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# Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, THE SOUND OF MUSIC - Richard Rodgers, IOCO
- URL: https://www.ioco.de/oldenburg-oldenburgisches-staatstheater-the-sound-of-music-richard-rodgers-ioco/
- Published: 2026-11-06T13:42:14.000Z
- Updated: 2026-11-06T14:51:17.000Z
- Author: Thomas Honickel
- Tags: musical

## **Maria in Salzburg**

**Richard Rodgers** „***The Sound of music***“ am **Oldenburgischen Staatstheater**

von Thomas Honickel

Wir besuchten die Premiere am 31\. Oktober 2026.

**Fazit zu Beginn**

Eine traumhafte Darstellung des 60er Jahre Musicals mit sängerischem Format in höchster Güte bei nahezu allen Sängerdarstellern in einem flexibel genutzten Einheitsbühnenbild, mit einer Kostümvielfalt und einer atmosphärisch stimmigen Lichtregie; bestechend vor allem die Choreographie der musikalisch schmissig über die Rampe kommenden Songs von **Richard Rodgers** im sinfonischen Breitwand-Sound. Hinreißend die ***Maria*** mit einer singenden und absolut natürlich spielenden Kinderschar. Hollywood in Oldenburg!

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The Sound of Music, Foto: IOCO

**Storyline**

Die Geschichte ist mit knappen Worten umrissen: ***Maria***, eine Stiftsdame aus dem nahen Kloster, tritt auf Geheiß ihrer Oberin, die sie im Klosterleben nicht dauerhaft verankert sieht, in der Großfamilie von Trapp eine Stelle als Erzieherin der Kinderschar an, die nach dem frühen Tod der Mutter zu Halbwaisen geworden sind. Dem Diktat des Vaters, ***Baron von Trapp***, setzt sie Liebe und Sanftheit entgegen und gründet einen Familienchor als gemeinschaftsbildendes Erlebnis. Der Erfolg des Unternehmens nimmt Fahrt auf, der Chor wird zunächst regional und später national berühmt, gewinnt gar einen Gesangswettbewerb. Die aufkommende NS-Zeit und die Weigerung des Vaters, mit den neuen Machthabern zu kollaborieren, führt zur Auswanderung der Familie in die USA.

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Maria von Trapp Originalbild, Foto: wikipedia

**Hintergrund der Genese in Deutschland und den USA**

Die Familienchronik bzw. Autobiographie von **Maria Auguste Trapp**, der alle folgenden nachschaffenden Produktionen für Bühne und Filme zugrunde liegen, erschien bereits 1949 in den USA unter dem Titel „*The Trapp Family Singers*“. Da wankte das Familienchor-Unternehmen bereits gewaltig. Die deutsche Übersetzung aus dem Jahre 1952 trug den beziehungsreichen Untertitel „*Vom Kloster zum Welterfolg“.* Sie führte schon sehr bald zu dem deutsch-österreichischen Film-Doppel „*Die Familie Trapp*“ (1956) und „*Die Trapps in Amerika*“ (1958).

Zu diesem Zeitpunkt war das Familienchorensemble bereits Geschichte. Man hatte sich aufgelöst und in alle Winde zerstreut. Beide deutschsprachigen Filme mit dem damaligen Traumpaar des deutschen Films **Ruth Leuwerick** und **Hans Holt** (sowie **Josef Meinrad** als ***Dr. Wasner***) ließen den Broadway und kurz darauf Hollywood aufmerken. **Richard Rodgers** und **Oscar Hammerstein**, ebenfalls ein Traum(kollegen)paar der Zeit, schufen mit dem Musical „***The Sound of Music***“ ein klingendes Abbild des Romans (1959), dem kurze Zeit später 1965 der heute maßgeblich wichtigste Teil der künstlerischen Nachlese folgte: Der Film „**The Sound of Music**“ (im deutschen Verleih: „*Meine Träume – meine Lieder*“) mit **Julie Andrews** in der Rolle der ***Maria***, Stiftsdame, Ziehmutter und spätere Gattin des ***Kapitäns Trapp.***

Hatte das Musical am Broadway bereits für Furore gesorgt, stellte man mit dem neuen Film neue Rekorde auf. Noch heute zählt der 1965 gedrehte Film zu den besten und erfolgreichsten Musicaladaptionen der Welt. Das Musical selbst rangiert ebenfalls unter den Top 10 seiner Gattung.

Man muss bei den künstlerischen Erzeugnissen ab 1949 (Erscheinen der Familienbiographie Trapp) tunlichst genau trennen, wer wann was für welchen Markt erstellt hat; und mit welchem Wahrheitsgehalt, welcher historischen Genauigkeit hier zu Werke gegangen wurde. Denn alle folgenden Autoren haben teils massive Veränderungen vorgenommen, die das Bild der Personen, der Handlungen, der Orte und Zeiten dem jeweiligen Publikumsgeschmack angepasst haben. Diese künstlerische Freiheit ist natürlich legitim; betrachtet man aber das (nun in Oldenburg aufgeführte) Musical von der „Trapp“schen Seite, dann kann es kaum als das gelten, was sich **Maria von Trapp** davon versprach.

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Georg von Trapp Originalbild, Foto: wikipedia

Folgerichtig schrieb ihre älteste Tochter **Agathe von Trapp** 2003 als hochbetagte Frau eine ganz eigene Version und damit Revision unter dem Titel „*Memories Before und After \`The sound of music´-An Autobiography*“; ein Buch, das in doppelter Hinsicht interessant ist. Einerseits räumt sie mit der in Musical und Film einseitigen Darstellung ihres Vaters als strengem und der Musik wenig zugeneigten Familienoberhaupt auf, andererseits rückt sie auch die Erzählungen ihrer Mutter ein Stück weit gerade; weg von der liebevollen Ziehmutter, welche die Musik in die Familie brachte, hin zu einer zunehmend despotisch werdenden Managerin, die den sieben Geschwistern eine eigene Lebensperspektive versagte, um den Dienst des Familien(chor)unternehmens nicht zu gefährden. Unwillkürlich denkt man an die **Kelly-Family** unserer Tage…

Auch dieses o.g. Buch wurde in jüngster Zeit (2015) verfilmt unter dem Titel „*Ein Leben für die Musik*“. ***Maria*** wird dort von **Yvonne Catterfield** gespielt und gesungen, die Opernsängerin **Lotte Lehmann** von **Annette Dasch**, ebenfalls Opern- und Konzertsängerin. Sie wird zur Mentorin des jungen Ensembles.

Festzuhalten gilt, dass viele aus dem Kreis der kreativen Akteure in den vergangenen 70 Jahre die Deutungshoheit über das Projekt der singenden Familie behalten wollten und sich nur stückweise Klarheit aus den nachweisbaren Fakten der tatsächlichen Dokumente und der Biographien ergibt.

**Mentoren der von Trapps**

Aufschlussreich ist die noch zu Lebzeiten von **Maria von Trapp** erstellte Dokumentation, in der sie und ein Teil der Kinder sowie der Neffe der zentralen Figur des Mentors (**Dr. Franz Wasner**) zu Wort kommen. Dieser musikalisch hochbegabte und pädagogisch ungemein talentierte **Pater Wasner** blieb dem Chor der **Trapp**s bis zum Ende seiner Existenz (1956) erhalten und formte über die volksliedhaften und volkstümelnden Ansätze der frühen 30er Jahre einen Chor mit breitem Repertoire und gesanglich exzellenter Expertise, der auch heute noch höchste Wertschätzung verdient: Die **Trapp**s nahmen zahlreiche Schallplatten auf, Rundfunkaufnahmen sind über die gesamte Distanz der 20 Jahre erhalten und man staunt über die Makellosigkeit und hohe Homogenität des Ensembles. Im aktuellsten Filmbeitrag von 2015 fehlt die Person **Wasner**s ebenso wie im Musical und dessen Verfilmung. Die Amerikaner ersetzten den Musikmentor **Wasner** durch die umtriebige Figur des Musikmanagers ***Max Detweiler***.

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Chor mit Dr. Wasner Originalbild, Foto: wikipedia

**FC (Faktencheck):* Der Mentor des Trapp-Family-Singers-Unternehmen war nach den ersten autodidaktischen Familienbemühungen Pater Dr. Wasner. Eine für das oben geschilderte Fortkommen des Chores zentrale Figur. Während er in den deutschen Verfilmungen der 50er Jahre noch als Hauptperson auftaucht (dargestellt durch Burgschauspieler Josef Meinrad), fehlt er nicht nur in den amerikanischen Erzeugnissen, sondern auch in der aktuellen Version von 2015\. Er erweiterte das Repertoire des Chores um die Musik des 15\. und 16\. Jahrhunderts mit Madrigalen, Sakralmusik und sogar Auszügen aus Bach-Motetten. Dazu gab es anspruchsvolle Arrangements von Volksliedern und zahlreiche instrumentale Ergänzungen etwa von Blockflötenquintetten. Vor allem aber arbeitete Wasner akribisch an dem dann legendären Sound der Trapps mit Stimmbildung, Atemtechnik und Homogenität. In Amerika erweiterte er (s.u.) das Repertoire um Spirituals und Gospels. Die Trapps sind heute auf vier CDs noch zu hören, zahlreiche Singles und LPs entstanden in den knapp 20 Jahren unter seiner künstlerischen Leitung.*

In der jüngsten deutschen Adaption „*Ein Leben für die Musik*“ erscheint als Talentscout und Förderin des Projekts die bedeutende Opernsängerin **Lotte Lehmann**. Das ist zwar nicht den Tatsachen geschuldet, aber wenigstens in Teilen historisch korrekt und verbürgt. Denn die damals schon prominente Sopranistin, eine der bedeutendsten Sängerinnen der ersten Hälfte des 20\. Jahrhunderts mit besonderem Schwerpunkt im dramatischen Wagner- und Strauss-Fach, lernte die singende Familie 1937 kennen und fördert vor allem das Talent der ältesten Tochter **Agathe** (im Musical/Film die ***Liesel***).

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Stolperstein Lotte Lehmann Foto: wikipedia

Wenige Monate vor dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland emigrierte sie in die USA, ein Ratschlag, den die **Lehmann** auch den **Trapp**s mit auf den Weg gab. Für sie wie für die **Trapp**s galt, dass sie nicht aus religiös motivierten Gründen oder wegen aktiver Verfolgung Deutschland den Rücken kehrten, sondern dass sie sich nicht der Ideologie des Nazi-Regimes beugen wollten. Die **Lehmann** wurde unmittelbar ab 1934 prominente Stimme an der New Yorker MET, die **Trapp**s benötigten ab 1938 ungleich länger, um sich eine Existenz und ein Publikum in den Staaten aufzubauen.

**FC:* Idylle gegen Wirklichkeit im Film: Die ständige Betonung der Alpenidylle und des harmonisch-munteren Familienlebens halten den Tatsachen kaum stand. Die massive Finanzkrise der Trapps durch einen Totalverlust beim Konkurs der Lammer-Bank überschattete die Existenz der Familie ebenso wie die zunehmend beklemmende Atmosphäre durch die gerade in Salzburg (Grenznähe zum Reich) schon vor dem „Anschluss“ stattfindenden Aufmärsche, Einschränkungen und Repressalien. Die im Film vorgebliche Flucht über die Berge in die neutrale Schweiz hat nie stattgefunden. Vielmehr reisten die Trapps mit offiziellen Pässen und der Bahn nach Italien und von dort aus über Frankreich und England in die USA.*

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Chorbild Original Trapp-Familie, Foto: wikipedia

**Wahrheiten jenseits der Bühne**

Für die Amerikaner galten alle Flüchtlinge aus Deutschland, die wegen ihres Glaubens oder wegen ihrer politischen Haltung dort verfolgt worden waren, als anerkannt und akzeptiert. Ihnen wurde der Weg in ein neues Leben (vor allem in Kalifornien) zumeist bruchlos geebnet. Im Falle der **Trapp**\-Familie war man da deutlich zögerlicher. Warum trat eine Familie, die in Österreich erfolgreich und ohne Ressentiments leben und auftreten konnte, mit deutschem Liedgut in Amerika auf? Waren sie etwa Spione des Reiches oder anders motivierte subversive Elemente, die die Musik nutzen, um sich in den USA zu etablieren? Erst als das Management auf den Konzertankündigungen den Zusatz vermerkte „*Die Trapp-Singer-Family – eine Familie aus der Alpenrepublik Österreich auf der Flucht vor Hitler-Deutschland*“ begann der erfolgreiche Teil der Trapp-Saga mit über 2000 Auftritten in 18 Jahren.

**Dokumente im Netz**

Für Interessierte hier der Link zur o.a. Dokumentation „*Die Trapp-Familie – The Sound of Austria*“ aus dem Jahre 2017, die mit Originalaufnahmen aus den letzten 50 Jahren vor allem auch Familienmitglieder und enge Vertraute/Informierte zu Wort kommen lässt:

[Die Trapp Familie – The Sound of Austria, ganze Doku auf Deutsch kostenlos schauen in HD](https://www.youtube.com/watch?v=ojV9dxk5SQg&ref=ioco.de)

Auch die aktuelle Neuverfilmung ist sehenswert, weil völlig anders als alles, was man aus den 50er/60er Jahren an Deutungen der Biographien bislang kannte:

[Die Trapp Familie: Ein Leben für die Musik – ganze Doku auf Deutsch kostenlos schauen in HD](https://www.youtube.com/watch?v=2DbYdwZDjKE&ref=ioco.de)

Hinsichtlich der verfälschenden Darstellung der **Trapp**\-Dynastie und ihrer Erlebnisse, (oder sagen wir es freundlicher: Hinsichtlich der Freiheiten, die sich die Drehbuchautoren nahmen) werden wir vor allem, was das Musical betrifft, in kurzen Einlassungen berichten. Dies haben wir oben bereits und folgend mit dem Kürzel **FC** (für *Fakten-Check*) begonnen.

Dieses Wissen braucht es nicht zum Verständnis des Musicals und seiner Story, aber es ordnet manch Details und zentrale Veränderungen dramaturgisch sinnvoll ein.

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

**Oldenburg**

**Inszenierung und Gewerke**

Die Einheitsbühne von **Saskia Wunsch** wirkt mit ihren nüchternen, in lindgrün gehaltenen Podesten und Ebenen, Geländern und Treppen wie Bauten zu einer konzertanten Aufführung. Einzig die zahlreichen überdimensionierten Edelweiß-Blumen (Hinweis an den entsprechenden Song aus dem 2\. Akt), die in der Folge zu farblichen Spots mutieren, lichten die etwas statisch und nüchtern wirkende Szenerie auf. Was aber in der Folge, inklusive einiger Bühnenelemente, die ein- und hochgefahren werden, sich aus diesem Bühnenbild entwickelt, ist bemerkenswert und weitgehend der eindrucksvollen Lichtregie von **Philipp Sonnhoff** und seiner Crew geschuldet. Da erleben wir showbühnengleich blinkende Treppenstufen, synchron zur Musik blinkende Edelweißblumen, nachdrückliche Nachtszenen und vieles mehr.

Die Kostüme der zahlreichen Akteure sind Nachzeichnungen der verschiedenen Charaktere und ihrer Veränderungen. Am deutlichsten zu spüren bekommt das die siebenköpfige Kinderschar, die sich von militaristisch anmutenden Matrosen (inklusive Schiffchen) zu bunt gewandeten und altersgerechten Kindern mausern. Da ist das Stiftsfräulein ***Maria*** ebenso Abbild wie Vorbild, wenn sich ihre Tracht fast in jeder Szene wandelt. Dazu die chargierenden Figuren des ***Max Detweiler*** als großspuriger Impresario, der Vater als lautstarker und willensstarker ***Kapitän Trapp***, das Dienstpersonal und die Nazi-Funktionäre in zunehmend grauer-schwarzer Kleidung, die mit ***Maria*** konkurrierende ***Else Schrader*** in laszivem Rot und Pink; aber auch die Nonnen des Klosters sind mit (blauem) Augenzwinkern an Socken und Hauben humoristisch und liebevoll in die Szene eingearbeitet. Da hat **Luzie Nehls-Neuhaus** ganze Arbeit geleistet.

**Anleihen und Parallelen**

Die Regie von **Katja Wolff** nimmt die Personen, ihre Motivationen und ihre Haltungen ernst. Sie führt mit ruhiger aber resoluter Hand die Personnage durch die Story und weiß auch kontemplative Momente zu schaffen und zu genießen. Die Nonnenszenen lässt sie vor dem Eisernen spielen, dessen Vorbühne um Umgänge noch erweitert wird, womit der Raum ins Publikum (ähnlich wie seinerzeit beim Oldenburger „***Cabaret***“) deutlich vergrößert wird. Überhaupt kommen einem in nicht wenigen Szenen vergangene Produktionen aus ähnlichen Entstehungszeiten mit ähnlichem Hintergrund in den Sinn, die alle die Nazi-Zeit auf ihre Art amalgamieren:

Neben der o.a. „***Cabaret***“-Inszenierung (2024), die anhaltend im Kopf bleibt, ist dies auch die seinerzeit in der Übergangslocation des Theaterzeltes am Hafen aufgeführte Produktion „***Commedian Harmonists***“ (2018). In beiden Inszenierungen ging es dort wie hier um die Frage, wie sich Künstlertum während des 3\. Reichs abgrenzen, durchsetzen oder moralisch integer verhalten konnte. Die derzeit auslaufende Inszenierung am Oldenburger Haus von „***Mephisto***“ von **Klaus Mann** stellt diese Frage anhand der Figur ***Hendrik Höfgen*** (alias **Gustav Gründgens**) ebenso. Man merkt: Das Thema ist nicht erst seit der Sachsen-Anhalt-Wahl virulent.

In den Sakralszenen denkt man aber unwillkürlich auch an „***Sister-Act – eine himmlische Karriere***“ (1992), eine Produktion, die auch in Oldenburg das Licht der Bühnenwelt erblickte (2013).

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Plakat Great Dictator, Foto: wikipedia

Wenn man die einschüchternde und letztlich folgewirksame NS-Szene aus „***The*** ***Sound of Music***“ inhaliert, stellen sich auch Assoziationen zu Propagandafilmen wie **Chaplin**s „**Der große Diktator**“ aus dem Jahr 1941 nach Kriegseintritt durch die USA (Pearl Harbour) ein. Hier gibt es ein Detail der aktuellen Inszenierung, das solche Parallelen befördert. Nach dem Anschluss Österreichs (und schon Monate zuvor) dekorierten deutschlandtreue Österreicher ihre Häuser mit Hakenkreuzfahnen. Auch im Oldenburger Theater versagt man sich die rote Fahne mit schwarzem Symbol nicht. An die Stelle des Hakenkreuzes setzt man jedoch ein schlichtes „*x*“.

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Double cross Great Dictator, Foto: wikipedia

Jenes „*x*“ war auch auf allen Armbinden und Fahnen in **Chaplin**s mutigem Film zu sehen. Vielleicht eine späte Hommage an den (Stumm)filmstar, der am Ende, ähnlich wie der couragiert dargestellte ***Kapitän*** ***Trapp***, eine flammende Rede für Menschlichkeit und Brüderlichkeit, gegen Hochtechnologie und Gewalt und für Freiheit und Demokratie hält. Ansonsten hält man sich mit weitergehenden politischen Markierungen angenehm zurück. Da spricht das Werk ohnedies für sich.

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NS-Flagge Oldenburg, Foto: Stephan Walzl

Die Inszenierung von **Katja Wolff** kann die Patina des Hollywood-Cinemaskops szenisch weitgehend abstreifen, was auch an der etwas kühlen Bühnensituation liegen mag. ***Max Detweiler*** als kühl-opportunistischer Managertyp bleibt trotz Spielfreude und bisweilen übertriebener Darstellung eher ein Abziehbild denn eine glaubwürdige Person. Seine Wandlung vom Assistenten des Erfolgs zum Mitläufer des Systems mag der betrauern, der ihn in den ersten Szenen als humorvollen, dramaturgischen Gewinn beklatscht hat.

**FC:* Der Mentor der Trapps, wie oben bereits ausgeführt, war Dr. Franz Wasner, dessen Anteil und Impulse für die Existenzsicherung der Familie durch den Auftrittsmarathon über fast zwei Jahrzehnte gar nicht hoch genug einzuschätzen sind. Offensichtlich war es nach 1958 keinem der Drehbuchautoren und Librettisten mehr wichtig genug, diese Person in der Story zu verankern. Vielleicht war er dramaturgisch zu streng und fordernd für den amerikanischen Geschmack und in der Neuverfilmung aus 2015 zu mansplaining und altbacken, um noch eine szenische Wirksamkeit zu erhalten und zu entfalten. An seine Stelle rücken in der jüngsten Version die Opernsängerin Lotte Lehmann und in Musical und Film aus den USA der selbstverliebt-umtriebige Manager Max Detweiler.*

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

Die Wandlung des ***Kapitän Trapp*** vom herrischen, disziplinheischenden, rechthaberischen Unsympathen zum liebevollen Vater, Ehemann und später zum glühenden Verfechter politischer Opposition ist im Angesicht der Plötzlichkeit aller Wendungen (in der Liebe wie in der existentiellen Krise) nicht recht glaubhaft. Den Kuss an ***Maria*** wie den politischen Widerstand nimmt man ihm kaum ab. Das mag möglicherweise auch an den Dialogtexten liegen, vielleicht aber auch an den schauspielerisch eingeschränkten Möglichkeiten des Darstellers.

**FC:* Der Vater wird in allen künstlerischen Erzeugnissen des 20\. Jahrhunderts als Drill-Seargent der Großfamilie dargestellt: Militärisch, fordernd, unnachgiebig, kühl und bestimmend. Diese Schilderung hält der Darstellung in Agathe von Trapps aktueller Erzählung ebenso nicht stand, wie sie in der o.a. Dokumentation von den Kindern als nicht haltbar beschrieben wird. Die berühmte Trillerpfeife (Ausgangspunkt für den Ausweis der despotischen Erziehung) diente lediglich auf dem übergroßen Grundstück der Trapps in Zell am See als Möglichkeit, die Kinder bei Bedarf über weite Distanzen zu rufen.*

*Der immer wieder geäußerte (dramaturgisch natürlich wirksame) Hinweis auf die Antipathie des Vaters gegenüber der Musik, entweder im Grundsatz oder aber als verdrängte Erinnerung an die verstorbene Frau, stimmt nicht. Der Vater war musikalisch, sang gerne und spielte Violine und Mandoline. Er wird immer wieder in den Zeugnissen der Nachgeborenen als sanft und liebevoll geschildert, besaß durch seine adlige Erziehung im österreichischen Bildungsbürgertum ein feines Gehör für Partituren und Kompositionen. Musik hatte lange vor Maria einen wichtigen Stellenwert im Hause von Trapp. Sie diente allen als Trauerbewältigung nach dem Tod der Mutter. Trapp förderte das Singen in Haus und Garten und wusste um die musikalische Harmonie als Basis seiner Familie.*

*Bei Oscar Hammerstein wird ein Erlösungsmythos um die neu in die Familie tretende Figur der Maria installiert. Bei nicht wenigen der Kinder führte das anhaltend zu großer Trauer über diese Darstellung ihres Vaters.*

Die Regie in Oldenburg erlaubt der Hauptrolle der ***Maria*** weite Handlungsmöglichkeiten, was ihrem Spiel und ihrer Glaubwürdigkeit unbedingt zupasskommt. **Friederike Zeidler** wirbelt und agiert über die Bühne, saugt ihre Mitspieler an, weiß sich resolut und liebevoll gleichermaßen zu behaupten und ist in ihrer mal mädchenhaften mal mütterlichen Art (Schlafzimmerszene) ein zentraler Gewinn und Motor des Abends.

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

**FC:* Die Stiefmutter Maria, die als Engel (wie einst Mary Poppins) in die Salzburger Welt einfliegt, ist in ihrer Darstellung eine völlig romantische Überzeichnung der historischen Figur. Die Zeugnisse der Kinder und jener, die sie erlebten, zeichnen ein durchaus anderes Bild: Äußerst dominant, willens- und durchsetzungsstark und bisweilen auch durchaus berechnend. Der personifizierten Geduld, Fröhlichkeit, Diplomatie und Harmoniesehnsucht der Bühnengestalt steht eine reale Person gegenüber, die häufig ein explosives Temperament mit Wutausbrüchen an den Tag legte.*

*Der jüngste Sohn Johannes beschreibt es später als „Gehen auf Eierschalen“. Widerspruch gab es bei ihr nicht. In ihren eigenen Memoiren schildert sie ohne Reue Züchtigungen der Kinder, Forderung nach Unterordnung und absolute Disziplin. Auch die Liebesbeziehung zum Baron, die sich ja auch im Film einigermaßen überraschend entwickelt, ordnet sie als das ein, was es für sie war: „Ich mochte ihn (den Baron), aber ich liebte ihn nicht. Ich liebte die Kinder und so heiratete ich in gewisser Weise die Kinder.“*

Die Kinderschar, sieben an der Zahl wie die Stufen der Tonleiter („*Do, re, mi…*“), ist der absolute und unbestrittene Knüller der Oldenburger Show. Wie die teils wirklich sehr jungen Akteure auftreten, singen, spielen und tanzen ist eine Klasse für sich. Ein derart souveräner Auftritt von Kindern auf der großen Bühne eines Hauses hat Seltenheitswert. Er allein ist den Besuch der Produktion wert! Unter den Sieben ist mit der ***Liesel***\-Darstellerin (**Francine Gunderson**) eine professionelle Künstlerin, was die besondere Rolle rechtfertigt.

**FC:* Die Kinder waren, seit sie denken konnten, voll Freude über die Musik und das gemeinsame Singen. Das änderte sich zu dem Zeitpunkt, als der Gewinn des Salzburger Gesangsfestivals 1938 und vor allem die beginnende Kommerzialisierung des Familienchores jegliche Privatsphäre oder eigenständige Entwicklung ausschloss. Die vor allem in den Staaten virulent werdende finanzielle Existenzkrise der Familie führte durch die permanenten Überlebenskämpfe zur Instrumentalisierung des Familienchores und so zur Ausbeutung der Kinder. Der Gesang zur Freude und als Anker der Familie wurde zum anhaltenden Alptraum. Die Folgen waren in mehrfacher Hinsicht dramatisch: Keine sozialen Kontakte, kein Weg in eine Selbständigkeit, mörderische Tourneepläne (man erinnere sich an Mozarts Jugend), Verlust der Identität.*

*Sukzessive verließen die Kinder das Ensemble und nutzten dazu alle möglichen Wege: Rupert und Werner ließen sich zum Wehrdienst 1941 einziehen, Johanna und Martina flüchteten sich in eine Heirat. Und die verbliebenen Kinder rebellierten dann Mitte der 50er Jahre offen, sodass das Ende des Unternehmens besiegelt war. Für alle war dieser Akt dann einer, der den Namen Erlösung verdiente. Im öffentlichen Bereich war die Musik aus ihrem Leben verschwunden. Aber im Privaten hielt sie trotz all der erlittenen Unbilden an. Agatha baute einen singenden Kindergarten in Maryland auf, Werner gründete eine Musikschule in Pennsylvania. Und auch unter den Enkelkindern lebt das Musizieren weiter (Singersongwriterin Elisabeth, The von Trapps-Formation).*

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

In dem Kontext der Inszenierung mag ein besonderes Lob der Choreographie von **Thomas Heep** gelten. Natürlich kommen die **Rodgers**\-Songs nicht ohne koordinierte Bewegungen im Ensemble aus. Die Umsetzung des Terzetts „*No way to stop it*“ ist von feiner Ironie und glänzendem Showgeist geflutet, das auf dem Schlafzimmerbett auf engstem Raum gestaltete „*Favorite things*“ ist keinesfalls zum Einschlafen geeignet und verzückt ebenso wie das herzige „*Farewell*“ und die musische Kennenlernnummer „*Do, re, mi…“* mit parallelen Handbewegungen zu den verballhornten Solmisationssilben. Man erlebt in „*Sixteen going on Seventeen*“ ein pas de deux von ***Liesel*** und **Rolf,** das behutsam und doch innig erstes Verliebtsein darstellt; und in den zunehmend sich aus der Gregorianik entfernenden Chören der Nonnen wird aus klösterlicher Strenge und Askese muntere Gymnastik und heiteres Treiben a la „*Sister Act*“. Hier wurde an der musikalischen Substanz und mit dem Geist der jeweiligen Szene stimmig und geistvoll choreographiert.

**Interpreten**

Im Mittelpunkt der reichen Interpretenschar steht natürlich die Ich-Erzählerin des Romans: ***Maria***. Dargestellt von der Musicalsängerin **Friederike Zeidler**. Der weich timbrierte, nahezu vibratolose Klang ihres Soprans weist sie als die junge Frau aus, die sie auch im Stück ist. Von ihrem klösterlichen „*Sound of music“* bis zur Vielzahl der meist in Konstellationen zu singenden Nummern gefällt sie mit klarer Diktion, deutlichem Ausdruck und gewinnendem Spiel. Da sie selten gänzlich alleine singt, ist ihr Spiel als „prima inter pares“ besonders bemerkenswert und kollegial. Und dennoch glänzt sie im Mittelpunkt fast aller Szenen.

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

Ihr unmittelbar an die Seite gestellt sind die o.a. sieben Kinder, von der Kleinsten (***Gretl***) bis zur Ältesten (***Liesel***). Ihr stets gemeinsames Spiel, das durch eine beredte Choreographie gestützt ist, weiß in allen (auch und gerade den sängerischen) Belangen voll zu überzeugen. Da sie den Abend enorm veredeln, seien sie hier namentlich genannt: **Michael Kölblinger, Nina Goesmann, Tede Koop, Paula Ungermanns, Aurelia Ramke, Frieda Urban.**

**FC:* Der in der Verfilmung 1956 als Rupert ausgegebene zweitjüngste Sohn der Trapp-Familie wurde damals von Knut Mahlke (\*1943) gespielt. Er sollte für das Oldenburger Kulturleben noch einmal sehr wichtig werden, denn er war von 1986-1993 Generalmusikdirektor des Oldenburgischen Staatstheaters. Er lebt heute noch in München.*

Die professionelle Sängerin der ***Liesel*** (**Francine Gunderson**) als ältestes der o.g. Kinder hat mit dem Duett „*Sixteen going on seventeen*“ einen eindrucksvollen Solo-Auftritt, den sie nachdrücklich mit ihrem Partner ***Rolf*** (**Lukas Sima Löbner**) meistert.

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Kinderchor OL, Foto: Stephan Walzl

Innerhalb der Schar der Nonnen im Kloster nimmt die ***Schwester Oberin*** (**Carolin Scholz**) eine mitfühlende und einfühlsame Rolle ein, die von ihr maßgeblich im „*Climb ev´ry mountain*“ vor der Pause unterstrichen wird. Der Damenchor des **Oldenburger Opernchores** (Einstudierung: **Thomas Bönisch**) besteht alle Aufgaben prächtig: Von der eröffnenden Gregorianik bis zum fetzigen Swing mit Hüft- und Beinschwung.

Auch die von **Hammerstein/Rodgers** eher humorvoll angelegte Rolle des ***Max Detweiser*** (**Paul Brady**) gelingt über weite Strecken stimmig. Er ist der Dauer-Buffo dieser Produktion und **Brady** spielt die Trümpfe dieser Rolle sprechend, singend und tanzend voll aus. Seine zum Jazz bestens geeignete Stimme verhilft einigen Nummern so zu idiomatischer Durchschlagskraft. Ihm zur Seite steht mit **Gabriela Ryffel** eine überdreht-überzeugende ***Elsa Schrader***.

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Edelweiß Bild, Foto: Stephan Walzl

Einzig der Darsteller des ***Kapitän Trapp*** (**Nicky Wuchinger**) findet aus seiner anfänglichen Rolle des dominanten und resolut-militärischen Vaters nicht heraus. Das teilweise ohrenbetäubende Gebrüll seiner Ansagen an die Kinder bleibt auch im Finale, wenn er seine Überzeugungen gegen alle Ideologie der neuen Machthaber und gegen politischen Opportunismus erklärt, vorhanden. Die sein Wesen läuternden Liebeseinlassungen an **Maria** und ein Tonwechsel gegenüber den Kindern sind halbherzig und viel zu undeutlich, um glaubhaft zu wirken. Sein Gang, seine Gestik, sein Auftreten bleibt einigermaßen steif und hölzern. Einzige aber nachdrückliche Ausnahme ist sein selbst auf der Gitarre begleitetes „*Edelweiß*“, das sehr gefühlvoll und melancholisch daherkommt. Warum er diesen Ton- und Stimmungswechsel nicht im weiteren Verlauf aufzunehmen weiß, bleibt offen.

**FC*: Den Song „Edelweiß“ hielten nicht wenige Amerikaner lange Zeit für die österreichische Nationalhymne.*

In weiteren Rollen erlebt man **Maaike Poorthuis, Lea Bublitz, Daniela Köhler, Thomas Marx, Sharon Starkmann** und **Stephen K. Foster, Ester Vis** und **Andreas Lütje** sowie **Mitglieder der Statisterie**.

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

Der neue, junge Dirigent am Haus **Gyuseong Lee** stand Pate für die Einstudierung der Kinderstimmen wie des Orchesters. Schwungvoll, mit Verve und Swing, mit Schmiss und Drive sorgt er im Graben mit den bestens aufgelegten Musikerinnen und Musikern des **Oldenburgischen Staatsorchester**s für die passende Folie, bietet somit den optimalen „Sound of Music“. Bisweilen wünschte man sich lediglich, die Streicherbesetzung wäre etwas üppiger, um sich an den für sie so trefflichen Stellen besser gegenüber dem üppigen Breitwandsound der Bläser und der Percussion durchsetzen zu können. Ansonsten sonnt sich **Rodgers\`** Musik in hellstem Sonnenschein, inklusive zweier Zugaben aus dem Graben!

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The Sound of Music, Foto: IOCO

**Epilog**

Die Oldenburger Fassung steht musikalisch und szenisch auf den besten Füßen, und sie weiß durch agiles Spiel aller Beteiligten für sich einzunehmen. Sie ist abseits aller Einlassungen zu Aspekten wie Zivilcourage, Opportunismus, Familienzusammenhalt vor allem eines: Ein Plädoyer für die Musik.

Das hatten **Hammerstein/Rodgers** im Kopf, als sie die Geschichte der **Trapp**s mittelschwer auf den Kopf stellten und dem Zeitgeist des amerikanischen Publikums anpassten. Den Oldenburgern gelingt der Spagat, das Politische nicht auszuschließen, aber eben doch als Momentaufnahme zu betrachten; eine geschichtsträchtige Phase Österreichs, die der Familie einen dann später erfolgreichen Start jenseits des Atlantiks ermöglicht. Das äußerst selten zu hörende Musical wartet im **Oldenburgischen Staatstheater** mit einer opulenten Inszenierung auf, dazu das große Besteck des sinfonischen Apparates. Wenn man überhaupt ein Haar in der Suppe finden mag, dann, dass die Songs nicht im englischen Original gesungen werden, womit man sich manchen Sprachwitz im Englischen, etwa in „*Favorite things*“ oder bei „*Do, re, mi*…“, versagt.

Erst 1982 fand (immerhin in Niedersachsen) die deutschsprachige Erstaufführung in Hildesheim statt. Seither gab es wenige aber prominente Deutungen in Wien und Salzburg, in jüngerer Zeit in Dessau, Thun, Würzburg, Leipzig, Regensburg, Halle und Röttingen. Die Wenigsten von ihnen gönnten sich die sinfonische Fassung mit großem Orchester; häufig wurde hier musikalisch eingedampft oder mit Band gespielt. In Oldenburg indes also die üppig-hollywoodeske Breitwandfassung, die einen schwelgen und eintauchen lässt in längst vergangene Zeiten. Bravi!

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The Sound of Music, Foto: Stephan Walzl

**Privatim**

Der Autor dieser Zeilen erhielt von seiner kanadischen Patentante angelegentlich seiner Erstkommunion 1966 die Langspielplatte zum „*Sound of Music*“-Musical geschenkt; dazu ein nagelneues Klavier. Damit war ein musikalischer Start begründet, der bis heute anhält. Es begann ein ganz eigener Lebensweg mit meinem „*Sound of Music*“!

**Infos Oldenburgisches Staatstheater**

[The Sound of Music | Oldenburgisches Staatstheater](https://staatstheater.de/programm/musiktheater/spielzeit-2627/the-sound-of-music?ref=ioco.de#c10181)