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# Lübeck, Theater Lübeck, Premiere: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg, 31.08.2014
- URL: https://www.ioco.de/luebeck-theater-luebeck-premiere-tannhaeuser-und-der-saengerkrieg-auf-wartburg-31-08-2014/
- Published: 2014-08-28T09:00:43.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:24:22.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Premieren, richard wagner, tristan und isolde, Karten, Pressemeldungen & Nachrichten, Wagner, Premiere, Lübeck

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[Theater Lübeck](http://www.theaterluebeck.de/?ref=ioco.de)

![Theater Lübeck © Olaf Malzahn](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2014/06/theater_luebeck_588_auss.jpg "Theater Lübeck © Olaf Malzahn")

Theater Lübeck © Olaf Malzahn

# Premiere: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

**Premiere: Sonntag, 31\. August 2014, 17.00 Uhr, Großes Haus, Weitere Vorstellungen Sonntag, 07 September, 17.00 Uhr; So, 28/09, 17.00 Uhr; So, 12/10, 16.00 Uhr; So, 09/11, 17.00 Uhr,**

Mit der Premiere der Oper ***Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg*** von **Richard Wagner** unter der musikalischen Leitung von GMD **Ryusuke Numajiri** in der Inszenierung von **Florian Lutz** eröffnet das Theater Lübeck am 31\. August 2014 die Spielzeit 2014/15\. Damit findet das über Jahre erfolgreiche Projekt »Wagner-trifft-Mann« seine Fortsetzung in einem Werk aus Wagners mittlerer Schaffensphase, das seinem Schöpfer selbst bis zu seinem Tod immer neue Fragen stellte und sich zugleich mit seinem großen Reichtum geschlossener musikalischer Nummern wie dem Pilgerchor, Elisabeths Hallenarie oder Wolframs Lied an den Abendstern bis heute größter Beliebtheit erfreut.

Erzählt wird die Geschichte des *Minnesängers Tannhäuser,* den **Wagner** frei aus den Überlieferungen rund um den historischen *Tannhäuser,* der vom Papst vergeblich Vergebung seiner Sünden erbat, und *Heinrich von Ofterdingen,* einem Teilnehmer des sagenhaften Sängerkriegs auf der Wartburg zur Zeit *Landgraf Hermanns I. von Thüringen* im 13\. Jahrhundert, kombinierte: *Tannhäuser* ist des Aufenthaltes im *Venusberg* überdrüssig. Er will die Welt des Genusses verlassen, obwohl Venus selbst alles für sein Bleiben tut. *Tannhäuser* entscheidet sich für einen neuen Weg, auf dem er seine alten Kollegen und seine *Jugendliebe Elisabeth* wieder trifft und sich am großen Sängerwettstreit zum Thema Liebe beteiligt. Er kann die in seinen Ohren heuchlerischen Ausführungen seiner Mitstreiter *Wolfram von Eschenbach, Walther von der Vogelweide* und *Biterolf* allerdings nicht anhören, ohne die Versammlung schroff mit seinen ganz anderen Sichtweisen zu konfrontieren. Der Skandal ist perfekt. Nur *Elisabeth* verdankt Tannhäuser, dass er nicht sofort aus der Gemeinschaft ausgestoßen wird, sondern die Chance erhält, durch eine Bußfahrt nach Rom Vergebung seiner Sünden zu erwirken. Anders für als die anderen Reumütigen führt für Tannhäuser der Weg jedoch nicht zurück.

Neben den literarischen Anregungen fand **Wagner** atmosphärische Inspiration für seinen ***Tannhäuser*** auf der Burg Schreckenstein in Böhmen, wo er den Juni 1842 verbrachte, nachdem ein erster Versuch, im Pariser Musikleben Fuß zu fassen, erfolglos geblieben war und er sich auf das Interesse der Dresdner Hofoper an seiner Oper »Rienzi« hin zu einer Umsiedelung nach Dresden entschlossen hatte.

Drei Jahre dauerte **s**eine Arbeit an der »romantischen Oper« bis in Dresden 1845, dann schon in seiner Zeit als Königlich-Sächsischer Kapellmeister der Hofoper, die Uraufführung stattfand. Damit aber war die Entstehungsgeschichte der Oper nicht abgeschlossen: »*Ich bin der Welt noch einen *Tannhäuser* schuldig*« sagte **Wagner** noch wenige Wochen vor seinem Tod zu seiner **Frau Cosima** und fasste damit sein langes und letztlich nie ganz abgeschlossenes Ringen um eine für ihn gültige Werkgestalt zusammen. Am prägnantesten waren die Änderungen, die er 1861, mitten in der Arbeit an ***Tristan und Isolde*,** für eine Aufführung in Paris vornahm, wo andere Gattungstraditionen verschiedene Modifikationen – darunter die Einführung eines Balletts – nötig machte. In Lübeck kommt die Dresdner Fassung zur Aufführung, die von der Uraufführung her abgeleitete, im Druck verbesserte erste Fassung.

**Musikalische Leitung** Ryusuke Numajiri, **Inszenierung** Florian Lutz **Bühne** Christoph Ernst, **Kostüme** Mechthild Feuerstein **Video** Katharina Spuida, **Chor** Joseph Feigl

**Mit** Julia Faylenbogen, Annette Hörle, Carla Filipcic Holm, Imke Looft, Inga Schäfer, Steinunn Soffia Skjenstad, Andrea Stadel/Frauke Becker; Shavleg Armasi/Taras Konoshchenko, Johan Hyunbong Choi, Daniel Jenz, Hjongseok Lee, Herbert Lippert/Jeffrey Dowd, Gerard Quinn/Steffen Kubach, Tim Stolte/Seokhoon Moon; Chor und Extrachor des Theater Lübeck; Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

**Kostprobe** Mo, 25/08, 18.30 Uhr, Kammerspiele, Eintritt frei

**Premiere So, 31/08, 17.00 Uhr, Weitere Vorstellungen** So, 07/09, 17.00 Uhr; So, 28/09, 17.00 Uhr; So, 12/10, 16.00 Uhr; So, 09/11, 17.00 Uhr, u.a.

\---| Pressemeldung Theater Lübeck |---