingerspitzengefühl agieren, den Takt vorgeben, um am Ende ein gemeinsames Tempo, ein gemeinsames ICH-Gefühl im Klangkörper zu erzielen. In Rahmen eines Vor-Dirigates und insbesondere unter gegebenen Umständen geht es vor allem um das Klanggefühl. Um die Fähigkeit des/der Dirigenten/-in seine/ihre Gedanken an das Orchester transportieren zu können. Um die individuelle Interpretation des Werkes, um zusammen mit den Orchestermusikern dem Stück eine persönliche, authentische Note zu verleihen. Gepaart mit einer authentischen Ausstrahlung, starken Persönlichkeit, die dem Publikum das Gefühl gibt, es zu lieben, dann ist das Paket vollständig.

Tamás Füsezi, Konzertmeister der Ulmer Philharmoniker, definierte seine persönlichen Auswahlkriterien, indem er „das einzige wesentliche“ in der Musik sieht. „Wenn ich keine Luft mehr bekomme und das Gefühl habe, ich ersticke vor Schönheit, dass mir der Hals zuschnürt, dann habe ich meinen Kandidaten gefunden. Und mit welchen Mitteln er es macht, ob er mit dem rechten Bein, mit seinen Augen oder mit kleinem Finger dirigiert, ist es mir egal.“ Er sieht vor allem und einzig die Musik als Produkt des Orchesters „und, wie es erreicht wurde zweitrangig.“ Eine starke Ansage und eine Herausforderung, die allen vier Kandidaten in diesen vier Tagen bevorstand.

Stefan Klingele © Stefan Klingele

Stefan Klingele © Stefan Klingele

Stefan Klingele, Kandidat 1, weist eine berufliche Laufbahn als u. a. Dirigent am Staatstheater am Gärtnerplatz und als 1. Kapellmeister am Theater Bremen auf, wo er auch als Chefdirigent tätig war. Aktuell als Musikdirektor und Chefdirigent an der Musikalischen Komödie in Leipzig tätig, weist Klingele ein umfangreiches Repertoire und fundierte Erfahrung auf. Leichtfüßig und mit Maske betrat Klingele die Bühne und es ging los mit der großen Szene aus dem 2. Akt vom Verdis Rigoletto. Klingele bewältigte diese Aufgabe souverän, war sehr konzentriert, etwas sparsam in Gestik und hat seine volle Aufmerksamkeit auf die Koordination, das Zusammenspiel aller Beteiligten gerichtet. Hier und da hat man sich über ein oder anderes Tempo gewundert. Dynamisch war es eher laut als ausbalanciert. Nach der kurzen Pause ging dann weiter mit der Suite aus dem Rosenkavalier. Hier hat man einen anderen Klingele erlebt. Jemand, der in seinem Element ist. Am Ende erklang enthusiastische Beifall und der sympathische Dirigent bedankte sich bei allen Beteiligten. Der erste insgesamt positive Eindruck machte neugierig auf die folgenden Kandidaten.

Leo Siberski © Leo Siberski

Leo Siberski © Leo Siberski

Leo Siberski, Kandidat 2, hat bereits beim Auftreten eine Menge an Energie auf die Bühne mitgebracht: man nahm einen erfahrenen Musiker, ein Bühnentier wahr. Seit 2017 als General Musikdirektor am Theater Plauen – Zwickau tätig, war Siberski als erste Kapellmeister an Theatern in Bielefeld und Kiel engagiert und gastierte an den Opernhäusern in Hannover, Düsseldorf, Innsbruck sowie Rumänien und Georgien. Seine Biografie weist ein beeindruckendes Netzwerk auf und er ist außerdem auch als Komponist und Produzent von elektronischer Musik tätig. Beim seinem Vordirigat am 4. März war es sofort klar, dass er ein erfahrener Operndirigent ist, der einen sicheren, klaren, souverän und bestimmenden Dirigat aufweist. Man hatte das Gefühl, er wolle die Anwesenden durch große Gesten, expressiven Gesichtsausdrücken von sich überzeugen. Es gab eine beeindruckende Szene aus Rigoletto, wo insbesondere die berühmte Arie von den Protagonisten „Cortigiani, vil Razza Dannata“ einen großen Eindruck hinterlassen hat. Seine Straußinterpretation hatte eine beeindruckende dynamische Ausdifferenzierung, die u. a. die emotionalen Dissonanzen solistisch erklingen ließ. Sein Dirigat ist durch eine Plastizität ausgezeichnet. Er lässt mal den Stock bei Seite und dirigiert mit den Händen. Mit seinem im Ganzen beeindruckenden Dirigat hat er die Planke deutlich nach oben verlegt und den übrigen Kandidaten eine starke Konkurrenz-Ansage erteilt.

Felix Bender © Felix Bender

Felix Bender © Felix Bender

Felix Bender, Kandidat 3, folgte am 4. März. Bender ist der jüngste Bewerber, weist aber bereits eine beachtliche Laufbahn als erster Kapellmeister und stellvertretender GMD in Weimar, Chemnitz sowie als ständige Gastdirigent an der Oper Leipzig. Er ist der Preisträger der Eliteförderung des Dirigentenforums und die Künstlerliste der „Maestros von morgen“.

Felix Bender ist ein sehr talentierter junger Dirigent, der das Orchester ruhig, aber bestimmend führt. Sein Dirigat ist extrem musikalisch und er hat dem Orchester einen beeindruckenden Klang entlockt. Seine Haltung ist eher bescheiden, nichtdestotrotz man ist nicht das Gefühl los, er hätte alles im Blick. Insbesondere haben seine Pianissimi beeindruckt. Große Achtung. Auch im Rosenkavalier spürt man Potenzial, welches sich in den nächsten Jahren noch entfalten wird. Vielleicht wird diese Entfaltung am Theater Ulm stattfinden? Nun, das werden wir bald erfahren.

Andreas Wolf © Olaf Malzahn

Andreas Wolf © Olaf Malzahn

Andreas Wolf, Kandidat 4,  folgte am 5. März, am letzten Tag dieses Auswahlverfahrens, Aktuell kommissarisch als GMD am Theater Lübeck tätig weist Wolf eine bewundernswerte Laufbahnentwicklung, vielfältiges Repertoire auf und hat einen Ruf als Spezialist für die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Im in – und Ausland dirigierte er zahlreiche Orchester wie zum Beispiel das Osaka Simphony Orchestra, die Münchener und Hamburger Symphoniker und arbeitete mit Künstlern wie Arabella Steinbacher, Christiane Oelze oder Götz Alsmann. Auch die Regisseure wie Jochen Biganzoli, Immo Karaman und Tilman Knabe stehen auf der Liste seines beruflichen Netzwerkes. Sein Dirigat im ersten Teil kam sehr sängerisch mit unglaublich gut ausgewogener Dynamik rüber. Hier kommen die großen Affetti aus dem Inneren heraus ohne die große Gestik. Er atmet mit den Sängern, hört genauestens zu, ist aber stets am Führen und hat das Orchester gut im Griff. In der Rosenkavalier Suite zaubert er einen großen Strauss-Klang. Hat gleichzeitig keine Angst von der Stille, einer Atempause, dem dynamischen Rückzug, um danach um so größer herauszuholen.

Nach vier Tagen voll der wunderbaren Musik ist nun bis zur letztlichen GMD-Entscheidung Ab-Warten angesagt. Intendant Kay Metzger und die wenigen Anwesenden haben sich bei allen Beteiligten und insbesondere bei den Gesangssolisten bedankt. Sopranistin Maryna Zubko und Bariton Dae-Hee Shin haben diesen Marathon stimmlich exzellent mitgemacht.

Die Entscheidung zum neuen GMD am Theater Ulm sollte bald fallen: Ein genauer Termin wurde jedoch hierzu nicht genannt.

Ein  Dirigat ist eine Momentaufnahme, dessen Bewertung von vielen Umständen abhängig sind. Alle vier Kandidaten waren wiederum auf ihre eigene Art exzellent geeignet und ohne Ausnahme Sympathieträgern. Die Auswahlkommission aus Orchestervertretung und Leitung des Hauses steht somit vor einer verantwortungsvollen Aufgabe und Herausforderung, in dieser außergewöhnlichen Zeit ihrem Publikum einen neuen GMD zu präsentieren, der nicht nur technisch visiert ist, sondern und vor allem ein Orchester gestaltet. ist. Jemand, der uns unvergessliche musikalische Momente und Kultur beschert, bei welchen uns von der Schönheit wahrhaftig der Atem stehen bleibt: Das wichtigstes Kriterien für ein erfolgreiches Rückkehr des Live-Publikums und nicht nur am Theater Ulm.

 

AKTUELLE MELDUNG  — Siberski zieht Bewerbung zurück 10.03.2021

GMD-Findungsverfahren hat Leo Siberski seine Bewerbung kurzfristig zurückgezogen. Er teilte Intendant Kay Metzger am Dienstagabend mit, dass er sich »nach langer Überlegung«zu diesem Schritt entschlossen habe. Siberski ist momentan Generalmusikdirektor am Theater Plauen-Zwickau. »Ich habe das Gefühl, mein Haus in der jetzigen Situation nicht im Stich lassen zu wollen. Daneben bahnt sich auch, wie schon angedeutet, ein fruchtbarer Neustart nach Corona und mit neuer Leitung an.«So Siberski in seiner Mitteilung an das Theater Ulm. Siberski war einer der vier Finalisten im GMD-Findungsverfahren, und hatte bei seinem Dirigat in der vergangenen Woche gute Eindrücke hinterlassen. Intendant Metzger respektiert seinen Schritt und betont gleichzeitig, dass es ungeachtet dieser Entscheidung zu einer baldigen Wahl des Generalmusikdirektors für das Theater Ulm und das Philharmonische Orchester kommen werde.

–| Pressemeldung Theater Ulm |—


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Ulm, Theater Ulm, Findungsverfahren – Neuer Generalmusikdirektor, IOCO Aktuell, 02.03.2021

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Theater Ulm

Theater Ulm © Carola Hölting

Theater Ulm © Carola Hölting

Generalmusikdirektor – Findungsverfahren am Theater Ulm

Felix Bender, Stefan Klingele, Leo Siberski, Andreas Wolf

Das Auswahlverfahren um die Position des Generalmusikdirektors am Theater Ulm geht in die entscheidende Phase. Nach 10 Jahren erfolgreichen Wirkens wird Timo Handschuh seine Tätigkeit am Theater Ulm auf eigenen Wunsch im Sommer 2021 beenden.

Theater und Philharmonisches Orchester der Stadt Ulm erfreuten sich großer Reso-nanz auf die freiwerdende Position – nahezu 120 Bewerbungen gingen ein, darunter leider nur drei von Dirigentinnen.

Aus dieser Vielzahl von Anwärtern wurden 11 Bewerber und 1 Bewerberin in die engere Auswahl genommen. Bereits im Februar 2020 stellten diese sich im Rahmen von Orchesterproben vor, woraufhin die Theaterleitung im intensiven Dialog mit dem Orchestervorstand vier Kandidaten für die finale Runde im Bewerbungsverfahren auswählte.

Kai Metzger - INTHEGA Ehrenpreisträger © Theater Ulm

Kai Metzger – INTHEGA Ehrenpreisträger © Theater Ulm

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Auswahlverfahren immer wieder un-terbrochen und verschoben werden. Leider ist es den nun benannten Kandidaten in der letzten Auswahlphase aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung noch immer nicht möglich, die musikalische Leitung einer regulären Vorstellung im Spielbetrieb zu übernehmen. Intendant Kay Metzger hat daher ein modifiziertes Verfahren ent-wickelt, das den Bewerbern die Möglichkeit bietet, sich in einer ausführlichen Probe und in einem nichtöffentlichen Konzertdirigat mit Auszügen aus Giuseppe Verdis Rigoletto sowie der Suite aus Der Rosenkavalier von Richard Strauss zu präsentieren. Hierfür wurde mit den zuständigen Behörden eigens ein dezidiertes Hygiene-konzept entwickelt, um ein Höchstmaß an Infektionsschutz für die Mitwirkenden zu gewährleisten.

Nach diesem ausdauernden Auswahlverfahren hofft das Theater Ulm auf eine gute Wahl für diese herausragende künstlerische Position am Ulmer Theater. Nichtöffentliche Auswahldirigate finden vor akkreditierten Medienvertretern am 01. März, 02. März, 04. März und 05. März 2021 jeweils um 18 Uhr statt.

IOCO-Korrespondentin Oxana Arkaeva wird an dem Verfahren teilnehmen und berichten

Die Kandidaten:  Felix Bender, Stefan Klingele, Leo Siberski, Andreas Wolf

Der gebürtig aus Sachsen-Anhalt stammende Felix Bender studierte in Weimar, wo er auch von 2010 bis 2013 als 1. Kapellmeister engagiert war. Anschließend wechselte er als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD nach Chemnitz und übernahm dort in der Spielzeit 2016/17 kommissarisch das Amt des GMD. Seit 2018/19 ist Felix Bender ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig und dirigierte dort u.a. die Wagneroper Tannhäuser, Verdis Don Carlo und La traviata, Puccinis Turandot, Faust von Gounod und Der Freischütz von Carl Maria von Weber. Zudem leitete er das Gewandhausorchester in Ballettabenden mit Werken von Bach bis Strawinsky.

Stefan Klingele begann seine Laufbahn als Repetitor am Nationaltheater Mannheim, 1996 wechselte er nach München als Dirigent am Staatstheater am Gärtnerplatz. Anschließend war er als 1. Kapellmeister am Theater Bremen engagiert, wo er in der Spielzeit 2006/07 die Position des Chefdirigenten übernahm. Seit 2015 ist Stefan Klingele Musikdirektor und Chefdirigent an der Musikalischen Komödie Leipzig. Hier erschließt er neues Repertoire und zeichnete verantwortlich für die Welt-ersteinspielungen von Prinzessin Nofretete von Nico Dostal und Korngolds »Lied der Liebe«. Stefan Klingele begann seine Laufbahn als Repetitor am Nationaltheater Mannheim, 1996 wechselte er nach München als Dirigent am Staatstheater am Gärtnerplatz. Anschließend war er als 1. Kapellmeister am Theater Bremen engagiert, wo er in der Spielzeit 2006/07 die Position des Chefdirigenten übernahm. Seit 2015 ist Stefan Klingele Musikdirektor und Chefdirigent an der Musikalischen Komödie Leipzig. Hier erschließt er neues Repertoire und zeichnete verantwortlich für die Welt-ersteinspielungen von »Prinzessin Nofretete« von Nico Dostal und Korngolds Lied der Liebe.

Der Hannoveraner Leo Siberski studierte in Berlin bei Prof. Rolf Reuter an der Hoch-schule für Musik »Hanns-Eisler«. Als Assistent arbeitete er mit Daniel Barenboim, Kent Nagano, Vladimir Jurowski und Fabio Luisi in Berlin, Leipzig, Glyndebourne und Los Angeles, bevor er 2007 an der Semperoper Dresden mit »Die Zauber-flöte« debütierte. Noch im gleichen Jahr wurde Leo Siberski zum 1. Kapellmeister am Theater Bielefeld berufen. Vier Jahre später wechselte er in gleicher Position an das Theater Kiel. Hier übernahm er die Musikalische Leitung u.a. von Verdis »Lombardi alla prima Crociata« und »La Traviata«, sowie Brechts Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Seit 2017 ist Leo Siberski Generalmusikdirektor am Theater Plauen-Zwickau.Gastdirigate führten Leo Siberski u.a. zu den Bremer Philharmonikern, zu allen Sin-fonieorchestern des SWR, zum Münchner Rundfunkorchester, zum MDR Sinfonie-orchester, zu den Düsseldorfer Sinfonikern und an die Opernhäuser von Hannover, Düsseldorf, Innsbruck, an das Nationaltheater Iasi/Rumänien und die Staatsoper Kutaissi / Georgien.

Andreas Wolf studierte Dirigieren, Gesang und Klavier in München. Sein erstes Engagement führte ihn als Solorepetitor an das Schillertheater NRW in Wuppertal. Kurz darauf wechselte er als 2. Kapellmeister an die Städtischen Bühnen Münster. Gastengagements führten ihn nach Mendoza (Argentinien) und Athen, sowie an das Staatstheater Kassel, die Staatsoper Hannover und das Staatstheater Saarbrücken. In dieser Zeit erarbeitete er sich systematisch ein umfangreiches Repertoire vom Barock bis zur Moderne, das auch Filmmusik einschließt.Seit der Spielzeit 2013/14 ist Andreas Wolf als 1. Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Theater Lübeck engagiert. Hier wirkt er seit 2018 auch als Kommissarischer GMD. Er dirigierte u.a. Schostakowitschs Lady Macbeth, Der ferne Klang von Franz Schreker und Christophe Colomb von Darius Milhaud. Diese Produktionen erregten auch international großes Interesse und festigten seinen Ruf als Spezialist für die Musik des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

—| IOCO Aktuell Theater Ulm|—


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