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# Markneukirchen, 55. Instrumentalwettbewerb 2020 - Horn und Tuba, IOCO Aktuell, 18.01.2020
- URL: https://www.ioco.de/markneukirchen-55-instrumentalwettbewerb-2020-hoern-und-tuba-ioco-aktuell-18-01-2020/
- Published: 2020-01-17T17:00:28.000Z
- Updated: 2023-09-06T13:00:54.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Kritiken, Salome, Richard Strauss, Markneukirchen

![Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF ](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/02/2011-09-21-rieseninstrumente_vor_musikinstrumentenmuseum_foto-fff_150.jpg)

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

# **55\. Instrumentalwettbewerb 2020 - In den Startlöchern**

**7\. - 16\. Mai 2020 - Horn und Tuba**

Für junge **Hornistinnen** und **Hornisten** aus aller Welt ging am 10\. Januar 2020 die Anmeldefrist für den diesjährigen **55\. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen** zu Ende. Und erneut können sich die Veranstalter über ein großes internationales Interesse am hochkarätigen Leistungsvergleich in der vogtländischen Musikstadt freuen. Alle 99 Bewerber im Alter zwischen **17 und 30 Jahren** konnten direkt ohne Vorauswahl zum Wettbewerb zugelassen werden. Sie stammen aus 27 Ländern von fünf Kontinenten und sind nun herzlich eingeladen, vom **7\. bis 16.Mai 2020** ihr Können in den vier öffentlichen Wettbewerbsrunden zu präsentieren. Wie bereits beim letzten Hornwettbewerb vor vier Jahren bilden Teilnehmer aus Deutschlandmit 20 Bewerbern die größte Gruppe, gefolgt von Spanien und Österreich. Neu im Länderspiegel dieses Faches sind Estland und Lettland. Für das Fach **Tuba** läuft die Meldefrist noch bis zum **31\. Januar 2020.**

***Fach Horn: 99 Bewerbungen aus 27 Ländern*** 

Wie bereits in den Vorjahren hat der Chefdirigent der **Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann,** auch für 2020 wieder die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von **Prof. Christian Lampert** – selbst Preisträger des **Markneukirchener Hornwettbewerbes 1988** \- der diese Funktion im Jahr 2018 vom langjährigen Präsidenten **Prof. Peter Damm** übernommen hat und nun erstmalig der hochkarätigen internationalen Jury vorsteht. Mit **Prof. Raimund Zell** und **Prof. Szabolcz Zempléni** kehren zwei weitere Preisträger früherer Markneukirchener Hornwettbewerbe als Juroren an den Ort ihres Erfolges zurück. Unter Leitung von **Prof. Christian Lampert** werden international anerkannte Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in der Fachjurywirken. Dazu gehören im Bereich Horn **Prof. Mag. Johannes Hinterholzer,** Österreich als Fachjuryvorsitzender, Alec Frank-Gemmill, Großbritannien, Prof. Thomas Hauschild, Deutschland, **Prof. Marie-Luise Neunecker,** Deutschland, Prof. Frøydis Ree Wekre, Norwegen, Prof. Raimund Zell, Deutschland und Prof. Szabolcs Zempléni, Ungarn.

![Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen / Preisträger Viola 2013: (v.l.n.r.) Hiyoli Togawa (2. Preis, Japan), Manuel Vioque-Judde (3. Preis, Frankreich), Kyoung Min Park (3. Preis, Südkorea) © Ellen Liebner](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/01/preistraegerviola2013_fotoellenliebner.jpg)

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen / Preisträger Viola 2013: (v.l.n.r.) Hiyoli Togawa (2\. Preis, Japan), Manuel Vioque-Judde (3\. Preis, Frankreich), Kyoung Min Park (3\. Preis, Südkorea) © Ellen Liebner

Die Preisträger erwarten neben den Geldpreisen, die in diesem Jahr für die beiden Fächer **Horn** und **Tuba** u.a. von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Volksbank Vogtland, der Firma Jürgen Voigt · Meisterwerkstatt für Metallblasinstrumente, der Merkur Bank Markneukirchen sowie dem Verein Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen gestiftet werden, auch Konzertengagements z.B. mit der Chursächsischen Philharmonie, sowie ein Publikumspreis, gestiftet von der Sparkasse Vogtland. Unterstützt wird der Wettbewerb darüber hinaus auch durch weitere Institutionen und Unternehmen der Region wie die Stadt Markneukirchen, eins energieund die Stiftung der Sparkasse Vogtland.

Neben den vier Wettbewerbsrunden in beiden Fächern, die allen Interessierten offen stehen, können die Besucher abwechslungsreiche Rahmenveranstaltungen erleben. Eröffnet wird der Wettbewerb mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchengemeinsam mit dem **Grenland Symfoniorkester** aus Norwegen am Freitag, den 8\. Mai 2020\. Solisten des Abends werden der polnische Kontrabassist **Marek Romanowski** (Preisträger IIW 2015) sowie die koreanische Pianistin Subin Choi sein. Sie präsentieren sich mit dem Kontrabasskonzert von **Johann Baptist Vanhal** bzw. **Edward Griegs** Klavierkonzert. Auf dem Programm des Abends stehen außerdem Griegs Suite Sigurd Jorsalfar sowie Slawische Tänze von Antonín Dvorák und drei Tänze aus **Bedrich Smetanas** Oper ***Die verkaufte Braut.*** Eintritt: VVK 16,-/13,-Euro, AK18,-/15,-Euro. Traditionell präsentiert sich am darauffolgenden Dienstag, den 12\. Mai 2020, das Blasorchester Markneukirchen, mit einem abwechslungsreichen Konzert ebenfalls in der Musikhalle Markneukirchen.

Während der Wettbewerbstage wird es wieder mehrfach Gelegenheit geben, Einblicke in den **Musikinstrumentenbau** der Region (Foto unten) zu erhalten. So bietet die Erlebniswelt Musikinstrumentenbau jeweils mittwochs 14.30 Uhr Schauvorführungen in den Erlebniswerkstätten an. Passend zum Jahr der Industriekultur in Sachsen widmet das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen seine diesjährige Sonderausstellung dem Thema „Industriekultur MUSIMA – Ausgewählte Gitarren aus der über 50-jährigen Geschichte“. Eröffnet wird die Sonderschau am **9\. Mai 2020 um 15.30** Uhr. Mit dem festlichen Preisträgerkonzert erreichen die Wettbewerbstage schließlich am 16\. Mai 2020 um 19.00 Uhr ihren abschließenden Höhepunkt.

Die Bestplatzierten der Fächer **Horn und Tuba** präsentieren sich erneut mit herausragenden Interpretationen aus dem Wettbewerbsprogramm. Dabei werden u.a. das Tuba-Konzert von **Edward Gregson** sowie **York Bowens** Horn-Konzert in Begleitung der Clara-Schumann-Philharmoniker zu hören sein. Beide Werke stehen auch in den Finalrunden am 14\. Mai (**Tuba**) und am 15\. Mai (**Horn**) auf dem Programm.

Der Eintritt für das Preisträgerkonzertbeträgt 8 €/10 Euro im Vorverkauf. Karten für die Finalrunden sind an der Abendkasse für 3 Euro erhältlich. Weitere Informationenerhalten Sie im Sekretariat des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen, Tel.: 037422/41160, Fax: 037422/41169, E-Mail: Instrumentalwettbewerb@markneukirchen

## **Markneukirchen - Ort mit großer Musiktradition**

**Markneukirchen** ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen **Elstergebirge Sachsens** gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt **Markneukirchen** eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer *Albertus Nothaft de Wildestein* **Nothaft** genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen **Nothaft** bereits 1360\. 1405 erstmals als **Markt Neukirchen** amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „*kursächsischen Landtag“.*

![Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/02/geigenbauer-joerg-wunderlich-neu-1.jpg)

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur ***„Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“*** zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in **Markneukirchen** die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die **Martin-Trompete (Schalmei**) wird 1905 in **Markneukirchen** entwickelt.

Der **Markneukirchner Musikwettbewerb** wird im jährlichen Wechsel zwischen Streich- und Blasinstrumenten (jeweils zwei Instrumente) ausgetragen und dient der Nachwuchsförderung junger Instrumentalisten. Er steht auf hohem künstlerischen Niveau und wird von der Fachwelt als bedeutsames Ereignis angesehen. Vordere Plätze bedeuten fast immer für die Teilnehmer den Sprung in die Internationalität und werden als Gütesiegel gewertet.

\---| IOCO Aktuell Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen |---