Bremen, Theater Bremen, Alcina – Georg Friedrich Händel, IOCO Kritik, 14.02.2020

Februar 14, 2020 by  
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Theater Bremen

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Alcina  –  Georg Friedrich Händel

– Liebeszauber inmitten von Machtverlust und Untergang –

von Michael Stange

Georg Friedrich Händel - der Schöpfer von Alcina © IOCO

Georg Friedrich Händel – der Schöpfer von Alcina © IOCO

Regisseur Michael Talke erzählt am Theater Bremen Alcinas Geschichte als Wanderung zwischen realer und kunstvoll bebilderter Märchenwelt. Alcina selbst ist unsterblich in Ruggiero verliebt. Ihren vorigen Liebhabern verwandelte Alcina in Tiere und Steine, nachdem sie genug von ihnen hatte. Nun lebt sie mit Ruggiero auf ihrer Insel. Bei ihm liegt die Sache anders. Seine Liebe erwidert sie mit leidenschaftlicher Glut. Auch weil sie sich von ihren Gefühlen statt von kalter Herrschsucht leiten lässt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Ruggerios ursprüngliche Verlobte Bradamante will ihn nicht aufgeben. Gemeinsam mit Melisso, einem Freund von Ruggiero und ihr, reist sie – als Mann verkleidet – auf Alcinas Insel. Von dort will sie Ruggerio nach Hause holen. Nun entspinnt sich ein Beziehungsreigen in den auch Alcinas Schwester Morgana verwickelt ist. Sie verliebt sich in Bradamante, trennt sich von ihrem Verlobten Oronte, der nun auf Rache sinnt. Nun ist auf einmal Bradamante die treibende Kraft. In Beziehungsgeflechten, Kampf um Ruggerio und Rache endet von Alcinas Herrschaft.

Diesen Wandel einer kalten Zauberin hin zur liebenden Frau, ihren Machtverlust und ihren Untergang begleitet Michael Talke prägnant mit plastischen Bildern. Zu Beginn erscheinen Alcina und die Geister bzw. ihre Ahnen als Vamps mit Bubiköpfen aus den zwanziger Jahren. Die Geister produzieren die Tierköpfe für Alcinas Verzauberungen. Sie entreißen ihr aber auch die jugendliche Frisur und ersetzen sie durch eine graue Altersperücke, als sie nicht mehr gnadenlos straft. Die Menschenwelt symbolisiert das grau schwarze Einfamilienhaus vor dem Melisso und Bradamante zu Beginn sitzen und das mausgraue Fluchtbot, mit dem sie auf die Insel gelangen und mit Ruggeriero entfliehen wollen. Alcinas Zauberwelt hingegen ist durch farbenfrohe Blumen und Tiere geprägt. So werden die Welten in einer Weise gegenübergestellt, die es dem Zuschauer ermögliche, für eine Partei zu entscheiden.

Packend ist die Spielfreude aller Portagonisten die in einer sadistischen Gewaltorgie von Bradamante, Ruggeriero und Oronte bei Alcinas Untergang gipfelt.

Theater Bremen / Alcina - hier : Marysol Schalit, rechts, als Alcina © Joerg Landsberg

Theater Bremen / Alcina – hier : Marysol Schalit, rechts, als Alcina © Joerg Landsberg

Gerade in dieser Aufführung wird auch deutlich, dass die Musik von Georg Friedrich Händel weit über das Barockzeitalter hinausweist. Der freskohafte, plastische, emotionale Musikstil wird mit ungemeinen Schwung präsentiert und erreicht dadurch eine fesselnde Kraft. Allein Alcinas Arie am Schluss des ersten Aktes mit ihren strengen Dominantenwendungen bereitet schon Gluck und Beethoven vor. Motive und Figuren aus Alcina haben noch Wagner inspiriert. Die Zauberin Alcina findet sich in der Venus wieder und auch viele andere dramatische Motive der Oper hat Wagner für seine Werke aufgesaugt und fortentwickelt.

Marco Comin und die Bremer Philharmoniker bringen Händels Werk als packendes Drama zum Klingen. Dynamik, Spielfreude und vorwärtsdrängende Rhythmen zünden ein brennendes Feuer. Spielfreudig wird vom tastenden Beginn bis zum dramatischen Finale ein musikalischer Bogen geschlagen. Die Musik füllt den Zuschauerraum und zieht das Publikum in den Bann. Gerade die feinen Nuancen und die Spannung die Marco Comin und das Orchester hervorbringen, erwecken den Eindruck, dass ihrer Interpretation die Vorstellung des ganzen Werkes als ein architektonisches Gebilde zu Grunde liegt. So wird die Oper auch musikalisch zum sich zuspitzenden Drama und nicht zu einer perlenkettenartigen Aneinanderreihung von Arien.

Marysol Schalit als Alcina leuchtet die Hauptfigur bis in die letzten Winkel menschlicher Zerbrechlichkeit aus. Über die strahlende Liebe und sprühende Lebensfreude gestaltet sie die Partie mit immenser gesanglicher Meisterschaft. Stimmlich entfaltet sie in der koloraturgespickten Partie ein Feuerwerk an Freude, Leidenschaft und Tragik. Mit immensem Atem gelingen ihr die Koloraturen. Mit prachtvollen Stimmfarben trifft sie in jedem Moment die emotionale Befindlichkeit Alcinas. Marysol Schalit ist eine wahre Ausnahmesängerin. Nach ihrer magischen Bremer Lulu gelingt ihr erneut in einem völlig anderen Fach ein dichtes, berückendes und eindringlich unter die Haut gehendes Portrait.

Theater Bremen / Alcina - hier : vl. Marysol Schalit als Alcina, Candida Guida als Bradamante © Joerg Landsberg

Theater Bremen / Alcina – hier : vl. Marysol Schalit als Alcina, Candida Guida als Bradamante © Joerg Landsberg

Candida Guida als Bradamante ist ihr ein gefährlicher Widerpart und kostet ihren Triumph über Alcina mit warmer Stimme aus. Stimmlich brillant gestaltete sie die schwierige Altpartie mit sonorer Wärme, leuchtenden Höhen und gefährlicher Attacke. Nerita Pokvytyte war Alcinas quirlige, koloraturbeseelte Schwester Morgana mit glockenhellem Ton und leuchtender Gestaltung.

Melina Meschkat sprang kurzfristig als Ruggiero ein und sang die anspruchsvolle Partie musikalisch betörend und intensiv mit ihrem zauberhaft timbrierten Mezzosopran von der Seitenbühne. Josef Zschornack fasste seine Rolle als passiv Getriebener auf und überzeugt durch eine charakterlich fein abgestimmte Darstellung.

Stephen Clark sang einen durchgebildeten, kultivierten und klangschönen Melisso. Luis Olivares Sandoval war Oronte. Seinen baritonal gefärbten Tenor führte er mit einer sehr schlanken Stimmführung, weichen Piani und blühenden Höhen.

Die Bremer Philharmoniker bewiesen mit ihrer immensen Musikalität und technischen Meisterschaft ein Gespür für Händel. Dank Marco Comins musikalischer Leitung, dem prachtvollen Ensemble und der stimmigen Inszenierung war dies eine Aufführung, die selbst Händel-Skeptiker vom Stuhl riss.

So geht packendes Theater. Die Zuschauer wurden auf eine fulminante musikalische Reise mitgenommen, der sie gebannt und atemlos folgten. Allen Sängerinnen und Sängern gelang herausragend großartige Leistungen, die über eine Repertoirevorstellung hinaus geradezu Festspielqualität hatten. Überaus sehenswert. Nicht verpassen!

Alcina am Theater Bremen, weitere Vorstellungen Donnerstag, 27. Februar, Freitag, 06. März,  Samstag, 04. April,  Sonntag, 26. April, Donnerstag, 30. April 2020,

—| IOCO Kritik Theater Bremen |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Alcina, 14.02.2020

Februar 11, 2020 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Lotte de Beer inszeniert Händels Zauberoper „Alcina“
In der Barockoper dreht sich alles um die Liebe – und das, was sie nicht ist.

Am Freitag, 14. Februar, dem Valentinstag, ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf. Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert die Neue Düsseldorfer Hofmusik.

Dass die sogenannte Alte Musik erstaunlich jung und frisch wirken kann, hat die Deutsche Oper am Rhein zuletzt mit Georg Friedrich Händels Oper „Xerxes“ bewiesen. Am Freitag, 14. Februar, um 19.30 Uhr bringt sie wieder eine Barockoper auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses: Dann hat Händels Zauberoper „Alcina“ Premiere. Die Neue Düsseldorfer Hofmusik, Spezialisten für Alte Musik und den Originalklang der Barockmusik, lässt das Pendel zwischen vorwärtstreibender Dynamik und tief schürfenden Emotionen weit ausschlagen. Generalmusikdirektor Axel Kober leitet das Orchester und ein von starken Frauen angeführtes Sängerensemble: Jacquelyn Wagner, die das Publikum in Düsseldorf schon als Arabella, Desdemona und Feldmarschallin begeisterte, gibt ihr Rollendebüt als Alcina, die Mezzosopranistin Wallis Giunta gastiert als Bradamante in Düsseldorf. Ensemblemitglied Maria Kataeva, die 2019 bei Operalia in Prag den zweiten Preis und den Publikumspreis gewann, debütiert als Ruggiero, Elena Sancho Pereg als Morgana.

Deutsche Oper am Rhein / Alcina © Jochen Quast

Deutsche Oper am Rhein / Alcina © Jochen Quast

Die Zauberin Alcina herrscht über eine Insel der Lüste. Mit betörenden Sirenengesängen zieht sie Männer in ihren Bann, verführt und verwandelt sie, wenn sie ihrer überdrüssig geworden ist. Auch Ruggiero verliebt sich in die geheimnisvolle Fremde, doch seine Verlobte Bradamante macht sich auf den Weg, ihn zu finden.

Die Regisseurin Lotte de Beer – erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast und gerade zum zweiten Mal für den International Opera Award nominiert – interessiert sich für die Psychologie hinter der Magie und Sinnlichkeit der Zauberoper: „Auf Alcinas Zauberinsel behaupten alle, von der Liebe angetrieben zu sein und verwechseln sie dabei mit Macht, Besitz und Eifersucht – mit allem, was Liebe eigentlich nicht ist. Alcina, die alle unterdrückt, hat vielleicht selbst ein Trauma in der Liebe erlitten. Allein Bradamante, die auf die Insel kommt, um ihren Verlobten Ruggiero aus den zärtlichen Fängen der Zauberin zu befreien, steht für die echte, aufrichtige Liebe. Sie lässt Alcinas Macht zerbrechen – ihr Zauberreich zerfällt.“ Die szenische Umsetzung gestaltet die Niederländerin zusammen mit dem Bühnen­bildner Christof Hetzer, der Kostüm­bildnerin Jorine van Beek, dem Lichtdesigner Alex Brok und den Videokünstlern von fettFilm.

Der „Alcina“-Premiere am Valentinstag (Fr 14.02. – 19.30 Uhr) folgen bis zum 1. März sechs weitere Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf: So 16.02. – 18.30 Uhr / Mi 19.02. – 19.30 Uhr / Sa 22.02. – 19.30 Uhr / Mi 26.02. – 19.30 Uhr / Fr 28.02. – 19.30 Uhr / So 01.03. – 15.00 Uhr

Tickets: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203. 283 62 100) und online über www.operamrhein.de

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Alcina – Georg Friedrich Händel, 14.02.2020

Januar 10, 2020 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

  Zauberoper Alcina – Georg Friedrich Händel – an der Rheinoper

Neuinszenierung von Lotte de Beer

Premiere 14. Februar 2020

Nach der Erfolgsproduktion Xerxes widmet sich die Deutsche Oper am Rhein in dieser Spielzeit wieder einer Oper von Georg Friedrich Händel und feiert am Freitag, 14. Februar, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf die Premiere von Alcina.

Die Zauberin Alcina herrscht über eine Insel der Lüste. Mit betörenden Sirenengesängen zieht sie Männer in ihren Bann, verführt und verwandelt sie, wenn sie ihrer überdrüssig ist, in Steine, Pflanzen oder Tiere. Auch Ruggiero verliebt sich in die geheimnisvolle Fremde, doch seine Verlobte Bradamante macht sich auf den Weg, ihn zu finden …

Deutsche Oper am Rhein / Alcina - Elena Sancho Pereg (Morgana) und Maria Kataeva (Ruggiero) © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Alcina – Elena Sancho Pereg (Morgana) und Maria Kataeva (Ruggiero) © Andreas Endermann

Die Regisseurin Lotte de Beer – erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast – interessiert sich für die Psychologie hinter der Magie und Sinnlichkeit der Zauberoper Alcina, in der fast alle Charaktere Liebe mit Geltung, Besitz und narzisstischem Verlangen verwechseln. Die Niederländerin arbeitet im Team mit dem Bühnen­bildner Christof Hetzer, der Kostümbildnerin Jorine van Beek, dem Lichtdesigner Alex Brok und den Videokünstlern von fettFilm.

Georg Friedrich Händel Grabplatte in Westminster Abbey © IOCO

Georg Friedrich Händel Grabplatte in Westminster Abbey © IOCO

Generalmusikdirektor Axel Kober freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Barock-Spezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik und ein von starken Frauen angeführtes Sängerensemble: Jacquelyn Wagner, die das Publikum in Düsseldorf schon als Arabella, Desdemona und Feldmarschallin begeisterte, gibt ihr Rollendebüt als Alcina, die Mezzosopranistin Wallis Giunta gastiert als Bradamante in Düsseldorf. Maria Kataeva, die 2019 bei Operalia in Prag den zweiten Preis und den Publikumspreis gewann, debütiert als Ruggiero, Elena Sancho Pereg als Morgana. Andrés Sulbarán spielt Oronte, Beniamin Pop den Melisso.

 

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Oper und Ballett am Rhein im Februar 2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Oper und Ballett am Rhein im Februar 2020


Sa 01.02. – 19.30 Uhr

Theater Duisburg
PREMIERE: „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod

In einer heißen Augustnacht trifft Roméo zufällig auf Juliette. Es ist Liebe auf den ersten Blick, allerdings eine verbotene, denn Juliettes standesgemäße Heirat mit Pâris soll am nächsten Tag stattfinden. Die Macht der Liebe wirkt wie eine Droge auf die beiden, ein dunkel-süßes Gift mit tödlichem Ausgang …

Mit „Roméo et Juliette“ kommt eine der berühmtesten dramatischen Liebesgeschichten der Welt in der Opernversion von Charles Gounod (1818–1893) ins Theater Duisburg. Der französische Romantiker schuf ein lyrisches Drama, das in den großen Duetten zwischen Roméo und Juliette Liebe, Leidenschaft und schließlich Verzweiflung und Tod in große Melodien fasst. Gounod zeichnet in seiner Komposition eine nur dem äußeren Schein nachjagende Gesellschaft und das tragische Scheitern der gegen gängige Normen gelebten Liebe.

Regisseur Philipp Westerbarkei erarbeitet seine 2019 im Opernhaus Düsseldorf präsentierte Inszenierung für die Premiere im Theater Duisburg nun mit einer neuen Besetzung – in den Titelpartien Sylvia Hamvasi als Juliette und Gustavo de Gennaro als Roméo. In starken Bildern und lebensprall herausgearbeiteten Charakteren erzählt er die leidenschaftliche Familientragödie über die Zerstörung des Glücks als düsteren Sommernachtsalbtraum – packend wie ein Krimi.

Die Opernwerkstatt am Dienstag, 28. Januar, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg vermittelt in Podiumsgesprächen und einer offenen Probe erste Einblicke in das Stück und die Inszenierung. Eintritt und Platzwahl sind frei.


Di 11.02. – 19.30 Uhr

Foyer im Opernhaus Düsseldorf
Globus Vocalis

Eine Auswahl romantischer Männerchor-Literatur bringt das 17-köpfige Männergesangsensemble Globus Vocalis, bestehend aus  Mitgliedern und Freunden des Chors der Deutschen Oper am Rhein, in seinem diesjährigen Konzert zu Gehör. Neben Werken von Johannes Brahms bis Richard Strauss erwartet das Publikum eine bewährt bunte Mischung aus klassischen und unterhaltsamen Chorstücken; darüber hinaus präsentieren sich auch in diesem Jahr wieder einzelne Sänger der Formation mit solistischen Beiträgen.


Fr 14.02. – 19.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE: „Alcina“ von Georg Friedrich Händel

Die Zauberin Alcina ist die Herrscherin über eine Insel der Lüste. Mit betörenden Sirenengesängen zieht sie Männer in ihren Bann, verführt sie und verwandelt sie, wenn sie ihrer überdrüssig ist, in Steine, Pflanzen oder Tiere. Auch Ruggiero verliebt sich in die geheimnisvolle Fremde, doch seine Verlobte Bradamante macht sich auf den Weg, ihn zu finden…

Mit „Alcina“ schuf Georg Friedrich Händel (1685 –1759) ein Meisterwerk über die Kunst der Verzauberung, Täuschung und Verblendung. In berührenden Arien lotet er kongenial menschliche Leidenschaften und Enttäuschungen aus. Wenn am Ende Alcinas Zauberreich untergeht, sehen wir hinter der Fassade einer gefährlichen Femme fatale eine zutiefst einsame Frau, die durch die Liebe ihre Macht verliert und umgekehrt erst im Verlust der Macht zu lieben vermag.

Inszeniert wird „Alcina“ von der Niederländerin Lotte de Beer, die in Amsterdam Regie studierte und Meisterschülerin bei Peter Konwitschny war. 2015 gewann sie den International Opera Award als Beste Newcomerin. Ihre Inszenierungen entstanden u. a. für das Theater an der Wien, die Opernhäuser in Tel Aviv, Amsterdam, Kopenhagen, Essen, Leipzig und die Bayerische Staatsoper München. Generalmusikdirektor Axel Kober leitet die Neue Düsseldorfer Hofmusik und eine Riege erstklassiger Solistinnen und Solisten wie Jacquelyn Wagner als Alcina, Maria Kataeva als Ruggiero, Elena Sancho Pereg als Morgana und Wallis Giunta als Bradamante.

Die Opernwerkstatt am Montag, 10. Februar, um 18.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf vermittelt in Podiumsgesprächen und einer offenen Probe erste Einblicke in das Stück und die Inszenierung. Eintritt und Platzwahl sind frei.


Sa 15.02. – 19.30 Uhr

maxhaus Düsseldorf
Meisterklasse unter der Leitung von Bernarda Fink

Erstmals leitet die vielseitige argentinische Mezzosopranistin Bernarda Fink eine Meisterklasse für das Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein. Fink gilt als eine der weltweit meist gefragten Lied- und Konzertsängerinnen, die bereits mit etlichen bedeutenden Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet hat. Zudem widmet sie sich  seit Jahren regelmäßig in Meisterkursen der Förderung  junger Sängerinnen und Sänger. Zum Abschluss der Meisterklasse präsentieren die Mitglieder des Opernstudios die von ihnen erarbeiteten Arien und Duette im Düsseldorfer maxhaus.


 So 23.02. – 11.00 Uhr

Foyer im Opernhaus Düsseldorf
Symphoniker im Foyer: Tango Argentino zum Karneval

Lateinamerikanisches Temperament trifft rheinischen Frohsinn – die Karnevalsausgabe der „Symphoniker im Foyer“ wird feurig! Mit Musik aus ihrer Heimat bringen die brasilianisch-chilenische Koloratursopranistin Maria Carla Pino Cury und der venezolanische Tenor Andrés Sulbárán aus dem Opernstudio und der mexikanische Bariton Jorge Espino das Karnevalsensemble der Düsseldorfer Symphoniker in Schwung.


Do 27.02. – 19.30 Uhr

Theater Duisburg 

Wiederaufnahme: „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Zum Jahreswechsel bekommt die Deutsche Oper am Rhein Zuwachs: Mit seinem Rollendebüt in der Partie des kompromisslosen Draufgängers Don Giovanni stellt sich im Februar erstmals das neue Ensemblemitglied Emmett O’Hanlon dem Publikum vor. Für den irisch-amerikanischen Bariton geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung: „Als ich die Oper zum ersten Mal sah, verliebte ich mich sofort in die dynamische Natur dieses Charakters. Die Deutsche Oper am Rhein ist der ideale Ort für dieses Debüt. Hier herrscht eine fantastische Atmosphäre, in der ich mich als Künstler optimal entfalten kann – ganz gleich, in welcher Partie!“. Neben Don Giovanni ist Emmett O’Hanlon in dieser Saison am Rhein auch als Kaiser in Viktor Ullmanns „Kaiser von Atlantis“ und Mercutio in Gounods „Roméo et Juliette“ zu erleben.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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