Baden-Baden, Festspielhaus, Venice Baroque Orchestra – HERBSTFESTSPIELE 2019, 05.10.2019

September 18, 2019 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

HERBSTFESTSPIELE 2019

Samstag, 5. Oktober 2019, 18 Uhr

Fest der Barockmusik – Andrea Marcon und das Venice Baroque Orchestra laden zu Werken von Vivaldi, Pergolesi und Zeitgenossen rund um den Orpheus-Mythos

Im Festspielhaus Baden-Baden knüpfen Andrea Marcon und das Venice Baroque Orchestra an John Neumeiers „Orphée et Eurydice“ zum Saisonauftakt an: Wie Neumeiers Ballettoper beschäftigt sich das exklusiv für Baden-Baden zusammengestellte Konzertprogramm am 5. Oktober 2019, 18 Uhr, mit dem Mythos des Orpheus und der Macht der Musik.

Festspielhaus Baden - Baden / Venice Baroque Orchestra © Harald Hoffmann

Festspielhaus Baden – Baden / Venice Baroque Orchestra © Harald Hoffmann

Vivaldi, Pergolesi, Geminiani, Veracini – und das ist nur eine kleine Auswahl der Komponisten, deren Musik unser Fest der italienischen Barockmusik bereichern wird. Im Zentrum des Abends steht der Orpheus-Mythos. Neben Kantaten und Arien aus Opern über den traurigen Helden und Euridice, seine Geliebte, erklingen historische Tanzmusik und virtuose Konzerte. Die reichhaltige Auswahl nimmt den Hörer mit auf einen Spaziergang durch die Geschichte des italienischen Barocks: von Luigi Rossi, dessen Orpheus-Oper eine Generation nach Monteverdi den Ruhm der italienischen Oper auch im Ausland begründete, bis hin zu Pergolesi, dessen Stil bereits die Errungenschaften der Wiener Klassik vorwegnahm.

Festspielhaus Baden - Baden / Dorothee Mields © Harald Hoffmann

Festspielhaus Baden – Baden / Dorothee Mields © Harald Hoffmann

Der vokale Konzertteil mit der Sopranistin Dorothee Mields beginnt mit Ausschnitten der Orpheus-Oper von Antonio Sarturio. Aus dessen 1673 vollendetem „L´Orfeo“ singt Dorothee Mields zwei repräsentative Arien.

Auch der Komponist Luigi Rossi hat sich dem Mythos angenommen: Seine Oper „Orfeo“ wurde 1647 uraufgeführt – in Paris wohlgemerkt, denn mit dieser Oper sollte den Franzosen die italienische Oper nahegebracht werden. Und mit Erfolg: der Weltruhm der Gattung war eingeleitet. In Baden-Baden erklingt aus dieser Oper die dramatische Arie „Lasciate averno“. Den vokalen Teil der musikalischen Reise schließt die kleine Orfeo-Kantate aus dem Jahr 1735 von Giovanni Battista Pergolesi ab. Diese Kantate steht beispielhaft für den lyrisch-expressiven Stil, der Pergolesi so einflussreich für die Nachwelt werden ließ.

Beim Betrachten der instrumentalen Konzertbeiträge fällt ein deutscher Name auf: Johann Rosenmüller. Gleichwohl in den ‚italienischen Reigen‘ passend, da er den Großteil seines Lebens in Italien verbrachte. Seine „Sinfonia Nr. 5“, eine Sammlung instrumentaler Tänze, eröffnet das Konzert im Festspielhaus. Im Laufe des Abends folgt eine spätbarocke Ouvertüre von Francesco Maria Veracini und drei Konzerte von Antonio Vivaldi.

Festspielhaus Baden - Baden / Venice Baroque Orchestra © Anna Carmignola

Festspielhaus Baden – Baden / Venice Baroque Orchestra © Anna Carmignola

Zum Abschluss erklingt eines der berühmtesten Orchesterwerke des italienischen Barocks: das Concerto grosso d-Moll über die beliebte Melodie „La Folia” von Francesco Geminiani.

Andrea Marcon zählt zu den großen Kennern der venezianischen Barockmusik und es ist ihm gelungen, einige barocke Meisterwerke vor dem Vergessen zu bewahren. Als Künstlerischer Leiter des Venice Baroque Orchestra und Gastdirigent am Pult namhafter Orchester wie Concerto Köln oder dem Freiburger Barockorchester besitzt er ein besonderes Gespür für die Klangwelten des 17. und 18. Jahrhunderts. Der italienische Organist, Cembalist und Dirigent wurde in Treviso (Venetien) geboren und studierte an der Schola Cantorum Basiliensis, u. a. bei Jean-Claude Zehnder Orgel und Cembalo, bei Hans Martin Linde Dirigieren und bei Jordi Savall Kammermusik.

Im Jahr 1997 gründete Andrea Marcon das Venice Baroque Orchestra, welches sich als eines der führenden Ensembles Europas auf Alte Musik und das Musizieren auf authentischen Instrumenten spezialisiert hat. Unter Marcons Leitung führte das Orchester barocke Werke wie Cavallis „L’Orione“, Vivaldis „Atenaide und Andromeda liberata“ und Boccherinis „La Clementina“ erstmals seit deren Uraufführung wieder auf. Mit dem Teatro La Fenice in Venedig brachte das Orchester Händels „Siroe“ auf die Bühne und präsentierte es dann erstmalig in den Vereinigten Staaten. Weltweite Tourneen sowie zahlreiche Auszeichnung wie der Diaspason D’Or, der Choc du Monde de la Musique, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik und der Edison Award sprechen für die Qualität des Venice Baroque Orchestra.

Glockenhell und engelsgleich: Das sind Attribute, die einem beim Hören der Stimme von Dorothee Mields in den Sinn kommen. Und ihre Stimme klingt in ihrer Klar- und Reinheit nie asketisch-knabenhaft sondern von sinnlicher Wärme erfüllt. Sie gilt als eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und wird von Publikum und Presse für ihr einzigartiges Timbre und ihre berührenden Interpretationen geliebt, so auch bei ihrem Auftritt im Festspielhaus in Bachs h-Moll-Messe bei den letztjährigen Pfingstfestspielen. Die Sopranistin studierte an der Hochschule der Künste in Bremen und in Stuttgart. Dorothee Mields ist gern gesehener Gast internationaler Festspiele wie dem Bachfest Leipzig, Suntory Music Foundation Festival in Japan, Boston Early Music Festival oder den Wiener Festwochen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Collegium Vocale Gent, dem Freiburger Barockorchester und der Lautten Compagney Berlin sowie mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock und Masaaki Suzuki. Ein wichtiger Bereich ihres künstlerischen Schaffens sind Solo- und Kammermusikprojekte wie. „Lord Nelson am Nil“, die die Seeschlachten von Lord Nelson musikalisch erlebbar machen.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, September – Dezember 2018, Neumeier, Blomstedt und mehr

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden – September bis Dezember 2018


Samstag, 22. September, 10 Uhr, Sonntag, 23. September 2018, 10 Uhr
Finale: Sonntag, 23. September 2018, 17 Uhr

Die Odyssee  –  Schüler machen eine Oper. Kinder-Musik-Fest für Kinder ab 10 Jahren

Kinder ab 10 Jahre schreiben, basteln, singen und spielen eine Odysseus-Oper – nun mittlerweile zum dritten Mal. Odysseus und seine Gefährten haben ihr Ziel vor Augen, jedoch sind Musik, Bühnenbild und Text noch längst nicht fertig. Da sind kreative Kinderköpfe gefragt!

Im Ticketpreis sind der zweitägige Workshop sowie zwei Mittagessen und Pausengetränke enthalten. Abschlussaufführung für Eltern, Familie und Freunde kostenfrei.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Donnerstag, 27. September 2018, 20 Uhr
Saisoneröffnungskonzert

Festspielhaus Baden-Baden / Herbert Blomstedt © Martin U.K. Lengemann.

Festspielhaus Baden-Baden / Herbert Blomstedt © Martin U.K. Lengemann.

Die Wiener Philharmoniker unter Herbert Blomstedt eröffnen die Spielzeit 2018/19.
Der beste schwedische Dirigent dirigiert den besten schwedischen Romantiker: Berwalds „Sinfonie singulière“ ist ein Werk aus der Zeit Schumanns, eine echte Entdeckung, die stellenweise Mahler vorwegnimmt. Dazu erklingt Dvoraks tragische siebte Sinfonie.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 28. September 2018, 20 Uhr
Franui – Musicbanda

Zwischen Jazz und Almgesang: Ein Tanzmusikabend der schrägeren Art mit Franui-Musikbanda
Das zehnköpfige österreichische Musikensemble aus dem Osttiroler Dorf Innervillgraten begeisterte mit seinen Bearbeitungen bereits bei den Salzburger Festspielen. Gemeinsam mit befreundeten Künstlern musiziert man Tanzmusik von Schubert bis Ligeti.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 29. September 2018, 18 Uhr
Christina Pluhar & L’Arpeggiata

Barock- Jazz-Improvisationen über die Musik von Händel. Christina Pluhar & L’Arpeggiata.Christina Pluhar ist ein großer Name der Barockmusik-Szene. Mit unbestechlichem Geschmack findet sie die spannendsten Künstler von Jazz bis Klasik für ihre Erkundungen des Repertoires. Nun ist es Händel, dem sie ein zeitgemäßes Gewand anlegt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 30. September 2018, 11 Uhr
 Cuarteto Casals – Beethoven

Mit seinen gewaltigen Ausmaßen gilt Beethovens cis-Moll-Quartett als das wichtigste des Meisters – ja, vielleicht sogar als das bedeutendste Quartett überhaupt. Das spanische Quartetto Casal konfrontiert es mit einem Frühwerk des Komponisten.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


HAMBURG BALLETT  –  JOHN NEUMEIER

6. bis 14. Oktober 2018 – Samstag, 6. Oktober 2018, 18 Uhr, Sonntag, 7. Oktober 2018, 18 Uhr 

Bernstein Dances

Festspielhaus Baden-Baden / Bernstein-Dances - Lloyd Riggins, Alexander Trusch, Ensemble © Kiran West

Festspielhaus Baden-Baden / Bernstein-Dances – Lloyd Riggins, Alexander Trusch, Ensemble © Kiran West

Porträt eines Genies: Dem Schöpfer von West Side Story tanzend auf der Spur. Der Komponist, Pianist, Dirigent, Pädagoge und Lebemann Leonard Bernstein ist eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihm und seiner Musik widmet das Hamburg Ballett John Neumeier eine tänzerische Hommage.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 7. Oktober 2018, 11 Uhr
Ballett-Werkstatt – John Neumeier

Festspielhaus Baden-Baden / JOHN NEUMEIER © Kiran West

Festspielhaus Baden-Baden / JOHN NEUMEIER © Kiran West

John Neumeier erläutert seine Arbeit.
Jahr für Jahr kommen John Neumeier und sein Hamburg Ballett ins Festspielhaus Baden-Baden und zeigen Klassiker wie Neuproduktionen. Vor allem lässt es sich Neumeier nie nehmen, Werke und Kompanie selbst vorzustellen – in seiner „Ballett-Werkstatt“, die längst Kultcharakter besitzt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 12. Oktober 2018, 19 Uhr
Samstag, 13. Oktober 2018, 18 Uhr
Sonntag, 14. Oktober 2018, 17 Uhr
Anna Karenina

Der große russische Roman bildet die Vorlage für ein Aufsehen erregendes Ballett.
Den „größten Gesellschaftsroman der Weltliteratur“ (Thomas Mann) auf die Ballettbühne zu bringen: Das ist eine Kunst, die niemand so wie John Neumeier beherrscht. Er schuf mit Anna Karenina eine klassische Liebesgeschichte, die mit ihren intimen Pas de deux und festlichen Ensembles zeitgemäß wirkt, während sie durch Tschaikowskys Musik an die Entstehungszeit des Romans erinnert.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 19. Oktober 2018, 20 Uhr
Prokofjew und Tschaikowsky – Yefim Bronfman & Yuri Termikanov

Die Schwanensee -Musik trifft auf das vielleicht virtuoseste Klavierkonzert überhaupt.
Das rein russische Programm versammelt wirkungsvolle Werke, darunter Auszüge aus Tschaikowskys berühmtem Ballett und Prokofievs zweites Klavierkonzert, ein waghalsig schwieriges Werk, das nur wenige Pianisten live aufzuführen wagen. Dazu erklingt die märchenhafte Musik Rimsky-Korsakovs.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 20. Oktober 2018, 18 Uhr
The King’s Singers – This Is Gold

Renaissance, Romantik, Pop: Eine klingende Musikgeschichte.
Der Chorgesang hat in England eine lange Tradition. Über die setzten sich die King’s Singers hinweg, als sie seine Möglichkeiten erweiterten und so ihre Weltkarriere begründeten – nun bereits seit 50 Jahren. Oft nachgeahmt, doch nie erreicht und nun, zum ersten Mal, zu Besuch bei uns.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 21. Oktober 2018, 11 Uhr
Amatis Piano Trio

Klaviertrios von Schostakowitch, Tarrodi und Mendelssohn-Bartholdy.
Sein erstes Klaviertrio schrieb der verliebte Teenager Schostakowitsch mit 17 Jahren. Das charmante Werk kombiniert das Amatis Piano Trio mit dem hochromantischen ersten Trio von Mendelssohn-Bartholdy. Zwischendurch erklingt ein Kompositionsauftrag der jungen schwedischen Komponistin Andrea Tarrodi.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 27. Oktober 2018, 11 und 14 Uhr
MUSA! Kleine Kinder, große Ohren

Neue Konzertform für die Kleinsten. Krabbelkonzert für Eltern mit Kindern bis 2 Jahre
Der Begriff „Krabbelkonzert“ beschreibt nur unzureichend, welche Freude Kleinkinder und Eltern in dieser Stunde erleben. Speziell ausgebildete Musiker reagieren auf die Kinder und nehmen diese auf spannende Hörabenteuer mit. Ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 28. Oktober 2018,16 Uhr
Quatuor Beat  – Drumblebee

Inszeniertes Percussion-Konzert. Für Kinder ab 5 Jahren
Das inszenierte Percussion-Konzert wurde 2012 mit dem „Junge Ohren“-Preis ausgezeichnet, 2013 kam der europäische „Yeah“-Preis hinzu. Die Koproduktion der Philharmonie Luxemburg mit dem Lucerne Festival, KölnMusik und den Grazer Spielstätten ist geeignet für Kinder ab 5 Jahren.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Dienstag, 6. November 2018, 9 und 11 Uhr
Himmel – Kinder-Tanz-Theater

Magisches Tanztheater für kleine Kinder. Für Kinder von 2 bis 5 Jahren
Zwei Tänzerinnen des Kinder-Tanz-Theaters „Minsk“ aus Kopenhagen nehmen die Kinder mit auf eine poetische Reise – die einzigartig ist, weil es noch kaum Tanztheater für jüngere Kinder gibt. Das Festspielhaus Baden-Baden empfiehlt „Himmel“ besonders für Kindergärten, die einen Theater-Abenteuer-Ausflug in die Nachbarschaft planen.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 11. November 2018, 17 Uhr
Mozart  –  Requiem

Thomas Hengelbrock dirigiert Mozarts Vermächtnis. Unzählige Legenden ranken sich um Mozarts große Totenmesse. Der Dirigent Thomas Hengelbrock konfrontiert das Werk mit einer Messe des deutschen Rokoko-Johann Caspar Kerll.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Mittwoch, 14. November 2018, 20 Uhr
Gregory Porter & Orchester – A Tribute To Nat King Cole

Mit seinem „Nat King Cole Porter Project“ widmet sich der Ausnahmesänger mit der samtigen Baritonstimme seinem musikalischen Helden und Vorbild, dem legendären Jazz- Pianisten Nat King Cole.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


HERBSTFESTSPIELE

23. November – 2. Dezember 2018,  Freitag, 23. November 2018, 20 Uhr
Daniel Harding – Eroica

„Dem Andenken eines Engels“: Bergs Violinkonzert mit Janine Jansen trifft auf Beethovens „Eroica“.
Leben und Tod der Alma Mahler-Tochter Manon Gropius inspirierte Alban Berg zu einem ergreifenden Violinkonzert. Anschließend erklingen Berliozs Liebessehnsuchtsmusik (mit einem effektvollen „Gewitter“) aus den „Troyanern“ und Beethovens heldische Sinfonie Nr. 3, „Eroica“.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 24. November 2018, 18 Uhr
Les Musiciens du Louvre

Mendelssohns „italienische“ und „schottische“ Sinfonien dirigiert von Marc Minkowski.
Mendelssohns dritte und vierte Sinfonien und die „Hebriden-Ouvertüre“ zählen zum Schönsten, was die musikalische Romantik der Nachwelt hinterlassen hat. Ihren feinen Verästelungen spüren Marc Minkowski und seine „Musiciens du Louvre“ nach – und werfen einen französischen Blick auf den deutschen Komponisten.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 25. November 2018, 17 Uhr
Jacques Offenbach  –   HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © Ali Khan

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © Ali Khan

Hoffmanns berühmte „Barcarolle“ kennt jeder. Hier kommt die Oper dazu.
Der Erfinder der Operette hat mit „Hoffmanns Erzählungen“ auch eine Oper hinterlassen: voller hintergründigen Witz und berühmt gewordenen Melodien. Wir zeigen eine konzertante Fassung in einer Traumbesetzung.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Montag, 26. November 2018, 19 Uhr
Musik im Museum

Lieder aus Katalonien im Museum Frieder Burda, passend zur Ausstellung „Die Brücke“.
Die Künstlergruppe „Die Brücke“ gilt als ein Wegbereiter des Expressionismus. Das Museum Frieder Burda zeigt wichtige Arbeiten der Gruppe. Dazu konzipiert das Festspielhaus ein Lieder-Programm mit verbindenden Texten.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Mittwoch, 28. November 2018, 20 Uhr
Kian Soltani & Shiraz Ensemble

Europäische und persische Klassik rund um den Cellisten Kian Soltani und seine Familie.
Der persisch-österreichische Musiker Kian Soltani ist nicht nur am Cello herausragend, sondern auch an der persischen Stachelgeige Kamantsche. Als Mittler Als zwischen zwei Welten präsentiert er europäische und persische Musik – gemeinsam mit Freunden und Verwandten vom Ensemble Shiraz.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 30. November 2018, 20 Uhr
Sir András Schiff & Budapest Festival Orchestra

Ivan Fischer dirigiert Dvo?ak und Beethoven
Neben Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 mit Sir Andras Schiff erklingt u.a.  Dvoraks Sinfonie Nr. 6.
Ebenso wie Beethovens erstes Klavierkonzert wird auch Dvoraks sechste Sinfonie in Deutschland eher selten aufgeführt. Dabei strotzt diese Pastorale nur so von volkstümlicher Melodien – ebenso wie die „Legende“ und der „Slawische Tanz“, den der Dirigent  Iván Fischer ebenfalls vorstellen wird.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 1. Dezember 2018, 18 Uhr
Beethoven: Missa solemnis

Beethovens größtes Werk in einer ungewöhnlich sachkundigen Interpretation.
So durchgearbeitet hört man die „Missa Solemnis“ nur selten. Der Dirigent und Musikwissenschaftler Jan Caeyers hat mit „Le Concert Olympique“ ein eigenes Orchester gegründet, um Beethovens Werke nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzuführen.
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Sonntag, 2. Dezember 2018, 11 Uhr
Jean-Guihen Queyras & Alexandre Tharaud

Cellomusik von Bach und Brahms, dazu Klaviersonaten von Scarlatti.
Zu Beginn stellen sich der Cellist Jean-Guihen Queyras und der Pianist Alexandre Tharaud als Solisten vor: mit Bachs bedeutenden Cellosuite Nr. 2 und Scarlattis verspielt innovativen Klaviersonaten. Anschließend erklingt Brahms´ Sonate Nr. 1 für Cello und Klavier. Sie spiegelt die Bachstudien des Komponisten wider.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
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Freitag, 7. Dezember 2018, 20 Uhr
Cameron Carpenter

Nicht von dieser Welt: Der Ausnahme-Organist spielt Bach und Hanson.
Seit ihrer Verwendung im Film „Alien“ ist die zweite Sinfonie („Romantische“) des Amerikaners Howard Hanson ein Klassiker der Pop-Kultur.  Sein Landsmann, der Organist Cameron Carpenter, spielt das Werk in einer eigenen Transkription auf seiner Touring-Orgel.  Zuvor erklingen Bachs legendären Goldberg-Variationen.
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Samstag, 8. Dezember 2018, 18 Uhr
Martin Grubinger & Sydney Symphony Orchestra

Australische Moderne, virtuose Schlagzeug-Musik und Prokofiews bedeutendste Sinfonie.
Der Australier Brett Dean war lange Zeit Bratscher bei den Berliner Philharmonikern, bevor er sich als Komponist selbstständig machte. Sein „Engelsflügel“ steht ebenso auf dem Programm des Sydney Symphony Orchestra, wie das impulsive Schlagzeug-Konzert des Schotten James MacMillan. Anschließend erklingt Prokofiews an Beethoven und Tschaikowsky angelehnte fünfte Sinfonie.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
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Sonntag, 9. Dezember 2018, 19 Uhr
Tine Thing Helseth & tenThing

Von „Stille Nacht“ bis Corellis „Weihnachtskonzert“.
Blechblasinstrumente sind was für Männer? Das war einmal! Dachte sich die norwegische Startrompeterin Tine Thing Helseth und gründete das Ensemble „tenThing“, das aus zehn Blechblasmusikerinnen besteht und heute ein Weihnachtskonzert bestreiten wird.
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Freitag, 14. Dezember 2018, 20 Uhr
Monteverdi: eine Weihnachtsvesper

Barocke Musik zur weihnachtlichen Mitternachtsmesse.
Die spezielle Aura der weihnachtlichen Mitternachtsmesse hat gerade im Barock zahlreiche Künstler zu Meisterwerken inspiriert. Der italienische Dirigent Andrea Marcon hat die schönsten davon zu einer musikalischen Weihnachtsmesse zusammengestellt. Der Hauptteil der ausgewählten Stücke stammt von Claudio Monteverdi.
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Samstag, 15. Dezember 2018, 19 Uhr
Max Raabe & Palast Orchester

Max Raabe und sein Palastorchester präsentieren ihr neues Programm.
Vom „perfekten Moment“, der grad „verpennt“ wird, handelt das neue Programm von und mit Max Raabe. Raabes Künstlerfreunde Annette Humpe, Christoph Israel, Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Daniel Faust und Achim Hagemann haben fleißig mitgeschrieben am Programm.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
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21. bis 27. Dezember 2018 – Freitag, 21. Dezember 2018, 20 Uhr

MARIINSKY BALLETT
Gergiev dirigiert Prokofjew-Ballette

Drei Kurzballette zur Musik des großen russischen Komponisten.
Valery Gergiev dirigiert nicht oft Ballette. Er tut es heute, um auf Produktionen des Mariinsky Balletts aufmerksam zu machen, die ihm wichtig sind: wie etwa den Prokofjew-Abend, der mit einer berühmten Choreographie von George Balanchine beginnt. Der Abend kombiniert das Ballett mit zwei Arbeiten junger russischer Choreographen, die die große Tradition der Truppe fortschreiben.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 22. Dezember, 2018, 19 Uhr
Sonntag, 23. Dezember 2018, 17 Uhr
Dienstag, 25. Dezember 2018, 19 Uhr
Schwanensee

Festspielhaus Baden-Baden / Oxana Skorik- und Xander-Parish- in Schwanensee von Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Oxana Skorik- und Xander-Parish- in Schwanensee von Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Tschaikowskys Ballett-Klassiker in der legendären Mariinsky-Produktion.
Die im Festspielhaus gezeigte Version des Ballettklassikers geht zurück auf das Original: mit den berühmt gewordenen „weißen Akten“, in aufwendigen Kostümen und vor  historischem Bühnenbild.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Mittwoch, 26. Dezember 2018, 14 und 19 Uhr
Die vier Jahreszeiten

Stimmungsvoll getanzte Neuinterpretation der Vivaldi-Musik.
Die vier Jahreszeiten von Vivaldi in der Bearbeitung des deutschen Komponisten Max Richter – das ist eine Musik, die Klassik- und Pop-Fans miteinander versöhnt. Hier setzt der Mariinsky-Choreograph Ilya Zhivoi an, der die musikalische Begegnung zwischen Neu und Alt mit fließenden Bewegungen in klassische Choreographiesprache übersetzt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Donnerstag, 27. Dezember 2018, 19 Uhr
Ballett-Gala – Mariinsky Ballett

Stars des Mariinsky Balletts in Preziosen des Repertoires.
Zwischen den Jahren darf geschwelgt werden: Stars des legendären Mariinsky Balletts enthüllen Preziosen des Tanzes. Maxim Petrovs fantasievolles „Divertissment du roi“ ist ein Bravourstück mit prachtvollen Kostümen und einem quicklebendigen Sonnenkönig Ludwig XIV. Masken der Commedia dell‘arte werden in Mikhail Fokines „Le Carnaval“ lebendig.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Montag, 31. Dezember 2018, 19 Uhr
Silvester-Gala mit Krist?ne Opolais und Pavel Cernoch

Festlicher Abend mit Arien und Duetten.
Die große lettische Sopranistin Krist?ne Opolais war die gefeierte „Tosca“ unserer Osterfestspiele. Gemeinsam mit dem tschechischen Tenor präsentiert sie einen festlichen Arienabend. Das genaue Programm wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101

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Halle, Händel Festspiele 2018 – Fremde Welten, IOCO Aktuell, 21.11.2017

November 21, 2017 by  
Filed under Händel Halle, Hervorheben, IOCO Aktuell, Konzert, Oper

Händel Festspiele Halle

Händel Halle in Halle, der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels © Haendelhalle

Händel Halle in Halle, der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels © Haendelhalle

Händel Festspiele 2018  –  „Fremde Welten“

Programm der Händel-Festspiele 2018 veröffentlicht – Mezzosopranistin  Joyce DiDonato Händelpreisträgerin 2018

Von Guido Müller

Vom 25. Mai bis zum 10. Juni 2018 ist Halle an der Saale wieder Schauplatz der glanzvollen und weltweit größten Händel-Festspiele. Unter dem Motto Fremde Welten werden an 17 Festspieltagen über 100 Veranstaltungen im Haupt- und Nebenprogramm in der Geburtsstadt des Komponisten und der Umgebung stattfinden, um den großen Sohn der Stadt zu feiern und ganz besondere Musikveranstaltungen an authentischen Orten erlebbar zu machen.

Händel Festspiele 2018 © Händel Festspiele

Händel Festspiele 2018 © Händel Festspiele

Mit der Neuproduktion von Berenice, Regina d’Egitto HWV 38 am ersten Festspieltag in der Oper Halle schließt sich nach fast 100 Jahren  die letzte Repertoirelücke: In der Heimatstadt des Komponisten werden  alle seine 42 Opernwerke erklungen sein, nachdem mit Orlando die  Händel-Opern-Renaissance in Halle im Jahr 1922 begann.

Die Premiere von Berenice, Regina d’Egitto (25.5.) unter der musikalischen Leitung von Jörg Halubek und in der Inszenierung von Jochen Biganzoli mit den Händel-Festspielorchester Halle wird nach der Hallischen Händel-Ausgabe aufgeführt – genau wie acht weitere  Werke.

Grabstätte von Georg Friedrich Händel in Westminter Abbey © IOCO

Grabstätte von Georg Friedrich Händel in Westminter Abbey © IOCO

Die Händel Festspiele 2018 präsentieren in acht Opern, drei weiteren szenischen Aufführungen, drei Oratorien, sechs Festkonzerten und mehreren genreübergreifenden Veranstaltungen 15 ECHO Klassik-Preisträger. Hiertreffen sich die Stars der internationalen Barock- musikszene.

Live zu erleben sind u. a.: die mehrmalige ECHO Klassik- und Grammy-Gewinnerin und neue Händel Preisträgerin 2018 Joyce DiDonato (26.5.), die Sopranistinnen Julia Lezhneva (6.6.) und Sophie Karthäuser (27.5.), die Mezzosopranistinnen Magdalena  Kožená (31.5.) und Ann Hallenberg (9.6.), die Altistin Nathalie Stutzmann (2.6.) sowie die Countertenöre Max Emanuel Cencic (8.6.) und Xavier Sabata (3.6.).

Für musikalischen Hochgenuss sorgen darüber hinaus international renommierte Ensembles wie Il Pomo d’oro unter der musikalischen Leitung von Maxim Emelyanychev mit Arianna in Creta u.a. mit Karina Gauvin, Ann Hallenberg, Kristina Hammarström, Maite Beaumont und Andreas Wolf (9.6.), John Butt mit dem Dunedin Consort (27.5.) mit Samson als Erstaufführung der solistischen Fassung von 1743) und  das La Cetra Barockorchester unter der Leitung von Andrea Marcon mit einem Festkonzert und dem Messiah (31.5. und 1.6.).

Händel Festspiele Halle / Händel Startmotiv © Händel Festspiele Halle

Händel Festspiele Halle / Händel Startmotiv © Händel Festspiele Halle

Wie in den vergangenen Jahren werden Brücken zu anderen  Musikgenres wie dem Jazz sowie der elektronischen Musik und der Rockmusik geschlagen. Ferner gibt es in mehreren Konzerten einen  spannenden musikalischen Dialog mit anderen Kulturen, z. B. mit   türkischer und persischer Musik.

Das Motto der Händel-Festspiele 2018 Fremde Welten ist überall präsent. Auch die Internationale Wissenschaftliche Konferenz  beschäftigt  sich mit dem Thema. Händel lernten im Laufe seines Lebens fremde Sprachen, Länder, Kulturen und Religionen kennen. In seinen musikalischen Werken überschritt er immer wieder Grenzen. Damit entführt er die Zuhörer in ferne Gegenden und manchmal auch in Märchenwelten. Ist Händels Welt uns heute fremd geworden, oder gibt es nicht auch Vieles, was uns vertraut ist? Die Händelfestspiele laden dazu ein, diesen spannenden Fragen nachzugehen.

Ein Jubiläum steht auch auf dem Programm: 1968 war das Goethe-Theater Bad Lauchstädt erstmals Aufführungsort der Händel-Festspiele. Die historische Spielstätte hat sich in den 50 Jahren zu einem festen Bestandteil der Festspiele etabliert. Im nächsten Jahr werden im Goethe-Theater die renommierte Lautten Compagney Berlin unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner  Händels Serenata Parnasso in festa HWV 73 (26.5.) und das Prager Barock-ensemble Musica Florea das Opern-Pasticcio Muzio Scevola HWV 13 auf die Bühne bringen. Dabei ist Muzio Scevola erstmals seit dem 18. Jahrhundert in einer szenischen Gesamtaufführung zu erleben.

Goethe-Theater Bad Lauchstädt © Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH

Goethe-Theater Bad Lauchstädt © Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH

Eine deutsche Erstaufführung wird es am 8.6. im Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg geben. Das Bach Consort  Wien mit Rubén Dubrovsky und ausgezeichnete   Solisten werden Händels Oreste HWV A 11 u.a. mit Ray Chenez in der Inszenierung von Kay Link aufführen (2.6.). Christophe Rousset wird u.a. mit Xavier Sabata und Sandrine Piau am 3.6. Rinaldo in der späten Fassung von 1731 zur Erstaufführung bringen. Das Anhaltische Theater Dessau bringt eine Neuproduktion von Giulio Cesare in Egitto  (8.6.).

Die Händel-Festspiele gehen im kommenden Jahr aber auch ganz neue Wege. Neben den bewährten und immer beliebter werdenden Baroque Lounges wird es erstmals einen Poetry Slam zum Thema Fremde Welten geben. Dabei drängt sich zunächst die Frage auf: Barockmusik   und Poetry Slam – geht das überhaupt? Die Händel-Festspiele sind   gespannt und nehmen sich ein Beispiel an Händel.

Des Weiteren wird die Zusammenarbeit mit dem London  Handel Festival ausgebaut. Die Handel Singing Competition hat schon manche internationale Gesangskarriere hervorgebracht. Erstmalig stellen sich zwei Preisträger des Gesangwettbewerbes 2017 in einem Lunch-Konzert im Händel-Haus in Halle vor. (2.6.).  Der Eintritt ist kostenfrei – wie bei einer Vielzahl von Veranstaltungen bei den Händel-Festspielen 2018. So dürfen sich Besucher auf die nun mittlerweile 16. Orgelnacht, auf ein Nachtkonzert, auf die Internationale Wissenschaftliche Konferenz, auf Vorträge zu ausgewählten Veranstaltungen, auf Handel for Brass auf dem Domplatz und auf das Fest für die ganze Familie im Hof des Händel-Hauses freuen, ohne dafür Eintritt zu bezahlen.

Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus und Intendant der Händel-Festspiele freut sich sehr: „Das ist weltweit einmalig: acht verschiedene, szenische Produktionen mit Barockmusik kann man in nur17 Tagen erleben. Es erklingen Werke, die in dieser Form seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr zu erleben waren oder die besondere Erst- oder sogar Uraufführungen sind. Und darüber hinaus schlagen wir Brücken zu anderen Musikgenres und anderen Kulturen. Ich freue mich, dass wir wieder ein großes Barockmusikfest feiern können, das seinesgleichen sucht. Für die Unterstützung dieses großartigen Festes danke ich  herzlichst der Stadt Halle, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Bund, aber auch den zahlreichen Partnern, Förderern und Sponsoren, stellvertretend Lotto Sachsen-Anhalt, der Ostdeutschen  Sparkassenstiftung  sowie der Saalesparkasse. Obwohl wir uns in diesem Jahr mit dem ‚Fremden‘ befassen, zeigt all dies, dass uns über 250Jahre nach   Händels Tod die Musik des halleschen Komponisten nichtbefremdet, sondern weiterhin tief berührt.“

Händel Festspiele Halle / Joyce DiDonato © dpa Händel Festspiele Halle

Händel Festspiele Halle / Joyce DiDonato © dpa Händel Festspiele Halle

Den Händel-Preis der Stadt Halle des Jahres 2018, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus, erhält die US-amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato. Das Kuratorium der Stiftung Händel-Haus unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand würdigen damit ihre herausragenden Verdienste um die Pflege von Händels Musik. Der Händel-Preis wird Joyce DiDonato zu ihrem Festkonzert In War and  Peace– Harmony through Music am 26.5.2018 in der Georg-Friedrich-Händel Halle überreicht.

Erst kürzlich durfte sich Joyce DiDonato in der Elbphilharmonie Hamburg ihren bereits vierten ECHO Klassik als Sängerin des Jahres abholen. Für ihr Album In War and Peace, welche vornehmlich Händel-Stücke beinhaltet, bekommt sie nun schon die nächste Auszeichnung. Den Händel-Preis erhält sie für ihre langjährigen und überragenden Händel-Interpretationen. Somit trägt sie zur weltweiten Popularität des großen Sohnes der Stadt Halle (Saale) bei, sagt Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus und Intendant der Händel-Festspiele.

Westminster Abbey in London ©IOCO

Westminster Abbey in London ©IOCO

Joyce DiDonato gehört zu den größten Mezzosopranistinnen ihrer Zeit. Geboren ist die mehrfache ECHO Klassik- und  Grammy-Preisträgerin am 13.2.1969 in Prairie Village im US-amerikanischen Bundesstaat Kansas. Ihr Repertoire reicht von Händel bis hin zur zeitgenössischen  Musik. Für diese Vielfältigkeit wird sie weltweit geachtet und gefeiert. Joyce DiDonato ist auf den berühmtesten Opernbühnen der Welt zu Hause – egal ob in London, Mailand, Wien, Paris, Barcelona, Berlin, Amsterdam, New York, Chicago, San Francisco oder Tokio – sie sorgt überall für Faszination beim Publikum und bei Kritikern. Zudem steht sie auch als Konzertsängerin weltweit auf der Bühne und arbeitet immer wieder mit Spitzenmusikern und -ensembles zusammen. Mit ihrer Vielzahl an Aufnahmen  beispielsweise mit dem Ensemble Il Complesso Barocco von Alan Curtis, William Christies Les Arts Florissants und  Antonio Pappano sowie mit ihren ausgedehnten Tourneen durch Europa, Asien und Nord- und Südamerika erlangte sie Weltruhm. Musikalisch geht Joyce DiDonato immer wieder neue Wege und lässt sich von vielen künstlerischen Einflüssen  inspirieren.

Mit ihrem Bühnenprogramm In War and Peace – Harmony  through Music setzt sie außergewöhnliche Akzente und ist damit genau am Puls der Zeit. Begleitet wird sie bei ihrem Festkonzert bei den Händel-Festspielen 2018 vom ausgezeichneten Ensemble Il Pomo d’oro unter der  musikalischen Leitung von Maxim Emelyanychev.

Programm der Händelfestspiele Halle –  www.haendelfestspiele-halle.de 

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Linz, Landestheater Linz, Tanztheater MUSIC FOR A WHILE, 14.10.2017

Oktober 16, 2017 by  
Filed under Ballett, Landestheater Linz, Premieren, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

URAUFFÜHRUNG – MUSIC FOR A WHILE

TANZSTÜCK VON MEI HONG LIN. In Kooperation mit Christina Pluhar und dem Ensemble L’Arpeggiata, Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Christina Pluhar u. a.

Premiere Samstag, 14. Oktober 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungstermine: 27. Oktober; 6., 13., 16., 18., 21. November; 17. Dezember 2017

Mei Hong Lin erzählt in ihrem Tanzstück Music for a while vom Selbsterleben des Menschen bei Fest und Tanz. Schauplatz ihres Stücks ist ein Tanzsaal, ein Übergangsort, in dem eine zufällig aufeinandertreffende Gruppe von Menschen die Abenteuer und Begegnungen des Moments mit ihrer aktuellen Lebenssituation verknüpft. Der Raum wird zur Bühne eines kleinen Welttheaters von Szenen archetypischer Selbsterfahrung, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Liebe steht.

In einzelnen, für sich stehenden Schlaglichtern werden Begegnungen und Erfahrungen im Zustand gesteigerter Intensität beleuchtet. Kleine, individuelle Vorgänge, werden zu Zeichen. Der Tanzsaal ist Ritualort, Schauplatz der Begegnung und Geschichten einer Auswahl von Menschen, die nur eines verbindet, die Sehnsucht nach der Durchbrechung des Alltags, dem Rausch, dem Ausnahmezustand und der tiefen Verankerung im Dasein.

Mit Christina Pluhar und dem Ensemble L‘Arpeggiata hat Lin kongeniale Partner gefunden, die auf der Basis ihrer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Musik des Barock in ein lebendiges Gespräch mit dem Repertoire von Händel, Purcell und Monteverdi eintreten. Auf der Grundlage der barocken Harmonien und einer ostinaten Basslinie eröffnen sie mit Techniken der Jazz-Improvisation den Raum für die Zwiesprache von Gegenwart und Vergangenheit.

Landestheater Linz / Christina Pluhar © Marco Borggreve

Landestheater Linz / Christina Pluhar © Marco Borggreve

Choreografie und Inszenierung Mei Hong Lin Bühne und Kostüme Dirk Hofacker Lichtdesign Johann Hofbauer Dramaturgie Katharina John

DarstellerInnen Rie Akiyama, Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Tura Gómez Coll, Mireia González Fernández, Rutsuki Kanazawa,Gyeongjin Lee, Jacqueline Lopez, Andressa Miyazato,Alessia Rizzi, Yu-Teng Huang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Valerio Iurato,Caspar Leonard Knops, Filip Löbl,Urko Fernandez Marzana, Edward Nunes, Pavel Povrazník, Jonatan Salgado Romero, Andrea SchulerAlter Mann im Rollstuhl Fritz Brunner / Dieter Köbl

MusikerInnen Ensemble L’Arpeggiata Theorbe und Musikalische Leitung Christina PluharSopran Céline ScheenAlt Vincenzo Capezzuto Klarinette Gianluigi TrovesiZink Doron SherwinBarockgeige Adriana AlcaideGambe Rodney Prada

Barockgitarre, Laute    Josep Maria Marti Duran, Schlagwerk   Sergey Saprychev, Piano, Orgel, Cembalo   Francesco Turrisi, Kontrabass   Boris Schmidt


BIOGRAFIEN

CHRISTINA PLUHAR –  MUSIKALISCHE LEITUNG

Christina Pluhar ist eine der innovativsten Musikerinnen der Alte-Musik-Szene, die in ihren Projekten die Grenzen der Musikstile überschreitet und damit wie kaum ein anderer Künstler überzeugt.

Sie wurde in Graz geboren und entdeckte nach ihrem Studium der Konzertgitarre ihre Liebe zur Renaissance-, und Barockmusik. Ihr Lautenstudium begann Christina Pluhar bei Toyohiko Satoh am Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Sie erlangte dort 1989 das Solistendiplom für Laute, setzte aber ihre Ausbildung bei Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis fort, wo sie 1992 das “Diplom für Alte Musik” erlangte. Barockharfe studierte sie bei Mara Galassi an der Scuolo Civica di Milano. Der Besuch von zahlreichen Meisterkursen bei Paul O’dette, Jesper Christensen und Andrew-Lawrence King prägte ihren musikalischen Werdegang.

Seit 1992 lebt sie als freischaffende Musikerin in Paris und hat als Solistin und gefragte Continuistin mit verschiedenen Kammermusikensembles und Barockorchestern musiziert wie „La Fenice” (Jean Tubery), „Hesperion XXI“ (Jordi Savall), „Il Giardino Armonico“, “Accordone” (Marco Beasley), ”Ricercar Consort” (Philippe Pierlot), “Concerto Soave” (Maria Cristina Kiehr), “Elyma” (Gabriel Garrido) , “Les musiciens du Louvre” (Marc Minkowsky), “Akademia” (Françoise Laserre), “La Grande Ecurie et la Chambre du Roi” (Jean-Claude Malgoire), “Concerto Cölln” (Konrad Junghänel). Sie war unter der Leitung von René Jacobs, Ivor Bolton, Alessandro di Marchi, Gabriel Garrido u.v.a. sowie als Begleiterin von Andreas Scholl, Marco Beasley und Dominique Visse in allen europäischen Festivals zu hören. Christina Pluhar war Assistentin von Ivor Bolton an der Münchner Staatsoper.

2000 gründete sie ihr eigenes Ensemble “L’Arpeggiata“, mit dem sie bei allen bedeutenden Festivals in Europa und Südamerika auftritt und bei dem französischen Label Alpha einspielt. Die CD’s La Villanella, Homo fugit velut umbra, La Tarantella, All’Improvviso, Rappresentatione di Anima et di Corpo, Teatro d’amore, Via crucis, Marienvesper wurden mit den Schallplattenpreisen „10 Répertoire“, „Diapason D’Or“, „CD der Woche“ (BBC), „CD des Monats“ (Amadeus, Italien), „Prix Exellentia“ (Pizzicato, Luxembourg), Cannes Classicals Awards (2004), Edison Price Holland (2009 und 2011) und Echo Klassik (2009, 2010 und 2011) ausgezeichnet.

Seit 1999 unterrichtet sie eine Klasse für Barockharfe am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

MEI HONG LIN –  CHOREOGRAFIE & INSZENIERUNG

Mei Hong Lin wurde in Taiwan geboren und erhielt eine Ausbildung in klassischem chinesischen Tanz in ihrer Heimat. Anschließend studierte sie an der Accademia Nazionale di Danza in Rom sowie an der Folkwanghochschule in Essen bei Pina Bausch. Diese unterschiedlichen stilistischen Wurzeln finden Niederschlag in ihrer choreografischen Arbeit. 1991/1992 leitete sie das Ballett am Theater Plauen, von 1997 bis 2002 war sie in gleicher Position am Theater Dortmund engagiert. In der Spielzeit 2004/2005 übernahm Lin die Tanzdirektion am Staatstheater Darmstadt. Ihre Stücke Das Haus der Bernarda Alba, The Juliet Letters – Briefe an Julia, Last Minute sowie Macbeth erlangten überregionale Aufmerksamkeit. Für die Tanzstücke Die Brautschminkerin und Romeo und Julia wurde Mei Hong Lin 2011 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Mit der Spielzeit 2013/2014 übernahm Lin die Tanzsparte am Landestheater Linz. Eine Einladung zum renommierten Seoul Performing Arts Festival führte die Kompanie 2014 mit dem Stück Blind Date nach Korea und 2016 mit Orfeo ed Euridice zum 14. Internationalen Opern Festival nach Daegu (Korea), wo die Produktion mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde.

Neben ihren Tanzproduktionen führte Mei Hong Lin auch selbst Regie und kreierte zahlreiche Choreografien für Oper, Operette, Musical und Schauspiel sowie spartenübergreifende Produktionen für die Theater von Augsburg, Bielefeld, Innsbruck, Kaiserslautern, Linz, Schwerin, Rostock die Oper Leipzig, das Schauspiel Leipzig, die Staatsoperette Dresden, die Oper Toulon, das Teatro Real Madrid, die Oper Göteborg und die Erfurter Domstufen-Festspiele.

2017 wurde sie für ihre Produktion Schwanensee mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet und ihre Brautschminkerin in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Die deutsche Bühne“ als beste Tanzproduktion des Jahres nominiert.

DIRK HOFACKER –  BÜHNE UND KOSTÜME

Der Bühnen- und Kostümbildner Dirk Hofacker arbeitet freischaffend und kreierte bisher in 20 Ländern Bühnenbilder und Kostüme für über 100 Opern-Ballett-Tanztheater- und Musical- Produktionen, darunter vielfach für die Opéra de Nice, die Los Angeles Oper, das Staatstheater Darmstadt, das Landestheater Linz und die Vest Norges Opera. Zu seinen jüngsten Ausstattungen zählen das Musical Der kleine Horrorladen (Theater Bonn), Capriccio (Théatre Metz Metropole), Faust (MET/Seoul), Coppelia (Royal Opera Ballet Stockholm), das Musical Annie (Det Ny Teater Kopenhagen), Evgenij Onegin (Ural Oper/Yekatarinburg), Masterclass (Theater Biel Solothurn) sowie Evita und Pinocchio (Staatstheater Oldenburg). Weitere Arbeiten der letzten Jahre waren Wozzeck, La Sonnambula, La Traviata sowie die Musicals Evita und Footloose für das Staatstheater Darmstadt. Für das Landestheater Linz kreierte er die Ausstattungen der Uraufführung der Oper Die andere Seite, sowie für zahlreiche Tanztheaterproduktionen.

Seine letzten Arbeiten entstanden mit den Regisseuren John Dew, Dieter Kaegi, Daniel Bohr, Erik Petersen und Jens Kerbel. Mit Mei Hong Lin verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Seit 2010 entwirft er die Bühnenbilder für alle ihre Tanzstücke, für einige auch die Kostüme. In der Spielzeit 2017/2018 und den kommenden Jahren zeichnet Dirk Hofacker verantwortlich für die Ausstattungen von u.a. Turandot (Ural Opera), Radames und Lohengrin (Theater Biel/Solothurn), West Side Story (Theater Bonn) und am Landestheater Linz für die Tanzstücke Music for a while, Tod und das Mädchen sowie Romeo und Julia von Mei Hong Lin.

 

ENSEMBLE L‘ARPEGGIATA MUSIK

Das hochdekorierte Ensemble „L’Arpeggiata“ wurde im Jahre 2000 von Christina Pluhar gegründet und besteht aus ausschließlich virtuosen und künstlerisch herausragenden Musikern. In Zusammenarbeit mit Solisten begeistert das Ensemble Publikum und Presse in der ganzen Welt durch unkonventionelle, mitreißende Aufführungen.

Benannt nach der gleichnamigen Toccata von Giovanni Girolamo Kapsberger hat sich „L’Arpeggiata“ ganz auf die Aufführung der Musik des 17. Jahrhunderts spezialisiert. Dabei treffen überschäumende Spielfreude, Lust am Improvisieren und Experimentierfreudigkeit auf das musikalische Handwerk der historischen Aufführungspraxis.

Seit seiner Gründung ist das Ensemble regelmäßig bei den bekanntesten Festivals und den renommiertesten Theatern europa- und weltweit zu Gast: Concertgebouw Amsterdam, Tonhalle Zürich, Alte Oper Frankfurt, Festival de Saint-Denis, Utrecht Oude Muziek, Festival d’Ambronay, Philharmonie Luxembourg, Hong Kong Arts Festival, Ruhrtriennale, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Opéra de Bordeaux, Philharmonie Köln, Sydney City Recital Hall, Théâtre des Champs Elysees u.v.a. Tourneen haben das Ensemble durch Australien, Südamerika, Asien und die USA geführt.

„L’Arpeggiata“ war im Jahre 2012 zu einer Künstlerresidenz in der Carnegie Hall New York und 2014 in der Wigmore Hall in London eingeladen. Im Juni 2011 führte „L’Arpeggiata“ die unbekannte Oper Il Paride des Komponisten Giovanni Andrea Bontempi (1662) in der Inszenierung von Christoph von Bernuth bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci auf. Das Werk stand erneut bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im August 2012 auf dem Programm.

Die Diskografie von „L’Arpeggiata“ trifft bei Kritik und Zuhörern immer wieder auf einstimmigen Widerhall. So wurde dem Ensemble 2009, 2010 und 2011 der deutsche Echo Klassik Preis zuerkannt, 2009 der Edison Price in den Niederlanden, und 2008 der VSCD Musiekprijs, Diapason D’Or, Cannes Classicals Awards (2004) u.v.a.

In 2014 erschien die CD Music for a while – Improvisationen über Purcell, im Oktober 2015 die CD Francesco Cavalli – L’Amore Innamorato. Im Oktober 2016 wurde die CD/DVD Orfeo, der Schamane veröffentlicht – eine Oper in 5 Akten, die Christina Pluhar komponiert und arrangiert hat.

CÉLINE SCHEEN SOPRAN

Die belgische Sopranistin Céline Scheen, Jahrgang 1976, war in den Jahren 1994 bis 1996 Mitglied im Weltjugendchor und schloss ihre Gesangsausbildung nach Studien in Mons und Brüssel an der Guildhall School of Music in London ab. Im Opernfach sang sie unterschiedlichste Rollen in Werken von Händel, Gluck, Haydn und Mozart ebenso wie Rossini, Bizet, Poulenc oder Menotti. Als Konzertsängerin trat u.a. sie in Carl Orffs Carmina Burana, dem Requiem von Gabriel Fauré, der Krönungsmesse von Mozart, und in Bachs Johannespassion auf. Zu den Ensembles, mit denen Céline Scheen zusammenarbeitete, gehören Musica Antiqua Köln, Il Fondamento, das Ricercar Consort, das Ensemble Clematis und La Fénice. Dabei sang sie unter so bekannten Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Andrea Marcon, Christophe Rousset oder Philippe Pierlot. Zu ihren nächsten Konzerten gehören Bach (Johannes- und Matthäus-Passion), Mahler (4. Symphonie), Mozarts Exsultate, Jubilate sowie Opern- und Konzertarien. Auf der Opernbühne wird sie in Venus et Adonis von John Blow in einer neuen Produktion am Théâtre de Caen und am Grand Théâtre du Luxembourg zu hören sein.

VINCENZO CAPEZZUTO ALT

Geboren 1979 in Salerno, studierte Vincenzo Capezzuto zunächst klassischen Tanz am Teatro di San Carlo in Neapel und war von 2005 bis 2011 Solotänzer der italienischen Tanzkompanie Aterbaletto. Im Jahr 2009 wurde er von Christina Pluhar auch als Sänger entdeckt. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit L’Arpeggiata zusammen und wirkte bei den CD’s Via Crucis (2010), Los Pajaros Perdidos (2012), Mediterraneo (2013) und Music for a while (2014) mit. Neben den Ludwigsburger Schlossfestspielen trat er mit L’Arpeggiata auf weiteren internationalen Musikfestivals wie dem Hong-Kong Festival oder den Dresdner Musikfestspielen sowie in der Carnegie Hall in New York und Wigmore Hall in London auf. Außerdem entwickelte er zusammen mit dem Regisseur Claudio Borggiani das gattungsübergreifende Kunstprojekt Soqquadro Italiano, mit dem er u.a. auf der Biennale di Venezia zu erleben war. 2013 spielte er barocke venezianische Gondellieder mit dem Barockorchester Pomo d’oro (Riccardo Minasi) ein, welche als CD mit dem Buch Gondola von Donna Leon veröffentlicht wurden.

GIANLUIGI TROVESI KLARINETTE

Der Klarinettist, Saxofonist und Komponist Gianluigi Trovesi wurde 1944 in Nembro bei Bergamo geboren. Bereits in jungen Jahren etablierte er sich als herausragender Solist und gilt bis heute als führender Jazzmusiker Italiens. Mit seinem Schaffen steht er für einen europäischen Jazz, der sich auf das Erbe der klassischen Musik ebenso bezieht wie auf die vielfältige europäische Volksmusik. Trovesi arbeitete u.a. mit bedeutenden internationalen Musikern wie Anthony Braxton, Albert Mangelsdorff und Kenny Wheeler. In Italien waren Paolo Fresu, Enrico Rava und Paolo Damiani seine Partner. Mit seinem Ensemble Gianluigi Trovesi Otteto und Tonträgern wie From G to G gelang ihm in den 1990er-Jahren der endgültige internationale Durchbruch. Seit 1991 ist Trovesi, der mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, Mitglied des Italian Instabile Orchestra. Darüber hinaus ist er mit seinem neuen Nonett, dem Duo Radici mit Gianni Coscia und einem Trio mit Riccardo Tesi und Patrick Vaillant musikalisch aktiv.

Pressemeldung Landestheater Linz

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