> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.ioco.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# Paris, Théâtre de l'Athénée, LES LUNDIS MUSICAUX, IOCO
- URL: https://www.ioco.de/paris-theatre-de-lathenee-ioco/
- Published: 2024-12-01T14:14:16.000Z
- Updated: 2026-06-23T09:54:09.000Z
- Description: Der iranisch-kanadische Counter-Tenor Cameron Shahbazi und die französische Pianistin Sophia Théâtre de l'Athénée: Muñoz spielen und singen ein Programm, das viele Epochen und Kulturen durchkreuzt: Monteverdi, Purcell, Händel, Gluck aber auch traditionelle .......
- Author: Peter Michael Peters
- Tags: Konzert & Liederabend, Paris

Les Lundis Musicaux, Théâtre de l'Athénée, Paris, 18.11.2024.

**Les Lundis Musicaux* \- Arien, Songs, Klaviermusik und amerikanische und persische Folklore…,* **CAMERON SHAHBAZI -** Counter-Tenor, **SOPHIA MUÑOZ -** Klavier - Alle ***Farsi***\-Lieder wurden von **Muñoz** arrangiert! -**18.11.2024**

 von **Peter Michael Peters**

***Music for a while***

***Shall all your cares beguile.***

***Wond’ring how your pains were eas’d***

***And disdaining to be pleas’d***

***Till Alecto free the dead***

***From their eternal bands,***

***Till the snakes drop from her head,***

***And the whip from out her hands*** (**Henry Purcell** and **John Dryden**)

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/2024/12/1731902722822.jpeg)

 **LES LUNDIS MUSICAUX - Sophia Munoz, Klavier - Cameron Shahbazi, Countertenor** © Les Lundis Musicaux

***VON MONTEVERDI ÜBER ARMSTRONG ZU FARSI-LIEDERN…***

Zwei einzigartige Künstler, Freunde im Leben, der iranisch-kanadische Counter-Tenor **Cameron Shahbazi** und die französische Pianistin **Sophia Muñoz** spielen und singen ein Programm, das viele Epochen und Kulturen durchkreuzt: **Monteverdi**, **Purcell**, **Händel**, **Gluck** aber auch traditionelle amerikanische und iranische Lieder…

**PROGRAMM:**

**Christoph Willibald von Gluck** (1714-1787):

*„Che puro ciel“*, Arie aus **ORFEO ED EURIDICE** (1762).

Libretto von **Raniero de Calzabigi** (1714-1787).

**Philip Glass** (\*1937):

*Orphée’s Bedroom Chamber* (2010)

aussi **ORPHÉE-SUITE FOR PIANO** (2009).

**Claudio Monteverdi** (1567-1643):

*„Adagiati, Poppea… Oblivion soave,“*

Arie aus **L‘INCORONAZIONE DI POPPEA, SV 308** (1642).

Libretto von **Giovanni Francesco Busenello** (1598-1659).

**Henry Purcell** (1659-1695):

*“Music for a While”, Z 583* (1692). Song aus dem

Stück **OEDIPUS** (1678/79)von **John Dryden** (1631-1700)

und **Nathaniel Lee** (1653-16962).

Arrangements von **Golfam Khayam** (\*1982) (\*)

Neu-Arrangements von **Muñoz** (\*\*) und **Shahbazi** (\*\*\*).

**Ewan MacColl** (1915-1989): *“The first time I ever saw your face”* (1969).

Arrangements von **Roberta Flack** (\*1937 , Neu-Arrangement

von **James Blake** (1947-2014).

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/2024/12/1732511445206-1.png)

 **Sophia Munoz, Klavier**

**Nina Simone** (1933-2003):

*„Black is the colour of my true love’s hair”* (1959).

Arrangements von (\*\*) und (\*\*\*).

**Louis Armstrong** (1901-1971): *„What a wonderful world”* (1967).

Arrangements von **Jon Batiste** (\*1986).

**Fazil Say** (\*1970): *„Black Earth“* Suite für Klavier (2003)

**Georg Friedrich Händel** (1685-1759): *„Son stanco… deggio morire, o stelle”,*

Arie aus **SIROE, RE DI PERSIA** (1728).

**Joaquin Rodrigo** (1901-1999): „*Nani Nani”* (1945)

**Fäegheh Atashin Gougoush** (\*1950): *„Dar Emtedad-e Shab“* (1969)

*„Bavar Kon“* (1999)

*„Lalaees“* (1951)

**Hayedeh** (1942-1990): *„Shanehayat“* (1962)

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/2024/12/1732511133392-1.jpg)

Cameron Shahbazi, Countertenor @ Les Lundis Musicaux)

## ***Liederabend - Théâtre de l’Athénée, Paris - 18\. November 2024***

 ***Les Lundis Musicaux im Zeichen der kulturellen Vielfalt…***

**Shahbazi** wurde in Kanada geboren, wo seine iranischen Eltern nach der islamischen Revolution von 1979 ins Exil gingen. Nach eigener Aussage fühlt er sich nirgendwo und doch… überall wirklich zu Hause, wo man die Kulturen von unterschiedlicher Herkunft gewohnt ist zu vermischen: Damit Dialoge stattfinden können! Musik ist naturgemäß ein kraftvolles Vehikel für diese von ihm geforderte Verschmelzung, auch *„wenn wir uns nicht verstehen“*, fügt er hinzu, *„verstehen wir uns trotzdem“*, schließt die Pianistin **Muñoz**.

Er zögerte nicht im Dezember 2022 mit der **Frankfurter Oper** ein Konzert zur Unterstützung der iranischen Bewegung ***„Frau – Leben – Freiheit“*** (in Persisch: ***Zan – Zendegi – Azadi***) zu veranstalten, die kurz nach dem Tode der jungen **Mahsa Amini** (1999-2022) ins Leben gerufen wurde. Sie fiel den brutalen Schlägen der Revolutionsgarden zum Opfer, die dafür verantwortlich waren, die Ordnung im Iran aufrechtzuerhalten und dafür zu sorgen haben, dass die Frauen nur mit einem Schleier das Haus verlassen.

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/2024/12/1731967843428-1-1.jpg)

 Cameron Shahbazi, Countertenor @ Les Lundis Musicaux)

Der Counter-Tenor **Shahbazi** selbst scheut sich nicht, sich dem ganz besonderen Repertoire der zeitgenössischen Oper zu nähern und in ***Picture a Day Like This*** (2023) von **George Benjamin** (\*1960) haben wir ihn entdeckt. Er interpretierte die faszinierende Doppelrolle ***Lover 2*** und ***Composer’s Assistent*** mit beeindruckender Souveränität und einer gut projizierten Stimme mit hervorragendem Timbre bei der Uraufführung im **Festival d’Aix-en-Provence** **2023** sowie bei der den Wiederaufnahmen beim **Festival Musica** **Strasbourg** **2024** und an der **Opéra-Comique Paris**. Er hatte auch die Gelegenheit, den ***Angel 1*** in einem anderen emblematischen Werk des Komponisten zu spielen, **Written on Skin** (2012) während einer Wiederaufnahme im Jahr 2024 an l’**Opéra de Lille**.

***Les Lundis Musicaux im Théâtre de l’Athénée Paris stand im Zeichen eines Schmelztiegels und bot eine echte Reise durch Zeit und Raum…***

Er beginnt sein Konzert auf der Bühne mit dem melancholischen *„Che puro ciel“*, diese von **Orfeo** gesungenen Arie im zweiten Akt ist voller Ekstase und Traurigkeit und der junge Counter-Tenor stürzt sich mit all seiner Kraft in das spätbarocke Repertoire, das mehr dramatische Phrasen als Virtuosität beinhaltet und gut geeignet ist für sein schönes reines Timbre. Dann kehrt er zu den Ursprüngen der Oper zurück mit *„Adagiati, Poppea… Oblivion soave“*, Arie aus ***L’Incoronazione di Poppea*** von **Monteverdi** und bevorzugt erneut den introvertierten und zurückhaltenden Stil, sehr gut interpretiert, aber es fehlten einige *Legato*, was für eine perfekte Umsetzung notwendig gewesen wäre. Mit Rührung nähert sich der Counter-Tenor etwas später am Abend mit der sehr symbolischen Arie *„Sono* *stanco… deggio morire, ostelle“*, aus ***Siroe, re di Persia*** von **Händel**.

***Mutige Konvergenzen…***

In der Zwischenzeit hat sich **Shahbazi** mit anderen Repertoires beschäftigt, in einer eklektischen Reihenfolge, die die Stimmungen des Augenblicks widerzuspiegeln scheint – die er in einem Tagebuch festhält, das Öffentlichkeit präsentiert – und warum auch nicht? Warum nicht versuchen *„ Music for a While“* von **Purcell** und *„The first time I ever saw your face”* zu vermischen? Es ist ziemlich gewagt, wenn man bedenkt , dass das erste Britisch ist und aus dem Jahr 1692 stammt und das zweite amerikanisch ist und aus dem Jahr 1957 stammt. Die erste ist eine Musikkomposition aus der Barockzeit, die **Purcell** für das Theaterstück **Oedipus** geschrieben hatte und die oft genug in mehreren Vertonungen aufgeführt wird um von zahlreichen aufeinanderfolgenden Arrangements zu profitieren. Der zweite ist ein sogenannter *Multiplayer-Song* und einer der Songs ist aus dem berühmten Thriller ***Play Misty for me*** (1971) von **Clint Eastwood** (\*1930).

Unsere Künstler setzen ihre Sprünge durch die Zeit und verschiedenen Kulturen fort und bieten uns auch die traditionelle amerikanische Ballade *„Black is the colour of my true love’s hair“,* die von **Simone** verewigt wurde und eine von **Batiste** arrangierte Version von *„What a wonderful world“.* Ein berühmterAmerikanischer Jazzklassiger, gesungen von **Armstrong**. Er ist noch entschieden besser in einem langsameren und noch mitreißenden deren Stil vorgetragen und angesichts des Erfolgs der Melodie wird es als „zweite“ Zugabe zum Abschluss des Abends wiederholt. Ein Wiegenlied auf Spanisch *„Nani, nani“* von **Rodrigo**, bietet eine bewegende Einleitung über die Erzählung einer Mutter, dessen Sohn in seiner Kindheit sehr turbulent war.

***Eine extraordinäre Pianistin…***

**Muñoz** wiederum bietet uns, während sie unseren lyrischen Künstler sehr brillant begleitet, zwei wunderschöne Solostücke *„Orphée’s Bedroom“,* aus der gleichnamigen ***Suite für Klavier*** von **Glass** und eine bemerkenswerte viel applaudierte Interpretation des Stücks *„Black Earth“* von **Say**. Das von dem in der Türkei „*Kara Toprak“* inspirierte Werk erweitert den Kreis der dargestellten Kulturen entschieden mehr, während **Muñoz** auch zeigt, dass ihr Talent weit über die rein klassische Musik hinausgeht, da in diesem Stück Improvisation und Fantasie zum Einsatz kommen: Ziemlich komplex und atemberaubend!

**Iranische Volksliedkunst…**

Doch ohne den Streifzug, den uns der junge Counter-Tenor in seine eigenen iranischen Wurzeln bietet, hätte der Abend seine volle Bedeutung nicht erhalten und wir waren völlig verführt und berauscht von den vier Titeln, die das Programm beenden: *„Dar emtedad-e shab“* und *„Lalaee“* von **Gougoush** und *„Bavar kon“* von **Haydeh** verewigt wurden. Ein Eintauchen in diese faszinierende orientalische Atmosphäre, die er sehr delikat interpretiert hatte, um das Konzert mit zwei Zugaben zu beenden und die grosse Begeisterung im Saal so lange wie möglich zu erhalten. **(PMP/27.11.2024)**

## [**Théâtre de l'Athénée, Paris - alle Termine, Karten - link Hier!**](https://www.athenee-theatre.com/?ref=ioco.de)

### Mehr bei IOCO

[„Les Lundis Musicaux“](https://www.ioco.de/paris-theatre-de-lathenee-ioco-3/) · [„Les Lundis Musicaux“](https://www.ioco.de/paris-theatre-de-lathenee-les-lundis-musicaux-ioco/) · [„Les Lundis Musicaux“](https://www.ioco.de/paris-theatre-de-lathenee-les-lundis-musicaux/)

## Wie schlägt sich Cameron Shahbazi im barocken Repertoire des Abends?

Shahbazi überzeugt mit seinem schönen reinen Timbre im spätbarocken Repertoire, doch in der Poppea-Arie fehlten einige Legato für eine perfekte Umsetzung.