> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.ioco.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# Operetten: Die bekanntesten Werke im Überblick
- URL: https://www.ioco.de/operetten-die-bekanntesten-werke-im-uberblick/
- Published: 2026-05-01T00:20:00.000Z
- Updated: 2026-10-29T03:55:25.000Z
- Author: Daniel Jarosch
- Tags: Operette, Opernführer, Einsteiger

Eine **Operette** ist ein Bühnenwerk mit Musik, gesprochenen Dialogen, Gesang und Tanz, meist mit heiterem Inhalt. Die Gattung entstand Mitte des 19\. Jahrhunderts in Paris und fand ihre großen Zentren danach in Wien und Berlin. Zu ihren Komponisten zählen vor allem Jacques Offenbach, Johann Strauss (Sohn), Franz Lehár und Emmerich Kálmán.

Hier stehen 16 Operetten in der Reihenfolge ihrer Uraufführung: von [Offenbachs](https://www.ioco.de/komponist-jacques-offenbach/) *Orpheus in der Unterwelt* bis zu [Paul Abrahams](https://www.ioco.de/komponist-paul-abraham/) *Ball im Savoy*. Zu jedem Werk stehen Uraufführung, Librettisten, ein kurzer Inhalt, bekannte Nummern und Kritiken aus dem IOCO-Archiv. Worin sich Oper und Operette unterscheiden, erklärt der Beitrag [Oper vs. Operette](https://www.ioco.de/oper-vs-operette-was-ist-der-unterschied/).

## Paris, Wien, Berlin: die drei Zentren der Operette

### Paris: Offenbach und die Bouffes-Parisiens

Jacques Offenbach eröffnete 1855 in Paris sein eigenes Theater, die Bouffes-Parisiens. Dort kam 1858 *Orpheus in der Unterwelt* heraus. Mit den Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy schrieb er später *Pariser Leben* und *Die Großherzogin von Gerolstein*.

### Wien: von Strauss bis Kálmán

In Wien wurde neben dem Carltheater vor allem das [Theater an der Wien](https://www.ioco.de/haus-theater-an-der-wien-wien/) zur Bühne der Operette. Hier kamen [*Die Fledermaus*](https://www.ioco.de/oper-die-fledermaus/), *Der Zigeunerbaron*, *Der Vogelhändler*, [*Die lustige Witwe*](https://www.ioco.de/oper-die-lustige-witwe/) und *Gräfin Mariza* heraus. Die Zeit von Johann Strauss, Carl Millöcker und Franz von Suppé heißt „goldene“ Operettenära. Die Generation um [Franz Lehár](https://www.ioco.de/komponist-franz-lehar/), Leo Fall und [Emmerich Kálmán](https://www.ioco.de/komponist-emmerich-kalman/) nennt man die „silberne“.

### Berlin: die Operette der Zwanziger- und Dreißigerjahre

Ab dem Ende der 1920er Jahre kamen mehrere Operetten in Berlin heraus, die bis heute gespielt werden. Dazu zählen *Das Land des Lächelns* (1929), *Im weißen Rössl* (1930) und *Ball im Savoy* (1932). Ihre Musik verbindet Walzer und Operettenlied mit Tanzrhythmen der Zeit wie Foxtrott.

## Die zentralen Operetten in zeitlicher Folge

### *Orpheus in der Unterwelt* (1858) – Offenbachs Götterparodie

**Uraufführung:** 21\. Oktober 1858, Théâtre des Bouffes-Parisiens (Salle Choiseul), Paris. **Libretto:** Hector Crémieux unter Mitarbeit von Ludovic Halévy.

Eurydike langweilt sich in ihrer Ehe mit dem Musiker Orpheus und lässt sich von Pluto in die Unterwelt entführen. Als Jupiter von ihr erfährt, folgt ihr der ganze Olymp. 1874 brachte Offenbach eine erweiterte Fassung in vier Akten am Théâtre de la Gaîté heraus.

**Bekannte Nummer:** der *Galop infernal*, der als Cancan berühmt wurde.

**Bei IOCO:** [Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf](https://www.ioco.de/dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein-orpheus-in-der-unterwelt-jacques-offenbach-ioco-kritik-23-03-2022/) – Kritik von Albrecht Schneider, 2022

### *Pariser Leben* (1866) – ein Fremdenführer durch die Vergnügungen der Stadt

**Uraufführung:** 31\. Oktober 1866, Théâtre du Palais-Royal, Paris. **Libretto:** Henri Meilhac und Ludovic Halévy.

Ein Pariser Lebemann gibt sich als Fremdenführer aus und zeigt Gästen aus dem Ausland das Vergnügungsleben der Stadt. Die ursprünglich fünfaktige Fassung brachten die Autoren 1873 am Théâtre des Variétés in vier Akten heraus.

**Bekannte Nummer:** das Rondeau des Brasilianers „Je suis Brésilien, j'ai de l'or“.

**Bei IOCO:** [Théâtre du Châtelet, Paris](https://www.ioco.de/paris-theatre-du-chatelet-3/) – Kritik von Peter Michael Peters, 2026

### *Die Großherzogin von Gerolstein* (1867) – Satire auf das Militär

**Uraufführung:** 12\. April 1867, Théâtre des Variétés, Paris. **Libretto:** Henri Meilhac und Ludovic Halévy.

Die regierende Großherzogin verliebt sich in den einfachen Soldaten Fritz und befördert ihn in rascher Folge bis zum Oberbefehlshaber ihrer Truppen. Die Titelrolle sang bei der Uraufführung Hortense Schneider.

**Bekannte Nummern:** „Ah ! que j'aime les militaires“ und „Voici le sabre de mon père“.

**Bei IOCO:** [Gärtnerplatztheater, München](https://www.ioco.de/munchen-gartnerplatztheater-die-grossherzogin-von-gerolstein-j-offenbach-ioco-kritik-11-02-2023/) – Kritik von Daniela Zimmermann, 2023

### *Die Fledermaus* (1874) – die Rache des Dr. Falke

**Uraufführung:** 5\. April 1874, Theater an der Wien. **Libretto:** Carl Haffner und Richard Genée nach *Le Réveillon* von Henri Meilhac und Ludovic Halévy.

Gabriel von Eisenstein soll eine kurze Arreststrafe antreten, geht aber vorher auf den Ball des Prinzen Orlofsky. Dort rächt sich sein Freund Dr. Falke mit einem lange vorbereiteten Streich.

**Bekannte Nummern:** Orlofskys Couplet „Ich lade gern mir Gäste ein“, Adeles „Mein Herr Marquis“ und Rosalindes Csárdás „Klänge der Heimat“.

**Bei IOCO:** [Bayerische Staatsoper, München](https://www.ioco.de/munchen-bayerische-staatsoper-die-fledermaus-johann-strauss/) – Kritik von Hans Günther Melchior, 2024

### *Eine Nacht in Venedig* (1883) – Verwechslungen im Karneval

**Uraufführung:** 3\. Oktober 1883, Neues Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater, Berlin. **Libretto:** F. Zell (Camillo Walzel) und Richard Genée.

Der Herzog von Urbino will im Karneval die Senatorengattin Barbara verführen. Verkleidungen und Verwechslungen durchkreuzen seinen Plan. Als einzige Operette von Strauss kam sie in Berlin heraus. Die Wiener Erstaufführung folgte am 9\. Oktober 1883 im Theater an der Wien.

**Bekannte Nummer:** der Lagunenwalzer.

**Bei IOCO:** [Aalto-Theater Essen](https://www.ioco.de/essen-aalto-theater-eine-nacht-in-venedig-strauss-korngold-klimek-ioco-kritik-16-09-2018/) – Kritik von Viktor Jarosch, 2018

### *Der Zigeunerbaron* (1885) – als komische Oper uraufgeführt

**Uraufführung:** 24\. Oktober 1885, Theater an der Wien. **Libretto:** Ignaz Schnitzer nach einer Erzählung von Mór Jókai.

Sándor Barinkay kehrt auf die verwüsteten Güter seiner Familie in Ungarn zurück. Er verliebt sich in Saffi, die sich als Tochter eines türkischen Paschas erweist. Zur Uraufführung hieß das Werk „komische Oper“.

**Bekannte Nummer:** das Duett „Wer uns getraut“.

**Bei IOCO:** [Bühne Baden](https://www.ioco.de/baden-bei-wien-stadttheater-baden-der-zigeunerbaron-johann-strauss-ioco-kritik-03-01-2019/) – Kritik von Marcus Haimerl, 2019

### *Der Vogelhändler* (1891) – Tiroler am Kurfürstenhof

**Uraufführung:** 10\. Januar 1891, Theater an der Wien. **Musik:** Carl Zeller. **Libretto:** Moritz West und Ludwig Held.

Der Tiroler Vogelhändler Adam und die Postbotin Christel geraten am Hof eines Kurfürsten in eine Kette von Intrigen.

**Bekannte Nummern:** „Ich bin die Christel von der Post“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“.

**Bei IOCO:** [Gärtnerplatztheater, München](https://www.ioco.de/munchen-gartnerplatztheater-der-vogelhandler-carl-zeller-ioco-kritik/) – Kritik von Daniela Zimmermann, 2024

### *Die lustige Witwe* (1905) – Lehárs Durchbruch

**Uraufführung:** 30\. Dezember 1905, Theater an der Wien. **Libretto:** Victor Léon und Leo Stein nach Henri Meilhacs Komödie *L'Attaché d'ambassade*.

Die reiche Witwe Hanna Glawari soll einen Landsmann heiraten, damit ihr Vermögen dem bankrotten Pontevedro erhalten bleibt. Graf Danilo, ihr früherer Geliebter, will sie nicht ihres Geldes wegen umwerben. In Wien folgte eine Serie von 483 Vorstellungen.

**Bekannte Nummern:** das Vilja-Lied, Danilos „Da geh' ich zu Maxim“ und das Walzerduett „Lippen schweigen“.

**Bei IOCO:** [Theater Lübeck](https://www.ioco.de/lubeck-theateer-lubeck-die-lustige-witwe-ioco/) – Kritik von Wolfgang Schmitt, 2024

### *Der Graf von Luxemburg* (1909) – Hochzeit hinter der Staffelei

**Uraufführung:** 12\. November 1909, Theater an der Wien. **Libretto:** Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky.

Fürst Basil will die Sängerin Angèle Didier heiraten, doch sie ist bürgerlich. Deshalb zahlt er dem verarmten Grafen René Geld für eine Scheinehe mit ihr, bei der sich die beiden nicht sehen. Später verlieben sich René und Angèle ineinander.

**Bei IOCO:** [Gärtnerplatztheater, München](https://www.ioco.de/munchen-gartnerplatztheater-der-graf-von-luxemburg-franz-lehar-ioco/) – Kritik von Daniela Zimmermann, 2026

### *Die Csárdásfürstin* (1915) – Varieté gegen Adelsstand

**Uraufführung:** 17\. November 1915, Johann-Strauß-Theater, Wien. **Libretto:** Leo Stein und Béla Jenbach.

Die Budapester Varietésängerin Sylva Varescu liebt den Wiener Fürstensohn Edwin. Seine Eltern haben für ihn längst eine Verlobung mit seiner Cousine Stasi arrangiert.

**Bekannte Nummern:** das Duett „Machen wir's den Schwalben nach“ und „Tanzen möcht' ich“.

**Bei IOCO:** [Oper am Luisenpark (OPAL), Mannheim](https://www.ioco.de/mannheim-opal-oper-am-luisenpark-die-csardasfurstin-emmerich-kalman-ioco/) – Kritik von Uschi Reifenberg, 2025

### *Gräfin Mariza* (1924) – ein Graf als Gutsverwalter

**Uraufführung:** 28\. Februar 1924, Theater an der Wien. **Libretto:** Julius Brammer und Alfred Grünwald.

Der verarmte Graf Tassilo arbeitet unter falschem Namen als Verwalter auf dem Gut der Gräfin Mariza. So will er seiner Schwester Lisa eine Mitgift verdienen. Mariza erfindet zur Abwehr ihrer Verehrer einen Verlobten namens Baron Zsupán, den es dann tatsächlich gibt.

**Bekannte Nummer:** Tassilos „Komm, Zigány“.

**Bei IOCO:** [Theater Osnabrück](https://www.ioco.de/osnabruck-theater-am-domhof-grafin-mariza-emmerich-kalman-ioco-kritik-20-12-2022/) – Kritik von Hanns Butterhof, 2022

### *Die Zirkusprinzessin* (1926) – der geheimnisvolle Mister X

**Uraufführung:** 26\. März 1926, Theater an der Wien. **Libretto:** Julius Brammer und Alfred Grünwald.

Im Zirkus in Sankt Petersburg tritt ein maskierter Artist auf, der sich „Mister X“ nennt. Er verliebt sich in die Fürstin Fedora und gesteht ihr seine Liebe.

**Bekannte Nummer:** „Zwei Märchenaugen“.

**Bei IOCO:** [Gärtnerplatztheater, München](https://www.ioco.de/munchen-gartnerplatztheater-die-zirkusprinzessin-emmerich-kalman-ioco/) – Kritik von Daniela Zimmermann, 2026

### *Das Land des Lächelns* (1929) – Liebe ohne Happy End

**Uraufführung:** 10\. Oktober 1929, Metropol-Theater, Berlin. **Libretto:** Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda nach Victor Léon.

Lehár arbeitete dafür seine Operette *Die gelbe Jacke* von 1923 um. Die Wiener Adelige Lisa folgt dem chinesischen Prinzen Sou-Chong nach Peking und scheitert dort an den Traditionen seines Hofes. Den Sou-Chong sang bei der Uraufführung Richard Tauber.

**Bekannte Nummer:** „Dein ist mein ganzes Herz“.

**Bei IOCO:** [Hamburger Kammeroper](https://www.ioco.de/hamburg-hamburger-kammeroper-das-land-des-lachelns-franz-lehar-ioco-kritik-18-02-2022/) – Kritik von Wolfgang Schmitt, 2022

### *Im weißen Rössl* (1930) – Singspiel am Wolfgangsee

**Uraufführung:** 8\. November 1930, Großes Schauspielhaus, Berlin. **Musik:** Ralph Benatzky. **Text:** Hans Müller und Erik Charell nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, Gesangstexte von Robert Gilbert.

Der Kellner Leopold wirbt um seine Chefin, die Rössl-Wirtin Josepha. Sie aber wartet auf ihren Stammgast, den Rechtsanwalt Dr. Siedler. Einige Lieder stammen nicht von Benatzky: „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ schrieb Robert Stolz, „Was kann der Sigismund dafür“ Robert Gilbert.

**Bei IOCO:** [Hansa-Theater, Hamburg](https://www.ioco.de/hamburg-hansa-theater-im-weissen-rossl-r-benatzky-ioco/) – Kritik von Wolfgang Schmitt, 2026

### *Die Blume von Hawaii* (1931) – Thron oder Liebe

**Uraufführung:** 24\. Juli 1931, Neues Theater, Leipzig. **Musik:** Paul Abraham. **Libretto:** Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda nach Imre Földes.

Die Prinzessin Laya soll Königin von Hawaii werden. Zwischen Liebe und Pflicht hin- und hergerissen, verzichtet sie am Ende auf den Thron.

**Bekannte Nummern:** „Ich hab ein Diwanpüppchen“ und „Du traumschöne Perle der Südsee“.

**Bei IOCO:** [Theater Hagen](https://www.ioco.de/hagen-theater-hagen-die-blume-von-hawaii-paul-abraham-ioco-kritik-30-10-2020/) – Kritik von Viktor Jarosch, 2020

### *Ball im Savoy* (1932) – Jazz-Operette aus Berlin

**Uraufführung:** 23\. Dezember 1932, Großes Schauspielhaus, Berlin. **Musik:** Paul Abraham. **Libretto:** Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda.

Der frisch verheiratete Marquis Aristide nimmt es mit der Treue nicht genau. Seine Frau Madeleine ist wachsam und dreht den Spieß auf dem Ball im Savoy um. Die Madeleine sang in der Uraufführung Gitta Alpár.

**Bekannte Nummern:** „Toujours l'amour“ und „Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh'n“.

**Bei IOCO:** [Theater Osnabrück](https://www.ioco.de/theater-a-domhof-ball-im-savoy-ioco/) – Kritik von Hanns Butterhof, 2024

## Für Einsteiger: Womit anfangen?

- ***Die Fledermaus*** eignet sich als erster Besuch, weil sie die Wiener Operette in einem Abend zeigt: Walzer, Csárdás, Couplets und einen großen Ball im zweiten Akt.
- ***Die lustige Witwe*** brachte Lehár 1905 den Durchbruch. Wer Vilja-Lied und „Lippen schweigen“ im Ohr hat, findet sich schnell zurecht.
- ***Orpheus in der Unterwelt*** zeigt den Ursprung der Gattung: eine Parodie auf Götter und Mythos, mit dem Cancan beim Fest in der Unterwelt.
- ***Im weißen Rössl*** und ***Ball im Savoy*** führen in die Berliner Operette mit Schlagern und Tanzrhythmen der Zwanziger- und Dreißigerjahre.

Gesprochene Dialoge gehören zur Gattung. Bei den Wiener und Berliner Werken sind sie im Original deutsch, deshalb ist ein Abend auch ohne Übertitel gut zu verfolgen. Offenbach wird im deutschsprachigen Raum oft in deutscher Übersetzung gespielt. Aktuelle Kritiken aus Häusern mit viel Operette im Spielplan stehen bei IOCO etwa zur [Volksoper Wien](https://www.ioco.de/haus-volksoper-wien-wien/), zum [Gärtnerplatztheater](https://www.ioco.de/haus-staatstheater-am-gaertnerplatz-muenchen/) und zur [Komischen Oper Berlin](https://www.ioco.de/haus-komische-oper-berlin-berlin/).

## Häufige Fragen zu Operetten

### Was ist eine Operette?

Eine Operette ist ein Bühnenwerk mit Musik, in dem gesprochene Dialoge, Gesang und Tanz wechseln. Der Inhalt ist meist heiter, die Musik eingängig. Mehr zur Abgrenzung steht im Beitrag *Oper vs. Operette*.

### Wer stand am Anfang der Operette?

In Paris prägte Jacques Offenbach die Gattung. Er eröffnete 1855 sein Theater, die Bouffes-Parisiens, und brachte dort 1858 *Orpheus in der Unterwelt* heraus. Sein Modell wurde zum Vorbild für Wien.

### Welche Operetten kamen am Theater an der Wien heraus?

Unter anderem *Die Fledermaus* (1874), *Der Zigeunerbaron* (1885), *Der Vogelhändler* (1891), *Die lustige Witwe* (1905), *Der Graf von Luxemburg* (1909), *Gräfin Mariza* (1924) und *Die Zirkusprinzessin* (1926).

### Worin unterscheidet sich die Wiener von der Pariser Operette?

Offenbachs Pariser Werke lebten von Parodie und Gesellschaftssatire, etwa auf Götter, Mythen und Militär. Die Wiener Operette griff stärker auf Walzer, Volksstück und Singspiel zurück. Der *Zigeunerbaron* kam sogar als komische Oper heraus.

### Welche Operetten wurden in Berlin uraufgeführt?

In Berlin kamen unter anderem *Eine Nacht in Venedig* (1883), *Das Land des Lächelns* (1929), *Im weißen Rössl* (1930) und *Ball im Savoy* (1932) heraus.