Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Die Musik geht weiter – im Netz!, April 2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Die Musik geht weiter – im Netz!
Digitale Angebote der Tonhalle Düsseldorf

Den Musikerinnen und Musikern der Düsseldorfer Symphoniker, ihrem Principal Conductor Adam Fischer und dem gesamten Team der Tonhalle Düsseldorf liegt es sehr am Herzen, auch während der erzwungenen Spielpause für das Publikum da zu sein. Aktuell spielt die Musik daher im Netz: Die Tonhalle überbrückt die konzertfreie Zeit mit zahlreichen digitalen Formaten, die täglich auf www.tonhalle.de, Facebook, Instagram und Youtube veröffentlicht werden.

Düsseldorf Calling heißt ein brandneuer Podcast der Tonhalle. Für eine gute Viertelstunde telefoniert Intendant Michael Becker jeden Tag mit Dirigent Adam Fischer, Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker. Die beiden sprechen ganz privat und ungeschnitten und nehmen sich in jeder Folge einen Buchstaben des Alphabets vor – die erste Folge A wie Adam ist bereits online. Darin erzählt Adam Fischer unter anderem sehr persönlich von seiner Kindheit, seiner Familie und wie es dazu kam, dass er Dirigent wurde. Täglich kommt von montags bis freitags um 17 Uhr eine neue Podcast-Folge hinzu – bis Michael Becker und Adam Fischer bei „Z wie Zauberflöte“ angelangt sind. Der Podcast kann auf der Homepage der Tonhalle (www.tonhalle.de), aber auch bei gängigen Podcast-Anbietern wie Spotify oder podcast.de angehört und abonniert werden. In Kürze wird er auch über iTunes abrufbar sein.

Tonhalle Düsseldorf / Tonhallen_Führung mit Michael Becker © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Tonhallen_Führung mit Michael Becker © Susanne Diesner

Alle Musikfreunde, die nicht nur die Konzerte, sondern auch das wunderschöne Gebäude der Tonhalle vermissen, können sich ebenfalls auf ein neues digitales Angebot freuen: Michael Becker nimmt die Zuschauer an den Bildschirmen mit auf einen exklusiven Rundgang durch das Konzerthaus. Der erste Teil der virtuellen Tonhallen-Führung geht heute Nachmittag (2. April) online, weitere Videos werden in loser Folge veröffentlicht. Jeder Film bietet spannende Einblicke, öffnet verborgene Zugänge und lädt dazu ein, im Planetarium der Musik etwas Neues zu sehen und zu entdecken.

Weitere digitale Formate, die die Tonhalle bereits kurz nach der Aussetzung des Konzertbetriebs Mitte März etabliert hatte, erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit – täglich sehen sich allein auf Facebook mehrere tausend Menschen die Tonhallen-Beiträge an: In Adam Fischer Q&A beantwortet Dirigent Adam Fischer in loser Folge vom Publikum gestellte Fragen per Video. In „Düsy@Home senden Orchestermusiker der Düsseldorfer Symphoniker musikalische Grüße aus dem Homeoffice. Die Zahl der veröffentlichten Videos wächst stetig. Jeden Sonntag ist darüber hinaus ein neuer Konzertmitschnitt aus der Tonhalle mit den Düsseldorfer Symphonikern abrufbar.

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Graz, Musikverein für Steiermark, DAS NEUE PROGRAMM! – 2020 – 2021

Musikverein Graz

Musikverein Graz / Stephaniensaal © Robert Illemann

Musikverein Graz / Stephaniensaal © Robert Illemann

DAS NEUE PROGRAMM!

Wir freuen uns sehr, Ihnen in diesen turbulenten Zeiten ein wenig Vorfreude zu vermitteln und dürfen stolz unserer PROGRAMM für die SAISON 2020 | 2021 präsentieren!


Mediathek 
 
Spannende Interviews und unseren Imagefilm finden Sie in der Mediathek des Musikvereins  – kostenlos abrufbar!

https://www.musikverein-graz.at/medien/


Am Dirigentenpult werden u.a. Dennis Russell Davies, Thomas Dausgaard, Alain Altinoglu, Gabriel Feltz oder Roland Kluttig sowie Oksana Lyniv stehen. Der Orchesterkonzertzyklus wird vom WDR Sinfonieorchester Köln, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern, Bru?nner, Belgrader und Grazer Philharmonikern gestaltet, deren 70?jähriges Bestehen in einem Galakonzert unter Adam Fischer gewürdigt werden wird.

Als Residenzku?nstler werden Emmanuel Tjeknavorian, Julian Rachlin, BartolomeyBittmann und das Belcea Quartet begeistern.

Opernliebhaber können sich auf Mozarts Don Giovanni und Humperdincks Hänsel und Gretel freuen.  Mit Cecilia Bartoli, Piotr Becza?a, Sabine Devieilhe, El?na Garan?a, Gu?nther Groissböck, Elisabeth Kulman oder Leo Nucci kommen wieder die besten Sänger der Welt nach Graz.  Im Abonnement sind u.a  Rudolf Buchbinder, die Bru?der Capuçon und Ottensamer oder Alice Sara Ott zu erleben.

Spannende Rahmenprogramme wie Einführungen, öffentliche Generalproben, Salonkonzerte, Jazz Lounges sowie innovative Projekte mit folksmilch, Igudesman & Joo, Hubert von Goisern oder Chick Corea werden das Angebot des Musikvereins erweitern.

Über den weiteren Spielbetrieb bis Juni 2020 informieren wir Sie laufend auf unserer Homepage und über Social Media. Der Musikverein arbeitet seit 205 Jahren ohne Unterbrechung, daher werden wir die Situation mit Ihnen gemeinsam meistern! Gerade jetzt brauchen wir Sie als unsere Mitglieder, Förderer und Sponsoren! Halten Sie uns in schwierigen Zeiten die Treue!

Blicken wir nun mit Elan und Zuversicht in die neue Saison 2020/2021, die uns, (vorbehaltlich Änderungen aufgrund der außergewöhnlichen Situation) viele musikalische Glanzlichter bescheren wird!

—| Pressemeldung Musikverein Graz |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Adam Fischer – bis 2025 in Düsseldorf, IOCO Aktuell, 21.03.2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Adam Fischer verlängert Vertrag bis 2025   

Principal Conductor  –  Düsseldorfer Symphoniker

Adam Fischer, *1949 in Budapest, hat sein zum Saisonende 2020 auslaufendes Engagement verlängert und bleibt weitere fünf Jahre Principal Conductor der in der Tonhalle Düsseldorf „ansässigen“ Düsseldorfer Symphoniker.

Die Vertragsverlängerung hat Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf, am Abend des 2. März 2020 in der Tonhalle Düsseldorf offiziell verkündet. Die Bekanntgabe erfolgt zu einem symbolträchtigen Termin: Adam Fischer dirigierte Joseph Haydns Symphonie La Passione und Gustav Mahlers 6. Symphonie, das letzte Konzert seines großen Mahler-Zyklus, den der Dirigent bei seinem Amtsantritt 2015 in der Tonhalle Düsseldorf begann.

Adam Fischer – zur geschlossenen Tonhalle in Düsseldorf und der Corona Krise
youtube Trailer Tonhalle Düsseldorf
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Adam Fischer freut sich über die Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr glücklich, dass ich meine 2015 begonnene künstlerische Arbeit in Düsseldorf in den nächsten Jahren fortsetzen werde. Ich habe wunderbare Musiker im Orchester kennengelernt, die mich richtig inspirieren können. Und auch ein Publikum, dessen Begeisterung uns alle auf der Bühne anspornt und mitreißt. Ich hoffe, dass es mir noch lange vergönnt sein wird, mit den Düsseldorfer Symphonikern gemeinsam musizieren zu können.

Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf und der Düsseldorfer Symphoniker, ist stolz, dass sich Adam Fischer für weitere fünf Jahre in Düsseldorf entschieden hat: „Mit der seltenen Mischung aus unbestechlicher Musikalität, professioneller Neugier und tiefgreifender Menschlichkeit hat Adam Fischer eine neue musikalische Zeitrechnung in Düsseldorf begonnen, die weit über die Republik hinaus wahrgenommen wird.“

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer - Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer – Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

In den zurückliegenden fünf Jahren führte Fischer mit den Düsseldorfer Symphonikern unter anderem alle Mahler-Symphonien in Kombination mit Werken von Joseph Haydn auf. Die in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und dem Label Avi Music entstandenen Konzerteinspielungen gewannen mehrere Preise, etwa den BBC Music Magazin Award und den Opus Klassik (2019). Fischers Mahler-Zyklus gilt als einer der Hauptgründe für einen massiven Anstieg der Publikumszahlen in der Tonhalle Düsseldorf. Auch international sorgt die Zusammenarbeit Fischers mit den Düsseldorfer Symphonikern für Aufsehen, wie beispielsweise während eines Gastspiels in Budapest und auf einer Spanien-Tournee des Orchesters im Januar 2019 zu erleben war. Weitere Konzertreisen sind nun in Planung.

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, ist ebenfalls sehr glücklich, dass Adam Fischer Erster Konzertdirigent in Düsseldorf bleibt: „Er hat den Düsseldorfer Symphonikern zu großer Strahlkraft verholfen und begeistert sein Publikum weit über Düsseldorf hinaus. Adam Fischer schätze ich aber auch persönlich, da er ein Weltbürger und ein Mensch mit Haltung ist.“

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe ist überzeugt: Adam Fischer liebt die Düsseldorfer Symphoniker, die Düsseldorfer Symphoniker lieben Adam Fischer, und dies nun schon seit fünf Jahren. Mit seinem so persönlichen Einsatz und seiner Musizierfreude, die auf die Symphoniker ebenso überspringt wie auf das Publikum, hat Adam Fischer die Düsseldorfer Symphoniker in neue Sphären geführt. Dafür sind ihm alle Musikfreunde mehr als dankbar, und ich empfinde große Freude, dass wir nun seinen Vertrag verlängern konnten.“

Adam Fischer wird weltweit nicht nur als Dirigent geschätzt, sondern macht regelmäßig auch außerhalb der Konzertsäle durch sein humanitäres Engagement von sich reden. Zusammen mit András Schiff reichte er bereits 2011 bei der EU eine Petition gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. 2018 erhielt er den isra­elischen Wolf-Preis, eine Auszeichnung, die an herausragende Persönlichkeiten für ihr besonderes humanitäres Engagement verliehen wird. Seit Adam Fischer Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker ist, verleiht er zudem selbst jedes Jahr den vom Freundeskreis der Tonhalle gestifteten Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf an eine Person oder Organisation, die sich in besonderem Maße für Freiheit und Menschenrechte einsetzt.

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker - hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker – hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Nachdem die Serie der Mahler-Symphonien nun abgeschlossen ist, startet Adam Fischer in Düsseldorf neue Zyklen. In den kommenden fünf Jahren plant er mit den Symphonikern unter anderem Brahms, Bartók, Schubert, Beethoven und Dvorák intensiv zu beleuchten. Näheres dazu wird die Tonhalle im Rahmen der Pressekonferenz zur neuen Saison Mitte Mai bekannt geben.

Auch für die Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker ist es ein Glücksfall, dass sie die Zusammenarbeit mit ihrem Principal Conductor fortsetzen dürfen. Solo-Flötistin Ruth Legelli aus dem Orchestervorstand kommentiert: „Die Düsseldorfer Symphoniker sind sehr dankbar über die Verlängerung des Vertrages von Adam Fischer. Es hat uns große Freude gemacht, mit ihm zusammen den Mahler-Zyklus aufzunehmen. Auch an die gemeinsamen Gastspiele in Spanien und Ungarn erinnern wir uns sehr gerne. Die Konzerte und Arbeitsphasen mit ihm sind für uns immer etwas Besonderes, und wir freuen uns auf neue Themen und musikalische Höhepunkte.“

Über Adam Fischer:

1949 in Budapest geboren, studierte Adam Fischer Komposition und Dirigieren in Budapest und bei Hans Swarowsky in Wien. Nach Stationen als Erster Kapell­meister in Helsinki, Karlsruhe und an der Staatsoper in München war er Gene­ralmusikdirektor in Freiburg, Kassel und Mannheim sowie Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper in Budapest. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Budapester Wagnertage. Seit 1999 leitet Fischer das Danish Chamber Orchestra Kopenhagen, seit der Saison 2015/16 ist er Erster Konzertdirigent der Düsseldorfer Symphoniker.

Regelmäßige Auftritte führen Adam Fischer an die größten Opernhäuser in Europa und in den USA, darunter die Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Baye­rische Staatsoper, Covent Garden, Metro­politan Opera und die Bayreuther Fest­spiele. Als Konzertdirigent arbeitet er regelmäßig mit Orchestern wie den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Orche­stre de Paris, dem London Philharmonic, dem Orchestra of the Age of Enlighten­ment, dem NHK Symphony Tokyo, dem Chicago und dem Boston Symphony. Im Januar 2017 wurde Adam Fischer zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt.

 

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Budapest, MüPa – Budapest, Wagner Tage 2019 – Der Ring des Nibelungen, IOCO Kritik, 28.06.2019

Juni 29, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Müpa, Oper

Müpa Budapest

Müpa Budapest © Müpa Budapest, Janos Posztos

Müpa Budapest © Müpa Budapest, Janos Posztos

Wagner Tage 2019 –  Budapest

Der Ring des Nibelungen – Müvészetek Palotája

von Thomas Thielemann

Die Texte zum Ring des Nibelungen sind zum größten Teil bereits in den 1840-Jahren in Dresden entstanden, nach dem sich Richard Wagner von der deutschen Sagen-Literatur, der griechischen Mythologie und von der Umgebung der Stadt hat anregen lassen. Insbesondere das Elbsandsteingebirge und der Fluss hat den jungen Kapellmeister so beeindruckt, dass ihn die Sachsen, „der Rhein sei eigentlich die Elbe“, für sich reklamieren.

Wagner Tage 2019 – Die Walküre
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Im Zürcher Hotel Baur au Lac hat Richard Wagner 1853 sein „tetralogisches Gedicht“ vor Freunden und anderen Interessierten mit großem Erfolg gelesen. Auch in Tribschen wurde der Text zum Ring mehrfach vorgelesen. Bereits 2011 hatte Adam Fischer, ob gezielt ist uns nicht bekannt, an diese Lesungen der Wagner-Texte angeschlossen und den Ring des Nibelungen ohne die früheren schwülstigen Theateraufführungen des Beginns des 20. Jahrhunderts sowie gewisser Unsäglichkeiten des Regietheaters aufgeführt.

Müpa Budapest © Gabor Kotschy

Müpa Budapest © Gabor Kotschy

Nun haben wir in der Zwischenzeit Richard Wagners wunderbare Musik und viele Möglichkeiten der Videoinstallationen erhalten. Deshalb hat Adam Fischer die Voraussetzungen des Bartok-Saals im Budapester Müvészetek Palotája (Palast der Künste), kurz MüPa, für halbszenische Aufführungen Wagnerscher Musikdramen erschlossen. Mit dieser Aufführungsform konzentrierte Adam Fischer sich und seine Zuhörer auf das Wesentliche der Wagnerschen Texte und auf die Musik des Meisters und kupierte damit deren Verfremdungen  von zum Beispiel Castorfs Bayreuther oder der des Chemnitzer Feministinnen-Quartetts und anderen.

Müpa Budapest / Béla Bartók National Concert Hall © Müpa Budapest, Janos Posztos

Müpa Budapest / Béla Bartók National Concert Hall © Müpa Budapest / Janos Posztos

Vergleichbar mit einem Restaurator, der unter der Übermalung eines Gemäldes das tatsächliche Bild des Künstlers der Mitwelt erschließt, hat uns Adam Fischer einen neuen und damit eventuell den wahren Richard Wagner nahe gebracht.

Für 2019 hatte man Hartmut Schörghofer mit einer Überarbeitung des Ring des Nibelungen betraut. Aufgeführt wurde diese Neufassung in zwei Zyklen vom 13. – 16. Juni und  20. – 23. Juni. Dazu hatte Adam Fischer hervorragende Sängerinnen und Sänger des Wagnerfachs zur Mitwirkung verpflichtet.

Müpa Budapest / Wagner Tage 2019 - Götterdämmerung © Balint Hirling / Müpa Budapest

Müpa Budapest / Wagner Tage 2019 – Götterdämmerung © Balint Hirling / Müpa Budapest

Für die halbszenische Darbietung traten die Sängerinnen im schwarzen Abendkleid und die Sänger, bis auf Ausnahmen, im Frack auf. Gesungen wurde auf hohem Niveau. Natürlich könnte man den hervorragend Gesang  der Catherine Forster als Brünnhilde, der Camilla Nylund als Sieglinde, des Gerhard Siegel als Mime und des Stefan Vinke als Siegfried herausheben. Aber das wäre ungerecht, weil eigentlich durchweg Spitzenleistungen geboten wurden. Selten hat man so geschlossene Walküren-Gruppen und so wunderbare Trios von Rheintöchtern und Nornen erleben können.

Da die Agierenden nur wenige Aktionen auszuführen hatten, wurde überwiegend direkt zum Publikum mit selten erlebter Textverständlichkeit agiert. Auch fehlte die Ablenkung einer Bühnendarstellung, so dass sich der Wagner-affine Besucher den inneren Zusammenhang des Werkes in einer seltenen Weise erschließen konnte. Soweit erforderlich, standen dem Besucher die Original-Texte sowie in ungarischer Übersetzung zur Verfügung.

Die Wagnersche Musik wurde durch Videoprojektionen von Hochgebirgspanoramen und Gegenwartsbezügen ergänzt wie von Tänzern mit zum Teil hochkreativen Szenen.

An jedem Abend wurden die Agierenden und die Budapester Wagner Tage 2019 frenetisch gefeiert. Nach der Götterdämmerung wollte das Stakkato-Klatschen und die stehenden Ovationen insbesondere für Dirigent Adam Fischer kein Ende nehmen

—| IOCO Kritik Müpa Budapest |—

 

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