Verona, Arena di Verona 2019, 97. Opernfestival – Tosca, 10.08. – 06.09.2019

Juni 4, 2019 by  
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Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

97. Opernfestival Arena die Verona – 21.6. – 7.9.2019

Tosca – Giacomo Puccini 10.8. – 6.9.2019

Das 97. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt am 21. Juni 2019 mit La Traviata von Giuseppe Verdi, eine neue Inszenierung des legendären Franco Zeffirelli,*1923. Die Festspiele dauern bis 7. September 2019. An 51 Abenden werden in der „Tradition der Arena“ klassische Opern für das spektakuläre römische Amphitheater inszeniert. Große Stars der Opernbühne geben hier gerne ihr Stelldichein. Über 600.000 Besucher werden das 97. Opernfestival 2019 in der Arena di Verona erneut zum größten Opernereignis der Welt  machen. Fünf Opern stehen 2019 auf dem Spielplan:  La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca. 

Nabucco  2000  – Va pensiero
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Geschichtliches: Seit 1913, dem 100. Geburtsjahr von Giuseppe Verdi, populärster aller Opernkomponisten und sensibler Menschenfreund, finden in der antiken Arena di Verona die über zwei Monate dauernden Opernfestspiele statt. Stimm- und Lebensfreude sind die besonderen Merkmale dieses Opernfestivals. Verona feiert dies Festival im humanen Geiste Giuseppe Verdis, „lebendig, mitten im Volk“

Tosca –  Inszenierung aus 2006 – Regie Hugo de Ana

Tosca wurde am 14. Januar 1900 in Rom im Costanzi Theater unter musikalischen Leitung von Leopoldo Mugnone uraufgeführt. Eine nervöse Stimmung herrschte an jenem Abend: Es war die Rede von einer Bombe, die im Theater explodieren könne, und als kurz nach Beginn der Aufführung merkwürdige Laute zu vernehmen waren, unterbrach Mugnone die Aufführung, stieg fluchtartig vom Dirigentenpult und ordnete an, den Vorhang fallen zu lassen. Es handelte sich jedoch nur um lautes von verspätet eingetroffenen Besuchern verursachtes Stimmengewirr. Der Vorhang hob sich erneut und alles ging, wie geplant, seinen Gang.

Tosca – Giacomo Puccini 2017
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Heute ist Tosca immer noch weltweit eine der beliebtesten Opern. Trotz der inzwischen aufgekommenen Begeisterung des Publikums standen die Musikkritiker der Oper von Anfang an eher skeptisch gegenüber; sie kritisierten sie jahrelang wie kein anderes von Puccini geschaffenes Werk.

Siebtes Werk auf dem Spielplan an 5 Abenden ab 10. August 2019 ist Giacomo Puccinis Tosca in der Inszenierung aus dem Jahr 2006 von Hugo de Ana, der auch die Regie, das Bühnenbild, die Kostüme und das Lightening Design zeichnet.

Hugo de Ana hat die Inszenierung der Tosca für die riesigen  Räume und Flächen der Arena eigens für die Opernsaison 2006 gestaltet; sie erweckt jedes Mal große Verwunderung und Erstaunen sowie endlosen Beifall beim Publikum der Arena. Zur Inszenierung einer «Oper mit Personen», so hat sich der Regisseur geäußert, hat sich de Ana für eine theatralische, filmhafte Gestaltung entschieden, die die Psychologie der Personen vermittelt und deren dramatische Absichten tiefgreifend wahrgenommen werden können.

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Musikalische Leitung Daniel Oren, Regie, Bühnenbild, Kostüme und Licht Hugo de Ana, Knabenchor A.LI.VE. unter der Leitung von Paolo Facincani, Chordirektor Vito Lombardi
Leiter Bühneausstattung Michele Olcese, Orchester, Chor und Techniker der Arena di Verona

Besetzung : Tosca  –  Saioa Hernández (10, 16/8 – 6/9), Hui He (23, 29/8), Cavaradossi  – Yusif Eyvazov (10, 16, 23/8), Murat Karahan (29/8 – 6/9), Scarpia  – Ambrogio Maestri (10, 16, 23, 29/8),  Claudio Sgura (6/9), Angelotti  – Krzysztof Brczyk (10, 16, 23/8), Romano Dal Zovo (29/8 – 6/9), Ein Mesner – Biagio Pizzuti, Spoletta – Roberto Covatta (10, 16, 23/8), Francesco Pittari (29/8 – 6/9), Sciarrone –  Nicolò Ceriani, Ein Schließer, Stefano Rinaldi Miliani, Ein Hirtenknabe – Enrico Ommassini (10, 16, 23/8), Vittoria Pozzani (29/8 – 6/9)

—| Pressemeldung Fondazione Arena di Verona |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Italienische Opernwochen 2019 – Positive Bilanz, IOCO Aktuell, 10.04.2019

April 10, 2019 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Italienische Operwochen 2019 – 94% Auslastung

Mit einer Auslastung von 94% vermeldet die Staatsoper Hamburg eine positive Bilanz der diesjährigen Italienischen Opernwochen. Vom 10. März bis zum 6. April 2019 zeigte das Haus an der Dammtorstraße Klassiker des italienischen Repertoires wie Nabucco, La Traviata, Manon Lescaut, Il barbiere di Siviglia, Un ballo in Maschera und mehr (link hier).

Nabucco – Giuseppe Verdi
youtube Trailer der Staatsoper Hamburg
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Allesamt in Starbesetzung: Herausragende Interpreten wie Dimitri Platanias, Alexander Vinogradov, Oksana Dyka, Géraldine Chauvet, Arturo Chacón-Cruz, Markus Brück, Kristina Mkhitaryan, Irina Lungo, Stephen Costello, Simone Piazzola, Kristine Opolais, Jorge de Léon, Vittorio Prato, Antonino Siragusa, Maurizio Muraro, Julia Lezhneva, Franco Vasallo, Ramón Vargas, Carmen Giannatasio oder Judith Kutasi gastierten an der Dammtorstraße.

„Wir freuen uns sehr über den großen Publikumserfolg unserer diesjährigen Italienischen Opernwochen. Er zeigt, dass dieses Format sich bereits im zweiten Jahr etablieren konnte“, sagt Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg. 

Auch in der nächsten Spielzeit 2019/2020 wird es Italienische Opernwochen geben. Eröffnet werden die 3. Italienischen Opernwochen am 8. März 2020 mit Vincenzo Bellinis Norma in der Regie von Yona Kim, am Pult steht Paolo Carignani. Marina Rebeka ist als Norma, Marcelo Puente als Pollione, Liang Li als Oroveso und Diana Haller als Adalgisa besetzt. Vom 8. März bis 2. April 2020 werden die schönsten italienischen Opern des Repertoires mit herausragenden internationalen Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein.

Aus dem großen Repertoire stehen Otello, Simon Boccanegra, Toscaund Verdis Messa da Requiem auf dem Spielplan. Plácido Domingo wird als Simon Boccanegra,  Kristine Opolais als Floria Tosca, José Cura als Otello und Krassimira Stoyanova als Desdemona, Marcelo Álvarez und Ambrogio Maestri in Tosca sowie Kwangchul Youn, Ramón Vargas und Evgenia Muraveva an der Seite des Hamburgischen Kammersängers Plácido Domingo in Simon Boccanegra zu erleben sein.

–| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Verona, Arena di Verona, 96. Opernfestival 2018, 22.06. – 01.09.2018

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Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

96. OPERNFESTIVAL  – 2018

Carmen, Nabucco, Aida, Turandot, Il Barbiere di Sivigli

Das 96. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt diesen Freitag, den 22. Juni 2018 mit Carmen von Georges Bizet; Anna Goryachova als Carmen, in einer neuen Inszenierung von Hugo de Ana: Mehr zu dieser Produktion – siehe am Ende dieses Berichts.

Die Festspiele dauern bis 1. September 2018. An 47 Abenden werden dort in der „Tradition der Arena“  klassische Opern eigens für das römische Amphitheater spektakulär inszeniert. Stars der Opernbühne geben ihr Stelldichein. Für 600.000 Besucher wird dies Opernfestival auch 2018 zu einem bewegenden Erlebnis.

Arena di Verona / Stimmungsbild zur Pause in der Arena di Verona © IOCO

Arena di Verona / Stimmungsbild zur Pause in der Arena di Verona © IOCO

Seit 1913, zum 100. Geburtsjahr des populärsten aller Opernkomponisten dem sensiblem Menschenfreund Giuseppe Verdi, finden in der antiken Arena di Verona über zwei Monate dauernde Opernfestspiele statt. 2018 machen über 600.000 Theater-besucher die Festspiele in der Arena di Verona zum größten Opernereignis der Welt. Stimm- und Lebensfreude sind die Merkmale dieses Opernfestivals. Verona feiert dies Festival im humanen Geiste Giuseppe Verdis, „lebendig, mitten im Volk“.

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr. erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 Meter. 45 Stufenränge mit 45 Zentimeter Höhe und Tiefe bieten 22.000 Besuchern Platz. Die Arena di Verona – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Wo 1278 die letzten gegen die Inquisition kämpfenden Katharer hingerichtet wurden, wo früher Gladiatoren mit Löwen kämpften schwelgen heute lebensfrohe Musikliebhaber.

Anlässlich der 96. Veranstaltung des historischen Opernfestivals in der Arena von Verona vom 22. Juni bis 1. September 2018 sind an 47 Aufführungsabenden zusammen mit international berühmten Interpreten auch die kreativen und technischen Mitarbeiter der Stiftung Arena engagiert. Das Festival wird mit einer neuen Inszenierung von Georges Bizets Carmen eröffnet, einer der weltweit meistgespielten Opern; es folgen die grossen klassischen Werke in eindrucksvollen Aufmachungen sowie Giuseppe Verdis Nabucco in der Inszenierung, mit der die vergangene Opernsaison 2017 eröffnet wurde.

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Il Barbiere di Siviglia © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Il Barbiere di Siviglia © Ennevi

Auf dem Spielplan stehen insgesamt fünf Opern: ausser Carmen und Nabucco, Aida von Giuseppe Verdi, Turandot von Giacomo Puccini und Il Barbiere di Siviglia von Gioachino Rossini. Zwei nicht zu versäumende Ereignisse bereichern das Programm: Roberto Bolle and Friends, ein absolutes Muss in der Ballettwelt und Special Opera Night für ein einzigartiges Festival, das seit über einhundert Jahren das Publikum in Verwunderung versetzt und begeistert.

Das Festival 2018 wird am 22. Juni mit Carmen, Bizets Meisterwerk, eröffnet; die Oper, die beim Publikum der Arena immer grossen Anklang findet, wird an 13 Abenden in einer neuen, vom argentinischen Regisseur Hugo de Ana signierten Inszenierung aufgeführt.
Wiederholungen: 29. Juni um 21.00 Uhr – 6. 11. 17. 21. Juli 21.00 Uhr – 3. 9. 12. 22. 25. 28. 31. August um 20.45 Uhr.

Traditionsgemäss findet am Tage darauf, 23. Juni, die Erstaufführung der in der Arena zum Symbol gewordenen Oper statt: Verdis Aida wird an 16 Abenden in der imposanten Inszenierung von Franco Zeffirelli aus dem Jahr 2002 und mit dem Kostümen von Anna Anni dargestellt.  Wiederholungen: 28. Juni um 21.00 Uhr – 8. 10. 14. 19. 22. 27. Juli um 21.00 Uhr – 2. 5. 7. 11. 19. 23. 29. August um 20.45 Uhr – 1. September um 20.45 Uhr.

Die dritte Oper auf dem Spielplan 2018 ist Puccinis Turandot in einer Interpretation des genialen Regisseurs Franco Zeffirelli aus dem Jahr 2010, der Regie und auch Bühnenbild zeichnet, und mit den Kostümen des Oskarpreisträgers Emi Wada. Die Oper wird vom 30. Juni an fünf Abenden dargestellt. Wiederholungen: 5. 13. 18. 26. Juli um 21.00 Uhr.

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Vom 7. Juli kehrt für 6 Vorstellungen Verdis Nabucco in der von grossem Beifall begleiteten Inszenierung zurück, die das Festival 2017 eröffnet hatte. Regie und Kostüme von Arnaud Bernard und Bühnenbild von Alessandro Camera. Wiederholungen: 12. 20. 28. Juli um 21.00 Uhr – 10. 18. August um 20.45 Uhr.

Als letzter Operntitel auf dem Programm wird am 4. August an 5 Abenden Rossinis Il Barbiere di Siviglia aufgeführt; die von Hugo de Ana kreierte Inszenierung aus dem Jahr 2007 verwandelt das römische Amphitheater in einen faszinierenden Garten; die unterhaltsamen Choreographien stammen von Leda Lojodice. Wiederholungen: 8. 17. 24. 30. August um 20.45 Uhr.

Dazu kommen zwei Überraschungen: am 25. Juli kehrt zum fünften Mal im Rahmen des Opernfestivals in der Arena das Grossevent Roberto Bolle and Friends ins Amphitheater, ein Stelldichein mit der internationalen Ballettwelt; am 26. August hingegen findet ein magischer Opernabend mit au?ergewöhnlichen Interpreten statt, womit die unsterblichen Opernwerke gefeiert werden.

Folgen Sie den Veranstaltungen der Arena von Verona auf der Website www.arena.it und in den sozialen Medien, um alle Details zu entdecken und Ihren Platz für die Aufführungen zu buchen. Lassen Sie sich nicht einen magischen Opernabend unter dem Sternenhimmel der Arena im Sommer 2018 entgehen!


Carmen – Georges Bizet


Das Opernfestival beginnt Freitag den 22. Juni  2018 ( mit Carmen, unter der Regie von Hugo de Ana, der auch die Kostüme und den Bühnenbild signiert. Bizets Drama wird an 13 Abenden, bis 31. August, in einer neuen Inszenierung. Auf dem Podium Francesco Ivan Ciampa. Entdecken Sie mehr und verpassen Sie nicht die Gelegenheit an einer einzigartigen Aufführung teilzunehmen!

Musikalische Leitung Francesco Ivan Ciampa; Regie, Bühnenbild und Kostüme Hugo de Ana; Choreographie Leda Lojodice; Licht Paolo Mazzon; Projection design Sergio Metalli

Knabenchor A.LI.VE. unter der Leitung von Paolo Facincani, Chordirektor Vito Lombardi
Ballett Koordinator Gaetano Petrosino, Leiter Bühneausstattung Michele Olcese
Neue Inszenierung von Fondazione Arena di Verona, Orchester, Chor, Balletkorps und Techniker der Arena di Verona.

MIT:
Carmen Anna Goryachova (22, 29/6 – 11, 17, 21/7 – 3, 9/8) / Carmen Topciu (6/7, 22, 25, 28, 31/8) / Ksenia Dudnikova (12/8)

Micaela Mariangela Sicilia (22, 29/6 – 6, 11/7) / Ruth Iniesta (17/7) / Serena Gamberoni (21/7 – 3, 9, 12/8) / Eleonora Buratto (22, 25, 28, 31/8)

Frasquita Ruth Iniesta (22, 29/6 – 6, 11, 21/7 – 3, 9/8) / Barbara Massaro (17/7 – 12, 22, 25, 28, 31/8)

Mercédès Arina Alexeeva (22, 29/6 – 6, 11, 17, 21/7 – 3, 9/8) / Clarissa Leonardi (12, 22, 25, 28, 31/8)

Don José Brian Jagde (22, 29/6 – 25, 28, 31/8) / Marcelo Puente (6, 11, 17/7) / Francesco Meli (21/7 – 3, 9, 12/8) / Luciano Ganci (22/8)

Escamillo Alexander Vinogradov (22, 29/6 – 6, 11, 17, 21/7 – 3/8) / Erwin Schrott (9, 12, 22, 25/8) / Alberto Gazale (28, 31/8)

Dancairo Davide Fersini (22, 29/6 – 6, 11, 17, 21/7 – 3, 9, 12, 22/8) / Biagio Pizzuti (25, 28, 31/8)

Remendado Roberto Covatta (22, 29/6 – 6, 11, 21/7 – 3, 9/8) / Enrico Casari (17/7 – 12, 22, 25, 28, 31/8)

Zuniga Luca Dall’Amico (22, 29/6 – 9, 12, 22, 25, 28, 31/8) / Gianluca Breda (6, 11, 17, 21/7 – 3/8)

Moralès Biagio Pizzuti (22/6 – 21/7 – 3, 9, 12, 22/8) / Gocha Abuladze (29/6 – 6, 11, 17/7 – 25, 28, 31/8)


Aida – Giuseppe Verdi


Aida geht über die Arena von Verona Bühne in der Inszenierung aus dem Jahr 2002 des genialen Franco Zeffirelli und den Kostümen von Anna Anni. Ab 23. Juni bis 1. September an 16 Abenden wird Verdis Oper unter der musikalischen Leitung von Jordi Bernàcer, Daniel Oren und Andrea Battistoni. Wir erwarten Sie!

Musikalische Leitung, Jordi Bernàcer (23, 28/06 – 8, 10, 14/07), Daniel Oren (19, 22, 27/7 – 2, 5, 7, 11/8), Andrea Battistoni (19, 23, 29/8 – 1/9)

Regie und Bühnenbild Franco Zeffirelli, Kostüme Anna Anni, Choreographie Vladimir Vasiliev, Orchester, Chor, Balletkorps und Techniker der Arena di Verona

MIT:
Der König Romano Dal Zovo (23, 28/6 – 8, 10, 14, 19, 22/7 – 5, 7/8) / Roberto Tagliavini (27/7 – 2, 19/8) / Enrico Marchesini (11, 23, 29/8 – 1/9)

Amneris Violeta Urmana (23, 28/6 – 8, 10, 14, 19, 22/7) / Carmen Topciu (27/7 – 2/8) / Judit Kutasi (5, 7, 11, 19, 23/8) / Anita Rachvelishvili (29/8, 1/09)

Aida Anna Pirozzi (23/6) / Kristin Lewis (28/6 – 8, 10, 14/07) / Maria José Siri (19, 22, 27/7 – 7, 11, 19/8) / Susanna Branchini (2, 5, 23/8) / Hui He (29/8 – 1/9)

Radamès Yusif Eyvazov (23, 28/6) / Marco Berti (8, 10, 14/7) / Carlo Ventre (19, 22, 27/7 – 11/8) / Gregory Kunde (2, 5, 7/8) / Walter Fraccaro (19, 23, 29/8 – 1/9)

Ramfis Vitalij Kowaljow (23, 28/6) / Rafa? Siwek (8, 10, 14, 27/7 – 2, 5/8) / In Sung Sim (19, 22/7) / Marko Mimica (7, 11, 19/8) / Gianluca Breda (23, 29/8 – 1/9)

Amonasro Luca Salsi (23/6) / Sebastian Catana (28/6 – 8, 10, 14/7)
Ambrogio Maestri (19, 22, 27/7) / Amartuvshin Enkhbat (2, 5, 7, 19, 23/8) / Federico Longhi (11, 29/8) / Gocha Abuladze (1/9)

Ein Bote Antonello Ceron (23, 28/06 – 8, 10, 14, 19, 22/07) / Carlo Bosi (27/7 – 2, 5, 7, 11, 19, 23, 29/8 – 1/9)

Oberpriesterin 
Francesca Tiburzi (23, 28/6 – 8, 10, 14, 19, 22, 27/7 – 2, 5, 7, 11/8) / Arina Alexeeva (19, 23, 29/8 – 1/9)

Erste Tänzer Beatrice Carbone / Petra Conti (23, 28/6 – 8, 10, 14, 19, 22, 27/7 – 2, 5, 7, 11/8) / Alessia Gelmetti (19, 23, 29/8 – 1/9) / Gabriele Corrado (23, 28/6 – 8, 14, 19, 22, 27/7) / Mick Zeni (10/7 – 2, 5, 7, 11/8) / Davit Galstyan (19, 23, 29/8 – 1/9)


Turandot – Giacomo Puccini


Vom 30. Juni bis 26. Juli für insgesamt 5  Darbietungen kehrt Turandot von Giacomo Puccini zurück: die Oper, in der eleganten und außerordentlichen Inszenierung des Regisseurs und Bühnenbilders Franco Zeffirelli und Kostüme von Emi Wada. Verpassen Sie nicht diese spannende Aufführung!

Musikalische Leitung, Daniel Oren (30/6 – 18, 26/7), Francesco Ivan Ciampa (5, 13/7)

Regie und Bühnenbild Franco Zeffirelli, Kostüme Emi Wada, Choreographie Maria Grazia Garofoli, Licht Paolo Mazzon

Knabenchor A.d’A.MUS. unter der Leitung von Marco Tonini, Orchester, Chor, Balletkorps und Techniker der Arena di Verona

 Mit:  Turandot Anna Pirozzi (30/6 – 18, 26/7) / Rebeka Lokar (5, 13/7), Altoum Antonello Ceron, Timur Giorgio Giuseppini, Calaf Gregory Kunde (30/6) / Murat Karahan (5, 13, 18, 26/7), Liù Vittoria Yeo (30/6) / Ruth Iniesta (5, 13/7) / Eleonora Buratto (18, 26/7), Ping Federico Longhi, Pong Roberto Covatta, Pang Marcello Nardis, Ein Mandarin Gianluca Breda

—| Pressemeldung Fondazione Arena di Verona |—

München, Bayerische Staatsoper, Il trittico von Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 03.01.2018

Januar 3, 2018 by  
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Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Il trittico – Giacomo Puccini

– Gianni Schicchi – Il tabarro – Suor Angelica –

Von Hans-Günter Melchior

Ach ja, es tut mir Leid, stimmt aber doch, oder? wie oft schon empfand man beim Anhören von Puccinis Musik dieses leichte Unbehagen, ganz ähnlich den Gewissensbissen eines Fettleibigen, der an Weihnachten zuviel Süßigkeiten in sich hineinstopft. Die langen Melodienbögen, das Belcanto, ganz nahe am Süßlichen und Gefälligen, die bruchlos aufgehenden Harmonien.

Großes Opernvergnügen

Dieses Mal ist es anders. Man erlebt den Musikdramatiker Puccini, den szenischen Gestalter, der das Geschehen mit rauen, zuweilen rohen Klängen ausstattet, musikalisch – an Wagner erinnernd – ausmalt und die Dissonanzen nicht scheut, wenn sich Tragisches, Zwiespältiges ereignet. Und der mit impressionistischen Valeurs imponiert, wenn sich Hintergründiges zuträgt, mit einem Satz: man staunt über die Modernität dieses Komponisten.

Bayerische Staatsoper / Il trittico - hier in Gianni Schicci das Ensemble © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Il trittico – hier in Gianni Schicci das Ensemble © Wilfried Hoesl

Nicht lange braucht man zu suchen, woran dies liegt: am Dirigenten Kirill Petrenko. Er hat das brillante Bayerische Staatsorchester fest im Griff, erlaubt keine Ausrutscher ins Melodramatische oder gar Kitschige, führt straff und in die Komposition hineinhörend. Eine glänzende Leistung, zweifelsfrei, aber so weit sollte man dann doch nicht gehen wie die SZ, nicht gerade einen naiven Wunderglauben strapazieren und gleich von Petrenkos „Wunderhänden“ träumen, denen die Musik gleichsam im Akt des Dirigierens entströmt (da wäre Theodor W. Adornos Aufsatz „Dirigent und Orchester“ in der „Einleitung in die Musiksoziologie“ korrigierend hilfreich gewesen). Die Musik hat immer noch Puccini geschrieben und das Orchester hat sie gespielt und der Dirigent hat sie – großartig – interpretiert. So verhält es sich nunmal in der hierarchischen Ordnung der Kunst. Verbeugung vor Puccini.

Es handelt sich bei Il trittico, wenn man durchaus so will, um ein Triptychon. Freilich fällt es einigermaßen schwer, eine verbindende Idee zu finden, zu unterschiedlich sind die Handlungen, zu disparat die zugrundeliegenden Ereingisse. Der intellektuelle Aufwand, aus den drei Stücken eine Grundidee herauszudestillieren, wirkt verkrampft und führt zu keinem überzeugenden Ergebnis.

Aber ist dies denn überhaupt notwendig? Wo doch jede der drei Opern durchaus einleuchtend und in sich geschlossen für sich spricht. Die Stücke werden von der niederländischen Regisseurin Lotte de Beer beeindruckend und mit sparsamen Mitteln in Szene gesetzt: eben als selbständige Werke:

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Il tabarro mit Eva-Maria Westbroek als Giorgetta, Wolfgang Koch als Michele und Yonghoon Lee als Michele © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Il tabarro mit Eva-Maria Westbroek als Giorgetta, Wolfgang Koch als Michele und Yonghoon Lee als Michele © Wilfried Hoesl

Il tabarro spielt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Michele ist der Eigentümer eines Lastenkahns, der die Existenzgrundlage für ihn und seine Frau Giorgetta darstellt. Als das gemeinsame Kind stirbt, entfremden sich die Eheleute. Giorgetta verliebt sich in den auf dem Kahn arbeitenden Löscher Luigi. Als ihr Ehemann Michele hinter die ehewidrige Beziehung kommt, erwürgt er Luigi und bedeckt die Leiche mit einem Mantel.

Suor Angelica handelt vom Leben der Schwester Angelica in einem Kloster zum Ende des 17. Jahrhunderts. Angelica ist fürstlicher Herkunft. Als sie ein uneheliches Kind, einen Sohn, bekommt, wird sie von ihrer Tante (ihre Eltern sind bereits gestorben) zur Strafe in ein Kloster gesteckt. Nachdem sie dort bereits sieben Jahre, für die Heilkräuter zuständig, arbeitet, bekommt sie endlich von der Tante den sehnlich erwarteten Besuch. Sie will wissen, wie es ihrem Kind geht. Die Tante teilt ihr kalt und ohne Anteilnahme mit, dass das Kind vor zwei Jahren gestorben sei. In ihrer Verzweiflung vergiftet sich Angelica. Im Todeskampf hat sie die Vision der Muttergottes, die Angelicas Kind in den Armen haltend Mutter und Sohn zusammenführt.

Gianni Schicchi schließlich spielt im Florenz des Jahres 1299. Der reiche Buoso Donati ist gestorben. Die mittellose Verwandtschaft versammelt sich am Totenbett in der Hoffnung, vom Erblasser testamentarisch reich bedacht worden zu sein. Aus dem endlich gefundenen Testament ergibt sich jedoch, dass Donati seinen gesamten Nachlass einem Kloster übereignet. Die leer ausgehende Verwandtschaft ist ratlos und verzweifelt. Der herbeigerufene Erzgauner und gelernte Betrüger Gianni Schicchi, dessen Tochter Lauretta den einst präsumptiven Erben Rinuccio liebt und im Erbfalle heiraten will, kommt auf die Idee, den Leichnam Donatis wegzuschaffen. Er will sich in das Totenbett legen und einem herbeigerufenen Notar vorspiegeln, es handele sich bei ihm, Schicchi, um den – natürlich noch lebenden – Donati, der sein Testament diktieren und notariell beurkunden lassen will. So geschieht es. Schicchi, alias Donati, diktiert dem gutgläubigen (oder bestochenen, die Höhe der Entlohnung spricht für eine Bestechungssumme) Notar seine letztwillige Verfügung, mit der er vor allem und zum übergroßen Anteil sich selbst bedenkt. Er verweist die empört protestierende Verwandtschaft aus dem nun ihm gehörenden Haus.

Besonders Gianni Schicchi überzeugt musikalisch und von der burlesken, temporeichen Handlung her, der geradezu überbordenden Komik, die sich von der Musik auf das Geschehen überträgt.

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Suor Angelica Ermonela Jaho als Angelica sowie Ensemble und Chor © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Il trittico hier in Suor Angelica Ermonela Jaho als Angelica sowie Ensemble und Chor © Wilfried Hoesl

Lotte de Beer hat alle drei Opern in einem Trichter inszeniert, der sich zum Zuschauerraum hin öffnet und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren soll. Eine Art Zeitbehälter. Diese Bühnengestaltung ist aus sich heraus zwar nicht verständlich, man käme als Zuschauer nicht ohne weiteres darauf und ist gut beraten, sich zuvor die Ausführungen der Regisseurin im Podcast des Nationaltheaters anzuhören.

Der insgesamt durchaus gelungenen Inszenierung tut dies freilich keinen Abbruch. Die Regisseurin verzichtet darauf, mit allerlei Performance-Tricks und dem Schnickschnack des Regietheaters Eindruck zu schinden und Tiefgründiges vorzutäuschen, sondern belässt es bei einigen Requisiten, wie etwa einer Luke im Kahn von Il tabarro, den weißen Gewändern der Nonnen in Suor Angelica, oder den clownesken Kostümen in Gianni Schicchi, um Orte und Stimmung des Geschehens zu charakterisieren. Die geschickte Lichtregie tut ein Übriges. Warum allerdings die Szene sich in Il Tabarro und Suor Angelica (wo die wundergläubige und visionäre Handlung besonders am Ende – freilich ohne Verschulden der Regisseurin –  doch arg den Kitsch streift) zum Schluss im Trichter dreht, erschloss sich dem Rezensenten nicht.

Außer dem großartigen Dirigat und der brillanten Orchesterleistung sind Ermonela Jahos wunderschön warmer Sopran und der kernige Bass von Ambrogio Maestri besonders hervorzuheben. Eine Einzelkritik aller Protagonisten würde den Rahmen einer Rezension sprengen.

Insgesamt ein vom Publikum zu Recht begeistert gefeiertes Opernerlebnis. Eine Empfehlung für München-Besucher: sollten Sie im Januar oder Juli hierher kommen, versäumen Sie nicht Il trittico, erkämpfen Sie sich ein Ticket.

Il trittico an der Baerischen Statsoper: Die weiteren Termine 14.7.2018, 16.7.2018

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