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# Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Iphigénie en Tauride - Christoph W. Gluck, 28.04.2019
- URL: https://www.ioco.de/stuttgart-staatsoper-stuttgart-premiere-iphigenie-en-tauride-28-04-2019/
- Published: 2019-04-10T09:00:45.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:54:07.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Simon Boccanegra, Manon Lescaut, giuseppe verdi, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Verdi, Stuttgart

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[Oper Stuttgart](http://www.staatstheater.stuttgart.de/oper/start.htm?ref=ioco.de)

![Oper Stuttgart ©Matthias Baus](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/05/oper_stuttgart_c_matthias-baus.jpg)

Oper Stuttgart ©Matthias Baus

# *Iphigénie en Tauride* \- Christoph Willibald Gluck

**Premiere Sonntag, 28\. April 2019, 18 Uhr, Weitere Vorstellungen** 02\. / 05\. / 10\. / 12\. / 14\. / 19\. / 30\. Mai 2019

## ***Wem vergibst Du?***

***Christoph Willibald Glucks Reformoper Iphigénie en Tauride feiert in Suttgart Premiere.*** 

Am Sonntag,

**28\. April 2019**

18 Uhr feiert eine der wichtigsten Reformopern der Musikgeschichte Premiere im Stuttgarter Opernhaus: **Christoph Willibald Glucks *Iphigénie en Tauride*** in der Regie von **Krzysztof Warlikowski** und in der Ausstattung von **Malgorzata Szczesniak**. Die Produktion avancierte nach ihrer Premiere an der Opéra national de Paris im Jahr 2006 innerhalb kurzer Zeit zum Kult. Nun wird sie vom Regisseur und seinem künstlerischen Team an der Staatsoper Stuttgart neu einstudiert. Am Pult des Staatsorchesters dirigiert der Barockspezialist **Stefano Montanari,** der in der kommenden Saison an der Staatsoper Stuttgart die Neuproduktion von **Antonio Vivaldis** Oratorium **Juditha triumphans** musikalisch leiten wird.

![Christoph Willibald Gluck © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/04/christoph_w_gluck_neuneu.jpg)

Christoph Willibald Gluck © IOCO

Mord im Namen der Götter, Mord aus Rache, Rache für den Mord – diese Kette einander unaufhörlich zugefügter Gewalt scheint wie ein Naturgesetz: Die Familiengeschichte der Atriden ist über Generationen mit Blut geschrieben, ihr letztes Kapitel trägt den Namen ***Iphigénie.*** In ihrem Exil auf Tauris muss ***Iphigénie*** als Priesterin der ***Artemis*** alle Fremden opfern, die hier landen. Als ein traumatisierter Fremder auftaucht, der sie an ihren Bruder ***Oreste*** erinnert, stürzt sie das in Verzweiflung, schmerzhaftes Heimweh, Gewissensqualen. **Gluck** setzt diese innersten Konflikte überwältigend in Szene: als Unwetter, als Wüten der Erinnyen. In **Krzysztof Warlikowskis** Inszenierung liegen die traumatischen Ereignisse für ***Iphigénie*** in weiter Ferne. Der Vater, die Mutter, der geliebte Bruder, die eigene vom Krieg durchkreuzte Jugend – sie lösen sich immer wieder aus dem Nebel des Vergessens. Sie lassen nicht los, werden nicht losgelassen. Diese ***Iphigénie*** lebt Wand an Wand mit anderen Frauen, die ihre eigenen Geister mit sich herumtragen und sich in Gleichmut üben gegenüber allem, was in ihrem Leben leidvoll war – ein Chor der letzten Zeuginnen ihres eigenen Überdauerns wechselhafter und kriegerischer Zeiten.

Bei der Premiere von ***Iphigénie en Tauride*** gibt **Amanda Majeski** ihr Haus- und Rollendebüt. Sie gastiert regelmäßig an den großen Opernhäusern der Welt, unter anderem an der Metropolitan Opera New York und der Lyric Opera in Chicago. Die Ensemblemitglieder **Elmar Gilbertsson (*Pylade***) und **Jarrett Ott (*Oreste*)** debütieren ebenfalls in ihren Partien. Sieben Statistinnen aus Stuttgart im Alter von 76 bis 96 Jahren verkörpern den stummen Chor der Priesterinnen. Dabei sind manche der Frauen schon jahrzehntelang Teil der Statisterie des Hauses, andere wirken erstmals bei einer Produktion der Staatsoper Stuttgart mit.

**Iphigénie en Tauride** an der **Opéra national de Paris** war **Warlikowskis** erste Operninszenierung außerhalb Polens und wurde bereits damals von Viktor Schoner und Dramaturg **Miron Hakenbeck,** der mittlerweile ebenfalls fest an der Staatsoper Stuttgart engagiert ist, künstlerisch betreut. Sein Deutschland-Debüt gab **Warlikowski** am **Schauspiel Stuttgart** Ende der 1990er Jahre mit zwei Shakespeare-Produktionen. In **Iphigénie en Tauride** wird erstmals eine Opernarbeit des Regisseurs in Stuttgart zu sehen sein.

**Musikalische Leitung** Stefano Montanari, Regie Krzysztof Warlikowskim, Bühne und Kostüme Malgorzata Szczesniak, Licht Felice Ross, Choreografie Claude Bardouil, Dramaturgie Miron Hakenbeck, Chor Bernhard Moncado

***Mit: Iphigénie* Amanda Majeski, *Oreste* Jarrett Ott,** **Pylade** **Elmar Gilbertsson, *Thoas*** **Gezim Myshketa,** Diane Carina Schmieger\*, Aufseher des Thoas / Skythe Elliott Carlton Hines\* Griechin / Priesterin Ida Ränzlöv\*, Iphigénie (Schauspielerin) Renate Jett \*Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart Staatsopernchor Stuttgart Staatsorchester Stuttgart

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**Begleitveranstaltungen**

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**Öffentliche Probe**

Am Samstag, 13\. April 2019, lädt das künstlerische Leitungsteam der Produktion interessierte Opernbesucher\*innen von 09.45 Uhr bis 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Probe ins Opernhaus ein. Die Probe findet mit Klavierbegleitung statt. Um 11.30 Uhr ist der öffentliche Teil der Probe beendet.

Der Eintritt zur öffentlichen Probe ist frei. Kostenlose Platzkarten sind ab sofort an der Theaterkasse (Theaterpassage) oder unmittelbar vor der öffentlichen Probe an der Veranstaltungskasse im Opernhaus erhältlich.

**Einführungsmatinee**Sonntag, 14\. April 2019, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.

**Einführungen**Eine Einführung vor jeder Vorstellung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

\---| Pressemeldung Oper Stuttgart |---