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# Plauen, Theater Plauen Zwickau, Silvestergala 2015 - Jetzt geht´s los!, IOCO Aktuell, 10.01.2016
- URL: https://www.ioco.de/plauen-theater-plauen-zwickau-silvestergala-2015-jetzt-gehts-los-ioco-aktuell-10-01-2016/
- Published: 2016-01-09T14:05:10.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:29:43.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Sonstiges, Plauen

![theater_plauen_zwickau.jpg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/theater_plauen_zwickau.jpg "Theater Plauen Zwickaujpg")

[Theater Plauen Zwickau](http://www.theater-plauen-zwickau.com/?ref=ioco.de)

![Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/10/theater-plauen-zwickau_150.jpg "Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch")

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

## **Silvestergala 2015 im Vogtlandtheater** **"Jetzt geht’s los"**

Silvesterkonzerte, so lehren unsere Medien, finden nur in der Dresdener **Semperoper,** im **Wiener Musikverein** und im **Münchner Nationaltheater** statt. Auf dem Land, so ist es wohl, klingt das alte Jahr mit Kuhglocken und Rentierschlitten aus. Doch **IOCO** weiß es besser. Wir erlebten im **Theater Plauen** im schönen sächsischen **Vogtland** am 31\. Dezember 2015 eine packende Silvestergala. **Lutz Behrens** berichtet aus Plauen:

![Plauen / Altes Rathaus und Spitzenfest © Stadt Plauen / Fotograf Fotograf Igor Pastierovic ](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/01/spitzenfest-in-plauen.jpg " Plauen / Altes Rathaus und Spitzenfest © Stadt Plauen / Fotograf Fotograf Igor Pastierovic ")

Plauen / Altes Rathaus und Spitzenfest © Stadt Plauen / Fotograf Fotograf Igor Pastierovic

Zu Silvester weiß man in **Plauen** seit Jahren, was man kriegt: Dreimal am Stück die **Gala** im **Vogtlandtheater.** In diesem Jahr unter dem Motto ***„Jetzt geht’s los!“*** Erwartet wird ein gediegenes Programm mit Musik, Gesang, Tanz. Ist’s dazu noch witzig, freut sich das Publikum.

Betritt mit blasser Miene ein Theaterverantwortlicher vor einer Vorstellung die Bühne und verkündet mit schwacher Stimme, ein technischer Fehler müsse erst noch behoben werden, dann ahnt das Publikum nicht sogleich, dass es charmant auf den Arm genommen werden soll. Zu dicht folgten im **Theater Plauen** in letzter Zeit Einschläge, die das Haus beutelten. Schlechte Nachrichten gehören in **Plauen** inzwischen zum täglich Brot der Theaterleute und des treuen Publikums. Doch diesmal, am 31.12.2015, war’s ein Scherz, zudem angelegt als ironisches sich selbst Auf-den-Arm-nehmen einer Institution, die sich mit lockerer Selbstironie nicht immer leicht tut. Operndirektor **Jürgen Pöckel** trat als der Gala angemessen gekleideter, als wortgewandter, intelligenter Moderator auf, der sich im Verlauf des Abends zu seinem Leidwesen immer wieder mit den unterschiedlichsten Vertretern des Theaters *"auseinander setzen"* mußte: Alle gespielt von ein und derselben Schauspielerin, der mit witzig-komischen Qualitäten reich gesegneten **Nadine Aßmann,** die zudem noch hinreißend singen konnte und der aus jeder Falte ihres knappen, knallroten Kleidchens pure Erotik sprang.

![Plauen / Nadine Aßmann © Chris Gonz](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/01/Nadine-A%C3%9Fmann2.jpg "Nadine Aßmann © Chris Gonz")

Plauen / Nadine Aßmann © Chris Gonz

Der von **Aßmann** wohltuend zurückhaltend gespielte Running Gag machte Spaß. Denn ob als burschikose Reinigungskraft, autoritär-hochnäsige Chefsekretärin, leicht derangierter Pförtner, verklemmt-tollpatschige Dramaturgin mit obligatorischem Doppelnachnamen oder eben auch als frisch engagierte Schauspielerin:

**Nadine Aßmann** gelang es mit ansonsten naturgemäß eher banal daherkommende Ansagen, mit Scherz, Schnauze und Ironie abwechslungsreich und witzig zu unterhalten. Wenn auch die meist hintergründigen Anspielungen („Nur Fundus!“) einem eher selten ins Theater gehenden Publikum nicht immer die erwarteten Lacher entlockten.

![Paris / Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/01/paris-pere-lachaise-grab-von-gioacchino-rossini-c-bild-ioco2.jpg "Paris / Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO")

Paris / Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Musikalisch bot die Gala heitere, leichte Kost: mit eingängigen Kompositionen von **Jacques Offenbach, Gioacchino Rossini, Giacomo Puccini** oder auch **Frederic Loewe, Andrew Lloyd Webber und Franz Lehár** konnte nichts schiefgehen. Zumal mit den Damen **Johanna Brault, Julia Ebert** und einer blendend aufgelegten **Judith Schubert** und den Herren **Hinrich Horn** (herrlich sein „Gigi“!), **John Pumphrey und Shin Taniguchi** Ensemblemitglieder aufgeboten wurden, die für Qualität bürgen.

**Maxim Böckelmann**, der auch am Klavier brillierte, leitete souverän das **Philharmonische Orchester Plauen Zwickau.** Tänzerisch anspruchsvoll und ästhetisch überzeugend die Damen und Herren des Balletts; die Choreografien besorgte **Thomas Hartmann.** Nicht zuletzt prägten sich die Sängerinnen und Sänger des Opernchores (Einstudierung **Friedemann Schulz**) durch Stimmkraft, Freude am Singen und Dynamik ein. Die Bühne (**Mia Soßna;** auch Kostüme) präsentierte sich mit Schleiern und Vorhängen eher konventionell, erreichte aber auch durch Lichteffekte prächtige Wirkungen.

![ Wien / Franz Lehár Stadtpark © IOCO](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/01/Franz-Leh%C3%A1r-Stadtpark-Wien-Foto-IOCO.jpg "Wien / Franz Lehár Stadtpark © IOCO")

Wien / Franz Lehár Stadtpark © IOCO

Erinnern Sie sich an Silvester 2009? Damals hatte Generalintendant **Roland May** gerade seine Arbeit in **Plauen** begonnen und moderierte eine zeitlich etwas zu kurz geratene, avantgardistisch anmutende **Silvestergala** noch selbst. Seitdem hat sich manches geändert. Geblieben sind zum Jahreswechsel die drei stets ausverkauften Vorstellungen (wir waren ab 19.30 Uhr dabei), und Modernistisches kommt eher seltener vor. Die diesjährige Gala am letzten Tag dieses Jahres war kurzweilig, in der musikalischen Zusammenstellung gelungen und künstlerisch von hoher Qualität. Wie sehr es funktionierte, zeigte eher unfreiwillig eine Dame. Ihr ging die Musik so ins Blut, dass sie es nicht vermochte, dem Takt der Melodien zu widerstehen; in den 75 Minuten der Gala bewegte sie sich, zugegeben zurückhaltend, hingerissen rhythmisch hin und her – wenn das nicht der Beweis für einen erfolgreichen Abend ist.

**Lutz Behrens /** 10.01.2016

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