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# Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, BORIS - Modest Mussorgski - Sergej Newski, 02.02.2020
- URL: https://www.ioco.de/stuttgart-staatsoper-stuttgart-premiere-boris-modest-mussorgski-sergej-newski-02-02-2020/
- Published: 2019-12-19T14:00:47.000Z
- Updated: 2023-09-06T13:00:31.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Premieren, richard wagner, tristan und isolde, Wagner, Premiere, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Stuttgart

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[Staatsoper Stuttgart](http://www.staatstheater.stuttgart.de/oper/start.htm?ref=ioco.de)

![Oper Stuttgart © Matthias Baus](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/05/oper_stuttgart_c_matthias-baus.jpg)

Oper Stuttgart © Matthias Baus

# BORIS - Modest Mussorgski / Sergej Newski

***Premiere 02\. Februar 2020, 18 Uhr, Weitere Vorstellungen, 07\. / 16\. / 23\. Februar 2020, 02\. März 2020, 10\. / 13 . April 2020***

## **Der Blick zurück nach vorn**

Am Sonntag, den 02\. Februar 2020, feiert zum Auftakt des Frühjahrsfestivals ein außergewöhnlicher Opernabend Premiere an der Staatsoper Stuttgart: **BORIS.** Das künstlerische Team um Dirigent **Titus Engel,** Regisseur **Paul-Georg Dittrich** und Dramaturg **Miron Hakenbeck** verzahnt darin **Modest Mussorgskis** Historien-Drama **Boris Godunow** mit der Uraufführung von **Sergej Newskis *Secondhand-Zeit,*** einem Auftragswerk der **Staatsoper Stuttgart.**

**Sergej Newskis** **Secondhand-Zeit** basiert auf Texten der Literatur-Nobelpreisträgerin **Swetlana Alexijewitsch,** die in ihrem gleichnamigen „Roman der Stimmen“ die Lebenserfahrung unzähliger Einzelner in Zeiten politischer Wirren nach der Perestroika zu Literatur verdichtete. Stimmen aus der jüngeren Vergangenheit tauchen auf und stellen neue Fragen an die Geschichtsschreibung, die Gegenwart und unsere Idee von der Zukunft. **Mussorgskis *Boris Godunow*** wird ungekürzt in der Urfassung und in russischer Originalsprache gespielt, Newskis musikthetralische „Erinnerungssplitter“ erklingen zwischen den einzelnen Mussorgski-Tableaus in deutscher Sprache.

Auch diese Neuproduktion wird wieder wesentlich vom **Staatsopernchor Stuttgart** und dem Solistenensemble der Staatsoper Stuttgart getragen: **Adam Palka** debütiert als ***Boris Godunow,* Ks. Matthias Klink** singt **Fürst Schuiski. *Goran Juric*** ist erstmals als ***Pimen*** zu erleben. Sechs Sänger\*innen verkörpern Figuren aus beiden Partituren und haben so quasi parallele Existenzen, darunter **Elmar Gilbertsson**, der neben seinem Rollendebüt als Grigori den Jüdischen Partisanen singt sowie **Maria Theresa Ullrich** als **Xenias** Amme und Die Mutter des Selbstmörders.

**Ausblick: Frühjahrsfestival 2020 – FUTUR II**

Der *„Blick zurück nach vorn“* ist auch Thema des zweiten Frühjahrsfestivals der Staatsoper Stuttgart, das mit der Premiere von **BORIS** am 02.02.2020 eingeläutet wird. Unter dem Motto „*Wer wollen wir gewesen sein?“* geht es dieses Frühjahr unter anderem um die Subjekte der Geschichte und darum, wieviel Potenzial der Blick auf die Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft enthält bzw. wieviel Zukunft es in der Vergangenheit (wieder) zu finden gibt.

Neben **BORIS** stehen zwei weitere Opernpremieren im Fokus des Frühjahrsfestivals: **Hans Zenders** kompositorische Übermalung von Schuberts Winterreise (Premiere am 01.03.2020) legt offen, was unser heutiges Selbstverständnis vom Individuum mit dem der frühen Romantik zu tun hat. Zum Abschluss der Festwochen stellt Antonio Vivaldis Juditha triumphans (Premiere am 22.03.2020) die Konstruktion einer Sieger-Identität aus einem biblischen Stoff zur Debatte. Eine Reihe von Sinfonie-, Kammer- und Liedkonzerten, Die lange Nacht der wiedergefundenen Zukunft mit außergewöhnlichen Konzerten zum Phänomen der Zeit, der Kongress Futur II im Württembergischen Kunstverein und zwei Performance-Premieren des Orpheus Instituts widmen sich intensiv der Frage nach unserer Position im Gefüge des Zeitgeschehens (weitere Informationen folgen).

**Titus Engel** dirigiert; **Paul-Georg Dittrich i**nszeniert; Uraufführung nach Texten von Literatur-Nobelpreisträgerin **Swetlana Alexijewitsch,** Bühne Joki Tewes, Jana Findeklee Kostüme Pia Dederichs, Lena Schmid, Video Vincent Stefan, Licht Reinhard Traub, Chor Manuel Pujol, Dramaturgie Miron Hakenbeck

**Mit:** Boris Godunow **Adam Palka,** Fjodor / Die Aktivistin **Alexandra Urquiola** *, Xenia/Die Geflüchtete Carina Schmieger*, Xenias Amme / Die Mutter des Selbstmörders Maria Theresa Ullrich, Fürst Wassili Schuiski **Matthias Klink,** Pimen Goran Juric, Grigori Otrepjew / Der jüdische Partisan Elmar Gilbertsson, Warlaam Friedemann Röhlig  
Missail / Ein Leibbojar Charles Sy\*, Eine Schenkwirtin / Die Frau des Kollaborateurs **Stine Marie Fischer,** Ein Gottes Narr / Der Obdachlose Petr Nekoranec, Mikititsch (Aufseher) / Offizier der Grenzwache Ricardo Llamas Márquez, Mitjucha Matthias Nenner / Heiko Schulz, Andrei Schtschelkalow Pawel Konik, Bariton (Alter Ego des Jüdischen Partisanen) Urban Malmberg, Kind (Alter Ego des Jüdischen Partisanen) Ramina Abdulla-zadè

- Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart  
Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

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**Begleitveranstaltungen**

**Öffentliche Probe**  
Montag, 13\. Januar 2020, 18.30 Uhr bis 20 Uhr. Kostenlose Platzkarten sind ab sofort im Theatershop erhältlich.

**Einführungsmatinee**  
Sonntag, 19\. Januar 2020, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang  
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.

**Opern-LAB**  
Samstag, 25\. Januar 2020, 14 Uhr – 17 Uhr im JOiN

In diesem dreistündigen Labor untersuchen wir gemeinsam mit dem Komponisten Sergej Newski und mit dem Dramaturgen der Produktion, wie sich individuelle Lebensgeschichten und kollektives musikalisches Kunstwerk begegnen können. Oral History goes Opera. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter join@staatstheater-stuttgart.de

**Einführungen**  
Eine Einführung vor jeder Vorstellung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

\---| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |---