Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong, 28.07.2019

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Robert Schumann Saal   

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Programm Juli 2019
(August: Keine öffentlichen Veranstaltungen)


Di, 2.7.2019, 20 Uhr
Klavier-Festival Ruhr
Sir András Schiff
Franz Schubert
Sonate in a-Moll D 845
Sonate in D-Dur D 850 „Gasteiner“
Sonate in G-Dur D 894

„Ich weiß ganz genau, wo ich in einer Schubert-Sonate die sprichwörtliche Gänsehaut bekomme.“ Dieses Geständnis hat András Schiff einmal in seinem ungemein lesenswerten Essay- und Gesprächsband „Musik kommt aus der Stille“ gemacht. Und tatsächlich: Wer diesen Jahrhundertpianisten jemals dabei erleben konnte, wie er das himmlisch Kantable in Schuberts Sonaten fast schwerelos in Schwingung versetzt, der hat ein Gespür dafür bekommen, wie nah sich Schiff diesem Komponisten fühlt. Dessen Klavierwerke zählt er immerhin zu den erhabensten Kompositionen, die je für dieses Instrument geschrieben worden sind. Schon Mitte der 1990er Jahre unterstrich Schiff seine Liebe zu Schubert mit einer epochalen Einspielung aller Klaviersonaten. Seitdem ist Sir András Schiff Schubert treu geblieben. Wenn er sich nun in gleich drei Sonaten in einen pianistischen Schubert-„Sänger“ verwandelt, bekommt nicht nur er dabei Gänsehaut. Sir András Schiff ist Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2009.

Veranstalter: Stiftung Klavier-Festival Ruhr


Mo, 15.7.2019, 20 Uhr
Klavier-Festival Ruhr
Frank Peter Zimmermann Violine
Martin Helmchen Klavier
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 D-Dur op. 12/1
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur op. 12/2
Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 Es-Dur op. 12/3
Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 a-Moll op. 23

Eine „Sternstunde der Kammermusik” mit “ungemein viel Spielwitz, Frische und Esprit” erlebte der Kritiker der Westdeutschen Zeitung im November in Wuppertal, als Frank-Peter Zimmermann und Martin Helmchen in einem Klavier-Festival Ruhr Extra-Konzert die letzten drei Violinsonaten Beethovens vorstellten. Nun widmen sich die beiden Musiker in Düsseldorf den Sonaten 1 – 4, bevor sie dann am 20. November 2019 in der Stadthalle Mülheim mit den mittleren Sonaten 5, 6 und 7 den Zyklus beenden. Dass mit Helmchen und Zimmermann zwei so renommierte Solisten zusammengefunden haben, um alle zehn Violinsonaten von Beethoven in drei Konzerten beim Klavier-Festival Ruhr zu präsentieren, ist ein großes Glück!

Veranstalter: Stiftung Klavier-Festival Ruhr


So, 28.7.2019, 12 Uhr
Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong
Inga Hilsberg Leitung
Vivaldi, Bach, Mozart und Highlights aus Hong Kong

Robert Schumann Saal / Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong © Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong

Robert Schumann Saal / Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong © Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong

Mit dem Metropolitan Youth Orchestra of Hong Kong gastiert eins der besten Jugendorchester Asiens in Düsseldorf. Bestehend aus sechs Orchestern in vier Leistungsstufen, führt das MYO jeden Sommer seit 2005 Austauschprogramme und Trainingscamps in verschiedenen Ländern durch und war bereits in 14 Städten weltweit zu Gast.

Das Konzert des ca. 30-köpfigen Kammerorchesters unter der Leitung von Inga Hilsberg, Chefdirigentin der Kölner Symphoniker, bildet den Abschluss der 2019 Summer Music Tour mit fünftägigem Trainingscamp in Aachen. Auf dem Programm stehen neben einigen „Golden Oldies“ aus Hong Kong, wie „Pearl of the Orient“ und „Below the Lion Rock“, u. a. Vivaldis Konzert für zwei Violoncelli und Orchester in g-Moll, Mozarts „Neunundzwanzigstes Quartett“ und das 3. Brandenburgische Konzert von Bach.

Veranstalter: Michael Chan im Auftrag des MYO
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

—| Pressemeldung Robert Schumann Saal Düsseldorf |—

Dresden, Kulturpalast Dresden, Cappella Andrea Barca und András Schiff, IOCO Kritik, 08.02.2019

Februar 8, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Kulturpalast

 

Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden

András Schiff  –  Cappella Andrea Barca

– Mozart – Palastkonzert –

von Thomas Thielemann

Seit im April des Jahres 2017 der umgebaute Konzertsaal im Kulturpalast Dresden wieder seiner Bestimmung zugeführt worden war, haben wir jede Gelegenheit genutzt, Konzerte in diesem Pseudo-Weinberg auf Plätzen der unterschiedlichsten Positionen zu besuchen, weil wir eigentlich fanatische Verfechter der Schuhschachtel-Konzerträume sind und die Klangentwicklung auch nach dem Umbau als etwas „undemokratisch“ empfinden.

Die Dresdner Musikfestspiele finden in diesem Jahr erst vom 16. Mai bis zum 10. Juni 2019 statt. Vermutlich um die breiten Möglichkeiten der Klangentfaltung in diesem noch vergleichsweise neuen Konzertsaal breit auszutesten, veranstaltet das Management, verteilt über die Festspiel-freie Zeit des Jahres, die Reihe „Palastkonzerte“. Zudem möchte man den Ruf des Saales in der Musikwelt möglichst weit verbreiten, um sowohl Interpreten als Besucher auch abseits von Semperoper und Frauenkirche nach Dresden zu locken.

Kulturpalast Dresden / Capella Andrea Barca und Andras Schiff im Kulturpalast Dresden © Oliver Killig

Kulturpalast Dresden / Capella Andrea Barca und Andras Schiff im Kulturpalast Dresden © Oliver Killig

Mit einem Mozart-Abend feierte András Schiff mit seiner Cappella Andrea Barca am 6. Februar 2019 ein Saal-Debüt. Sir András Schiff, 1953 in Budapest geboren und an der Franz-Liszt-Musikakademie unter anderem bei György Kurtág ausgebildet, versteht sich als österreich-britischer Pianist und Dirigent ungarischer Herkunft. Neben seiner Tätigkeit als Solist und Dirigent leitet er auch Musikfestivals.

Die Musiker der Cappella Andrea Barca sind in aller Welt tätige Solisten und Kammermusiker, somit an kein Orchester fest gebunden. András Schiff hatte diese Musiker ursprünglich für eine Gesamtaufführung der Klavierkonzerte in den Salzburger Mozartwochen der Jahre 1999 bis 2005 ausgewählt.

Offenbar hatten die Musiker Freude am gemeinsamen Musizieren auf der Grundlage von Sympathie, Verständnis sowie ästhetischer, musikalischer und menschlicher Gleichgestimmtheit gefunden, so dass sie sich auch weiterhin in kammermusikalischer und solistischer Formation präsentieren.

Der „Namenspatron“ des Ensembles Andrea Barca, vermutlich zwischen 1730 und 1735 bei Florenz in einer Bauernfamilie geboren, hatte bei einem Konzert des Wolfgang Amadeus Mozart am 2.April 1770 in der Villa Poggio Imperiale als „Umblätterer“ mitgewirkt. Beeindruckt vom Genius Mozarts war er diesem nach Salzburg gefolgt. Da sich dort für ihn als Musiker kein Erfolg eingestellt hatte, kehrte er nach Italien zurück und war in der Folgezeit als Pianist und Komponist tätig. Sein Hauptwerk, die Oper La Ribolita bruciata gilt derzeit noch immer als Höhepunkt der toskanischen Musikgeschichte. Wann, wo und unter welchen Umständen er verstorben ist, bleibt unbekannt. Es wäre auch denkbar, daß die Namenswahl eine andere Deutung zuläßt: Andrea = András, Barca = Schiff, wonach die obige Historie eine Schalkerei wäre.

Die eingeladenen Musiker werden von Schiff nach dem Repertoire der Konzerte mit Arbeiten von Bach, Mozart, Haydn, Mendelssohn bis Bartok ausgewählt.

Der Beginn des Palastkonzertes am 6. Februar 2019 gehörte dem Klavierkonzert Nr. 15 B-Dur KV 450, das Mozart 1784 vollendet hatte. Mit diesem Konzert ließ Mozart erstmalig Bläser als Melodieninstrument auftreten, so dass gemeinsam mit dem Klavier und den Streichern faszinierende Klangfarben entstehen.

András Schiff, der das Konzert zum Teil den Musikern zugewandt und ansonsten vom Piano aus leitete, darf nach der ersten Orchester- Einleitung mit einer Art Kadenz einsteigen, bevor die Cappella zur konzertanten zweiten Exposition ansetzt. Der Pianist erweist sich als Vollblutmusikant. Sein wunderbarer Anschlag am legendären Bösendorf-Flügel nahmen uns sofort gefangen. Die Darbietung wirkt sympathisch impulsiv und intuitiv inspiriert. Der erste und der dritte Satz wurden heiter und konzertant geboten, der zweite eher poetisch. Gelöste Spielfreude prägte das Finale.

Mozarts viersätzige Symphonie Nr. 39 Es-Dur KV 543 ist die erste der drei Sinfonien, die innerhalb kurzer Zeit vom Juni bis zum August 1788 drei Jahre vor seinem Tode als sein „Schwanengesang“ entstanden waren.

Kulturpalast Dresden / Andras Schiff und die Capella Andrea Barca im Kulturpalast Dresden © Oliver Killig

Kulturpalast Dresden / Andras Schiff und die Capella Andrea Barca im Kulturpalast Dresden © Oliver Killig

Regelrecht majestätisch leitete die Cappella Andrea Barca den ersten Satz Adagio-Allegro ein, als ob etwas Schicksalhaftes im Raum stehe, bis dann der Klangfluss ins angenehm-Lyrische, zum Satzschluss aber in das weitgehend Kräftige und Festliche überging. Schicksalhaft-festlich auch der zweite Satz, bis dann Schiff den dritten Satz etwas schneller dirigierte, um das Finale heiter , verspielt und schalkhaft spielen zu lassen.

Interessant war, welche Klangwirkung die Cappella der nicht in eine Orchesterdisziplin eingezwängten Instrumentalisten erzeugte, wenn letztlich jeder Musiker seine individuellen Klangfärbungen einbringt.

Das abschließende Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453, 1784 für eine Schülerin komponiert, gehört nach meiner Auffassung zum schönsten, originellsten und wahrscheinlich persönlichsten, was Mozart komponiert hat. András Schiff als Solist, leitete das Spiel gleichfalls zum Teil vom Klavier aus. Das Orchester wusste allerdings genau, mit der regelrecht suggestiven Musik umzugehen, so dass sich der Solist auf sein Spiel konzentrieren konnte, wenn es erforderlich war. Aus dem Mittelsatz gestaltete er ein Adagio und wenn das üppig aufspielende Orchester den Frage-Antwort-Komplex hinter sich hatte, war das schon eine eigene Welt.

Mit einer berückenden Bach-Zugabe demonstrierte András Schiff seinen außergewöhnlichen Anschlag und den besonderen Klang des Bösendorfers. Für uns, die wir inzwischen bei Mahler, Bruckner, Schostakowitsch und Wagner …und Eötvös angekommen sind, war dieser Mozart-Abend doch ein Erlebnis.

—| IOCO Kritik Kulturpalast Dresden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, September – Dezember 2018, Neumeier, Blomstedt und mehr

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden – September bis Dezember 2018


Samstag, 22. September, 10 Uhr, Sonntag, 23. September 2018, 10 Uhr
Finale: Sonntag, 23. September 2018, 17 Uhr

Die Odyssee  –  Schüler machen eine Oper. Kinder-Musik-Fest für Kinder ab 10 Jahren

Kinder ab 10 Jahre schreiben, basteln, singen und spielen eine Odysseus-Oper – nun mittlerweile zum dritten Mal. Odysseus und seine Gefährten haben ihr Ziel vor Augen, jedoch sind Musik, Bühnenbild und Text noch längst nicht fertig. Da sind kreative Kinderköpfe gefragt!

Im Ticketpreis sind der zweitägige Workshop sowie zwei Mittagessen und Pausengetränke enthalten. Abschlussaufführung für Eltern, Familie und Freunde kostenfrei.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Donnerstag, 27. September 2018, 20 Uhr
Saisoneröffnungskonzert

Festspielhaus Baden-Baden / Herbert Blomstedt © Martin U.K. Lengemann.

Festspielhaus Baden-Baden / Herbert Blomstedt © Martin U.K. Lengemann.

Die Wiener Philharmoniker unter Herbert Blomstedt eröffnen die Spielzeit 2018/19.
Der beste schwedische Dirigent dirigiert den besten schwedischen Romantiker: Berwalds „Sinfonie singulière“ ist ein Werk aus der Zeit Schumanns, eine echte Entdeckung, die stellenweise Mahler vorwegnimmt. Dazu erklingt Dvoraks tragische siebte Sinfonie.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 28. September 2018, 20 Uhr
Franui – Musicbanda

Zwischen Jazz und Almgesang: Ein Tanzmusikabend der schrägeren Art mit Franui-Musikbanda
Das zehnköpfige österreichische Musikensemble aus dem Osttiroler Dorf Innervillgraten begeisterte mit seinen Bearbeitungen bereits bei den Salzburger Festspielen. Gemeinsam mit befreundeten Künstlern musiziert man Tanzmusik von Schubert bis Ligeti.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 29. September 2018, 18 Uhr
Christina Pluhar & L’Arpeggiata

Barock- Jazz-Improvisationen über die Musik von Händel. Christina Pluhar & L’Arpeggiata.Christina Pluhar ist ein großer Name der Barockmusik-Szene. Mit unbestechlichem Geschmack findet sie die spannendsten Künstler von Jazz bis Klasik für ihre Erkundungen des Repertoires. Nun ist es Händel, dem sie ein zeitgemäßes Gewand anlegt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 30. September 2018, 11 Uhr
 Cuarteto Casals – Beethoven

Mit seinen gewaltigen Ausmaßen gilt Beethovens cis-Moll-Quartett als das wichtigste des Meisters – ja, vielleicht sogar als das bedeutendste Quartett überhaupt. Das spanische Quartetto Casal konfrontiert es mit einem Frühwerk des Komponisten.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


HAMBURG BALLETT  –  JOHN NEUMEIER

6. bis 14. Oktober 2018 – Samstag, 6. Oktober 2018, 18 Uhr, Sonntag, 7. Oktober 2018, 18 Uhr 

Bernstein Dances

Festspielhaus Baden-Baden / Bernstein-Dances - Lloyd Riggins, Alexander Trusch, Ensemble © Kiran West

Festspielhaus Baden-Baden / Bernstein-Dances – Lloyd Riggins, Alexander Trusch, Ensemble © Kiran West

Porträt eines Genies: Dem Schöpfer von West Side Story tanzend auf der Spur. Der Komponist, Pianist, Dirigent, Pädagoge und Lebemann Leonard Bernstein ist eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihm und seiner Musik widmet das Hamburg Ballett John Neumeier eine tänzerische Hommage.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 7. Oktober 2018, 11 Uhr
Ballett-Werkstatt – John Neumeier

Festspielhaus Baden-Baden / JOHN NEUMEIER © Kiran West

Festspielhaus Baden-Baden / JOHN NEUMEIER © Kiran West

John Neumeier erläutert seine Arbeit.
Jahr für Jahr kommen John Neumeier und sein Hamburg Ballett ins Festspielhaus Baden-Baden und zeigen Klassiker wie Neuproduktionen. Vor allem lässt es sich Neumeier nie nehmen, Werke und Kompanie selbst vorzustellen – in seiner „Ballett-Werkstatt“, die längst Kultcharakter besitzt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 12. Oktober 2018, 19 Uhr
Samstag, 13. Oktober 2018, 18 Uhr
Sonntag, 14. Oktober 2018, 17 Uhr
Anna Karenina

Der große russische Roman bildet die Vorlage für ein Aufsehen erregendes Ballett.
Den „größten Gesellschaftsroman der Weltliteratur“ (Thomas Mann) auf die Ballettbühne zu bringen: Das ist eine Kunst, die niemand so wie John Neumeier beherrscht. Er schuf mit Anna Karenina eine klassische Liebesgeschichte, die mit ihren intimen Pas de deux und festlichen Ensembles zeitgemäß wirkt, während sie durch Tschaikowskys Musik an die Entstehungszeit des Romans erinnert.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 19. Oktober 2018, 20 Uhr
Prokofjew und Tschaikowsky – Yefim Bronfman & Yuri Termikanov

Die Schwanensee -Musik trifft auf das vielleicht virtuoseste Klavierkonzert überhaupt.
Das rein russische Programm versammelt wirkungsvolle Werke, darunter Auszüge aus Tschaikowskys berühmtem Ballett und Prokofievs zweites Klavierkonzert, ein waghalsig schwieriges Werk, das nur wenige Pianisten live aufzuführen wagen. Dazu erklingt die märchenhafte Musik Rimsky-Korsakovs.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 20. Oktober 2018, 18 Uhr
The King’s Singers – This Is Gold

Renaissance, Romantik, Pop: Eine klingende Musikgeschichte.
Der Chorgesang hat in England eine lange Tradition. Über die setzten sich die King’s Singers hinweg, als sie seine Möglichkeiten erweiterten und so ihre Weltkarriere begründeten – nun bereits seit 50 Jahren. Oft nachgeahmt, doch nie erreicht und nun, zum ersten Mal, zu Besuch bei uns.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 21. Oktober 2018, 11 Uhr
Amatis Piano Trio

Klaviertrios von Schostakowitch, Tarrodi und Mendelssohn-Bartholdy.
Sein erstes Klaviertrio schrieb der verliebte Teenager Schostakowitsch mit 17 Jahren. Das charmante Werk kombiniert das Amatis Piano Trio mit dem hochromantischen ersten Trio von Mendelssohn-Bartholdy. Zwischendurch erklingt ein Kompositionsauftrag der jungen schwedischen Komponistin Andrea Tarrodi.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 27. Oktober 2018, 11 und 14 Uhr
MUSA! Kleine Kinder, große Ohren

Neue Konzertform für die Kleinsten. Krabbelkonzert für Eltern mit Kindern bis 2 Jahre
Der Begriff „Krabbelkonzert“ beschreibt nur unzureichend, welche Freude Kleinkinder und Eltern in dieser Stunde erleben. Speziell ausgebildete Musiker reagieren auf die Kinder und nehmen diese auf spannende Hörabenteuer mit. Ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 28. Oktober 2018,16 Uhr
Quatuor Beat  – Drumblebee

Inszeniertes Percussion-Konzert. Für Kinder ab 5 Jahren
Das inszenierte Percussion-Konzert wurde 2012 mit dem „Junge Ohren“-Preis ausgezeichnet, 2013 kam der europäische „Yeah“-Preis hinzu. Die Koproduktion der Philharmonie Luxemburg mit dem Lucerne Festival, KölnMusik und den Grazer Spielstätten ist geeignet für Kinder ab 5 Jahren.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Dienstag, 6. November 2018, 9 und 11 Uhr
Himmel – Kinder-Tanz-Theater

Magisches Tanztheater für kleine Kinder. Für Kinder von 2 bis 5 Jahren
Zwei Tänzerinnen des Kinder-Tanz-Theaters „Minsk“ aus Kopenhagen nehmen die Kinder mit auf eine poetische Reise – die einzigartig ist, weil es noch kaum Tanztheater für jüngere Kinder gibt. Das Festspielhaus Baden-Baden empfiehlt „Himmel“ besonders für Kindergärten, die einen Theater-Abenteuer-Ausflug in die Nachbarschaft planen.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 11. November 2018, 17 Uhr
Mozart  –  Requiem

Thomas Hengelbrock dirigiert Mozarts Vermächtnis. Unzählige Legenden ranken sich um Mozarts große Totenmesse. Der Dirigent Thomas Hengelbrock konfrontiert das Werk mit einer Messe des deutschen Rokoko-Johann Caspar Kerll.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Mittwoch, 14. November 2018, 20 Uhr
Gregory Porter & Orchester – A Tribute To Nat King Cole

Mit seinem „Nat King Cole Porter Project“ widmet sich der Ausnahmesänger mit der samtigen Baritonstimme seinem musikalischen Helden und Vorbild, dem legendären Jazz- Pianisten Nat King Cole.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


HERBSTFESTSPIELE

23. November – 2. Dezember 2018,  Freitag, 23. November 2018, 20 Uhr
Daniel Harding – Eroica

„Dem Andenken eines Engels“: Bergs Violinkonzert mit Janine Jansen trifft auf Beethovens „Eroica“.
Leben und Tod der Alma Mahler-Tochter Manon Gropius inspirierte Alban Berg zu einem ergreifenden Violinkonzert. Anschließend erklingen Berliozs Liebessehnsuchtsmusik (mit einem effektvollen „Gewitter“) aus den „Troyanern“ und Beethovens heldische Sinfonie Nr. 3, „Eroica“.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 24. November 2018, 18 Uhr
Les Musiciens du Louvre

Mendelssohns „italienische“ und „schottische“ Sinfonien dirigiert von Marc Minkowski.
Mendelssohns dritte und vierte Sinfonien und die „Hebriden-Ouvertüre“ zählen zum Schönsten, was die musikalische Romantik der Nachwelt hinterlassen hat. Ihren feinen Verästelungen spüren Marc Minkowski und seine „Musiciens du Louvre“ nach – und werfen einen französischen Blick auf den deutschen Komponisten.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 25. November 2018, 17 Uhr
Jacques Offenbach  –   HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © Ali Khan

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © Ali Khan

Hoffmanns berühmte „Barcarolle“ kennt jeder. Hier kommt die Oper dazu.
Der Erfinder der Operette hat mit „Hoffmanns Erzählungen“ auch eine Oper hinterlassen: voller hintergründigen Witz und berühmt gewordenen Melodien. Wir zeigen eine konzertante Fassung in einer Traumbesetzung.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Montag, 26. November 2018, 19 Uhr
Musik im Museum

Lieder aus Katalonien im Museum Frieder Burda, passend zur Ausstellung „Die Brücke“.
Die Künstlergruppe „Die Brücke“ gilt als ein Wegbereiter des Expressionismus. Das Museum Frieder Burda zeigt wichtige Arbeiten der Gruppe. Dazu konzipiert das Festspielhaus ein Lieder-Programm mit verbindenden Texten.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Mittwoch, 28. November 2018, 20 Uhr
Kian Soltani & Shiraz Ensemble

Europäische und persische Klassik rund um den Cellisten Kian Soltani und seine Familie.
Der persisch-österreichische Musiker Kian Soltani ist nicht nur am Cello herausragend, sondern auch an der persischen Stachelgeige Kamantsche. Als Mittler Als zwischen zwei Welten präsentiert er europäische und persische Musik – gemeinsam mit Freunden und Verwandten vom Ensemble Shiraz.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 30. November 2018, 20 Uhr
Sir András Schiff & Budapest Festival Orchestra

Ivan Fischer dirigiert Dvo?ak und Beethoven
Neben Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 mit Sir Andras Schiff erklingt u.a.  Dvoraks Sinfonie Nr. 6.
Ebenso wie Beethovens erstes Klavierkonzert wird auch Dvoraks sechste Sinfonie in Deutschland eher selten aufgeführt. Dabei strotzt diese Pastorale nur so von volkstümlicher Melodien – ebenso wie die „Legende“ und der „Slawische Tanz“, den der Dirigent  Iván Fischer ebenfalls vorstellen wird.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 1. Dezember 2018, 18 Uhr
Beethoven: Missa solemnis

Beethovens größtes Werk in einer ungewöhnlich sachkundigen Interpretation.
So durchgearbeitet hört man die „Missa Solemnis“ nur selten. Der Dirigent und Musikwissenschaftler Jan Caeyers hat mit „Le Concert Olympique“ ein eigenes Orchester gegründet, um Beethovens Werke nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzuführen.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 2. Dezember 2018, 11 Uhr
Jean-Guihen Queyras & Alexandre Tharaud

Cellomusik von Bach und Brahms, dazu Klaviersonaten von Scarlatti.
Zu Beginn stellen sich der Cellist Jean-Guihen Queyras und der Pianist Alexandre Tharaud als Solisten vor: mit Bachs bedeutenden Cellosuite Nr. 2 und Scarlattis verspielt innovativen Klaviersonaten. Anschließend erklingt Brahms´ Sonate Nr. 1 für Cello und Klavier. Sie spiegelt die Bachstudien des Komponisten wider.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 7. Dezember 2018, 20 Uhr
Cameron Carpenter

Nicht von dieser Welt: Der Ausnahme-Organist spielt Bach und Hanson.
Seit ihrer Verwendung im Film „Alien“ ist die zweite Sinfonie („Romantische“) des Amerikaners Howard Hanson ein Klassiker der Pop-Kultur.  Sein Landsmann, der Organist Cameron Carpenter, spielt das Werk in einer eigenen Transkription auf seiner Touring-Orgel.  Zuvor erklingen Bachs legendären Goldberg-Variationen.
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Samstag, 8. Dezember 2018, 18 Uhr
Martin Grubinger & Sydney Symphony Orchestra

Australische Moderne, virtuose Schlagzeug-Musik und Prokofiews bedeutendste Sinfonie.
Der Australier Brett Dean war lange Zeit Bratscher bei den Berliner Philharmonikern, bevor er sich als Komponist selbstständig machte. Sein „Engelsflügel“ steht ebenso auf dem Programm des Sydney Symphony Orchestra, wie das impulsive Schlagzeug-Konzert des Schotten James MacMillan. Anschließend erklingt Prokofiews an Beethoven und Tschaikowsky angelehnte fünfte Sinfonie.
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Sonntag, 9. Dezember 2018, 19 Uhr
Tine Thing Helseth & tenThing

Von „Stille Nacht“ bis Corellis „Weihnachtskonzert“.
Blechblasinstrumente sind was für Männer? Das war einmal! Dachte sich die norwegische Startrompeterin Tine Thing Helseth und gründete das Ensemble „tenThing“, das aus zehn Blechblasmusikerinnen besteht und heute ein Weihnachtskonzert bestreiten wird.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
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Freitag, 14. Dezember 2018, 20 Uhr
Monteverdi: eine Weihnachtsvesper

Barocke Musik zur weihnachtlichen Mitternachtsmesse.
Die spezielle Aura der weihnachtlichen Mitternachtsmesse hat gerade im Barock zahlreiche Künstler zu Meisterwerken inspiriert. Der italienische Dirigent Andrea Marcon hat die schönsten davon zu einer musikalischen Weihnachtsmesse zusammengestellt. Der Hauptteil der ausgewählten Stücke stammt von Claudio Monteverdi.
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Samstag, 15. Dezember 2018, 19 Uhr
Max Raabe & Palast Orchester

Max Raabe und sein Palastorchester präsentieren ihr neues Programm.
Vom „perfekten Moment“, der grad „verpennt“ wird, handelt das neue Programm von und mit Max Raabe. Raabes Künstlerfreunde Annette Humpe, Christoph Israel, Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Daniel Faust und Achim Hagemann haben fleißig mitgeschrieben am Programm.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101

21. bis 27. Dezember 2018 – Freitag, 21. Dezember 2018, 20 Uhr

MARIINSKY BALLETT
Gergiev dirigiert Prokofjew-Ballette

Drei Kurzballette zur Musik des großen russischen Komponisten.
Valery Gergiev dirigiert nicht oft Ballette. Er tut es heute, um auf Produktionen des Mariinsky Balletts aufmerksam zu machen, die ihm wichtig sind: wie etwa den Prokofjew-Abend, der mit einer berühmten Choreographie von George Balanchine beginnt. Der Abend kombiniert das Ballett mit zwei Arbeiten junger russischer Choreographen, die die große Tradition der Truppe fortschreiben.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 22. Dezember, 2018, 19 Uhr
Sonntag, 23. Dezember 2018, 17 Uhr
Dienstag, 25. Dezember 2018, 19 Uhr
Schwanensee

Festspielhaus Baden-Baden / Oxana Skorik- und Xander-Parish- in Schwanensee von Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Oxana Skorik- und Xander-Parish- in Schwanensee von Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Tschaikowskys Ballett-Klassiker in der legendären Mariinsky-Produktion.
Die im Festspielhaus gezeigte Version des Ballettklassikers geht zurück auf das Original: mit den berühmt gewordenen „weißen Akten“, in aufwendigen Kostümen und vor  historischem Bühnenbild.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Mittwoch, 26. Dezember 2018, 14 und 19 Uhr
Die vier Jahreszeiten

Stimmungsvoll getanzte Neuinterpretation der Vivaldi-Musik.
Die vier Jahreszeiten von Vivaldi in der Bearbeitung des deutschen Komponisten Max Richter – das ist eine Musik, die Klassik- und Pop-Fans miteinander versöhnt. Hier setzt der Mariinsky-Choreograph Ilya Zhivoi an, der die musikalische Begegnung zwischen Neu und Alt mit fließenden Bewegungen in klassische Choreographiesprache übersetzt.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Donnerstag, 27. Dezember 2018, 19 Uhr
Ballett-Gala – Mariinsky Ballett

Stars des Mariinsky Balletts in Preziosen des Repertoires.
Zwischen den Jahren darf geschwelgt werden: Stars des legendären Mariinsky Balletts enthüllen Preziosen des Tanzes. Maxim Petrovs fantasievolles „Divertissment du roi“ ist ein Bravourstück mit prachtvollen Kostümen und einem quicklebendigen Sonnenkönig Ludwig XIV. Masken der Commedia dell‘arte werden in Mikhail Fokines „Le Carnaval“ lebendig.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Montag, 31. Dezember 2018, 19 Uhr
Silvester-Gala mit Krist?ne Opolais und Pavel Cernoch

Festlicher Abend mit Arien und Duetten.
Die große lettische Sopranistin Krist?ne Opolais war die gefeierte „Tosca“ unserer Osterfestspiele. Gemeinsam mit dem tschechischen Tenor präsentiert sie einen festlichen Arienabend. Das genaue Programm wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.
Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
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—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Düsseldorf, Museum Kunstpalast, Klavierfestival Ruhr 2014 – Beethoven-Gipfel II – Andras Schiff, IOCO Kritik, 16.06.2014

Juni 18, 2014 by  
Filed under Klavierfestival, Kritiken, Museum Kunstpalast

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Klavier-Festival Ruhr 2014

Museum Kunstpalast

Robert Schumann-Saal

Beethoven-Gipfel II mit András Schiff 

Klavierfestival Ruhr 2010 / Andras Schiff © Mohn

Klavierfestival Ruhr 2010 / Andras Schiff © Mohn

Großes Verständnis für die Fussball-Freaks hatten die Verantwortlichen im Kunstpalast Düsseldorf. Man hatte im Konzert-Foyer des Robert Schumann-Saales einen Monitor installiert. Somit konnten die Interessierten den frühen Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal erleben, um sich dann, völlig entspannt, dem Konzertgenuss hinzugeben.

Das diesjährige Klavier-Festival hat einige Themen-Reihen. Unter anderem die drei letzten Klaviersonaten, der 32 Sonaten Beethovens, von drei verschiedenen Pianisten in drei Konzerten präsentieren zu lassen. Nach Krystian Zimmerman am 3. Juni in Wuppertal, spielte nun hier in Düsseldorf András Schiff die drei Stücke. Es folgt noch Igor Levit am 30. Juni in Mülheim.

András Schiff ist einer der ganz großen Klavierspieler unserer Tage. Einen breiten Raum in seinem Repertoire nimmt dabei das Klavierwerk Beethovens ein. Insbesondere liegen ihm die 32 Klaviersonaten am Herzen.

Klavierfestival Ruhr 2009 / Andras Schiff © Mark Wohlrab

Klavierfestival Ruhr 2009 / Andras Schiff © Mark Wohlrab

Schiff ist nun schon zum 13. Mal Gast des Klavierfestivals, also ein lieber “Bekannter“, mit dem man immer wieder gern zusammentrifft. So auch am Montag. Immer wieder fasziniert sein schlichtes, auf Anhieb überrumpelndes Auftreten, sowie seine hohe Musikalität. Er versteht sein Handwerk. Es ist das Fundament, mit dem er uns zur Freude mitteilt, dass er die Musik liebt, die er spielt. Das ist seine Aussage, Musik vermitteln und kein oberflächiges Virtuosentum.

Schiff kam 1953 in Budapest zur Welt. Schon als Kind begann seine Ausbildung. Sein Studium absolvierte er an der Franz Liszt-Akademie in Budapest, unter anderem bei György Kurtág und später bei George Malcolm in London. Er gehört heute zu den ganz Großen und ist international mit Preisen und Ehrungen überhäuft worden.

Seit 2004 hat Schiff in 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten Ludwig van Beethovens in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Er spielte hier am Montag die drei letzten Sonaten des Komponisten ohne Pause hintereinander. Das machte Sinn. Keine Störung, nicht einmal ein Husten unterbrach seine Konzentration und die der Zuhörer.

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Diese drei letzten Sonaten Beethovens haben es in sich, was Spieltechnik und Tempo (es existieren kaum Metronomangaben) anbelangt und geben vielfach Rätsel auf. Schiffs Tempo gab auf jeden Fall keine Rätsel auf. Es strömte alles in einer makellosen Balance des Spiels. Es gab da keine Äußerlichkeiten und aufgesetzte Effekte in Klang und Diktion.

Das Publikum zeigte sich begeistert nach diesem ungefähr einstündigen Konzert und spendete lang anhaltenden Beifall und lautstarke Bravi. Schiff bedankte sich mit dem “Präludium und Fuge in C-Dur“ aus dem “Wohltemperierten Klavier“ von Bach und mit einem zauberhaften Impromptu von Franz Schubert.    

IOCO / UGK / 16.06.2014

—| IOCO Kritik Klavierfestival Ruhr |—