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# Mainz, Staatstheater Mainz, ZANAIDA - Johann Christian Bach, 07.11.2019
- URL: https://www.ioco.de/mainz-staatstheater-mainz-premiere-zanaida-von-johann-christian-bach-07-11-2019/
- Published: 2019-10-24T13:00:04.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:59:11.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Premieren, Premiere, wolfgang amadeus mozart, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Mozart, Mainz

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Staatstheater Mainz © Andreas Etter

# ***ZANAIDA -* Johann Christian Bach**

**Premiere 7\. November 2019**

***Zanaida* – eine Opernrarität**, die für fast 250 Jahre von den Bühnen der Welt verschwunden war, lange Zeit als verschollen galt und nun erst seit kurzem der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Am **Staatstheater Mainz** wird die erst dritte Inszenierung des Werkes überhaupt zu erleben sein.

Regie führt **Max Hopp**, der in Mainz bereits als Sprecher in Loriots ***Ring an einem Abend*** große Erfolge feierte. An seiner Seite ist der musikalische Leiter Adam Benzwi, Spezialist für Berliner Jazz-Operetten der 20er Jahre. Die beiden Künstler arbeiteten bereits mehrfach an der Komischen Oper Berlin zusammen, Hopp auf der Bühne, Benzwi im Graben. Seit einiger Zeit wechselt Hopp ab und an die Perspektive und begibt sich von der Bühne an den Regietisch. So wird Zanaida nun bereits die zweite gemeinsame Arbeit von Hopp und Benzwi als Regisseur und Musikalischer Leiter nach der viel gelobten Produktion von **Offenbachs** ***Die Prinzessin von Trapezunt*** in Hildesheim.

Für die Neuinterpretation von **Zanaida** wurde eigens eine deutsche Neudichtung von **Doris Decker** angefertigt, basierend auf dem italienischen Libretto von **Giovanni Bottarelli. Johann Christian Bach**, der jüngste Sohn von **Johann Sebastian Bach**, schrieb mit **Zanaida** seine zweite Oper für London, wo er sich ab dem Jahr 1762 endgültig niederließ.

In **Zanaida** steht die gleichnamige Titelheldin im Mittelpunkt der Oper. Sie soll als Tochter des punischen Königs den König Numidiens heiraten. Mit Liebe hat dieser Bund allerdings nicht viel zu tun. Die Ehe soll als politischer Winkelzug die Länder Punia und Numidien, die sich seit langer Zeit in einem zermürbenden Krieg befinden, auf friedliche Weise miteinander verbinden. Dieses probate Mittel zur Aufrechterhaltung von Machtstrukturen kollidiert allerdings mit den Plänen **Tamasses.** Er liebt eine andere Frau und lässt nichts unversucht, um die sanftmütige **Zanaida** von der Heirat mit ihm abzubringen und sich ihrer zu entledigen. Selbst ihren Tod würde er billigend in Kauf nehmen…

Um sie vor solchen Gefahren zu schützen, wird eine Prinzessin natürlich nicht alleine und schutzlos in ein fremdes Land entsandt. An ihrer Seite ist neben anderen auch **Gianguir,** ein mit allen Wassern gewaschener und zutiefst seiner Prinzessin ergebener Kriegsherr, der am Staatstheater Mainz von **David Bennent** verkörpert wird. Ob **Gianguir** allerdings die Intrige gegen seine Prinzessin auflösen kann, bleibt ungewiss. Die Tragödie rund um **Zanaida** fasst der Ausstatter **Madis Nurms** in einem sinnlichen ästhetischen Konzept, dass die Wucht der Emotionen weiter trägt und die beiden unterschiedlichen Welten, Numidien und Punia, klar voneinander abgrenzt und eindrucksvoll zeichnet.

**Musikalische Leitung:Adam Benzwi,** Musikalische Assistenz und Nachdirigat:, Paul-Johannes Kirschner, Inszenierung: Max Hopp, Ausstattung: Madis Nurms, Licht: René Zensen, Choreografie Martina Borroni, Video: Christoph Schödel, Dramaturgie: Christin Hagemann

**MIT:** ***Zanaida:* Alexandra Samouilidou,** Roselane: Hege Gustava Tjønn, Mustafá: Brett Carter, Tamasse: Alin Deleanu/ Zvi Emanuel-Marial, Osira: Dorin Rahardja, Cisseo: Philipp Mathmann, Gianguir: David Bennent, Tänzerin: Ageliki Gouvi / Martina Borroni (20.11.)  
Tänzer: Yuya Fujinami, Mädchenchor am Dom und St. Quintin, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

**Premiere 7\. November 2019, weitere Vorstellungen:** 9\. und 20.11., 2., 21\. und  
27.12.2019; 7.1.; 29.1\. sowie 5., 9\. und 12.2.2020

\---| Pressemeldung Staatstheater Mainz |---