> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.ioco.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# Minden, Stadttheater Minden, Rheingold - Der Ring des Nibelungen, IOCO Kritik, 14.09.2019
- URL: https://www.ioco.de/minden-stadttheater-minden-rheingold-der-ring-des-nibelungen-ioco-kritik-14-09-2019/
- Published: 2019-09-14T09:00:06.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:58:15.000Z
- Author: Patrik Klein
- Tags: Oper & Operette, Premieren, Premiere, Deutsche Oper am Rhein, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Minden

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2017/10/logo-stadttheater-minden.jpg)

[Stadttheater Minden ](https://stadttheater-minden.de/?ref=ioco.de)

![Stadttheater Minden © Stadttheater Minden](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2017/10/stadttheater-minden-gut-neu.jpg)

Stadttheater Minden © Stadttheater Minden

# ***Das Rheingold* \- Der Ringzyklus am Stadttheater Minden**

## **\- "Das Wunder von Minden" - Es verzaubert wieder -**

von   **Patrik Klein**

Im September 2018 wurde am **Stadttheater Minden** der ***Ring des Nibelungen*** von **Richard Wagner** vollendet: ein wagemutiges Projekt, mit dessen Inszenierungen und musikalischem Reichtum die **Stadt Minden** und ihr kleines **Stadttheater** überregionale Aufmerksamkeit, Bewunderung und Begeisterung erzeugte.

**IOCO** berichtete aus diesem Ring - Zyklus zu **[Siegfried](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/2017/10/12/minden-stadttheater-minden-siegfried-von-richard-wagner-ioco-kritik-11-10-2017/?ref=ioco.de)* (Oktober 2017, link HIER)*  und [***Götterdämmerung*** *(Oktober 2018, link HIER!).*](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/2018/10/02/minden-stadttheater-goetterdaemmerung-richard-wagner-ioco-kritik-01-10-2018/?ref=ioco.de)

Für September/Oktober 2019 wagte sich das Team um **Dr. Jutta Hering-Winckler** (Initiatorin und Vorsitzende des Wagner- Verbands Minden), **Regisseur Gerd Heinz** und Dirigent **Frank Beermann** zwei zyklische Aufführungen des **Ring des Nibelungen,** innerhalb von je elf Tagen aufzuführen.

![Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : die Rheintöchter © Dorothee Rapp](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/09/rheingild-1neu_150.jpg)

Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : die Rheintöchter © Dorothee Rapp

Die **Stadt Minden** besitzt nur ein sehr kleines Theater ohne Ensemble mit nur wenigen Mitarbeitern in Verwaltung und Technik. Allerdings hat man in Minden einen mutigen **Wagner-Verband** mit Visionen, ungeheurer Energie und Tatendrang. Zum größten Teil aus Spenden finanziert ging man im Jahre 2002 in Zusammenarbeit mit dem **Stadttheater** und der **Nordwestdeutschen Philharmonie** ein Wagnis ein, das die Opern **Richard Wagners** in beachtlicher Qualität nach und nach auf die kleine Bühne des Hauses brachte.

Im Abstand von einigen Jahren wurden die Opern **Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin** sowie **Tristan und Isolde** mit beachtlichem Erfolg auf die Bühne des **Stadttheater Minden** gehoben. 2015 fasste man dann die größte Herausforderung eines Opernbetriebes: man plante Richard Wagners Opern-Tetralogie **Der Ring des Nibelungen** in den Folgejahren aufzuführen. Ab September 2015 gelang eine Inszenierung im Stadttheater: **2015 -** ***Das Rheingold; 2016 - Die Walküre; 2017 - Siegfried*; 2018** \- **Götterdämmerung.**

Durch die Positionierung des Orchesters auf der hinteren Hauptbühne (man nennt es heute sogar landläufig das "**Mindener Modell*"*) und damit der Nutzung der Spielfläche unmittelbar vor den Reihen im Parkett, gelang musikalisch ein sängerunterstreichender Klang sowie eine intime Nähe zum Publikum, die zu musikalisch allerhöchster Qualität beitrug.

Vor einem Jahr erschien der in schwarzem Leinen gehaltene Bildband [***Der Ring in Minden*** im **J.C.C. Bruns Verlag**,](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/2018/12/28/buch-rezension-das-wunder-von-minden-ring-des-nibelungen-ioco-rezension-28-12-2108/?ref=ioco.de) *link HIER,* über den **IOCO** berichtete.

Der überregionale große Erfolg des **Ring des Nibelungen** in Minden war nur möglich, weil die Mitarbeiter de**s Stadttheaters** permanent an ihre Grenzen und auch darüber hinaus gingen. Der Geist eines gemeinsamen Willen zum Erfolg wird hier plastisch in all seinen Formen und Farben beschrieben. Als Leser des Buches bekam man Lust, an diesem Unterfangen teilzuhaben, auch wenn es nur der Besuch einer Aufführung wäre. **IOCO Kultur im Netz** plante deshalb seit langem, über den ersten Ringzyklus im September 2019 zu berichten.

![Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/08/richard-wagner-foto-ioconeuneu2018.jpg)

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Das Regieteam um **Gerd Heinz** erzählt die Geschichte von der hemmungslosen Gier und dem Versuch, Macht und Liebe in Einklang zu bringen ohne aktualisierende moderne Umdeutungen, sondern mit viel Vertrauen auf die Kraft des ursprünglichen Stoffes in seiner Form, seiner Sprache und der phänomenalen Musik **Richard Wagners.** Die Geschichte um die drei **Rheintöchter, Alberichs** Liebesverzicht und Geldgier, Wotans Götterwelt mit Machtanspruch und Zukunftsplanung gestaltet man in Minden als Schurkenstück mit sittenwidrigem Bauvertrag und üblem Erfolgsgehabe. In der auf aktualisierende Akzente verzichtenden Interpretation bleibt die Urmutter ***Erda*** als einzige Protagonistin integer. Sie warnt die Machtinnehabenden eindringlich vor der unstillbaren Gier nach mehr Reichtum und Macht.

Durch die bühnentechnischen Rahmenbedingungen mit dem auf der Hinterbühne platziertem Orchester und der relativen Enge auf dem verbleibenden Bühnenportal nutzt man geschickt den überbauten Orchestergraben und die seitlichen Räume für Spielmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Publikum. Dadurch wirkt Musik und Szene noch dichter, direkter, eindringlicher und emotionaler. Mit Gazevorhang zur Abtrennung des Orchesters, einem zentralen bühnenumspannenden Ringbogen und einem Wendeltreppenaufgang zur Proszeniumsloge kann das Drama, optisch eingebettet in satte Kulissenfarben, die Figuren in interaktiven Vorgängen aus dem Verständnis der Situation heraus agieren lassend, seinen Lauf nehmen.

Die musikalische hochqualitative Interpretation durch die **Nordwestdeutsche Philharmonie** unter Leitung von **Frank Beermann** hat in den letzten Jahren Maßstäbe in Sachen Wagnerklang gesetzt. Auch die Sängerriege wuchs förmlich über sich hinaus und konnte in dem recht kleinen Haus ihren Stimmen maßhaltende Formschönheit geben ohne, wie das gelegentlich in großen Häusern der Fall ist, sich zu überfordern. Der gemeinsame Erfolg machte stark. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass man für die zyklischen Ringaufführungen 2019 erneut mit den meisten Darstellern der letzten Produktionen zusammenarbeiten konnte.

![ Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : Sängerensemble zum Schlussapplaus © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/09/rheingold-2neu.jpg)

Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : Sängerensemble zum Schlussapplaus © Patrik Klein

Das musikalische Ergebnis sprach am ersten Abend dadurch für sich. Schon nach wenigen Minuten wird klar, warum man den für manchen Besucher anstrengend weiten Weg nach Minden an die Weser gewagt hat. Das Orchester wirkt luftig, klar und nicht dominant, sondern formschön unterstreichend aus der Hinterbühne. Die einzelnen Instrumentengruppen sind klar auszumachen. Der Klang mischt sich für den Zuschauer transparent beinahe wie in Hamburgs neuem Konzerthaus, der **Elbphilharmonie.**

So kommen die drei **Rheintöchter** (***Woglinde* Ines Lex, *Floßhilde* Tiina Pentinnen** und ***Wellgunde* Christine Buttle**) präzise und verbunden mit einer Textverständlichkeit wie mit gestochen scharfen Lettern auf einem Hochglanzprospekt gedruckt, daher. Zur Darstellung ihres Wesens und Seins nutzen sie zum Spiel sowohl die Bühne, den überbauten Orchestergraben und die beiden Proszeniumslogen, die über eine Wendeltreppe im Zuschauerraum für sie erreichbar sind. Man lehnt sich einfach nur zurück, genießt den akustischen Ohrenschmaus und taucht ein in **Wagners** Drama von Liebe, Macht und bösem Ende.

Bösewicht **Alberich,** dargestellt von **Heiko Trinsinger** steigt mit triefender Taucherbrille aus dem Untergrund auf und lässt seinen schwarz gefärbten Bariton wort- und stimmgewaltig verströmen. Der seit 1999 im Ensemble des **Aalto Theaters Essen** engagierte Sänger läuft an diesem ersten Abend in Minden zu Höchstform auf und wohl auch über sich hinaus, im Klangrausch und vor einem hochkonzentrierten Publikum sich getragen fühlend. Im Streit mit den drei Damen aus dem Rhein entscheidet er sich für das Gold und verflucht die Liebe.

In der Götterwelt angekommen erscheint **Fricka** mit **Wotans** Speer, stößt ein paarmal mit der Spitze in die Tiefe des überbauten Orchestergrabens um ihren Gatten zu wecken und auf finanzielle und personelle Probleme im Haushalt hinzuweisen. **Kathrin Göring** spielt, singt und gestaltet eine überragende Göttergattin. Mit einer langen Stola über der Schulter lehnt sie an der Bühnenumrahmung und warnt ihren von der Burg schwärmenden Gatten eindringlich vor den Folgen seines Deals mit den Riesen. Die seit vielen Jahren fest engagierte Sängerin an der **Oper Leipzig** lässt ihren facettenreichen, warmen und dunkel timbrierten Mezzosopran mal federleicht und auch mal dramatisch aufbrausend im Raume verströmen. Man versteht nicht nur jedes Wort; man nimmt ihr die Rolle ab. Sie ist **Fricka.**

![Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : Nordwestdeutsche Philharmonie mit Dirigent Frank Beermann © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/09/gggggneu.jpg)

Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : Nordwestdeutsche Philharmonie mit Dirigent Frank Beermann © Patrik Klein

Ihr Gatte **Wotan** hat es nicht ganz leicht bei ihr. **Renatus Mészár,** der sein linkes Auge opferte, um sie als Ehefrau zu gewinnen, lässt sich von ihren Warnungen wenig beeindrucken. Zu groß ist sein Verlangen nach der Burg und dem Ausbau seiner Macht. Der gebürtige Hesse, der seit vielen Jahren im Ensemble des Badischen Staatstheater in Karlsruhe singt, gestaltet die Partie des Göttervaters mit reichlichem Einsatz seiner präsenten Bass-Baritonstimme, die mit angemessener Schwärze, Genauigkeit in der Phrasierung und feiner Dosierung seiner Kräfte in den höheren Registern behaftet ist.

Die **Freia** (**Julia Bauer),** die zwischen die Fronten gerät, für eine Immobilie verschachert wird und die Ernährung ihrer Artgenossen nicht mehr sicherstellen kann, kommt mit leichter, lyrisch-dramatischer Koloratursopranstimme daher. Die international erfahrene, u.a. an der **Komischen Oper Berlin** und am **Aalto Theater Essen** beschäftigte Sängerin gestaltet ihre undankbare Position im Drama mit fein strömender Stimme und präziser Gestaltung.

Probleme in dem aktuellen Machtgefüge machen die beiden **Riesen**, die nach getaner Arbeit ihren Lohn verlangen und **Freia** als Pfand mitnehmen müssen, um zu ihrem Recht zu kommen. Ausgestattet mit schwarzen Lackpolstern, Springerstiefeln und einem aufgeklappten Schweißerhelm verleihen sie ihrer ohnehin schon imposanten Erscheinung durch markante Stimmen zusätzlichen Ausdruck. **Tijl Faveyts** als **Fasolt** und **Johannes Stermann** als **Fafner** sind stimmlich, was bei **Wagners *Rheingold*** Opernaufführungen eher selten ist, deutlich zu unterscheiden. Der an der **Komischen Oper Berlin** engagierte Bass **Tijl Faveyts** gibt einen überaktiven spielfreudigen und kräftig hell leuchtenden **Fasolt,** dem der tiefe, rabenschwarze Bass des **Johannes Stermann,** engagiert an der **Oper Magdeburg,** kontrapunktisch zugeordnet erschein. Als **Fafner** seinen Bruder später in Zeitlupe mit riesigem Prügel erschlägt, kann man diese Konkurrenzsituation unter Geschwistern glaubhaft nachvollziehen.

**Donner** und **Froh** präsentieren sich alias **Andreas Kindschuh** und **André Riemer.** Der am **Theater Chemnitz** engagierte Bariton, ausgestattet mit goldenem Handschuh und skurriler Gesichtsbemalung mit hochgegeltem Zornlöckchen, gibt den Gott mit warm timbrierter und elegant gestaltender Stimme, die bei **Donners** Hammerschlag zum Ende des Vorabends auch aufdrehen kann. Der Tenor, ebenfalls von der **Theater Chemnitz,** beschützt seine apfelspendende Schwester ***Freia*** mit hell leuchtender und präzise geführter Stimme.

Einer der stimmlichen und darstellerischen Höhepunkte manifestiert sich in der Gestalt des **Loge** alias **Thomas Mohr,** der innerhalb von 11 Tagen in beiden Ring-Zyklen nicht nur den listigen Strippenzieher **Loge,** sondern auch **Siegmund** und die beiden **Siegfriede** gibt. Der freischaffende Künstler, der Gesangsunterricht bei dem legendären **Jean Cox** genoss, und an dessen Stimme er mittlerweile als Heldentenor gereift erinnert, der zudem noch als Gesangsprofessor an der Hochschule für Künste in Bremen lehrt, spielt und singt, als wenn es um sein Leben ginge. Sein Gesicht ist in einen weißen und einen dunklen Bereich gefärbt und unterstreicht damit die Bandbreite seines Handelns und musikalischen Gestaltens. Als wenn es nichts Leichteres gäbe, schlüpft er in das raffinierte Innere der Figur des **Loge,** formt einen glaubwürdigen Akteur im Konterspiel der brutalen Kräfte seiner Mitstreiter. Er führt sie in das Reich **Alberichs,** in dem dieser den Bruder Mime knechtet und das Gold bewahrt.

**Jeff Martin** ist diese***r Mime,*** der im dunklen Reich der Nibelungen sein armseliges Dasein fristet und auf einen Ausweg hofft. Der vielseitige amerikanische Tenor, der an einer Vielzahl europäischer Bühnen engagiert ist, spielt und vor allem singt seine Partie mit großer Glaubwürdigkeit und einer superb gestaltenden Stimme. Mit einer *"Plätschkapp" (Mütze*) auf dem Kopf wird er von seinem Bruder am Ohrläppchen gezogen, gekniffen und malträtiert.

Die zauberhaften Geschicke im Reich des **Alberich** gestaltet Regisseur **Gerd Heinz** mit dunkel gekleideten Statisten, die mit schwarzen Tüchern die Protagonisten verschwinden, verkleinern oder vergrößern lassen. *Der Wurm* kommt in Form eines chinesischen Drachens auf Stäben, die von dunkler Menschenhand getragen werden daher. Die Kröte hängt am Stab mit schwarzer, sie führender Gestalt.

Als **Alberich** sich schließlich geschlagen geben muss und den Ring und dessen Macht verflucht, sich vor einer schäumenden kreisrunden Videoprojektion krümmt, erzeugt das Orchester mit einem rasanten Tempo und unerwarteter, sekundenlanger Pause eine Spannung, die man sonst nur bei **Christian Thielemann** in Bayreuths Graben wahrnehmen kann. Fantastisch, wie **Frank Beermann** in intensiven, langen Proben die Musiker der **Nordwestdeutschen Philharmonie** auf die akustischen Verhältnisse des Hauses und seine Interpretation eingestellt hat. Zu Recht erhalten **Beermann** und seine 80 Musiker am Ende tosenden Applaus.

![Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : Nordwestdeutsche Philharmonie mit Dirigent Frank Beermann © Patrik Klein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/09/rheingold3neu.jpg)

Stadttheater Minden / Das Rheingold - hier : Nordwestdeutsche Philharmonie mit Dirigent Frank Beermann © Patrik Klein

Im Forte geht es wieder hinauf in die Götterwelt, wo die finale Szene mit der Weichenstellung für das Ende der Tetralogie stattfindet. Die Urmutter ***Erda,*** wiederum mit schwarzen Tüchern aus dem Nichts hervorgezaubert, erscheint im weißen Tüchergewand mit Gehstock und warnt die beteiligten Götter vor der ***Götterdämmerung.* Janina Baechle,** die deutsche Mezzosopranistin mit Erfahrungen an den großen Häusern Europas, gibt eine dunkel-warm-timbrierte ***Erda*** der Sonderklasse. Man darf sich angesichts dieser musikalischen Interpretation nur wundern, dass niemand in der Runde auf sie hören wird und das Ende absehbar kommt.

Das Finale mit erschlagenem **Fasolt,** ausgelöster **Freia, Donners** Hammerschlag und Einzug in Walhall auf dem Regenbogen, schlussendlicher Klage der ***Rheintöchter*** und Bewertung durch **Loge,** gelingt in Minden musikalisch triumphal.

Das teilweise weit angereiste Publikum dankte allen Beteiligten mit nicht enden wollenden Beifallsbekundungen und offener herzlicher Freude an dieser nahezu übermenschlichen Leistung des **Stadttheater Minden.**

\---| IOCO Kritik Stadttheater Minden |---