Dresden, Semperoper, Spielplan 2021/22 – Don Carlo, Butterfly…., IOCO Aktuell, 20.06.2021

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper – Spielplan 2021/22 – vorgestellt am 17.06.2021

von Thomas Thielemann

Am 17.06.2021 stellte die  Semperoper in einer offiziellen Pressekonferenz mit  Peter Theiler Intendant,  Ballettdirektor Aaron S Watkin, Chefdramaturg  Casimir Eule,  Chefdirigent Christian Thielemann den Semperoper Spielplan der Saison 2021/22 vor.

15 Neuproduktionen sind geplant: Die Opern Don Carlo, Madama Butterfly und der Ballettabend A collection of short stories waren bereits als reduzierte Corona-Varianten zur Aufführung gelangt. In der Spielzeit 2021/22 werden sie szenisch in der ursprünglichen geplanten Fassung gespielt. Die bedeutendsten Opernvorhaben sind unter anderem Rossinis La Cenerentola, Dvoráks Rusalka, Chaillys Die kahle Sängerin sowie die Uraufführung von Torsten Raschs Die andere Frau. Mit großer Spannung wird am 5. März 2022 die Premiere der Aida erwartet; inszeniert von Katharina Thalbach, musikalische Leitung Christian Thielemann.

Alle Produktionen, Termine, Besetzung – link HIER!

Dazu kommen die bereits bekannten 22 Wiederaufnahmen aus dem Opern- und Ballettrepertoire der vergangenen Jahre mit dem leistungsfähigen Hausensemble sowie zum Teil hochrangigen Sängerinnen und Sängern.

Besonders erfreut es, dass es gelungen ist, nach jahrelanger Abstinenz für die kommende Spielzeit Altmeister Peter Konwitschny für die Inszenierungen von Bellinis Norma und Schostakowitschs Die Nase zu verpflichten.

Mehr zu diesen und vielen weiteren Produktionen der kommenden Spielzeit 2021/22; lesen Sie  der folgenden Presseerklärung der Semperoper:

Semperoper / Intendant Peter Theiler und Chefdramarturg Johann C Eule © Daniel Koch

Semperoper / Intendant Peter Theiler und Chefdramarturg Johann C Eule © Daniel Koch

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Presseerklärung der Semperoper: Für das Programm seiner vierten Spielzeit präsentiert Intendant Peter Theiler mit seinem künstlerischen Team für die Saison 2021/22 eine außerordentliche Fülle von Neuproduktionen. Insgesamt elf Opernpremieren, davon drei in Semper Zwei, zwei Ballettpremieren und zwei Premieren der Semperoper Junge Szene erwarten die Zuschauer*innen.

Anfang Oktober kommt Peter Konwitschnys Norma –Inszenierung zur Aufführung, nach nur drei Wochen gefolgt von der mehrfach verschobenen Premiere von Vera Nemirovas Regiearbeit Don Carlo. Erstmals wird dann auch der im Auftrag der Semperoper von Manfred Trojahn komponierte Prolog uraufgeführt werden. Das Kalenderjahr 2021 beschließt im November die Neuproduktion La Cenerentola in der Inszenierung von Damiano Michieletto. Im Januar 2022 sprengt Regisseur Immo Karaman gemeinsam mit dem ungarischen 3D-Künstler und gefeierten Pionier des Projection Mapping, László Zsolt Bordos, Zuschauerraum und Bühne visuell auf für seine Interpretation von Torsten Raschs Oper Die andere Frau.

Mit Chefdirigent Christian Thielemann am Pult der Sächsischen Staatskapelle und Krassimira Stoyanova in der Titelpartie versprechen die Premieren von Verdis Aida, opulent-golden in Szene gesetzt von Katharina Thalbach, gefolgt von Puccinis Madama Butterfly unter der Musikalischen Leitung von Omer Meir Wellber, mit Kristine Opolais als Cio-Cio-San und Christa Mayer als Suzuki, besondere Höhepunkte des neuen Spielplans. Seine inszenatorische Vision der neuen Dresdner »Madama Butterfly« realisierte der japanische Regisseur Amon Miyamoto, die Kostüme schuf der 2020 verstorbene Modedesigner Kenzo.

Christof Loy, der zurzeit wohl international gefragteste Opern- und Schauspielregisseur seiner Generation, inszeniert gegen Ende der Spielzeit Antonín Dvoráks Rusalka die Musikalische Leitung übernimmt Joana Mallwitz. Und schließlich steht mit Die Nase von Dmitri Schostakowitsch eine weitere Konwitschny-Inszenierung auf dem Premieren-Spielplan.

Nach den Voraufführungen im Juni 2021 feiert A Collection of Short Stories mit Choreografien von Aaron S. Watkin, David Dawson, Jorma Elo, William Forsythe und einer Uraufführung von Nicholas Palmquist im Oktober 2021 seine offizielle Premiere. Die gezeigten Kreationen erlauben einen Rückblick auf die bereits 15-jährige Weiterentwicklung der Company unter der künstlerischen Ägide ihres Ballettdirektors Aaron S. Watkin und stehen exemplarisch für Stil, Vielseitigkeit und Ausdruckskraft des Semperoper Ballett. Als zweite der beiden Ballettpremieren der kommenden Spielzeit kommt das epische Handlungsballett Peer Gynt auf die Bühne, nachdem die ursprünglich für November 2020 geplante Premiere entfallen musste. Die Company des Semperoper Ballett übernimmt als erste die 2017 für das Basler Ballett entstandene Choreografie.

Drei weitere Opernpremieren sind in Semper Zwei geplant: Die kahle Sängerin des 2002 verstorbenen italienischen Komponist Luciano Chailly nach Eugène Ionescos Theaterstück (Inszenierung: Barbora Horáková), die Dresdner Fassung des Bühnen- und Leinwandhitwunders Blues Brothers (Inszenierung: Manfred Weiß) und Stephen Sondheims Into the Woods/Ab in den Wald.

Lang erwartet und ebenfalls immer wieder verschoben, kommt im Mai 2022 die Oper Weiße Rose von Regisseur Stephan Grögler zur Premiere. Für das jüngere Publikum feiert in Semper Zwei das Stück Drei miese, fiese Kerle von Zad Moultaka in der Regie von Annika Nitsch Premiere.

—| IOCO Aktuell Semperoper Dresden |—


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Dortmund, Oper Dortmund,MUSIK AUF RÄDERN, Mai 2020

Mai 7, 2020 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Theater Dortmund startet Konzertformat
MUSIK AUF RÄDERN

Ab 5. Mai 2020, startet das Theater Dortmund das der Corona-Pandemie angepasste Konzertformat MUSIK AUF RÄDERN. An verschiedenen Standorten in Dortmund werden die Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker jeweils um 16 Uhr kleine Live-Konzerte von ca. 20 Minuten Dauer geben. Die Abstandsregelungen werden eingehalten. Mit dem Programm kommt das Theater Dortmund vor allem zu den Menschen, die aufgrund ihrer Identifizierung als Risikogruppe besonders in ihrem Bewegungsfreiraum eingeschränkt sind. Der erste Auftritt findet mit der Sopranistin Irina Simmes vor dem Seniorenwohnsitz „Kreuzviertel“ 44139 Dortmund-Kreuzviertel, Kreuzstraße 68 / Ecke Lindemannstraße statt.

Oper Dortmund / Im weissen Rössl - Matthias-Störmer, Irina-Simmes © Anke Sundermeier

Oper Dortmund / Im weissen Rössl – Matthias-Störmer, Irina-Simmes © Anke Sundermeier

Die Corona-Krise zwingt das Theater Dortmund, bis zum Ende der Spielzeit keine Vorstellungen mehr auf den Bühnen des Opern- und Schauspielhauses sowie im Kinder- und Jugendtheater anzubieten. Um jedoch Interessentinnen und Interessenten klassischer Musik eine Möglichkeit zu geben, Live-Vorstellungen zu erleben, wird das Theater Dortmund mit einem mobilen Programm an ausgesuchten Plätzen und Örtlichkeiten in Dortmund musizieren. Das Theater Dortmund nimmt mit dem Programm MUSIK AUF RÄDERN auch seine soziale Verantwortung wahr, indem es vorrangig vor Seniorenheimen spielen wird. Gerade Senioren sind aufgrund ihrer Identifizierung als Risikogruppe besonders in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das Theater Dortmund möchte damit, diesen Menschen ein Stück Alltag und Normalität wiedergeben. Das Programm besteht aus zwei bis drei musikalischen Darbietungen von ca. 20 Minuten Dauer.

Auch wenn das Streaming Angebot der Theater stetig ausgebaut wird, ist doch die Nachfrage nach Live-Vorstellungen groß und macht die Einzigartigkeit von Theater aus. Das Programm findet zwei Mal in der Woche, dienstags und donnerstags, statt und wechselt zwischen der Oper und den Philharmonikern. Bei dem Vorhaben, das mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt ist, wird gewährleistet, dass alle Maßgaben der Abstandswahrung eingehalten werden.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—


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Dresden, Semperoper, Premiere Carmen – Ballett, 25.01.2019

Januar 16, 2019 by  
Filed under Ballett - Tanz, Premieren, Pressemeldung, SemperOper

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

  Carmen – Ballett von Johan Inger

– Grausamkeit und Unschuld –

Deutschlandpremiere am 25. Januar 2019

Mit Johan Ingers 2016 mit dem Prix du Benois de la Danse ausgezeichneten Ballett Carmen gibt die Company des Semperoper Ballett am 25. Januar ihre zweite Premiere in der Spielzeit 2018/19. Nach der Madrider Uraufführung in 2015 durch die Compañía Nacional de Danza und einem Gastspiel im schweizerischen Basel im November 2018 findet damit die Deutschlandpremiere von Ingers erstem abendfüllenden Handlungsballett in Dresden statt.

Der schwedische Choreograf orientiert sich in seiner Interpretation der Geschichte von erotischer Leidenschaft, atavistischem Freiheitsdrang und tödlicher Eifersucht weitaus enger an der 1847 erschienenen literarischen Originalvorlage Prosper Mérimées, als es die weltberühmte Oper von Georges Bizet tut. Die der ursprünglichen Novelle immanente Grausamkeit rückt Johan Inger in das Zentrum seiner Choreografie und kreiert eine düstere, psychologisierende Atmosphäre, ohne dabei auf die ekstatisch temperamentvollen Momente von Bizets Musik zu verzichten. Zusätzlich zu den bekannten Opernmotiven ergänzen Themen von Rodion K. Schtschedrin sowie eine eigens in Auftrag gegebene Komposition des Spaniers Marc Álvarez die Vertonung.

Schon früh inspirierte der kraftvoll rhythmische Esprit sowohl der literarischen wie musikalischen Vorlage bedeutsame Choreografen dazu, die Erzählung in reine Bewegung umzusetzen. Nachdem bereits Marius Petipa dreißig Jahre nach Erscheinen der Novelle das Ballett Carmen et son toréro in Madrid herausbrachte, deuteten Künstler wie Roland Petit, John Cranko, Antonio Gades, Mats Ek und Carlos Acosta Carmen immer wieder aufs Neue.

Der Blick Ingers konzentriert sich wie Mérimées Novelle auf den emotionalen Kampf des Protagonisten Don José. Allerdings modernisiert Inger das Drama und verleiht ihm durch seine Transkription in den zeitgenössischen Tanz seine ganz individuelle Lesart. Die von ihm eingefügte Knabenfigur bezeugt die in Leidenschaft und Gewalt eskalierende Handlung mit eigenen Augen und schafft die Verbindung zum Rezipienten: »Diesen Charakter umgibt ein gewisses Geheimnis. Es könnte irgendein Kind oder Don José als Junge sein, es könnte ebenso die junge Michaela oder Carmen oder Don Josés ungeborenes Kind sein. Es könnten auch wir selber sein, deren ursprüngliches Gutsein durch ein grausames Erlebnis verletzt wurde, dass wie eine tiefe Trauer unser Leben und unsere Fähigkeit mit andern zu interagieren für immer negativ beeinflusst hat.« Inger stellt sich mit seiner Interpretation des Stoffes der ungeheuren Aufgabe, mit tänzerischen Mitteln eine Entwicklung beim Zuschauer zu initiieren und über den kindlichen Augenzeugen einen Reflexionsprozess in Gang zu setzen, der über die erzählerische Intention hinauszielt: »Am Ende stellt sich die Frage, ob das Kind die erlebten Muster wiederholt oder sich weiterentwickelt und verändert.«

Mit Carmen stellt Ballettdirektor Aaron S. Watkin mit seiner Company nach den Einaktern Walking Mad und Empty House eine dritte Arbeit des internationalen Shootingstars Johan Inger in Dresden vor. Im März folgt das Semperoper Ballett im Rahmen seiner ersten Australien- und Singapur-Tournee der Einladung des weltbekannten Adelaide Festivals of Arts, wo die Company am 8., 9. und 10. März mit »Carmen« im Adelaide Festival Theatre zu erleben sein wird.

Carmen,  Ballett in zwei Akten von Johan Inger, interpretiert vom Semperoper Ballett mit Musik von Georges Bizet, Rodion Schtschedrin und Marc Álvarez, gespielt von der Sächsischen Staatskapelle Dresden (und vom Tonträger) unter der Musikalischen Leitung von Manuel Coves.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

Premiere am 25. Januar 2019,  Weitere Vorstellungen am 27. Januar und 10., 16., 24. Februar 2019

Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

—| Pressemeldung Semperoper Dresden |—


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