Osnabrück, Theater am Domhof, Giselle – Ballett – Mauro de Candia, IOCO Kritk, 04.03.2020

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Theater Osnabrück

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Osnabrück / Theater am Domhof © Marius Maasewerd

Giselle – Dance Company – Mauro de Candia

– Tödlich zerstörtes Vertrauen –

von Hanns Butterhof

Giselle ist eine Ikone des romantischen Balletts. 1841 wurde es am Königlich Akademischen Musiktheater in Paris zu dem Libretto Vernoy de Saint-Georges und anderer zur Musik von Adolphe Adam uraufgeführt. Im Theater am Domhof hat es jetzt Mauro de Candia entromantisiert und aus der feudalen Gesellschaft mit ihren Standesunterschieden in eine zeitlose Gegenwart versetzt. Mit dem live vom Osnabrücker Symphonieorchester unter Daniel Inbal musikalisch unterstützten und begeisternd tanzenden Ensemble der Dance Company hat de Candia einen wunderbaren Tanzabend geschaffen.

Theater am Domhof Osnabrück / Giselle - hier : Giselle und Albrecht sind verliebt - Marine Sanchez Egasse, Hampus Larsson © Joerg Landsberg

Theater am Domhof Osnabrück / Giselle – hier : Giselle und Albrecht sind verliebt – Marine Sanchez Egasse, Hampus Larsson © Joerg Landsberg

Auf der schwarz ausgeschlagenen Bühne mit ihrer kargen Kulisse von einigen Birken konzentriert sich de Candia auf die vier Protagonisten des  Balletts, Albrecht (Hampus Larsson), seine Verlobte Bathilde (Ana Torre), Giselle (Marine Sanchez Egasse) und Hilarion (Neven Del Canto).

Zu Beginn sieht man Albrecht, einen schönen Mann, und die herbe Bathilde beim zärtlichen Liebesspiel. Doch bei einem Volkstanz verliebt sich Albrecht in Giselle, ein elfenhaftes Mädchen in schlicht graugrünem Kleid. Sie hatte gerade die aufdringlichen Annäherungsversuche von Hilarion zurückgewiesen und gibt sich nun vertrauensvoll Albrecht und seinen eindringlichen Liebesbeteuerungen hin.

Voller Eifersucht entschleiert daraufhin Hilarion die Gebundenheit Albrechts an Bathilde, und Giselle zerbricht an dem zerstörten Vertrauen. Alles ist jetzt gebrochen; die Musik setzt aus, Tanzschritte werden nicht zu Ende geführt, nichts fügt sich mehr. Giselles Freundinnen versuchen noch sie aufzurichten und gegen Albrecht abzuschirmen, der es dann vergeblich wieder mit Bathilde versucht. Aber Giselle kann sich fast nur noch auf dem Boden winden. Sie steht nur noch auf, um im unschuldig weißen Unterkleid berührend ins gleißende Licht, in den Tod zu gehen.

Theater am Domhof Osnabrück / Giselle - hier : Marine Sanchez Egasse ist Gislle. © Joerg Landsberg

Theater am Domhof Osnabrück / Giselle – hier : Marine Sanchez Egasse ist Gislle. © Joerg Landsberg

Intime Szenen mit werbendem Umtanzen, weite Sprünge des sich Produzierens und zärtlichste Nähe mit weicher Hingabe wechseln sich mit dynamischen, kraftvollen und bis zum Artistischen gehenden Volksszenen ab. De Candia erweist sich dabei als einfühlsamer Psychologe, der die inneren Zustände und die äußeren Beziehungen wortlos deutlich in Tanz, Raumaufteilung und Licht zum Ausdruck bringt.

Das Ensemble der Dance Company leistet in der ersten, schon mit großem Beifall bedachten Stunde sowie in den vierzig folgenden Minuten des zweiten Aktes Schwerstarbeit. Es verdient sich mit der ergreifend tanzenden Marine Sanchez Egasse, Hampus Larsson, Ana Torre und  Neven Del Canto den dankbaren, schließlich stehend dargebrachten Beifall des Premierenpublikums.

Der galt auch dem Osnabrücker Symphonieorchester, mit dem Daniel Inbal die ganze Breite des von Adolphe Adam aufgebotenen musikalischen Materials von knalligem Offenbach bis ätherischem Wagner passend zum Ballett entfaltete.

Mit Giselle hat de Candia eine eigenständige, im tänzerischen Ausdruck ihrer psychologischen Wahrheit absolut zeitgemäße Fassung des phantastischen Balletts choreographiert, das wunderbar neben dessen klassischen Formen bestehen kann.

—| IOCO Kritik Theater Osnabrück |—

Le maçon, Oper von Daniel-François Esprit Auber, IOCO CD-Rezension, 22.11.2019

November 21, 2019 by  
Filed under Hervorheben, IOCO - CD-Rezension

ORFEO CD - Le Maçon / Oper von Daniel-François Esprit Auber © ORFEO

ORFEO CD – Le Maçon / Oper von Daniel-François Esprit Auber © ORFEO

Le Maçon (Maurer und Schlosser) – Oper von Daniel-François Esprit Auber

CD Besprechung:  ORFEO C 985 191, 2019   —  Walter Anton Dotzer, Franz Fuchs, Maria Salten u. a., Niederösterreichischer Tonkünstlerchor, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Kurt Tenner. 

von Julian Führer

Auber – dem Parisreisenden bekannt als weitläufiger Umsteigebahnhof zwischen diversen Metrolinien und der Vorortbahn RER A. Der Opernkenner verbindet mit Daniel-François Esprit Auber den Komponisten von La muette de Portici, der Kenner der Geschichte des 19. Jahrhunderts eine legendäre Aufführung in Brüssel 1830, als ein Freiheitslied in dieser Oper bei einer Aufführung zu Unruhen im Publikum und anschließend auf den Straßen führte mit der Folge der Unabhängigkeit Belgiens – alles wegen einer Oper! Doch es gibt von Auber auch eine Oper Le maçon (Maurer und Schlosser) eine echte Rarität, aus der vom österreichischen Rundfunk im Jahr 1950 größere Auszüge im Studio aufgenommen wurden. Diese Auszüge liegen nun bei ORFEO in einer technisch aufbereiteten Form vor.

Aubers Kompositionen gehören zum Repertoire der französischen Romantik, von dem sich nur wenige Stücke bis heute auf dem Spielplan erhalten haben. Le maçon nach einem Libretto von Eugène Scribe wurde 1825 uraufgeführt. François Adrien Boieldieu brachte nur wenige Monate später La dame blanche heraus, gewisse Parallelen sind unüberhörbar (auch dieses Stück setzt mit einer Familienszene ein: hier eine Hochzeit, dort eine Taufe, bevor es zu Komplikationen kommt). Manche Bauernszenen aus der Ballettmusik Giselle von Adolphe Adam von 1841 scheinen von Aubers Ouvertüre inspiriert.

Die Ouvertüre zu Le maçon findet sich im 19. Jahrhundert wiederholt in Sammlungen wie zum Beispiel dem „Ouverturen-Album. Sammlung der beliebtesten Ouverturen für Pianoforte solo“ (ca. 1885); auch Heinrich Marschner nahm Teile in ein von ihm herausgegebenes Opernalbum auf. Eine gewisse Popularität war also gegeben, auch wenn das Werk inzwischen von den Spielplänen gänzlich verschwunden ist.

Im vorliegenden Zusammenschnitt werden die gekürzten Nummern der ohnehin schon eher kurzen Oper von einer Sprecherin verbunden. Mehrstrophige Lieder werden auf eine Strophe reduziert, Überleitungen gestrichen. Die dreiaktige Oper wird so auf eine Spieldauer von 52 Minuten reduziert, mithin passend für eine einstündige Radiosendung (abzüglich der Nachrichten und Programmhinweise) oder auch eine Langspielplatte.

Der erste und letzte Akt spielen im Pariser Vorort Saint-Antoine, also östlich der Bastille, heute mitten im Stadtgebiet, vor 200 Jahren eine eher ländlich geprägte Vorstadt. Nach der munteren Ouvertüre beginnt die Oper mit einer Hochzeitsszenerie. Der allgemeine Frohsinn wird mit Schellen untermalt, die beispielsweise Richard Wagner auch in der Buffo-Oper Das Liebesverbot nur wenige Jahre später verwendete. Der Bräutigam, der Maurer Roger (Walter Anton Dotzer), singt ein Lied, das im Refrain „Nur Courage, nicht verzaget, treue Freunde sind dir nah“ gipfelt, der vom Chor aufgenommen wird und gleichsam das Motto der Oper bildet. Die musikalische Faktur ist sehr nahe an Boieldieus Prenez garde, prenez garde, la dame blanche vous regarde“.

Die etwas garstige Nachbarin Madame Bertrand (Hildegard Rössel-Majdan) fragt sich, woher ein Maurer eigentlich das viele Geld für die Hochzeit nimmt – doch Roger hat einem Offizier einmal das Leben gerettet. Der Offizier Léon de Mérinville wird von Herakles Politis mit (leicht französisch klingendem) Akzent gegeben. Auf dem Rückweg von der Arbeit und sein „Nur Courage, nicht verzaget, treue Freunde sind dir nah“ singend, konnte Roger den Offizier aus der Hand von Mördern befreien. Seinen Namen wollte er nicht nennen, aber Léon konnte ihm doch aus Dankbarkeit heimlich sein gesamtes Gold zustecken. Wie es sich so trifft, kommt Léon bei den Hochzeitsfeierlichkeiten vorbei, und der eingangs vorgetragene Lobpreis der Freundschaft und Treue wird mehrmals wiederholt.

Es ist spät geworden; die Braut Henriette will sich ihrem neuen Gatten sanft entziehen, der in einem Duett etwas ungeduldig einen ersten Kuss fordert: „Will dir Weibchen seufzend klagen, wie lang ich einen Kuss schon entbehren muss“. In diesem Zusammenhang: Henriette (Maria Salten) ist gemäß Booklet „a young Parisienne“, aber sicher nicht „ein junger Pariser“ (ebendort).

Einiges ist aufgrund der starken Kürzungen im Handlungsablauf nicht ganz klar – und im musikalischen Geschehen erwartet man gemäß den Noten in den Ensembles stellenweise Einwürfe der Madame Bertrand, diese werden jedoch von einer Männerstimme gegeben. Eine männliche Solostimme scheint also in der Aufstellung des Booklets zu fehlen. Roger begegnet jedenfalls den Türken Usbeck und Rica, die einen Maurer und einen Schlosser suchen. Sie bieten Gold, verlangen aber sofortige Aufnahme der Arbeit. Roger will natürlich lieber seine Hochzeit feiern, da nötigen ihn die Türken zum Mitkommen.

Der zweite Akt spielt in einem von den Türken gemieteten Schloss. Irma (Hilde Rychling) singt mit den Haremsdamen ein Lied von der Freiheit; sie erwartet ihre Befreiung durch den Offizier Léon, der uns bereits im ersten Akt begegnet ist.

Roger und Baptiste gehen als Maurer und Schlosser „ohne Ruh‘, ohne Rast“ (hat sich Wagner in der Waltrautenszene der Götterdämmerung vom damals bekannten deutschen Libretto inspirieren lassen?) ans Werk an dem Schloss, auch wenn die Auftraggeber Usbeck und Rica ihnen schon sehr zwielichtig vorkommen. Die Namen der beiden sind ein Anklang an die Persischen Briefe (Lettres persanes) Montesquieus aus dem frühen 18. Jahrhundert. Roger und Baptiste sollen den Zugang zum Garten vermauern und mit Ketten sichern, so dass niemand aus dem Schloss entkommen kann…

Léon de Mérinville kommt wie jeden Abend vorbei, um heimlich seine geliebte Irma zu treffen. Irma hat vor der Flucht Bedenken, die Léon mit einem Eheversprechen zu zerstreuen sucht. Der Türkenstoff verweist noch ins Ancien Régime, die hier verhandelten Moralvorstellungen des deutschen Librettos atmen hingegen tief den Geist von Restauration und Biedermeier.

Rica, ein türkischer Sklave (sehr klar von Erich Kuchar gegeben) verrät den Liebenden aus Mitleid einen Ausweg. An dieser Stelle ist ein Schnitt hörbar – eine Korrektur während der Arbeit im Studio, oder wurde diese Szene in einer vollständigeren Fassung aufgenommen und erst später gekürzt? Usbeck (Peter Lagger) aber vertritt die Position eines Auftraggebers und ordnet die Festnahme Léons an. Der Schlosser Baptiste berichtet verängstigt, er habe einen weißen Geist gesehen – da naht der Maurer Roger zur Hilfe. Eigentlich sollen Léon, Irma und Baptiste jetzt von Roger eingemauert werden…

Der dritte Akt, wieder zurück in Paris, in Rogers Haus: Henriette grämt sich, da ihr Gatte Roger seine Frau schon am Hochzeitstag hat sitzen lassen (da er ja von den Türken mit Geldversprechungen und Drohungen angeworben wurde, was die Braut aber nicht weiß). Die Nachbarin Madame Bertrand stichelt und erkundigt sich boshaft, wo denn der Gemahl stecke – das Duett ist ein schönes Beispiel für eine Steigerung von Tempo und dramatischer Intensität.

Roger kehrt zurück – doch wurde er in einem verschlossenen Wagen zurückgebracht, so dass er nicht weiß, wo sich das Schloss der Türken und damit das Verlies seiner Freunde befindet. Madame Bertrand kann sich für einmal nützlich machen, da sie am Vortag den Wagen beobachtet hat und daher verraten kann, wo sich alle befinden. Kurzerhand werden alle befreit, danken den Freunden und singen alle gemeinsam nach der Melodie von „Nur Courage“ aus dem ersten Akt abermals das Lob von Freundschaft und Treue. Da in dieser Version der dritte Akt nur zwölf Minuten dauert, fehlt hier natürlich einiges.

Die technische Qualität der Aufnahme ist insgesamt akzeptabel. Die technische Aufbereitung besorgte Erich Hofmann. Am Anfang ist ein leicht geknittertes Tonband zu vermuten, da der Ton etwas ‚eiert‘ und nicht ausbalanciert ist. Im weiteren Verlauf irritieren einzelne verzögerte Echoeffekte und gegen Beginn ganz entfernt sogar die Stimme eines männlichen Sprechers – vielleicht Reste eines überspielten Bandes oder Überlagerungen bei einem Radiomitschnitt; . Die Tuttistellen in der Ouvertüre übersteuern etwas, der Chor gerät stellenweise so sehr in den Hintergrund, dass man ihn nur schemenhaft wahrnimmt. Zu den Gesangsstimmen insgesamt ist zu bemerken, dass diese fast 70 Jahre alte Aufnahme ein Dokument einer längst vergangenen Gesangstechnik ist: klare Stimmführung, viel Bruststimme, große Textverständlichkeit und damit einhergehend eine starke Betonung der Konsonanten, die außerhalb des deutschsprachigen Raumes bereits um 1900 als „Bayreuth bark“ stark kritisiert wurde. Gleichzeitig gehen alle Solostimmen sehr kantabel mit ihren Gesangslinien um und präsentieren eine Phrasierungskunst, die man auch heute gerne häufiger hören würde. Allenfalls Hilde Rychling scheint in der Arie der Irma zu Beginn des zweiten Aktes (kleine) Schwierigkeiten zu haben, die aber nicht ins Gewicht fallen.

Die Stimme der anonymen, aber hörbar österreichischen Sprecherin hat auf dem Band einigen Nachhall hinterlassen. Sie datiert die Handlung auf den Beginn des 18. Jahrhunderts, was letztlich aufgrund des Türkenstoffs auch sinnvoller scheint als eine Handlung zur Entstehungszeit (die das Booklet postuliert, während der Libettist Eugène Scribe hierzu keine Angaben geliefert hat).

Insgesamt bietet diese Neuerscheinung einen durchaus wertvollen Einblick in frühere Arten des Gesangs und der Vermittlung von Opern mittels Querschnitten und gekürzten Fassungen, die im ‚Promenadenkonzert‘ des Rundfunks oder auf den beiden Seiten einer LP Platz finden mussten. Der letzte Satz des Booklets bringt die prekäre Auber-Rezeption der letzten Jahrzehnte in folgendem Paradox auf den Punkt: „Auf der deutschen Bühne blieb diese Oper eines von Aubers beliebtesten Werken und wurde zuletzt 1950 in Wien aufgeführt.“

—| IOCO CD-Rezension |—

Augsburg, Theater Augsburg, Giselle – Ballett-Premiere – martini-Park, 26.10.2019

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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Giselle – Ballett von Adolphe Adam

Erste Ballettpremiere im martini-Park

Premiere: Sa 26.10.2019 19:30

Mit dem großen Klassiker Giselle startet das Ballettensemble des Staatstheater Augsburg am Samstag, den 26.10.19 in die neue Spielzeit. Die Kompanie zeigt Ballettdirektor Ricardo Fernandos neoklassische Inszenierung des romantischen Handlungsballetts erstmals in ihrer jetzigen Zusammensetzung, wobei sich auch die neuen Solist*innen dem Publikum vorstellen. Ivan Demidov bringt dabei gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern als neuer erster Kapellmeister die Musik von Adolphe Adam im martini-Park auf die Bühne.

Theater Augsburg / Giselle © Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg / Giselle © Jan-Pieter Fuhr

Zum Libretto

Prinz Albrecht, ein verwöhnter und eigentlich verlobter junger Mann, wirbt ohne ernste Absichten um die Winzertochter Giselle und macht ihr als Bauer verkleidet Hoffnung auf die Ehe. Als der in Giselle verliebte Hilarion die Täuschung Albrechts aufdeckt, wird Giselle – wie von ihrer Mutter in bösen Vorahnungen befürchtet – zur elfenhaften Wili, die nachts junge Männer zum tödlichen Tanz verführt. Anders als in der ursprünglichen Fassung, ist Giselle in Ricardo Fernandos Deutung allerdings kein naives Bauernmädchen, das aus enttäuschter Liebe wahnsinnig wird. Vielmehr verhindert sie unter Opferung ihres eigenen Lebens, dass der trunkene Hilarion seinen Rivalen erschießt. Mit der Schuld an Giselles Tod behaftet, werden beide Männer in das Reich der Wilis gezogen, die hier keine flatterhaften Feen sind, sondern unheimliche, erdverbundene Geister.

Giselle ist eine tragische Geschichte über Liebe und Täuschung, die das Publikum seit seiner Entstehung begeistert. Das Ballett des Staatstheater Augsburg entführt die Zuschauer*innen in ein verträumtes und doch modernes Märchen, in dem die Grenzen von Realität und Vorstellung verschwimmen und in dem klassisches Handlungsballett eine kongeniale Verbindung mit Ricardo Fernandos zeitgenössischer Interpretation eingeht.

Besetzung
Musikalische Leitung Ivan Demidov, Choreografie & Inszenierung Ricardo Fernando
Bühne & Kostüme Dorin Gal, Video Rasmus Freese, Dramaturgie Sophie Walz
Choreografische Assistenz Carla Silva, Gefördert vom Freistaat Bayern und der Stadt Augsburg

Giselle –  Ana Isabel Casquilho / Ria Girard / Momoko Tanaka
Albrecht  – Gustavo Barros / Samuel Maxted / Alessio Pirrone
Hilarion  – Nikolaos Doede / Giovanni Napoli / Shori Yamamoto
Bathilde, –  Albrechts Verlobte Sewon Ahn / Gabriela Finardi / Moeka Yugawa
Berthe – Giselles Mutter Ana Isabel Casquilho / Ria Girard / Emily Wohl
Myrtha Sewon Ahn / Gabriela Finardi / Moeka Yugawa
Adlige / Volk / Wilis Sewon Ahn, Gustavo Barros, Ana Isabel Casquilho,
Franco Ciculi, Nikolaos Doede, Gabriela Finardi,
Ria Girard, Martina Di Giulio, Tamir Khuyag,
Hinako Kumagae, Samuel Maxted, Giovanni
Napoli, Alessio Pirrone, Cosmo Sancilio, Goncalo
Martins da Silva, Momoko Tanaka, Emily Wohl,
Shori Yamamoto, Moeka Yugawa.
Augsburger Philharmoniker

Premiere : Sa 26.10.2019 19:30 | martini-Park
Mit Einführung um 19:00 Uhr im Foyer
Zur anschließenden Premierenfeier sind die Zuschauer*innen herzlich eingeladen!

Weitere Termine
Sa 26.10.2019 19:30 | martini-Park
Do 07.11.2019 19:30 | martini-Park
So 10.11.2019 18:00 | martini-Park
Fr 15.11.2019 19:30 | martini-Park
Fr 29.11.2019 19:30 | martini-Park
So 01.12.2019 18:00 | martini-Park
Di 10.12.2019 19:30 | martini-Park
Sa 21.12.2019 19:30 | martini-Park
Sa 28.12.2019 19:30 | martini-Park
Mi 08.01.2020 19:30 | martini-Park
So 12.01.2020 15:00 | martini-Park
Fr 24.01.2020 19:30 | martini-Park
Fr 07.02.2020 19:30 | martini-Park
Fr 06.03.2020 19:30 | martini-Park
Einführung jeweils 30 Minuten vor Beginn.

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—

Erfurt, Theater Erfurt, Thüringer Staatsballett – GISELLE, 10.11.2018

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Theater Erfurt

Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Das Thüringer Staatsballett tanzt Giselle im Theater Erfurt - Daria Suzi (Giselle) Alina Dogodina (Mutter) Herren des Thüringer Staatsballettss ©Viktor Koldamov

Theater und Philharmonie Thüringen / Das Thüringer Staatsballett tanzt Giselle im Theater Erfurt – Daria Suzi (Giselle) Alina Dogodina (Mutter) Herren des Thüringer Staatsballettss ©Viktor Koldamov

 Thüringer Staatsballett – Premiere GISELLE in Erfurt

Zum ersten Mal findet eine Premiere des Thüringer Staatsballetts nicht in Gera, sondern in Erfurt statt. Giselle ist die erste Koproduktion des Theaters Erfurt mit dem Thüringer Staatsballett von Theater&Philharmonie Thüringen. In Erfurt musiziert das Philharmonische Orchester Erfurt,  in Gera und Altenburg das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von Takahiro Nagasaki. Bühnenbild und Kostüme entwirft Verena Hemmerlein.

Theater und Philharmonie Thüringen / Das Thüringer Staatsballett tanzt Giselle im Theater Erfurt - Daria Suzi (Giselle) Herren des Thüringer Staatsballetts ©Viktor Koldamov

Theater und Philharmonie Thüringen / Das Thüringer Staatsballett tanzt Giselle im Theater Erfurt – Daria Suzi (Giselle) Herren des Thüringer Staatsballetts ©Viktor Koldamov

Am 10. November um 19.30 Uhr erlebt Silvana Schröders Adaption des fantastischen Balletts mit der Musik von Adolphe Adam ihre Premiere im Theater Erfurt. Die Geraer Premiere von Giselle  wird am 25. Januar 2019 die Ballettfestwoche eröffnen. Erstmalig treten die 22 Tänzerinnen und Tänzer des Thüringer Staatsballetts gemeinsam mit den 12 Eleven auf.

Theater und Philharmonie Thüringen / Das Thüringer Staatsballett tanzt Giselle im Theater Erfurt - Daria Suzi (Giselle) Kristian Matia (rechts) und Luis Piva ©Viktor Koldamov

Theater und Philharmonie Thüringen / Das Thüringer Staatsballett tanzt Giselle im Theater Erfurt – Daria Suzi (Giselle) Kristian Matia (rechts) und Luis Piva ©Viktor Koldamov

Ballettdirektorin Silvana Schröder inszeniert Giselles Geschichte als perfekte  Illusion und das Tanzen als einen Prozess der Selbstentfaltung. In Giselles entrückter Welt ist alles verdreht. Sie ist einsam, sehnsüchtig nach Liebe und tanzt sich voller Leidenschaft in ihre Träume hinein. Die Grenzen von Realität und Vorstellung, von Wahrheit und Täuschung verschwimmen. Findet Giselle in Albrecht einen Mann, dem sie vertrauen darf, einen Partner, der ihre Liebe aufrichtig erwidert?

 

Das 1841 uraufgeführte Ballett Giselle ist ein Schlüsselwerk der französischen Romantik. Sein Libretto von Théophile Gautier (1811–1872) basiert auf Heinrich Heines Schilderung einer deutschen Sage in De l’Allemagne (1835): dem Glauben an gespenstische, tanzende Luftgeister, die in der Nacht treulose Männer zu Tode tanzen. Das Tanzen, eines der Lieblingsmotive der Romantik, steht als eigentliche Handlung des Balletts im Mittelpunkt. So entscheidet der Tanz nicht nur über das Schicksal Giselles, sondern auch über das Leben ihrer Liebhaber. Mit seiner vielseitigen, lyrisch-eleganten Ballettmusik von Adolphe Adam (1803–1856) gehört Giselle bis heute zu den beliebtesten Werken des klassischen Balletts.

Einführungsmatinee – Ensemble und Regieteam stellen sich in Erfurt vor am  So, 28.10.2018 11 Uhr  Rang frei! Einführung und Probenbesuch am  Di, 06.11.2018 18.30 Uhr

Aufführungen im Theater Erfurt: 10. Nov. 14. Nov., 16. Nov., 30. Nov., 8. Dez., 29. Dez. jeweils 19.30 Uhr, 13.1. 15 Uhr, 20.1. 18 Uhr – Tel: +49 (0) 361 22 33 155, online unter www.theater-erfurt.de

Aufführungen im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera: 25. 1.19.30 Uhr, 23. März 19.30 Uhr, 24. März 14.30 Uhr und 19. April 19.30 Uhr – Tel: +49(0)365 8279105, online unter www.tpthueringen.de

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

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