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# New York, Metropolitan Opera, Der unaufhaltsame Aufstieg des Fabio Luisi, von Graz nach New York
- URL: https://www.ioco.de/new-york-metropolitan-opera-der-unaufhaltsame-aufstieg-des-fabio-luisi-von-graz-nach-new-york/
- Published: 2011-08-21T18:30:07.000Z
- Updated: 2023-09-06T11:44:38.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Konzert & Liederabend, Aktuelles aus der Theaterwelt, Kuenstler, Orchester, Donizetti, Pressemeldungen & Nachrichten, New York

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![Metropolitan und City Opera / New York © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2014/08/metropolitan-und-city-opera3-new-york-c-ioco-242.jpg "Metropolitan und City Opera / New York © IOCO")

Metropolitan und City Opera / New York © IOCO

[Metropolitan Opera](http://www.metoperafamily.org/?ref=ioco.de)

# ***Fabio Luisi:*  Maestro der Metropolitan Opera?**

Noch im Februar 2010 kündigte ein völlig frustrierter **Fabio Luisi** fristlos seinen bis 2012 laufenden Vertrag mit der **Sächsischen Staatskapelle Dresden**. Voran gegangen waren unwürdige Auseinandersetzungen um das Dirigat des ZDF - Neujahrskonzert 2010\. Der in München wegen überzogener Forderungen gefeuerte **Christian Thielemann** usurpierte mit fragwürdigen Mitteln egoistisch, wenn nicht unlauter dieses medienwirksame Konzert für sich. Vorbei an **Fabio Luisi,** dem damals noch zuständigen Generalmusikdirektor der **Sächsischen Staatskapelle Dresden**. **Luisi** resignierte in Dresden. **Thielemann** und sein Wirken: In München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

![ Metropolitan und City Opera / New York © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2011/08/metropolitan-und-city-opera-new-york2-foto-ioco-242.jpg " Metropolitan und City Opera / New York © IOCO")

Metropolitan und City Opera / New York © IOCO

Schon Mitte 2011 strahlt **Fabio Luisi´s** Stern heller denn je zuvor. Ab 2012 ist **Fabio Luisi** vertraglich für fünf Jahre als Generalmusikdirektor an das **Opernhaus Zürich** gebunden. Ob er sich dort als GMD dauerhaft wohl fühlt darf nicht als gesichert gelten. Denn: Mit ihm kommt aus Berlin **Andreas Homoki** als neuer Intendant nach Zürich. Der *Walter-Felsenstein*\-Jünger **Homoki** hinterläßt an der **Komischen Oper Berlin** wenig Spuren. Sein übereifrig verfolgtes *“modernes Regietheater”* verfing beim Publikum nicht, die Auslastung der **Komischen Oper Berlin** dümpelte beständig bei 65%. Sein ex-GMD-Kollege **Carl St. Clair** hatte 2010 die Zusammenarbeit mit **Homoki** *“aus künstlerischen Gründen”* fristlos beendet. **St. Clairs** Interimsnachfolger **Patrick Lange** verspürt ebenfalls keine Lust, unter **Homoki** an der **Komischen Oper** zu dirigieren. **Fabio Luisi** motiviert und erfolgreich unter Regieapostel **Andreas Homoki** in Zürich? Es bleiben erhebliche Zweifel. Auch wenn sich beide lange kennen und - öffentlich - lieb reden. Zweifel bleiben erst Recht, seit das Werben der **Metropolitan Opera,** New York um **Luisi**  zunehmend öffentlich und lauter ausgetragen wird. Bereits 2010 wurde **Fabio Luisi** zum *Principal Guest Director* (NB: Erster Dirigent hinter **MET** \- Musikdirektor **James Levine**) bestellt. Seine Funktion: Neben **Levine** die **MET** strategisch und künstlerisch ausbauen.

Bekannt ist seit langem, dass **MET -** Musikdirektor **James Levine** mit schweren gesundheitlichen Problemen kämpft. Auch wenn **Levine** Dirigate immer noch, fast reflexhaft bejubelt werden, hinter den **MET**\-Vorhängen wird längst über **Levine´s** Nachfolger sinniert. Direktor der **Metropolitan Opera**, **Peter Gelb,** hält sich zu Spekulationen bedeckt: **Levine** sei großer Dirigent, Genie, **Levine** entscheide selbst wie lange…. Wenn da nicht auch das Großunternehmen **MET** wäre, welches Halbheiten in zentralen Führungsfragen nicht dulden kann. **Peter Gelb** muß zuvorderst seiner unternehmerischen Verantwortung für die **Metropolitan Opera** und ihren 850.000 Besucher im Jahr gerecht werden. **Gelb** kennt **Fabio Luisi** seit vielen Jahren: “*Ich schätze ihn, das Orchester schätzt ihn”*. Typisch für die Öffentlichkeit bestimmt klingt **Gelb´s** farblose Erklärung:   *"Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt",* aber ***“Luisi*** *soll an der *MET* eine wichtige Rolle spielen”*. Wer **Peter Gelb** kennt: **Gelb** weiß sehr genau was die Zukunft bringt. Unausgesprochen deutlich: **Levine´s** Rolle an der **MET** wird neu definiert, **Luisi** wird mehr Verantwortung an der **MET** übernehmen. Für Londoner Buchmacher dürfte der Fall entschieden sein.

**Luisi´s** Frau übrigens, Fotografin, zieht bereits nach New York um. **Luisi** erklärt dies mit ihrem Beruf und dem New Yorker Fotografen - Netzwerk. Wie es auch sei: 1983 begann Luisi seine Karriere als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper, 1984 debutierte **Fabio Luisi** dort mit *Viva la Mamma* von **Gaetano Donizetti**. Nun führt sein Weg über Zürich vermutlich an die größte Oper der Welt, an die **MET** nach New York. Die wunderbare Karriere des **Fabio Luisi,** geboren 1959, als Sohn eines genuesischen Lokomotivführers. **Thielemann** und die Ereignisse Dresden bleiben nur abgeschmackte Fußnote.

**IOCO** / VJ / 82011