Augsburg, Theater Augsburg, Lange Opern-Nacht – Don Pasquale und Halloween, 31.10.2019

Oktober 21, 2019 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, Theater Augsburg

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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Lange Opern-Nacht:

»Don Pasquale« von Gaetano Donizetti und im Anschluss
das Late-Night-Special »(O)performance: Halloween«

Wer an Halloween ins Staatstheater kommt, darf Besonderes erwarten – und an diesem 31. Oktober 2019 nicht nur Donizettis quirlige Oper »Don Pasquale« genießen, sondern anschließend auch noch mit Sopranistin Olena Sloia in die Welt der Untoten, Vampire, Geisterjäger und einer Handvoll Bravourarien eintauchen. Beide Veranstaltungen sind natürlich unabhängig voneinander besuchbar. Viel Vergnügen!

Liebe, Geld & Lüge: Donizettis Komische Oper
»Don Pasquale« – Wiederaufnahme
Komische Oper in drei Akten von Gaetano Donizetti
Libretto Giovanni Ruffini (alias Michele Accursi)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Gaetano Donizettis letzte Opera buffa (Uraufführung 1843) ist noch einmal ein Glanzstück des Genres. Der geizige, alte Don Pasquale heiratet die junge Norina, die jedoch mit dessen Neffen liiert ist. Unterstützt vom Arzt Malatesta spielt das junge Paar dem Alten eine Komödie vor, die ihm das Lachen vergehen lässt und das Liebespaar am Ende vereint. Diesen heiteren Stoff setzt Donizetti voller Leichtigkeit und lustvollem Geplapper in Töne: Weder Musik noch Figuren kommen jemals zur Ruhe.

Theater Augsburg / Don Pasquale © Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg / Don Pasquale © Jan-Pieter Fuhr

Die renommierte Regisseurin Corinna von Rad hat die verspielte Opera buffa, in der sich die Figuren gekonnt zum Happy End manipulieren, lügen und singen, in der vergangenen Spielzeit auf die Bühne des Staatstheaters gebracht. Corinna von Rad, die bei Götz Friedrich Musiktheaterregie studierte und bei Christoph Marthaler assistierte, inszeniert an bedeutenden Bühnen wie dem Schauspielhaus Zürich, dem Münchner Residenztheater und der Staatsoper Berlin.

Zur hochkarätigen Sängerbesetzung der Augsburger Inszenierung zählt der Bassbariton Stefan Sevenich (Titelrolle), der längere Zeit Ensemblemitglied nicht nur in Augsburg, sondern auch an der Komischen Oper Berlin bzw. dem Gärtnerplatztheater in München war. Auch der Tenor Emanuele D`Aguanno, in Donizettis Oper in der Rolle des Ernesto zu erleben, gastierte an zahlreichen renommierten Opernhäusern, darunter München, Frankfurt, Parma, Venedig und Mailand. Aus dem Augsburger Ensemble geben die beiden Publikumslieblinge und Sopranistinnen Jihyun Cecilia Lee und Olena Sloia die Rolle der Norina zum Besten. Ganz neu mit dabei in der Inszenierung ist Bariton Wiard Witholt, der in dieser Spielzeit die Rolle des Doktor Malatesta übernimmt, nachdem er kürzlich auch schon als Harlekin in »Ariadne auf Naxos« zu erleben war.

Ab Donnerstag, dem 31. Oktober 2019 ist »Don Pasquale« auch in dieser Spielzeit auf der Bühne des martini-Parks zu erleben.

Premiere der Wiederaufnahme : 31.10.2019 19:30 | martini-Park

Weitere Termine
Fr 22.11.2019 19:30      | martini-Park
Sa 30.11.2019 19:30     | martini-Park
Fr 27.12.2019 19:30     | martini-Park
Sa 18.1.2020 19:30       | martini-Park
Di   4.2.2020 19:30       | martini-Park


Theater Augsburg / (O)performance: Halloween - Olena Sloia © Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg / (O)performance: Halloween – Olena Sloia © Jan-Pieter Fuhr

Und im Anschluss: »(O)performance: Halloween«

Sie ist wieder da! Die (O)performance zu Halloween! Ein Reporter versucht, die Geheimnisse von Sopranistin Olena Sloia zu ergründen. Warum ist sie lichtscheu? Und wie bleibt sie so unsterblich jung? Begleitet von ihrem untoten Pianisten enthüllt Sloia ihm ihre Seele.
Eine Halloweenfeier für alle Untoten, Vampire, Geisterjäger und Wasserleichen – und das je gruseliger desto besser: Ob mit Fangzähnen, Buckeln, Unglücksraben oder Leichentüchern –  was immer aus Keller, Gruft und Dachboden geholt werden kann, ist willkommen in dieser schauerlich-feierlichen Unruhenacht im martini-Park.

Idee, Regie und szenische Einrichtung:         Aileen Schneider
Dramaturgie:                                                  Sophie Walz
Mit: Olena Sloia, Anatol Käbisch & Ted Ganger

Do 31.10.2019 23:00 | Foyer martini-Park

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Augsburg, Theater Augsburg, Die Orestie – Aischylos, 29.09.2018

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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Die Orestie – Agamemnon, Die Choephoren, Die Eumeniden

Von der griechischen Antike zur heutigen Rechtsprechung

Premiere : 29.9.2018 19:30  im  martini-Park, weitere Vorstellungen: siehe unten

Mord, Rache und Sühne lauten die zentralen Motive in Die Orestie, ein 2500 Jahre altes Stück aus der griechischen Antike mit heutiger Wucht, dessen Premiere am 29. September die Eröffnung der Schauspielsaison 2018/19 im martini-Park markiert. In seiner Tragödien-Trilogie skizzierte Aischylos vor fast 2500 Jahren die »Erfindung« eines (vor-)demokratischen Staatswesens, auf deren Fundament unsere heutige westlich-demokratische Grundordnung basiert und deren Existenz gegenwärtig von massiven politisch tektonischen Verschiebungen bedroht erscheint. Regisseur Wojtek Klemm übersetzt die politische Aktualität dieser Trilogie in einer packenden Inszenierung von großer nicht zuletzt körperlich spürbarer Intensität.

Theater Augsburg / Die Orestie © Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg / Die Orestie © Jan-Pieter Fuhr

Die ORESTIE

Tragödientrilogie von Aischylos

Das Unheil nimmt seinen Lauf, als der griechische Herrscher Agamemnon seine Tochter Iphigenie opfert, um die Götter auf dem Weg in den Krieg nach Troja gnädig zu stimmen. Das Opfer zeigt zwar den gewünschten Erfolg, doch seine Frau, Klytaimestra, ist davon naturgemäß nicht gerade begeistert. Sehnsüchtig wartet sie auf seine Rückkehr, um ihn aus Rache zu erschlagen. Dies und die Tatsache, dass sie sich mit dem verhassten Onkel Thyest zur Herrscherin über die Stadt erhebt, bringt wiederum ihre beiden Kinder, Orest und Elektra, gegen sie auf. Dabei steht Orest vor dem moralischen Dilemma, den Mord am Vater rächen zu wollen, dafür aber die Mutter umbringen zu müssen. Angestachelt vom aufgebrachten Volk, das die ihm verhasste Herrscherin loswerden möchte, entschließt er sich zur Tat, wird dafür aber zur Strafe von den Erinnyen, den von seiner Mutter geschickten Rachegeistern, verfolgt.  Dieser – scheinbar gottgewollten – Spirale von »Tod folgt auf Tod« setzt schließlich die Göttin Athene ein Ende, indem sie eine weltliche Ordnung einsetzt und die Menschen in die Selbstverantwortung entlässt.

Als der Dichter Aischylos im Jahr 458 v. Chr., zwei Jahre vor seinem Tod, mit der Uraufführung seiner Trilogie, die den Weg aus der Blutrache hin zu einer vormodernen Rechtsprechung nachzeichnet, den Siegespreis bei den Dionysien in Athen gewann, konnte er nicht ahnen, dass die Halbwertzeit der attischen Demokratie nur von begrenzter Dauer war und Europa für mehr als 2000 Jahre wieder im Blutsumpf rach- und herrschsüchtiger Despoten versinken sollte. Vor diesem Hintergrund und der sich aktuell immer deutlicher abzeichnenden antidemokratischen Verwerfungen in der Welt, kann uns diese einzige erhaltene Tragödien-Trilogie als mahnende Warnung gelten, unbeugsam für den Erhalt unserer Demokratie einzustehen.

Die Orestie ist die erste Regiearbeit des deutsch-polnischen Regisseurs Wojtek Klemm am Theater Augsburg. Er inszeniert regelmäßig in Polen, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Israel. Seine letzten Arbeiten endstanden am Deutschen Theater Berlin (»Tigermilch«), an den Münchner Kammerspielen (»1968«) und am polnischen Theater in Toruc (König Ödipus).

Inszenierung Wojtek Klemm, Bühne & Kostüme Katrin Kersten, Musikkomposition Albrecht Ziepert, Choreografie Efrat Stempler, Dramaturgie Lutz Keßler

Orestes, Chor Sebastian Baumgart, Kassandra, Chor Linda Elsner, Wächter, Apollon, Chor Gerald Fiedler, Iphigenie, Chor, Chorführerin (2. Teil) Marlene Hoffmann, Amme, Athene, Chor Natalie Hünig, Bote, Chorführer (1. Teil), Chor Anatol Käbisch, Agamemnon, Chor Thomas Prazak, Klytaimnestra, Chor Katharina Rehn, Aigisth, Chor Patrick Rupar, Elektra, Chor Karoline Stegemann

Premiere : 29.9.2018 19:30 | martini-Park,  Weitere Termine 3.10.2018 18:00 | martini-Park, 6.10.2018 19:30 | martini-Park, 20.10.2018 19:30 | martini-Park, 16.11.2018 19:30 | martini-Park, 22.11.2018 19:30 | martini-Park, 8.12.2018 19:30 | martini-Park, 18.12.2018 19:30 | martini-Park, 2.1.2019 19:30 | martini-Park, 18.1.2019 19:30 | martini-Park,, 3.2.2019 18:00 | martini-Park

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